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platz sofort zu den Besprechungen hinzugezogen

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nach Downing-Street Nr. 10. Kurz zuvor wurde

Ehamberlains Aufenthalt in München

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Fast unmittelbar nach der Rückkehr des Minister- Palast dauerte weit über eine Stunde. Wie bei der Präsidenten in die Downing-Street begannen die Abfahrt von der Downing-Street und der Ankunft

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Palastes von einer bis. in die späten Abendstunden wartenden Menge begeistert begrüßt.

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nen Disziplinen behandeln. Der geschäftsführende Sekretär der Gesellschaft, Professor Dr. R a s s o w (Leipzig), umriß Aufbau und Zweck der Gesellschaft, die 1822 gegründet worden ist.

ihm noch ein handschriftlicher vierseitiger Brief des Königs übergeben. Auch der Äbfahrtsweg vom Flugplatz war von dichten Menschenmassen eingesäumt.

reichten. Es handelt sich darum, im Norden mög­lichst die frühen Sorten anzubauen, die bereits im September reif sind. Allerdings ist dieser Wein zum Mosten und Gären weniger geeignet. Er gibt aber eine vorzügliche Tafeltraube, und wenn Seibts Pläne sich durchführen lassen, wird man vielleicht

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München, 16. Sept. (DNB.) Sei der Abfahrt des Ministerpäsidenten Chamberlain von Berch­tesgaden am Freitagvormittag war der Him­mel noch verhangen, doch klärte er sich rasch auf. Als die Wagenkolonne hinter Reichenhall die Reichsautobahn erreichte, lag das breite Doppelband im schönsten Sommersonnenschein. So erlebte der englisch» Staatsmann die ganze Schön­heit dieser Landschaft, die Ausblicke in die Bergwelt des Alpenvorlandes mit ihren freundlichen Dörfern. Besonders eindrucksvoll weitete sich das Panorama der Chiemgauer Berge mit dem sonnenüber­fluteten Chiemsee und der Fraueninsel. In dem- schönen Rasthaus am Chiemsee, das einer kurzen Besichtigung unterzogen wurde, grüßten die zahlreichen Gäste den englischen Staatsmann, der ihnen freundlich dankte. Chamberlain gab während der zweistündigen Fahrt wiederholt seiner Bewunde­rung über die herrlichen, nun schon in aller Welt berühmten Autostraßen des neuen Deutschlands und über die vielgestaltigen Schönheiten des oberbaye­rischen Berglandes Ausdruck.

Kurz vor 12 Uhr wurde München wieder er­reicht. Die Fahrt ging zunächst am Haus der Deutschen Kunst vorbei zur Feldherrn- Halle und dann zum Königlichen Platz, wo die Wagen für kurze Zeit verlassen wurden. Der Reichsaußenminister gab dem Premierminister eine Erläuterung der Bauwerke des Dritten Reiches. Um 12 Uhr traf der englische Staatsnyann mit dem

Schwere llnwetterjchäden in Ungarn.

Ein schweres Unwetter suchte in Ungarn den südlichen Teil des Raaber Komitats und die Gegend von Groß-Kanischa heim. Als Opfer des schweren Regensturmes sind auch Todesopfer zu beklagen; ein Landwirt ist ertrunken, zwei Schulkinder wer­den vermißt. Ein Arbeiter bemerkte beim Sturm nicht das Herannahen eines Kraftwagens. Er wurde überfahren und lebensgefährlich verletzt. Zn der Gegend von Laab hat der Sturm Bäume entwurzelt und Pferde und Kraftwagen umgeworfen. Da auch die Telephonleitungen zerstört wurden, konnten die Rettungsmannschaften nur mit großer Verspätung verständigt werden. Die Weinernte wurde teilweise vernichtet. Der Schaden ist sehr groß.

schwanden. Dagegen haben in neuerer Zeit Erb- storscher bei den verschiedensten Haustieren Haar­losigkeit als Folge einer Mutation beobachtet, und neuerdings wird dies auch bei Katzen festgestellt. Der französische Professor Letard hat, wie in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift" berichtet wird, in der Nachkommenschaft zweier ganz norma­ler siamesischer Katzen haarlose Junge festgestellt, und aus der Inzucht solcher Tiere ergab sich eine reinerbig haarlose Rasse. Bei der Geburt tragen die Jungen ein wenn auch dünnes Haarkleid, aber der Flaum verschwindet zwischen dem 10. und 14. Tage danach. Nach einiger Zeit tritt ein neues und reich­licheres Haarkleid auf, das gleichfalls allmählich wieder ausfällt, und vom 6. Monat ab sind und bleiben die Tiere bann nackt, nur einige behalten ganz dünnes Unterhaar. Die Kreuzung eines der Stammeltern mit normalen Siamesen gibt nur Junge mit normalem Haarkleid.

Reichsaußenminister wieder auf dem Flughafen Oberwiesenfeld ein, wo ihn mit zahlreichen Vertretern des Staates und der Bewegung auch eine vielhundertköpfige Menschenmenge zur Begrü­ßung erwartete. Er nahm mit Reichsaußenminister von Ribbentrop in der Gaststätte des Flughafens ein Frühstück ein, an dem Botschafter Henderson, Sir Horace Wilson, Mr. William Strang, Staats­sekretär Freiherr von Weizsäcker, Botschafter von Dircksen, der Chef des Protokolls Freiherr von Dörnberg, Gesandter Aschmann, Reichsstatthalter General Ritter von Epp, Ministerpräsident Siebert, Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner und Ober­bürgermeister Reichsleiter Fiehler teilnahmen.

Als Chamberlain nach dem Frühstück sich auf das Rollfeld begab, begrüßte ihn die Menschenmenge freundlich. Vor dem Flugzeug verabschiedete sich der Premierminister von den englischen und deutschen Herren mit kräftigem Händedruck und sprach dann in das Mikrophon des Reichssenders München noch einige englische Worte, die er mit den deutschen Worten schloß:Auf Wiedersehen!" Bereits in der Kabine stehend, stellte sich Premierminister Chamberlain noch freundlich lächelnd dem Kreuz­feuer der Photographen. Um 12.48 Uhr rollte dann die Maschine unter den Heil-Rufen und dem Winken der Menge an. Nach einer kleinen Schleife über dem Flugplatz entschwand die Maschine in nördlicher Richtung.

wurden. Jrn weiteren Verlaufe der Besprechungen erschien auch Lord Runci.man, der in Beglei­tung Ashton-Gwatkins, eines Mitgliedes seiner Mission, bereits das Außenamt aufgesucht hatte. Die Beratungen waren kurz nach 20 Uhr beendet. Die Vollsitzung der Regierung, in der Chamberlain einen eingehenden Bericht über seine Unterredung mit Adolf Hitler erstatten wird, ist erst für Samstag vormittag 11 Uhr an­beraumt worden. Um 21.30 Uhr begab sich Cham­berlain in den Buckingham-Palast, um dem König über den Verlauf seiner Deutschland- i reise zu unterrichten. Der Besuch im Buckingham-

Jch bin schneller wieder zurückgekehrl als ich angenommen Halle. Ich hätte die Reise ge­nießen können, wenn ich nicht zu beschäfligl gewesen wäre. Gestern nachmittag habe ich eine lange Unferrebung mit Herrn Hitler gehabt. Es war eine offene, aber freundschaftliche Aussprache, und ich bin darüber zufrieden, daß jeder von uns jetzt voll versteht, was der andere meint. Sie werden natürlich nicht von mir erwarten, daß ich mich jetzt über das Ergebnis dieser Unterredung äußere. Alles, was ich jetzt zu tun habe, ist, mit meinen Kol­legen Rücksprache zu nehmen, und ich gebe den Rat, nicht voreilig einen unautorisierten Be­richt dessen, was sich in der Unterredung ab­gespielt hat, als wahr hinzunehmen. Ich werde heute abend mit meinen Kollegen und anderen, besonders mit Lord Runcintan, die Unter­redung erörtern. Später, vielleicht in einigen wenigen lagen, werde ich eine weitere, Aussprache mit Herrn Hitler haben. Dieses Mal aber, so hat er mir gesagt, beabsichtigt er, mir auf halbem Dege entgegen- zukommen. Herr Hitler wünscht, einem alten 2Hann eine so lange Reise zu ersparen." Die kurze Anivrache Chamberlains wurde mit Bravorufen und Beifall ausgenommen. Der deutsche Geschäftsträger, Botschaftsrat Dr. Kordt, be­grüßte darauf den heimgekehrten Ministerpräsiden­ten, wobei er der Hoffnung Ausdruck gab, daß

London 16. Sept. (DNB.) Premierminister I Chamberlain das Gefühl habe, eine erfolgreiche I Ministerpräsidenten in seinem Büro eingefunben,

fa*1 l r a *..n *raf um 17.30 Uhr von seinem Reise hinter sich zu haben. Chamberlain antwortete während Lord Halifax und Sir Horace Wil»

Gesuch beim Führer Grohdeutschlands a u f d e m auf die Begrüßungsworte des deutschen Geschäfts- s o n, der Chamberlain nach Berchtesgaden beglei»

f Qct Heston ein. Bereits lange vor An- trägers: Ich habe mich über die Aufnahme in tet hatte, ebenfalls nach ihrer Ankunft vom Flug-

runft des Flugzeuges hatte sich eine vielhundert- Deutschland sehr gefreut und zwar ganz'-'-1- m r ' ------------

ropfige Menschenmenge auf dem Flugplatz versam- .besonders über den Empfang durch melt, um den zurückkehrenden Premierminister zutdieBevölkerung. Als der Premierminister den begrüßen. Sogar das Dach des Flughafen-Hotels Flugplatz verließ, brachte ihm die Menge nochmals war mit Menschen dicht besetzt. Gegen 17.15 Uhr begeisterte Kundgebungen dar. Immer wieder hörte traf Lord Halifax zusammeä mit dem Privat- man den Ruf:Good old Neville!" Chamberlain, lefretar des Premierministers auf dem Flugplatz ein. der ebenso wie seine Begleiter sichtlich in guter Der deutsche Geschäftsträger Botschaftsrar Dr Stimmung war und den Flug glänzend überstan- Kordt war ebenfalls anwesend. Während draußen , den hatte, fuhr dann zusammen mit Lord Halifax m Heston die Schaulustigen gespannt auf die An- ~ -- v -

runft des Ministerpräsidenten warteten, wuchs die Menschenmenge im Regierungsviertel, in den Stra­ßen Whitehall und Downing-Street immer mehr. Tausende waren zusammengeströmt, um Chamberlain nach seiner Rückkehr von seinem Flug nach Berchtesgaden zu begrüßen.

Als der Ministerpräsident das Flugzeug verließ, wurde er von den Hochrufen der Menge jubelnd be­grüßt. Nach dem Verlassen des Flugzeuges er­klärte er:

Oie ersten Besprechungen in London.

Nach Rückkehr Chamberlains. Besuch beim König. Heute Kabinetlssiirung

Weintrauben statt ausländischer Trau­größeren Mengen auf dem Markt sehen. Ch. K.

Haarlose Katzen.

nach der Ueberlieferung auch bei den Azteken in Mexiko haarlose Hauskatzen gegeben hat, so ist die haarlose Katzenrasse seit langem ver-

Besprechungen. Sir Samuel Hoare, Sir, vor dem königlichen Palast, wurde der Minister-

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Der Krieg in China.

Japanische "* lge vor Hankam

Schanghai, . (Europaprcß.) Während

die japanische Dffen|ib. chdlrch des Jangtse fast völ­lig zum Stehen gekommen ist, meldet das japanische Hauptquartier wichtige strategische Erfolge auf dem äußersten rechten Flügel der zur Umklammerung H a n k a u s eingesetzten und erneut verstärkten Ar­meen. Hier erstürmten die japanischen Truppen die chinesischen Schlüsselstellungen bei Schantscheng, nordwestlich von Hankau. Noch weiter nördlich durchbrachen die Japaner bei Hwangtschuan die starken chinesischen Linien. Gleichzeitig drangen die auf dem Jangtse operierenden Flußstreitkräfte bis zu den Schwesterstädten Wusueh und Makau vor; die hohen Steilufer des Jangtse wurden trotz hef­tiger chinesischer Gegenwehr von japanischen Ma- rinesoldaten gestürmt.

Don der Süd-Honan-Front berichten die Japaner die Eroberung der rund hundert Kilometer östlich der Peiping-Hankau-Bahn liegenden Stadt T s ch a n g t s ch e n g.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler hat in Ergänzung des Reichsarbeitsdienstgesetzes vom 26. Juni 1935 folgenden Erlaß unterzeichnet:Die Stärke des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend ist in der Ze bis zum 1. April 1940 von 30000 auf 50 000 Arbeilsmaiden (einschließlich Stammpersonal) zu erhöhen."

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Gauleiter Reichsminister Dr. Goebbels ver­sammelte am Freitagnachmittag die Politische Führerschaft des Gaues Berlin, Ver­tretungen der SA., ff ufw. um sich. In richtung­gebenden Ausführungen behandelte er die politische Lage. Er sprach von den besonderen Anforderungen, die an die innere und äußere Haltung des Politischen Führers gestellt werden müssen. Seine Ausführungen fanden bei den Versammelten stürmischen Beifall.

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An Bord des KdF.-SchiffesWilhelm G u st l o f f" fand am Freitagnachmittag eine schlichte Feier statt, wobei der britische Generalkonsul Robinson eine silberne Medaille der britischen Re­gierung als Anerkennung für Rettung der neun­zehnköpfigen Besatzung des englischen Dampfers Pegaway" am 4. April überreichte. Kapitan von Bertram dankte der britischen Regierung im Namen der gesamten Besatzung. *

Außenminister Bonnet stattete dem in Paris angekommenen bulgarischen Königspaar, das seine Reise von London nach Sofia in der fran­zösischen Hauptstadt für einige Tage unterbrochen hat, einen Besuch ab. Auch Ministerpräsident D a - lädier erwies dem Herrscherpaar seine Aufmerk­samkeit. Während der kurzen Besuche wurden die gegenwärtige Lage und besonders die für ^Bulgarien nach der Aufhebung der militärischen Klauseln des Vertrages von Neuilly eingetretene Lage erörtert.

Kunst und Wissenschaft.

Naturforscher und Aerzle lagen in Stuttgart

Aus allen Teilen des Reiches sowie aus Italien, der Schweiz, Holland, Belgien, Aegypten und an­deren Ländern haben sich in diesen Tagen Manner der exakten Wissenschaft in Stuttgart eingefunden um an der 95. Versammlung der Gese l l s ch a s t deutscher Naturforscher und Aerzte sowie an den damit verbundenen Tagungen befreun­deter Gesellschaften teilzunehmen. In rund 300 Re­feraten werden die bedeutendsten Naturwissenschaft­ler und Aerzte die dringlichen Probleme der einzel-

habe, die man ihr heute schon abgetrotzt habe, würde es anders um die Dinge stehen.

Oas Echo in USA.

Washington, 17. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Unterdrückungsmaßnahmen der tschechischen Re­gierung gegen die Sudetendeutschen sowie die Aus­dehnung des Standrechts haben in den Vereinigten Staaten stärkstes Aufsehen erregt. In einem Agen­turbericht, der die Ansichten maßgebender amerika­nischer Kreise darstellt, wird zugegeben, daß der Prager Haftbefehl gegen Henlein ein neues Element öer Unsicherheit in eine Lage getragen habe, die angesichts der persönlichen Aussprache zwischen dem Führer und dem englischen Ministerpräsidenten Hoffnung auf 'eine friedliche Lösung erweckt habe. Die meisten amerikanischen Blätter zeigen Landkarten von der Tschecho-Slowakei, die jedem unvoreingenommenen Amerikaner die Unhaltbarkeit des jetzigen Zustan­des einwandfrei vor Augen führen. Andere Zeitun­gen allerdings lehnen,die Verwirklichung des Selbst­bestimmungsrechtes in der Tschecho-Slowakei ab mit der Behauptung, es gäbe dort kein geschlossenes deutsches Siedlungsgebiet.

Schwere Kampfe in Palästina.

Starke Verluste der Araber.

Jerusalem, 17. Sept. (Europapreß.) In der Nacht zum Freitag entwickelte sich in der Nähe von Ramallah, nordwestlich von Jerusalem, wo mehrere hundert arabische Freischärler auf englische Truppen stießen, das bisher größte Gefecht feit Beginn der Unruhen in Palästina. Das Gefecht dauerte bis zum Freitagvormittag In seinem Verlauf wurden die englischen Truppen dauernd verstärkt, bis schließ­lich sämtliche in Nordpalästina stehenden Bataillone im Kampfe lagen. Es wurden auch Flugzeuge ein­gesetzt. Nach den letzten Meldungen sollen bei Ra­mallah 170 arabische Freischärler gefallen sein. Man hofft, daß die schweren Verluste Der Freischär­ler eine abschreckende Wirkung haben werden. Bis jetzt haben sich diese Hoffnungen jedoch nicht er­füllt. Es ist am Freitag in ganze Palästina wieder zu zahlreichen Zusammen st ößen und Sabo­tageakten gekommen. Zwischen Jerusalem und dem Toten Meer wurden verschiedentlich Lastkraft­wagenzüge der jüdischen Kali-Gesellschaft beschossen. In Haifa wurde ein arabischer Polizist erschossen; ein zweiter Araber wurde in der Nähe von Nablus ermordet.

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Buntes Allerlei.

Merkwürdiges Fuhrwerk im Postmuseum.

Mit der Wiederaufnahme des Postkutschenverkehrs in Deutschlands schonten Gauen erwacht auch das Interesse für die technischen Einrichtungen, die unsere Groß- und Urgroßväter einst ersannen, um den Postverkehr über Land sicher zu gestalten. Da gibt es im Hamburger Postmuseum ein merkwürdiges Fahrzeug, das m- dieser Form allerdings bestimmt nicht wiÄerkehren wird: die Kugel kutsche. Es ist ein kleiner Wagen- wie sie ehemals zwischen Ham­burg und Altona zu verkehren pflegten. Sein zur Aufnahme der Brief- und sonstigen Post dienender Lasten" ist nicht kastenförmig, sondern kugelrund gestaltet. Mit gutem Grund! So war es nämlich Landstreichern und anderen übertrieben sparsamen Reisenden unmöglich, die Postfahrt als blinde Passa­giere mitzumachen; die Kuael bot ihnen keinerlei Handhabe, sich hinten anzuhängen oder heraufzu­stellen. Die seltsame Kutsche soll übrigens von der dänischen Post erfunden worden sein, die damals den Verkehr zwischen Hamburg und Altona besorgte.

Hamburg baut Wein.

Unser Hannburger Mitarbeiter schreibt: Wer wird es glauben wollen, daß an der rauhen See Reben gedeihen? Weindörfer um Hamburg wer meint da nicht, daß man ihm einen Bären aufbinden will. Tatsächlich ist es einem Manne gelungen, den Ge­danken Des Weinbaues in Norddeutschland voranzu­treiben. Der Gärtner Seibt, gebürtiger Schlesier, der sich gründlich mit der Weinzucht befaßt hat, hat Den Gedanken propagiert. Die Hauswände um Hamburg für Weinbau auszunutzen und die Bahn­dämme zu Weinbergen zu machen. Auf seinem eigenen Grund hat Seibt eine Zahl Weinstöcke stehen und gewinnt aus der Hauptsorte Trauben im Ge­wicht von ein bis anderthalb Pfund. Diese Sorte hat ihren Namen Black Hamburgh daher, daß ein Londoner Kaufmann Anfang des 17. Jahrhunderts Die Zucht in Hamburg entdeckte und sie von dort nach London mitnahm, wo er ihr den englischen Na- men gtfb. Man sieht, der Hamburger Weinbau hat sogar schon eine Geschichte. Außer dieser Sorte ist noch eine Reihe anderer für den Anbau im Freien tauglich, darunter auch Die Gros Colmann, Deren Trauben ein Gewicht von drei bis vier Pfund er-

John Simo-n, Sir Robert Vansittart und Präsident auch beim'Verlassen des Buckingham- der Staatssekretär* im Außenamt, Sir Alexander C a d o g a n , hatten sich schon vor der Ankunft Des |

Weiterbericht

Das durch die eingedrungene arktische Kaltlust auf­gebaute Festlands-Hochdruckgebiet hat sich ostwärts verlagert. Da aber die bei England ankommenden atlantischen Störungsgebiete in der Hauptsache nordostwärts wandern, ist eine stärkere Einfluß­nahme auf unser Wetter nicht wahrscheinlich. Trotz zeitweisem Aufkommen von Bewölkung bleibt das Wetter überwiegend herbstlich freundlich.

Vorhersage für Sonntag: Stellenweise . Frühnebel, sonst heiter bis wolkig, weiter anstei­gende Temperaturen. Winde um Süd.

Lufttemperaturen am 16. September: mittags 15,9 Grad Celsius, abends 6,3 Grad, am 17. September: morgens 1,4 Grad. Maximum 16,4 Grad, Minimum heute nacht 1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. September: abends 13,8 Grad; am 17. September: morgens 12,8 Grad. Sonnen« scheindauer 10,2 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theoder Kümmel. 2). 21. VIII. 38: 8916. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.< 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültia

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auf der zweiten Probefahrt.

Nach der ersten, in allen Teilen gut gelungenen Probefahrt hat das neue LuftschiffGraf Zep­pelin" heute (Samstag) morgen um 8.03 Uhr feine zweite Probefahrt angetrefSn. Unter Füh­rung Dr. Eckeners wirdGraf Zeppelin" auf der etwa 24 Stunden dauernden Fahrt die deutschen Gaue besuchen. Außer Der Besatzung nehmen leitende Ingenieure des Luftschiffbaues sowie Angehörige der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt und des Reichsluftfahrtministeriums an der Fahrt teil.Graf Zeppelin" verließ in nördlicher Richtung feinen hei­matlichen Hafen. Am Svnntaavvrmittag wird auf dem Löwentaler Flugplatz die Landung erfolgen.

Oas neue Bundesabzeichen

des NG.-lie chskriegerbundes.

Berli^n, 16. Sept. (DNB.) Vom 1. Oktober 1938 an ist der NS.-Reichskriegerbund die einzige Organisation aller gedienten Sol­daten. Es gibt also bann keine soldatischen Ver­bände oder Vereine mehr außerhalb des NS.-Reichs­kriegerbundes. Nur die NSKOV. bleibt neben Dem NS.-Reichskriegerbund bestehen und hat eine Son­derausgabe zu erfüllen. Das in Schildform gehal­tene neue Abzeichen enthält das Fahnenmotiv Der vom Führer 1935 verliehenen Bundesfahne und stellt in emaillierter Ausführung Das Eiserne Kreuz auf rotem Felde mit dem Hakenkreuz im weißen Spiegel dar. Der Stabsführer des NS.-Reichskrie- gerbunbes; ^-Brigadeführer Major a. D. von Behr, veröffentlicht imKyffhäufer" einen Auf­satz, in dem es heißt, daß die Kyffhäuser-Männer von nun an im NS.-Reichskriegerbund mit den ausscheidenden Soldaten der Wehrmacht, den Mün­dern der Soldatenbünde, der Waffenringe, der Offi­ziersverbände ufw. unter einet Fahne und einer Führung stehen. Alle werden sie das gleiche Abzeichen tragen das eiferne Kriegskreuz mit Dem Sonnenzeichen Des nationalsozialistischen Sieges wie sie eines Geistes sind als KameraDen Des großen Krieges und Der neuen Wehrmacht. UnterschieDslos in Rang und Waffe werden diese Männer von nun an tn alle Zukunft hinein ge­meinsam marschieren; immer wieder werden sich ihre Reihen mit den Jüngeren füllen, werden Vä­ter und Söhne hier nebeneinanderstehen mit dem gleichen Gelöbnis der Treue zur Gemeinschaft des deutschen Volkes. Ohne die Alterserscheinungen aller früheren Organisationen wird der NS.-Reichskrie- gerbund nie neben der Zeit stehen, sondern in sei­ner Zeit wirken. Er wird das nationälsozialistische Gedankengut immer mehr vertieft von einer Sol- batengeneration zur anberen geben und bunh bie Familienkreise seiner Mitglieber zum gewaltigen Volksbund des soldatischen Glaubens an das ewige deutsche Volk werden.