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Das kanlaiefest des deutschen Vuchhandels

Das Programm des neuen ungarischen Kabinetts

Die neue belgische Regierung

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dagegen wünschen und wollen den Sie von Franco.

DHr wollen den Frieden, aber wir müssen mit allen unseren Kräften bereit fein, ihn zu verteidigen, besonders wenn die sogenannten großen Demokratien tatsächlich zu einsm Ltteg öej jufc pMerÄley.

Italien will den Frieden

Mit allen Kräften bereit, ihn zu verteidigen.

Ungarns neuer Ministerpräsident Bela von Jmredy. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Freundschaft habe bereits wertvolle Früchte ge­tragen. Mit dem in der letzten Zeit von neuem zu unserem Nachbarn gewordenen Großdeutschen Reich verbinden uns unzählige Bande so­wohl auf politischem und wirtschaftlichem wie auf kulturellem Gebiet (stürmischer Beifall). In uns allen lebt noch die ruhmvolle Erinnerung an die Schulter an Schulter, durchgefochtenen Kämpfe; es lebt aber auch in uns das Be­wußtsein der gemeinsamen Inter­essen, die unsere Völker verbinden. Diese Fak­toren allein genügen, um zu beweisen, daß die Freundschaft zwischen Deutschland und Ungarn auch

Brüssel, 15. Mai. (DNB.) Die Regierung Spaak konnte am Sonntagmorgen wie folgt gebildet werden: Ministerpräsident und Aeußeres; Spaak (Sozialdemokrat); Verkehr und Post: Marck (Katholik, christl. Demokrat); Unterricht: Dierck (Liberal); Finanzen: Gerard (konsero. Katholik);

Die dem aber auch sei, die Dell möge wissen, daß in diesem Falle die autoritären Staaten unmittelbar sich sofort zu einem Block zufammenfchließen und bis zum Ende marschieren würden."

Dor einer Regierungsumbildung in England. \

London. 14. Mai. (DNB.) Der voraussichtliche Rücktritt des Luftfahrtministers Lord Swinton wird bestätigt. Trotz aller Anerkennung, die Cham­berlainfür die Dienste, die Lord Swinton dem Lande geleistet habe, empfinde", verschließe die Re­gierung sich nicht den Besorgnissen, die man im Lande hege und die erkennen lassen, daß hier etwas getan werden müsse. Chamberlain werde während des Wochenends einen Beschluß über die Änderungen in der Regierung fassen, da auch Kolonialminister Lord Harlech voraussichtlich Lucucktrete, Es Wird vermutet, daß i>LL DcuWl^er,

Der neue belgische Ministerpräsident Spaak.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Inneres und Gesundheit: Merlot (Sozialdemo­krat); Verteidigung: Generalleutnant Denis; Wirtschaft und Landwirtschaft: Heymans (Katho­lik); Arbeit und Sozialministerium: D e l a t t r e (SoziaHemottmt); Oeffentliche Arbeiten: Bal- th azar (Sozialdemokrat); Kolonien: de Dlees- ch a u w e r.

Zum ersten Male in der parlamentarischen Ge­schichte Belgiens ist ein Mitglied der Sozialdemo­kratischen Partei Ministerpräsident geworden. Spaak gilt als. Führex des äußerten rechten Flügels der

daß britische Staatsangehörige in den Straßes Mexiko-Citys belästigt worden seien.

Wachsende Unruhe in Palästina.

Jerusalem, 5. Mai. (DNB.) Während die britische Teilungskommission durch Palästina reist, nimmt die Unruhe in allen Teilen des Landes immer mehr zu. Ein britischer Inspektor und ein britischer Polizist wurden durch eine Bombenexplosion in Jerusalem schwerverwundet. Ein arabischer Dorfschulze wurde in der Nähe vdn Nablus offenbar durch Freischärler erschossen, da er eine englandfreundliche Haltung an den Tag legte. In Haifa wurden ein arabischer Po­lizeisergeant und eine arabische Fräu erschossen. Am Samstagnachmittag kam es in Akko zu einem hefti­gen Zusammenstoß zwischen Freischärlern und briti­schen Truppen, die Panzerwagen und Flugzeuge ein­setzten. Auf arabischer Seite sind 23 Personen ums Leben gekommen. Ein britischer Soldat ist seinen Verletzungen erlegen.

ten Aufgaben des Standes der deutschen Buchhänd­ler überhaupt liegt in der immerwährenden Er­ziehung zum volkhaften Denken im Sinne nationalsozialistischer Weltanschauung. Ein Blick auf die Erfolgskurve im Bereich des deutschen Schrifttums zeigt uns auch die sich immer stärker auswirkenden Einflüsse unserer schrifttumspolitischen Arbeit, wie sie besonders in den großzügig angeleg­ten Förderungsmaßnahmen im Rahmen der deut­schen Fachbuchwerbung und der Woche des deutschen Buches zum Ausdruck kommen. Es ist festzustellen, daß der Appell um das deutsche Volk sich dem Kulturgut des deutschen Buches in verstärktem Maße zuzuwenden, nicht vergebens ge­wesen ist. Neben dem gesteigerten Interesse am Er­werb von Büchern, hob sich ganz besonders die Entwicklung des deutschen Bücherei- wesens. Wir verfügen heute über mehr als 5 0 0 0 Werkbüchereien, die dem deutschen Arbeiter an der Stätte seines Wirkens rund 2Vs Millionen deutscher Bücher zur Verfügung stellen, und nicht weniger erfolgreich hob sich die Entwick­lung des Tauschbüchereiwesens, das für die letzten zwei Jahre 2200 Neugründungen melden kann. Die W a n d e r b ü ch e r e i, die vor zwei Jah­ren Reichsminister Dr. Goebbels der R e i ch s a u t o- b a h n zur Verfügung stellen konnte, sind auf 100 angewachsen, so daß in kurzer Zeit kein Lager mehr ohne eigene Bücherei sein wird. Die Aufgaben, die uns allen gestellt sind, sind groß. Wir werden diese Aufgaben wie überall so auch hier in national­sozialistischem Geist anpacken in dem Bewußtsein, an hervorragender Stelle im Dienst an unserem deutschen Volke eingesetzt zu sein.

Im Motorboot begab sich der Duce darauf zur Kiellegung des neue st en Schlacht­schiffes der italienischen Kriegsmarine auf den gewaltigen Anlagen der Ansaldo-Werft. Mussolini gab durch 'ein Klingelzeichen Befehl zum Beginn des Schlachtschiffes, das den Namen I m p e r o " erhält und mit seinen 35 000 Tonnen au den größten Schiffen der italienischen Schlachtflotte gehören wird. Der zweite Tag von Mussolinis Besuch in Genua war ausgefüllt mit Besichtigungen der Uni­versität, der städtischen Krankenhausanlagen, wo der Grundstein für eine chirurgische Klinik gelegt wurde, und der Einweihung des Gaslini-Jnstituts, einer mit den modernsten "Mitteln ausgestatteten Poli­klinik für 10 0 0 Kinder, die ein Genueser Industrieller mit einem Aufwand von über 50 Mil­lionen Lire an einer der landschaftlich schönsten Mellen der Stadt hat errichten lassen. Mussolini verweilte lange Zeit unter den Kleinen, die ihn jubelnd begrüßten. Anschließend begab sich Musso­lini zu dem neuen Schwimm st adion, wo ihm Dopolavoro-Gruppen eine Huldigung darbrachten. Am Nachmittag unternahm der Duce eine Fahrt an die Riviera, wo er in Nervi dem ersten Spatenstich für eine neue Durchgangsstraße beiwohnte. Bis nach Sestri Levante führ Musso­lini, wobei er unterwegs mehrmals anhielt, um Parteihmfter und andere Neuanlagen einzuweihen.

Das pariser Echo.

Paris, 15. Mai. (DNB.) Von rechts bis links ist die Pariser Presse mit der Rede Mussolinis un­zufrieden. Die Zeitungen, die bisher immer eine schnelle Verständigung mit Italien und die Schaffung einer Freundschaft zwischen den beiden sogenannten lateinischen Schwestern befürwortet haben, sind offensichtlich gekränkt durch die an Frankreich gerichteten Worte des Duce. Die mar­xistischen Zeitungen schreiben, die Rede des Duce in Genua beweise wieder einmal, daß sich die Pariser und die Londoner Diplomatie im falschen Fahrwasser befinden. Erregt fragen die Blätter, was für Zugeständnisse Frankreich jetzt noch an Mussolini richten werde.Jour" schreibt, Mussolini habe die Berichte von der Genfer Tagung wohl nicht berücksichtigt, sonst hätte er Frankreich an der Seite Englands gegen die Kommunisten und die Rotspanier streiten gesehen. Es gehe nicht an, daß Italien ohne Unterschied den Extremisten und den national gesinnten Elementen Frankreichs Verweise erteile und den innerfranzösischen Schwierigkeiten keinerlei Rechnung trage.

Werbung für die französische Verteidigungsanleihe.

Paris, 15. Mai. (Europapreß.) Da die franzö- fische Regierung wünscht, daß sich das ganze franzö- sil'cye Volk an der neuen Fünf-Mi lliarden- Anleihe für die nationale Verteidigung beteiligen kann, wird sie auch Anteilscheine von 100 Franken herausgeben.Franzosen, zeichnet!", das ist das Wort, das jedem französischen Rundfunkhörer in den nächsten sechs Tagen entgegenschallen wird, wenn er seinen Rundfunkapparat andreht. Nachdem Minister­präsident D a l a d i e r die Franzosen bereits zur Zeichnung aufgerufen hat, sprach General N o l l e t, Großkanzler der Ehrenlegion und Vorsitzender der autonomen Kasse der nationalen Verteidigung, am Rundfunk, ferner der Präsident des Verbandes der französischen Kriegsteilnehmer. Täglich von 12 bis 14.30 Uhr und von 18.30 bis 19.30 Uhr werden ein 5>eeresballon und drei Kriegsflugzeuge mit Spruch­bändern, die zur Zeichnung auffordern, Paris über­fliegen. Im übrigen teilen die Pariser Blätter mit, daß die scharfe Ablehnung eines auswärtigen Blattes durch den Ministerpräsidenten Daladier bei feiner gestrigen Rundfunkrede, das einen Miß­erfolg der neuen Anleihe vorausgesagt hat, sich auf die MoskauerPrawda" bezieht, die einer ihr nicht genehmen Regierung des französischen Bundesgenossen in den Rücken fallen wollte.

Ehile wendet Gens den Rücken.

Die 101. Ratstagung beendet.

Genf, 14. Mai. (Europapreß.) Der Genfer Rat beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung seiner 101. Tagung mit der schweizerischen Neutralität, so­wie mit dem chinesisch-japanischen Streitfall. Beide Punkte wurden mit Entschließungen erledigt, die ein­mal den schweizerischen Wünschen Rechnung tragen, zum anderen jedoch für China nichts bedeuten. Der Rat beschränkt sich darauf, China seineSympathie für den heldenhaften Verteidigungskampf" auszu­sprechen.

Der chilenische Delegierte Edwards teilte in öffentlicher Sitzung des Rates der Liga mit, daß feine Regierung angesichts der verhängnisvollen Entwicklung, die die Genfer Politik genommen habe, zu dem Beschluß gelangt sei, a us der Liga aus« 3 u tret en. In den technischen Kommissionen so­wie im Internationalen Arbeitsamt und im Haager Gerichtshof werde Chile weiter Mitarbeiten. Ed­wards sprach von der Möglichkeit, daß eine gründ­liche Reform des Paktes Chile vor Ablauf der Kündigungsfrist veranlassen könnte, in der Liga zu ihleifeen,

Partei der sogenannten nationalen sozialistischen Gruppe. Seine Regierung umfaßt vier Sozialdemo­kraten, vier Katholiken, zwei Liberale und ein Mili­tär; sechs Minister sind Kammerabqeordnete und zwei Senatoren, die übrigen drei (Finanzminister Gerard, Kriegsminister Denis und der Wirtschafts­minister Heymans) sind Nichtpaelamentarier. Das neue Kabinett enthält fünf Flamen, vier Wallonen und zwei Brüsseler. In dem neuen Kabinett sind sechs Mitglieder des vergangenen Kabinetts Janson vertreten. Neu sind Heymans, Balthazar, Dlees- chauwer und Gerard. Der letzte war bereits im ersten Kabinett van Zeeland Finanzminister. Man betont, daß es in der Hauptsache die augenblicklich schwierige politische und finanzielle Lage Belgiens war, die es ermöglichte, unter Hintanstellung von Parteiinteressen eine schnelle Belegung der Krise herbeizuführen. Die Parteigruppen stehen den Er- eigniffen vorläufig abwartend gegenüber. Das stärkste Mißtrauen zeichnet sich bei den Katholiken ab, die zwar die Persönlichkeit Spaaks durchaus anerkennen, aber der Zusammenstellung des neuen Kabinetts skeptisch gegenüberstehen. Auch die Presse verhält sich abwartend. Es wird allgemein als ein Erfolg der Flamen vermerkt, daß Spaak das Wirt­schaftsministerium anstatt mit dem vorgesehenen wallonischen Industriellen Richard mit dem Flamen Heymans, Direktor eines belgischen Wirtschafts­unternehmens, besetzt hat.

unter den veränderten Verhältnissen weiterlebt und sich weiterentwickeln wird. Der Ministerpräsident erörterte dann die Verhandlungen mit der Kleinen Entente. Die ungarische Regierung habe hierbei neben der Normalisierung des gegenseitigen Verhältnisses vor allem die Bes­serung der Lage der ungarischen Min­derheiten angestrebt. Obwohl die Verhandlun­gen mehrfach ohne das Verschulden Ungarns ver­schoben worden seien, dürfe dennoch die Hoffnung nicht aufgeaeben werden, daß es doch aelingen werde, im Doftaubecken einen Zustand zu schaffen, der das normale Nebeneinanderleben der Donau« Völker und später vielleicht auch die Freundschaft unter ihnen ermöglichen werde.

Zur Innenpolitik übergehend kündigte Jmredy die Einführung des obligatorischen Arbeitsdien- ft e 5 , die neue Zusammenfassung der Industrie und der Arbeiterschaft in Kammern an. Die Regie­rung wolle die Einheit der Nation. Sie er­kenne das Volk als ein organisches Ganzes an und sehe in seiner sozialen Gliederung die naturgegebe­nen Unterschiede. Der einzelne müsse Opfer für die Gemeinschaft bringen und fein Selbstbestimmungs­recht im Interesse der Nation beschränken. Die per­sönliche Freiheit sei nur soviel wert, wie sie im Ein­klang mit den großen Zielen der vAkischen Gemein­schaft stehe. Die Regierung betrachte es als ihre erste Aufgabe, den nationalen Freiheitsgedanken mit den Forderungen der Volksgemeinschaft in Einklang zu bringen. Die Regierung trete für den Schutz des Privateigentums ein. Aber nur das Kapital, das feine Pflicht gegenüber der Gemeinschaft erfülle, werde den Schutz der Regierung genießen. Die Re­gierung strebe einen gerechten Ausgleich von Ver­mögen und Einkommen im Zeichen des sozialen Ge­dankens und der völkischen Einheit der Nation an. Die von der bisherigen Regierung eingebrachten Ge­setze (Judengesetz) mache die Regierung sich voll zu eigen. Die Regierung erkenne die Rechte der in Ungarn lebenden Minderheiten zur Pflege ihres kulturellen Lebens und ihrer völkischen Eigen­art an. Anderseits werde die Regierung jeden Ver­such einer bolschewistischen Betätigung mit den rück­sichtslosesten Mitteln unterdrücken. Sie werde auch keine rechtsgerichtete unterirdische Organisation zu- lassen. Zur Unterdrückung aller Umsturzbestrebun­gen habe die Regierung zwei Gesetzentwürfe ein­gereicht, die weitgehende Sicherungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Ord­nung, verbunden mit scharfen Strafmaßnahmen, enthalten.

AlsStadt des Buches" ist Leipzig die Stadt für das traditionelle Treffen des deutschen Buchhandels am Sonntag Kantate. Diesmal machen zwei Um­stände den Sonntag besonders festlich: das 25jährige Bestehen der Deutschen Bücherei und die Teilnahme der Berufskameraden aus der deut­schen Ostmark als Bürger des Großdeutschen Reiches. Den Höhepunkt der Kantate-Veranstaltung bildete die Kundgebung des deutschen Buchhandels im Neuen Theater, auf der Hauptamtsleiter Wilhelm Baur der großen kulturellen Bedeutung der deut­schen Bücherei gedachte, die als ein Archiv des deut­schen Kultur- und Geisteslebens auf der ganzen Welt nicht ihresgleichen habe. Nach dem Tätigkeits­bericht des deutschen Buchhandels, dessen Produk­tion seit 1932 um rund 50 v. H. gestiegen ist, umriß der Redner als nächste Aufgabe vor allem die Ab­grenzung gegenüber derAuch-Buchhändler" und Auch-Verleger", die Lockerung der bisher notwen­dig gewesenen Beschränkungen im Interesse eines gesunden Wettbewerbs und die Zusammenfassung der Unterstützungseinrichtungen des deutschen Buch­handels in der im Vorjahr begründetenPalm- Stift u n g".

Nach einem musikalischen Zwischenspiel nahm Staatssekretär Hanke das Wort. Der Buchhändler, so sagte er, muß mit Liebe und Verantwortungs­gefühl das fichten und vermitteln, was als Einzel­buch ober als kleine und kleinste Bibliothek von de­nen erworben wird, die auf feinen Rat in der Wahl ihrer Bücher angewiesen sind. Die wirklich lohnende und dankbare Arbeit beginnt für den verantwor­tungsbewußten Buchhändler erst bei der Be­treuung breite st er Kreise. Eine der größ-

Lord Swintons entweder der Innenminister Sir Samuel Hoare oder Kriegsminister H o r e - Be­ll s h a werden würde. Die Blätter behaupten vielfach, daßdasganzeKabinett feine Poften zur Ver­fügung gestellt habe, um dem Premierminister die Umbesetzung zu erleichtern.

Auch der englische Gesandte verläßt Mexiko.

London, 15. Mai. (Europapreß.) Der englische Gesandte in Mexiko, O'Malley, hat nunmehr die Aufforderung seiner Regierung erhallen, sich un­verzüglich nachEngland zurückzubegeben. Die Gesandtschaft wird die Geschäfte dem General­konsulat übergeben. In England ist der mexikani- che Schritt mit merklicher Zurückhaltung ausgenom­men worden. In der Sonntagspresse fehlen fast vollkommen Kommentare, aus den Berichten aus Mexiko geht lediglich hervor, daß die anti bri­tische Stimmung zugenommen hat. Es heißt,

Mussolinis Rede in Genna.

Genua, 14. Mai. (DNB.) Auf dem Siegesplatz in Genua hat Mussolini am Samstagoormittag vor über 350 000 Menschen eine Rede gehalten. Am 11. März abends 18 Uhr, so führte der Duce auf die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich eingehend aus, befand sich Italien wieder einmal an einem Scheideweg, der eine Stellungnahme verlangte. Von ihr hingen Friede oder Krieg, d. h. also das Schicksal Europas ab. Aber da für uns die Ereignisse in ihrer logischen Entwicklung vorausgesehen worden waren, so haben wir sofort auf das allerklarste mit einem Nein gegenüber dem diplomatischen Schritt geantwortet.

Die Feinde Italiens, die Antifaschisten aller Rassen, wünschten zweifellos den Zusammen­stoß zwischen den beiden autoritären Staaten mit den schlimmsten Folgen, nicht ausgeschlossen den Krieg, besonders wenn er dem Bolsche­wismus die Tür in Europa g ö f f - n e t hätte. Denen die noch immer die naive Melancholie haben, uns daran zu erinnern, was wir 1934 taten, antworten wir, gegen Italien, das in einem gewaltigen Unternehmen stand, wurden die Sanktionen verhängt, die wir noch nicht vergessen haben. In der Zwi­schenzeit ist alles, was diplomatisch und politisch unter dem Sammelnamen$ tresa" bestand, begraben worden und wird, was uns an­langt, niemals mehr wiederer stehen.

Auch konnte sich Italien nicht den Luxus leisten, alle vier Jahre za mobilisieren, um eine geschichtliche Entwicklung aufzuhalten. Das faschistische Italien konnte nicht für alle Zeit die häßliche und nutzlose Aufgabe der alten Habsburger Monarchie und der Metternichs auf sich nehmen und sich der Entwick­lung der Nationalitäten auf ihrem Wege zur Ein­heit entgegenstellen. Unsere Haltung war also nicht aus Furcht vor Verwicklungen diktiert. Eine solche Furcht hat in unseren Herzen niemals bestanden und wird niemals darin bestehen. Für unsere Haltung war vielmehr das Ergebnis der Prüfung der Lage, ferner unser Ehrgefühl und unsereaufrichtige Freundschaft gegenüber Deutschland maßgebend, die uns zu dem bestimmten, was wir getan haben.

Die beiden Welten, die germanische und die ro­manische, stehen heute in unmittelbarem engen Kontakt und sind mit der dauer­haften Freundschaft und der Zusam­menarbeit der beiden Revolutio­nen dazu bestimmt, unserem Jahrhundert das Symbol aufzudrücken. Das hat das italienische Volk auch mit der Aufnahme des Führers und Reichskanzlers zeigen wollen. Die Worte, die er in der Rächt vom 7. Mai im Palazzo Venezia gesprochen hat, sind von den beiden Völkern mit vollem Bewußtsein begeistert ausgenommen worden: sie stellen nicht eine diplomatische und politische Erklärung dar, son­dern sind etwas Feierliches und End­gültiges in der Geschichte.

Die Achse, der mir treu bleiben werden, hat uns nicht daran gehindert, eine Politik der Ver­ständigung mit jenen zu treiben, die eine solche Verständigung ausrichftg wollen. So haben wir im März vergangenen Jahres die Ver­ständigung mit Jugoslawien hergestellt und seither herrscht an den Ufern der Adria vollkomme­ner Friede. So haben wir jüngst das Abkommen mit Großbritannien abgeschlossen. Dem Streit, der die Beziehungen der beiden Nationen ernsthaft gefährdete, lag viel Verständnislosigkeit und sagen wir es ruhig Unwissenheit zu­grunde, eine Unwissenheit in jenem Sinne, wie er sich aus dem Verbumignorieren" ergibt. Für allzu viele Fremde ist Italien das Land, das durch eine mittelmäßige Literatur über das Lokalkolorit schlecht dargestellt wird. Es ist Zeit, höchste Zeit, d a s I t a - lien der Waffen und der Arbeit end­lich kennenzulernen, höchste Zeit, dieses Volk kennenzulernen, das in 20 Jahren die stärksten Beweise seiner Tüchtigkeit gegeben hat, die mit der Eroberung des Imperiums ihren Höhepunkt er­reichte.

Die Vereinbarung zwischen London und Röm ist die Verständigung zwischen zwei We l t r e i ch e n und erstreckt sich vom Mittelmeer über das Rote Meer bis zum Jndrschen Ozean. Da wir den festen Willen haben, diese Verein­barung gewissenhaft einzuhalten, und glauben, daß die verantwortlichen Regierungsmänner in Eng­land das gleiche tun werden, so kann man anneh­men, daß diese Vereinbarung dauerhaft fein wird. Ihr werdet mir zustimmen, wenn ich in Bezug auf die Besprechungen mit Frankreich, die ja noch im Gange sind, vorsichtig bin. Ich weiß nicht, ob sie zu einem Abschluß kommen wer­den; schon auch wegen einer außerottrentlich aktuel­len Frage wie der des spanischen Krieges, in der wir, Frankreich und Italien, auf den ent­gegengesetzten Seiten der Barrttaden stehen. : Frankreich wünscht den Sieg vo.n Barcelona, wir

Budapest, 14. Mai. (DNB.) Der neue Mini- sterpräsideist Jmredy legte im Abgeordnetenhaus die Richtlinien seines Programms dar.. In der ungarischen Außenpolitik kann kei­nerlei Aenderung eintreten, da die geschicht­lichen Kräfte und die geographischen Gegebenheiten, die bisher für die ungarische Außenpolitik richtung­gebend waren, unverändert fortbestehen. Italien habe als erste Großmacht dem ungarischen Volk die Freundeshand geboten. Die ungarisch-italienische