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M Gießener Schiläufern in den Alpen

Wirtschaft

SELTERSWEG47

Oie Sparkassen im November.

Fwd. Nach den Monatsausweifen der deutschen Sparkassen, Girokassen und Kommunalbanken (ohne Ostmark und Sudetenland) für Ende November 1938 Hot sich die günstige Bewegung der Spareinlagen im Derichtsmonat fortgesetzt. Der Einzahlungsüberschuß betrug 183,0 Mill. RM., also 80,0 Mill. RM. mehr als im November 1937. Diese Erhöhung des Ein­zahlungsüberschusses ist rechnerisch nur auf die Stei­gerung der Einzahlungen zurückzuführen, die mit 573,7 Mill. RM. um 117,2 Mill. RM. über den Einzahlungen im Vergleichsmonat des Vorjahres lagen. Auch die Rückzahlungen sind mit 390,7 Mill. RM. gegenüber denjenigen vom November 1937 (353,5 Mill. RM.) an gestiegen. In Anbetracht des um fast 1,9 Mrd. RM. höheren Spareinlagenbestan­des ist diese Entwicklung der Abhebungen jedoch als durchaus normal zu bezeichnen. Unter Berücksichti­gung der geringfügigen Zinsgutschriften und der sonstigen Derönderungen erhöhten sich die Sparein­lagen im Berichtsmonat insgesamt um 199,3 Mill. RM. auf 17,4 Mrd. RM.

Der Gesamteinlagenbestand der Sparkassen er« reichte Ende November 1938 mit 20,5 Mrd. RM.

8.1.: Garbenheim Hörnsheim: Wetzlar gegen Lützellinden: Niedergirmes Katzenfurt.

15.1.: Wetzlar ~ ' v

Nächste Märkte: Dienstag, 20., Mittwoch, 21. Dezember.

, jRunb um Schotten-am 9.Julil939.

Die Oberste Rationale Sportbehörde für die Deut­sche Kraftfahrt hat den Kraftfahrsport-Termin- kokender für 1939 veröffentlicht. Insgesamt sind 26 Veranstaltungen vorgesehen, zehn davon tragen internationalen Charakter, sechs sind ausschließlich den Krafträdern vorbehalten, wahrend bei allen übrigen auch die Wagen mitmachen.

In diesem Terminkalender der ONS. sind auch die beiden großen Veranstaltungen, die innerhalb unserer Heimat besonders interessieren, zeitlich festgelegt. Das große RennenRund um Schotten", an dem sich auch im kommenden Jahre wieder Wagen beteiligen werden, findet am 9. Juli 1939 statt. DieHessen­fahrt" (Orientierungs- und Geländeprüfung) ist für den 8. Oktober des nächsten Jahres vorgesehen.

BAK.-Wien DfA.-N. Meßen.

Die Verhandlungen zwischen Wien und dem VfB.-Reichsbahn sind nun zum Abschluß gekom« men. Am 2. Feiertag spielt auf dem Waldsportplatz die komplette Mener B.A.K.-Mannschaft gegen die erste Mannschaft des VfB.-Reichsbahn. Damit ist den Gießener Fußballfreunden Gelegenheit geboten, Mener Fußball, der sich durch seine vollendete Technik und Ballbehandlung einen Namen in der ganzen Welt gemacht hat, zu sehen.

Kampf um den Turnklubschild.

im Turnverein 1846 Gießen.

Am letzten Turnabend maßen sich Turner und Iungturner des Tv. 1846 Gießen in einem Acht­kampf im Geräteturnen, um den diesjährigen Sieger im Wettkampf um den Turnklubschild festzustellen. Es wurden je eine Pflicht- und eine Kürübung an Reck,- Barren und Pferd, ein Pferdsprung und eine Bodenübung verlangt. Die früheren Sieger fetzten sich aus diesmal wieder mit folgenden Punktzahlen an die Spitze: 1. Hans Vogt, 142 P.; 2. Ludwig Herbdrt, 138 P.; 3. Hermann Gutbub, 127,5 Punkte. Diesjähriger Turnklubschildsieger wurde als nächstbester bei den Turnern Hans Ä l t h a u s mit 126 P. und 5. Karl Schemel mit 120 Punkten.

Die Iungturner machten unter sich folgende Rang- folge aus: 1. Kurt Fuchs, 141,5 P.; 2. Karlheinz Richter, 133 P.; 3. Kurt Neuser, 132 P.; 4. Fritz L i n k e r, 119 P.: 5. Willi Brühl, 117,5 P.; 6 Erwin Linker, 113,5 P.; 7. Hans Rink, 112,5 P.: 8. Karl Sahl, 106,5 P; 9. I. L u tz e n - berger, 90 Punkte. Der Leiter, Männerturnwart K. Reuter und die Kampfrichter Fr. Sauer und K. Müller sorgten für eine flotte Abwicklung des für die Teilnehmer anstrengenden Kampfes.

Gerätturnen in den Schulen.

Am Mittwoch fand in der Turnhalle der Reuen Peftalozzischule unter Leitung von Kreissportlehrer Mohr eine Arbeitstagung statt, zu der die Lehrer des Kreises, die Turnunterricht erteilen, erschienen waren. Durchgearbeitet wurde der in den Gestal- tungsbeispielen der Landesregierung für die Unter­stufe der Jungen enthaltene Uebungsstoff.

Der Wettkampf, der im März durchgeführt wer­den soll, umfaßt drei Uebungsgruppen an Geräten, die als Einzelübungen gewertet werden, und eine Gemeinschaftsübung. Beteiligt am Wettkampf sind das 6., 7. und 8. Schuljahr. Die Hebungen wurden von Schülern eines 8. Schuljahres der Pestalozzi- schule oorgeturnt und die gültige Ausführung genau festgelegt.

Um den Uebungsbettieb im Geräteturnen der Schulen auf breiter Grundlage zu sichern, wurden dre eigentlichen Wettkampfübungen noch nicht be- kanntgegeben. Diese werden erft eine Woche vor dem Wettkampf aus den von der Landesregierung her­ausgegebenen Gestaltungsbeispielen' ausgewählt und den Schulen zugeteilt.

Seräteturner-Lehrgong in Lich.

Dem Turnverein 1860 war es gelungen, den Gausportlehrer B r o x für einen Schulungslehrgang im Geräteturnen zu gewinnen, zu dem auch Turner aus Bellersheim, Eberstadt, Langsdorf und Stein- bach erschienen waren. In dem etwa zweistündigen 1 Lehrgang ging Sportlehrer Drox mit den Turnern ' verschiedene leichtere Uebungen an den einzelnen Geräten durch und machte ihnen gleichzeitig klar, i

bis bis bis bis bis bis

44.50 (43,50 bis 44,50), b) 40,50 (40 bis 40.50). Kühe a) 42,50 bis 44.50 (42,50 bis 44,50), b) 37 50 bis 40,50 (37 bis 40,50), c) 28 bis 34,50 (28 34,50), d) 18 bis 25 (18 bis 25). Färsen a) 43 45,50 (42,50 bis 45,50), b) 40 bis 41,50 (39 41,50), c) 36.50 (36). Kälber a) 63 bis 65 (60 65), b) 55 bis 59 (56 bis 59), c) 45 bis 50 (46

50), d) 30 bis 40 (32 bis 40). Hammel b2) 50

52 (46 bis 50), c) 40 bis 45 (39 bis 45) d) 36 (26

bis 30). Scbafe a) 38 bis 42 (37 bis 42), b) 33 bis

36 (33 bis 36), c) 28 bis 32 (20 bis 31). Schweine

a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 58 (58). Marktverlauf: Rinder. Käl­ber und Schweine zugeteitt, Hämmel und Schafe mittelmäßig.

Beefsteaks für Achteten.

Wichtige Forschungsergebnisse eines deutschen Arztes.

Don Dr. Georg Meyer.

und Adlerwerke Kleyer mit 103,65 (102,50), ferner Zogen Klöckner auf 115 (114), Mannesmann auf 105,75 (105,13), Verein. Stabl auf 104 (103,65), AEG. auf 113,50 (112,75), BMW. auf 145 (144), Deutsche Erdöl auf 122,50 (121,50), Junghans auf 99,90 (99,13), Westdeutsche Kaufhof auf 103,25 (102,50), Rheinmetall auf 128,75 (128,25) und u. a. MAN. auf 135,50 (135) an. Die Farben-Aktie konnte ihren festen Schlußkurs nicht ganz behaupten mit 149,65 (149,75), ebenso Rheinstahl mit 130,65 (131) und Metallgesellschaft mit 117,75 (118). Am Renten­markt zogen Reichsanleihe-Altbesitz auf 127,65 (127,50) an, während 6proz. IG.-Farben auf 118,75 (119), 4,5proz. Franks. Hyp. Liquid, auf 100,13 (100,25) abbröckelten. Behauptet lagen 1928er Darm­stadt mit 96, 4,5proz. Frankf. Pfandbriefbank Liquid, mit 100,13 und 6proz. Großkraft Mannheim RM- Anleihe mit 99,75. Im Freiverkehr erhöhten sich Kommunal-Umschuldung auf 92,13 (92,05 bis 92,10).

Sranrfurte- Sthiadnmehmarft

Frankfurt a. M., 15. Dez. 2hiftrieh: Rinder 1349 (gegen 1253 am 8. 12.), darunter 269 (235) Ochsen, 129 (102) Bullen. 678 (663) Kühe, 266 (253) Färsen. Kälber 352 (336), Hämmel und Schafe 141 (183), Schweine 240 (227). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43,50 bis 46,50 (44,50 bis. 46,50), b) 41 bis 42,50 (40,-50 bis 42,50), c) 34 bis 37,50 (33 bis 37.50). Bullen a) 42,50 bis

zwischen Theorie und Praxis auf, die unüberbrück­bar ist, so daß diejenigen recht behalten, die für die Wissenschaft nicht viel übrig haben? Oder ist es nicht vielmehr so, daß die Theorie nur darum unvollkom­men wgr und versagte, weil sie nicht den ganzen Fragenkomplex im Auge hatte, sondern sich lediglich an einem kleinen Ausschnitt orientiert hatte?

©er Instinkt behält Neckt

Die Ernährungsphysiologen sind nicht zu den olympischen Kämpfern gegangen und haben ihnen Qcfoflt:Was ihr da macht, ist falsch, das wider- spricyt den Gesetzen, die wir Wissenschaftler mit vieler Mühe entdeckt haben." Sie haben vielmehr den anderen Weg gewählt und sich die Frage vor- gelcgt:Warum richten sich die Leute nicht nach den von uns gefundenen Erkenntnisien? Der Erfolg beweist, daß sie instinktiv das Richtige getroffen haben. Vielleicht sind unsere Einsichten unvollstän­dig?" Daß sie dem Instinkt der Sportler und Athleten vertraut und bei sich selbst Einkehr ge- halten haben, anstatt auf ihrem Pferd sitzen zu bleiben, aereicht ihnen zum Ruhme: die Ernäh- rungsphysioloaie hat in der Zeit, die feit den Der- hncr olympischen Tagen verflossen ist, neue Einsich­ten in den Mechanismus des Stoffwechsels gewon­nen, durch die zwar die alten Erkenntnisse nicht zu- n:chte gemacht, aber doch wesentlich erweitert und vertieft worden sind.

Man geht von der überraschenden Tatsache aus, daß dke Athletennahrung im alten Hellas, also vor mehr als zwei Jahrtausenden, wie uns die Historiker und die Philologen versichern, im Prinzip die gleiche gewesen ist, die auch heute bevorzugt wird: nämlich in erster Linie Fleisch. Schon nn Altertum wurde von den Athleten mit leichtem Spott gesagt, sie seien aus Schweine- und Ochsen- flersch aufaebaut Und wenn wir hören, daß die letzte Mahlzeit drei Stunden vor Beginn des Kamp-

men wird. Bei dem gesteigerten Tempo des olympi­schen Kampfes rft eine erhöbte Zufuhr von Sauer­stoff nötig, die aus der Luft allein kaum zu be­werkstelligen ist. Die Anwesenheit reichlicher Eiweiß- mengen verbessert aber die Orydationslage wesent- lich und muß sich also unbedingt günsttg auswir­ken. Qualität und Quantität: tierisches Eiweiß und das in großen Mengen das ist das Geheimnis des Erfolges.

Und die Reserven?

Das ist in ganz kurzen Zügen die neue ernährungsphysiologische Erkenntnis, die wir Bickel verdanken und die er im einzelnen durch breitange­legte Versuche sichergestellt hat. Dazu kommt ein zweites: es ist ihm auch gelungen, neue Be - ziehung,en der - Qualität des Nahrungsettveißss zum Kohlehydrat-Stoffwechsel nachzuweisen. Näm­lich: je besser die Leistung des Nahrungseiweißes für die Verbrennung ist, um so geringer ist dabei die G l y k o g e n - M e n g e, die sich in der Leber befindet. Glykogen das ist diejenige Substanz, in welcher der Körper die den augenblicklichen Be­darf überschießenden, aber zur Verfügung stehen­den Kohlehydratmengen aufftapelt. Ihr Material sind Kohlehydrate (Stärke, Zucker usw.) und Fett. Je größer der Anteil des Fleisches am Nahrungs- eiweiß ist, um so niedriger liegt der GlykogengekM der Leber.

An diesem Punkt steht die Forschung heute: neue fragen tauchen auf, die der Untersuchung harren. Man vermutet, daß das Glykogen n i ch t di e ein- zige Form der Speicherung des Kohle­hydrats ist. Die Annahme liegt nahe, daß bei reich­licher Eiweißverforgung die ja, wie wir gesehen haben, Höchstleistungen der Muskelarbett ermög­licht das Kohlehydrat anderweitig gefver- chsrt ist, also, nicht gerade im Glykogen der Leber, sondern in einer für den Muskel leichter greifbaren Form. Vielleicht ist die Glykogen-Reserve überhaupt erst die Zweite Reserve, in der das Kohlehydrat bereitsteht. Denn es mutet doch etwas seltsam an, daß der Körper in seiner Höchstform die wenigsten Reserven bereithaben sollte. Indessen werden künf­tige Forschungen in dieser Richtung an dem experi­mentellen Erasbnis. das über die Bedeutung des Eiweißes vorliegt, kaum etwas ändern. Und dieses Ergebnis ist theoretisch wie praktisch wichttg genug.

Der nachstehende Artikel berichtet über wichtige Forschungsergebnisse, die der Ber- lmer Physiologe Professor B i ck e l bei feinen Untersuchungen über die zweckmäßige Ernäh- rung des Sportlers erzielt hat. Diese Unter- suchungen dürsten in unserer sportsreudigsn 3eit besonders Interesse beanspruchen, zu­mal es sich dabei über den rein sportlichen Artteil der Angelegenheit hinaus um wich- tige Grundprobleme der menschlichen Er­nährung fyanbelt

Als zur letzten Olympiade die Kämpfer aus aller Wett im Olympischen Dorf zu Berlin zufammengc- fommcn waren und sich hier für ein paar Wochen in Höchstform zu halten suchten, um in den Entschei- dungsspiclen die Giegespalme zu erringen, da hatten neben ben vielen Millionen Sportenthusiasten auch die Aerzte eine fruchtbare Zeit. Und zwar nicht allein darum, weil es mancherlei zu reparieren gab, sondern vor allem, weil sich hier eine selten wiederkehrende Möglichkeit bot, neue Einblicke rndie Funktionen des menschlichen Körpers zu gewinnen, wenn dieser unter ertre- men Bedingungen zu arbeiten genötigt ist.

Theorie und Praxis.

Ein Hauptproblem war die Ernährungs­frage. Da hatten die Physiologen in mühevollen Experimenten, in verwickelten Untersuchungen, die sich durch Jahre hinzogen, mittels schwieriger Be- rechnungen he raus geb rächt, wie Ernährung und Lei- ftung zusammenhängen, wie der Stoffwechsel arbei» tet, welche Ernährungsweise unter diesen oder jenen Bedingungen die zweckmäßigste ist und mußten es nun erleben, daß die olympischen Kämp- fer gar nicht daran dachten, sich noch den wissen- sckafttichen Rezepten zu richten, sondern daß sie ihren eigenen Speisezettel aufstellten und sich streng daran hielten. Tat sich plötzlich eine Kluft

15.1.: Wetzlar Niedergirmes: Katzenfurt gegen Münchholzhausen: Lützellinden Hörnsheim.

22.1.: Hörnsheim Wetzlar: Münchholzhausen ge­gen Lützellinden: Garbenheim Katzenfurt.

29.1.: Hörnsheim Niedergirmes: Wetzlar gegen Münchholzhausen: Garben heimLützellinden.

5. 2.: Garbenheim Wetzlar: Katzenfurt* Lützel­linden: Münchholzhausen Niedergirmes.

12.2.: Niedergirmes Garbenheim: Wetzlar gegen Katzenfurt: Münchholzhausen Hörnsheim.

19. 2.: Garbenheim Münchholzhausen: Lützellin­den Niedergirmes: Katzenfurt Hörns­heim.

Der Schiklub Gießen, der auch in diesem Jahre und für die kommende Wintersportzeit ine Dorar- bett mit seinen Trockenschikursen schon eifrig und mit bestem Erfolg aufgenommen hat, beschloß den er­sten Kursus mit einer Veranstaltung besonderer Art. Um allen den angehenden Schiläufern, die sich an den Trockenschikursen beteiligten, zu zeigen, welche Winterherrlichkeit ihrer wartet und welche Möglich- ketten der sportlichen Betätigung der Schilauf über­haupt und in reicher Fülle bietet, fanb gestern im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts ein Schisilm-Dortragsabend statt, der außerordentlich gut besucht war und den vielen Erschienenen einen tiefen Einblick in die winterliche Bergwelt sowohl der Mittelgebirge, wie auch der Hochgebirge ver­mittelte.

Für das Instttut für Leibesübungen an der Uni» vesität hielt Dr. Jüngst herzlich willkommen und sprach kurz von den Schönheiten des Winters in unferen heimatlichen Bergen und gleichzeitig über die Aussichten, die für diesen Winter gegeben sind. Allerdings konnte er noch nicht verraten, warm es auf dem Hoherodskopf losgehen wird. In beredten Worten schilderte er die Erlebnisse auf Schiern, wie sie in unseren heimischen Mittelgebirgen, im Hohen Vogelsberg, wie auch in der Rhön möglich sind.

Sodann zeigte Kamerad Althaus eine stattliche Anzahl Lichtbilder, farbenphotographisch aufaenom- men, int im Geiste in die Rhön, auf die Wasser­

kuppe, führten und alle winterliche Schönheit der Landschaft bewußt werden ließen. Im weiteren Ver­lauf des Abends wurde dann ein für die Anfänger und Fortgeschrittene besonders aufschlußreicher Lehr­film gezeigt, der den Schilauf in anschaulichen Bil­dern zeigte. Vom einfachsten Stemmbogen bis zum Temposchwung in neuester Technik war jede Be- roegungsübung zu. sehen, wie sie die Mittelgebirge, wie sie aber insbesondere die Hochgebirge fordern. Dadurch, daß die größte Anzahl dieser Hebungen von besten deutschen Schiläufern uttd Schilehrern ausgeführt wurden, war es möglich, die Schitechnik m vollkommenster Form kennenzulernen.

An Hand von überwältigend schönen bunten Bil­dern begleitete man dann die Gießener Schiläufer nach Damüls und nach dem Madlener-Haus, die so­wohl tm tiefen Winter, wie auch zu Ostern des Iah- res 1938 ausgesucht worden waren und den Teil- nehmern unvergeßliche Stunden gebracht hatten. Die Bilder ließen erkennen, welch unerhörte Schönheit die Bergwelt zu bieten vermag. Die lebendigen Schilderungen des Kameraden Althaus trugen fer­ner dazu bei, die Reize einer Schitour in das Hoch­gebirge in schönstem Lichte erscheinen zu lassen. Mit zwei kürzeren Filmen, die die Einweihung der Wil- helm-Wodaege-Schanze und einen Schikurs auf der Wasserkuppe veranschaulichten, fand der Filmvor- tragsabend seinen Abschluß.

Rundfunkprogramm

Samstog, 17. Dezember.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nach­richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland Kinderland. 10: Schulfunk: Vom Werden einer Zei­tung. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Musikalischer Gabentisch. 15: Stimmen aus dem Alltag. 15.15: Bilderbuch der Woche. 15.30: Das Spiel vom großen Kalender". Unsere Jung- model -werben für die 3. Reichsstraßenfammlung des WHW. 16: Frohes Wochenende! 18: Bühne und Film im Rundfunk. 18.30: WHW.-Konzert. Musi- kalifcher Wunschzettel. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Tannenharz und Fichtennadel" Würziges aus den Alpen. 22: Nachrichten. 22.30: Wir tanzen in den Sonntag! 24 bis 2: Nachtkonzert.

einen neuen. Höchststand. Der gesamte Einlagen­zufluß bet den deutschen Sparkassen und Girokassen betrug im Berichtsmonat 375,3 Mill. RM.

Rhein-Mainische Börse.

ÄNttagsdörse sehr ffilL

Frankfurt a. M., 15. Dez. Die Erholung der Aktienkurse machte leichte Fortschritte, da von der Kundschaft mäßige Aufttäge Vorlagen. Indessen waren die Umsätze überaus klein und auch die Be­wegung nicht einheitlich nach oben gerichtet. Im allgemeinen hielten sich die Abweichungen unter 1 v. H. Die Maklertafeln wiesen wiederum große Lücken auf. Von den zunächst notierten Papieren stellten sich IG. Farben auf 148,50 (148), Reichsbank auf 185,50 (184,75), Verein. Stahl auf 103,25 (103), Daimler auf 128,25 (128) und Metallgesellschaft auf 118 (116). Andererseits Mannesmann 105,25 (105,75), Junghans 99,13 (99,.50), AEG. 112,75 (113,50) und VDM. 170 (171). Im Verlaufe nannte man infolge der Geschäftsstille vielfach nur knapp gehaltene Kurse, teilweise auch etwas höhere Be­wertungen.

Auch am Rentenmarkt herrschte weitest­gehende Geschäftssttlle. Non öffentlichen Anleihen fes anno 1936 im Olympischen Dorf aus mehreren Beefsteaks mit Ei, rohem Schabefleisch mit Eigelb und geschabter Leber, einigen Eigelb, Milch, Fleischsaft und Malz- und Traubenzucker als Zu­kost zu bestehen pflegte bann springt uns die überraschende Vernachlässigung der Pflanzenkost so­fort in die Augen. Von Fett will man nichts wissen; Eiweiß ist Trumpf und die Ernäh­rungsphysiologie lehrt doch, daß die Quelle der Muskelkraft das Kohlehydrat fei.

Ein deutscher Forscher greift ein.

Die entscheidenden Untersuchungen auf diesem Ge­biet im Anschluß an die Beobachtungen bei den Olympischen Spielen hat der Ordinarius für Patho­logische Physiologie an der Berliner Universität. Professor Dr. Adolf Bickel, mit seinen Assistenten und Schülern in die Wege geleitet. Nach knapp zwei Jahren, 1938, konnte er in einem ausführlichen Vortrag vor der ZüricherGesellschaft der Aerzte" über diese Experimente berichten. Folgendes waren die aufschlußreichen Ergebnisse dieser neuen For­schungsarbeiten. Das Nahrungseiweiß hat verschie­dene Ausgaben zu erfüllen. Im großen Umriß las­sen sich zunächst zwei Hauptaufgaben unterscheiden: das Ncchrungseiweiß dient erstens der Regene­ration (Zurückgewinnung) des Muskeleiweißes; zweitens ist es als A u f b a u m a t e r i a I für die Ausbildung der Muskeln nötig. Man hat diese ver­wickelten Vorgänge im einzelnen näher studiert und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, daß der Der- zehr so phantastischer Mengen tierischen Eiweißes in Gesellschaft bestimmter pflanzlicher Eiweiße, wie wir ihn bei den olympischen Kämpfern sehen, durch diese beiden Aufgaben allein nicht gerechtfertigt ist. Sollte es nicht noch eine dritte, bisher unbekannte Anfaabe zu erfüllen haben?

Bickel hat gefunden, daß die Qualität des Rahrnngseiweißes eine bestimmten Einfluß auf die Oxydationslage, d. h. auf den Ahlauf der Verbren­nungen tm Stoffwechsel hat, die zur Unterhaltung des Lebensprozesses und der Organleistungen erfor­derlich sind. Und zwar wird bei besonders starker Zufuhr hochwertigen (also tierischen) Eiweißes das zur Verbrennuna gelangende Material besser ausae- nutzt, also vollständig durchorydiert. Gute Eiweiß' gualität sacht die Nerbrennung an und beeinflußt den Prozeß fo, daß allesBrennbare" mitgenom-

15.1.: 1860 Marburg Luftwaffe; Heuchelheim gegen Ockershaufen; Barbara Mtv. Gießen.

22.1.: 1900 Gießen 1860 Marburg; Barbara ge­gen Heuchelheim; Ockershaufen Mtv. Gießen.

29.1.: 1900 Gießen Luftwaffe; 1860 Marburg gegen Barbara; Heuchelheim Mtv. Gießen.

5. 2.: Heuchelheim 1900 Gießen; Mtv. Gießen gegen 1860 Marburg; Ockershaufen gegen Luftwaffe.

12.2.: Luftwaffe Mtv. Gießen; 1900 Gießen ge­gen Ockershaufen; Heuchelheim 1860 Marburg.

19.2.: 1900 Gießen Mtv. Gießen; Ockershaufen gegen Barbara.

26. 2.: Barbara Luftwaffe.

Stoffel V.

besserten sich Reichsaltbesitz auf 127,50 (127,40), Reichsbahn-Vorzugsaktien auf 123,65 (123,25). Am Pfandbriefmarkt kam noch einiges Material heraus. Die Kurse blieben jedoch behauptet; 4'/- o. H. Komm. Landesbank Darmstadt R 9 0,25 v. H. erhöht auf 99. Von Liquidationswerten Frankf. Hyp. 100,25 (100,13), Rheinische' 100,40 (100,25). Stadtanleihen notierten meist unverändert. Industrie-Obligationen lagen nicht ganz einheitlich, größtenteils aber 0,13 bis 0,25 v. H. fester, darüber hinaus 6 v. H. IG. Farben 119 (118,13). Don Auslosungsanleihen Dekosama I 133,75 (133,50), aber Hamburger Alt­besitz nach Pause 124,50 (125,25). Kommunal-Um» schuldung halbamtlich unverändert 92,05.

Abenddörfe freundlich.

Die Abendbörse verlief etwas lebhafter als fönst und verstärkte ihre festere Haltuna, was auch in meist 0,50 bis 1 n. H. höheren Kursen zum Ausdruck kam. Seitens der Kundschaft kamen einige Aufttäge zur Ausführung. Feste Haltung hatten Gesfürel nut 130 (128), Elektt. Licht und Kraft mit 130,75 (129,25)

daß man es erst nach genauester Beherrschung der Grundregeln, Veranlagung vorausgesetzt, zu einem befähigten Geräteturner bringen werde. Es wäre zu wünschen, wenn in hiesiger Turnhalle noch mehr solcher Lehrgänge durchgeführt werden könnten.

Fußball der Sauliga Hessen.

Hesien Bad Hersfeld SpV. Kasiel; VfB. Groß-Auheim Dunlop Hanau.

Hessens Spitzenreiter hat bewiesen, daß sein Kön­nen nicht nach dem unglücklichen Kasseler Spiel gegen 03 einzuschätzen ist. Gegen den Altmeister Spielverein Kassel steht er vor einem neuen Erfolg. Imerhin erwartet man von dem Gast eine gute Leistung! Der VfB. Groß-Auheim wird sich hn Kampf gegen Dunlop Hanau sicherlich die Gelegen­heit zu einer Verbesserung feiner Stellung nicht ent­gehen lassen!

Nückrunden-Termine der Handball-Bezirksklasse.

Staffel IV.

8.1.: Luftwaffe Heuchelheim; Ockershaufen ge­gen 1860 Marburg; MSV. Barbara idÖO Gießen. '