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und mittleren Betriebe mit einer Größe bis zu 50 Hektar. Die restlichen 20 v. H. teilen sich gleichmäßig die Betriebe von 50 bis 100 Hektar, 100 bis 200 Hek­tar, 200 bis 500 Hektar, und über 500 Hektar. Fast umgekehrt liegen dagegen die Verhältnisse bei der Verteilung des Waldes. An Waldbesitz ha­ben die kleinen und mittleren Betriebe- bis zu 50 Hektar nur 21 v. H. des gesamten Waldbestandes, während die Großbetriebe über 500 Hektar mehr als die Hälfte und die Betriebe von 200 bis 500 Hektar 13 v. H. der gesamten Waldfläche in Besitz haben.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den deut­schen landwirtschaftlichen Gebieten vorwiegend um kleinere landwirtschaftliche Betriebe. In erster Linie finden wir hier Weidewirtschaft mit gutem Kuhbesatz. I)as Rindvieh wird nicht allein als Milchvieh gehalten, sondern findet in erster Linie als Zug- und Arbeitsvieh Verwendung. Der ver­hältnismäßig niedrige Milchertrag wird in diesen Gebieten infolgedessen auch nicht molkereimäßig er­faßt, sondern in dem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb verarbeitet und zum größten Teil auch ver­braucht. Anders liegen dagegen die Verhältnisse i n Süd mähren mit ebenfalls überwiegend deutscher Bevölkerung, wo eine starke molkereimäßige Er­fassung der Milch erfolgt.

In den deutschen Gebieten macht die bebaute land­wirtschaftliche Nutzfläche etwa 60 v. H. der Gesamt­fläche aus. Davon entfällt etwas mehr als die Hälfte auf Ackerland, ein Fünftel bis ein Viertel auf Wie­sen und Weiden und etwa ein Drittel auf Wald. Die Güte des Ackerlandes zeigt sich daran, daß sich für Roggen ein durchschnittlicher Ertrag von 20 Dop­pelzentner je Hektar ergibt. Für den Kartoffel- a n b a u ist das vorhandene Ackerland im allgemei­nen wenig günstig, da nur ganz vereinzelt hohe Hektarerträge zu erzielen sind, der allgemeine Ertrag jedoch weit unter dem Durchschnitt bleibt. Das land- wirtschaftliche Verarbeitung s g e w e r b e ist in

Gesetz auch vielleicht wirklich dazu ausgereicht, zum mindesten war es von dem ehrlichen Willen beseelt gewesen, Amerika aus allen europäischen Konflikten fernzuhalten. Damals fand dann eine der bedeutendsten politischen Reisen der Nachkriegszeit statt, die des englischen Kabinettsmitgliedes Sir Walter R u n c i m a n , der als persönlicher Freund des Präsidenten Gelegenheit hatte, mit ihm als Gast des Weißen Hauses ausführliche Besprechungen unter vier Augen zu führen. Kaum hatte Runciman die Rückfahrt nach London angetreten, als das Neu­tralitäts-Gesetz die entscheidende Abänderung erfuhr, die es in das Gegenteil dessen umkehrte,

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zu machen, bis auf die Tage des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges zurückgehen. Mehr als hun­dert Jahre hindurch blieb England, wenn man so sagen soll, der Erbfeind der Vereinigten Staaten. Auf die Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 folgte der Krieg mit England bis 1783; während des amerikanischen Bürgerkrieges in den sechziger Jahren nahm England eine Haltung zu­gunsten der Südstaaten ein, die man ihm im Nor­den der Vereinigten Staaten eigentlich bis zum Weltkriegsbeginn nicht vergessen hatte. Aber eines war dennoch den beiden Völkern gemeinsam geblieben, die Sprache. Noch etwas anderes kam hinzu. Bis heute hat sich im amerikanischen Volke gegenüber dem Mutterlands ein gewisser Minder- wertigkeitskompler erhalten. Zwar sucht man auf amerikanischen Bühnen oder in Witzblättern den Engländer lächerlich zu machen, indem man ihn in seiner Kleidung, in der Art, wie er sich gibt, und besonders in seiner stark vom amerikanischen Slang unterscheidenden Ausdrucksweise nachabmt. Stets ist jedoch dabei festzustellen, daß der Amerikaner eigentlich auch äußerlich gern so sein möchte wie der Engländer. Besonders in der High Society, in den oberen, stark angelsächsisch geblie­benen Gesellschaftsschichten der Vereinigten Staaten, deren Angehörige jede, Jahr ihre englische Reise machen, gehört es zum guten Ton, englisch zu erscheinen und englische Freunde zu besitzen. Wenn es der Tochter eines Multimillionärs gelingt, einen verarmten englischen Lord zu heiraten, ist die ganze Familie entsprechend stolz darauf. Wer ober beschreibt das Glück dieser Kreise, an dem die ge­samte, sonst so sehr auf die demokratischen Einrich­tungen der Vereinigten Staaten pochende amerika­nische Vresse gebührend teilzunehmen pflegt, wenn Mrs. McPherson aus Boston oder Miß Vanderlee aus Atlanta am Hofe von St. James in London erscheinen durften und dem englischen Königspaar vorgestellt wurden?

Wir wissen heute, daß die mächtigen amerika­nischen Finanzkreise unter Führung des Bank­hauses Morgan die Amerikaner im Jahre 1917 in den Weltkrieg h i n e i n h e tz t e n , damit die Milliarden, die die Wallstreet in das lukrative Kriegsgeschäft gesteckt hatte, nicht verloren- ginqen.

Als die alliierten Nationen nach hem Kriege ihren Schul denvervflichtungert nicht nachkamen, r'chtete sich der Unwille der breiten amerikanischen M-iffen zunächst aegen Frankreich, Italien und Eng­land in der gleichen Weise. Aber in einer äußerst geschickt betriebenen Propaganda verstanden es die

Engländer sehr schnell, eine Stellung nach der an­deren in den Vereinigten Staaten zurückzuerobern. In Uebereinstimmung mit dieser Politik bemühte sich London darum, daß alle übrigen zwischen den beiden angelsächsischen Mächten bestehenden Streit­fragen, soweit sie in der Nachkriegszeit vorhanden waren, beseitigt wurden. Das englisch-japanische Bündnis besteht nicht mehr. Dadurch, daß der iri­sche Freistaat errichtet wurde, schwenkten viele Ame­rikaner irischer Abkunft, auf die die amerikanischen Parteien aus innerpolitischen Gründen besonders starke Rücksicht nehmen müssen, endgültig aus dem antienglischen Lager ab. Die handelspolitischen Ge­gensätze sind bereinigt.

Republikaner, also Oppositionskreise, waren es ge­wesen, die unter den Wirkungen der niederschmet­ternden Ergebnisse der Morgan-Untersuchung ver-

) die Münchener Besprechung Abtretung des sudetendeutschen Gebietes

wollten einer klaren und ehrlichen Isolierungspolitik zum Siege verhelfen, die bis zum Weltkriegsbeginn amerikanische Tradition gewesen war, als deren Hüter sich heute die Republikaner fühlen. In seiner ursprünglichen Fassung hätte das N e u t r a l i t ä t s-

Hauptfchriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil:ErnstBlumschein. Anzeigenlciter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An- zeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 38: 9143, Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Jur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 flültig-

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den deutschen Gebieten ausfallend gering vertreten Außer den bereits erwähnten Molkereien in Südmähren kann in nennenswertem Maße kaum von Verarbeitungsbetrieben gesprochen werden. Nordböhmen z. B. hat, obgleich es über eine immer­hin ausgedehnte Rübenwirtschaft verfügt, keine Zuckerfabriken und Raffinierten. Auch Müh. 1 e n sind kaum vorhanden, ausgenommen die Tep- litzer Gegend. Dagegen sind Brauereien in einigermaßen nennenswertem Umfang auch auf deutschem Gebiete anzutreffen.

Bei der Notlage, in der sich die sudetendeutsche Landwirtschaft infolge der zwanzigjährigen Unter« drückung und der tschechischen Maßnahmen der letz- ten Wochen befindet, wird diesem Gebiete von der deutschen Regierung jetzt eine besondere Förderung zuteil werden müssen. Wie nach der Rückkehr Oester­reichs in das Reich werden auch bei der Einverleibung der sudetendeutschen Landwirtschaft sofort Maßnah­men in Angriff genommen werden. Hierbei wird es sich in erster Linie darum handeln, die durch die Ausraubung entstandene Lebensmittelnot zu beheben und für Die Zufuhr von Brotgetreide, Mehl, Butter, Fett und Fleisch zu sorgen. Darüber hinaus wird die Förderung der sudetendeutschen Landwirt­schaft im Hinblick auf das kommende Erzeugungs­jahr durch Bereitstellung van Saatgut und landwirtschaftliche Maschinen erfolgen, da besonders die letzteren durch das rücksichtslose Auf­treten der Tschechen in den vergangenen Wachen zum großen Teil zerstört und zu einem weiteren Teil in das Innere des Landes verschleppt worden sind. Unsere sudetendeutschen Brüder können gewiß fein, daß das deutsche Volk alles tun wird, um ihre Not zu beheben und sie in den Stand zu setzen, mit verstärkter Kraft an die künftige Arbeit heranzu­gehen. Erich Borkenhagen.

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Uebereinftimmung zwischen den vier europäischen Großmächten herbeigeführt worden ist, wird für die deutsche Wirtschaft und besonders für die Agrar­wirtschaft der ans Reich fallenden Gebiete eine Pe­riode des friedlichen Wiederaufbaus beginnen. Die deutsche Agrarwirtschaft in dem bisherigen tschechi­schen Staatsverband hat diese Zeit um so notwendi­ger, als hinter ihr eine zwanzigjährige Elendswirtschaft liegt als Folge einer syste­matischen Unterdrückung der Prager Re­gierung. Diese Unterdrückung wirkte sich in der su­detendeutschen Landwirtschaft nicht nur moralisch aus, indem die deutsche Bevölkerung des tschechischen Staates sich als mindergeachteter und minderberech­tigter Teil der Bevölkerung fühlte, sondern auch rein betriebswirtschaftlich. Die sudetendeutfche Landwirt­schaft hat von Natur aus viel ungünstigere Erzeugungsbedingungen als die im In­nern und im Osten des Landes liegende Agrarwirt­schaft der andersstärnrnigen Völker.

Der abweichende Stand der landwirtschaftlichen Erzeugung zwischen dem Osten und Westen der Tschecho-Slowakei fällt beim Studium der Landwirt­schaft des bisherigen tschechischen Staates besonders auf. Die östlichen Länder, also insbesondere die S l o- w a k e i und Karpatho-Ukraine, sind den westlichen Gebieten in der Vegetation bedeutend vor­aus. Hier herrscht ein wärmeres Klima, hier sind be­sonders günstige, natürliche Erzeugungsbedingungen für eine Reihe von Kulturpflanzen gegeben. Ein großer Teil des Bedarfs des bisherigen Staats­gebietes an Frühgemüfe, Frühobst und Frühkartof­feln wird hier gedeckt. Besonders hochwertige Früchte, wie Pfirsiche, Mandeln, Melonen, Wein, Tabak, dann Mais, Sojabohnen und sehr guter Hartweizen haben im Osten des Landes die günstigsten klimati­schen Wachstumsbedingungen. Alle diese Früchte sind im Westen und insbesondere in den Gebieten, in denen die Deutschen der landwirtschaftlichen Erzeu­gung nachgehen, nicht anbaufähig.

Ein Blick auf die Gebietseinteilung und Bevölke­rung der Tschecho-Slowakei läßt erkennen, daß bei einer Bevölkerungszahl von 15,1 Millionen und einer Gesamtfläche von 140 000 Quadratkilometer sich eine Bevölkerungsdichte von 107,5 Men­schen je Quadratkilometer ergibt, eine Bevölkerungs­dichte, die etwa 80 v. H. der Großdeutschlands und etwa 74 v. H. der des Altreichs ausmacht. Die stärkste Bevölkerungsdichte finden wir mit 138,2 Menschen in Böhmen und mit 134,3 in Mähren und Schlesien, während die Slowakei (71,4) und Karpatho-Ukraine (63,5) weit hinter dem Durchschnitt Zurückbleiben.

Sie angelsächsischen Settern.

Von unserem Ea-Mitarbe>ter.

Washington, Oktober 1938.

Wenn man in den Pressekonferenzen des Weißen Hauses und des State-Depanmenls per|onha; mit« erlebt, wie President Roosevelt und Staats­sekretär Hüll die an sie gerichteten Fragen zu den großen außenpolitischen Problemen zu beantworten pflegen, könnte man annehmen, daß auch heute noch die Hands - off - Politik der Vereinigten Staaten gegenüber den außeramerikanischen Ereig­nissen Geltung hat. Dennoch aber kann man an der Tatsache nicht vorbei, daß die seit dem Weltkriege traditionell gewesene Jsolierungspolitik Washingtons, soweit die europäische Politik und nicht die Finanzen Europas in Betracht kom­men, heute in ihrer ausschließlichen Bedeutung tat­sächlich nicht mehr b e st e h t. Die Beziehungen, die heute wieder Washington mit Europa verbinden, bestehen vor allem mit England.

3n einer Betrachtung des Verhältnisses zwischen | Amerika und England muß man, um es verständlich

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Ein Drittel der Bevölkerung der alten Tschecho-Slowakei, nämlich 5,1 Millionen Menschen, gehören der Land- und F o r st w i r t s ch a f t an, während in Großdeutschland nur 21 v. H. aller Reichsangehörigen zur Landwirtschaft zählen. Auch die Verteilung der Gesamtfläche des tschecho-slowa- kischen Staates entspricht dieser Aufgliederung der Bevölkerung. Von den 13 Millionen Hektar Gesamt­fläche entfallen 8,4 Millionen Hektar auf landwirt­schaftliche Nutzfläche und 4,3 Millionen auf Wald. Interessant ist auch die Verteilung der Gesamtfläche auf die einzelnen Betriebsgrößenklassen. Don der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche entfallen im Durchschnitt 80 v. H. auf die kleinen

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Vorhersage für Donnerstag: Stellen­weise Frühnebel, sonst wolkig, aufheiternd und meist trocken. Abkühlung, abflauende Winde aus West bis Nord.

Vorhersage für Freitag: Zunächst noch vielfach aufgeheitertes und meist trockenes Wetter, nachts sehr frisch.

Lufttemperaturen am 18. Oktober: mittags 17,6 Grad Celsius, abends 11,6 Grad; am 19. Oktober: morgens 11,2 Grad. Maximum 17,8 Grad, Minimum heute nacht 10 Grad. Erdtsmperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Oktober: abends 12,4 Grad; am 19. Ok­tober: morgens 11,3 Grad. Niederschläge 0,4 mm. Sonnenscheindauer 2,1 Stunden.

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