innere Verpflichtung darzutun in dem Rufe: Unser heißgeliebter Führer Siegheil!. Sle^heil!»
Siegheil! — Der Reichstag ist geschlossen.
Begeistert stimmen die Teilnehmer dieser Stunde in das Siegheil auf den Führer, und spontan werden aus der Mitte des Reichstages das Deutschland- und Hör st-Wessel-Lied^ angestimmt als Gelöbnis des gesamten Führerkorps des Dritten Reiches zu unverbrüchlicher treuer Gefolgschaft. Noch einmal grüßt der Führer seine Mitarbeiter und feie Reichstagsabgeordneten und verläßt sodann, geleitet vom Reichstagspräsidenten Generalfeldmarschall Göring und seinem Stellvertreter, Reichsminister Rudolf Heß, den Reichstagssitzungssaal. Er schreitet aus dem Saal durch ein Spalier der Abgeordneten, die ihm mit erhobener Rechten auch jetzt wieder ununterbrochen zujudeln. ZubelstürmebegleiiendeliKijhrer
aus seiner Fahrt.
Eine WelleüberschäumenderBegeiste- r u n g begleitete den Führer sowohl auf seiner Hinfahrt zum Reichstag als auch bei seiner Rückkehr in die Reichskanzlei. Hunderttausende brachten ihm auf seiner Fahrtstrecke jubelnde Kundgebungen dar. Beim Betreten und Verlassen des Reichstags vrä- sentierte die Ehrenkompanie der Leibstandarte Adolf Hitler, und das Musikkorps intonierte den Präsentiermarsch, dessen Klänge jedoch bald in dem brausenden Jubel untergehen. Auf dem Wilhelmsplatz gab es beispiellose Begeisterungsstürme. Aus dem wogenden Menschenmeer erscholl immer gewaltiger derRufnachdemFührer. In den vordersten Reihen standen O e st e r r e i ch e r mit einem weithin sichtbaren Schriftband: „Deutschösterreich grüßt den Führer". Die Lieder der Nation wollten nicht verstummen. Als der Führer auf den Balkon hin- austrat, umbrandete ihn ein Jubelsturm ohnegleichen. Nach allen Seiten hin dankte der Führer für die begeisterten Kundgebungen, die wenige Sekunden später noch einmal aufflammten, als der Führer nun in Begleitung von Rudolf Heß und Reichsaußenminister von Ribbentrop den Balkon betrat und wiederum lange Zeit den Massen seinen Gegengruß entbot.
Freudenkundgebungen in Oesterreich.
Wien, 20. Febr. (DNB.) Während zur Zeit der Uebertragung der Rede des Führers die Stadt fast menschenleer war, wogte nachher in den Straßen eine freudig bewegte Menge. Schon in den frühen Abendstunden bildeten sich spontan Kundgebungen, und zahllose Volks- genossen zogen zur Metternich-Gasse zur deutschen Gesandtschaft, wo sie das Deutschland- lieb und das Horst-Wessel-Lied sangen. Als der Zustrom immer größer wurde, nahm die Polizei schließlich Absperrmaßnahmen vor, wobei aber rücksichtsvoll verfahren wurde. Unterdessen hatten sich noch andere Gruppen gebildet, die den Ring hin- unterzogen unter Singen und Hochrufen auf den Führer. Der ganze Ring war ein einziges bewegtes Menschenmeer. An der Oper vorbei ging es den Ring entlang, vorüber am Parlament und am Burgcheater, bis zur Votiv- Kirche. Dort hielt ein österreichischer Parteigenosse eine Ansprache, in der er Dor allem dem Führer und Reichskanzler dafür dankte, daß es durch seine tatkräftige Initiative den Oesterreichern ermöglicht worden sei, sich nun auch frei und offen zu ihrer Weltanschauung zu bekennen. Nach der Aufforderung, wie bisher auch jetzt vollste Disziplin zu wahren, zerstreute sich dann die Men- schenmenge. Aus den Fenstern der Häuser, in denen Reichsdeutsche wohnen, grüßten Hakenkreuzfahnen zusammen mit der österreichischen Flagge, nachdem vom Bundeskanzleramt die Geneh- migung dazu aus Anlaß der besonderen Bedeutung des Tages erteilt worden war. Gleichzeitig wurde auch das Flaggenhissen für kommenden Donnerstag erlaubt, an dem Bundeskanzler Schuschnigg in einer Rede zu den schicksalsreichen Ereignissen der letzten Wochen das Wort nehmen wird. Am Rat- Haus fand eine Kundgebung von vaterländischer Seite statt, bei der Hochrufe auf Bundeskanzler Schuschnigg ausgebracht wurden. — Auch die Städte Linz und Wels prangten in reichem Fahnenschmuck. Ebenso festlich war die Stimmung den ganzen Tag über in Graz, wo Umzüge in größerem Umfange stattfanden. In Innsbruck setzten sich von Jnnrain aus Tausende von Fackelträgern in Bewegung, die durch die Hauptstraßen bis zum Bahnhofsplatz zogen. Zehn- tausende säumten die Straßen und grüßten die Zug- teilnehmer mit Heilrufen und dem deutschen Gruß. Don den meisten Häusern wehten Hakenkreuzfahnen. Es wurden nationale Lieder gesungen, und die Heilrufe nahmen kein Ende.
Das Echo in London.
Des Führer- Forderung
nach einem sauberen Journalismus.
London, 21. Febr. (DNB.-Funkspruch) In der Londoner Moraenpresse hat eine große Wirkung die scharfe Geißelung der Pressehetze hervor- gerufen. Die Blätter heben diese Stellung der großen Führerrede besonders hervor. Ja, schon in den Ueberschriften kommt die Forderung Hitlers nach einem sauberen Journalismus zum Ausdruck. Ganz im Gegensatz zu dem völlig verständnislosen Kommentar der liberalen „News Chronicle" sagt „Daily Mail", Hitler habe mit dem Stolz eines Führers gesprochen, der sich an der Wiedererstarkung seiner Nation freue und entschlossen sei, weiter die Macht seines Landes aufzubauen. In den Aeußerungen des Führers über England solle man d e n W u n s ch nach guten Beziehungen sehen, den Hitler so oft ausgedrückt habe. Deutschland habe keine Differenzen mit Großbritannien außer den Kolonien. Es sei für das englische Volk nichts Neues, daß diese Kolonialfrage ftüher oder später von allen Beteiligten geregelt werden müsse.
Tiefe Befriedigung in Japan.
Die Anerkennung Mandschukuos.
Tokio, 21. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der Sprecher des Außenamtes gab eine Erklärung zur Führerrede ab, in der es hieß: Es fei klar, daß sich die deutsche Regierung auf eine geschlos- jene Nation in glühendem Patriotismus stütze. „Die offizielle Anerkennung Man- d s ch u k u o s durch Deutschland, das den Geist der Gründung Mandschukuos voll verstanden hat, ist eine Quelle tiefster Begeisterung der 30 Millionen Einwohner Mandschukuos und eine
Tatsache aufrichtiger Wertschätzung für Japan. Wir sind fest davon. überzeugt, daß dieser Schritt der deutschen Regierung unmittelbar nach der Aberkennung Mandschukuos durch Italien und Spanien nicht nur dazu dienen wird, die internationale Stellung Mandschukuos zu erhöhen, sondern auch ein Baustein für die Stakrilisle- r u n g Ostasiens darstelle.
Stärkster Emdruck in Prag.
Prag, 21. Febr. (DNB. Funkspruch.) Kaum ist eine politische Mndgebung mit so großer (Spannung auch in der Tschechoslowakei erwartet worden, als diese Reichstagsrede des Führers. Die Tatsache, daß die Rede auch vom tschechischen Rundfunk (zum ersten Male feit der Machtübernahme)
Paris, 21. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Rede des Führers nimmt einen weiten Raum in der französischen Morgenpresse ein. Besonders star- ken Eindruck hat der nachdrückliche Protest des Führers gegen den Mißbrauch gemacht, den eine gewisse „Weltpresse" mit ihrer Freiheit treibt. Die Blätter verzeichnen übereinstimmend die Aeußerung des Führers, daß es zwischen Frankreich und Deutschland keinen einzigen Streitpunkt gäbe. Bezeichnend für das Interesse, das die Führerrede in Frankreich gefunden hat, ist es, daß z. B. „Le Journal" ein Stimmungsbild über die Eindrücke abdruckt, die der Schriftführer der unter dem Vorsitz von Pichot stehenden Union der ftanzösischen Frontkämpfer beim Abhören der Rede am Pariser Rundfunk hatte. Er sagt, der Widerhall der Rede im Herzen der französischen Frontkämpfer lasse sich wie folgt zusammenfassen: Wolle Gott dafür sorgen, daß Deutschland und alle Völker ohne Umweg zu einem dauerhaften Frieden finden.
Der Berliner Vertreter des Journal* schreibt, zehn Rationen hätten auf ihre Sender amtlich die Führerrede übernommen, zehn weitere hörten ebenfalls mit, was sie jedoch nicht wahr haben wollten und schämten sich daher dabei. Die Rede werde nicht nur in der Geschichte Deutschlands, sondern in der Geschichte der ganzen Welt grundlegend sein. Der Eindruck auf die im Reichstag anwesenden diplomatischen Vertreter sei ebenso ungeheuer gewesen wie der Eindruck auf Öen Mann aus demDolke. Der Führer habe den ganzen Haufen plumper unheilvoller Erfindungen über das Dritte Reich im Zusammenhang mit dem 4. Februar zunichte g e - macht. Er habe nachdrücklich und deutlich Forderungen und Ueberzeugungen herausgestellt, die ganz sicher die Grundlage von Meinungsaustauschen bilden werden.
London. 20.Febr. (DRV.) Anthony Eden ist am Sonntagabend von seinem Posten als Außenminister zurückgetreten. Mit Eden ist auch der AnterslaatssekretSr im Auswärtigen Amt. Lord Lranborne, zurückgetreten. Eden hat an Ministerpräsident Lhamberlain einen Brief gerichtet. Darin erklärt er. die Ereignisse der letzten Tage hätten eine Meinungsverschiedenheit zwischen ihm und dem Premier- Minister offenbart, und zwar in einer Entscheidung von großer Bedeutung, die weitreichende Folgen habe. Er sei sich in wachsendem Maße einer Verschiedenheit in den Ansichten zwischen ihm und dem Premierminister bewußt geworden. die die internationalen Fragen des Tages betreffe und ebenso die M e t h o d e n. sie zu lösen. Ls könne nicht im Interesse des Landes sein, wenn die leitenden Männer in einer unruhigen Partnerschaft zusarnrnenarbeiteten. wobei sie sich der Verschiedenheiten in den Ansichten voll bewußt wären. Dies gelte insbesondere in den Beziehungen zwischen dem Premierminister und dem Außenminister.
Ministerpräsident Lhamberlain hat Eden in einem Brief für die geleisteten Dienste gedankt. Er bedauere den Entschluß Edens umsomehr, als die Meinungsverschiedenheiten keineswegs die endgültigen Ziele oder Grundlagen der englischen Politik beträfen. Der entscheidende punkt, von dem Eden glaube, ihn nicht annehmen zu können, sei der, ob der gegenwärtige Augenblick für den Beginn der englisch- italienischen Unterhaltungen geeignet sei.
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Es verlautet in englischen Kreisen, man rechne mit Bestimmtheit damit, daß nunmehr Lord Halifax Nachfolger Edens fein werde. Eine Entscheidung fei im Augenblick jedoch noch nicht gefallen. Bereits vor zehn Tagen war in London ein Gerücht im Umlauf, daß sich starke Gegensätze zwischen dem Premierminister und dem Außenminister ergeben hätten wegen der Methoden der Außen- Politik. Als Chamberlain dann erneut eine Unterredung mit dem italienischen Botschafter hatte, seien diese Gegensätze wieder verstärkt aufgelebt. Das habe dazu geführt, daß am Samstag zu einem ungewöhnlichen Aeitpuntt eine Kabinettssitzung einberufen wurde. Da es am Samstag nicht gelang, die Gsgensäge zu überbrücken, wurde eine neue Ka- bmettsjitzung für Sonntag einberufen. Als auch in dieser Sitzung keine Einigung erzielt werden konnte, trat dann Eden zurück.
Die Londoner presse zum Rücktritt Edens.
London, 21. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der Rücktritt Edens hat in der gesamten Londoner Morgenpresse das größte Aufsehen erregt. „Time s * schreibt, daß bereits seit Monaten zwischen Chamberlain und Eden über die Methode der Herstellung besserer Beziehungen zwischen England und den autoritären Staaten Mei- nungsoerschiedenheiten bestanden haben. Die Sondersitzung des Kabinetts sei nun die unmittelbare Folge des Besuches des italienischen Botschafters G r a n d i bei Ministerpräsidenten Chamberlain am Freitag gewesen. Wie es heiße, habe Chamberlain den Standpunkt oertreten, daß wirklich kein Grund bestehe, nicht sofort Grandir Besuch weiter zu oer
übertragen wurde, kennzeichnet die große Aufmerksamkeit, die auch die Prager amtlichen Stellen der deutschen Außenpolitik gewidmet haben. Ueberall in der ganzen Tschechoslowakei saß man um 13 Uhr am Lautsprecher. Die Gaststätten in Prag, die keinen Gemeinschaftsempfang vorbereitet hatten, blieben leer, die Straßen schienen verödet. Don allen Seiten wird versichert, daß der Eindruck der Rede des Führers ein außerordentlicher war, ein Eindruck, dem sich kein Tscheche entziehen konnte. An amtlichen Stellen herrscht, nach einer vorläu- figen Prüfung der Rede, eine positive Auftas- jung vor. Auf alle Fälle ist festzustellen, daß der Rechenschaftsbericht über die Leistungen des Nationalsozialismus in Öen letzten fünf Jahren über - all überwältigend gewirkt hat.
„Petit Parisien" erklärt: Der Führer habe sich noch nie so entschieden in seinen Ansichten und seinen Forderungen gezeigt. Im Ausland könne man sich jetzt keine falschen Vorstellungen mehr machen. Des Führers Worte an Frankreich feien kurz, aber ohne Bitterkeit gewesen. In französischen Kreisen habe man die Rede kaltblütig ausgenommen, eine Politik der Entschlossenheit sei jetzt notwendiger denn je. „Echo de Paris" unterstreicht, daß zwischen Deutschland und Frankreich gebietsmäßig kein Streit bestehe. Das Blatt meint jedoch, daß beide Länder hinsichtlich der O r - ganifierung Europas verschiedener Ansicht seien. Der „Excelfior" spricht von einer Triumphrede des Führers. Die Welt, die die Zahlenangaben über den Aufstieg der deutschen Produktion niemals gelesen haben würde, habe sie nun auf der Reichstagsrede über den Rundfunk gehört. „Figaro" betont, daß der Deutsche Reichskanzler ein Recht habe, auf das von ihm vollbrachte Werk stolz zu fein.
Daß die Rede des Führers von einer gewissen Presse in Frankreick) nicht b e krittelt würde, war ja nicht anzunehmen. So fürchtet >,Epoque" ein starkes Deutschland und sagt, Frankreich müsse stark fein und die Verbindung mit feinen Verbündeten aufrechterhalten. „Ouevre" findet sogar die Rede drohender als sonstige Reden des Führers. Der marxistische „Populaire^ ist offensichtlich erschrocken über die gigantisch gesteigerten deutschen Produktionen und bemüht sich daher, die Lei- stungen des Dritten Reiches auf wirtschaftlichem Gebiet herabzusetzen. Dabei muß aber selbst dieses Marxistenblatt zugeben, es sei n i ch t z u befreiten, daß in Deutschland die Produktion st a r k g e ft i e g e n sei. Das Gewerkschaftsblatt „Le Peuple" klagt darüber, daß durch die Stelle der Führerrede, die sich auf Frankreich beziehe, die Politik des Frontkämvferführers Jean Goy ferner De Brinons und Flanoins erleichtert werde.
folgen. Die Aussicht auf eine Allgemeinregeluna in Europa wäre nur hinausgeschoben worden, wenn man aus dem Verhalten der britischen Regierung auf eine Ablehnung hätte schließen können. Man hätte vor einer neuen versäumten Gelegenheit gestanden. Eden dagegen soll jedoch großen Wert daraus gelegt haben, vor Fortsetzung der Besprechungen mit Italien ein Nichteinmischungsabkommen über Spanien abzuschließen.
Die „Times" sagt, man könne schon jetzt mit einiger Gewißheit sagen, daß sich durch den Rücktritt Edens nichts Grundsätzliches an den britischen Zielen ändern werde, wohl aber, daß nun d i e Möglichkeit der Herstellung st a - b i l e r Beziehungen zwischen den Demokratien und autoritären Staaten mit einem Vertrauen versucht würden, das Eden nicht habe aufbringen können.
Das Labour-Blatt „Daily Herald" benutzt Edens Rücktritt selbstverständlich zu einem scharfen Angriff auf Chamberlain und seine Politik. In das gleiche Horn stößt natürlich auch das liberale „News Chronirie". Ganz im Gegensatz hierzu schreibt „Daily Mail", England atme erleichtert auf bei der Botschaft, daß Eden aus der Regierung ausgeschieden sei. Seine Politik als Außenminister habe in England Unsicherheit und i m Ausland Bestürzung hervorgerusen. Infolge seines verdünnten Genfer Idealismus sei seine Polittk immer mehr von der Wirklichkeit abgewichen, er habe bis zum Letzten die unglückliche Sanktionspolitik unterstützt. Die „Daily Mail" häll es für sicher, daß Lord Halifax der Nachfolger Edens werden wird. „Daily Expreß" stellt fest, es sei jetzt leicht zu sagen, Eden sei der Idealist und Echamberlain der Realist. Chamberlain sei aber beides, Realist und Idealist. Sein hohes Ideal sei die H e r st e l l u n g des Friedens, den er auf einem praktischen Wege verwirklichen wolle. Chamberlain wolle Aechyopien anerkennen, das nicht einmal Genf Heile Selafsi zusprechen könne. Chamberlain habe schließlich feinen Willen durchgesetzt.
GroßernationalspanischerErsolg vor Teruel.
Salamanca, 21. Febr. (DNB) Der national« spanische Heeresbericht meldet: Unsere Truppen, die am Donnerstag den Alfambra-Fluß überschritten haben, haben sämtliche Höhen zu beiden Seiten der Sttaße Dillaalba-Corlaban b e» setzt. Sie haben ferner von den Höhen 1083 bis 1141 BesiN ergriffen. Die Trupven haben am Freitag den feindlichen Widerstand restlos gebraten. Im Zuge des Vormarsches besetzten die tapferen Regimenter Dsrtice, Tocon, ferner sämtliche Positionen des Gorda-Gebirges.
Sämtliche nationalen Kolonnen befinden sich nunmehr östlich des Alfambra-Flusies. Bei Tortajada, Villalba Baja war der Flußübergang sehr einfach, da die roten Söldner bei ihrer überstürzten Flucht keine Zeit mehr zur Sprengung der Brücken fanden. Flieger und Artillerie schützten den Vormarsch der nationalen Infanterie und zermürbten den feindlichen Widerstand.
Die nationalen Truppen haben am Sonntag wieder mehrere wichtige Höhen erobert, so daß sie Teruel umzingeln konnten. Es sind jetzt alle auf die Stadt führenden Straßen besetzt. Die Eisenbahnlinie von Teruel nach Valencia ist unterbrochen. Der Friedhof von Teruel befindet sich in nationalem Besitz»
Die Amnestie in Oesterreich abgeschlossen.
Wien, 19. Febr. (DNB.) Die große Amnestie ist, nachdem heute noch einige Nachzügler entlassen wurden, nunmehr abgeschlossen. Die letzten Freigelassenen waren 12 Nationalsozialisten, die sich in einem kleinen burgenländischen Gericht in Untersuchungshaft befanden. Die Abwicklung in so kurzer Zeit ist hauptsächlich durch die außerordentliche Arbeitsleistung der Gerichtsbeamten möglich geworden, die unter Verzicht auf besonderes Entgelt in Ueberstunden- und Nacht- dienstarbeit die notwendigen Formalitäten durchführten.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer und Reichskanzler stattete in der dänischen Gesandtschaft Ihren Majestäten dem König und der Königin von Dänemark, die sich auf der Durchreise nach Dem Süden in Berlin aufhalten, einen Besuch ab. In der Begleitung des Führers befanden sich Staatsminister Dr. M e i ß n e r und Obergruppenführer Brückner
Der Stellvertreter des Führers empfing alle Gauleiter der Bewegung in Einzelbesprechungen über Fragen des Aufgabenbereiches der NSDAP. Am Sonntagabend waren die Reichsleiter, die Gauleiter, deren Stellvertreter und die führenden Parteigenossen des Stabes Heß Gäste des Stellvertreters des Führers.
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Das Schweizer Volk hat bei der am Sonntag durchgeführten Dolksad ft immun g mit gewaltiger Mehrheit der Regierungsvorlage über die A n ° erfennung Des Räteromanischen als vierte schweizerische Landessprache zugestimmt.
Kunst und Wissenschaft.
Der Dichter Otto zur Linde f.
In Berlin-Lichterfelde starb im 65.'Lebensjahre der Dichter Otto zur Linde. Am 26. April 1873 in Essen geboren, wurde er vornehmlich als Begründer des „C h a r o n" (1904) und der „Charon"- Bewegung bekannt. Der „Charon" erstrebte eine Erneuerung der Dichtung, der dichterischen Sprache und Themenstellung in deutschem Sinne; die Zeitschrift erschien — unter Mitwirkung von Rudolf P a n n w i tz und Karl R ö 11 g e r — bis zum Ausbruch des Weltkrieges. Zur Lindes Werke liegen in zehn Bände vor; wir nennen daraus „Gedichte, Märchen und Skizzen", „Die Kugel, eine Philosophie in Versen" und die Streitschrift „Arno Holz und der Charon".
Aus aller Wett.
Großer Goldfund im Bauschutt.
Einen wertvollen Fund machten städtische Arbeiter in St. Wendel (Saar) beim Abbruch eines Hauses. Bei den Abbruchsarbeiten fanden die Arbeiter in einem alten Milchtopf und einem Steinhägerkrug den Bettag von 14 540 Mark in 10- uno 2 0- Mark-Gold stücken. Beim Einhauen des Kellergewölbes stürzte noch ein Säckchen mit 680 Mark in 10- und 20-Markstücken heraus, so daß sich die Gesamtsumme des gefundenen Goldes auf 15 220 Mark erhöht. Da die Stadt Eigentümerin des Grundstückes ist, gehört ihr das Geld. Die Stadt St. Wendel wird Gauleiter B ü r ck e l den Fund für die Errichtung eines HJ.-Heimes überreichen.
Verheerende Uebersihwemmungen in USA.
Anhaltender mit schweren Regen- und Schneestürmen verbundener Orkan verursachte in Nordkalifornien wiederum große Ueberschwemmungen. Im Colusa-Sacramento-Gebiet allein wurden 25 000 Acker Farmland infolge von Dammbrüchen überflutet; Tausende wurden obdachlos. Im San-Jose- Gebiet wurden über 40 000 Obstbäume umgelegt. Das Unwetter forderte bisher über 20 Tote. Verheerende Ueberschwemmungen infolge Hochwassers wurden auch aus Südmichigan gemeldet; große Teile mehrerer Städte sind überflutet.
Drei Kinder durch Gas vergiftet.
In Hühnerfeld (Saar-Pfalz) wurde die fünfköpfige Familie Johann Heck gasvergiftet aufgefunden. Die drei kleinen Jungen im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren waren bereits tot, während die Eltern in bewußtlosem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Wiederbelebungsversuche waren von Erfolg. Man vermutet, daß die Ferngasleitung schadhaft geworden war, wodurch Gas in das Haus eingedrungen ist.
Fünfzehn Todesopfer
eines Schiffsunglücks im Hafen von Sidney.
Im Hafen von Sidney (Australien) kam es zu einem schweren Schiffsunglück, bei dem fünf- zehn Personen ertranken. Ein Fährboot, das 150 Passagiere zu dem hier verankert liegenden amerikanischen Kreuzer „Louisoille" bringen wollte, kenterte aus noch unbekannten Gründen und sank. Obwohl das Kriegsschiff sofort sämtliche Boote au Wasser ließ, und auch eine Reihe von anderen Schiffen zu Hilfe eilten, konnten nur 135 Personen gerettet werden. Bisher mürben sechs Leichen geborgen.
Zuchthaus
für einen gemeingefährlichen Heiratsschwindler.
Vor der Großen Strafkammer Karlsruhe hatte sich der einschlägig vorbestrafte Georg Hugo Kos- male wegen fortgesetzten erschwerten Betrugs und Unterschlagung zu verantworten. Der Angeklagte, ein gefährlicher Gewohnheitsverbrecher, hatte nach seiner Strafentlassung 1936 bis zu seiner Verhaftung im Juni 1937 fast ausschließlich von Heirats- betrügereien gelebt und vertrauensselige Mädchen um rund 10 000 RM. geprellt. Er nahm u. a. einer Angestellten 4000 RM. ab, einer Sekretärin 1000 Reichsmark; eine Stütze in Frankfurt bewog er, ihm 1500 RM. und 700 RM. zu geben. In mindestens zwölf Fällen hatte er mit Frauen Beziehungen angeknüpft. Das erhaltene Geld verspielte er. Die Strafkammer sprach eine Zuchthausstrafe von vier Jahren drei Monaten aus. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm auf die Dauer- von fünf Jahren aberkannt. Die Untersuchungshaft wurde nicht angerechnet.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptfchriftteiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den Übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 38: 11000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Sinzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom L September 1937 oüütfl.
AußerordentlichesZnteresse in Frankreich
Oer Führer hat ein liecht darauf, auf sein Werk stolz zu sein.
Ser britische Außenminister Sden zurülkgetreten.


