Ausgabe 
18.7.1938
 
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m. 165 Erstes Blatt

188. Jahrgang

Montag. 18.ZuliM8

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Die imperialistische Verschwörung des Welljudenlums

gemacht worden.

Blum-Litwinow und Höre Belisha in einer Krönt gegen Deutschland

*

Garnisonen sind, und zwar

geworfen hätten, die voller Läuse seien. Diese Ratten seien in deutschen Laboratorien gezüch­tet worden und Träger von verschiedenen Krankheiten gewesen. Die Ratten wären in der Luft krepiert, die Läuse hätten den Kadaver ver­lassen und bei Menschen und Tieren neue Heim­stätten gesucht. Ueberall, wo die deutschen Touristen­flieger-Spione hingeflogen wären, seien kleine

Epidemien ausgebrochen. Die Deutschen hätten so die Wirksamkeit ihrer Experimente fest­stellen wollen. In Frankreich seien nach englischen Behauptungen schon ähnliche deutsche Experimente

Es dürfte sich hier nicht um Ratten gehandelt haben, sondern um weiße Mäuse, die die Redaktion desTyrano" infolge umfangreichen und anhalten­den Kognakgenusses gesehen hat. Delirium tremens ist ein Leiden, das bei Redakteuren vom Schlage des Tyrano" schon öfter zu bemerken gewesen ist und das augenblicklich in besonderem Maße in der Re­daktion desNews Ehronicle" grassiert.

sei, wird diese Ansicht über Herrn höre Belisha in folgender weise vom oben ge­nannten amerikanisch-jüdischen Blatt ausgespro­chen:Und höre Belisha! Angenehm, glatt und geschickt, ehrgeizig und kompetent, brodelnd und autoritär ... sein Stern ist' noch im Aufstieg. Er wird in den Fuhtapfen Israels in die Residenz in der Downigstreet 10 gehen, wo die Schicksale aller Untertanen des Königs be­schlossen werden." Es wird dann darauf hinge­wiesen, daß der Aufstieg höre Belishas )ensatio- uell gewesen sei, daß er bei Lord Beaverbrook gelernt habe und es verstehe, zu erreichen, daß sein Name immer wieder hervortrete. Und dann folgt etwas, was jeder Engländer zehnmal lesen sollte. Es heißt:3n knapp einem Jahr verwan­delte dieser lebhafte und aggressive junge Wann die britische Armee, die eine äußerst schäbige, veraltete und völlig mangelhafte Aus­rüstung hatte, in eine mechanisierte Kriegsmaschine von kriegsmäßiger Stärke... Und dieses schafft er in einer Welt, die Gefahr lief, etwas Aehnliches wie ein Mist­haufen für Diktatoren zu werden."

Die nationalsozialistische Bewegung hat niemals «einen amtierenden Minister eines anderen Staates persönlich angegriffen, weil sie auf dem Standpunkt Steht, daß jedes Volk sich jene Persönlichkeit zu Re­gierenden wählt, die es haben möchte. Wir haben diese Haltung nicht geändert, trotzdem wahrhaftig angesichts so mancher unverschämte Angriffe auf deutsche Staatsmänner alle Ursache dazu gewesen wäre, in ähnlicher Weise zu antworten. Wir geden­ken deshalb auch heute nicht, den amtierenden briti­schen Kriegsministcr irgendwie persönlich zu apo­strophieren. Nur scheint es uns als eine maßlose Frechheit seitens der Juden, die britische Ar­me e in dieser Weise zu beschimpfen. Selbst jeder Gegner Großbritanniens aus der Vergangenheit and Gegenwart hat vor dem britischen Soldatentum stets Achtung empfunden, und man hatte wirklich nicht einen Herrn Höre Belisha gebraucht, um aus dem englischen Volk einen Raleigh, Drake, Clive, Hastings, Elliot oder Nelson, hervorzubringen. Und dies ist ein charakteristisches Zeichen, wie das Juden- tum, wenn einer der seinigen an einen her­vorragenden Posten gelangt, schon nach kürzester Zeit der Welt» einzureden bemüht ist, welches noch mie dagewesene Genie in wenigen Monaten aus «einem total verluderten Amt eine herrliche Organi­sation geschaffen habe. Auch daß Höre Belisha dann offen jüdijcherseüs als Nachfolger von

Waldenburg, 17. Juli. (DNB.) Samstag morgen waren im gesamten Grenzgebiet von Trop- pau-Trautenau neue tschechische Mobili- sationsmaßnahmen zu erkennen. Die Stra­ßen waren wieder militärisch besetzt. Es waren wieder Grenzsperren eingerichtet worden, man konnte mit dem Fernglas offene Geschütz- und Maschinengewehrstände erkennen. In vielen Gegen­den wimmelte es von Militär. Braunau war mit

Chamberlain genannt wird, gehört zu den nicht zu missenden anmaßenden Charaktereigenschaf­ten des Judentums in der ganzen Welt.

Nach dem Vorangegangenen heißt es weiter: Es mag also geschehen, daß d i es e drei Söhne Israels (also Blum, Litwinow und höre Velisha) diekoalition bilden wer­den, die dem wahnsinnigen Nazi-Diktator, die­sen größten Judenfeind der modernen Zeit, in die Hölle schicken wird, in der er selbst so viele von unseren Leuten zu verbannen ver­suchte."

Mit diesen Dorten wird behauptet, daß auch der britische Kriegsminister nicht etwa die In­teressen Großbritanniens vertritt, wenn er für die Verstäkung der britischen Wehrmacht sorgt, sondern daß er die britische Macht nur als ein Mittel betrachtet, um mit Hilfe des eng­lischen Volkes die Vernichtung des Deutschen Reiches vorzubereiten. Und darüber hinaus wird ihm unterschoben, daß er in Verbindung mit Blum und Litwinow die ja wohl nur als beson­ders hervorstechende Namen genannt werden und damit in Einheit mit einer alljüdischen, über alle Staaten hinausgehenden Weltpolitik an einem Präventivkrieg gegen Deutschland arbeite:In den Händen von Nichtariern liegt das Leben von Millionen!"

Hier spricht ein jüdisches Blatt zynisch und offen aus, daß ine Absicht der jüdischen Weltpolitik darauf hinausgeht, Adolf Hitler zu stürzen und das Dritte Reich zugunde zu richten, nicht etwa, weil britische oder französische Interessen bedroht werden, son­dern nur jüdische. Wir sind allerdings der Usber- zeugung, daß sich nur sehr wenige Zeitungen finden werden, um ihren Lesern davon Kenntnis zu geben. Die Juden können sich heute in der Welt die größ­ten Unverschämtheiten und die frechsten Heraus­forderungen gestatten, ohne daß die beschimpften Völker in der Lage sind, diese Anmaßungen abzu­wehren. Die britische Armee kann ungestraft von jüdischen Zeitungen als bloßes Werkzeug jüdischer Machtpolitiker bezeichnet werden ohne daß davon auch nur Notiz genommen werden darf in einem Lande, das so stolz auf seine Tradition, die Frei­heit seiner Meinungen und auf die Größe seiner

Neue tschechische Mobilisierungsmaß nahmen an der deutschen Grenze.

Mißglückte Tarnungsmanöver.

Sm Aussatz Alfred Rosenbergs.

Berlin, 16. Juli. (DNB.) DerVölkische Be­obachter" veröffentlich einen Artikel AlfredRo­se n b e r g s , in dem es heißt:The American Hebrew", eine in den Vereinigten Staaten er­scheinende jüdische Zeitschrift, brachte in ihrer Aus­gabe vom 3. Juni 1938 einen Aufsatz, der sich ein­gehend mit der jüdischen Weltpolitik befaßt und den Titel trägt:Wird Eli Eli über Horst Wessel siegen?" In diesem Aufsatz wird ge­sagt, daß die Koalition zwischen England, Frankreich und Sowjetrußland sich gemeinsam dem siegreichen Zug des vom Erfolg berauschten Adolf Hitler ent­gegenstellen würde, und, ob nun zufällig oder mit Vorbedacht, in jedem dieser Länder st e h e an wichtig st er Stelle ein Jude.

In den Händen von Nichtariern liegt das Leben von Millionen."

Dann wird ausgeführt: Leon Blum sei zwar zur Zeit nicht mehr Premierminister in Frankreich, aber Daladier habe die Schwere der Regierung wohl nur für kurze Zeit auf seine Schultern ge­nommen. Blum sei ein hervorragender Jude,er kann noch der Moses werden, der zur rechten Zeit die Schöne (das französische Volk) aus der Wüste führen wird." Danach wird sestgestellt, daß Litwinow, also derrussische" Außenkommis- Ifar, ein großer Jude sei, der zur Rechten Sta­lins sitze,dieses kleinen Zinnsoldaten des Kom­munismus!" Litwinow sei jetzt schon so groß ge­worden, daß er jedem Genossen aus der Inter­nationale über den Kopf gewachsen sei,mit Aus­nahme des Wächters des Kreml mit blassem Ge­sicht." Stalin wird sich freuen, daß die Blutge­nossen des Litwinow, und dieser selbst wohl auch, ihn nur als ihr Werkzeug, als einenZinnsoldaten" betrachten. Don Litwinow wird dann gesagt, daß dieserdurchdringende und talentvolle Mann" den französisch-sowjetrussischen Pakt erfunden und in die Tat um gesetzt habe.Er war es, der Roosevelt hineinlegte ... bezüglich der Errichtung der Han­delsbeziehungen ... Er war es, der bis zur Grenze der diplomatischen Erfolge gegangen ist, indem er das konservative, von den Eton-Schülern in Zylin­dern regierte England zwang, in freundschaft­lichste Beziehungen zum großen Rußland zu treten. Mit diesen Eton-Schülern ist offenbar in erster Li­nie Herr Eden gemeint, dem sowjetrussische Sym­pathien notorisch sind.

Nachdem schon andere jüdische Zeitungen und Zeitschriften ihre Meinung über den jetzi­gen britischen Kriegsminister dobin geäußert haben, daß er zweifellos der kom­mende Premiermini st er Englands

Kraft ist.

Zum Schluß des jüdischen Artikels heißt es dann, nachdem die Koalition der drei Söhne Israels zur Vernichtung Deutschlands gepriesen wurde:Es ist so gut wie sicher, daß diese drei Nationen (also die von den drei Juden geführten Franzosen, Engländer und S o w j e t r u s s e n), verbun­den durch viele Verträge, die eine tatsächliche, wenn auch nicht schriftlich festgelegte Allianz darstellen, S ch u l t e r a n Schulter stehen werden, um spätere Schritte Hitlers nach Osten abzuwehren, denn der Befehl, der den ersten Nazi im Parade­schritt über die tschechische Grenze schickt, würde den Funken bedeuten, der Europa in die Vernichtung stürzt."'Und triumphierend:Und wenn der Rauch der Schlachten sich verzogen, die Trompeten nicht mehr schmettern und die Kugeln aufgehört haben, zu pfeifen, dann mag ein Bild erscheinen, das den Menschen zeigt, der Gott spielen wollte, den Haken- kreuzchristus, wie er nicht gerade sanft in die Grube hinab fährt, während die drei Nichtarier ein gemeinsames Requiem an stim - m e n, das auffallend an ein Gemisch aus der Mar­seillaise, demGod save the fing" und der Inter­nationale erinnert und ausklingt in das blendende kriegerische, stolze und angriffslustige Finale:Eli, Eli". - .

In diesem Rachepsalm der Juden Amerikas tritt ein Imperialismus hervor, demgegenüber eine Forderung einer anderen Nation verschwindend erscheint. Der Haß der Juden gegenüber dem europ-äischen Menschen hat hier einen historischen Niederschlag gefunden: der Haß eines als minderwertig Erkannten, der doch glaubt, schon derart sich in das europäische Leben eingefressen zu haben, daß er nicht mehr aus- geschioden werden kann. Dieser Glaube hat ange­sichts des Geisteszustandes in vielen Staaten zwei­fellos seine Berechtigung, um so mehr, wenn man lieht daß der Jude nicht nur verteidigt wird, son­dern' daß die ganze Welt widerhallt vorn Geschrei, wenn das deutsche Volk sich von seinen Schma­rotzern befreit, und wenn andere Völker, die gesun­den wollen, einen ähnlichen Weg einschlagen, um wieder zu einer arteigenen Kultur und zu einem wirklichen Volksstaat zu gelangen. Alle Völker sind für Jehova da, alle Nationalhymnen gehen unter in Eli Eli!!" des hebräischen Rachegesanges. Und die 'drei Nichtarier" halten dazu die Totenmessen.

Wilde Hitzephanlasier».

Eine französische Wochenschrift sieht fliegende Ratten als Bazillenträger.

Berlin, 16. Juli. (DNB.) Wie erst jetzt bekannt wird, hat die französische WochenschriftTyrano^ am 8. Juli einen ArtikelSeltsame Experimente veröffentlicht. Darin wird behauptet, daß nach einem Geständnis eines angeblich in England verhafteten deutschen Arztes deutsche Sportflieger m England aus einer Höhe von 500 Meter Ratten herab-

Ein gefährliches Spiel.

Berliner Montagsblätter entlarven die durchsichtige Taktik des tschecho-slowakischen Pressebüros.

Prag und der S l ö w a k e i, die zum Teil keine Regimentsnummer tragen. Die am Samstag früh bei einer Reihe Landwirte ooraenommenen R e - quirlerungen von Gespannen und Wagen sind bisher nur zum Teil aufgehoben wor­den; ebenso ist den Landwirten, obwohl sie mitten in der Ernte stehen, das Betreten gewisser Gebiets­teile an der Grenze nicht gestattet; dabei ist das Wetter für die Einfuhr des Roggens günstig. Auch im Glatzer Schneegebirge sind in der Nacht zum Samstag die Garnisonen durch Truppenteile aus dem inneren Staatsgebiet verstärkt worden. An einer Reihe von Brücken stehen Posten unter Ge­wehr, die in den letzten 14 Tagen nicht mehr sicht­bar gewesen waren.

Bei Braunau waren noch in der Nacht zum Sonntag die Grenzstraßen zum Teil gesperrt ein außerordentlich lebhafter Verkehr militärischer Last­kraftwagen war im Grenzgebiet zu bemerken. Zu den nach Braunau vorgelegten Truppenteilen ge­hören zahlreiche Reservisten, die angeben, daß sie am Mittwoch und Donnerstag mit sechsstündiger Frist Stellungsbefehle zu einer zwei» monatigen Hebung erhalten hätten. Aus diesen Angaben geht hervor, daß es sich um M o - bilisierungsmaßnahmen handelt. Die Reservisten sind am Freitag in Prager und Preß- burger Kasernen eingekleidet und dann unter Füh­rung von Offizieren in Sonderwaggons mit plan­mäßigen Zügen nach Trautenau geschafft worden, von wo aus sie mit Lastkraftwagen mit anderen Transporten zusammen nach Braunau gebracht und den bärtigen Truppenteilen zugeteilt wurden.

einem neuen Regiment belegt worden.

Während so am Samstag in dem gesamten sudetendeutschen Grenzgebiet außerordentlich reges militärisches Leben herrschte, wodurch die sudeten­deutsche Bevölkerung erneut stark beunruhigt wurde, sind am Sonntag die Grenzstraßen und -wege plötzlich wie ausgestorben. Lediglich in den frühen Morgenstunden bemerkte man kleinere Truppenabteilungen, die damit beschäftigt waren, die am Samstag errichteten Grenzsperren wieder zu beseitigen. Diese Posten sind über Nacht offenbar eingezogen oder so placiert worden, daß sie von der Grenze aus nicht mehr sichtbar sind. Die im unmittelbaren Grenzgebiet sichtbaren Geschütz- und Maschinengewehrstände, deren Lage nach den Mobilisierungsmaßnahmen vom Mai der gesamten Grenzbevölkerung genau bekannt ist, sind am Sonn­tag wieder verdeckt und die Panzerkuppeln geschlossen, während am Samstag die Geschützrohre deutlich erkennbar waren. Zahlreiche Passanten teilen jedoch übereinstimmend mit, daß sowohl in Braunau wie in Trautenau und Nachod d i e erheblich verstärkt worden durch Truppenteile aus

Berlin, 17. Juli. (DNB.) Zu den auf die Vor­gänge im tschecho-slowakischen Grenzgebiet Bezug nehmenden deutschen Pressemeldungen und den ge­wundenen Gegenerklärungen des Tschecho-Slpwaki- schen Preßbüros nehmen die am Sonntagabend in Berlin erschienenen Montagsblätter in längeren Kommentaren Stellung. DieM o n t a g s p o ft" schreibt:

Das Tschecho-Slowakische Preßbüro hat es für nötig gehalten, nach den einwandfreien Feststellun­gen des Deutschen Nachrichtenbüros über u m - fangreiche militärische Bewegungen des tschechischen Heeres im schlesi­schen Grenz raum, statt den Versuch zu ma­chen, die Feststellungen im einzelnen zu widerlegen, einen scharfen Angriff gegen das DNB. zu reiten. Es versteift sich dabei zu dem mit drohend -rhobe- nem Finger gegebenen Rat, daß Deutsche Nach­richtenbüro möge seine Meldungen gründlicher nach­prüfen. Das amtliche Tschecho-Slowakische Preßbüro sollte lieber an den 21. Mai und die Wochen danach denken, ehe es den Versuch macht, anderen wegen der Veröffentlichung von Feststellungen, die der Tschecho-Slowakei unangenehm sind, Ratschläge zu erteilen. Wir erinnern noch an die Meldungen von angeblichen großen deutschen Truppenzusammen­ziehungen an der Grenze der Tschecho-Slowakei und einen angeblich bevorstehenden deutschen Angriff, Meldungen, die restlos und frei erfunden waren und denen auch nicht die gering st e Tatsache zugrunde lag, die etwa in dieser Rich­tung hätte gedeutet werden können, die aber trotzdem als Begründung für die Mobilisierung des tschecho-slowakischen Heeres dienten.

Nach weiteren Meldungen aus dem Grenzgebiet hat man offenbar sehr rasch dort Ruhe geschaffen, denn, wie jetzt gemeldet wird, find nicht nur die am Samstag erkennbar gewesenen militärischen Maßnahmen rückgängig gemacht, sondern sogar Posten eingezogen oder g e g e n S i ch t gedeckt ausgestellt worden, damit sich den etwa im Grenzgebiet auftauchenden Journalisten ein harmlos friedliches Bild bietet. Nach einer yeute in Prag vorbereiteten Lesart habe es sich bei den militärischen Bewegungen um umfangreiche Trup­penablösungen und einen Reservistenaustausch m einer Reihe von Befestigungsanlagen gehandelt. Wir haben nicht die Absicht, eine Diskussion mit der Tschecho-Slowakei über diesen Punkt einzugehcn. Was erkennbar war, hat jedenfalls ausgereicht und genügt, die Bevölkerung erneut z u b e - unruhigen und die Stimmung zu ver­schärfen.

Vielleicht haben einzelne tschechische Lokal­behörden sogar in gutem Glauben gehandelt, als sie ihre Dementis Herausgaben: denn es ist ja von früheren Ereignissen her bekannt, wie groß die Kluft zwischen den Wün­schen derPolitiker in Prag und den Hand­lungen des Militärs im Lande und ebenso zwischen den Anweisungen der Zentralbehörden und der Ausführung durch die Lokalbehörden ist. Wie oft z. B. haben die Zentralbehörden sudelendeutsche Veranstaltungen erlaubt, die dann von den Lokalbehörden kurzerhand un­möglich gemacht wurden. Wie oft sind den Su­detendeutschen von dem Vrinisterium in Prag Zusicherungen gegeben worden, die die lokalen Behörden nicht einhielten. Es sei nur daran erinnert, daß noch vor einer Reihe von Wochen die Regierung in Prag Deutschland die feste Zusicherung gab, daß nach der Fülle von tsche­chischen Grenzverletzungen für tschechische Wili- tärftieger das Ueberfliegen einer Grenzzone von zehn Kilometer verboten sei, und dann trotzdem die Grenzverletzungen fortgesetzt wur­den und die unter militärischen Instanzen gar nicht daran dachten, die Zusicherungen der Re­gierung in Prag ernst zu nehmen. Wan kann jedenfalls dem Tschecho-Slowakischen Preßbüro nach dem ganzen Vorfall nur die Lehre geben, sich lieber besser im eigenen Lande zu uniformie­ren und nicht leichtsinnig Dementis auszugeben, als sich zum Richter über Woral und Anstand in der Presse aufspielen zu wollen. Denn diese Richlerrolle liegt weder dem Tschecho-Slowaki- schen Prehbüro noch einer gewissen Presse in Prag, die in der Greuelverbreitung so große Leistungen vollbracht hat, daß sie sobald nicht geschlagen werden kann.

Hunderte von Reichsdeutschen", so betont der Monta g",haben am Samstag militärische Bewegungen jenseits der gemeinsamen Grenze mit der Tschecho-Slowakei beobachtet. Truppen wurden in Marschkolonnen gesehen. In der Tschecho-Slo­wakei haben Truppentransporte auf den Bahnen aus dem Innern des Landes in das sudetendeutsche Gebiet stattgefunden. Diese Tatsachen st e h e n e in­wandfrei fest. Sie sind im Rahmen der Ge- j JamteninHtfhing des judetendeutschen Problems von