Weichenbolzen gelöst und die Weiche falsch gestellt worden. Die Polizei hat bereits einen ehemaligen Eisenbahnarmestellten verhaftet, der unter dem dringenden Verdacht steht, der Urheber des Unglücks zu sein. Es handelt sich um einen Franzosen, der vor kurzem wegen Untauglichkeit aus dem Bahndienst entlassen worden war.
Jüdische Betrüger in Polen unschädlich gemacht.
Die drei jüdischen Großkaufleute Haskelberg, Schreiber und F u s e r k o wurden als Staats- schäülinge in das polnische Jsolierungslager von Be- resa-Kartuska gebracht. Die Juden hatten unter der Firma „Polnische Uebersee-Exportgesellschaft" jahrelang polnischen Zucker nach Holländisch-Jndien und Brasilien ausgeführt und sich dafür von den zustän-
Dom Infanterie-Regiment 116 in Gießen wird uns geschrieben:
Kein Volk der Welt besitzt eine Armee von so tiefgehendem erzieherischem Einfluß auf seine Soldaten, wie das deutsche Volk sie sein eigen nennen darf. Die Schulung der eisernen Disziplin, der Pflichterfüllung bis zum Aeußersten, der Kameradschaft bildet höchste moralische Werte, ohne die das deutsche Volk niemals leben kann. Der Führer schreibt darüber:
„Das Heer war die gewaltig st e Schule der deutschen Nation, und nicht umsonst richtete sich der Haß aller Feinde gerade gegen diesen Schirm der nationalen Selbsterhaltung und Freiheit. Kein herrlicheres Denkmal kann dieser einzigen Einrichtung ae- schenkt werden als die Feststellung der Wahrheit, daß sie von allen Minderwertigen verleumdet, gehaßt, bekämpft, aber auch gefürchtet wurde. Was das deutsche Volk dem Heere verdankt, läßt sich kurz zusammenfassen in ein Wort, nämlich: Alles!"
Seit Generationen ist auch unser 116er Regiment ein Teil „dieser g e w a l t i g st e n Schule der deutschen Nation". Urgroßväter kämpften an der Loire und Rhone, der Beresina, am Adriatischen Meer, der Nord- und Ostsee, Großväter im Krieg 1870/71 bei Vionville, Mars- la-Tour, in der Schlacht bei Graoelotte-St. Privat, in der Schlacht bei Noiseville, in der Schlacht bei Orleans, im Gefecht bei Bonny und bei Briare. Väter und Söhne kämpften im größten aller Kriege. In 43 Friedensjahren wurden sie ausgebildet. Gekräftigt an Geist und Körper kehrten sie in ihre Heimatstädte und Dörfer zurück.
Mit der besten Armee der Welt zogen sie 1914
digen Stellen in Warschau die als Exportprämie vorgesehenen Zollvergünstigungen für den Großimport von Tee und Kaffe aus diesen Ländern gewähren lassen. In Wirklichkeit verschickte aber die Polnische Exportgesellschaft, wie im Hafen von Batavia festgestellt wurde, statt Zucker gewöhnlichen Weichselsand. Lediglich unter den Kistendeckeln war eine düne Schicht des deklarierten polnischen Zuckers aufgelegt. Da die Juden nicht nur den polnischen Staat um zweifellos riesige Summen, deren Höhe noch nicht genau festgestellt werden konnte, betrogen, sondern auch den polnischen Export in Mißkredit gebracht haben, ordnete das Innenministerium die sofortige Ueberführung der Staatsschädlinge in das Jsolierungslager an.
ins Feld. Unvergängliche Lorbeeren haben sie an ihre Fahnen geheftet. Namen wie: Anloy, Verdun, Carnoy, Solesmes, Le Quesnoy, Bouchavesnes, Maurupt, Beaurain, Somme, Hargicourt werden in der Geschichte des Regiments unvergessen bleiben.
„Soldat ist man nicht auf Zeit, sondern für das Leben."
Ob nun aktiver Soldat, Reserve-, Landwehroder Landsturmmann, ob politischer Soldat des Führers, SA-., ff» oder NSKK.-Mann, rein äußerlich tragen sie verschiedene Abzeichen — inner- l i ch aber haben alle dasselbe — d i e soldatische Haltung — dasselbe Abzeichen, das keinen Unterschied kennt: das Soldaten- herz.
Soldatisches Deutschland! Nichts kann das Soldatenherz mehr erfreuen, als daß feine Anschauungen nun durch die gewaltige Tat des Führers Allgemeingut des ganzen Volkes geworden sind.
In dieser Freude werden die Massen der deutschen Männer des kampferprobten Regiments in wenigen Wochen am 18. bis 2 0. Juni in Gießen aufmarschieren, um in Verbundenheit mit der Gießener Bevölkerung die 1 25-Jahr- feier des In f a n t e ri e - R e gi m e n t s 116 festlich zu begehen.
„Volk, Partei und Wehrmacht — eine unlösbare, verschworene Gemeinschaft!"
Bei dem fröhlichen Kameradschaftsabend am 18. Juni werden alte Erinnerungen wach und gemeinsame Erlebnisse ausgetauscht werden. Großkampfstunden kameradschaftlicher Freude!
Der Kommandierende General des IX. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis IX, General der Artillerie Dollmann, hat
sein Erscheinen bereits zugesagt. Auch Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger wird, wie wir unseren Lesern bereits mitteilten, kommen.
Also Losungswort für den 18. bis 2 0. Juni: „Auf zum Regimentsappell nach Gießen!"
Meldet euch noch heute beim Infanterie- Regiment 116, bei der Kameradschaft ehemaliger 116er, dem Kyffhäuser- oder Soldatenbund oder bei euerem Bürgermeister an.
Oie Straßenbauarbeiten am Bahnhof in £id>.
D L i ch, 18. April. Anfang dieses Monats wurde mit den sehr umfangreichen Straßenbauarbeiten in der Bahnhofstraße begonnen. Sie erwiesen sich als unbedingt notwendig, nachdem vor einigen Jahren größere Kanalisationsarbeiten die Straßendecke stark mitgenommen hatten und die Straße einen immer größer werdenden Verkehr aufzuweisen hat.
Mit Hilfe der Straßendampfwalze wurde die alte Straßendecke aufgerissen und wieder neu eingedeckt. Hydranten müssen versetzt werden und Kanalschächte in den Rand des Bürgersteiges eingebaut werden. Die Straßendecke wird mit Beton fest eingestampft und erhält Kleinpflasterung. Der Zufahrtsweg zum Bahnhof, zum Teil chaussiert und mit Splitt beworfen, zum letzten Teil mit Kleinpflaster eingedeckt, ist schon fertiggestellt und kann benutzt werden. An der etwas tiefer gelegenen Bahnhofstraße sind gegenwärtig sehr viele Arbeitskräfte tätig. Etwa 100 Meter der Straße sind bereits gepflastert. Von dem großen Ausmaße der ganzen Arbeit zeugt der Umstand, daß rund 20 000 Zentner Pflastersteine benötigt werden.
Die Bürgersteige -zu beiden Seiten der Straße werden erhöht und erhalten Plattenbelag. Die Anlieger (wie man erfährt, bis auf einen) haben das zum Bürgersteig notwendige Gelände zur Verfügung gestellt. Sie sollen zu der Kostenaufbringung für den ^Bürgersteig herangezogen werden. Den Anliegern entstehen aber selbst sehr recht beträchtliche Kosten durch Herstellung einer sauberen Umzäunung ihrer Grundstücke, soweit dies nicht schon geschehen ist. Sie belaufen sich bei einzelnen auf mehrere hundert Mark.
Der Fußgängersteig zum Staatsbahnhof trennt die Bahnhofstraße und den Zufahrtsweg zum Bahnhof. Die Randsteine liegen schon. Ebenso ist der noch herzustellende Grünlandstreifen bereits mit Randsteinen eingefaßt. Er besitzt nach der Stadt zu eine Breite von 4,50 Meter, nach dem Bahnhof zu fast das Doppelte.
Sämtliche Arbeiten sollen so beschleunigt werden, daß mit der Fertigstellung der Straße und den Zieranlagen bis zum 100. Stiftungsfest der Sängeroereinigung „Cacilia" an Pfingsten gerechnet werden kann.
l2S-lahr-Feier - Großkampftage kameradschaftlicher Freude.
Auch die am Bahnhof in die Bahnhofstraße ein» mündende Ringstraße soll ebenfalls hergestellt werden, soweit dies im Interesse der neuen Anlieger notwendig geworden ist. Wenn nun noch das Denkmal des großen Sohnes unserer Stadt, des Komponisten Heinrich N e e b, das vor der neuen Post seine Aufstellung findet, fertig ist, und alle Aufräumungsarbeiten in der Bahnhofstraße bis zum Stadteingang hinein beendet fein werden, so wird der Eindruck, den der Besucher unserer Stadt bei seinem Eintritt empfängt, der denkbar günstigste fein.
Oie Wormser Börse judenfrei.
LPD. Worms, 18. April. Seit einer Woche ist der Getreidegroßmarkt Worms (Wormser Börsenverein E. D.) judenfrei. „Juden nicht erwünscht!" Dieses Schild hat auch hier seine Wirkung getan.
Wetterbericht
Im Bereich der außerordentlich mächtigen arktischen Luftmassen, die inzwischen bis zum Mittelmeer vorgedrungen sind, kam es bei uns am Montag zu Schneeschauern. Die Nacht zum Dienstag brachte wieder verbreitete Nachfröste, die teilweise — 6 Grad erreichten. Im Mittel liegen die Temperaturen etwa 6 Grad unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt. Von Norden her vordringende mildere Meeresluft brachte am Dienstagmorgen verbreitete Niederschläge. Die Witterung bleibt auch weiterhin meist unbeständig und für die Jahreszeit zu kalt.
Aussichten für Mittwoch: Wolkig bis aufheiternd und vereinzelt leichte schauerartige Niederschläge bei Winden um Nord, für die Jahreszeit zu kalt, Nachtfrostgefahr.
Lufttemperaturen am 18. April: mittags 5,2 Grad Celsius, abends 1,3 Grad; am 19. April: morgens — 0,8 Grad. — Maximum 5,4 Grad, Minimum heute nacht 4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. April: abends 7,6 Grad; am 19. April: morgens 4,1 Grad. — Niederschläge 0 mm. — Sonnenscheindauer 9,1 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (verreist), i. V.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. III. 38: 10355. Druck und Verlag Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G. sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der
Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 , gültig.
Todesanzeige.
Herr Otto Hahn
Lina Berlin, geb. Ziegler
nach schwerem Leiden im 75. Lebensjahre in die Ewigkeit abzurufen.
Londorf, Frankfurt a. M.-Höchst, den 18. April 1938.
Beerdigung Mittwoch, den 20. April, 15 Uhr, in Londorf.
26740
nach schwerem Leiden im 68. Lebensjahre durch einen sanften Tod in
die Ewigkeit zu
nehmen.
Statt Karten.
Mein geliebter Mann, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel
fr'
Watzenborn Steinberg, den W. April 1938.
ist am 16. d. M. im 57. Lebensjahr sanft entschlafen.
Heidelberg, den 19. April 1938.
Herr Heinrich Eise, Maurermeister
26730
im blühenden Alter von 26 Jahren.
werden schnell beseitigt durch
Lieh, den 18. April 1938.
Katharine Becker, geb. Weller,
Alten-Buseck, den 19. April 1938.
Zuckerkranke Mehr Freude an der Natur
268001
durch Bermühler-Äücher!
X
Am 1. Ostertag starb plötzlich und unerwartet nach kurzer Krankheit unser Mitarbeiter, der stellvertretende Oberpfleger
Wir werden das Andenken an diesen ausgezeichneten Pfleger und guten Kameraden immer in Ehren halten.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater. Bruder und Schwager
Am Samstag, dem 16. April, entschlief sanft an den Folgen eines Unglücksfalles unser lieber, guter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe, mein lieber zukünftiger Bräutigam
Gott dem Allmächtigen gefiel es heute, meine Hebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter und Großmutter
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Karoline Schwaab, geb. Habenicht
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank.
immer- pressen
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Christine Buß, geb. Brückel.
Die Beerdigung findet Mittwoch, 20. April, nachmittags 1/24 Uhr statt.
________________________________________________________________________26760
Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 20. April, um 15.15 Uhr statt
_______________________________________________________________________26750
Ludwig Buß
Schu hm ach er meist er
Baue gut.... mit Abermann
Die Einäscherung fand auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille statt.
Gießen, den 19. April 1938.
Direktor und Gefolgschaft der Psychiatrischen und Nervenklinik Gießen __________________________________________________________________26820
In tiefer Trauer:
Familie Heinrich Christian Eise
Familie Adolf Schwarz
Familie Kurt Rumpf Sannchen VölkeL
Die trauernden Hinterbliebenen:
Johann Berlin III., Gemeinderechner i. R. Dr. Ludwig Berlin nebst Frau und Kinder.
Wilhelm Schwaab
städt. Oberbaurat
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Vereine
Kriegerkameradschaft 1874
Gießen.
Zu Führers Ge- burtstag20.Avril 1938 Teilnahme am Avvell des Inf.-Regt. 116. Antreten 10 Uhr anderStadtLich, Licher Str. 267?d Kyffhnuseranzug DieFührerschaft.
Anläßlich des (Geburtstage- d. Führers sind mir v. Herrn Stand- ortältesten aufgefordert, zum Appell des L-R. 116 in der s 2ss«o
Verdunkaserne eineEhrenabord« nung zu entsenden. - Antreten pünktlich 10 Uhr mit Fahnen vor der //Stadt Lick«


