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Wo wächst -er -euischeWeihnachts-aum ?

Aus der engeren Heimat

Gr kommt nicht »aus dem Walde" und geht in alle Welt.

Juwelier Willi» RCUSCH

Gieöen / Seltersweg 65

8283D

l'ich mnre. D's in fern», frembe Länder. nach Finn- Stabte Pinneberg, Elmshorn unb Ueterfen mit fanb, Austral'en unb Südamerika kann Deuttc^and ihren weltberühmten Rosengärten führend. Rosen

Weihnachtsbäume ausführen, o-hne sie dem ,,9ßalb'

Rundfunkprogramm

unb in Holzhausen bei Gladenbach. Siedlungsbauten

(HOenbach unb Erdhausen. Das kommende Jahr wirb hier eine starke Belebung mit sich bringen.

Roman , Anton Bruckner". 22: Nachrichten.

22.15:

Schützt die Zugllm vor Frost!

A Weidenhausen, 15. Dez. Nunmehr sind die letzten schadhaften Stellen der Reichs st raße nach Gießen mit einer neuen Schotter­decke versehen und die Kurven gleichzeitig aus­gebaut worden. Die Straße befindet sich jetzt in einem guten Zustand.

einmal der entstandene Schaden nicht allzu bedeutend ist, und es sich zum anderen bei dem Angeklagten um einen Psychopathen handelt.

geklagte gab zu, die Tötung des Schmoll gewollt und mit Ueberlegung ausgeführt zu haben.

schicken. Es sind nicht Förster, es sind -Bauern, die auf ihrem Land die Fichten für das deutsche Weihnachtsftst crufziehen, und es gehört eine oanz besondere Saat, eine besondere Pllege und Kultur dazu, die tn dichten Waldbeständ"n gar n'cht mög-

zu rauben.

Diel größer unb bedeutsamer als die Weih­nachtsbaumkultur ist jedoch das gewaltige A n - r wck tszentrum von Forstpflanzen in Halstenbek, nördlich von Altona. Dasgrößte Fonstnslanzencmzuckttszentrum der Welt" nennt der Pvsttttmvel bMe Kulturm. Bis zu 50 v. Sy des deutschen Aufforstungsbedarfes kommt aus dieser

Im Auftrag der Mutter des Mädchens Halle sich Schmoll gegen dieses Verhältnis ausgesprochen. Als Schadt hiervon hörte, verschaffte er sich einen Dolch und stach Schmoll am 17. August, als er von diesem zur Rede gestellt wurde, nieder. Ein Stich Halle die Lunge verletzt, und wenige Minuten darauf mar Schmoll an innerer Verblutung gestorben. Der An-

unb Ziersträucher, Obstbäume unb Heckmpflannn wandern van hier aus in die ganze Wett. D'e

Sonntag. 18. Dezember.

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Evangelische Morgen­feier. 8.50: Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. 9: Deutsche Meister: Ludwig van Beethoven. 9.40: Dichter unserer Zeit: Richard Euringer lieft aus seinem neuen RomanVortrupp Pascha". 10: Chorgesang. 10.30: Wie schön ist so ein Feiertag! Frohsinn auf Schallplatten. 11: Weihe­stunde der SA.-Gruppe Hessen. 11.30: Das Tier unb wir. 12: Musik am Mittag. 13: Das Mikrophon unterwegs. 13.15: Musik am Mittag. 14: Wer ge­hört zur Kameradschaft Frieder? Eine fröhliche Kin- derstunde. 14 30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.15. Der Meister von Cremona: Antonio Stradivari zum 200. Todestag. 16: Musik zur Unterhaltung. 17 bis 17.15 Einlage: Svortereignisse des Sonntags. Fußball-Gauspiel Niederrbein geoen Südwest. 18: Sie spenden wir senden! Wunschkonzert fürs WHW. 18.45: Sage mir, was wünschest du dir? Eine bunte Stunde von mancherlei frommen Wünschen der Vorweihnachts­zeit. 19.30: Sportspiegel des Sonntags. 20: Nach­richten. 20.10: Großes Orchesterkonzert. In der Dause: Luise G. Bachmann lieft aus ihrem neuen

14: Zeitangabe, Nachrichten. 14.10: Dem Opern­freund. 15: Für unsere Kinder: Wir basteln einen Weihnachtsmarkt. 15.30: Refraktor, Komet und Sterngucker. Ein Besuch in der Frankfurter Stern­warte. 15.45: Gefahr der trockenen Luft im Zimmer. 16: Nachmittagskonzert. Einlage: Das Dreiländereck. 18: Weihnachten bei unserer Wehrmacht. 20: Nach­richten. 20.15: Heitere Musik zum Feierabend. 22: Nachrichten. 22.15: Kamerad, wo bist du? 22.30: Nacht- und Tanzmusik. 23 bis 2: Nachtkonzert I.

Dienstag. 20. Dezember.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nach­richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk:Flamme empor!" 11.45: Ruf ins Land. 12: Millagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Millaqskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Komponisten der Gegenwart unterhalten uns. Heute: Robert Stolz. 15: Klaviermusik. 15.30: Frauenschaften der Gegenwart:Vom süßen Handwerk". 16: Nachmit­tagskonzert: Berühmte Märsche und Walzer. 17.30: Es schneit, was es nur schneien kann. Ein Sinken in der Weihnachtszeit. 18: Volk und Wirtschaft: Ma­schinen wollen gepflegt fein. 18.15: Neues für den Bücherfreund. 18.30: Schlaf, Kindchen, schlaf: Wie­genlieder und Verse vop Matthias Claudius. 10: In den Werkstätten des Weihnachtsmannes. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Nun hebt ein jeder Stern zu singen an. Ein vorweihnachtliches Sinaen imh Mu­sizieren. 20: Nachrichten. 2015: M"llkalischer Wurttch- zugunsten des WHW. 21: Der iunae Go^'he <V. Abend). Sah ein Krmh ein Röslein stehn 22: Nachrichten. 22 Politische Zeillmg-schau. 22.35: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtkon'ert.

ISjähriger wegen Mordes verurteilt.

8 Jahre Gefängnis unb Unterbringung in eine Heilanstalt.

Lpd. Hanau, 16. Dez. Die schwere Bluttat, die sich in den Abendstunden des 17. August auf der Landstraße zwischen Bruchköbel und Langendiebach zugetragen hatte, fand am Freitag vor dem Großen Jugendgericht in Hanau ihre Sühne.

Anaeklagt des Mordes war der 18 Jahre alte Otto Schadt aus Rückingen, der die Tat drei Tage

Aparter Golds und Silbersdimudc

Bestecke und Tafelgeräte Alpina-Uhren

Gcktvimmbäderan der Reichsautobahn

Lpd. Frankfurt a. M., 16. Dez. Bei Ober- Rohbach auf der Strecke FrankfurtBad-Nau- heim wird das erste Schwimmbad an der Reichsautobahn errichtet. Am Rande eines riesigen Obstgartens, der etwa 20 000 Obstbäume enthalt, ist ein landschaftlich schöner Platz für die Badeanlage ausersehen. Ein direkter Zugang wird das Schwimmbad mit der Re'chsautobahn verbin­den, so daß den Autofahrern im Sommer während ihrer Rast eine schöne Erholung geboten werden kann. Eine ähnliche Anlage, ebenfalls mit einem Zugang zur Autobahn, errichtet die Gemeinde H e u s e n st a m m an der Strecke Frankfurt Aschaffenburg.

3 pmonen im Auto verbrannt.

LPD. Frankfurt a. TI., 16. Dez. Am Frei- tagnachmittag ereignete sich aus der Hanauer fianb- strahe ein furchtbares Unglück, dem drei Menschen zum Opfer fielen.

An der Kreuzung Schwedlerstraße und Hanauer Landstraße war ein Lastwagen infolge eines Defek­tes auf den Straßenbahngleisen stehen geblieben. Zur Beseitigung des Hindernisses wurde ein Hilfsgerätewagen der Straßenbahn alarmiert. Beim Einbiegen in die Kurve an der Hensselbrücke stieß das Fahrzeug mit einem ent­gegenkommenden Personenauto zusammen. Bei dem Anprall explodierte der Benzin- t a n k des Personenwagens, in dem sich drei Ge­folgschaftsmitglieder der Maschinenfabrik Teves be­fanden, die von einer Arbeitsstelle in Fecher.-<im kamen. Eine Stichflamme schoß hoch empor, und im Nu stand der Wagen in Flammen. Die Insassen konnten sich, da die Türen klemmten, nicht mehr befreien: zwei von ihnen kamen in dem brennenden Fahrzeug ums Leben, während der dritte kurze Zeit später von der Feuerwehr zwar noch lebend aus den Trüm­mern des Wagens geborgen werden konnte, aber auf dem Transport ins Krankenhaus starb. Bei den tödlich Verunalückten handelt es sich um den Meister Wilhelm Kunst, den Vorarbeiter Franz Samt und den Elektromonteur I o e ck e l.

Der Personenwagen brannte völlig aus: auch der Hilfsgerätewagen wurde so stark beschädigt, daß er abgeschleppt werden mußte.

Landkreis Gießen.

# Daubringen, 16. Dez. In der füngsten Gemeinderatssitzung wurde die Satzung über eine Konzessionsabgabe beschlossen. Das Ge­meinde-Wasserwerk soll nach dieser Satzung jähr­lich eine Abgabe von 15 v. H. des Wertes des Wasserumlatzes an die Gemeinde ab führen. Dem Ratsmitglied Karl Grölz II. wurde durch Bür- germeistcr Deines die Anstellungsurkunde über­reicht. Der DAF.-Walter der Ortsgruppe Mainz­lar, Philipp Hartmann, konnte dieser Tage feinen 7 0. Geburtstag feiern. Im Saale von Schäfer veranstaltete der hiesige B D M. eine Ausstellung von Handarbeiten, die für die Sudetendeutschen angefertigt worden waren. Nach einer Besichtigung durch zahlreiche Gäste, die von Renate Balser willkommen ge­heißen wurden, wurde die Spende der NSV. über­geben.

ch Sau bringen, 16. Dez. Die in unserer Gemeinde (einschließlich Hofgut Heibertshausen) die­ser Tage durchgeführte Viehzählung hatte fol­gendes Ergebnis: 13 Pferde und Fohlen, 375 Stück Rindvieh, 317 Schweine (davon sind 18 Zuchtttere), 121 Schafe, 68 Ziegen, 408 Kaninchen, 1774 Hühner -unb 67 Bienenvölker.

0 Allendorf a. d. Lda., 17. Dez. Am heu­tigen Samstag kann der Rechner des hiesigen Spar- und Vorschußoereins, Heinrich Söll, auf eine 25jährige Tätigkeit in dieser Eigen­schaft zurückblicken. Der Jubilar kam am 4. Dezem­ber 1905 als Gehilfe zum Verein, im Dezember 1913 wurde er mit den Geschäften des Rechners be­auftragt. Durch fein stets hilfsbereites, freundliches Wesen hat sich der Jubilar in Allendorf a. b. Lda. unb in der Umg°bunq alle Wertschätzung «"-worben.

* Großen-Buscck, 17. Dez. Der W. H. II. von hier, der die hiesige Gemeindeschafherde be­treute, wurde wegen Diebstahls von

Häuschen" vor nunmehr 57 Jahren der PHC. ge­gründet worden sei, der sich große Verdienste um unseren Vogelsberg erworben hat. In einem Licht­bildervortrag zeigte Dr. Flohr die Schönheiten unseres Nachbargebirges, der Rhön, die der hiesige Zweiqverein im September durchwandert hatte. Leh­rer S a u e r wies auf die Bedeutung unseres Hei­matmuseums hin, für das sich der VHC. von jeher eingesetzt hat, und bat um eifrige Msthilfe. Bei Ge­sang unb Tanz verlief der Abend in sehr harmoni­scher Form.

ch Bobenhausen I, 16. Dez. Bei der Vieh­zählung in unserer Gemarkung wurden folgende Tierbestände festgestellt: 18 Pferde, 151 Stück Rind­vieh. 154 Schafe, 33 Ziegen, 128 Kaninchen^ 655 Hühner, 109 Gänse unb 7 Enten.

Kreis Biedenkopf.

A Gladenbach, 16. Dez. Ein Forst amt des Reichsnährstandes wurde in Gladen­bach für das ganze Kreisgebiet geschaffen. Die neue Stelle hat die Aufgabe, die Bauern in allen forst­wirtschaftlichen Fragen eingehend zu beraten unb zu unterstützen. Die Sieblungsbautätig« feit wird im Kreise Biedenkopf stark gebessert. Neu errichtet wurden Siedlungen in Biedenkopf

Sportbericht. 22.30: Unterhaltung unb Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert I. 2 bis 3: Nachtkonzert II.

2tton tag, 19. Dezember.

6 Uhr: Gymnaftik. 6 30: Frühkonzert. 7: Nach­richten. 8 10' Gymnaftik. 8?0: Froher K^nq zur ®°rfnaure. 9.40: Kleine Ratschläge für den Garten unb hi» Z''mm»rpflarnen. 1°: Schal'u^k: Spuk auf hem WeiHnach^nrnrkt 11 45: RrU im Lanb. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert.

sieben Schafe der Herde an sich gebracht unb davon fünf bereits verkauft. Das dicke Ende für chn wirb bald folgen.

* Oppenrod, 17. Dez. Am gestrigen Freitag­abend kam ein Omnibus bei der Fahrt durch unseren Ort auf der kurzen, (teilen Abfahrt i n s Rutschen. Der schwere Wagen fuhr in einen nahegelegenen Garten frnein. Zum Glück entstand nur Sachschaden. Die Ursache des Unfalls ist in einem Achsenbruch zu erblicken.

+ Grünberg, 15. Dez. 9fm Mittwochabend fand auf Veranlassung der Bürgermeisterei eine Versommlung in der Turnhalle statt. Obermedizinal- rat Prosessor Dr: Kliewe (Gießen), Leiter des Unterfuchuna-^ntt-s für Infektionskrankheiten an der Universität Gießen, hielt einen Vortrag über Parcttnvhus unb feine Bekamnfung. Durch hie kla­ren. leichtverstänbftchen AusfüHrunaen be^ Redners dürfte der Zweck des Tortraqs, auftfärenb unb be­ruhigen!) auf bie Bevölkerung zu wirken, vollkom­men erreicht worben fein. Befonbers betonte er. baß eine Ansteckungsgefahr bei Beachtung ber nötigen Vorsichtsmaßnahmen, bei benen Reinlichkeit bie grökte Rolle spiele, kaum noch beftehe. Dem Reichshahnsekretär Heinrich Schmidt, ber schon über 42 Jahre im Dienste ber Bahn steht, wurde das goldene Treubien st - Ehrenzeichen ver­liehen.

A Lich , 16. Dez. In ber hiesigen NS. - Krie - gerkamerabschaft hielt ber Schriftsteller Kundt einen Vortrog über bas ThemaDos Ge- heimn's der Marnefchlacht". Der etwa 2%ffünbige Lichtbilbervortrag wurde von den zahlreich Erschie- n^en mit großem Interesse aufgenommen. Im Rühmen her W-nterveronftaltunoen der NSG. Kraft durch Freude" naffierfe am Donnprgfaa'-benb in ber ^'irnhall» bie Rh"'n-Mainifche L " n- b » 5 b u h n e. Zur Aufführung gelangte Der Weihsteufel", Drama in fünf Akten von K^rl Schön- Herr.

)( Ruppertsburg, 16 Dez. Unter dem Gedonk-n d»s Volksliedes Kein schöner'Land .. " mürbe durch bie Schule ein Clternabenb im Gemeindesaal veranttoltet, der sehr gut besucht war. Dos Arndt-0-eb Was ift des Deutschen Vater­land?" unb, Arndt-Worte über die hohe Bedeutung von Heimat und Vaterland leiteten den Abend ein. Sodann wurden von Lehrer Deubel (Wetterfeld)

Pflanzenanzucht zu verzichten, da die Hcrlstenbeker sich längst ihr Vertrauen erworben haben. Der Forstbesitzer kann sich darauf verlassen, baß ihm Gut geliefert wird, das nicht nur rassisch wertvoll, sondern auch für alle besonderen klimatischen Be­dingungen brauchbar ist. Heute ist es daher nicht mehr, wie in früheren Jahrzehnten, möglich, mit minderwertigen Hölzern (z. B. Franzosenklefern) den deutschen Wald zu verseuchen In den großen 1 Hallen, in denen bie Nadelhölzer im Spätherbst sortiert, verpackt und zum Versand fertig gemacht werden, liegen riesigeSekt körbe". Das sind Strohhüllen, in denen Kiefern und Fichten, zu je Tausend in ein Bündel geschnürt, aus den Versand harren.Chiasso" lesen wir auf einem Begleitzettel, auf einem andern einen süd-ameri­kanischen Staat. 10 v. H. der Produktion gehen . auch heute noch ins Ausland: England, Däne-- 'marf und Finnland sind die besten Kunden.

I Zu Wald pflanz e n zücht unb Weihnachtsbaum- Mtur kommt noch ein dritter Zweig hinzu: bie Baum- und R o s e n s ch ul e n. Hier sind bie

Auf allen Autobahnen bes Reiches rollen jetzt Lastwagenzüge, hochbepackt mit Fichtenbäumen. Waggon jür Waggon mit Tannen schickt die Eisen­bahn in die deutschen Gaue. lieber 12 Mil­lionen Weihnachtsbäume werden er­strahlen. Das ist gewiß eine sehr große Zahl, aber es gibt 15 Millionen Haushaltungen in Deutsch­land, und da bekanntlich sehr viele Bäume auch von Geschäften unb Vereinigungen oder für öffent­liche Veranstaltungen gekauft werden, so sieht man, daß längst noch nicht in jeder deutschen Wohnung ein Lichterbaum glänzt.

Immerhin 12 Millionen!Der arme Wald, der das alles hergeben soll!" hört man klagen, aber bas ist ein Fehlschluß. Die Weihnachtsbäume stammen meistens gar nicht aus demWalde", sondern rund 80 v. H. aller Christtannen werden in eigenenW e i h n a ch t s b a u m k u l t u r e n" gezogen. Auch die übrigen wachsen meist in be­sonderenQuartieren", z. B. als Grünstreifen unter Uebertanblettungen. Das sind Geländestreifen, die sonst forstwirtschaftlich doch nichts richtig ausge- nützt werden könnten. Nur wenn über den veran­schlagten Bedarf hinaus am Schluß noch etwas gebraucht wird, bann muß der eigentliche Wald aushelsen. Es ist also ein Irrtum, wenn man glaubt, die Forstwirtschaft werde Jahr für Jahr geschädigt, wenn die Weihnachtsbäume geholt wer­den. Die Bäume, die für Sie forstwirtschaftliche Nutzung in Frage kommen, sind im Durchschnitt 80 bis 100 Jahre alt, Weihnachtsbäume dagegen nur 7 bis 10 Jahre. Der Handel mit Christ­bäumen ist durch die Marktordnung fest geregelt, aber er ist fein großes Objekt für die eigentliche Forstwirtschaft, obwohl es sich battet um einen Umsatz von vielen Millionen Mark handelt. Auch die weitverbreitete Meinung ist falsch, baß die meisten Weihnachtsbäume aus dem "bayerischen Wald, aus Thüringen und aus dem Harz kämen.

Aber wo wohnen denn nun dieW eihnachts- baumbauern"? Die größten deutschen Baum- schulen beherbergt die Nordmark. Aus dem schwarzerdigen Geestrücken zwischen Hamburg und Rendsburg strecken sich Fichtenkulturen. Baum­und Heckenschulen und Fortpflanzenbetriebe in un­absehbarer Weite hin. Mehr a I s bie Hälfte aller deutschen Weihnachtsbäume stellte bisher Schleswig-Holstein, und erst in' den letzten Jahren trat mehr unb mehr das Saue r l and als Konkurrent auf. Seine Fichten sind breitästiger, gedrungener als die schlanken Schleswig-Holsteiner, und sie scheinen allmählich beliebter zu werden. In diesem Jahr wird zum ersten Mal auch bas Sudetenland Weihnachtsbäume ins Altreich

und von Pfarrer D e b u s (Gonterskirchen) Bilder, in natürlichen Farben ausgenommen, gezeigt, die eindrucksvoll die Schönheiten der deutschen Land­schaft veranschaulichten. Im ersten Teil dieser Licht-- bildervorführungen erlebten die Schulkinder an Hand schöner Bilder aus dem Hochtaunus noch ein­mal die Tage ihres Schullandheim-Aufenthaltes. Nachdem noch einige Lieder gesungen waren, sah man die Bilder von Pfarrer Debus aus dem Salzkammergut, dem Großglocknergebiet, dem Berchtesgadener Land und aus der Ch.emfee-Land- fchaft. Außerdem wurden noch Bilder (von Lehrer Deubel ausgenommen) aus dem Werdenfelfer Land unb dem Traunseegebiet gezeigt.

cxo Langsdorf, 14. Dez. Unsere Gemeinde hat eine erfreuliche Neuerung eingeführt mit der Anschaffung eines von Menschenhand zu bewegen- den Leichenwagens. Seitdem vor Jahrzehnten die Totenbahren abgeschasft worden waren, die auf den Schultern der Träger fortbewegt und darum leichter waren, ist man im ganzen oberhessischen Gebiet dazu übergegangen, die Särge an hand- getragenen Griffen zu befördern. Das war für die Träger, besonders, wenn es sich um schwere Leichen handelte, oft eine überaus anstrengende Aufgabe. Dem Uebelftanb ist nun abgeholfen. Er­freulich ist, daß mit dieser Neuerung keine Be­seitigung guter alter Dorfsi11e ver- bunben ift; der schöne Brauch, daß die Nachbarn den Toten hinaustragen, hört nicht auf, da ja sechs Träger zur Verbringung der Leiche zum Grabe notwendig sind. Wir haben hier ein Beispiel, wie Errungenschaften ber Neuzeit organisch ins Dorf­leben eingebaut werden können, ohne das in Jahr­hunderten gewachsene bodenständige Brauchtum zu zerstören.

Amtsgericht Giehen

Der A. F. und der H. St., beide aus Garbett- teich, hatten einen Strafbefehl in Höhe von 10 NM. bzw. 15 NM. erhalten. Der H. St. hatte auf einet Kirchweih feinen Stand aufgeschlagen und entgegen den Besttmmungen der Gewerbeordnung den F. ohne Genehmigung beschäftigt. Beide legten gegen! die Strafbefehle Einspruch ein. Die Angeklagten, versuchten in der gestrigen Hauptoerhandlung zu j leugnen. Da ihre Schuld sich aber einwand -ei er- gab, wurden sie bestraft. Weghn ihres hartuickigen' Leugnens wurden die Strafen auf 15 bzw. 25 RM. erhöht.

Kleine Strafkammer Gießen.

Der F. K. aus Büdingen hatte von dem bortigen Amtsgericht wegen Körperverletzung 4 Monate Ge­fängnis erhalten. Der Angeklagte besitzt einen dres- fierten Hund. Als eines Abends ein junger Mann, der feiner Waschfrau Wäsche gebracht hatte, an dem Hause des Angeklagten vorbeiging, hörte er den Ruf: ,Faß!" Im gleichen Augenblick kam ein Hund angestürzt, ber den Zeugen sofort anfiel. Auf die Hilferufe des jungen Mannes ließ ber Hund zunächst von ihm ab, um ihn bann erneut anzufallen. Mit Mühe konnte sich der Ueberfallene in ein Haus ret­ten. Seine Hosen waren vollkommen zersetzt. Er selbst war glücklicherweise kaum verletzt. Als Eigen­tümer des Hundes wurde der Angeklagte festgestellt. Gegen das Urteil des Amtsgerichts Büdingen legte ; der Angeklagte Beru'ung ein. In der gestrigen Hauptverhandlung suchte sich K. damit zu verteidi­gen, daß er geglaubt habe, der junge Mann habe ihn überfallen wollen. Er habe demgemäß lediglich in Notwehr seinen Hund auf den (vermeintlichen) Angreifer gehetzt. Mit dieser Einlassung konnte er nicht durchdringen. Die Kammer ermäßigte aber bie Strafe auf zwei Monate Gefängnis, da

m .. s o , . , , Wegen Mordes erkannte das Gericht auf acht

°°r BoIIenbung fernes 18. Seben^res beejanflen Jahre Gefänqnis und Unferbrinqunq in eine batte und aus diesem Grunde ft* nicht nor dem ^eif. und fpfleqeanftaft. Der Anqeklagie ist wie der Schwurgericht sondern vor dem Großen Jugend- medizinische Sachoerständiqe bekundete. im Sinne gencht verantworten mußte Nach dem ^gend- §51 2 StGB, vermindert zurechnungsfähig In genchtsgesetz betragt die Höchststrafe wegen Mordes ^r Urteilsbegründung kam zum Ausdruck, daß, 10 Jahre Gftangms menn der Angeklagte die Tot 3 Tage später be-

Der Angeklagte hatte ein Verhältnis mit einem i gangen hätte, er in diesem Falle die Todesstrafe 14jährigen Mädchen, das bei dem 31 Jahre alten zu gewärtigen hatte.

Wasenmeister Friedrich Schmoll beschäftigt war. I , ...m...,

Schafen aus feiner Herde verhaftet und >...

nach Gießen in gerichtliche Untersuchungshaft ge° j haben vor die Orte Breidenstein, Mornshausen bei bracht. Der ungetreue Mann hatte widerrechtlich (***-**--*--^-* r

kreis Friedberg.

- Butzbach, 16. Dez. Seit der Eröffnung der letzten Teilstrecke der Autobahn FrankfurtKassel hat der Durchgangsverkehr an großen Lastzügen merklich nachgelassen. Lediglich aus den nieder- und mittelrheinischen Gebieten berühren solche Kraftwagen noch unsere Stadt. Nach Fertig­stellung des Zubringers werden auch diese Lastzüge unsere' Stadt nicht mehr berühren.

6ret* Altzleld

. Homberg, 16. Dez. Dem Bahnhofsvorsteher a. D. Johannes Hohl, der früher im Bahnhof Ehringshausen (Oberhessen) tätig mar, wurde vom Führer das goldene Treudienst-Ehren­zeichen für 40jährige Dienstzeit verliehen. Der Amtsoorstand des Betriebsamts Lauterbach über­reichte dem Jubilar das Ehrenzeichen, sowie die Derleihungsurkunde und übermittelte ihm herzliche Glückwünsche.

Kreis Bübingen.

j Schotten, 16. Dez. ImPosthäuschen" fand ein Familienabend des Zweigoereins Schot­ten vom VHC. statt. Nach einleitenden Musik­stücken einer kleinen Hausstreichkapelle begrüßte der Vorsitzende, Apotheker S c r i b a , die zahlreich er­schienenen Mitglieder. Er erinnerte, daß imPost-

Wieae des deutschen Waldes". Alle deutschen Walbbüume (Nadel- unb Laubhölzer) werden hier von der Aussaat bis zur Derpftanzung kultiviert. Mehr als 120 Waggons, do übe paeft mit jungen Baumstecklingen, verlassen, in ber Hauptpstan^zeit täglich den Bahnhof von Halstenbek. Wie kleine zierliche Fläumchen drängen, sich die ein- unb zweijährigen Kiefern, Lärchen unb Fichten auf ge­waltigen Feldern aneinander zu Millionen! Sie werd»,., vier Jahre lang gut gehalten. Hunderte von Arbeiterinnen, meist schlesische Waldarbeite­rinnen, sicht man in Kolonnen über die Felder rücken, Unkraut und Steine sammeln, Im Spät­herbst werden bie künftigen Laubwälder mit rie­sigen Motor pflügen gelockert, von den Arbeiterin­nen herausgezogen, gebündelt unb in Winter­quartiereemgeschlagen", denn draußen könnt.n sie erfrieren. Die viel zarteren Nadelhölzer müssen durch Sttohdecken und Zettbahnen vor Frost­gefahr geschützt werden, die sich kilometer­weit über die Felber erstrecken. Immer mehr gehen bie deutschen Forstbesitzer dazu über, auf eigene

meisten heutigen deutschen Apfelsorten sind 'n. Schleswig-Holstein zuerst kultiviert worden. So ist die Nordmark mcht nur ein? Fleischkammer Deutschlands, sondern auch die Wiege des brut­schen Waldes, des deutschen Obstgartens und der meisten deutschen Weihnachtsbäume.