Mittwoch, W.Mober M8
188. Jahrgang
M. 245 Erstes Blatt
Gießener Anzeiger
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Verwaltungsausbau im Sudetengau. Probleme der Entspannung.
ö ' Von Konteradmiral a. O. Gaoow.
Eine von Grund aus modern organisierte und volksnahe Verwaltung,
in Regierungsbezirke gegliedert.
werden.
reicht wird.
Mit einer Dränung timmte der
Leiter einer fast ausschließlich aus Juden bestehenden Gruppe von Antifaschisten. Er selbst hielt es für geboten, außerhalb der „Zelle" zu arbeiten, um die Aufmerksamkeit der Polizei von sich abzulenken. Colorni, der in einem Mädcheninstitut Philosophie- Unterricht gab, führte ein nach außen hin sehr zurückgezogenes Leben, begab sich aber öfter ins Ausland, vor allem nach Paris. Bei einer Hausdurchsuchung wurden bei ihm mehrere Koffer mit Schriftstücken und Dokumenten beschlagnahmt. Der ehemalige Stadtverordnete Philip so n in Florenz ist der Sohn eines eingewanderten jüdischen Emigranten. Seine ihm reichlich zur Verfügung stehenden Mittel benutzte er dazu, als fanatischer Feind des faschistischen Italien dieses dem internationalen Judentum in die Hände zu spielen.
London, 18. Okt. (Europapreß.) Der Gesundheitszustand des türkischen Staatspräsidenten K e - mal Atatürk hat sich, wie aus Istanbul gemeldet wird, Dienstag weiter verschlechtert, nachdem in den letzten zwölf Stunden eine kleine Besserung zu verzeichnen gewesen war. Acht Aerzte, darunter vier deutsche Speziali- sten, sind im Dolma-Bagtsche-Palast versammelt, um Kemal Atatürk beizustehen. Weiter befindet sich
dem Faschismus der ersten Stunden und den neuen Generationen des Liktorenbundes vollkommen er-
Berschlechterung in dem Befinden Kemal Atatürks.
gesetzgebung mit Mißvergnügen- ausgenommen hat, kann einen Kenner der Verhältnisse nicht überraschen. Der vatikanische „Osseroatore Romano" äußerte sofort „Besorgnisse und Vorbehalte", was ihm eine ziemlich scharfe Zurechtweisung des von Staatsminister Farinacci herausgegebenen Kampfblattes „Jl Regime Fafcifta" eintrug, in der an Hand unwiderleglicher Beweise festgestellt wurde, daß sich die faschistische Rassenpolitik in voller lieber» einstimmung mit den Vorschriften aller kirchlichen Konzile seit dem Jahre 300 n. Ehr. befinde und daß also die Kirche mit ihrer heutigen „demokra- tisch-freimaurerisch-judenfreundlichen" Haltung von ihrer Tradition abgewichen sei. Jedenfalls ist der Faschismus überzeugt, mit seinen rassenpolitischen Maßnahmen einen Weg zu gehen, den auch andere Völker, bei denen sich das Judenproblem mehr und mehr fühlbar macht, früher oder später werden beschreiten müssen.
DlejüdischeMh'akbettm 3talien
zweiten Entschließung über eine Neu - des mittleren Schulwesens Große Rat des Faschismus nach An-
sars der sudetendeutschen Gebiete und das Amt des Führers der Sudetendeutschen Partei vereinigt sind, also Partei und Staat eins sind, wird der Aufbau der Verwaltung rasch und durchgreifend erfolgen können.
Mit dem Wegfall der vollziehenden Gewalt der Wehrmacht werden diese Gebiete in die treuhänderische Verwaltung der angrenzenden Gaue bzw. Regierungsbezirke unter der Oberleitung des Reichskommissars übergeben. Der vom Führer gezogene Sude t e n g a u wird sich in Regierungsbezirke gliedern, um eine möglichst dezentralisierte und volksnahe Verwaltung zu ermöglichen. Die Regierungspräsidenten werden als nachgeordnete Behörde dem Reichskommis s a r unterstellt sein. Es ist selbstverständlich, daß Sudetendeutsche wieder im politischen Verwaltungsdienst ausgebildet und zur Verwaltung ihrer schönen Heimat berufen werden. Im übrigen werden die Sudetendeutschen im ganzen Reich Verwendung finden, wie Beamte aus dem Altreich nach dem Sudetenland kommen werden. Alles ist ja jetzt Großdeutschland, und im Grunde genommen steht jeder, wo immer er arbeitet, im Dienste von Führer, Volk und Reich."
Rom, 19. Okt. (DRB. Funkspruch.) Der Große Rat des Faschismus nahm von den Erklärungen des Parteisekretärs über die italienischen Jugendorganisationen des Liktorenbundes (G. I. L.) die auf dem Wege ist, die jungen Geschlechter totalitär zu erfassen, Kenntnis und erteilte ihm den Auftrag, in kürzester Zeit dieses Ziel zu erreichen, damit die ganze Jugend in der G. I. L. den Untergrund und die notwendigen Voraussetzungen für eine moralische, politische und
hörung der Erklärungen des Erziehungsministers Bottai seinem Vorsatz zu, „eine den neuen kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Erfordernissen des nationalen Lebens im Regime der Fasci und
Die junge Generation im italienischen Faschismus
Beschlüsse des Großen Faschistischen Rats.
Sie faschistische RaffenpoM.
Don unserem K G.-Korrespondenten.
Rom, Oktober 1938.
Der Große Faschistenrat, jene oberste Instanz der Partei, der die ältesten Mitkämpfer Mussolinis, die Regierungsmitglieder und andere führenden Männer angehören, tritt nur bei besonderen Anlässen, zusammen. Die Tatsache, daß er Ende der vergangenen Woche drei Sitzungen hintereinander abhielt, deutet also an sich schon darauf hin, daß Entscheidungen von weittragender Bedeutung zu treffen waren. In der Tat haben die Beschlüsse, die der Große Faschistenrat in seinen ersten beiden Tagungen faßte, obwohl sie auf innerpolitlschem Gebiet lagen, in der ganzen Welt einen beträchtlichen Widerhall gesunden.
Vor allem gilt dies für die neue Rassengesetzgebung Italiens. Diese einschneidenden rasse- politischen Maßnahmen verfolgen das Ziel, eine klare Trennungslinie zwischen der italienischen Rasse und der Umwelt zu ziehen, die Italiener vor allen schädlichen, zersetzenden und degenerierenden Einflüssen zu bewahren, sie in ihrer Eigenart mit ihren körperlichen, seelischen und moralen Werten zu erhalten und 'damit für die Zukunft dem faschistischen Staat seine wichtigste Grundlage, ein an Leib und Seele gesundes, leistungsfähiges Volk, zu sichern. Italien ließ sich dabei sowohl von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, als auch von nationalen und internationalen Erfahrungen leiten, die es während der faschistischen Aera, besonders während der letzten Jahre seit dem abessinischen Feldzug, machen muhte. Darum dienen die jetzt erlassenen Bestimmungen einerseits der Vervollständigung der Beschlüsse des Ministerrats vom Januar 1937, die darauf hinzielten, in den Kolonien die Bildung einer in jeder Hinsicht, nicht zuletzt auch vom politischen Standpunkt aus unerwünschten Mischlingsschicht zu verhindern, andererseits dem Abschluß der vor etwa drei Monaten eingeleiteten Klärung des Verhältnisses zwischen Italienern und Juden. In der ersteren Richtung liegt die Ausdehnung des Vermischungs- verbotes zwischen Weißen und Eingeborenen der Kolonien auf alle Hamiten und anderen nichtarischen
Rassen. ,, . ...
9Bas insbesondere die Juden angeht, so wird in i der Erklärung des Großen Rates erneut darauf hin- i gewiesen, daß das internationale Judentum sich als I der erbitterte und unversöhnliche Feind des faschi- ' stischen Italiens erwiesen hat. Die hartnäckigsten i Vorkämpfer der Wirtschaftssanktionen in Genf und ■ anderswo waren Juden-, die antifaschistische Hetze in der ganzen Welt wird von einem international» jüdischen Generalstab geleitet und von den jüdischen Geldmächten finanziert. Selbst die in Italien ansässigen „Ebrei" haben sich infolge ihrer Verfilzung mit dem Weltjudentum diesen faschistensemdlichen Einflüssen nicht ganz entziehen können. Die meisten von ihnen haben sich nur widerwillig mit der faschistischen Ordnung des Staats- und Volkslebens abgefunden; viele haben versucht, die faschistische Revolution aus angeborenem Schmarotzertrieb heraus zur eigenen Bereicherung auszubeuten. So ist die Ausgliederung der Juden aus dem faschistischen Staat nichts anderes als die Folge ihres eigenen Verhaltens, durch das sie sich freiwillig außerhalb der geistigen, politischen und wirtschaftlichen 3nter« essen des italienischen Volkes und damit bewußt außerhalb dieses Staates gestellt haben.
Trotzdem räumt der Faschismus den Juden nicht nur das Recht auf freie Ausübung ihres Kults und auf eigene Schulen ein, sondern gesteht ihnen bar» über hinaus eine Reihe in dem Gesetz ausdrücklich festgelegter Ausnahmen zu. Allerdings nicht ohne darauf aufmerksam zu machen, daß es ausschlie^nch von dem weiteren Perhalten der in- und ausländischen Juden selbst abhängen wird, ob diese Großmut, vor allem auch die Überlassung eines jüdischen Siedlungsraumes in Abessinien, in Zukunft einer Nachprüfung im Sinne einer Verschärfung der jetzt erlassenen Richtlinien unterzogen werden wird.
Noch harren Bestimmungen über die Regelung der Berufstätigkeit der Juden ihrer Veröffentlichung. Auch diese Maßnahmen werden lediglich bezwecken, den Anteil der Juden an den verschiedenen Berufen und Wirtschaftszweigen auf das ihrem Verhältnis zur Gesamtbevölkerung Italiens entsprechende Maß zurückschrauben, ihnen aber zugleich auch die Waffen zu entziehen, mit denen sie das italienische Volk schädigen und den faschistischen Staat von innen heraus bedrohen könnten. Bei dieser Gelegenheit werden wohl auch die jüdischen Spekulanten unschädlich gemacht werden, die, beispielsweise in Triest, seit Jahrzehnten unter dem Schutz ausländischer, meist südamerikanischer Paffe gefahrlos ihren „Geschäften" nachgehen konnten.
Bei dem Verbot bzw. der Genehmigungs- pflicht der Ehen zwischen Italienern und Ausländern, auch solcher arischer Raffe, ließ sich der Große Faschistenrat nicht nur von Erwägungen der Reinerhaltung des Blutes leiten, sondern er wollte den Italienern auch konflikte ersparen, die sich häufig aus Mischehen zwischen Angehörigen verschiedener Nationen ergeben und zu einer Schwächung des geJIo 11 erten nationalen Willens führen können. „Das faschistische Italien", so schrieb Gayda im halbamtlichen „Gwr- nale d'Italia", „ist in d-r harten Schule des Kampfes und der Isolierung groß geworden. Fast überall, auch bei den zivilisierten Volkern, ist es auf Feindschaft und Unverständnis gestoßen Darum muß es sich heute in einem rassischen Autarkie- willen, der die Garantie der Unabhängigkeit uno der Kraft seines Geistes ist, ebenso stärken wie m dem Willen zur Wirtschaftsautarkie, der Garantie seiner politischen Unabhängigkeit und militärischen Selbstgenügung." _
Daß die katholische Kirche die italienische Rassen-
Sm Gespräch mit Aeichsinnelimmister Dr. Frick. Karlsbad, 18. Okt. (DNB.) Dem Sonderberichterstatter des Deutschen Nachrichtenbüros machte Reichsinnenminister Dr. Frick Angaben über den verwaltungsmäßigen Aufbau des Sudetengebietes. „Der Neuaufbau der staatlichen Verwaltung im wiedergewonnenen Sudetenland ist eine ganz andere Ausgabe wie die Uebernahme der Verwaltung in der deutschen Ostmark. Dort haben wir eine zentrale Verwaltung in Wien mit einem geschlossenen Derwaltungsaufbau übernehmen können. Im Sudetenlande, abgesehen von den durch sudetendeutsche Volksgenossen geführten Gemeindeverwaltungen, ist gar nichts vorhanden. Das hat den einen Vorteil, daß wir hier alles von Grund auf modern organisieren werden und eine volksnahe Verwaltung aufbauen werden. Die Sudetendeutsche Partei wird bei einem Neuaufbau der staatlichen und gemeindlichen Verwaltung eine sehr wesentliche Aufgabe erfüllen, der die Reichsverwaltung in jeder Hinsicht Hilfsstellung leistet. Dadurch, daß in der Person Konrad Henleins das Amt des Reichskommif-
der Korporationen entsprechende Reform vorzubereiten und beauftragte ihn, konkrete Vorschläge für eine Neuordnung des mittleren Schulwesens, die mit dem Schuljahr 1939/40 in Kraft treten soll, zu unterbreiten.
Der Tag der italienischen Polizei.
Der Reichsführer ff
bei der Parade vor Mussolini.
kriegsmäßige Erziehung findet, die von dem Geist der Revolution der Schwarzhemden und von der geschichtlichen Mission des erneuerten römischen Imperiums erlangt wird. Der Große Rat stellte fest, daß die Partei in großem Umfange aus den Reihen d e r akademischen faschi- tischen Jugend geschöpft hat, um die Cadres der Organifation des Regimes aufzufüllen und damit eine ihrer Hauptaufgaben, die Vorbereitung der neuen Führerschicht zu erfüllen. Eine große Schar auf dem Boden der Partei erzogener Männer teilt heute im Zentrum wie an Der Peripherie mit den Aelteren in vollkommener Zielgemeinschaft die Ehren und die Verantwortung des Kommandos. Diese jungen Männer, denen der Große Rat des Faschismus seinen Gruß entbietet, haben den Beweis geliefert, durch Reife und Glauben des Vorrechtes würdig zu fein, das ihnen zuteil gworden ist, und das sie vor allem als eine Pflicht zur Erhaltung des Geistes der Revolution betrachten, damit die Zusammenschweißung zwischen
Die Welt atmete auf, als die Münchener 23er« ständigungsbotschaft die Kriegswolken verjagte und die Sudetenfrage bereinigt war. Mit Schaudern erkannten die Gegner, wie nahe man daran gewesen war, für eine reine Prozedurfrage in längst beschlossener Sache das Schwert zu ziehen, das im übrigen die „Böhmische Bastion" nicht hätte retten oder im Falle des Sieges über Deutschland nicht hätte wiederherstellen können. Brausender und einstimmiger Beifall hatte im Unterhaus Englands und in der französischen Öffentlichkeit, die Einladung des Führers nach München begrüßt. Danach konnte Europa demobilisieren.
Aber auf den Feiertag folgt der Alltag, und kaum war das glückliche Ergebnis hereingebracht, da er- hoben sich die ©egner Der 23erftänbigung, besonders in England, um das Geschehene und die ganze politische Wendung zu verurteilen, von „Kapitulation" und „Niederlage" zu sprechen, eine dunkle Zukunft zu prophezeien und ihrem tiefen Haß gegen den „Sieg der Diktaturen" Ausdruck zu geben. Premierminister Chamberlain selber bezeichnete das Erreichte als „nur einen ersten Sdjritt", die gemeinsame Erklärung mit Dem Führer als eine reine Willenskundgebung, unD Die Aufrüstung EnglanDs auch weiterhin als notroenbig, um „auf gleichem Fuße" Das FrieDenswerk förDern zu können. In Frankreich erschien Die nationale Zustimmung beDeutenD geschlossener, Das Bewußtem, eine verfehlte Politik in Europa beenbigen zu müssen, viel vertiefter. Was also hat sich geänDert, unD was bleibt zu erwarten?
Die Welt hat verstanDen, Daß Die Einkreisung DeutschlanDs auf seiner Ostseite Durch Versailler Konstruktionen ein EnDe gefunDen hat. Der tief in 'Böhmen eingeDrungene bolschewistische Einfluß wurDe in Dem FrieDenswerk völlig ausgeschaltet. Polen löste sich von westlicher Beratung unD folgte seinen eigenen Zielen, Ungarn erlangte seine Wehrund Bewegungsfreiheit. Ein etwa noch schwankendes und wirtschaftlich vom Westen umworbenes Rumänien ist nicht blind für die tatsächliche Machtlage, und Jugoslawien sieht seine Einstellung zum mitteleuropäischen Kraftzentrum und zur „Achse" ; gerechtfertigt. Damit vollzieht sich etwas, was Die Politik der westlichen Demokratien strategisch wie wirtschaftlich berührt. Wie Die enttäuschten Stimmen Der englischen Opposition verrieten, entzieht sich Das DeutschlanD Der Dierjahrespläne unD Der SüDostverbinDungen immer stärker Der Blockade- gefahr unD Damit Den Druckmitteln Der englischen Politik. GroßaDmiral LorD ChatfielD versicherte im Oberhaus, daß die britische Flotte in Dieser europäischen Ostfrage nichts hätte tun, höchstens dem „Angreifer" nachträglich Die Rationen kürzen können. Auch Diese Möglichkeit oerminDert sich noch weiter; im Westen aber verstärkte sich Der belgische unD Schweizer WiDerstand gegen jeben Ueberflug ober Durchmarsch, unb bie beutsche Grenze wächst an Festigkeit unb Tiefe, um nach Abolf Hitlers Ankünbigung jetzt auch bie letzten Lücken zu schließen.
Das, was nach Dem schönen Bekenntnis Duff Coopers schon 1914 zum Kriege führte, „Den wir nicht etwa wegen Serbien oDer Belgien geführt haben", Die Machtstellung DeutschlanDs im Herzen Europas, Die Der englische Gleichgewichtsgedanke nicht zulassen zu können glaubte, ist wiederherge- stellt. Diese Partei wünschte auch Diesmal Den Präventivkrieg, wieDer „nicht etwa wegen Der Tschechen", ihr Konzept wurDe Durch Den Fuhrerwillen von vier Staatsmännern oerDorben. Was hier also zu überroinDen ist, unD zwar in weiten Kreisen EnglanDs, wie Die Abstimmung unD Stimmenthaltung zeigte, ist eine strategisch-politische Vorstellung, Die Europa im Gleichgewicht — oDer in Atem — zu halten sucht, um England seine Schiedsstellung und Damit seine Bewegungsfreiheit zu erhalten. Die Politik Chamberlains scheint entschlossen. Die Tatsache Der Deutschen Stellung m Rechnung zu setzen. Da seine mehrfache Berührung mit Dem Führer ein persönliches Vertrauen be- grünDete, Das jene Reaktion unD jener Jmperialis- mus nicht empfinDen. Dazu kommt Die noch nicht behobene Sorge um Die Luftsicherheit EnglanDs,* Die Den nächsten Rüstungsabschnitt beherrschen wird.
Aber Die große englische Politik ist nicht allein strategisch bestimmt, fonDern Durch alle Jahrhunderte hindurch ebenso stark wirtschaftlich. Beide Richtungen fliehen zusammen in Der Mi11elmeerfrage. Das Problem Dieses Meeresteiles entsprang Daraus, Daß es aus einem reinen britisch- französischen Interessengebiet zum Begegnungsraum neuer Kräfte wurDe. Der Ausgleich mit Italien wurde gegen Den Widerstand der Edenschen Reaktion durch den Ostervertrag vom 16. April 1938 eingeleitet und wird vielleicht sckon in den nächsten Wochen perfekt, nachdem die spanische Frage bereits viel von ihrer Schärfe verloren hat. Im Mittelmeer geht es um die Sicherheit Der militärischen wie Der wirtschaftlichen DerbinDungen, um Die Erhaltung Der Machtstellung im Nahen Orient ebenso wie um etwas, was unter Dem Namen „S ü D o ft h i 1 f e" Dürftig verschleiert wurDe. Englisch-französisches Kapital bemühte sich um Die Türkei, um im östlichen Mittelmeer eine Front gegen Italien aufzubauen, um Griechenland, Jugoslawien, Rumänien unD jetzt auch Bulgarien aus ähnlichem GrunDe, vor allem aber, um Den SÜD« oftftaaten eine Stütze gegen ihre „Monopolisierung" Durch Den Deutschen Markt zu geben. Man mußte bereits Australien Die Weizenabnahme kürzen, um rumänischen Weizen abnehmen zu können, bei Konstanza im Schwarzen Meer baut EnglanD einen Kriegshafen, auf Den es Hoffnung fetzt. Ziel Der Anstrengung ist eine „Barriere" gegen DeutschlanDs SüDostlinie, strategisch wie wirtschaftlich. Aber Die Linien Dieser Politik führen im Mittelmeer
Rom, 18. DEL (DNB.) Mussolini hat anläßlich Des XIII. Jahrestages Der italienischen Polizei eine große ParaDe Der römischen Polizei- truppen auf Dem GelänDe von Vitta Glori abgenommen. Unter Den Ehrengästen befanDen sich Reichsführer ff unD Chef Der Deutschen Polizei, Himmler, ff-Obergruppenführer General Da- luege unD ^-Gruppenführer HeyDrich, sowie AborDnungen Der japanischen, polnischen, national» spanischen, jugoslawischen, ungarischen und albanischen Polizei. Der Reichsführer ff wohnte auch Den abschließenDen militärischen unD gymnastischen Vorführungen bei, mit Denen Die Polizeitruppen ein neues Zeugnis ihres AusbilDungsgraDes unD ihrer Leistungsfähigkeit ablegten. Der Deutschen Ab- orDnung rourDen von Der Menge besonDers herzliche SympathiekunDgebungen zuteil. Am AbenD nahm Der Reichsführer ff mit seiner Begleitung an einer vom Chef Der italienischen Polizei, Bocchim, veranstalteten AbenDtafel teil. Mittwoch vormittag finDet ein Besuch des Lidos von Rom statt. Dem sich ein Empfang Durch Den Gouverneur von Rom anschließt. Am AbenD gibt Staatssekretär GuiDi ein GalaDiner. Dann roirD Der Reichsführer ff sich als Gast des Chefs Der italienischen Polizei nach Benevent begeben. Am Donnerstag roirD Die Deutsche AborD- nung zusammen mit Den übrigen auslänDischen Delegationen nach Neapel fahren, roo sie bis Sonntag zu einer Reihe von Besichtigungen verweilen
Mailand, 18. Okt. (DNB.) Die Verhaftung jüdischer Antifaschisten, die von Triest und Florenz aus mit Rassegenossen i>m Auslände in Verbindung standen, gegen das faschistische Regime hetzten und kommunistische Zellen aufzuziehen versuchten, wirft ein grelles Schlaglicht auf die unterirdische Wühlarbeit, Die Die Juden auch in Italien gegen das Volk, bas ihnen freiwillig. " > . - _ , , ■ „ n r
Gastrecht a-währte, entfalten. Der in Triest «er- der turki che URmifterprafibent Celal Bayar haftete 30jährige Professor Colorni war DerIim Palast.


