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Die Sammlung und Wiederverwertung von Alt­eisen ist in allen industriellen Ländern eine Selbst­verständlichkeit, auch dort, wo man über reiche na­tionale Eisenerzvorräte verfügt. Das Alteisen, zum SammelbegriffSchrott" gehörig, ist neben dem Eisenerz der wichtigste Rohstoff der eisenerzeugenden Industrie. Bei derStahlerzeugungistder Schrott überhaupt nicht zu entbehren. Unser augenblicklicher Schrottbedarf beläuft sich auf jährlich auf etwa 10 Millionen Tonnen, die einem

Bezug von Fertigwaren war gegenüber dem Vor­monat kaum verändert.

Von der Steigerung der Gesamteinfuhr im August entfallen 26,7 Mill. RM. auf europäische Länder und 12,7 Mill. RM. auf Außereuropa. Im letzteren Fall haben sich die Bezüge aus Amerika (plus 10,5 Mill. RM.) und zwar- hauptsächlich aus Nord- omerik-a, sowie aus Australien erhöht. Die asiati­schen Lieferungen waren insgesamt etwas geringer als im Juli. Die Einfuhr aus Afrika war kaum verändert.

In der Ausfuhr des A l t r e i ch s folgte dem vergleichsweisen starken Auftrieb im Juli im August wieder ein Rückgang. Mit 419,3 Mill. RM. lag die Ausfuhr dem Werte nach um 20,1 Mill. RM., d. h. nicht ganz 5 v. $)., unter dem Juli-Ergebnis. Ab- genommen hat hauptsächlich die Ausfuhrmenge, je­doch ist auch der Ausfuhrdurchschnittswert etwas gesunken.

Von den einzelnen Warengruppen sind in der Hauptsache Enderzeugnisse durch den Rückgang be­troffen worden (21,1 Mill. RM.). Darüber hinaus hat lediglich die Ausfuhr von Rohstoffen (Kohlen­abgenommen. Bei Halbwaren und Vorerzeugnissen ist der Juliabsatz dagegen leicht überschritten worden.

Die europäischen Länder waren an der Vermin-

Der deutsche Außenhandel im August.

Fwd, Im Außenhandel Großdeutschlands betrug im August die Einfuhr 509,5 Mill. RM., die Ausfuhr 445,0 Mill. RM. Gegenüber dem Vor­monat ist die Einfuhr um 37,0 Mill. RM. gestiegen, während die Ausfuhr um 25,0 Mill. RM. abgenom­men hat. Die Handelsbilanz Großdeutschlands, die im Vormonat annähernd ausgeglichen war, schließt im August mit einem Einfuhrüberschuß von 64,5 Mill. RM.

Die Einfuhr des A l t r e i ch s , die in den Vor­monaten stärker abgenommen hatte, stieg von 417,3 Mill. RM. im Juli auf 457 Mill. RM. im August, d. h. um fast 10 v. H. an. Die Erhöhung des Ein­fuhrwerts beruht zum ausschlaggebenden Teil auf einer jahreszeitlich bisher nicht üblichen Zunahme des Einfuhrvolumens, jedoch hat sich auch der Ein­fuhrdurchschnittswert nach einer Senkung im Juli wieder leicht erhöht.

An der Steigerung der Gesamteinfuhr waren in erster Linie Rohstoffe und Halbwaren beteiligt. Die Einfuhr von Rohstoffen war um 14,4 Mill. RM. und von Halbwaren um 17,1 Mill. RM. höher als im Juli. Auch im Bereich der Ernährungswirtschast wurde das Vormonatsergebnis im ganzen übertrof-

Monlag, 19. September.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym» nastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gym­nastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. Operetten­zauber. 9.40: Kleine Ratschläge für den Garten. 9.45: ... und was sagt der Mann dazu? Ein Zwiegespräch. 10: Schulfunk. 11.45: Volk und Wirtschaft: Am fal­schen Arbeitsplatz? 12: Schloßkonzert. 13: Nachricht ten. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Musikalische Kurzweil. 15: Für unsere Kinder: Jetzt basteln wir... 16: Nachmittagskonzert. Das Mikro­phon unterwegs. 18: Die Chemie im Dienste der Nation. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19.15: Wer die Heimat liebt, wie du ... Theodor Fontane zum 40. Todestag. Hörfolge. 20: Nachrichten. 20.15: Stutt­gart spielt auf. Heitere Feierabendmusik. I. Alt-Wien. 22: Nachrichten. 22.15: Kamerad, wo bist du? 22.30: Nacht- und Tanzmusik. 24: Nachtmusik.

V. A. Seit dem 1. Juli führt die SA. im ge­samten Reichsgebiet auf Veranlassung und in Zu­sammenarbeit mit dem Reichskommissur für Alt­materialverwertung eine Sammelaktion zur Erfas­sung von Alteisen auf dem flachen Lande durch. Veranlassung zu dieser Aktion ist der stark gestiegene Schrottbedarf der deutschen Wirtschaft, mitbedingt durch die großen Aufgaben des Vierjahresplanes. Die Durchführung soll unter möglichster Anpassung an die örtlichen Verhältnisse erfolgen, was sich bisher ohne Schwierigkeit bewerkstelligen ließ.

Die Alteifenerfassung ist noch bis zum 1. Oktober d. J. vorgesehen.

Jeder Gab führt nach Festsetzung der. Sammelter- mine durch die Gaubeauftragten für Altmaterial­erfassung sowie durch die zuständigen SA.-Gruppen die Sammlung selbständig durch Das gesammelte Altmaterial wird von der SA. an bestimmte Ver­ladebahnhöfe gebracht, von denen der Abtransport erfolgt. Die Weiterleitung ist Sache anderer sach­verständiger Stellen. Die Fortschaffung des auf dem flachen Lande herümliegenden Alteisens dient auch der Dorfverschönerung. Deshalb haben auch der Reichsnährstand sowie das AmtSchönheit der Ar­beit" in der DAF. ihre Mitglieder aufgefordert, sie

Sofern dies überhaupt als ein Opfer empfunden wird, kann es für eine sehr kurze Zeit im Hinblick der Sache sicher ohne weiteres über-

einzelt erfolgten. Die Entwicklung war nicht ganz einheitlich, weitere Rückgänge traten kaum noch ein, teilweise wurden solche durch mäßige Erhöhungen päter wieder ausgeglichen. JG.-Farben stellten sich auf 147,75 nach 147,13, AEG. auf 110,50 nach 110, andererseits Deutsche Erdöl auf 123,25 nach 123,75. Bei den später notierten Werten betrugen die Ab­weichungen 1 bis 2 v. H.: niedriger waren u. a. Aschaffenburger Zellstoff mit 111 (113), Adlerwerke Kleyer mit 102 (105), Westdeutsche Kaufhof nut 91,65 (93,75), Rütgerswerke mit 142 (144), anderer­seits Salzdetfurth Kali 139 (137,50), Berger Tief­bau 143,50 (141), RWE. 118 (117) und nach Pause Allg. Lokal & Kraft mit 137,25 (133,50).

Im Freioerkehr war die Haltung teilweise schwächer. So Dingler mit 84,50 bis 85,50 (85 bis 87) 'unö Katz & Klurnpp mit 89 bis 91 (90 bis 92), im übrigen nannte man die letzten Kurse. Tages­geld unverändert 2,50 v. H.

Abendbörse sehr ruhig.

Die Abendbörse lag sehr ruhig und wenig ver­ändert. Nennenswerte Aufträge fehlten nach bei­den Seiten, so daß auch die Kulisse Zurückhaltung übte. Die Grundstimmung war weiterhin zuversicht­lich und nicht unfreundlich. In den meisten Fallen war die Kursfeststellung nominell, nur in wenigen Werten kamen Mindestabschlüsse zustande. Die Ab­weichungen hielten sich bei 0,25 bis 0,50 o. H. Mon­tanwerte lagen dabei nur knapp gehalten. Verein. Stahl 98 (98,25), Hoesch 104,25 (104,40), Mannes­mann 103,75 (104,13), Buderus 107,50 (107,65), Deutsche Erdöl 0,25 v. H. höher mit 124. Don Mo­torenwerten bröckelten BMW. und Daimler je 0,50 v. H. ab auf 142,50 bzw. 128, Adlerwerke unver­ändert 102. IG. Farben gingen 0,25 v. H. zurück auf 147,50, ebenso Metallgesellschaft auf 123,75. Am Elektromarkt lagen MG. 0,40 v. H. leichter mit 110,25, Gesfürel0,50 v. H. auf 129,50, Bekula unverändert 150,50 und Licht und Kraft unverän­dert 133,50. Sonst notierten u. a. Demag mit 139 (138,50), Bemberg mit 127,25 (127), Kaufhof mit 91,50 (91,65), Junghans mit 103 (103,25), Eonti Gummi mit 195,50 (195,75), MAN. mit 122, Rhein- metall mit 124, VDM. mit 161 und Moenus mit 120,50. Renten lagen völlig geschäftslos. Farben- Bonds wurden 0,13 v. H. niedriger gefragt mit

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Sonntag, 18. September.

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Evangelische Morgen­feier. 8.45: Um den Glauben der Jugend. 9: Deutsche Meister. 9.45: Dichter unserer Zeit. Ernst Wurm: Leonore", 10: Wie schön ist so ein Feiertag! Froh­sinn auf Schallplatten. 10.30: Chorgesang. 11: Berg- bauern in Osttirol. Hörfolge. 12: Musik am Mittag. 13: Sportereignisse des Tages. Im Wettbewerb des guten Willens. 13.15:, Musik am Mittag. 14: Kinder­stunde: Kasperle unter den Seepiraten. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.30: Das Lied vom großen Vaterland. Gedanken ,3um Tag des deutschen Volkstums. 16: Machmittags­konzert. ' 18: Abends unferm Weizenkranz ist im Wirtshaus Erntetanz. Eine Sendung der Jugend. 18.30: Ein Junggeselle schüttet sein Herz aus. Kurzer Einblick ins Leben des möblierten Herrn. 19.30: Sportspiegel des Sonntags. 19.45: Erste Leichtath­letik-Europameisterschaften der Frauen. 20: Nachrich­ten. 20.10: Unterhaltungskonzert. 21.15:O kommet doch, o kommt, ihr Ballsirenen" Wir laden ein zmn Tanz! 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. 22.30: Tanzmusik. 24: Nachtkonzert. ____

letzteren Fall ist hauptsächlich der Absatz nach Süd­amerika sowie nach Afrika gesunken. Nur nach Asien hat die Ausfuhr gegenüber dem Vormonat zuge­nommen.

Die Handelsbilanz des Altreichs schließt im August mit einem Einfuhrüberschuß von 37,6 Mill. RM., gegenüber einem Ausfuhrüberschuß von 22,1 Mill. RM. im Juli ab.

Mein-Mainische Börse.

IHittagebörfe: Ruhiger und etwas schwacher.

Frankfurt a. M., 16. Sept. In Reaktion auf die gestrigen etwas überstürzten Steigerungen war die Börse bei wesentlich ruhigerem Geschäft an den Aktienmärkten überwiegend etwas schwächer. Man übte mit Rücksicht auf die weitere Entwick­lung der weltpolitischen Lage Zurückhaltung. Es er­folgten seitens der Berufskreise kleine Glattstellun­gen, dazu kamen auch mäßige Abgaben der Kund­schaft. Im Durchschnitt ergaben sich Abschwächungen von 1 bis 2 v. H., doch -waren einige gestern stärker gestiegene Papiere auch 4 v. H. niedriger. Anderer­seits erfolgten auch noch einige Käufe. Stärker rück­läufig waren Bemberg auf 126,50 (130,50), Harpe- ner auf 136,50 (140,50), Klöckner auf 110,65 (114) und Hoesch auf 103,90 (106,50). Verein. Stahl senk­ten sich auf 98,25 (100,25), Mannesmann auf 104,13 (106) und Deutsche Erdöl auf 123,75 (125). Von chemischen Werten fielen JG.-Farben auf 147,13 (149) und Goldschmidt auf 127 (128) zurück, Metall- gesellschaft gut behauptet mit 124,25 (124), ebenso Scheideanstalt mit unv. 203. Am Elektromarkt bröckelten AEG. und Gesfürel bis 1 v. H. ab, da­gegen Schuckert 169,25 (168) und Siemens 190,25 (190). Etwas fester lagen Reichsbank mit 179 (178), Deutscher Eisenhandel mit 136,75 (136), Rheinmetall mit 124 (123,50), Feldmühle Papier mit 128,50 (128) und nach Pause BMW. mit 143 (139). ,

Am Diente nmar ft war die Haltung weiter­hin ruhig und die Kurse nahezu unverändert. Reichsbahn-VA. 123,65, Kommunal-Umschuldung abbröckelnd auf 94,05 (94,13). Am Pfandbriefmarkt wiesen nur einzelne Liquidationswerte geringe Ver­änderungen auf, daZ Geschäft war sehr ruhig wie auch im übrigen der Einheitsrentenmarkt still lag. Industrie-Obligationen schwankten bis zu 0,50 v. H.

Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft weiter stark zusammen, so daß weitere Abschlüsse nur noch ver­

schon mancher hat es dazu g6- 11flurüi ein Klassenlos! Darum in der neuen Lotterie mit» spielen! Die neuen Lose sind schon heute zu haben bei 5976*

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gung des hock-wertigen Siemens-Martin-Stahls zu­gesetzt, der mit etwa 55 v. H. an unserer gesamten Stahlerzeugung beteiligt ist. Ungefähr ein Zehntel des deutschen Schrottbedarfs hat bisher noch nicht aus dem Inland gedeckt werden können, was aber zweifellos auch auf Lücken in der früheren Sammel­tätigkeit zurückzuführen ist.

Die nationale Sicherstellung unseres Schrott­bedarfs macht es also für jeden Deutschen zu einer selbstverständlichen Pflicht, jede auch noch so kleine Schrottmenge durch den Rohproduklen- handel der eisenschaffenden Industrie zuleUen zu lassen.

Es ist ermittelt worden, daß auf dem Lande durchweg etwa 45 v. H. des abgängigen Eisens bisher ungenutzt blieben; in den Städten waren es immer noch 20 v. H., obgleich hier die Be­förderungsmöglichkeiten viel günstiger sind. Es sind vor allem diese wahrscheinlich verlorengehenden Schrottmengen, die durch die Sammelaktion ersaßt werden müssen, um unserer Unabhängigkeit m der Schrottversorgung näherzukommen. Auf dem flachen Lande wird es dabei vielfach an Fahrzeugen fehlen, um den Transport bis zum Bahnhof billig durchzu­führen.

Der Leiter der Reichswirtschaftskammer hat des­halb die Besitzer von Kraftwagen und Fuhr- werken ersucht, den Kameraden der SA. dadurch zu helfen, daß sie Lastwagen, Kraftwagen oder Pferdefuhrwerke während der Aktion den Män­nern der SA. für die Erledigung ihrer Aufgabe möglichst kostenlos zur Verfügung stellen.

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