Ausgabe 
19.4.1938
 
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Weichenbolzen gelöst und die Weiche falsch gestellt worden. Die Polizei hat bereits einen ehemaligen Eisenbahnarmestellten verhaftet, der unter dem dringenden Verdacht steht, der Urheber des Unglücks zu sein. Es handelt sich um einen Franzosen, der vor kurzem wegen Untauglichkeit aus dem Bahn­dienst entlassen worden war.

Jüdische Betrüger in Polen unschädlich gemacht.

Die drei jüdischen Großkaufleute Haskelberg, Schreiber und F u s e r k o wurden als Staats- schäülinge in das polnische Jsolierungslager von Be- resa-Kartuska gebracht. Die Juden hatten unter der FirmaPolnische Uebersee-Exportgesellschaft" jahre­lang polnischen Zucker nach Holländisch-Jndien und Brasilien ausgeführt und sich dafür von den zustän-

Dom Infanterie-Regiment 116 in Gießen wird uns geschrieben:

Kein Volk der Welt besitzt eine Armee von so tiefgehendem erzieherischem Einfluß auf seine Sol­daten, wie das deutsche Volk sie sein eigen nennen darf. Die Schulung der eisernen Disziplin, der Pflichterfüllung bis zum Aeußersten, der Kamerad­schaft bildet höchste moralische Werte, ohne die das deutsche Volk niemals leben kann. Der Führer schreibt darüber:

Das Heer war die gewaltig st e Schule der deutschen Nation, und nicht umsonst richtete sich der Haß aller Feinde gerade gegen diesen Schirm der nationalen Selbsterhaltung und Freiheit. Kein herrlicheres Denkmal kann dieser einzigen Einrichtung ae- schenkt werden als die Feststellung der Wahr­heit, daß sie von allen Minderwertigen ver­leumdet, gehaßt, bekämpft, aber auch ge­fürchtet wurde. Was das deutsche Volk dem Heere verdankt, läßt sich kurz zusammenfassen in ein Wort, nämlich: Alles!"

Seit Generationen ist auch unser 116er Regiment ein Teildieser g e w a l t i g st e n Schule der deutschen Nation". Urgroß­väter kämpften an der Loire und Rhone, der Bere­sina, am Adriatischen Meer, der Nord- und Ostsee, Großväter im Krieg 1870/71 bei Vionville, Mars- la-Tour, in der Schlacht bei Graoelotte-St. Privat, in der Schlacht bei Noiseville, in der Schlacht bei Orleans, im Gefecht bei Bonny und bei Briare. Väter und Söhne kämpften im größten aller Kriege. In 43 Friedensjahren wurden sie ausge­bildet. Gekräftigt an Geist und Körper kehrten sie in ihre Heimatstädte und Dörfer zurück.

Mit der besten Armee der Welt zogen sie 1914

digen Stellen in Warschau die als Exportprämie vorgesehenen Zollvergünstigungen für den Groß­import von Tee und Kaffe aus diesen Ländern gewähren lassen. In Wirklichkeit verschickte aber die Polnische Exportgesellschaft, wie im Hafen von Ba­tavia festgestellt wurde, statt Zucker gewöhnlichen Weichselsand. Lediglich unter den Kistendeckeln war eine düne Schicht des deklarierten polnischen Zuckers aufgelegt. Da die Juden nicht nur den polnischen Staat um zweifellos riesige Summen, deren Höhe noch nicht genau festgestellt werden konnte, betro­gen, sondern auch den polnischen Export in Miß­kredit gebracht haben, ordnete das Innenministe­rium die sofortige Ueberführung der Staatsschäd­linge in das Jsolierungslager an.

ins Feld. Unvergängliche Lorbeeren haben sie an ihre Fahnen geheftet. Namen wie: Anloy, Verdun, Carnoy, Solesmes, Le Quesnoy, Bouchavesnes, Maurupt, Beaurain, Somme, Hargicourt werden in der Geschichte des Regiments unvergessen bleiben.

Soldat ist man nicht auf Zeit, sondern für das Leben."

Ob nun aktiver Soldat, Reserve-, Landwehr­oder Landsturmmann, ob politischer Soldat des Führers, SA-., ff» oder NSKK.-Mann, rein äußer­lich tragen sie verschiedene Abzeichen inner- l i ch aber haben alle dasselbe d i e soldatische Haltung dasselbe Abzeichen, das keinen Unterschied kennt: das Soldaten- herz.

Soldatisches Deutschland! Nichts kann das Soldatenherz mehr erfreuen, als daß feine An­schauungen nun durch die gewaltige Tat des Füh­rers Allgemeingut des ganzen Volkes geworden sind.

In dieser Freude werden die Massen der deut­schen Männer des kampferprobten Regiments in wenigen Wochen am 18. bis 2 0. Juni in Gießen aufmarschieren, um in Verbundenheit mit der Gießener Bevölkerung die 1 25-Jahr- feier des In f a n t e ri e - R e gi m e n t s 116 festlich zu begehen.

Volk, Partei und Wehrmacht eine unlösbare, verschworene Gemeinschaft!"

Bei dem fröhlichen Kameradschaftsabend am 18. Juni werden alte Erinnerungen wach und gemeinsame Erlebnisse ausgetauscht werden. Großkampfstunden kameradschaftlicher Freude!

Der Kommandierende General des IX. Armeekorps und Befehlshaber im Wehr­kreis IX, General der Artillerie Dollmann, hat

sein Erscheinen bereits zugesagt. Auch Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger wird, wie wir unseren Lesern bereits mitteilten, kommen.

Also Losungswort für den 18. bis 2 0. Juni:Auf zum Regimentsappell nach Gießen!"

Meldet euch noch heute beim Infanterie- Regiment 116, bei der Kameradschaft ehe­maliger 116er, dem Kyffhäuser- oder Soldatenbund oder bei euerem Bürgermeister an.

Oie Straßenbauarbeiten am Bahnhof in £id>.

D L i ch, 18. April. Anfang dieses Monats wurde mit den sehr umfangreichen Straßenbauarbeiten in der Bahnhofstraße begonnen. Sie erwiesen sich als unbedingt notwendig, nachdem vor einigen Jahren größere Kanalisationsarbeiten die Straßendecke stark mitgenommen hatten und die Straße einen immer größer werdenden Verkehr aufzuweisen hat.

Mit Hilfe der Straßendampfwalze wurde die alte Straßendecke aufgerissen und wieder neu eingedeckt. Hydranten müssen versetzt werden und Kanalschächte in den Rand des Bürgersteiges eingebaut werden. Die Straßendecke wird mit Beton fest eingestampft und erhält Kleinpflasterung. Der Zufahrtsweg zum Bahnhof, zum Teil chaussiert und mit Splitt be­worfen, zum letzten Teil mit Kleinpflaster einge­deckt, ist schon fertiggestellt und kann benutzt wer­den. An der etwas tiefer gelegenen Bahnhofstraße sind gegenwärtig sehr viele Arbeitskräfte tätig. Etwa 100 Meter der Straße sind bereits gepflastert. Von dem großen Ausmaße der ganzen Arbeit zeugt der Umstand, daß rund 20 000 Zentner Pflaster­steine benötigt werden.

Die Bürgersteige -zu beiden Seiten der Straße werden erhöht und erhalten Plattenbelag. Die An­lieger (wie man erfährt, bis auf einen) haben das zum Bürgersteig notwendige Gelände zur Verfü­gung gestellt. Sie sollen zu der Kostenaufbringung für den ^Bürgersteig herangezogen werden. Den Anliegern entstehen aber selbst sehr recht beträcht­liche Kosten durch Herstellung einer sauberen Um­zäunung ihrer Grundstücke, soweit dies nicht schon geschehen ist. Sie belaufen sich bei einzelnen auf mehrere hundert Mark.

Der Fußgängersteig zum Staatsbahnhof trennt die Bahnhofstraße und den Zufahrtsweg zum Bahnhof. Die Randsteine liegen schon. Ebenso ist der noch herzustellende Grünlandstreifen bereits mit Randsteinen eingefaßt. Er besitzt nach der Stadt zu eine Breite von 4,50 Meter, nach dem Bahnhof zu fast das Doppelte.

Sämtliche Arbeiten sollen so beschleunigt werden, daß mit der Fertigstellung der Straße und den Zieranlagen bis zum 100. Stiftungsfest der Sänger­oereinigungCacilia" an Pfingsten gerechnet wer­den kann.

l2S-lahr-Feier - Großkampftage kameradschaftlicher Freude.

Auch die am Bahnhof in die Bahnhofstraße ein» mündende Ringstraße soll ebenfalls hergestellt wer­den, soweit dies im Interesse der neuen Anlieger notwendig geworden ist. Wenn nun noch das Denk­mal des großen Sohnes unserer Stadt, des Kompo­nisten Heinrich N e e b, das vor der neuen Post seine Aufstellung findet, fertig ist, und alle Aufräu­mungsarbeiten in der Bahnhofstraße bis zum Stadt­eingang hinein beendet fein werden, so wird der Eindruck, den der Besucher unserer Stadt bei sei­nem Eintritt empfängt, der denkbar günstigste fein.

Oie Wormser Börse judenfrei.

LPD. Worms, 18. April. Seit einer Woche ist der Getreidegroßmarkt Worms (Worm­ser Börsenverein E. D.) judenfrei.Juden nicht erwünscht!" Dieses Schild hat auch hier seine Wir­kung getan.

Wetterbericht

Im Bereich der außerordentlich mächtigen arkti­schen Luftmassen, die inzwischen bis zum Mittel­meer vorgedrungen sind, kam es bei uns am Mon­tag zu Schneeschauern. Die Nacht zum Dienstag brachte wieder verbreitete Nachfröste, die teilweise 6 Grad erreichten. Im Mittel liegen die Tempe­raturen etwa 6 Grad unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt. Von Norden her vordringende mildere Meeresluft brachte am Dienstagmorgen verbreitete Niederschläge. Die Witterung bleibt auch weiterhin meist unbeständig und für die Jahreszeit zu kalt.

Aussichten für Mittwoch: Wolkig bis aufheiternd und vereinzelt leichte schauerartige Niederschläge bei Winden um Nord, für die Jahres­zeit zu kalt, Nachtfrostgefahr.

Lufttemperaturen am 18. April: mittags 5,2 Grad Celsius, abends 1,3 Grad; am 19. April: morgens 0,8 Grad. Maximum 5,4 Grad, Minimum heute nacht 4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. April: abends 7,6 Grad; am 19. April: morgens 4,1 Grad. Niederschläge 0 mm. Son­nenscheindauer 9,1 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (verreist), i. V.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. III. 38: 10355. Druck und Verlag Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G. sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der

Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 , gültig.

Todesanzeige.

Herr Otto Hahn

Lina Berlin, geb. Ziegler

nach schwerem Leiden im 75. Lebensjahre in die Ewigkeit abzurufen.

Londorf, Frankfurt a. M.-Höchst, den 18. April 1938.

Beerdigung Mittwoch, den 20. April, 15 Uhr, in Londorf.

26740

nach schwerem Leiden im 68. Lebensjahre durch einen sanften Tod in

die Ewigkeit zu

nehmen.

Statt Karten.

Mein geliebter Mann, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel

fr'

Watzenborn Steinberg, den W. April 1938.

ist am 16. d. M. im 57. Lebensjahr sanft entschlafen.

Heidelberg, den 19. April 1938.

Herr Heinrich Eise, Maurermeister

26730

im blühenden Alter von 26 Jahren.

werden schnell beseitigt durch

Lieh, den 18. April 1938.

Katharine Becker, geb. Weller,

Alten-Buseck, den 19. April 1938.

Zuckerkranke Mehr Freude an der Natur

268001

durch Bermühler-Äücher!

X

Am 1. Ostertag starb plötzlich und unerwartet nach kurzer Krankheit unser Mitarbeiter, der stellvertretende Oberpfleger

Wir werden das Andenken an diesen ausgezeichneten Pfleger und guten Kameraden immer in Ehren halten.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater. Bruder und Schwager

Am Samstag, dem 16. April, entschlief sanft an den Folgen eines Unglücksfalles unser lieber, guter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe, mein lieber zukünftiger Bräutigam

Gott dem Allmächtigen gefiel es heute, meine Hebe Frau, unsere gute, treu­sorgende Mutter und Großmutter

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Karoline Schwaab, geb. Habenicht

Für die vielen Beweise herzlicher Teil­nahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank.

immer- pressen

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Christine Buß, geb. Brückel.

Die Beerdigung findet Mittwoch, 20. April, nachmittags 1/24 Uhr statt.

________________________________________________________________________26760

Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 20. April, um 15.15 Uhr statt

_______________________________________________________________________26750

Ludwig Buß

Schu hm ach er meist er

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Die Einäscherung fand auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille statt.

Gießen, den 19. April 1938.

Direktor und Gefolgschaft der Psychiatrischen und Nervenklinik Gießen __________________________________________________________________26820

In tiefer Trauer:

Familie Heinrich Christian Eise

Familie Adolf Schwarz

Familie Kurt Rumpf Sannchen VölkeL

Die trauernden Hinterbliebenen:

Johann Berlin III., Gemeinderechner i. R. Dr. Ludwig Berlin nebst Frau und Kinder.

Wilhelm Schwaab

städt. Oberbaurat

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Kriegerkame­radschaft 1874

Gießen.

Zu Führers Ge- burtstag20.Avril 1938 Teilnahme am Avvell des Inf.-Regt. 116. Antreten 10 Uhr anderStadtLich, Licher Str. 267?d Kyffhnuseranzug DieFührerschaft.

Anläßlich des (Geburtstage- d. Führers sind mir v. Herrn Stand- ortältesten auf­gefordert, zum Appell des L-R. 116 in der s 2ss«o

Verdunkaserne eineEhrenabord« nung zu entsen­den. - Antreten pünktlich 10 Uhr mit Fahnen vor der //Stadt Lick«