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vom 13. Februar 1920 zugestanden worden, daß ihre immerwährende Neutralität als nicht unver­einbar mit den Bestimmungen des Lölkerbunds- paktcs betrachtet werden soll. Demgemäß war die Schweiz von der Teilnahme militärischer Sanktionen im voraus befreit worden, die Mit­wirkung an wirtschaftlichen Zwangsmaßnah­men hatte man jedoch entsprechend den allgemeinen Auffassungen der damaligen Zeit als ein durchaus friedliches und keineswegs neutralitätswidriges Ver­halten betrachtet. Das war die sogenannte disse- r e n z i e l l e Neutralität, die gegenwärtig, nach den Erfahrungen der letzten Fahre wohl von allen Bundesmitgliedern als Mindestmaß von Be­wegungsfreiheit in Anspruch genommen wird. Für die Schweiz selbst ist diese Formel aber seit dem Austritt Deutschlands und Italiens so bedenklich geworden daß Bundesrat Motta am 22. Dezem­ber unter allgemeiner Zustimmung feiner Lands­leute erklären konnte, die Eidgenossenschaft müsse künftig ohne Zaudern darauf bedacht fein, zum Aus­druck zu bringen, daß sie sich nicht auf eine diffe- renzielle Neutralität beschränken könne, sondern daß diese Neutralität umfassend sein müsse. Damik kehrt die Schweiz zum Grundsatz der absoluten Neu­tralität zurück, den in andern Ländern sehr beacht­liche Stimmen gleichfalls fordern, ohne daß sich die dortigen Regierungen bisher zu einem so entschie­denen Abrücken vom Genfer Kollektivismus ent­schließen konnten.

Die Entwicklung, die durch das deutsch-italienische Vorgehen einen entscheidenden Impuls erhalten hat, lst aber nicht mehr aufzuhalten. Jedes einzelne Land, das der Genfer Liga noch angehört, ist vor eine Entscheidung gestellt. Die Frage: für oder gegen Gens? bezieht sich nicht allein auf die Mitgliedschaft, die in vielen Fällen eine wenig wich­tige Aeuherlichkeit ist. Es handelt sich vielmehr darum, ob die einzelnen Länder künftig eine selb­ständige oder weiterhin in entscheidenden Augen­blicken eine unselbständige Außenpolitik treiben wollen, ob sie sich selbst ein Urteil über das Richtige und Zweckmäßige zutrauen oder ob sie dieses Urteil auf dem Umweg über Genf aus Paris und London, womöglich auch aus Moskau be­ziehen wollen. Je nach dieser Entscheidung wer­den sie sich zur Methode der direkten Verhand­lungen und zum Grundsatz der Neutralität gegenüber fremden Streitigkeiten bekennen oder aber ihr Heil von den Verhandlungen und Beschlüssen eines internationalen Parlamentes abhängig machen, das die organisierte Verantwortungs­losigkeit bedeutet.

Daß das Mißtrauen gegen Genf auch dort, wo man sich noch nicht zu einer grundsätzlichen Ableh­nung des Geistes und der Methoden der Liga durch­gerungen hat, sehr groß ist, ergibt sich aus den ver- chiedenen Warnungen der letzten Zeck, z. B. von lolnischer und schweizerischer Seite, vor einer e i n = eitigen weltanschaulichen Festleg u n g, mit andern Worten, vor dem sogenannten Anti­faschismus, der mit Hilfe der Genfer Liga das kom­munistische Volksfrontideal in die internationalen Beziehungen einführen will. Don den Anhängern der Genfer Liga wird dieser Sachverhalt angesichts solcher Warnungen in der nächsten Zeit nach Mög­lichkeit vertuscht und vernebelt werden. Das darf nichts ändern an der grundlegenden Erkenntnis: der Genfer Bund sieht seine natürlichen Bundesgenossen in all den Kräften, die auf allen Gebieten gegen eine natürliche Entfaltung des nationalen Selbst­bewußtseins arbeiten. Alle Reform, von der letzt wieder gesprochen wird, um die Kritik vom Wesent­lichen auf das Unwesentliche abzulenken, mußte bet diesem Ungeist eines destruktiven Internationalis­mus einsetzen. Andernfalls muß die Genfer Liga damit rechnen, daß ihr Tempel nicht nur wankt, sondern daß er auch noch gestoßen wird, damit er endgültig zusammenfalle.

Oer japanische Kurs in China.

Eine neue Regierung in China (olt Zusammenarbeit ermöglichen.

Tokio. 16.Jan. (DNB.) Die Regierung hat das erwartete M a n i f e st über die zukünftige Haltung Japans gegenüber China erlassen. In dem Manifest heißt es:Selbst nach der Einnahme Nankings hat die japanische Regierung immer noch Geduld gezeigt, um der chinesischen Nationalregie­rung eine letzte Gelegenheit für eine Überprüfung ihrer Haltung zu geben. Trotzdem hat die chinesische Regierung ohne Würdigung der wahren Absichten Japans blindlings ihre Opposition gegen Japan fortgesetzt, ohne weder innenpolitisch die elende Lage ihres Volkes noch außenpolitisch den Frieden und die Ruhe ganz Ostasiens in Er­wägung zu ziehen. Deshalb wird die japanische Regierung von nun an aufhören, sich über­haupt noch mit jener Regierung zu befaßen. Statt dessen wird Japan die Einrich­tung einer neuen ch i ne s i s ch e n Regie­rung, mit der eine w i r k l i ch e, st a b i l e Zu­sammenarbeit ermöglicht werden kann, unterstützen. Mit dieser Regierung wird Japan Hand in Hand an der Widerherstelluna der chine­sisch-japanischen Beziehungen und an dem Aus­bau eines verjüngten Chinas Zusam­menarbeiten. Es ist unnötig, zu betonen, daß hier­durch keinerlei Aenderung in der bisherigen japa­nischen Politik hinsichtlich der Wahrung der Souveränität und der territorialen Unverletzbarkeit Chinas sowie der Rechte und Interessen anderer Mächte in China

Die japanische Presse bezeichnet das Manifest als Eröffnung des militärischen und diplomatischen Feldzuges gegen das bisherige Regime in China . Die Lotio Asahi Schimbun" folgert daraus daß de facto wie de jure die diplomatif ch e n B e - Ziehungen zur Regierung Chinas abgebrochen seien. Deshalb werde Botschafter Kawagoe abberufen und der hiesige chinesische Botschafter Tokio verlassen. Japan werde die wei­tere Entwicklung der vorläufigen R egt e - rung in Peking beachten und sie unterstützen. Nach ihrer Konsolidierung als tatsächliche Zentralregierung werde Japan sie aner­kennen und mit ihr ein Programm des Wteder- aufbaues in Zusammenarbeit der drei Lander Japan, China und Mandschukuo durchfuhren Die ,;Hochi Schimbun" weist auf eine möglichet n n e n- polltische Umstellung auf die neue Lage hin. Innenminister Admiral Sujetiugu habe tm Kabinett gefordert, daß die gesamte Finanz- und Wirtschaftspolitik auf die Krtegs- z e i t eingestellt und entsprechend imKnegskabt- nett" eingesetzt werde.

Aus Basra am Persischen Meerbusen wird ge­meldet, daß fünf große Wasserflugzeuge der britischen Luftwaffe ihren Standort verlassen haben, um sich nach Singapore zu begeben.

Das Jnflitut für Seegeltung" in Magdeburg.

v

Das vom Reichsbund deutscher Seegeltung ins Leben gerufeneInstitut für Seegeltung" wurde in Gegenwart des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. R a e d e r, eröffnet. Man sieht hier den Generaladmiral (Mitte) während des Rundgangs. Links hinter ihm Reichsstatthalter Gauleiter Jordan, und weiter rechts Vizeadmiral v o n T r o t h a, der Leiter des Reichsbundes deutsche Seegeltung. (Scherl-Bilderdienst-M.)

SeWverantwortuug deutschen Studententnms.

tei heranbilden. Wir sind gewiß, daß über die Adolf» Hitler-Schulen und über die Ordensburgen d i e jungen Führer in das Volk hinein- wachsen werden. In fünf Jahren hat die Partei den Weg für die Ewigkeit gefunden und geschmiedet. Unsere Gegner hofften auf den Tag, an dem dieses Kampfgeschlecht aussterbe und an dem kein Nachwuchs mehr vorhanden sei. Mit die- er Hoffnung ist es endgültig vorbei. Durch die Hitler-Jugend wird der Weg der Erziehung zum neuen Menschen gewiesen, wie die Jugend nicht nur angelernt, sondern durch eine harte Schule des Lebens, des Mutes, der Tapferkeit und der Einsatzbereitschaft geformt werden kann. Aus dieser Hitler-Jugend kommt die Auslese für die A d o l f - H i t l e r - S ch ",l e n. Ich sehe den Tag voraus, wir werden es erleben, an dem dieses ganze System der Schulung unseres Führernachwuchses vollendet sein wird.

Wenn wir zusammen mit dieser Adolf-Hitler- Schule eine Kreisburg errichten, dann deshalb, um auch damit einen neuen Weg zu weisen. In jedem Kreis soll eine derartige Burg der national­sozialistischen Weltanschauung gebaut werden. Sa wird auch dieses Werk nicht nur begonnen, sondern mit nationalsozialistischer Zähigkeit gebaut werden. Das ist sichere Als der Beifall sich gelegt hatte, vollzog der .Reichsorganisationsleiter die feierliche Vermauerung der in künstlerischer Schrift auf Schweinsleder ausgeführten Urkunde/ die fol­genden Wortlaut hat:Um die Erziehung der Heranwachsenden Generation im nationalsozialisti­schen Glauben zu verbürgen, wurde diese Adolf- Hitler-Schule im 5. Jahre des Führers errichtet. Die Auslese der deutschen Jugend wird hier kostenlos und ohne Rücksicht aus Stand, Besitz und Konfession der Eltern auf'ihre Aufgaben in der Führung des Reiches vorbereitet werden. Gehorsam, Treue und Kameradschaft sind die drei Tugenden, die jeder, der diese Schule verläßt, seinem Volk vor­zuleben. hat."

Motorsport wird Volkssport.

Korpsführer Hühnlein

auf dem Münchener Appell des NSKK.

Aeichöstudentenführer Or. Scheel

auf -er Zehnjahrfeier des ASO.-Studentenbundes Bonn.

Bonn, 15. Jan. (DNB/l Die Zehnjahrfeier des NSD.-Studentenb indes, Hochfchulgruppe Bonn, fand ihren Höhepunkt in einer Kundgebung, auf der der Reichsstudentenführer Dr. Scheel über die Er­ziehungsarbeit der NSDStB. sprach. Das deutsche Studenteütum, so sagte er, habe in den Jahren des Kampfes das Recht erftritten, sich selbst zu führen. Die deutsche Studentenschaft müsse allmählich aus einer Summe unzähliger einzelner nicht faßbarer Studenten zr?einer schlagkräftig organisch gegliederten Mannschaft werden. Heute bereits ständen etwa 80 v. H. der ersten Semester in den Kameradschaften^ es sei nur noch eine Frage der Zeit, wann der freie Stud-ent für immer von der Hochschule verschwinde. Das Studium stelle nichts anderes dar als einen Dienst an der Aufgabe, sich besonders gründlich und gewissenhaft vorzubereiten für die Verantwortung, die man spä­ter zu tragen habe. Der Student habe angesichts der Gesamtanspannung aller geistigen Kräfte nicht mehr das Recht, auch nur ein Semester zu ver­bummeln. Das revolutionäre Element der Kame­radschaftserziehung komme in dem politischen Ein­satz der Studenten im Landdienst, Fabrikdienst und NSV.-Dienst zum Ausdruck. Wer selbst Menschen führen wolle, müsse das Führen erlernt haben.

Es gehe um das Schicksal der deutschen Hoch­schule überhaupt, um Sein oder Nichtsein eines freien selbstverantwortlichen deutschen Studenten- tums. Ein Ausweg habe nur der fein können, in

einer letzten gewaltigen Kraftanstrengung noch ein­mal zu wagen, alle ausbaufähigen und ausbauwilligen Kräfte zusammenzu- fassen. Man habe diesen Versuch gewagt, weil man nicht glauben konnte, daß das deutsche Stu- dententum und Altherrntum mit seiner stolzen Tra­dition und seinen geschichtlichen Leistungen dazu ver­urteilt sein sollte, heute sein Ende zu finden. Man sei überzeugt gewesen, daß ein Weg gefunden wer­den mußte, die wahren bleibenden Werte der ver­gangenen Zeit mit dem revolutionären Wollen der nationalsozialistischen Bewegung zu verschmelzen. Er glaube heute mit Recht sagen zu dürfen, daß das fast unmöglich erscheinende Wagnis geglückt sei. Ein neuesLebensgefühl durchströme die deutsche Studentenschaft und das Altherrntum, und an den deutschen Hoch- und Fachschulen vollziehe sich ein erhebender Prozeß der Gesundung. Es sei ein heftiger Kampf, der heute innerhalb der einzelnen Altherrenverbände zwischen der überwiegenden Zahl einsichtiger Alter Herren und jenen Elementen ausgetragen werde, die unter Berufung auf die Tradition letzte kleinbündlerische Tendenzen vertreten. An dieser Frage würden sich die Geister des wirklich ernsthaften Studententums scheiden. Wer über seinen Bund nicht hinauszuden­ken vermöge und mit kleinlichen Sticheleien das große Werk zu zerstören trachte, in der Hoffnung, daß doch noch einmal die Korporationen wieder auf- gemacht würden, der habe sich selbst gerichtet und sich überdies sehr getäuscht.

Eine neue Erziehung.

Der Grundstein für die zehn Adolf-Hitler-Schulen gelegt.

Waldbröl, 15. Jan. (DNB.) Am Samstag­nachmittag fand in Waldbröl die Grundstein­legung der Adolf-Hitler-Schule des Gaues Köln-Aachen statt, mit der gleichzeitig die Grundsteinlegung von neun weiteren Adolf-Hitler. Schulen, und zwar in Koblenz (Westmark), Mitten­wald (Hochland), Hesselberg (Franken), Weimar" (Thüringen), Schneckengrün bei Plauen (Sachsen), Potsdam (Kurmark), Heiligendamm (Mecklenburg), Tilsit (Ostland) und Landstuhl (Saar-Pfalz) ver­bunden mar. Nach dem Abschreiten der Formatio­nen begann die Kundgebung mit dem gemeinsamen LiedEin junges Volk steht auf". Gauleiter Groh 6 hieß den Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und den Reichsjugendführer Baldur von Schirach sowie die zahlreichen Gäste auf das herzlichste will­kommen.

Beichsjugendführer

Baldur von Gchirach

führte dann als erster u. a. folgendes aus: Unsere Bewegung legt an diesem Tage nicht nur den Grundstein zu neuen Bauten; sie verkündet gleich, zeitig das System der Nationalsozia­list ischen Erziehung. Es sind nur wenige Schulen, die im Rahmen dieses erzieherischen Wer­kes geschaffen werden, aber sie werden in ihrem Ausmaß, und zwar sowohl in ihrem baulichen als auch in ihrem erzieherischen Ausmaß, ein Neues darstellen. Geführt von jungen Erziehern, die Ka­meraden derselben Gemeinschaft find, der sie selbst angehören, wachsen die Adolf-Hitler-Schüler in einer Welt auf, in der es zwischen Lehrern und Schülern keinen anderen Unter­schied gibt als den der natürlichen Auto­rität. Wir wissen, daß man diese weder durch Examina noch durch Gebot erhalten kann. Die Vergötzung d e s G e i st e s , wie sie Jahrzehnte hindurch in unserem Volk betrieben wurde, führte zur Zerstörung der naturgegebenen Ordnung. Der Weg des geistigen Menschen jener Zeit ging durch das Tor, über'demWissen ist Macht" geschrieben stand, in ein Land der Verneinung. Dem intellektuellen Dünkel galt der Geist mehr als ein Volk Fahne und Vaterland. Gegen diese kalten Rechner erhob sich unsere Bewegung. Sie war und ist eine Revolution der Seele. Sie lebt vom Schlage lebendiger Herzen. In ihr wird jene Macht offenbar, die der Intellektuelle leugnet, weil er sie ebenso wenig zu denken vermag wie den Gott, der sie uns gab: d i e Macht des G e -

Wir Nationalsozialisten leugnen nicht die Macht des Wissens, aber wir dienen ihr nicht, sondern wir befehlen ihr. Was die Jugend auf unseren Schulen

lernt, das soll sie nicht zu Zweiflern und damit zu Schwächlingen machen, die vor jede gute Tat die feige Frage nach ihrer Rentabilität setzen. Die na­tionalsozialistische Bewegung war noch vor einem Jahrzehnt eine mehr als unrentable Angelegenheit, und die Menschen, die der Göttin der Vernunft dienten, verachteten sie; dennoch ist unser Glaube größer gewesen als der Geist, der stets verneint. Was in den Schulen Adolf Hitlers heranwächst, wird den Glauben an das Unmögliche erwerben. Die Waffen des Intellekts werden ihrer Generation gegeben und zwar die schärfften und härtesten, aber sie sollen nicht um ihrer selbst willen zu einem törichten und verderblichen Scheingefecht untereinander gebraucht werden, sondern einer hö­heren Idee dienen, so wie wir heute alles, wa Deutschland an geistiger Kraft besitzt, in den Dien eines guten Glaubens stellen, der uns glücklich macht.

Das Neue in der Welt wurde niemals von intellektuellen Bücherweisen geschaffen. Die Bücher gehören zum edelsten Besitz der Völker. Allein es ist wichtig, daß die Jugend nicht nur lieft, sondern auch erlebt. Das ganze Wesen unseres Volkes kann in Büchern beschlossen liegen, das Nibelungen­lied und der Faust spiegeln uns ganz, im Guten und im Bösen, in der Schwäche und in der Kraft. Wer aber die heiligen Bücher eines Volkes mit dem Seziermesser intellektueller Analyse - auseinander­schneidet und bann aus dem entseelten Gebilde Buchstaben für Buchstaben herauslöst, eine Dichtung erklär t" und zum Gegenstand einer mathemati­schen Gleichung degradiert, hat das Recht, Erzieher zu sein, verwirkt. Wie viele Deutsche sind so um die Seele unserer größten Dichtungen betrogen worden! Was ist ihnen von - Schillers heldischer Dichtung und Goethes nationalem Bekenntnis ge­blieben? Ein Schulaufsatz, betitelt: Vergleich der Charakterzüge der Jungfrau von Orleans mit dem des Götz von Berlichingen. Genug! Laßt uns den Mörtel mischen! Hier und heute mauern wir den Grundstein zu einem neuen Haus.

Heichsorganisationsleiter Or. Ley erklärte dann: Vor viereinhalb Jahren sprach der Führer auf der Tagung einer Ortsgruppe von seinen Sorgen, die er stets meistern konnte und auch in Zukunft meistern wird, und äußerte: Es gibt nur eine Sorge, die mir wirklich Sorge macht, das ist die Frage, ob es der Partei gelingt, d e n Führernachwuchs heranzubilden. Das war vor vier Jahren. Und kürzlich in Sonthofen vor den Kreisleitern und Gauamtsleitern konnte der Führer erklären: Nun haben wir das System g e - f u n b e n, wie wir den Führernachwuchs der Par-

München, 16. Jan. (DNB.) Die Motorstan- barte 86 versammelte sich im Kongreßsaal bes Deutschen Museums in München zum Neujahrs­appell. Korpsführer Hühnlein erklärte, ent» cheidend fei bie Arbeit an b er Jugend, die in möglichst großer Zahl den Motor beherrschen, Liebe und Begeisterung an der Meisterung bes Kraftfahrzeuges unb Liebe zur Pflege unb' War­tung bes Fahrzeuges aufbringen soll. Das geschehe in ben Schulen bes Korps. Der Korps- Ähre r gab seiner Freude darüber Ausdruck, baß )as Alter für bie Erlangung bes Führerscheines IV, für Krasträber bis 250 Kubikzentimeter, auf 16 Jahre herabgesetzt würbe. Der Vorschlag, wonach biejenigen Jungen, bie sich für diesen Führerschein melden sofern sie im Korps und in der HI. sind , bie Verkehrsprüfung in ben Reihen bes Korps ableiften, müsse auf bie ganze Partei übertragen werben. 60 000 Hitlerjungen seien in diesem Jahre aus ben Reihen bes NSKK. geschult unb erzogen worden. Die gesamte Erfassung der HI. fei im Gange. Dabei sei es aber wichtig, baß auch bie richtigen Männer zur Ausbildung hin- aeftellt würden. Nach einem Rückblick auf bie deut­schen Erfolge im Rennsport im Jahre 1937 gab der Korpsführer einen Ueberblicf über die großen sportlichen Ereignisse des Jahres. Wenn der Kraft- fahrgelänbesport heute bereits zu einem modernen Volkssport geworden sei, bann sei bies ein Verbienst bes NSKK. Die ©runblage aller Arbeit bleibe bie Arbeit im Sturm. Der Formationsführer müsse im Leben stehen, müsse- in jeher Richtung ben anderen Vorbild fein, dann sei der Erfolg der Arbeit gesichert.

Das Gnnnerungstteffen in Lippe.

Lemgo, 15. Jan. (DNB.) Die Erinnerung an den denkwürdigen 15. Januar 1933 ist heute in ganz Lippe eine feste Tradition geworden. Kurz nach 19 Uhr traf Reichsinnenminister Dr. Frick in Lemgo ein. Der Minister fuhr unter bim Jubel der Bevölkerung zurSchützenhalle", wo er eine Rede hielt. Er wandte sich dabei gegen die Vor­würfe, die in letzter Zeit von Vertretern der so­genannten großen Deyiokratien gegenüber dem nationalsozialistischen Deutschland erhoben wur­den, unb betonte unter bem Beifall ber Versamm­lung, baß bie Regierung Aböls Hitlers keine Diktatur fei, sondern die r e i n st e und wahrste Demokratie verkörpere; denn der Führer wolle nur ben Willen bes Volkes voll st recken, unb sein höchstes Ziel sei es, bas deutsche Volk glücklich zu machen. Ueber alle Gegensätze früherer Zeiten hinweg kenne ber Führer nur bas beutsche Volk und feine Lebens» Interessen und nur danach richte sich seine Politik. Ein Beweis dafür sei die restlose Beseitigung ber Arbeitslosigkeit im Rahmen bes ersten Vierjahres- plcmes, bie heute bereits einem ausgesprochenen Arbeitermangel gewichen fei. Der Minister wies auf bie ernste Gefahr ber Lanbf 1 ucht hin und forberte nachbrücklich bie Erhaltung ber deutschen Landbevölkerung gls Lebensquell des deutschen Vol­kes. Geeignete Maßnahmen feien bereits ergriffen worden, um diese lebenswichtige Forderung wirksam zu unterstützen. Deutschland müsse auch fordern, daß seine Brüder außerhalb ber Grenzen auf kulturellem unb völkischem Gebiet sichergestellt werben. Das sei nicht ausschließlich eine inner­politische Angelegenheit ber jeweiligen Herbergs- völker, fonbern eine internationale Frage, bie Deutschlanb tief berühre. Genau so könne Deutschlanb als Volk ohne Raum auf seine Kolonien nicht verzichten. Auch bies sei keine Prestigefrage^ fonbern eine Lebensnotwenbig- keit.

Der zweite Tag bes Lippe-Treffens brachte am Sonntag eine Reihe größerer Veranstaltungen in beren Mittelpunkt bie Kunbgebung in ben Flugzeug­hallen stand, in der Reichsleiter Rosenberg mit Schärfe die Auseinandersetzung des deutschen Volkes mit jenen Gegnern von gestern, bie heimlich bie geistige Führung roieber in bie Hänbe zu bekom­men trachten, herausstellte. Der Reichsleiter belegte trcffenb bie Rückständigkeit unb Anmaßung jener Kreise, bie schon vor Jahrhunberten bas Volksrecht beiseiteschoben. Eine Richtung, bie sich gegen ben Nationalsozialismus, also in diesem Falle gegen bie Wehrhaftmachung bes beutschen Volkes wendet, müßten wir entschieden ablehnen. Das beutsche Volk tehe höher als bie Konfessionen. Aus biefern Grunde ei bie Erziehung der Jugend aus» chließlich Sache des deutschen Volkes. Dabei lehne es wieder ber Nationalsozialismus ab, sich auf kirchlich-dogmatische Gebiete zu begeben, da hier die Entscheidung jeder selbst nach seinem Ge-