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Der Gaatenstand Anfang Mai.

Angebot, das von der gestürzten Regierung Nahas Pascha abgelehnt worden war, jetzt wieder heroor- holen wird. England hatte angeboten, die Kasernen in der Kanalzone gegen eine ägyptische Zahlung von fünf Millionen Pfund (rund 60 Mill. RM.) in eigener Regie zu bauen.

Oaladier wehrt sich gegen Gerüchtemacher.

Pläne zur Ankurbelung der französischen Wirtschaft.

Paris, 19. Mai. (Europapreß.) Ministerpräsi­dent Da lädier hat sich am Donnerstagmittag mit einer Erklärung an die französische Oeffentlich- tdt gewandt, in der er mit den Dunkelmännern, die in der letzten Zeit Gerüchte über zu­künftige außenpolitische Verwick­lungen, in die Frankreich gezogen werden könne, und über die hoffnungslose Lage der französischen Wirtschaft verbreiteten, scharfe Abrechnung hielt. Gegen alle diejenigen, die Gerüchte in Um­lauf setzten, um das Ansehen der französischen Re­gierung im In» und Auslande zu untergraben, werde er die volle Strenge des Gesetzes anwenden. Die Polizei verhaftete während der Mittwoch­börse neun Personen, die zwar den Börsenkreisen angehören, aber nur eine untergeordnete Rolle spie­len. Die Verhafteten sollen die alarmieren­den Gerüchte verbreitet haben. Bei der Polizei ist man aber der Ueberzeugung, die Ver­hafteten seien lediglich die ausführenden Organe eines mächtigen Jnterefsenkreifes gewesen.

Kurz nach der Erklärung des Ministerpräsidenten trat der engere Kabinettsrat zusammen, um über denzweiten Zug" der Maßnahmen zu beraten, die der Belebung der französischen Wirtschaft und einer Ausweitung der industriellen Erzeugung Frankreichs die­nen sollen. Es handelt sich um ein Arbeitsprogramm, das in eine große Zahl von Einzelmaßvahmen zer­fällt. Wie auch schon die vorhergehende Regierung, hat das Kabinett Daladier den Plan gefaßt, die Altstadtviertel der Großstädte abzureißen und ourch neue Wohnviertel zu ersetzen. Auch a u f dem Lande soll der Wohnungsbau ge­fördert werden. Ferner will man Maßnahmen zu einer stärkeren Elektrifizierung des Landes, zum Ausbau und zur Verbesserung des Straßen- und Eisenbahnnetzes sowie zum Ausbau der Häfen ergreifen. Eine gleiche Wirtschaftsankurbelung ist auch für die Kolonien geplant. Es handelt sich um ein Programm öffent­licher Arbeiten, zu dessen Durchführung im Augen­blick 15 Milliarden Franken vorgesehen sind, die auf acht Jahre verteilt werden sollen.

Ein holländischerVerieidigungS-FondS

Den Haag, 19. Mai. (Europapreß.) Zur Fi­nanzierung der erhöhten Aufrüstung plant die hol­ländische Regierung die Errichtung einesNatio­nalen Verteidigungs-Fonds", der einen genauen Ueberbltck über die Kosten ermöglichen soll. In diesen Fonds sollen die Einnahmen fließen, die die Steuererhöhungen zugunsten der Auf­rüstung erbringen. Vorerst ist an eine Erhöhung der Einkommen-, der Dividenden- und der Ian» tiemen-Steuern gedacht. Auch die Umsatzsteuer soll heraufgesetzt werden. Der Haushaltsentwurf für den Verteidigungs-Fonds schließt mit Einnahmen in Höhe von 7,2 Millionen holländischen (Bulben (rund 10 Millionen RM.) und Ausgaben von 17,4 Mill. Gulden (rund 24 Millionen RM ), also einem Fehlbetrag von 10,2 Millionen Gul. den (rund 14 Mill. RM.). Für diesen Fehlbetrag sollen noch Mittel beschafft werden. Eine A n - leihe für Aufrüstungszwecke wird abgelehnt.

Oie Oeuischlandflieger der NSFK.-Gruppe 11.

NSG. Die acht Tage des Deutschlandfluges sind Tage wechselvollen Kampfes von 390 Besatzungen um den Erfolg. Am 7. und 8. Mai wurden die vier Verbände der NSFK.-Gruppe 11 im dauernden Flugbetrieb den letzten Prüfungen im Verband- und Einzelflug unterzogen und in stetem Wechsel die Wertunasplätze im Gruppenbereich: Wetzlar, Koblenz, Wittlich, Trier und Worms vom Tank- und U^bernachtunashafen Rhein-Main in Frankfurt a. M. aus an- geflogen. Die Kurz- und Hindernislandunyen so­wie die Zielabwürfe schlossen di^ Vorbereitungen ab. H?ute nun stehen die endgültigen Be- satzüngen fest, die die NSFK.-Gruppe 11 ver­treten und nach acht Tagen die Grüße der Gaue Hessen-Nassau uht) Koblenz-Trier in die Ostmark des Großdeutschen Reiches nach Wien bringen wer­den. Am Sonntag starten um 8 Uhr vom Flug­hafen Rhein-Main folgende vier Verbände:

1. Wettbewerbskennzeichen S 2, Baumuster Fw. 44 Stieglitz. Bewerber: NSFK.-Gruppe 11, Darm- stadt, Verbandsführer NSFK. - Gruppenführer von Molitor. Besatzungen: NSFK.-Gruppenführer von Molitor, NSFK.-Mann Treusch, NSFK.- Sturmführer Steinhoff, NSFK.-Truppsührer Sei­bert, NSFK.-Sturmführer Erbprinz von Solms, NSFK.-Rottenführer Meckel.

2. Wettbewerbskennzeichen R 5, Baumuster Fw. 44 Stieglitz. Bewerber: NSFK.-Standarte 72, Kob­lenz, Verbands führ er NSFK.-Sturmführer Fen­gel. Besatzungen: NSFK.-Sturmführer Fengel, NSFK.-Truppführer Schmale, NSFK.-Mann Mer- gen, NSFK.-Mann Frank, NSFK.-Mann Koch und NSFK.-Mann Welker.

3. Wettbewerbskennzeichen W 2, Baumuster Klemm Kl. 25. Bewerber: NSFK.-Standarte 75, Frankfurt a. M., Verbandsführer NSFK.» Oberscharführer Entreß. Besatzungen: NSFK.-Ober- scharführer Entreß, NSFK.-Mann Hohorst, NSFK.- Mann Krekel, NSFK.-Truppsührer Lang, NSFK.- Oberscharführer Wilberz und NSFK.-Obertrupp- führer Schmidt.

4. Wettbewerbskennzeichen W 1, Baumuster Klemm Kl. 24. Bewerber: NSFK.-Standarte 77, Darmstadt, Verbandsführer NSFK.-Obertrupp- führer Kühn. Besatzungen: NSFK.-Obertruppführer Kühn, NSFK.-Sturmführer Erb, NSFK.-Ober- truppführer Engel, NSFK.-Mann Reiter, NSFK.- Mann Müller und NSFK.-Truppführer Schwab.

Reichstarifordnung

für die Angestellten im Baugewerbe und in den Baunebengewerben.

Berlin, 19. Mai. (DNB.) Der Reichstreu- händer der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Sachsen hat als Sondertreuhänder der Arbeit eine Reichs­tarifordnung für die kaufmännischen und technischen

Der Zeitungsdienst des Reichsnährstands schreibt: Nach den recht warmen Märztagen herrschte im April vorwiegend trockenes und kaltes, an manchen Tagen sogar winterliches Wetter Durch diesen Witterungsumschwung wurde die Entwicklung der Saaten und der Futterpflanzen beeinträchtigt. Nach dem Urteil der amtlichen Berichterstatter reichte nur in 48 v. H. der Berichtsbezirke die Bodenfeuchtig­keit aus, um den Bedarf der Kulturpflanzen zu be­liebigen. In rund 40 v. H. der Berichtsbezirke war aber die Bodenfeuchtigkeit zu gering, in 12 v. H. der Berichtsbezirke wurde zuviel Feuchtigkeit ge­meldet. Damit hat sich die Niederschlagsverteilung im Vergleich zum Vormonat noch etwas verschlech­tert.

Durch das kühle die Temperaturen gingen nachts vielfach bis auf minus 10 Grad'herunter und überwiegend trockene Aprilwetter wurde d i e Entwicklung sämtlicher Feldfrüchte aufgehalten. Im Reichsdurchschnitt sind daher/ wie das Statistische Reichsamt mitteilt, sämtliche Feldfrüchte und Futterpflanzen schlechter begutachtet worden als im Vorjahr. Die Verschlechterungen be­tragen bei Winterroggen (Anfang Mai 2,6 und Anfang April 2$), Winterraps (2,7 und 2,4), Wie- en ohne Bewässerungsanlagen (3,0 und 2,7) drei Vunkte, bei Winterrübsen (2,6 und 2,4), Luzerne 2,7 und 2,5) und Bewässerungswiesen (2,8 und 2,6) 2 Punkte und bei den übrigen Feldfrüchten nur 1 Punkt. Am stärksten sind die Viehweiden durch das kalte und trockene Aprilwetter beeinträch-

Heffen-Raffau erfolgreich abgeschnitten.

NSG. In den nächsten Tagen findet im Gau Hessen-Nassau die Verteilung der Preise ftatt, die unsere Buben und Mädel bei dem Schülerwett­bewerb des NSLB.Volksgemein- chaft Blutsgemeinfckaft" gewonnen haben. Der Wettbewerb war von der Reichswaltung des NS.-Lehrerbundes ausgeschrieben und von dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Pro­paganda unterstützt worden. Der erste und dritte Reichssieg sind in unseren Gau gefallen. So wurde der Schüler Bruno Lutz aus der Mittelschule an der Rheinstraße in Wiesba­den für eine ausgezeichnet gelungene Schnitzarbeit mit einem Faltboot (1. Preis) belohnt. Den dritten Preis erwarb sich Ferdi Auerhammer aus der Volksschule in Auerbach an der Pergstraße. Er erhielt ein Fahrrad. Außerdem ist noch eine große Anzahl anderer Auszeichnungen unter Schüler und Schülerinnen unseres Gaugebietes verteilt worden, Bücher, Radierungen und Bilder führender Män­ner des dritten Reiches mit deren eigenhändiger Unterschrift. Sehr reichhaltig war auch die Aus­wahl unter den ausgezeichneten Gemeinschaftsarbei­ten, die ganze Schulklassen einsandten. Hier stehen an führender Stelle: Die Klasse 2a der Volksschule an der Lahnstraße in Wiesbaden, die Klasse 2M der Holbeinmittelschule in Frank­furt und die Gruneliusschule in Frankfurt.

Gauwattertagung des IlG.-LehrerbundeS.

»Berlin, 19. Mai. (DNB.) Der Reichswalter des NS.-Lehrerbundes, Gauleiter Fritz W ä ch t - l e r, hatte die (Baumalter des NS.-Lehrerbundes zu einer Arbeitstagung nach Berlin geladen, an der zum ersten Male eine Vertretung der 3000 früher illegalen Mitglieder des NS.-Lehr er - bundes aus Oesterich teilnahm. Gau­leiter Wächtler sprach ihrem bisherigen Landes­leiter, Professor Dr. Fritz, die Anerkennung und den Dank der deutschen Erzieher des Altreiches für den heldenhaften Einsatz der Kameraden in der Ost­mark gegen Terror, Unterdrückung und die Gefahren der Entartung des deutschen Volkstumes aus unb gab seiner Freude Ausdruck, daß der NS.-Lehrer- bunb nunmehr alles tun könne, die Aufgabe der deutschen Schule Hand in Hand mit ihnen auch für die Ostmark zu läsen. In seiner Antwort gab Dr. Fritz ein Bild vom Einsatz der deutschen Er­zieher, ihrer Disziplin und Treue selbst in Konzen­trationslagern und Gefängnissen für den endlich errungenen Sieg.

Angestellten im Baugewerbe unb in den Bauneben, gewerben erlassen, die die Arbeitsverhältnisse im Baugewerbe einheitlich für das ganze Reich regelt und hierbei den durch die großen Bauvorhaben be- dingten besonderen Verhältnissen Rechnung trägt. Die Gehaltssätze sind in bezirklichen Tarifordnungen festzusetzen. Die Reichstarifordnung stellt hierfür be­reits den Rahmen auf durch eine Gehalts-

tigt worden. Mit der Note.3,1 wurden die Vieh­weiden um 4 Punkte schlechter begutachtet als~ im Vormonat. Trotz der starken Entwicklungsoerzöge­rung im April werden aber sämtliche Winter­getreidearten und Winterölfrüchte noch besser als mittel begutachtet, nur liegen die Noten näher bei mittel, während sie im Vormonat näher bei gut lagen. Gegenüber dem Stand zu Anfang Mai 1937 sind die Noten bei Wintergetreide, Winterölfrüchten und Klee erheblich, bei Luzerne etwas- günstiger, dagegen bei Wiesen und Viehweiden um mehrere Punkte schlechter.

Infolge des trockenen Wetters ist die B e ft e I« lung von Sommergetreide weiter stark gefördert worden. Sommerweizen, Sommergerste und Hafer sind in vier Fünfteln des Reichsgebiets zu über 80 v. H. bestellt. Die Rüben­bestellung hat in allen Gebieten begonnen und ist in etwa 50 v. H. der Berichtsbezirke zu mehr als der Hälfte beendet. Die Saaten sind im Winter 1937/38 nach dem Urteil der amtlichen Berichterstat­ter günstig entwickelt durch den Winter gekommen. Die Auswinterungsschäden halten sich in engen Grenzen: der Umpflügungssatz bleibt weit hinter demjenigen in Normaljahren zurück. An Pflanzen­krankheiten und tierischen Schädlingen find vor allem Feldmäuse, Drahtwürmer und in den Raps­gebieten Rapsglanzkäfer aufgetreten. Die Schädigun­gen halten sich jedgch, soweit es sich Übersehen läßt, in normalen Grenzen.

Dann gab der Reichsgeschästsführer, Pg. Fried­mann, eine das ganze Reichsgebiet umfassende Beitragsvereinheitlichung innerhalb des NSLB. bekannt, nachdem er die Leistungen für jeden Berufskameraden dargestellt hatte. Bei einer durchweg günstigeren Beittagsstaffelung würden Vie Leistungen für alle Zwecke, sei es für die welt­anschauliche unb fachliche Schulung oder für das großzügige Betreuungswerk, noch höher sein, ein­schließlich der weiteren Erleichterung für kinder­reiche Familien durch die Anlage eines Sparkassen­buches in Höhe von 100 RM. für das vierte und jedes weitere Kind. Gauleiter Wächtter wies auf den Ausfall des geplanten Reichs- aufmarfches der deutschen Erzieher in Köln hin und gab bekannt, daß dafür voraussichtlich in Wien eine Tagung sämtlicher Amts­walter des NS.-Lehrerbundes stattfinden werde. Gemeinsam mit der Erzieherschaft der Ostmark werde dann die Parole für die Arbeit des Erzie­hers im Großdeutschen Reiche ausgegeben.

Neuregelung des höheren Schulwesens in Hessen.

NSG. Die Hessische Landesregierung teilt folgenden Beschluß mit: Im Zuge der Neu­regelung des höheren Schulwesens ist es in Hessen notwendig geworden, eine neue Verteilung der Oberschulen auf einzelne Städte vorzu­nehmen.. Es ist unmöglich, daß in Zukunft noch in Orten, die nahe beieinander liegen, höhere Schulen der gleichen Art nebeneinander bestehen. Diese Maßnahme liegt im Interesse der Schulen selbst, da sich der Besuch der bestehen bleibenden Anstal­ten heben wird und Einsparungen möglich sind. Aus diesem Grunde wurden die beiden Ober­schulen von Friedberg und Bad-Nau­heim zu einer An st alt in Friedberg zusammengezogen. Dafür entsteht in Bad- Nauheim eine Oberschule für Mädchen an Stelle der aufgehobenen konfessionellen Privat­schule für Mädchen. In der gleichen Weise wird ab Ostern 1939 an der Bergstraße verfahren. Auch hier ist unmöglich, zwei Oberschulen in Bensheim und Heppenheim nebeneinander bestehen zu lassen. Ab Ostern 1939 wird nur noch eine Oberschule für Jungen in Bensheim bestehen und die Ausbildung der weiblichen Jugend an einer Oberschule für Mädchen in Heppenheim erfol­gen. Don dieser Zeit an hat die konfessionelle Pri­vatschule für Mädchen in Bensheim keine Berechti­gung mehr. Weitere Vereinheitlichungen des höhe­ren Schulwesens sind auch anderwärts in Aussicht genommen.

gruppeneinteilung, für die die Bewertung der ausgeübten Tätigkeit in Verbindung mit der beruflichen Ausbildung die notwendigsten Einstu­fungsmerkmale gibt Noch nicht einbezogen in die Reichstarifordnung sind die angestelltenversiche­rungspflichtigen Poliere und Fachmeister. Ihre Ar­beitsverhältnisse werden demnächst in einem An­hang zur Reichstarifordnung geregelt.

Annaberg.

Im Osten dort, wo sich die letzten Berge bet? Sudeten in die Ebene verlieren, erhebt sich 15 Kilo­meter südlich der oberschlesischen Stadt Groß- Strehlitz der Annaberg einige 100 Meter hoch aus der Landschaft. Einst war er ein Wallfahrtsort der Umgebung, jetzt ist er ein Ehrenmal des gan­zen deutschen Volkes. Hier haben am 21. Mai 1921 die schwachen Bataillone der deutschen Frei­korps das letzte große Gefecht um die Erhaltung deutschen Landes geliefert.

Damals waren die Insurgenten aus den ober» chlesischen Industriestädten herausmarschiert, um das flache Land für sich zu gewinnen. Was konnte ihnen das schwache, entwaffnete und uneinige Deutschland schon entgegenstellen? Die so dachten, wußten nicht, daß es trotz Not und Schmach noch genügend Männer gab mit Herzen aus Stahl. Es waren die Selbstschutz- und Freikorps, die sich rasch gebildet hatten. Es waren Bauern und Arbeiter, Handwerker und Studenten, es waren alte Feld» oldaten darunter und junges leidenschaftliches Blut. Die Systemregierungen sahen diesen Geist nicht gern, sie suchten die Bildung dieser Freikorps zu unterbinden, aber die Mutigen fanden Mittel und Wege,' sich zu sammeln und nach Osten zu ziehen, um das letzte Haus und den letzten Stein zu ver­teidigen. Sie kamen von der schlesischen (Erbe, aus der Westmark und von der Wasserkante, aus Bayern urfb aus Tirol. Die Kämpfer hatten eine nur ungenügende Ausrüstung, es fehlten ihnen vor allem die schweren Waffen. Am Morgen des 21. Mai 1921 treten diese Männer bei Krappitz und Gogolin zum Sturm an, um den .Heiligen Berg Oberschlesiens" den Insurgenten zu entreißen. Was ihnen an Waffen -fehlt, ersetzt ihr unüberwindlicher Angriffsgeist. Berg und Kloster fallen nach hartem Kampf in ihre Hand.

Aus diesen und anderen Kämpfen um Oberschle­sien liegen in der Gegend verstreut die Gräber? von 50 gefallenen,Helden. Sie finden nun auf dem Annaberg ihre letzte gemeinsame Ruhe» tatt in einem Ehrenmal, das zugleich dem An« denken aller gefallenen Kämpfer der Freikorps gewidmet ist. Auf der Kuppe des Berges wurde chon vor einiger Zeit eine große Jug endh er­ber ge errichtet. Dorthin sind in der Nacht zum 3. April die Gebeine der Gefallenen feierlich über- geführt worden, und von hier aus wird man sie am 22. Mai in die fteineryen Sarkophage des Ehren­males tragen. Neben dem imposanten Ehrenmal ist eine Feierstä11e errichtet, die 30 000 Sitzplätzd umfaßt. Das Ehrenmal selbst krönt den Rand eines Sandsteinfelsens, der schroff hinabstürzt. Im Innern des Denkmales befindet sich der Ehrenraum mif dem Wappen der deutschen Freikorps. In Tonnen­gewölben stehen die Sarkophage der Helden. Das Standbild eines erwachenden Kriegers, aus Por­phyr gemeißelt, steht inmitten des Ehrenraumes. Draußen schweift der Blick weit in die schlesischen Gaue, für die einst die Kämpfer starben. Er reicht bis zu den Schornsteinen des Industriegebietes und bis zu dem Stromlauf der Oder, die durch grüne Wiesen fließt. Er schweift hinüber zum Höhenzuge der Sudeten. Hier auf dem Annaberg wird einst der .Deutsche Wanderweg" endigen, der von der Saar durch die mitteldeutschen Gebirge an diese Stelle führt, die unweit der Ostgrenze liegt. B.R.

Kleine politische Nachrichten.

Nach einer Anordnung des Führers und Reichs­kanzlers wird künftig für die vereinigten Reichs- und Preußischen Ministerien die bisher übliche Bezeich­nungDer Reichs- und Preußische Minister" durch die BezeichnungDer Reichsmini st er u s w." ersetzt. Lediglich., in rein preußischen Ange­legenheiten wird noch die BezeichnungDer Reichs­und Preußische Minister" gebraucht.

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Der Tobis-FilmSieben Tage Welt« geschichte" (Staatsbesuch Adolf Hitlers in Ita­lien), der am Freitag in einer großen Anzahl deut­scher Lichtspieltheater gleichzeitig zum Einsatz kommt, hat die Prädikatestaatspolitisch wertvoll, künstle­risch wertvoll, volksbildend, jugendfrei und für alle Feiertage zugelassen" erhalten. Der'Film bringt bis­her noch nicht veröffentlichtes Material des Instituts Nazionale Luce in Rom. *

Gras Lucknerist mit seiner JachtSeeteufel" in der Nacht zum Freitag im australischen Hafen von Sydney eingetroffen. *

Italien hat sich von den Beratungen der Garantie­staaten für die dem früheren Bundesstaat O e st e r reich gewährten Genfer Anleihen zurück­gezogen. Deutschland gehört nicht zu den Garantie­staaten. Für Mitte nächster Woche sind über die gleiche Frage englisch-deutsche Besprechungen geplant

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Eine Verordnung der Faschistischen Partei besagt, das faschistische Regime betrachte den 24. Mai (I a h- restag des italienischen Kriegsein­tritts) als ein Datum der Revolution, da er den Beginn des nationalen Aufstandes gegen die alten politischen Klassen aufzeigte und den neuen Ge­schicken Italiens den Weg ebnete. An diesem histo­rischen Jahrestag werden daher die Parteisitze und staatlichen Gebäude beflaggt und beleuchtet sein. In Rom wird die Ausstellung des Feierabendbundes Opera Nazionale Dopolavoro" eröffnet.

Kunst und Wissenschaft.

Pioniertaten deutscher Chemiker.

Auf dem Chemie - Weltkongreß in Rom führte Professor A. Butenandt vom Kaiser- Wilhelm-Jnstitut für Biochemie in Berlin aus, daß es neben dem auf die Erhaltung und den Aufbau des Organismus gerichteten gewöhnlichen Stoff- wechsel noch einen Stoffwechsel höherer Ordnung gibt, der sich in hochaktiven, in geringsten Mengen wirksamen Verbindungen abspielt. Zu diesen Wirk­stoffen des Lebens gehören die Vitamine, die Hor­mone und die Enzyme. Sie regeln die stofflichen Lebensvorgänge entscheidend. Im übrigen werden, wie Professor Hans von (Euler (Stockholm) dar- legte, die meisten für den Stoffwechsel wichtigen Wirkstoffe nicht mit der Nahrung aufgenommen, sondern im Organismus in gewissen Vorstufen auf­gebaut ober umgebildet. Auch die technische Seite der Chemie kam stark zur Geltung. Besonders für die ausländischen Zuhörer waren die Ausführungen von Dr. M. Pier (Ludwigshafen) von Jntereffe, der über die Erfahrungen mit per Herstellung von Hochdruck-Hydrierdenzin sprach. Nie Bedeutung die­ses Verfahrens geht daraus hervor, daß in Deutsch­land 1937 nahezu 900 000 Tvnnem Benzin, d h. 90 v. H der einheimischen Benzinerztzugung überhaupt, auf diese Weise hergestellt worde.n sind.

Volksgemeinschast-Blutsgemeinschast"

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Die besten Arbeiten des WettbewerbsVolksgemeinschaft Blutsgemeinschaft", den der NS.-Lehrerbund gemeinsam mit. dem Reichspropagandaministerium und dem Rasse- politischen Amt der NSDAP, unter Beteiligung der gesamten deutschen Schuljugend ver­anstaltete, sind jetzt zu einer Ausstellung vereint worden, die der Reichswalter des NSLB., (Bauleiter Wächtler, in Gegenwart vieler Ehrengäste im ^Berliner Stadthaus eröffnete. Unser Bild zeigt Gauleiter Wächtler und den stellvertretenden Gauleiter von Berlin, Görlitz er, beim Rundgang durch die Ausstellung. (Scherl-Bilderdienst-M.)