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Nachfolge Sir Thomas Jnskips im Amte des D e r -

Verföhnungspalitik gegen- dard" glaubt, daß bann Sir Thomas Jnskip Lord- fr^ anb nuf nichts anderes abziele, als auf 11 a n 3 I e r werden würde oder als Nachfolger des mXV Öß"fafchlftifch en kränklichen Lords Hailfham Lo r d p r ä si d e n t Staaten gegen Sowjetrußland. Diese des Staatsrates.

Staaten"

Verhältnisse südlich der Karpathen zum Ausdruck

n

Chamberlain wieder in London.

Times^ an die Gegner der Chamberlainischen Friedenspolitik.

Die deutschen Warenforderungen werden durch die polnische staatliche Wirtschaftsbank, Bank Gospo- darstwa Krajowego, garantiert. Die Abdeckung des Warenkredits und die Zahlung der Zinsen er­folgt durch Lieferung polnischer Waren und zwar von Holz und landwirtschaftlichen Erzeug­nissen. Außerdem wird von polnischer Seite eine

te'idigungsministers genannt. Diese Be­hauptung muß, wie alle ähnlichen Voraussagen über die neue Ministerliste, mit großer Vorsicht aus­genommen werden. Jedoch wird bekannt, daß Lord Chatfield seine Indien reise, die der lieber« Prüfung der indischen Flotte dienen sollte, ver- s ch 0 b e n hat. Die sachliche Eignung Lord Chctt- fields für den Posten des Verteidigungsministers steht außer Frage, wenn es in England' auch nicht üblich ist, ein Wehrministerium mit einem früheren aktiven Offizier zu besetzen. DerEvening Stan-

Anzahlung in Form von Holz- und Getreideliefe­rungen geleistet, die mit den späteren deutschen Wa­renlieferungen verrechnet wird. Der deutsch-polnische Wirtschaftsverkehr ift durch dieses Kreditabkommen auf eine erheblich verbreiterte Grundlage gestellt worden.

gangenen Jahres zumindest eine T a t auf feiner Aktivseite zu verbuchen gehabt, die seine Existenz­berechtigung nachwies: die Beseitigung des im Sommer 1936 gebildeten ersten Volksfront- Kabinetts Blum auf kaltem Weg durch Ver­weigerung der von Blum geforderten Vollmachten. Es kam das Kabinett Chautemps, in dem L6on Blum stellvertretender Prinisterpräfident war, und es ereignete sich eine Episode, die ihr volles Licht warf auf den Kampf zwischen den aus ihren Po­sitionen geworfenen Marxisten und dem Senat: LSon Blum kam als Vizeministerpräsident in den Senat, um dort die Regierungserklärung des Kabi­netts Chautemps zu verlesen. Be-vor er noch in den Sitzungssaal gelangt war, erfuhr er, daß Senats­präsident Jeanneney in seiner Eröffnungsansprache mit beißender Ironie die Presse-Angriffe Blums g'gen den Senat zurückgewiesen hatte. Wutentbrannt stürzte Blum aus dem Senatsgebäude, man mußte einen anderen Minister herbechvlen, um die Regie­rungserklärung zu verlesen. Inzwischen ist es völlig still geworden um den Kampf, den die Marxisten zur Beschneidung der Machtvollkommenheiten des Se­nats führen wollten. Die Marxisten haben andere Sorgen, aber es könnte fein, daß ihnen der Senat demnächst eine unangenehme Überraschung bereitet.

Frankreichs Lustaufrüstung.

London, 19. Oft. (DNB. Funkspr.) Minister­präsident Chamberlain ist heute kurz nach 7 Uhr von einem kurzen Urlaub in Schottland nach London zurückgekehrt. Gegen alle diejenigen, die in letzter Zeit die Friedenspolitik Chamberlains, insbesondere wegen seines Münche­ner Abkommens, angegriffen haben, wendet sich die Time s". Sie schreibt, die Feinde der Politik Chamberlains könne man in drei Kategorien ein« teilen. Noch am logischsten seien diejenigen, die sich für einen Präventivkrieg einsetzen. Diese glaubten also noch an Machtpolitik und hätten von 1914 und 1919 nichts gelernt. Ihnen könne man antworten, daß sie genau das erreicht haben würde, was Chamberlain verhindere, nämlich einen Weltkrieg im Jahre 1938. Die zweite Kategorie vertrete die Lehre des Prestiges. Be-

Bukarest, 18. Okt. (Europapreß.) Am Diens­tag begannen die rumänischen ni gs-

J

Sin Unrecht wieder gutgemacht.

München räumte mit der traurigen Erbschaft von Versailles auf.

Der deutscheLimes".

Frankreich hat am Rhein und in Lochringen die gewaltige Maginot-Linie errichtet, so benannt nach dem Kriegsminister Maginot. Diese Anlagen haben die Bewegung von 15 Millionen Kubikmeter Erde erfordert, ferner 5 Millionen Kubikmeter Be-

Radikalfozialismus nach der Rechten hin gewinnen können.

Der Senat, der in seiner neuen Zusammensetzung erst Anfangdes kommenden Jahres zu­sammentreten kann, wird unter Umständen sehr wichtigeAufgaben oorfinden, wenn Minister- Präsident Daladier im Einvernehmen mit dem Prä- sidenten der Republik sich entschließen sollte, d i e Kammer aufzulösen. Denn die Auflösung der Kammer erfolgt nach der Verfassung durch g e meins am e n Beschluß des Staatspräsidenten und des Senats. Da die Zusammensetzung der 1936 gewählten Kammer mit ihrer Volksfrontmehrheit (u. a. 73 Kommunisten!) in keiner Weise der wirk­lichen Dolksstimmung mehr entspricht, würde der Gedanke der Auflösung und Ausschreibung von Neu­wahlen an sich sehr naheliegen', aber da die ein­zige in der Dritten Republik vorgenommene Kam­merauflösung (im Jahre 1877 unter MacMahon) de n Charakter eines Staatsstreichs trug, geht man an eine solche Maßnahme nur z ö - gernd heran. Eine Verschiebung des politischen Einflusses im Senat nach rechts hin könnte viel­leicht einen solchen Entschluß erleichtern.

Der Senat, der jetzt in seiner Zusammensetzung eine Aenderung erfahren wird, hat im Mai des ver-

Jn der Nacht zum Mittwoch gab der Oberkom- miffar von Palästina, Sir Harald Mac Michael, bekannt, daß für eine größere Anzahl besonders wich­tiger Städte militärische Gouverneure er­nannt worden sind. Diese Gouverneure werden gleich­zeitig den Befehl über sämtliche in ihrem Hoheits­gebiet untergebrachten Truppenabteilungen und Po­lizeikontingente übernehmen. Die augenblicklichen Distriktskommissare bleiben weiter im Amt als Be­rater des militärischen Gouverneurs. Zum Gouver­neur für Jerusalem ist General O ' C 0 n n 0 r, der bisherige Befehlshaber der 7. Division, ernannt worden.

3tf der DreiteilliMplan fallen gelassen?

ton und 150 000 Tonnen Stahl. Die Kosten werden je Kilometer auf drei Millionen Goldfranken bersch- net. Deutschland hat gegenüber diesen mächti­gen Anlagen erst in diesem Sommer eine starke Abwehrstellung geschaffen, über deren Umfang der Führer in seiner Nürnberger Schlußrede Mit­teilungen gemacht hat. Die ausländische Presse hat sich daran gewöhnt, für die deutsche Linie den Na­menSiegfried-Linie" anzuwenden, in Erinnerung an die große Aufnahme-Stellung, die von unseren Truppen 1917 errichtet wurde. Dieser Name dürste aber nicht das richtige treffen. Der deutsche Wall im Westen will keine Erinnerungen aus dem Welt­kriege wachrufen, sondern allein vondem Ge­danken der Verteidigung aus verstanden^ werden. Der BezeichnungLimes", die die alten Römer für ihre befestigten Grenzen hatten, entspricht auch unsere Linie im Westen.

Der obergermanische Limes wurde im ersten und zweiten Jahrhundert unserer Zeitrechnung unter den Kaisern Domitian und Hadrian errichtet. Er begann bei Rheinbrohl und erstreckte sich über den Taunus Zum Vogelsberg, vom Odenwald bis nach Milten- berg am Main, mit einer Abzweigung nach Cann- stadt und Lorch. Dieser obergermanische Limes war 372 Kilometer lang, er wurde später nach Oefterreich, Ungarn und bis in die Dobrudscha fortgesetzt. Sein Verlauf ist auf deutschem Boden genau erforscht und Zum Teil noch heute erkennbar. Dieser Wall war ursprünglich nur ein Graden, der von Türmen be- gleitet war. In feiner Nähe befanden sich Kastelle, : bie als Truppenlager galten, z. B. die Saalburg ! im Taunus. UnserLimes" an der Westgrenze ist i technisch mit seinem römischen Vorgänger nicht zu ! vergleichen, aber er nimmt die alte Tradition des Grenzwalls und derLandwehr" auf, die im Westen seit jeher bestanden hat.

Höchste Spannung in Jerusalem.

Der englische Oberbefehlshaber will heule die Altstadt militärisch besehen lasten

London, 19. Ott. (Europapreß.)Daily Ide- graph" kündigt das Fallenlassen des Drei- teilungsplanes für Palästina durch die englische Regierung an. Kolonialminister Malcolm MacD 0 nn 1 d werde am Mittwochoorrnittag dem Kabinett die Errichtung eines geeinten pa­lästinensischen Staates unter briti-

Görings Dank an die Luffwasse.

Berlin, 18. Okt. (DNB.) Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Generalfeldmarschall Göring hat nach Abschluß des Einmarsches der deutschen Truppen in Sude­tendeutschland folgenden Tagesbefehl an die Luftwaffe erlassen:

Kameraden! Zum zweiten Male in diesem Jahre unser Volk einen Zeitabschnitt gewaltigen ge- schlchtlichen Ausmaßes erlebt. Nach der Ostmark ist mm Sudetendeutschland nach jahrzehntelangem Kampf ms Großdeutsche Reich heimgekehrt. Der Kampf wurde gewonnen, als unser Führer feine uni) bes ganzen deutschen Volkes Kraft auf der S e i t e d e s Rechtes e i n f e tz t e, und er wurde rrieölid) gewonnen. Garant für die Erhal- tung des Friedens in den entscheidenden Tagen war aber die starke deutsche Wehrmacht.

Als Oberbefehlshaber der Luftwaffe sage ich "^'ner Fliegertruppe, Flaktruppe und der Luft- nachrichtentruppe Dank fürdie indenletz- ten Monaten geleiftete Arbeit mr Siche- runa unseres Reiches und Anerkennung für ihren urnfaj und ihre vorbildliche Haltung bei dem Ein- mar|$ m die befreiten Sudetenlande. Dieser Dank und diese Anerkennung gilt aber auch allen oen en, die m stiller Pflichterfüllung auf schein­bar unbeachtetem Posten ihren Teil zur Hebung der Einsatzbereitschaft der Luftwaffe und zur Sicherung des deutschen

11 , mr a u m e 9 beigetragen haben.

Unser Volk unsere sudetendeutschen Brüder, aber aup unsere Gegner haben die imponierende Stärke gesehen. Für unser Volk em Gefühl stolzen Selbstbewußtseins, für die Um= melt em Gefühl achtunggebietender Überlegung. Unsere 5 r 1 e b e n 5 a r b e i t geht ro eiter ?ur Vervollkommnung dieser Waffe, die, getreu un- fAühen mVrV' Reich gegen jeden Gegner

schützen wird. Unser Führer und oberster Befehls­haber, Adolf Hitler, Sieg-Heil!

(gez.) Hermann Göring.

Deutsch-polnisches Marenkrediiabkommen.

Berlin 18. Okt. (DNB.) Vertreter der deut- schen und der polnischen Regierung haben ein Wa- renfrebitabfommen unterzeichnet, nachdem Polen a u ß e r h a l b des deutsch-polnischen Wirtschaftsver- träges bei der deutschen Industrie Be­stellungen zur Durchführung polnischer Jnvesti- ttonsanlagen vergeben wird. In Aussicht genommen ift em Betrag von 120 Millionen Zloty. Der Min- beftroert einer jeden Lieferung soll 100 000 Zlotv be­tragen. Die Bestellfrist ist auf 2Vz Jahre bemessen

kommen als eine entehrendeÜbergabe vor Drohungen" hinstelle. Selbstverstäiblich, so meint dieTimes", würde es besser gewesen sein, wenn man das dem deutschen Volke durch die Grenze von Versailles zugefügte Unrecht wieder gut- gemacht hätte, während Deutschland noch ver­hältnismäßig schwach aewesen sei. Jetzt aber eine Wiedergutmachung einfach zu verweigern, weil Deutschland stark genug geworden sei, würde die Zukunft Europas wegen der in der Vergangen­heit gemachten Fehler noch mehr gefährden. Die dritte Kategorie seien diejenigen, die behaup­teten, daß Chamberlains Versöhnungspolitik gegen

Italien mobilisiert seine Bobenschshe. r.LSHn)t- J8: Okt. (Europapreß.) Unter dem Dor» sitz Mussolinis hat die oberste Regierungs- kommisslon für die Autarkie festgestellt, daß die Z i n k p r 0 d u k t i 0 n schon mehr als den Bedarf deckt und auch die Bleigewinnung Fortschritte macht. Die Aluminiumproduk- t i 0 n entspricht dem Landesbedarf und kann näch­stes Jahr noch erheblich gesteigert werden. In Süd- italien wurden neue Bauxit-Lager entdeckt und für die Ausbeutung vorbereitet. Die Anlagen für die Gewinnung von synthetischem Ben- zin sind im Bau. In Abessinien haben italie- Nische Techniker 80 000 Quadratkilometer nach Bodenschätzen erforscht. Es bestehen Aussichten für bte Gewinnung von Zinn und in anderen aus- gedehnten Gebieten von Gold und Kupfer

Mussolini betonte die Notwendigkeit einer indu­striellen Neuordnung der S ch w e f e I g r u b e n und Verbesserung der sozialen Derhältniffe der nchwefelarbetter. In der Erwartung, daß der

Genaiswahlen in Frankreich

Don unserem E. F'Korrespondenten

entlang, dessen Beherrschung aller Voraussicht nach geteilt bleiben wird. Und gegen jeneBarriere" er­richtete Deutschland kräftige Gegenminen durch Wirtschaftsverträge im Balkan und mit der Türkei. Auck hier also hat die westliche Politik mit neuen Tatsachen zu rechnen, und der Grad ihrer Wand­lung wird daran abzulesen sein unabhängig von Chamberlains ehrlichem Wollen und Realis­mus, ob sie weiterhin auf Rüstungen und Um« gehungsmanöoer baut oder die friedliche Abgren­zung der Interessen sucht.

Das dritte zu überwindende stärkste Moment ist das ideologische, die blinde Einstellung gegen die autoritären Staaten, die aus zwei Quellen fließt. Da ist der jüdisch und bolschewistisch beein­flußte Marxismus, der am Klassenkampf und überholten sozialen Theorien derart haftet, daß der Präsident des englischen Gewerkschaftskongresses Faschismus" undKapitalismus" gleichsetzen kann, und kein Blick auf die sozialen Errungenschaften der Fuhrerstaaten fällt, die im Westen kein Gegen­stück finden. Spricht bei dieser Richtung, die in Englands und Frankreichs Opposition das Wort führt, eine begreifliche Besorgnis der bisherigen Arbeitsführer um ihre Machtstellung mit, so sieht man in Kreisen der radikalen Rechten, besonders Englands, aber auch in Frankreich, Amerika u. a., eine ähnliche Furcht vor dem Verfall der demo­kratischen Institutionen, vonFreiheit" undWil­lensbildung", aus der heraus bereits Chamber­lains Führertat angegriffen wurde, und vor ihrer Ueberlagerung durch neue Formen, bie vom Konti­nent herüberdrängen, wie vor ihnen Reformation, französische Revolution, Marxismus und andere Strömungen. Diese Widerstände eines geistigen Konservatismus bilden das dritte Problem der Entspannung, ganz zu schweigen von dem noch höher geordneten einer weltweiten Einigung über Raum, Rohstoffe und Weltwirtschaft. Es bleibt also genug Grund, um auch nach dem friedlichen diplo­matischen Siegeden Helm fester zu binden".

Paris, 18. Ott. (Europapreß.) DerJntran- fiaeant" macht nähere Angaben über das franzö­sische Luftrüstungsprogramm. Innerhalb von zwei Jahren sollen 4 00 0 Flugzeuge gebaut wer­den. Frankreich müsse in längstens zwei Jahren 2617 neue Flugzeuge im Dienst haben. Dazu kämen noch die Ersatzflugzeuge. Insgesamt wären also 4000 Maschinen erforderlich. Dieser Plan stelle das Maximum dessen dar, was ein Land von 40 Millionen Einwohnern, das sich in einer schwie­rigen Wirtschaftslage befinde, tragbar sei. Die not­wendigen Investierungen der französischen Flug- zeugindustrie beziffert der .^ntranfigeant" auf etwa eine Milliarde Franken, wovon 450 Mil­lionen auf die staatlichen Werke, 30 Millionen auf bie privaten Flugzeugfabriken, 200 Millionen auf die Privatgesellschaften zur Finanzierung von Roh- stossen usw. und 250 Millionen Franken auf die Dezentralisierung der Hispano- und der Gnome- Werke entfallen würden.

Polens Interessen im Donavronm.

Außenminister Beck trifft mit König Carol zusammen.

wiesen besonders darauf hin, daß man Sowjetruß­land in München nicht gefraat habe. Dafür gebe es nur eine Antwort, nämlich die, daßSowjet­rußland nicht am tschechischen Streit be­teiligt gewesen sei". Abschließend erklärt das Blatt, Chamberlain habe sich mit Problemen befaßt, bie ein (Ergebnis des Werkes von Ver­sailles und der Pläne zur Einkreisung Deutsch­lands gewesen seien. Dieses ganze System, dessen Haltlosigkeit man mittlerweile eingesehen habe, sei in den vergangenen Jahren trotzdem aufrecht er­halten worden, und zwar nicht von der britischen Regierung, sondern von anderen Mächten, diein eigenem Interesse zu handeln glaubten". Chamber­lain habe mitbiefer traurigen Erbschaft aufgeräumt

Die Umbildung des britischen Kabinetts.

London, 18. Okt. (Europapreß.) VomEve-

M°N mit ben Buftaben A-G anfangen fomie in läffo So wird ben außerfranzosischen Kolonialgebieten Algier,

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Idjnitt Eine Senatswahl stellt in ber Regel kein besonders aufregendes Ereignis dar. Ebenso wie der Senat als Sicherheitsventil gegenüber den stürmi- d)en politischen Entwicklungen in ber Kammer ein« gebaut ist, ebenso vollzieht sich nach den Bestim­mungen der Verfassung auch die Wahl der Sena- l°ren nach einem Verfahren, bas das Spiel der wlitischen Leidenschaften so ziemlich ausschließt. Alle drei Jahre wirb j e w e i l s e i n D r i t -

C-Li ,m ?°n3en etwa 300 Senatoren neu ge« waMt, bereu Mandat sich also auf neun Jahre er­streckt. Die Wahl erfolgt in ber Departe - me n ts-5) au pt ft abt durch eine Körperschaft, Oie sich aus den Kammerabgeordneten des Bezirks den örtlichen General- und ArroMssementsräten und ,e einem Vertreter jeder Gemeinde des Bezirks 2? °I(°aft Mitglieder dieser Körperschaft (durchschnittlich 800 bis 1000 Personen) praktischen, mit Verantwortung ausgestat- teten JCerroaltungsorbeit hervorgegangen sinh, ist das ganze Verfahren von ber Politik der 2 riftun! Persönlichkeit und

"lstung des Wahlbewerbers werden mit nüditer- mi TnTrSusu °bg°w°gen. In diesem Jahr

Je r u f a l e m, 19. Okt. (Europapreß.) Unter Einsatz aller in Jerusalem zur Verfügung stehenden Truppen und unter Heranziehung starker Flugzeug- einheiten wird die englische Mandatsverwaltung Mittwoch einen Schritt unternehmen, vor dem sie bisher immer zurückgeschreckt hat: Sie wird den Befehl zur Erstürmung des alten Stadt- te 1 Is von Jerusalem geben, um damit einen Mittelpunkt des Widerstandes gegen die englische Oberhoheit zu vernichten.

In der Nacht zum Mittwoch lag über der Stadt eine druckende Ruhe. Die Offiziere der Boden- truzipen und ber Luftwaffe nahmen ihr Abendessen nicht wie bisher in dunkler Zivilkleidung, sondern in Uniform ein. Man rechnete damit, daß es noch in der Nacht zu Unruhen kommen würde; bis in die Morgenstunden ist jedoch alles ruhig geblieben. Da der Belagerungszustand weiter an­hält, waren die einzigen menschlichen Wesen auf Den Straßen und Plätzen die schwer bewaffneten Patrouillen, die seit Wochen verdoppelt ihren nächtlichen Dienst versehen. Scheinwerfer standen an allen gefährlichen Punkten. Die Stadt­tore wurden und werden aufmerksamer bewacht denn zuvor. Das Oberkommando ist für den Ein­marsch in den alten Stadtteil gerüstet. Für die Zivilbevölkerung ist die in den späten Nachtstunden bekanntgewordene Mitteilung über den zu erwar­tenden militärischen Schritt wie eine Sensation ge­kommen. Jedermann ist sich im klaren darüber, daß der Einmarsch in den alten Stadtteil nicht ohne Blutvergießen vor sich gehen wird.

In den Morgenstunden des Mittwochs konnte man eine Verstärkung des um den alten Stadtteil gelegten Truppengürtels beobachten, soweit Beob­achtungsmöglichkeiten überhaupt vorhanden waren. Der Einmarsch soll stufenweise vor sich gehen. Da dasGelände" überaus schwierig ist, will man jede neu eroberte Stellung" e r ft b e f e ft i g e n , bevor man weiter vorrückt. Polizei soll die meist ortsunkun­digen Truppen anführen. Der Sicherheitsdienst dürfte größtenteils von der bereits einsatzbereiten Luft­waffe durchgeführt werden. Die vorrückenden Trup­pen werden zum überwiegenden Teil mit M a - chinengewehren und Schnellfeuer- g e s ü tz e n ausgerüstet sein.

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. Die diesjährigen Senatswahlen können eine be- (onöere Bedeutung dadurch erlangen, daß der Wahl- ausgang unter Umständen Rückschlüsse darauf zu- ob die neue zurRechtenhinüberrei- Mehrheit in ber Kammer, bie an d" Stelle der alten Dolksfrontmehrheit getreten ist und die Wiederaufricktung Frankreichs bewerk­stelligen soll, vom Lande gebilligt wird. Das wird nur auf dem Wege des Vergleichs möglich fein. Der Senat rft dem geschilderten Wahloerfahren ent- sprechendkonservativ" zusammengesetzt. Kommu- msttsche Senatoren gibt es nur zwei' Sozialisten nur h Wn b,e Rabikalsozialisten aller Schattierungen im Senat die absolute Mehr- beit: die Demokratische Linke, so heißt im Senat die Zusammenfassung des Radikalsozialismus, umfaßt 161 Senatoren. Der Rest verteilt sich auf verschie- xenem®f??peVcr Achten. An und für sich wirb ttas Bild des Senats durch die kommenden Wahlen u/cht sehr verändert werden. Von den sozia- listischen Senatoren scheiden lediglich drei aus und stellen sich zur Wiederwahl; außerdem bewerben sich zwei bekannte sozialistische Kammerabgeordnete mb in"dr? i ° b°r frühere 3nnenmintfter Marx

rrtpn mit Ko« ®r^ments, beren fta.|2)ormop und der frühere Unterstaatssekretär

n - n -- =-? man weitere Anhaltspunkte nur aus einem etwaigen Abgletten von Stimmen des

snniHri- n tschechischen unb des slowakischen Volkes. Es erkenne 6H1 frp?pn 009 Becht ber Völker auf ihre Selbständigkeit, Un- 1 T n abhängigkeit und ihre Entwicklung in den ihnen entsprechenden Grenzen an. Polens Beziehungen ZU Ungarn seien traditionell unverändert freund- schaftlich. Man könne keine Stabilisierung des Do­nauraumes finden ohne voll ständig eBefrie- bigung ber ungarischen Forderungen. Man höre heute auch Stimmen, die eine Regelung der Verhältnisse im Donauraum auf rein poli­tischer Grundlage zu erreichen wünschten. Man spreche von Bollwerken, bie gegen einen britten Staat errichtet werden sollen. Die Ziele ber polni­schen Politik schlössen derartige Tendenzen aus. Die polnische Polittk strebe nach einer gesunden und dauernden Ordnung der Verhältnisse dieses Gebie­tes. Seine Probleme könnten aber ohne bie Betei­ligung Polens nicht gelöst werden.

lomalmimfter werde sich bei seinen Vorschlägen auf bie Arbeit der Palästina-Kommission beziehen. Der Bericht der Kommission stelle fest, daß die Tei- l u n g des Landes in einen arabischen und einen jüdischen Staat weder durchführbar noch angebracht sei. Im übrigen werbe ber Kolonial-' Minister Vorschlägen: Eine Billigung der Maßnah­men zur Unterdrückung aller Unruhen und antibritischen, nichtpalästinensischen Propaganda |w ~

ferner sofortige Aufnahme von Derhand-'i m ^rrb er-?r!le £as ni^tc ^"teresse für die lungen zur Errichtung eines geeinigten Staates m ? ^ 5$ Karpathen zum Ausdruck in Palästina, der fowvhl den Juden, als auch den in9*;JPo(en uei endgültige Stabili- Arabern eine Lebensmöglichkeit in voller Harmonie <S>er JJ? Donauraum auf

bieten soll. Falls das Kabinett feine Zustimmung be ooüige Sefeihgung ber

zu diesen Vorschlägen geben werde, werde 7s nur Krise .bemüht. Polen wahre die^ Lebensrechte des u°ch,.kur8e Zeit dauern, bis die neue Pol'tik der englischen Regierung in Kräft treten wurde.

in So Wag bringen. Der K°^ Ain^M °ch in ^^ein® roo

er vom Ministerpräsidenten Miron Cristea und von zahlreichen Regierungsmitgliedern begrüßt wurde. Wie die Blätter melden, besteht das Ziel der Ma- növer in der Prüfung der Verteidigungsmöglichkei- z - ten an der Pruth-Linie.

| Der polnische Außenminister hat sich ''szu einer Begegnung mit dem rumänischen ,,König nach Galatz begeben. In Warschau erklärt

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