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Ein Lahr Heimatmuseum in Schotten

glauben durfte.

Im Namen der Hinterbliebenen:

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FrankfurtlMain, 6oethestraße 12,15/17

7954 V

Kt rchberg, den 16. Dezember 1938.

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Sonntag, den 18 Dezember

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Oie BeimafrereiDigoeg Slaeieoberg ladet hiermit alle Mitglieder nebst Angehörigen zu der am 18. De­zember 1938, auf der Burg Stau­fenberg stattstndenden

LMolausfeiev

herzlich ein. - Gäste willkommen.

I. A.: Der Vorstand. I saoiD

Danksagung.

Für die meiner geliebten Gattin während ihrer Krankheit erwiesene Liebe, sowie für die tröstenden Worte des Herrn Pfarrer Metzler, der Krankenschwester für die aufopfernde, liebevolle Pflege, für die zahlreichen Kranz­spenden und die Antel'nähme beim Heimgange, spreche ich gleichzeitig namens der übrigen Angehörigen meinen herzlichsten Dank aus.

Hermann Langenhagen.

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iltaisMiippsspiel in der Stadtkirche zu Gießen am Sonntag, 18. Dezember, und Donnerstag. 22. Dezemb., 19*/3 Uhr Einstudierung: Rose Stirl Cembalo: Kapellmeister Joachim Popelka / Geige: Konzertmeister Ewald Lassen.

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Gärtrtereibesitzer Hermann Süßel, hiell Fach­berater^ Konrad Schöne einen fesselnden 93or« tra^ überPflanzung, Pflege und Schädlings­bekämpfung der Bäume". Der Redner konnte durch feine jahrzehntelange Erfahrung den Zuhörern manchen Wink geben. Gendarmenemeister Litzius, ein vortrefflicher Kenner der Hausrebe, sprach über deren Pflege, da gerade in unserer Gegend der Hausrebenstock infolge falscher Behandlung und falschen Schneidens ost nur ein kümmerliches Dasein fristet. In der Aussprache konnte noch manche strit­tige Frage auf dem Gebiet des Obstbaues geklärt weiden. Der Dorsitzende gab schließlich noch be­kannt, daß der Verein im nächsten Jahre sein zwanzigjähriges Bestehen in größerem Rahmen feiern wird.

kleine Strafkammer Gießen.

Wegen Entziehung von seiner Unterhaltspflicht hatte sich der W. W. aus Büdingen vor der Kleinen Strafkammer als zweiter Instanz zu verantworten. Im Sommer war der Angeklagte gemäß § 361 Ziff. 11 StGB, mit einer Haftstrafe belegt worden. Gegen dieses Urteil legte er Berufung ein. In der gestrigen Hauptverhandlung konnte W. den Nach­weis führen, daß er aus wirtschaftlichen Gründen und durch seine damalige Arbeitsunfähigkeit nicht

stückt und mit Kleinschlag und Sand überdeckt. Der seitherige schlechte Zustand der Straße, bei der die ersten Bauten schon vor dem Kriege erstellt wurden, bedurfte dringend einer Aenderung. Ebenso wurde an der Londorfer Straße noch ein Stück, das seither keinen Bürgersteig hatte, mit Plattenbelag zum Bürgersteig hergerichtet.

D ß i d), 13. Dez. Während der Nikolaus im Laufe der vergangenen Woche schon den Kleinen des NSV. - Kindergartens und den von dem Deutschen Frauenwerk Betreuten seinen Besuch abstattete, begegnete er am Sonntag auch der Kindergruppe des hiesigen Zweigvereins des VHC., der sich auf feiner alljährlichen Nikolaus­wanderung befand. Auch hier brauchte derAlte" von feiner Rute keinen Gebrauch zu machen und konnte alle mit einer reichhaltigen Tute beschenken. Die BDM. - und IM.-Gruppe hatte am Sonntag im hiesigen BDM.-Heim eine kleine Aus­stellung veranstaltet, um der Oeffentlichkeit die zum Teil selbst angefertigten Kleider, und Wäsche« stücke für arme sudetendeutsche Kinder zu zeigen.

§ Lich, 14. Dez. Der hiesige, etwa 80 Ml- glieder zählende Ob st- und Gartenbau­verein hielt bei Jakob Eise feine diesjährige Hauptversammlung ab. Nach Erledigung der ge- schäftlichen Angelegenheiten durch den Vorsitzenden,

h Schotten, 15. Dez. Heute vor einem Jahr wurde das Heimatmuseum in unserer Stadt eröffnet Es trägt den NamenVogelsberger Heimatmuseum" und deutet damit an, daß das Museum sich nicht nur aus den engen Kreis der Stadt Schotten beschränkt, sondern daß hier Alter­tümer, Erinnerungsstücke und Erzeugnisse unseres weiteren Vogelsberger Bezirks gesam­melt werden und Aufstellung finden.

In diesem Jahre ist dank Der freudigen Mitarbeit meler Heimatfreunde, besonders des Leiters, Lehrer Sauer, außerordenllich viel wertvolles und rnan- nlgfack)es Altertumsgut aus unserer engeren Heimat hier Zusammenbetragen worden. Die ursprünglich vorgesehenen Räume reichten nicht mehr aus, und so mußten weitere Zimmer herangezogen und ein innerer Um- und Ausbau vorgenommen werden. Das Museum ist in dem schönen, geräumigen Fa- milienhous des verstorbenen Staatsrats Dr. We­ber und dessen verstorbener Schwägerin Fräulein Anna P r ö s ch e r mitten im Zentrum der Stadt untergebracht. Beide haben in derWeber-Pröscher- Stiftung" dieses für ein Museum wie geschaffene alte Patrizierhaus als Heimatmuseum bestimmt. Ein besonderes Gedächtniszimmer im oberen Stock hält das Andenken an die edlen Stifter für alle Zei- ten fest. In den übrigen Räumen sind die zahlrei-

und Geistesfrische. Der Iubüar, bis vor einem Jahr­zehnt Maurer seines Berufes, diente 188486 beim Jnfanterie-Reglment Nr. 88 in Mainz. Nach seiner Entlassung' aus dem Heer betätigte er sich mit bestem Erfolg als aktiver Turner in den Reihen des damals gegründeten Turnvereins Krofhorf; als solcher errang er zahlreiche Siege. Ein Beispiel feiner großen Gewandtheit ist die heute noch ost erwähnte Begebenheit, daß er die viele Meter lange Fahnenstange des Gleibergturmes erkletterte und auf dem Stangenknopf einen vorbildlichen Schulter­stand zum Besten gab. Die Jubilarin war von chrer Schulenllassung an bis zum Jal;re 1916 zunächst in Gießen, später in ihrem Heimatort eine fleißige Zigarrsnarbeiterin. Der Ehe entsprossen sechs Kna- den und zwei Mädchen, die bis auf den 1916 auf dem Felde der Ehre in Frankreich gefallenen ältesten Sohn leben und mit elf Enkeln und einem f Urenkel den Jublläumstag mitfeiern.

Landkreis Gießen

I Wies eck, 15. Dez. Unsere Mitbürgerin Luise ! Deibel Witwe, geb. Becker, wird morgen 7 0 I 3aI)re alt Frau Deibel befindet sich noch bei uter Gesundheit und hilft noch bei allen Haus- pb Feldarbeiten. Unseren herzlichen Glückwunsch jipi Geburtstag.

V Grünberg, 14. Dez. Zur Zeit wird der bebaute Teil der Hindenburgstraße, die durch das Heegviertel von der Gießener Straße zur Adolf- Hitler-Straße führt, hergerichtet. Der Bürgersteig erhält Plattenbelag, die Fahrbahn wird ausge-

in der Lage war, seinen Unterhaltsvervflichtungen nachzukommen. Der Angeklagte mürbe deshalb freigesprochen.

Der A. Sch. aus Mainz zog als Landstreicher um­her und ernährte sich durch Betteln. Als er wieder einmal in Heldenbergen bettelte, wurde er aufge- ariffen. Das Amtsgericht Friedberg griff den ar­beitsscheuen Mann, der mit seinen 47 Jahren noch im besten Mannesalter steht, mit der erforderlichen Strenge an. Es bestrafte den schon öfters vorbe­straften Sch. mit sechs Wochen Haft und ord­nete seine Unterbringung Un ein Arbeitshaus an. Wegen dieser Besserungsmaßnahme legte der An­geklagte Berufung ein. Sein Rechtsmittel wurde aber als unbegründet zurückgewiesen.

Wegen Diebstahls hatte die L. B. aus Nieder- Weisel einen Strafbefehl in Höhe von 40 RM. er­halten. Auf ihren Einspruch hin wurde sie, da ihr eine strafbare Handlung nicht nachgewiesen werden konnte, mangels Beweises freigesprochen. Ge­gen dieses Urteil legte die Staatsanwaltschaft Be­rufung ein. Die L. B- wurde aber auch durch die Kleine Strafkammer freigesprochen.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

W. 3- Eine Erfindung müssen Sie bei dem Reichs­patentamt in Berlin zur Erteilung eines Patents schriftlich anmelden. Die Anmeldung muß den An­trag auf Erteilung eines Patents enthalten und den Gegenstand, der durch das Patent geschützt werden soll, genau bezeichnen. In einer Anlage müssen Sie die Erfindung so genau beschreiben, daß dadurch die Beurteilung durch andere Sachverständige möglich erscheint. Am Schlüsse dieser Beschreibung ist anzu­geben, was als patentfähig unter Schutz gestellt werden soll. Außerdem sind die erforderlichen Zeich­nungen, bildlichen Vorstellungen, Modelle und Probestücke beizufügen. Mit der Anmeldung haben Sie für die Kosten des Verfahrens eine Gebühr zu entrichten, die nach dem Tarif bemessen wird. Der Tarif ist in dem Gesetz vom 5. Mai 1936 (Reichs-Gesetz-Blatt Teil II S. 142) über die patent- amtlichen Gebühren enthalten.

C. Z. Falls in Ihrem Grundstückskaufvertrag eine Haftung des Verkäufers für den Flächeninhalt des Grundstücks nicht enthalten war und die neue Vermessung ergeben hat, daß die fraglichen 30 Zenti­meter des damals von Ihnen erworbenen Gelän­des tatsächlich Ihrem Nachbarn gehören, müßen Sie das streitige Grundstück, herausgeben. Aber auch wenn Ihr Verkäufer für den Flächeninhalt haftet, können Sie nichts gegen die Abtrennung der 30 Zentimeter unternehmen. Allerdings steht Ihnen dann ein Schadensersatzanspruch gegen Ihren Ver­käufer bzw. dessen Erben zu, von dessen Verfolgung ich Ihnen jedoch mit Rücksicht auf die inzwischen verstrichene Zeit abrate.

chen Gegenstände in geschmackvoller, übersichtlicher Weise ausgestellt, viele wertvollen Sachen in kunst­vollen Vitrinen. Im Erdgeschoß wurde ein angren­zender großer Stall ausgebaut; darin werden eine vollkommene alte Nagelschmiede und ein alter Web­stuhl aufgestellt, die die alte Herstellungsart von Nägeln und von handgewebtem Tuch zeigen. Meh­rere Ausgrabungen in der Umgebung von Schotten und Ulfa haben stattgefunden, die aus alten Hühnen- gräbern hochinteressante Stücke und viel wissenschaft­liches Material zutage förderten. Mancher alter Hausrat, manches Altertumsstück, das auf irgend­einem Dachboden versteckt schlummerte, wurde her­vorgeholt und in das Museum gebracht. Im Mu­seum wurden mehrere kleine Zimmer zu einem gro­ben Ausstellungsraum umgebaut und ein Rund- gang über eine Außenveranda geschaffen.

Erne Arbeitsgemeinschaft interessierter Männer hat sich gebildet, die für die Museumszwecke arbei­ten. Es wird für weitere Freunde und Förderer geworben. Das Museum wurde im ersten Jahre schon von weit über 1000 Personen besucht und wird allgemein bewundert

So war das erste Jahr für das Museum sehr verheißungsvoll und günstig. Möge ihm auch künftig ein weiterer Aufschwung beschieden sein.

Aus der engeren Heimat

Goldene Hochzeit in Krofdorf.

O Krofdorf, 16. Dez. Das Ehepaar Wichelm A m e n d und Frau Elisabeth, geb. Leib, in Krof­dorf, Launsbacher Straße 265, begeht am morgigen Samstag den Tao der goldenen Hochzeit Beide Ehegatten, Die 74 bzw. 72 Lebensjahre zäh- ten, erfreuen sich noch ausgezeichneter Gesundheit

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Gießen. Buschhütten, Burkhardsfelden, den 16. Dezember 1938.

Die Beerdigung findet statt: Samstag, den 17. Dezember, vormittags

1L45 Uhr. auf dem Neuen Friedhof.

Donnerstag früh 5.15 Uhr nef Gott der Herr meine liebe Frau, unsere

gute Mutter

Frau Anna Nanz, geb. Stumpf

im Alter von 56 Jahren in sein Reich. Nun darf sie schauen, woran sie