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Hastigkeit vollkommen. Der Nationalsozialis- m u s ist keine Mode, keine Möglichkeit, er ist einfach dasLebensgesetz unseres Volkes. Und in unsere Seele hat der große Mann, den Gottes Gnade uns zum Führer geschenkt hat, das Bewußtsein hin- eingelegt, daß unsere Aufgabe der Wehrhaftigkeit allem Geschehen voranzugehen hat. Darum glauben und vertrauen wir diesem großen Manne, der unser Volk führt und der dafür sorgen wird, daß das Schicksal des deutschen Volkes nicht wieder das Bild einesBlitzstrahls am nächtlichen Himmel" geben wird. In der Gefolgschaft dieses Mannes werden wir groß und frei sein, und in seinem Geiste wird unser Volk glücklich und froh dahinschreiten wie der ewige Gang der Gestirne.

Starker Beifall dankte dem Vortragenden für seine mitreißenden Worte. Dr. Meesmann gab diesem Dank der Hörer herzlichen Ausdruck und faßte das Gelöbnis der Treue und den Dank für den Führer in das freudig aufgenommene Sieg-Heil auf Adolf Hitler zusammen.

Natsherrensihung in Gießen.

Am morgigen Mittwoch, 21. Dezember, um 17 Uhr beginnend, findet im Sitzungssaale des Stadthauses, Bergstraße, eine öffentliche Sitzung der Ratsherren statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Vorlagen: Nachtragshaushaltssatzung und Nachtragshaushaltsplan der Stadt Gießen für das Rj 1938; Erhebung einer Jagd-, und Fischerei­steuer; Konzessionsabgabe (Wegebenutzungsabgabe) von den gemeindlichen Verkehrsbetrieben.

Heimische Bäche und Flüsse unter Eis.

Der Winter hat auch die Bach- und Flußläufe unserer Heimat in seinen Bann geschlagen. Der schmale und nicht sonderlich bewegte Lauf der Wieseck überzog sich zuerst mit der glitzernden Schicht harten Eises. Für die Abermannlck)en Gänse hörte damit das Vergnügen auf, sich auf dem Wasser tummeln zu können. Auch der breite Lauf der Lahn vermochte der Kälte keinen Widerstand mehr zu leisten. Von Ufer zu Ufer spannt sich die Eisdecke, unterschiedlich in der Färbung von weiß zu hell­grün und bläulich. Trügerisch ist die Fläche, und keinem Kinde wäre zu raten, den Fuß auf das Eis der Lahn zu setzen. An einigen wenigen Stel­len unter der Lahnbrücke ist die Eisdecke nicht völlig geschlossen.

So wie Lahn und Wieseck, so sind auch alle anderen Flüsse und Bäche unserer Heimat mehr oder weniger vollständig von Eis geschlossen wor­den. Die Lumda wurde bei Mainzlar gestaut und dadurch Wasser auf eine Wiese gedrängt, damit für die Jugend eine Eislaufbahn entsteht.

Die Eisbahn in Gießen wird bald foferne der Frost etwas nachläßt das Ziel aller Kinder fein, die sich im Besitze von Schlittschuhen befinden. Bisher war es nicht möglich, sich in der Kälte des schneidenden Ostwindes länger als wenige Minuten an der Eisbahn zu behaupten. Aber nun fällt Schnee, vielleicht wird es etwas wärmer. Gestern abend wurden 14,4 Grad Celsius unter Null gemes­sen, heute morgen waren es noch 12 Grad. Noch also ist es sehr kalt! Aber'ein altes Sprichwort sagt, daß strenge Herren nicht lange regieren...

Schützt die Hunde vor der Kälte!

Das Schicksal der Hofhunde ist meistens be­klagenswert. Sinn- und zwecklos weil vielfach nichts Besonderes zu bewachen ist läßt man sie oft Tag und Nacht bei jeder Witterung an der Kette liegen.

Der unermüdliche Wächter von Haus und Hof muß nach den geltenden Bestimmungen ebenfalls einen Unterkunftsraum haben, der ihn vor Wind, Kälte, Nässe und Schnee in ausreichendem Maße schützt. Diesen Forderungen muß auch jede Hütte entsprechen, falls der Hund nicht im Hause besser untergebracht werden kann. Heber den Eingang! der Hütte muß ein dicker Sack oder dergl. gehängt werden, der dem Hund das Durchschlüpfen gestattet, aber der Zugluft den Eintritt verwehrt. Die Hütte muß an einer windgeschützten Stelle stehen, an der sich kein Wasser ansammeln und auch keine Erd­feuchtigkeit in den Hüttenboden ziehen kann. Das Lager soll trocken, die Lagerstreu in der kalten Jah­reszeit besonders reichlich sein und öfters gewech­selt werden. Der Unterkunftsraum ist regelmäßig gründlich zu reinigen und von Ungeziefer freizu­halten.

Auch der Kettenhund braucht im Winter mehr Futter als im Sommer. Futter- und Trinkgefäße müssen stets sauber gehalten werden. Die Kette soll mindestens zwei Meter lang, nicht schwer und an ihren Enden mit Wirbeln versehen sein, damit der Hund sich nicht festschnüren kann. Der belaufene Umkreis der Hütte ist mindestens täglich gründlich zu säubern.

Dem angeketteten Hund muß auch die Möglichkeit gegeben werden, täglich einige Stunden frei her­umzulaufen, um sich die für Gesundheit und Wohl­ergehen erforderliche Bewegung verschaffen zu kön­nen. hierdurch wird die Wachsamkeit erhöht, auch wird der Hund nicht so leicht bösartig gegen seine nächste Umgebung. Zur Vermeidung unnötiger Tierquälerei ist es richtiger und besser, den Hund nicht anzuketten, sondern um seine Hütte in weitem Abstand einen Drahtzaun^aufzustellen.

Den Zughunden ist für unterwegs ein der Größe des Hundes entsprechendes Brett, sowie eine darauf­zulegende Matte oder alter Teppichstoff mitzuneh­men und in den Ruhepausen den Tieren unterzu­legen, damit sie an Haltepunkte trocken liegen. Gleichfalls müssen die wartenden Hunde durch Auf­legen einer wärmenden Decke vor Kälte und Nässe von oben geschützt werden.

Gleich allen anderen viel im Freien sich bewegen­den Arbeitstieren haben auch die Zughunde zu ihrer Ernährung im Winter mehr Futter nötig, als im Sommer. Ein Napf voll warmen, wohlschmeckenden Futters am besten aus fleischhaltigen Tischab­fällen mit gekochten Haferflocken und dergl. ver­mengt muß dem Zughunde täglich mindestens zweimal gereicht werden, daneben recht oft lau­warmes Trinkwasser.

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 20. Dez. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Wirsing, kg 9, Weißkraut 7, Rotkraut 8 bis 9^ gelbe Rüben und Karotten 8 bis 10, rote Rüben 9 bis 10, Spinat 12 bis 15, Unterkohlrabi 8, Grün­kohl 12 bis 15, Rosenkohl 15 bis 30, Feldsalat, 1/10 8 bis 10, Tomaten, Vi kg 50, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 35 bis 55, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mark, Aepfel, kg 40 bis 50 Pf., Nüsse 50 bis 60 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppen- Hühner 90 Pf. bis 1 Mark, Gänse 1 bis 1,30, Enten 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blu­

menkohl 20 bis 40, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 40 Pf.

** Wechsel in der Ortsverbandslei­tung des Sparerbundes. In einer Ver­sammlung des Ortsverbandes Gießen des Sparer­bundes am Samstagabend wurde mitgeteilt, daß der seitherige Ortsverbandsleiter Lorenz sein Amt nte= verlegen mußte, da er zur Sparerschutzkasse nach Magdeburg versetzt wurde. Durch seine rührige Tä­tigkeit hat Herr Lorenz den Ortsverband Gießen zu einem der größten im Reich gemacht. Zum kommissa­rischen Ortsverbandsleiter wurde das langjährige Vorstandsmitglied, Kassenwart Fr. N o r t h, ernannt.

** Erfolgreicher Gießener Kana­ri e n z ü ch t e r. Am Sonntag errang der Vor­sitzende des hiesigen Kanarienzuchtvereins, Heinrich Schmidtt, auf der Landesgruppen-Ausstellung in Darmstadt mit seiner diesjährigen Nachzucht einen ehrenvollen Sieg. Der Stamm ersang 333 Punkte und damit die Meisterschaft der Landesfachgruppe Hessen-Nassau unter 24 ausgestellten Stämmen. Da

diese Schau zugleich die Vorprüfung für die im Januar in Nürnberg stattfindende Austragung der Deutschen Meisterschaft im Reichsverband war, so ist Heinrich Schmidt als erster im Gau Hessen-Nassau berechtigt, seinen Stamm Kanarienvögel zu diesem Wettbewerb zu entsenden. An Ehrenpreisen erhielt der Züchter die große goldene Plakette der Reichs­fachgruppe Deutscher Kanarienzüchter, ferner die große silberne Medaille des Reichsverbandes Deut­scher Kleinzüchter sowie den 1. Ehrenpreis des Reichsverbandes Deutscher Kanarienzüchter.

** Warnung vor spanischem Feuer­werk. Es ist wiederholt beobachtet worden, daß spanisches Feuerwerk (Radauplätzchen, Teufelskracher usw.) in der Zündmasse gelben Phosphor enthielten. Bei einem zehnjährigen Knaben, der zwei Radau­plätzchen zum Lutschen in den Mund genommen und dann verzehrt hatte, traten Hebelkeit, Erbrechen und schließlich der Tod ein. Gelber Phosphor ist ein starkes Gift. Es wird daher dringend davor ge­warnt, derartiges Feuerwerk Kindern zugänglich zu machen.

Schönstes Weihnachtsgeschenk.

NSG.Weißt du's schon?" wispert eifrig die Buchhalterin Amalie der Stenotypistin Lotte ins Ohr, als diese gerade Briefe sortiert:Geld fällt vom Himmel."

Ach, du meinst wohl Schnee!" entgegnete schnip­pisch Lotte.Ich kann mir schon denken, daß für dich Schnee Geld ist, weil du mir schon immer deine Schier andrehen willst."

Ach, tu doch nicht so! Außerdem gebe ich dir die Schier ja ganz billig, und ich wiederhole trotzdem: Geld fällt vom Himmel. Das ist nämlich ein Film, wenn du das noch nicht wissen solltest."

So? Wer spielt denn da mit?"

Das kann ich dir leider nicht sagen, denn ich habe ihn noch nicht gesehen. Aber ich finde den Titel so vielversprechend. So könnte es doch mal im Leben fein. Manchmal scheint mir, ist es auch so ..."

Blödsinn!"

Wieso Blödsinn? Hat dich noch nie das Glück überrascht? Wenn wir's lange voraus wüßten, dann wäre es gar nicht mehr das richtige. Ohne Ueber- raschung ist die Freude eben nur halb so groß."

Nun ja, aber an solchen Ueberraschungen fehlt es mal arg bei uns."

Deine Hirngespinste kenne ich, aber wenn du mir verraten kannst, wie ich auf anständige Weise das Geld für Ottos Fahrrad und einen neuen Man­tel zu Weihnachten aufbringen kann, dann bin ich mucksmäuschenstill."

Ich sage dir's nur, wenn du's für dich behalten kannst."

Aber natürlich. Spanne mich nicht auf die Folter!"

Also, dann nimm einfach dieses hier" und Amalie zieht aus ihrer Schreibtischschublade einen blau- grauen Zettel.

Was ist denn das?"

Nicht schwer zu erraten. Schau, was drauf steht. Lies richtig, dann hast du's."

R e i ch s l o 11 e r i e ..."

Vorm Heiligenabend kannst du schon wissen, ob das Glück dich überrascht hat, und dabei brauchst du nur eine Mark riskieren."

Ja du bist gut, Fust gerade so, als ob ich die Markstücke aus dem Aermel schüttle. Wenn ich nun nicht gewinne?"

Aber Lotte! Schau doch genauer hin. Es heißt: für Arbeitsbeschaffung. Was tätejt du, wenn dir heute wieder gekündigt würde? Es würde nicht mal mehr zu einer kleinen Weihnachtstanne reichen, und dabei hast du doch so viele Wünsche! Sei gescheit! Du hast bei diesem Los immer ge­wonnen, auch wenn nicht gleich fünfzigtausend Mark dir in den Schoß fallen. Deine und unsere Arbeits­möglichkeiten werden dadurch gestärkt und erhalten. Ist das nicht ein hoher Gewinn für ein 80-Millio- nen-Dolk? Und das ist doch das schönste Weihnachts­geschenk für uns alle!"

älteren Bäume. Im nächsten Jahre sollen alle Bäume in der Gemarkung systematisch gespritzt wer­den. Im nächsten Jahre soll ein Ausflug nach Gei­senheim am Rhein unternommen werden. Zum Schluß der Versammlung wurden 16 vom Bezirks­verband gespendete Dbftbäume unter die Mitglieder verlost.

Kreis Alsfeld.

ch Bernsfeld , 19. Dez. Dom 13. bis 17. De­zember fand unter Leitung von Bürgermeister Hock (Wettsaasen) ein Luftschutzkursus statt. Die Teilnehmer wurden eingehend darüber aufgeklärt, wie man sich im Falle ein Gasangriffes zu ver­halten hat; man lernte die verschiedenen Gasarten kennen, und durch Sanitäter aus Nieder-Ohmen wurde außerdem gezeigt, wie erste Hilfe bei Un­glücksfällen geleistet wird. Die Teilnehmer folgten den Vorträgen mit großer Aufmerksamkeit. In der hiesigen NS. - Kriegerkameradschaft, der eine Schützengruppe angegliedert ist, konnte fol­genden Kameraden die bronzene Ehrennadel ver­liehen werden: Altschützen (über 50 Jahre): August Th e II. 128 Ringe, Wilhelm Hormann 115 Ringe. Jungschützen: Karl Grün II. 136 Ringe, Hermann Heidt 136 Ringe, Wilhelm Münch 134 Ringe, Heinrich Erb 133 Ringe und Emil Mül- l e r 131 Ringe.

Kreis Friedberg.

LPD. Friedb erg , 18. Dez. Im Kreisort Dor­heim mußte auf Anordnung des Kreisgesundheits­amtes die Schule mit sofortiger Wirkung ge­schlossen werden, weil die Diphtherie unter den Schulkindern stark um sich greift.

Arbeitstagung

der hessischen Kreishandwerksmeister.

Fwd. Darmstadt, 15. Dez. In einer von dem Vorsitzenden der Hessischen Handwerkskammer Darmstadt, Landeshandwerksmeister Gauamtsleiter Garner, geleiteten Arbeitstagung der Kreishand­werksmeister des Kammerbezirks Darmstadt mit ihren Stellvertretern und Geschäftsführern wurden den Handwerksführern die Richtlinien für die Win­ke rarbeit gegeben.

Landeshandwerksmeister Garner gab einen umfassenden Heberblick über die bedeutungsvollen Aufgaben auf wirtschaftlichem Gebiet, die die Staatsführung dem Handwerk stellt. Er behandelte in diesem Zusammenhang besonders eingehend die Notwendigkeit weiterer Leistungssteigerung in jedem einzelnen Handwerksbetrieb durch Betriebsverbesse- rung und erhöhte Arbeitsleistung, die Frage des restlosen Arbeitseinsatzes gemäß den Erfordernissen

Gedenkt der hungernden Vögel.

Starke Zunahme -er Beschäftigung.

Oie November-Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen.

Die Presiestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Der Monat November brachte eine für diese Jahreszeit ungewöhnlich starke Zunahme der Beschäftigung. Die milde Witterung, die den Fortgang fast aller Außenarbeiten gestattete, und der Beginn der Holzfällarbeiten mit ihrem gro­ßen Einsatz von Arbeitskräften waren dabei aus­schlaggebend. Insgesamt nahm die Zahl der Be- s ch ä f t i g t e n um rund 10 000 zu, sie stieg auf 1 0 4 2 0 0 0. Dabei hielt sich die Beschäftigung der Frauen entgegen der Entwicklung in den Vor­monaten ungefähr auf der gleichen Höhe, so daß die Zunahme ausschließlich auf männliche Arbeits­kräfte entfällt. Es handelt sich hierbei in erster Linie um mehrere tausend Kleinbauern, die nur für die winterliche Holzarbeit als Arbeitskraftreserve ein­gesetzt werden, ferner um einige tausend Arbeits­kräfte, die im November aus auswärtiger Arbeit im Westen des Reiches Arückkehrten; auch der Rest der im Herbst entlassenen Soldaten und eine gewisse Anzahl sonstiger Arbeitsloser wurde in Arbeitsstel­len vermittelt.

Trotz dieser Zunahme der Beschäftigung blieb die Arbeitseinsatzlage weiterhin sehr angespannt. Tau­sende von Arbeitsplätzen konnten we­gen des Fehlens geeigneter Kräfte nicht besetzt werden, viele Baumaßnahmen und ähnliche Arbeiten wurden vorerst zurückgestellt. In der L'^dwirtschast macht sich nun, nachdem der größte Teil der ausländischen Arbeiter in die Heimat zurückgekehrt ist, der Kräftemangel wieder stärker

bemerkbar. In der Forstwirtschaft kann die Erledi­gung der Holzfällarbeiten wegen des fast völligen Ausfalls der früheren Arbeitskräfte (insbesondere Bauarbeiter) nur durch umfangreichen Einsatz von Kleinbauern sichergestellt werden. In der Bau- und Metallwirtschaft hielt der Kräftemangel, vor allem auch der Mangel an Hilfsarbeitern, an.

Der Restbestand nn Arbeitslosen, der im vorigen Monat durch die Neumeldungen von entlaßenen Arbeitsmännern und Soldaten etwas erhöht worden war, ging nach der restlosen Vermittlung dieser Kräfte wieder zurück. Die Zahl der Arbeits­losen sank um 1255 auf 1 08 64, womit fast der Tiefstand des Jahres (Ende September) wieder er­reicht ist. Auch hier entfällt die Abnahme zum größ­ten Teil auf die Männer (1123). Von den gemel­deten Arbeitslosen sind nur noch rund 1800 voll einsatz- und ausgleichsfähig, d. h. für den Einsatz in örtlicher und auswärtiger Arbeit voll geeignet, und bei diesen handelt es sich fast ausschließlich um fluk­tuierende Kräfte, die nur am Stichtag der Zählung wegen Stellenwechsels ohne Beschäftigung waren. Der Rest der Arbeitslosen ist nicht voll einsatzfähig (4600), oder aus verschiedenen Gründen an den Wohnort gebunden.

Von den Dienststellen der Reichsanstalt erhielten am 30. November d. I. 4534 Volksgenossen Arbeits­losenunterstützung. Die Zahl der Unterstützten hat sich also um 105 erbost. Bei Notstandsarbeiten waren am Monatsende nur noch 175 Arbeiter be­schäftigt.

des Staates, die Fortführung der Schulung des Handwerks in den neuen Werkstoffen sowie die Ausbildung der künftigen Meister in Fach- und Allgemeinkursen. Besondere Aufgaben liegen der Handwerksorgcmisation auf dem Gebiete der gründ'- lichen Ausbildung des handwerklichen Nachwuchses auf Grund der Lehrzeitverkurzung ob; denn an der Bereitstellung geschulter Facharbeiter durch beste Ausbildung des Nachwuchses zu arbeiten, ist Ehren­pflicht jedes Handwerksbetriebes. Bei den großen Vauarbeiten, wie auf dem Gebiet des Lieferwesens, hat das Handwerk mit feinen Einrichtungen, wie Arbeitsgemeinschaften, La nd e sli e f e ru n g s g e n o ss e n - schäften und Bauträgergesellschaften, gute Erfolge zu verzeichnen. Der Redner ging sodann auf die neuen Anordnungen des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen hinsichttich der Arbeits- und Lohngestaltung, wie der Ab­werbung, ein. Die Ausführungen des Landeshand­werksmeisters wurden durch verschiedene Fachrefe­rate ergänzt.

Heber den Leistungskampf der Betriebe und die Aufgaben des Handwerkswettkampfes sprach der stellv. Gauhandwerkswalter Krause.

Mit Worten des Dankes und dem Gelöbnis des unbedingten Einsatzes bei allen Aufgaben durch die Kreishandwerksmeister schloß der stellv. Kammer­vorsitzende Späth die Sitzung.

Jüdische Steuerbetrüger.

Lpd. Frankfurt «. M., 19. Dez. Die Kette der Betrügereien von Juden reißt nicht ab. Vom Fi­nanzamt Frankfurt-Ost wurde jetzt wieder der Jude Wilhelm Leyens, Frankfurt, Blumenstraße 8, wegen Hinterziehung von Hmsatz-, Einkommen- und

Aus Oer engeren Heimat

in jedem

©emerbeertragsfteuer zu 9 000 Mark Geld­strafe verurteilt, während der Jude Marttn Re in ach in Bad Homburg wegen Einkommen- und Vermögenssteuerhinterziehung vom Finanzamt Bad Homburg mit einer Geldstrafe von 8 0 0 0 Mark belegt wurde.

Keine Umgehung der Feiertagszahlung.

Fwd. Der Reichstreuhänder der Slrbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen, Dr. Schwelter, gibt

<> Holzheim, 19. Dez. Der hiesige Ob st­und (9 a r t-e n b a u d e ne i n hielt im Rathaus- saal seine Generalversammlung ab. Vereinsführer Bürgermeister Buß leitete die gutbesuchte Ver­sammlung. Baumwart Jung erstattete den Rechen­schaftsbericht, der einen Heberschuß von 270 Mark ,

verzeichnete. Flurschütz Jung sprach über Behänd- einzelnen uuumaj au Hirnen

lung und Düngung der Dbftbäume. empfahl Auf- ihnen mindestens den 2. Weihnachtsfeiertag Pfropfung Der richtigen Sorten und Verjüngung der Falle wie einen vollen Lohntag bezahlt.'

Die Gendarmerie konnte bisher nur hören, daß sich in Hungen ein Mann beim Arzt in erster Hilfe be­handeln ließ. Ob es sich bei dem Verletzten um den Fahrer des Lastkraftwagens handelt, konnte bisher noch nicht völlig klargestellt werden.

Landkreis Gießen.

# Mainzlar, 19. Dez. Die Landwirt­schaftlichen Bezugs - und Absatzgenos­sen s ch a f t e n von Mainzlar, Daubringen und Staufenberg faßten in einer Versammlung beim hiesigen Gastwirt Koch den Beschluß, gemeinsam eine moderne Dämpfkolonne anzuschaffen.

O0 Lumda, 19. Dez. Die NS.-Krieger­kameradschaft hatte, zu einem Dorfge - meinschaftsabend eingeladen, der von vielen Volksgenossen besucht war. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag von Fräulein Dietrich (Gießen) über ihre Erlebnisse in Spanien. Der Ka­meradschaftsführer dankte für die außerordentlich interessantem Darlegungen. Er ermahnte, nicht zU erlahmen in der Opferbereitschaft für Volk, Führer und Vaterland. Im weiteren Verlauf der Versamm­lung wurden die in diesem Herbst entlassenen Re­servisten für den NS.-Reichskriegerbund verpflichtet. Der Gesangverein trug durch mehrere Lieder zur Verschönerung des Abends bei.

< Münster, 19. Dez. Heute wurde die älteste Einwohnerin des Dorfes, Frau Elisabeth Maberger, Witwe, im Alter von über 9 0 Jahren zu Grabe getragen. Die Verstorbene, die Kinder, Enkel und zahlreiche Enkelkinder hinter­läßt, erfreute sich bis zuletzt einer erstaunlichen Rüstigkeit und verfolgte mit reger Anteilnahme die Geschehnisse unserer Zeit.

Schwere Unfälle bei der Arbeit.

* Beuern, 19. Dez. Der hiesige, 44 Jahre alte Arbeiter Willi Wallenfess erlitt dieser Tage bei seiner Arbeit einen schweren Unfall. Er war mit einem Kameraden damit beschäftigt, Holz von Beuern nach Großen-Buseck zur Bahn und zur Verladung zu bringen. Als in Großen-Buseck Die Zugmaschine abgehängt, zur Seite gefahren und zurückgestoßen wurde, geriet Wallenfels unglück­licherweise zwischen Zugmaschine und Anhänger und erlitt dabei so schwere innere Verletzungen, Daß er in bedenklichem Zustande in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. Wie wir heute morgen hören, hat sich sein Befinden wieder etwas gebessert.

* Krofdorf, 19. Dez. Der bei einer Gießener Zementwarenfabrik beschäftigte 34jährige Arbeiter Gustav Eckarius von hier geriet heute morgen auf einem Anschlußgleis mit dem Oberkörper zwi­schen die Puffer zweier Waggons und erlitt er­hebliche Quetschungen, die seine Sofortige Heberführung in die Chirurgische Klinik notwendig machten. Der bedauernswerte Mann liegt schwer darnieder.

* Erda, 19. Dez. Durch einen Verkehrsunfall auf Der Landstraße erlitt die 36jährige Ehefrau Minna des Landwirts und Kraftfahrers P a n z von hier eme schwere Gehirnerschütterung und einen S ch u l t e r d r u ch. Die Verunglückte wurde zur Behandlung in Die Gießener Chirurgische Klinik aufgenommen.

Lastkraftwagen im Straßengraben.

* Lich, 20. Dez. In Der vergangenen Nacht er- eignete sich auf der Straße zwischen Lich und Langs­dorf em Verkehrsunfall. Ein Lastkraft- wagen, schwer mit Zement beladen, war von der Fahrbahn abgekommen, geriet auf das Bankett, fuhr drei Baume um und stürzte dann die Böschung Dabei überschlug sich der Wagen und blieb x° ilT9-Vytorrt auf dem Felde liegen. Ob bei dem Hnsall Personen zu Schaden gekommen sind, konnte bis fetzt nicht endgültig feftgefteüt werden.

folgendes bekannt:

Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Mini­sterpräsident Generalfeldmarschall Göring, hat durch seine Anordnung über die Lohnzahlung an Feier­tagen vom 3. Dezember 1937 bestimmt, daß für alle auf Werktage fallenden Feiertage der regel­mäßige Arbeitsverdienst zur Auszahlung zu brin­gen ist. Nach dieser Verordnung ist in diesem Jahr, da der 1. Weihnachtsfeiertag und der Neujahrstag auf einen Sonntag fallen, lediglich der 2. Weih­nachtsfeiertag in allen Betrieben voll zu bezahlen.

Während im vergangenen Jahr noch einige Be­triebsführer diese Verordnung dadurch umgehen wollten, daß sie die Gefolgschaftsmitglieder kurz vor den Feiertagen entließen, glaube ich, daß in diel m Jahr kein Betriebs führ er versuchen wird, den An­ordnungen des Beauftragten für den Vierj ah res- plan irgendwie entgegenzuarbeiten. Ich bin über­zeugt, daß die Betriebsführer in diesem Jahr rn.hr als bisher versuchen werden, auch über den Buch­staben der Anordnung hinaus den Sinn der Anord­nung zu erfüllen. Es soll jedem deutschen Volks­genossen, ohne Hnterschied, ob er im festen Mvnats- lvhn oder im Tagelohn steht, gleiche Weihnachts- f neu De bereitet werden, und es' soll, wenn irgend möglich, verhindert werden, daß ein Volksgenosse Durch Lohnausfall in Der Weihnachtszeit eine Trü­bung Der Festfreude erfährt. Ich bitte daher alle Betriebsführer, auch vielleicht an sich gerechtfertigte Entlassungen vor Weihnachten und in -den Weih­nachtsfeiertagen nach Möglichkeit nicht vorzunebmen und in Den Fällen, in Denen, wie z. B. im Bau­gewerbe, durch Witterungsverhältnisse eine Ein­schränkung der Arbeit in Der Weihnachtszeit erfolgt, Die an sich schon unangenehmen Folgen für den n Gefolgsmann dadurch zu lindern, daß er