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Reichsausschutz für volkswirtschaftliche Aufklärung W a s ch v o r f ch r i f t e n herausgegeben worden seien, so hätten sie mit der Zellwolle nichts zu tun. Sie seien vielmehr unter dem Motto herausgegeben worden:Kampf dem Verderb!" Es soll da­für gesorgt werden, daß alle Wäschestücke, auch die aus Baumwolle oder Leinen, so vernünftig und schonend behandelt werden, wie es nach Art der Qualität notwendig sei. Kein guter Deutscher solle über ein Produkt schlecht reden, das eine Glanzleistung unserer Chemie und unserer Technik darstellt, das sogar auf der Pariser Welt­ausstellung mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde und dem heute schon Millionen deutscher Arbeiter ein ausreichendes Einkommen verdanken. Jeder, ob Verbraucher, Verkäufer oder Fabrikant, sollte seine

Ehre dareinsetzen, mitzuarbeiten an der Verbreitung eines Rohstoffes, der einen wesentlichen Anteil hat an der Erringung der deutschen Rohstoffrecheit.

Zellwolle im Vormarsch.

Die Schweiz, deren Bevölkerung an sehr hoch­wertige Textilftoffe gewöhnt ist, hat vor einigen Monaten die erste Zellwollfabrik erhalten und führte außerdem im Vorjahre ungefähr 8750 Doppelzent­ner Garne aus dem Ausland,,besonders aus Deutsch­land und Italien, ein. Die englische Jahrespro­duktion an Zellwolle belief sich 1937 auf 25 Mil­lionen Kilogramm; in den VereinigtenStaa- ten wurden 9 Millionen produziert neben einer Einfuhr aus Japan und Italien in. Höhe von 13 Millionen Kilogramm.

Wie sieht es in der Wirtschaft aus?

Die am 18. Januar geschloffene Zeichnung auf die 4^prozentigen auslosbaren Schatzanweifungen desReiches von 1938 Folge 1, hat ein sehr günstiges Ergebnis gehabt. Das Reich hat weitere 200 Millionen Mark gleich­artiger Schatzanweisungen dem Anleihe-Konsortium übergeben, um die Zeichnungen dieser Anleihe voll berücksichtigen zu können. Mit den 250 Millionen Mark, die bereits vor Auflegung der Anleihe fest gezeichnet waren, sind also 1,2 Milliarden vom Pu­blikum ausgenommen worden, und zwar handelt es sich hierbei um die Zeichnung von echten Ersparnissen der Wirtschaft und des Privatpublikums. Mit dem Ergebnis der neuesten Anleihe sind innerhalb von drei Jahren weit über 7 Milliarden Mark kurz­fristiger Schulden in langfristige umgewandelt wor­den, die kurzfristigen Wechsel sind durch längerlau- fende Reichsschatzanweisungen ersetzt worden. Da­mit wird jener Zustand erreicht, der für ein Land überhaupt die größtmögliche Sicherheit bietet, die Ordnung in seinen finanziellen Verpflichtungen. Als 1933 die Ankurbelung unserer Wirtschaft damit be­gann, daß die führenden Männer einen Griff auf die Erträgnisse der Zukunft taten, hat es nicht nur im Auslande kritische Stimmen gegeben. Aber die immer mehr ansteigende Wirtschaftsbelebung brachte Geld unter die Leute, und dieses Geld wird jetzt von der Wirtschaft und dem Privatpublikum dem Reiche wieder zur Verfügung gestellt zur Abdeckung der kurzfristigen Wechsel. l)ie bisher größte An­leihe, also die jetzige von 1,2 Milliarden Mark, be­weist, daß die Finanzpolitik des Reiches durchaus richtig war und der Lage auf dem Finanzmarkt in­tuitiv Rechnung trug. Gegenüber der letzten An­leihe war eine Emissionspause von rund vier Mo­naten eingelegt worden. In jedem dieser Monate wurden rund 300 Millionen Mark Sparkapitalien angesammelt. Das ist ein sehr bemerkenswertes Er­gebnis, denn in den Jahren 1935 und 1936 betrug die monatliche Sparbildung nur ungefähr, an den Erlösen der Anleihen gemessen, 140 bzw. 175 Mil­lionen Mark. Gerade die Ergebnisse der Anleihen sind ein gutes Barometer für den Gang unserer Wirtschaft. Der deutsche Geldmarkt ist durch die Anleihe verhältnismäßig wenig in Mitleidenschaft gezogen worden, denn bereits in diesem Monat konnten wieder Serien von unverzinslichen Reichs­schatzanweisungen aufgelegt werden, was bei star­ker Geldknappheit unmöglich gewesen wäre. Die Zeichnung dieser Reichsanleihe ist ein über Erwar­ten großer Erfolg. Die Sparer, unter denen sich viele mit kleinen Beträgen befinden, haben ihre Pflicht gegenüber dem neuen Deutschland in vollem Maße erfüllt.

Staatssekretär Reinhard hat erneut die Er­folge und Grundsätze der heutigen Reichs, steuerpolitik dargestellt. Auch 1938 soll das deutsche Volkvor einer allgemeinen Steuerer­höhung bewahrt bleiben." Datz das gewisse Einzel- matznahmen und vor allem das Streben nach schärfster Erfassung aller steuerpflichtigen Tat­bestände nicht ausschließt, ist bekannt. Andererseits werden bevölkerungs- und sozialpoli­tische Absichten auch weiterhin mit fiskalischen Interessen konkurrieren; selbst wenn diese dabei ge­legentlich zurücktreten müssen. So kündigt der Staatssekretär ein Gesetz an, durch das die Bestim­mungen des Einkommensteuergesetzes über die Kin­derermäßigung und über die Berücksichtigung

besonderer wirtschaftlicher Verhält­nisse bei der Veranlagung zugunsten der Steuer­pflichtigen übgeänbert werden sollen. Die Berücksich­tigungbesonderer wirtschaftlicher Verhältnisse", die die steuerliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtig gen wesentlich beeinträchtigen, ist auf Antrag des Steuerzahlers bisher bei einem Jahreseinkommen bis zu 20 000 RM. und bei Kinderreichen bis zu 30 000 RM. zulässig. Dabei dürfte weniger das Be­dürfnis zu einer Heraufsetzung dieser Grenzen als für eine Ausdehnung der unter dem Be­griff erfaßten Notstände bestehen. Dem Vernehmen nach wird die neue gesetzliche Regelung die im Einkommensteuergesetz benannten Notstände wesentlich ausdehnen und auf diese Weise zu einer steuerlichen Qäntlaftung der breiten Mit­telschichten beitragen, die gerade dann doppelt notwendig ist, wenn man eine besonders scharfe Erfassung der sonstigen steuerlichen Tatbestände be­absichtigt.

*

Der Wiederausbau des deutschen Volksein­kommens hat sich auch in den letzten Jahren kräftig fortgesetzt. Das Gesamteinkommen des deut­schen Volkes betrug 1936 nach vorläufiger Berech­nung des Statistischen Reichsamts 63,1 Milliarden Mark, während das Volkseinkommen des Jahres 1935 auf Grund neuer Berechnung mit 58,4 Mil­liarden Mark anzusetzen ist. Da auch 1936, wie in 'den Vorjahren, der Einfluß der Preise auf die Ein­kommenserhöhung nur gering war, entsprach der nominalen Steigerung des deutschen Volkseinkom­mens nach den Darlegungen im neuen Heft von Wirtschaft und Statistik" eine fast ebenso große Zunahme seines Realwertes. Während das Äolks- einkommen, ausgedrückt in jeweiliger Kaufkraft, 1936 noch um 12 bis 13 Milliarden Mark hinter dem von 1928 und 1929 zurückblieb, übertraf es das Volkseinkommen dieser Jahre bereits um 1,5 bis 2 Milliarden Mark, wenn die Veränderungen der Kaufkraft des Geldes, und sogar um 3,3 bis 4,4 Milliarden Mark, wenn außerdem die aus dem Volkseinkommen der früheren Jahre geleisteten Reparationen ausge'fchaltet werden. Andererseits verteilte' sich infolge des Wachstums der Bevölke­rung das Volkseinkommen von 1936 auf eine g.rößere Zahl von Verbrauchern als dasjenige von 1928, wobei noch hinzukommt, daß infolge der Verschiebung im Altersaufbau des deut­schen Volkes der Anteil der weniger verbrauchenden Kinder finkt. Immerhin find aber die Einkommens­verhältnisse des deutschen Volkes 1936 denen der Jahre 1913 und 1928 wieder ungefähr gleichge­kommen. Da sich 1937 das deutsche Volkseinkom­men bei ungefähr gleicher Tendenz der Preise wei­terhin um etwa 4 bis 6 Milliarden Mark erhöht haben dürfte, so sind inzwischen die Einkommens- Verhältnisse der Vorkriegs- und Vorkrisenjahre zwei­fellos übertroffen worden. Das Einkommen aus Land - und Forstwirtschaft, das 1935 noch um 6,9 v. H. zunahm, hat sich 1936 nur noch geringfügig erhöht. Nachdem der Krisenzustand der Landwirtschaft durch staatliche Maßnähmen besei­tigt wurde, ändern sich die Produktionsmengen im großen und ganzen nur noch im Rahmen der Ernteschwankungen und die Festpreise im Rahmen der durch sie bedingten Korrekturen. Das Einkom­men der Unternehmer in Handel und G e - werbe und der freiberuflich Tätigen hat von 1932 bis 1936 um rund 60 v. H. 'zugenommen.

Abenteuerlicher Marsch durch Tibets Berge.

Von Wilhelm Iilchner.

Einen starken Eindruck von den Müh- falen eines Forscherlebens, wie es Wilhelm Fi 1 chner in der einsamen Bergwelt Ti­bets führte, erhält man aus feiner Schilde­rung einer Episode in seinem bei F. A. Brockhaus in Leipzig erschienenen Buche Om mani padme hum. Sie zeigt, daß der Nationalpreisträger nicht nur ein bedeuten­der Gelehrter, sondern auch ein fesselnder Schriftsteller ist.

Wir steigen aus der Dang -la-Kette in das mit Wiesen übersäte Tal hinab. Steiniger Boden und große Blößen. Die Wiesen sind infolge zahlreicher Untiefen schwer gangbar. Streckenweise Moränen oder Geröll.

Bei einem Sturz gegen einen Felsen breche ich die Knochen des rechten Handtellers. Trotzdem führe ich meine Routenaufnahmen weiter durch. Die Hand fiebert stark und schwillt beträchtlich an. Glück­licherweise sind Daumen, Zeigefinger und Mittel­finger gebrauchsfähig geblieben. Und gerade heute ist eine der Hauptmessungen astronomischer und magnetischer Art fällig!

Nach 27 Kilometer wird an einem kleinen Neben­bach des Telegrab-tschu gerastet. Ich kühle die kranke Hand im Wasser und beginne dann mit meiner wissenschaftlichen Arbeit...

Die Gegend, in der wir lagern, heißt Dorochin und liegt 5010 Meter über dem Meeresspiegel. Dorochin ist noch dem braunroten Stein benannt, der aus Der Talmitte herausleuchtet. Die Tibeter sagen, dieser Stein sei aus Indien hierhergebracht worden.

In ständigem Wechsel Gewitter und Regen. Dos Tal ist wegen seiner Unwetter berüchtigt. Die Go- bas feuern, wenn sie es passieren, dauernd ihre Ge­wehre ab, um die Naturkräfte zu zügeln! Während der Nächte raubt mir der Schmerz in der kranken Hand, die ich in nasse Lumpen hülle, den Schlaf. Sie schwillt trotz der Kühlung immer stärker an.

15. August. Nachts Regen. Im Tale des Telegrab, tschu wandern wir aufwärts bis Chetin-firing, näm­lich bis an den Fuß eines großen ©ebirgsmaffios mit Gletschern. An einem Nebenflüßchen des Tele- grob-tfchu aufwärts steigt der Weg zum Paffe an. Doch unsere Tiere sind müde; wir wollen deshalb Lager beziehen, um morgen mit frischen Kräften

den Paß zu bezwingen. In Lagernähe, am Glet­scherbach, merkwürdig geformter Schiefer, drei Meter hoch, gelbbraun gefärbt, kegelförmig, am Fuße vom Wasser ausgehöhlt. Mineralguellen spru­deln aus der rotbraun gefärbten Erde. Es regnet. Trotz tobender Schmerzen in der rechten Hand führe ich meine Tagebücher...

16. August. Nachts Regen und Schnee. Am Mor­gen hoher Schnee. Es ist schon Tag, als ich die Ti­beter wecke. Keiner denkt an Weitermarsch. Und doch müssen wir heute den Paß nehmen, ehe er einschneit; es koste, was es wolle. Für die Jaks*) ist das gewiß sehr anstrengend; gerade der steinige Boden während der letzten Tage brachte ihnen harte Arbeit:

Die dicke Schneedecke wird von den Zelten und Lasten abgeklopft und endlich, endlich sind wir marschfertig. Die Wolken hängen fast bis zur Erde. Es geht dauernd aufwärts... Der Weitermarsch ist wiederum mit großen Mühen verbunden. Die Tragtiere schnauben und atmen schwer. Von Osten schiebt sich ein Seitental ein, das zum Paß führen wird. Genau an der Einmündungsstelle erhebt sich auf einem Felskoffer das berühmte Dang-la-Obo. Es besteht aus einem langen, etwa zwei Meter hohen Steinhaufen, auf dem mehrere Seinobelisken und Pyramiden errichtet sind, die teilweise haus­hoch aufragen. Dazwischen sind Stricke gespannt, an denen Glücksschärpen und vielfarbige Tuchfetzen hängen. Auch Jakhörner werden hier in großen Mengen geopfert.

Der Aufstieg in dieser breiten Mulde ist für die Jaks schwierig. Wir klettern auf einer Schutthalde an, die zu einem breiten, runden Sattel führt.

Endlich erreiche ich, der Karawane weit voraus­eilend, die abgeflachte Paßhöhe. Eh schneit nicht mehr; langsam klärt sich der Himmel auf. Auch hier ein Lha-tsa in Gestalt von zwei großen Stein* Haufen. Obenauf liegen Jakschädel.

Wenn ich nur gerade jetzt nicht so viel zeichnen müßte. Die Schmerzen in meiner Hand sind un­erträglich.

Die Siedechermometerablesung ist hier mit gro­ßen Schwierigkeiten verbunden. Es gibt nämlich nicht eine einzige windgeschützte Stelle, und ich muß zwei Schachteln Streichhölzer vergeuden? Dann geht es sanft hinab. Bald zeigt sich im Osten eine buchtartige Mulde; in ihrem Hintergrund: die bis an den Fuß in Eis gehüllte Schneekette. Im Westen dehnt sich, vom Paßsattel ausgehend, ein breites Becken aus. Dieses Becken ist im Osten von einer ungefähr 5500 Meter hohen Schneekette eingerahmt,

*) Tibetanische Bergochsen.

Der Gauleiter eröffnet die Arbeit des Gaukulturrats.

NSG. Auf Einladung des.Gauleiters Spren­ger kamen am Donnerstagnachmittag die Mit­glieder des G a u k u 11 u r r o t e s zur ersten Sitzung zusammen. Der Gauleiter dankte den Mitgliedern, daß sie seiner Berufung in den Gaukulturrat Folge geleistet haben. Die Aufgabe für den Gaukulturrat leite sich ab von der Aufgabe, die der Führer der Partei gestellt habe. Der Bewegung fei die Men­schenführung übertragen, in deren Bereich auch das kulturpolitische Leben fiele. Die Reden des Führers auf den Parteitagen gäben die Grundlagen und Richtlinien für die kulturpolitische Arbeit der Par­tei. Sie seien auch die Quelle, aus der wir schöpfen müssen. Die Gaue seien die natürlichen Einheiten, in denen der kulturpolitische Wille des Führers wirksam werden müsse. Daraus ergebe sich die Not­wendigkeit einer einheitlichen Zusammenfassung der kulturpolitischen Arbeit im Gaubereich durch eine übergeordnete Dienststelle der Partei. Der Gau­leiter bat dann die Mitglieder des Gaukulturrates, die von den Grundsätzen der nationalsozialistischen Kulturauffassung getragene Arbeit der Gauleitung durch aktive Beratung zu unterstützen. Die Arbeits­methode des Gaukulturrates werde die Gewähr

dafür bieten, daß diese Einrichtung sich als ein wichtiges Arbeitsorgan im Gau Hessen-Nassau er­weisen werde.

Landeskulturwalter Gaupropagandaleiter Stöhr dankte dem Gauleiter für das Interesse, das er den Kulturbestrebungen des Gaues Hessen-Nassau und insbesondere der Arbeit des Gaukulturrates ent­gegenbringe. Seine Anteilnahme werde für alle Mitglieder des Gaukulturrates eine Verpflichtung zur lebendigen Mitarbeit an der Erfüllung der ge­stellten Aufgaben fein. Die Aufgaben des Gaukultur­rates müßten sich in erster Linie auf praktische und gauwichtige Arbeit erstrecken. Der Gauleiter habe bestimmt, alljährlich ej ne Gauku 1 tur ° woche durchzuführen. Die Mitglieder des Gau­kulturrates bat er schon jetzt, Vorschläge und An­regungen für diese große Repräsentation des kultu­rellen Lebens und insbesondere der kulturpolitischen Arbeit in der Bewegung selbst zu machen. Die kulturpolitische Arbeit sei das geistige Aushänge­schild des Gaues. Gaukulturwart Conrad zeigte mehrere gauwichtige Vorhaben für die kultur­politische Arbeit der nächsten Zeit auf.

Monumentalbauten als Ausdruck neuen deutschen Kulturwillens. Erste Deutsche Architektur- und Kunsthandwerksausstellung in München.

München, 20. Jan. (DNB.) Große Zeiten in der politischen und kulturellen Entwicklung der Völker haben immer zum sichtbaren Ausdruck ihrer Geistshaltung in Monumentalbauten gedrängt. Einen Ueb'erblid über die großen Bauten und Planungen gibt nach dem Willen des Führers die am 22. Januar beginnende große Winter­ausstellung im Hause der Deutschen Kunst. Es handelt sich bei dieser Ersten Deutschen Architektur- und Kunsthandwerkausstellung um eine großartige, richtunggebende Schau der heutigen baukünstlerischen Entwicklung und der Schaffens­freudigkeit unseres deutschen Kunsthandwerks. Schon ein erster Rundgang überwältigt durch die Fülle des Geschauten, durch die Großartigkeit der Bauschöp­fungen und Bauplanungen.

Formgewordener Nationalsozialismus.

Das Bild des Königlichen Platzes in München wird an einem großen Modell in feiner Gesamt­wirkung zur Darstellung gebracht. Im zweiten Saal steht das Modell des Straßenzuges der Prinz­regentenstraße, in der das Haus der Deutschen Kunst und das Dienstgebäude des Luftkreiskomman­dos die beherrschenden Bauten bilden. Photogra­phische Großaufnahmen ergänzen den durch die Mo­delle vermittelten Eindruck. '

< Von dem gewaltigen Tatwillen der NSG.Kraft durch Freude" zeugen in dieser Ausstellung ein Mo­dell des KdF.-DampfersWilhelm Gustloff" und Querschnitte durch dieses Schiff sowie das Modell des geplanten riesigen KdF.-Seebades Rügen. In welchem Umfange das Dritte Reich für das Wohl feiner Jugend und damit auch für feine Zukunft jorgt, erkennen wir an den Modellen und Bildern einer Anzahl von Führerschulen, von Bau­ten für die HI. und von Jugendherbergen. Hier ist zwar ein sehr aufschlußreicher Ausschnitt aus dem ungeheueren Programm von 52 000 Bau-

Den größten Zuwachs brachte mit IV4 Milliarden Mark das Jahr 1935. Die unverteilten Ge­sellschaftsgewinne haben 1936 den ehe­maligen Höchstbetrag von 1928 ungefähr wieder erreicht; die Gesellschaft legen sich bei der Aus­schüttung von Gewinnen große Zurückhaltung auf. Die Einkünfte aus Kapitalvermögen sind seit 1932 um annähernd 20 v. H. gestiegen. Die

ten für HI. und BDM. gegeben. Dazwischen .ein Blick auf das ebenfalls in erster Reihe der deut­schen Jugend gewidmete Reichssportfeld.

Daß die Straßen des Führers auch die Architektur anregen, davon geben ein Bild die Mo­delle, und Aufnahmen einzelner Hochbauten. Es folgt dann eine Abteilung, die den Neubauten der Reichspost, der Reichsbahn und der R e i ch s b a n k gewidmet ist.

Die Welt steht alljährlich unter dem Eindruck des Erlebens des Reichsparteitages. Auch wer dieses große Erlebnis noch nicht gehabt hat, der wird ehr­furchtsvoll ergriffen in dem großen Saal verweilen, der die Modelle der im Entstehen begriffenen Großbauten des Reichsparteitages enthält. Der Soldat wird in der Ausstellung er­kennen, wie schön und großzügig die Wehrmacht heute baut. Wie eine architektonische Apotheose des nationalsozialifttschen Kulturwillens erscheinen am Schluß des Rundganges die großes Modelle de? Ordensburgen Vogelsang und Sont- Hofen.

Veredelung unserer Lebensformen.

Nach dem Großartigen der architektonischen Schöpfungen kommt im Obergeschoß die Heimge­staltung in der Kunsthandwerksausstel- lung zur Geltung. Bei einem Rundgang konnte man sich überzeugen, daß das deutsche Kunsthand­werk den ihm gestellten Aufgaben gewachsen ist und gelernt hat, eine künstlerische und dem Volk ver­ständliche Sprache zu sprechen. Spitzenleistungen aller Zweige des Kunsthandwerks aus allen Teilen des Reiches bilden die Bestände der Ausstellung. Man sieht Möbel, Wandbehänge, Teppiche, Kera­miken, Gold- und Silberschmiedearbeiten usw., alles nach Entwürfen erster. Meister, darunter auch Paul Ludwig Troost. Auch der österreichischen Handwerks­kunst ist ein Raum vorbehalten.

Summe der Renten und Pensionen ist 1936 weiter um fast 300 Millionen Mark zurück­gegangen; sie lag damit um 27 v. H. unter dem Höchststand von 1931.

*

Im Jahre 1937 wurde, wieWirtschaft und Sta­tistik" berichtet, durch verstärkte Heranziehung der nichtstaatlichen Forsten der 150prozentige Holz«

die talabwärts unsere rechte Talbegrenzung bil­det ...

Kurz darauf lagern wir auf leidlich trockenem Untergrund. Die Tiere weiden auf sumpfartigen Wiesen. Ein Lama kommt uns mit seinen Beglei­tern entgegen. Beide sind.gut beritten und tadellos gekleidet, sowie mit Schwertern bewaffnete Die La­mas tragen sonst nie Schwerter, sondern nur einen Dolch unter dem Rock. Auf grämen Reisen ist es ihnen jedoch erlaubt, im ßaicngetoanue zu erschei­nen und Waffen zu tragen. Der Begleiter schnupft emsig aus einer Hornspihe. Beiden folgt eine kleine Karawane: beladene Jaks, von Tibetern geführt. Die Leute waren sehr freundlich und meinten auf unsere Frage, daß wir in zwei Tagen Gelegenheit hätten, Schafe zu kaufen. Auch würden wir dann tibetanischen Soldaten'begegnen.

Nach Sonnenuntergang erleben wir ein wunder­bares Farbenspiel auf den benachbarten Gletschern und Hängen; die ganze wildzerrlüfete Landschaft erstrahlt in Rosa, Blau, Rot, Violett und Drange.

Die schwerverletzte Hand behindert mich bei mei­nen wissenschaftlichen Arbeiten ungeheuer. Falls sie noch stärker ansHwillt, bin ich mattgefetzt. Oben­drein leide ich seit Stunden an Kopfweh, das ich auf einen leichten Anfall von Höhenkrankheit zu­rückführe." . B.

Die deutsche Sprache in Amerika.

Aus der in Neuyork erscheinendenAmerika- Wacht" werden in der Zeitschrift des Deutschen SprachvereinsMuttersprache" folgende beachtens­werte Sätze mitgeteilt:

Die deutsche Sprache ist keine fremde Sprache in den Vereinigten Staaten; solange Schulen in Amerika sind, wird die deutsche Sprache gelehrt.

Die deutsche Sprache wurde gesprochen in den Gerichten von New Jersey und Neuyork, als diese Staaten noch Kolonien der Niederlande waren.

Die deutsche Sprache war die Sprache, in der die erste amerikanische Bibel gedruckt wurde/

Die deutsche Sprache war die Sprache, in der eine der ersten Zeitungen in Amerika gedruckt wurde.

Die deutsche Sprache wurde gesprochen von Ge­neral Washington; er lernte sie von seinem Ju­gendfreund. dem Deutschen Christopher Geist.

Die deutsche Sprache wurde ausschließlich gespro­chen von der Leibgarde Washingtons.

Die deutsche Sprache wurde in jedem der drei­zehn Staaten gesprochen, die sich von England los- (agten.

Die deutsche Sprache wurde gesprochen von 56 Generälen und vielen Regimentern im Bürger­kriege. ,

Die deutsche Sprache war die Sprache, in der die Unabhängigkeitserklärung zuerst im Druck er­schien.

Und so könnte es weitergehen über die ganze Seite. Die Lehre, die wir daraus zu ziehen haben, ergibt sich von selbst: Den großen Schatz der deut­schen Sprache auf unsere Kinder und Kindeskinder vererben." B.

Zeitschriften.

Das ersteBergsteiger"- Heft des neuen Jahres (Verlag F. Bruckmann, München) beginnt mit der Schilderung der Bezwingung hoher ferner Eisspitzen derWeißen Kordillere" und schließt mit einer Erzählung über den Kampf verirrter Berg­steiger in den Eiswüsten Alaskas, die man mit Spannung lieft. Den Kernpunkt des Heftes bildet ein Loblied auf dasSchiland in Silber und Blau gefaßt", das besonders dem Dolomitischen Schi­paradies und dem Samnaun gilt. Hingewiesen wer­den soll noch besonders auf den Beitrag über den Maler Egger-Lienz, dem neben einer Anzahl ein­farbiger Abbildungen ein großes Farbbild beige­geben ist, sowie auf den Aufsatz über die Durch­steigung der Grand Combin-Südwand, eine Berg- 'fahrt von der Schwierigkeit der Matterhorn-Nord- roanb, mit Bildern vom Berg und vom Klettern in Fels und Eis. Reichhaltig ist auch wieder der ak­tuelle Nachrichtenteil. -

In der neuesten Ausgabe derJllustrir- ten Zeitung Leipzig" findet sich u. a. ein BildberichtDeutsche auf dem schönsten Berg Der Welt", der von der Bezwingung des Siniolchu- Massivs im Himalaja durch deutsche Bergsteiger er­zählt. Dem Dichter Wilhelm Schäfer wird zum 70. Geburtstag eine eingehende Würdigung zuteil. In Bild und Wort ersteht die Persönlichkeit des Dichters. In eine Schule für Fallfchirmfpringen führt uns der BildberichtDer moderne Ikarus", dem sich eine Doppelseite mit eindrucksvollen Auf­nahmen vom Mount Wilson-Observatorium in Ka­lifornien anfchließt. Die BildseiteHeiße Quellen mitten im Schnee" ist im . Hinblick auf die nächste Olympiade von Interesse; wie wir aus Den Bil­dern ersehen, ist es in der Gegend Japans, wo 1940 die Olympischen Winterspiele stattsinden, mög­lich, bei Schnee in einem Flüßchen zu haben, Des heißes Wasser führt. Mit Dem prachtvoll bebilderten BeitragNeue Baukunst in Finnland" schließt Der

I Hauptteil Des Heftes.

Berlin. 20.

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