Ausgabe 
19.7.1938
 
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ÄAz.-Wetibewerb auf der Schreibmaschine

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werden zahlreiche Vertreter dieses Faches aus dem Ausland erwartet. Die Tagung wird eine Reih« *40,

von Fachoorträgen und Besichtigungen bringen. & bis 5 :

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2. Fortsetzung.

(Nachdruck verboten!)

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(Fortsetzung folgt.')

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glättenden De­wares.

plin, Ordnung und Kameradschaft, in bester Weise beachtet wurde und daß die Jungen gut gelernt haben, auch Großfahrten zu unternehmen. Während im Vorjahre 300 bis 400 Jungen im Gau Hessen- Nassau auf Fahrt waren, wurden in diesem Som­mer allein aus dem Kreise Wetterau 700 Jungen auf Hessen-Nassau-, Nord-, Ost- Und Westmark- Fahrten geschickt. Auf die Frage an die Mann­schaft, wie es ihr im Lager gefallen habe, brauste ein einstimmigesPrima" über den Brandplatz. Der Bannführer sagte den Jungen, daß sie nun auch die letzten ihrer Kameraden für eine solche

erfolgen.

Eßt Seefisch auch im Sommer.

Standort. Er stellte mit _ , ,,

beim Antritt der Fahrt mitgegebene Parole: Diszi-

an nichts Schlimmes, und auf einmal hat's einen erwischt."

Heli Stoll fuhr sich mit einer gl

wegung über die dunkle Flut des Hi

In diesem Augenblick meldete die Flurglocke die Ankunft von Anton Kindlmann.

Toni erschien wie immer ohne Hut, in seinen alten, grau und weiß tarierten Breeches. Mit einer komisch feierlichen Gebärde trat er an die Couch, wo Heli sich niedergelassen hatte, und reichte ihr ein einziges, kümmerliches Veilchen.

Meine Hochachtung, liebe Heli!, bezaubernd siehst du wieder aus!"

Die schöne Blume!" sttahlte Heli und suchte das Veilchen irgendwo unterzubringenDu sollst dich doch meinetwegen nicht immer in solche Unkosten stürzen!"

Ich habe den letzten Rest meines Monats- Wechsels dafür ausgegeben!" gestand Toni freimütig ein.Ah, Heli, wenn - man dich so anschaut, dann--"

Erspar dir den Schmus, alter Knabe!" grollte Peter.Eine geschlagene Stunde haben wir mit dem Essen auf dich gewartet."

Toni Kindlmann schickte einen Seufzer zur Zim­merdecke, der alles ausdrücken sollte, was ihm zu sagen verwehrt war.(Ein gräßlicher Mensch, dieser

Die diesjährige Tagung der Deutschen Orthopa. dischen Gesellschaft wird unter Leitung des Direk. tors der Orthopädischen Klinik in Gießen, Prof. Dr. Pitzen, in der Zeit vom 2. bis 5. Oktober in Gießen stattfinden. Zu der Tagung werden viele Orthopäden aus dem ganzen Reich kommen, ferner

In den, bch Glichen Pläne Ji fohd vereitelt 1

Vornotizen.

Tageskalender für Dienstag.

Gloria-Palast (Seltersweg):Mazurka".

Deutsche Orthopäden-Tagung in Gießen.

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Ortswaltung Gießen-Ost.

Die Deutsche ArbeitsfroM, Ortswaltung Gießen- Ost: Die Diensträume der Ortswaltung befinden sich ab sofort Gießen, Licher Straße 19 pari. Dienst­stunden wie seither: Dienstags und Freitags von 20 bis 22 Uhr. ' 4803D

4.

Wenn in der Folge von Herrn Haffelschwert zuweilen die Rede sein wird, dann ist damit der­selbe Haffelschwert gemeint, von dessen Erzeug­nissen der allgemein bekannte' finnige Spruch kündet:

Hört zu, der Rat ist Goldeswert,

Nehmt Kaugummi von Haffelschwert!"

Allem Anschein nach ein höchst bedeutsames Un­ternehmen? Keineswegs! Zwar war auf dem Briefbogen der Firma ein riesiges Gebäude mit einem gigantisch qualmenden Schornstein zu sehen, doch Hasselschwert hatte in dem abgebildeten Haus nur ein paar kleine 'Nebenräume inne, und auch der schöne Schornstein hatte nichts mit Kaugummi zu schaffen, sondern gehörte zur Kesselanlage der Grundstückseigentümerin, einer Farbenfabrik.

In diesem kleinen, aber lebenswichtigen Unter­nehmen denn wer hielte es nicht für notwendig, Haffelfchwerts Kaugummi zu gebrauchen?, i.n diesem Unternehmen also hatte '-Gisela Mertens die Ehre, ihre Arbeitskraft entfalten, zu dürfen.

Herr Guido Haffelschwert selbst jedenfalls glaubte, daß er unverdiente Ehren an denjenigen verschenkte, dem er den Vorzug einräumte, in feinem Betrieb arbeiten zu dürfen.

3000 Teilnehmer im Gau Hessen-Nassau. Gießen mit in der Liste der besten Arbeiten.

Gesamtzahl der brauchbaren Arbeiten 1769 = 59,53 0. H.:

unbrauchbare Arbeiten 1203 = 40,47 v. H.

b) Aufgabe 2: Schnellschreiben, Anzahl

Zwei hinter Gisela.

Roman Dor! Hans Hirthammer.

Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa.

Frisch und fioh zurück.

Hitler-Jungen des Bannes 116 wieder in der Heimat.

Neben Fräulein Mertens nahm an diesem Be­trieb teil eine gewisse Babett Hinterhuber aus Har­laching bei München. Sie lebte seit zwanzig Jahren in Berlin, ohne ihre rauhe Muttersprache mit dem wohlklingenden Dialekt der Reichshailptstadt zu vcr- überzeugender Beweis) daß fie Mut

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1933 T5 §

Aufgabe 1: Briefdarstellung:

Anzahl der Arbeiten mit Note 1 = 252

Anzahl der Arbeiten mit Note 2 = 623

Anzahl der Arbeiten mit Note 3 = 894.

ZdR. Der mit zunehmender Entfernung von der Meeresküste sinkende Verbrauch von Seefischen mag früher einmal seine Berechtigung gehabt haben, als in den Anfängen der Fischwirtschaft die Güte der Seefische im Sommer z. B. nicht immer nach Wunsch gewesen ist. Heute liegen die Dinge wesent- |1WI Vl,w|..o- - . lich anders: die Seefische werden aus den neuzeitlich Aussen hat, trero1 eingerichteten Fischdampfern gleich nach dem Fang s! Lin Unwesen. D auf das sorgfältigste behandelt und gekühlt. Der- ! i^her, er hat sich laden wird in der warmen Jahreszett nur in der .. ; 1 Lv

NSG. Einen großen Erfolg brachte der erste Leistungswettbewerb der Deutschen Arbeitsfront auf der Schreibmaschine, der am 19. Juni, 26. Juni und 3. Juli überbetrieblich durchgeführt wurde. Allein im Gau Hessen-Nassau brachte er eine Be­teiligung von rund 3000 Maschinenschreiben!.

In rund 35 Betrieben (geschossene Gruppen in betriebseigenen Räumen) wurde der Wettbewerb zur Durchführung gebracht. Hierbei wurden allein über 70 v. H. der Teilnehmer des gesamten Wett­bewerbs erfaßt.

Nach mühevoller Arbeit der in den Kreisaebieten und -orten eingesetzten Wettkampfausschüsse liegt jetzt aus dem Gau Hessen-Nassau das Ergebnis vor. Aus ihm ist klar ersichtlich, welche gewaltige Arbeit in den letzten Wochen von der Deutschen Arbeits­front, Abteilung für Berufserziehung und Betriebs­führung, und den von dieser Abteilung eingesetzten Prüfern, Wertem und Mitarbeitern geleistet wurde. Die Mitarbeit der Deutschen Stenographenschast bei der Durchführung des Wettbewerbs verdient An­erkennung.

In den einzelnen Arbeitsgebieten war folgende Beteiligung zu verzeichnen: Frankfurt a. M. 1328, Darmstadt 243, Gießen 58, Hanau 178. Lim­burg 65, Mainz 204, Offenbach a. M. 118, Wetz­lar 96, Wiesbaden 412, Worms 270.

Es wurden abgegeben:

Was du nicht sagst!" höhnte der Mann, der im zweiten Sessel Zuflucht gefunden hatte.Außerdem war es ein feiger Ueberfall von hinten. Pfui!"

Und deine abscheulichen Scherze? Mein ganzes Zimmer ist verpestet. Du wirst noch einmal mein junges Leden auf dem Gewissen haben."

Unsinn! Es war nur ein kleiner Versuch. Mein Helikindchen wird.sich noch nicht erschreckt haben?" Verwahrloster Bengel!" gab sie zurück, und dann mußten sie alle beide lachen.

Eigentlich habe ich mich auf ein nettes kleines Vesperbrot gefreut!" begann Peter Stoll nach einer Weile. In seine Augen trat ein sehnsüchtiger Glanz.

Auch das noch? Aushungern sollte man dich! Bei Wasser und Brot sollte man dich dein frevel­haftes Dasein fristen lassen!"

Peter machte eine angstvolle Bewegung.Das ist nicht dein Ernst, Liebling! Willst du einen Brudermord auf dein Gewissen laden?"

Heli verzog geringschätzig das Gesicht. Dann, als koste es sie eine große lleberminbung, stand sie mit einem Seufzer auf und zog sich in die Küche zurück.

Richte auch für Toni ein paar Bissen her!" rief ihr Peter nach.Er wollte heute heraufkommen."

Als Heli nach einer knappen Viertelstunde wieder Erschien, beladen mit einem Tablett, das mit allerlei Herrlichkeiten beladen war, wurde sie von ihrem Bruder mit einem lauten Freudengeheul begrüßt. Vorläufig scheinst du deine Drohung noch nicht ver­wirklichen zu wollen!" rief er mit einem wohl­gefälligen Blick auf die belegten Brote, die auf einem Teller geschmackvoll angerichtet waren.

Nur wegen Toni!" dämpfte Heli seine Be­geisterung.

Aha!" höhnte er.Und dein luftiges Kostüm- chen? Auch bloß wegen Toni, wie?"

Heli hatte sich umgezogen. Sie trug einen Haus- anzug, lange Holen und dazu eine schwarzseidene Jacke mit beigefarbenen Aufschlägen.Unsinn!" sagte sie und stellte das Tablett auf den Rauchtisch. Man wird es sich bei der Hitze doch wohl in den eigenen vier Wänden bequem machen dürfen."

Peters Schwester mochte fünfundzwanzig Jahre

Peter!" begann 'er zu hetzen.Mich wundert es, meine liebe Heli, daß du es fertig bringst, mit ihm zusammenzuleben."

Man gewöhnt sich an alles'" sagte sie und be­gann, den Tee einzugießen.

Toni Kindlmann war ein Schulkamerad von Peter und trieb sich seit wer weiß wie vielen Semestern auf der Universität herum. Es war der ausdrückliche und unerbittliche Wille feines Vaters, daß Toni sich mit den Geheimnissen der Juristerei auf das innigste befreunden sollte, um später einmal das väterliche Büro in Breslau übernehmen zu können.

Der gute Toni verzehrte auch treu und brav die pünktlich eintreffenden väterlichen Gelder zog es aber im übrigen vor, sich selbst und seinen Professoren möglichst wenig Aerger zu bereiten und sich mehr mit den Dingen zu beschäftigen, die Freude machten. Er trieb philosophische und kultur­geschichtliche Studien und hatte es darin bereits zu ansehnlichen Erfolgen gebracht. Seine geschliffe­nen, scharf pointierten Abhandlungen begannen Beachtung zu finden.

Vor allem aber war er der beste Kamerad, den man sich denken konnte. Für Peter ging er durch dick und dünn, und wenn ihn fein Vater nicht allzu knapp gehalten hätte, dann würde er ohne Bedenken die Arbeit des Freundes mit allen Mit­teln unterstützt und gefördert haben.

Auch jetzt wieder begann sich das Gespräch um die Schwierigkeiten zu drehen, mit denen Peter zu kämpfen hatte,

Die Laborversuche klappen vorzüglich!" gestand Peter.Ich halte es für ausgeschlossen, daß mir ein Fehler unterlaufen sein könnte. Nun müßte man eben die Mittel haben, um die Arbeit auf breiterer Grundlage weiterführen zu können."

Verdammt, man müßte doch jemand sinden können, der für die Sache Interesse hat. Dein syn­thetisches Petroleum, aus billigen, einheimischen Stoffen hergestellt, das ist doch eine Sache, die sich sehen lassen kann. Geradezu umwälzend! Gib doch mal eine Anzeige in der Zeitung auf!"

Heli schlang ihre Hande um das hochgezogene Knie.Genau dasselbe, was ich ihm heute früh vorgeschlagen habe! Es sollte mich wirklich wun­dern, Peter, wenn bu damit keinen Erfolg hättest. Versuchen können wir es jedenfalls!"

Peter zuckte die Schultern. Er schien nicht sehr zuversichtlich zu sein. Na ja, wenn ihr glaubt! Schlimmstenfalls sind ein paar Mark zum Teufel!" Richtig!" stimmte Toni zu.Aber warum soll der Versuch erfolglos sein? Wer weiß, vielleicht

Am gestrigen Montagnachmittag - sind unsere Hitlerjungen des Bannes 116 frisch und munter von der Hessen-Nassau-Fahrt nach Gießen zurück- gekehrt.

Schon vor dem Eintreffen der Fahrtengruppen in Limburg begegneten ihnen die Pimpfe unseres Jungbannes. Die heimkehrenden Hitlerjungen gaben alserfahrene Männer" den jüngeren Kameraden noch manche Ratschläge und gute Winke mit auf den Weg. Unsere Pimpfe berühren auf ihrer Fahrt fast alle die Orte wieder, in denen auch die Hitler­jungen im Quartier lagen.

Kurz vor 17 Uhr lief der Sönderzua, von Lim­burg kommend, mit unseren Hessen-Nassau-Fahrern in, Meßen ein. Bannführer Rohrbach empfing seine Hitlerjungen auf dem Bahnsteig, und er war sichtlich erfreut über die ausgezeichnete Stimmung, die alle Fahrtenteilnehmer bei ihrer Ankunft be­herrschte.

Die frischen Lieder bei dem flotten Marsch durch die Straßen der Stadt lockten viele Gießener auf die Straße.

Auf dem Brandplatz trat alles noch einmal in offenem Viereck an. Zur Verabschiedung waren Kreisleiter Backhaus, Bannführer Rohrbach und Vertreter der ff erschienen.

Fahrt begeistern möchten, damit alle, die im Som­mer nicht fort waren, dann auf die Winterfahrt gehen.

Kreisleiter Backhaus begrüßte die jungen Kameraden und sagte ihnen, daß er am Morgen die Pimpfe zur Hessen-Nassau-Fahrt verabschiedet habe. Er sprach in freudiger Weise darüber, wie die Pimpfe sich mustergültig betragen haben und wie sie genau so, wie die Hitlerjungen jetzt, mit einem frisch gelungenen Lied zur Bahn marschiert sind. Das große Erlebnis von einigen Wander­tagen durch den schönen Hessen-Nassau-Gau 'und die Kameradschaft, die sie dabei ganz anders als zu Hause empfinden konnten, formten den jungen Menschen ganz anders, und was er dabei gelernt, könne er bei der Winterarbeit praktisch verwerten. Solche Fahrten, so sagte der Kreisleiter, sollen euren Blick weiten. Sie sollen euch andere Ortschaften zeigen, mit anderen Menschen bekannt machen und sie euch bei der Arbeit näher bringen. Wenn ihr erst einmal hinaus über die Grenzen gehen dürft, in befreundete Länder, wie z. B. Italien, bann wird das Erlebnis ein noch viel stärkeres fein. Die Fahrten sollen dazu - dienen, daß ihr die großen Dinge erkennt, damit das Volk sich nie wieder in Kleinigkeiten verliert, so daß andere Völker ihm schaden könnten. Ihr seid der Garant des Volkes, sorgt dafür, daß nicht nur das Fundament fest­gefügt ist, sondern daß die kommenden Geschlechter unser Werk fortsetzen. Deshalb hat die Partei großes Interesse daran, daß die Hitler-Jugend in Ordnung ist. Wir wollen ihr dabei gerne helfen, damit sie sich vorbereitet auf die großen Aufgaben, die sie einstmals übernehmen soll. In diesem Sinne ermunterte der Kreisleiter die Jugend zu frisch auf­genommener Kleinarbeit im Dienste der Gemein­schaft und wünschte ihr noch einige schöne Ferien­tage und eine gute Aufnahme zu Hause bei den Eltern.

Mit dem Gruß und Dank an den Führer und dem gemeinsam gelungenen Lied der HI. klang der Schlußappell aus.

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zählen. Sie war groß, hatte einen schlanken, sport­lich durchgebildeten Körper, schwarzes Haar, schwarze Augen und ein reizvolles, edel geformtes, von Luft und Sonne gebräuntes Gesicht.

Wenn Toni nicht bald kommt, werden wir ohne ihn essen. Meinst du nicht, Peterlein?"

Peter, der sich faul auf die Couch gestreckt hatte, ließ die Beine baumeln.Er muß jeden Augenblick hier fein. Uebrigens im Ernst, Mädel so reizend du in deinem Hausanzug aussiehst aber ich meine, man sollte Tonis Gleichgültigkeit gegen weib­liche Reize nicht auf eine allzu harte Probe stellen."

Heli machte ein paar übermütige Tanzschritte. Fürchtest du für seine Unschuld, Peterlein? Ein unvorstellbarer Gedanke, sich Toni im Zustand be­schleunigter Herztätigkeit vorzustellen!"

Spiele nicht mit dem Feuer,, mein Liebling!" Es scheint mir eher, daß unser Freund ein stilles Wässerlein ist, in dessen Tiefen es verdächtig brodeln und schäumen mag!"

Du jagst mir ja ordentlich Angst ein!" lachte Heli, während sie die elektrische Teemaschine an die Stromleitung schloß.Immerhin wir wollen es darauf ankommen lassen!"

Peter erhob sich stöhnend.Du, mit solchen Sachen ist nicht zu spaßen. Man lebt dahin, denkt

kühlen Nacht. Aber auch die Reichsbahn stellt sich in vorbildlicher Weise in den Dienst einer schnellen und einwandfreien Beförderung der frisch gelang ten Seefische. Die Kühlwagen der Reichsbahn sind das Modernste, was es auf diesem Gebiet über­haupt gibt. Sie sind auch für erhöhte Geschwindig­keiten gebaut, können somit jedem Eil- und Schnell- zug angehängt, werden, so daß der Fisch in der kürzestmöglichen Zett auf den Tisch des Verbrau­chers kommt.

Man sieht also, daß alles nur Erdenkliche getan wird, um die wertvolle Fischnahrung überall zur wirklichen Volksnahrung zu machen. Was würden aber alle diese Mühen und modernen Einrichtungen nützen, wenn sich die deutsche Hausfrau nicht von einem aus vergangenen Tagen stammenden Vor­urteil befreien wollte? Die kluge und wirtschaft!^ denkende Hausfrau läßt sich nicht bereden, sie über­zeugt sich selbst. Und so sollen es auch alle anderen Hausfrauen machen. Es wird dann auch im Som­mer keine von ihnen mehr auf die billige Fifchnah- rung verzichten wollen. Und damit erst erfüllen die mit großen Kosten erstellten Einrichtungen ihren Zweck: dem Seesisch jenen Platz in der Volksernah- rung zu sichern, der ihm seinem Wert entsprechend gebührt.

Gießener IBodjenmarffpreife.

* Gießen, 19. Juli. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Feine Molkereibutter, % kg, 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück, 4 bis 9, Eier, deutsche,

findest du auf diese Weise jemand, der deinen Pla­nen zum Erfolg verhilft!"

Hoffen wir das beste!" lachte Peter nicht ohne Spott und schlug dem Freund auf die Schulter. Wir werden die ganze Welt mit unserem Petro­leum überschwemmen."

Machen wir, mein Junge! Was aber tun wir jetzt? Ich schlage vor, ins Kino zu gehen!" Er schleuderte ein Geldstück in die Lust und fing es geschickt wieder auf.Hier, das reicht gerade für uns drei."

Seht nur den Gauner!" schalt Heli.Und vor« hin sagte er, daß mein armes Veilchen ihn an den Bettelstab gebracht habe!"

Dies Geld habe ich zu meinem eigenen Er­staunen soeben in meiner linken Westentasche ge­funden."

brauchbaren - Arbeit mit einer Reinanschlagszahl in der Minute bis 120 Anschläge 150, von 121 bis 150 Anschläge 161, von 151 bis 180 Anschläge 220, von 181 bis 210 Anschläge 256, von 211 bis 240 Anschläge 198, von 241 bis 270 Anschläge 143, von 271 bis 300 Anschläge 107, von 301 und mehr An­schläge 60.

Gesamtzahl der brauchbaren Arbeiten 1295

= 43,58 o. H.:

unbrauchbare Arbeiten 1677 -- 56,42 v. H.

Bei den besten Arbeiten im Gau Hessen-Nassau befinden sich auch die Leistungen der folgenden Wettkampfteilnehmer aus Gießen: Erwin H o - reyeck, Gießen, Kirchstraße 12 (Note 3), An­schlagszahl 280); Elfriede Bock, Gießen, Friedens- straße 20 (Note 3, Anschlagszahl 240).

Das Ergebnis des ersten Leistungswettbewerbs der Deutschen Arbeitsfront auf J>er Schreibmaschine hat einen Ueberblick über den Leistungsstand der Maschinenschreiber und -schreiberinnen gebracht. Es wurden wesentliche Erfahrungen gesammelt und vor allen Dingen sestgestellt, daß heute noch 90 v. H. aller MaschinenschreiberTipper" sind. Auf Grund dieses Ergebnisses wird die weitere Arbeit angesetzt und besondere .UmschulungslehrgängeVom Tip­pen zum Zehnsinger-Blindschreiben" eingerichtet.

Nach einem frisch gesungenen Liede begrüßte ch die Jungens wieder im Freuden fest, daß die ihnen

Aus der Stadt Gießen.

Blaue Waldglockendlume

Kleines Sommerbilb aus den heimatlichen Bergen.

Der Eichwald hat manche lichte Stelle. Da blüht die große blaue Waldglockenblume. Mitten zwischen Steinen und blassem Gras wächst ihr runder, ast­loser Stengel oft bis zu 1 Meter hoch empor. Man meint, er hätte sich ans Licht geschraubt; wie ge­drehte Sehnen oder eine starke Saite sieht der Stengel aus. Doch müßte es schon eine gewaltige Geige sein, auf der es sich mit einem so dicken Klangband spielen ließe.

Campanula persicifolia schreibt die Botanik, d. h. Pfirsichblättrige. Der Volksmund unserer Landschaft nennt sie bescheiden Waldglockenblume. Ihre Blätter sitzen unregelmäßig am Stengel. Die unteren sind mehr länglich keilförmig, verhältnismäßig klein und gefügt, die oberen dagegen sind lanzettlich, ein wenig stengelumsassend und tragen in der Mitte bis in die seine Spitze hinein die für das Pfirsichblatt kennzeichnende starke Längsader. Die zwei bis fünf Blüten hängen in einseitigen Trauben kurzgestielt in Blattwinkeln am oberen Stengelende.

Diese großen blauen Waldglocken sind wunder­same Gebilde. Ich erinnere mich, wie ich als Wan­derjunge die erste gesehen habe. In der Schule hatten wir sie besprochen, und ich erkannte sie sofort. Leblang bin ich meinem Lehrer dankbar dafür, wie fein er es verstanden hat, uns Stadtkinder mit den Formen der natürlichen Welt bekanntzumachen, ist sie in ihrem Erfindungsreichtum doch die nie enttäuschende Freudenquelle.

Ich weiß noch, wie ich vor der Blume meder- fniete, sie andächtig betrachtend, und glaubte, ich hätte ein Gebilde aus echtem ägyptischen Papyrus gefunden. Die Glocke ist beinahe halbkugelig. Ihr Rand ist in fünf zarten Bögen ausgezogen. Sie biegt ihn sanft nach außen. Die schmalen Blättchen des tief eingekerbten fünfzähligen Kelches sind an der Haube befestigt wie ein Rad. Jeweils aus dem Speichenwinkel kommt eine Naht, läuft längs über das lange Feld und endigt in einer Spitze der Rand­bögen. Außen ist die Glocke wohl zum Schutz gegen Nässe mit einem glänzenden Hellen Lack überzogen, während innen das puderzarte Hellblau matt bleibt. Aus der Glocke hängt der kräftige gelb­grüne Stempel, der Schwengel, dessen Klöppel drei­gespalten ist. Die fünf Staubblätter hängen verwelkt am Glockengrunde. Sie haben mit, ihrem Staube den haarigen Griffel eingepudert, an dem die Bie­nen vorüber müssen; denn der Honig sitzt in einem glänzenden Ring am Glockengrunde. Bleiben etwa durch anhaltenden Regen Insekten fern, jo krümmen sich die Narbenäste spiralig und stoßen zur Selbstbestäubung an die Griffelbürste, an der die Pollenkörnchen hängen. Ein Notbehelf. Selt­sames, geheimnisvolles Blütenleben. Die Spitzen­blüten hängen bereits zerknittert und verwelkt in ihren Kelchen, wenn die unteren ihre blaue Glocken­pracht entfalten.

Die Glockenblume hat bei uns viele Verwandte, jo die häufige, zahlreicher, aber wesentlich kleiner blühende rundblättrige, die auf Felsen und altem ' Burgqemäuer vorkommende nesselblättrige und die an Wegrainen stehende violette pfriemzipfelige, die Ludwig Richter seinen Märchenfrauen und Madon­nen in die Hand gibt.

Doch keine von diesen Arten ist so andächtig schön wie die Waldglocke, von der sicher auch die in den Garten hereingenommene großblumige Marienglocke stammt, die als wesentlicher Bestand­teil zum vollbunten Hinterländer oder Schwälmer Bauernstrauß gehört sowie für die Volkskunst ein beliebtes Motiv geworden ist.

August Straub.

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Ilichtarische Haus- und Grundstücks Verwalter onmelden.

NSG. Durch Gesetz vom 6. Juli 1938 ist ab 'L|[bere .«"bei 1. Januar 1939 auch dis Haus- und Grundstücks. ! n6[i, to®' $ Verwaltung durch Nichtarier untersagt. Die Deutsche iLr und v ögr Arbeitsfront, Gaufachgruppe Haus- und Grund- das M r fll stückswesen, Frankfurt a. M., Bürgerstraße 69/77, ^elpaar ( ersucht daher um umgehende Vorlage spätestens > Je Liebkgl""^ > aber bis 1. August 1938 sämtlicher Hausner- $dier ® walteroerträge und sonstWer Abmachungen, soweit die Hausverwaltung durch Nichtarier erfolgt Diese Fjt Seit 25 3°?* Meldungen haben auch solche nichtarische Hausver- R.uen Walter zu erstatten, die am 1. April 1938 Haus- Lhxrhoch^l a Verwaltungen ausgeübt haben und diese aufgegeben I V haben oder aufgeben. 1, itoH3e .$v.

Die Vorlage der oben erwähnten Unterlagen hat L; schritt m DE bei der DAF., Gaufachgruppe Haus- und Grund- ffroftW1 r stückswesen, Frankfurt a. M., Bürgerstraße 69/77, [ $unb 8. Stock, Zimmer 16, während der Sprechstunden | """"

Montags und Freitags von 13.30 bis 16 Uhr oder Mittwochs von 9 bis 12 Uhr zu erfolgen.

Soweit nichtarische Hausverwaltungen außerhalb des Kreisgebietes Frankfurt a. M. ausgeübt wer­den, haben die Meldungen auf den jeweiligen Dienststellen der Fachgruppe Haus- und Grund- stückswesen bei den Kreiswaltungen der DAF. zu