Ausgabe 
15.11.1938
 
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pirows Europa-Besuch

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Der Landesverteidigungsminrster der Südafrika­nischen Union, Oswald Pirow, der in den letzten Tagen mit der nationalspanischen und der portu- giesischen Regierung verhandelt hat und zur Fort­setzung des Kolonialgesprächs in London eintraf, ist, wie sein Vorname zeigt, deutscher Ab­stammung. Der Großvater des heute 48jährigen war deutscher Missionar; die Gattin des Mini­sters ist Südafrikanerin, stammt aber ebenfalls aus einer deutschen Familie. Auch seine Erziehung hat Minister Pirow zum Teil in Deutschland erhalten. Der Regierung der Südafrikanischen Union gehört er bereits seit neun Jahren an, und zwar zuerst als Justizminister. Später übernahm er dann das Amt des Verteidigungsministers und hat es erreicht, daß Südafrika hinsichtlich seiner Wehrbereitschafk unter den englischen Dominien heute zweifellos an der Spitze marschiert. Rach Meldungen aus London dient der Aufenthalt Pirvws dort dazu, um zu prüfen, wie sich die Kolonialmächte zu dem deut­schen Kolonialanspruch stellen. Als der Minister vor zwei Jahren in London war, drehte sich das Gespräch im Zusammenhang mit dem abessinischen Krieg um die Sicherung bzw. den Ausbau des britischen See­weges um Afrika herum nach Indien.

Minister Pirow hat wiederholt die Aufmerksam­keit der Weltöffentlichkeit auf sich gelenkt, wenn er zu Fragen der großen Politik (Stellung nahm. Im September 1936 erklärte er in einer Rede in Lyden- burg, die Regierung habe nicht im geringsten die Absicht, die frühere deutsche Kolonie Südwest- afr i k a der Union einzuverleiben, und fügte hinzu: Selbst wenn wir die Einverleibung von Südwest­afrika wünschen sollten, so kann ich mir doch nicht vorstellen, daß irgendeine Regierung so närrisch sein würde, diesen Schritt zu tun, ohne Deutschland, eine große und mächtige Nation, zu Rate zu ziehen." Im Oktober vergangenen Jahres erregte seine Erklärung über das Verhältnis Südafrikas zu England im Kriegsfälle großes Aufsehen in Lon­don. Er wandte sich gegen die Behauptung, daß die Union durch Verträge an England auf Gedeih und Verderb auch für den Kriegsfall gebunden sei, und betonte:Ich als Verteidigungsminister gebe such die Zusicherung, daß ich nichts unternehmen werde, wenn ihr euch weigert, für England in den Krieg

zu ziehen. Ich persönlich jedenfalls würde als erster dagegen rebellieren." Im Aprll dieses Jahres machte er dann eine Aeußerung, die, auf den ersten Blick gesehen, einigermaßen im Widerspruch zu der ersten oben wiedergegebenen Bemerkung zu stehen schien. Auf die Frage, was er im Fall einesausländischen Angriffs" auf das ehemalige Deutsch-Südwestafrika tun würde, antwortete er:Wenn irgend jemand etwas nimmt, was mir gehört, dann kämpfe ich." Aber diese Bemerkung, die so kriegerisch klang, wurde erstens mitten im Wahlkampf gemacht und zweitens weiß natürlich auch Minister Pirow sehr genau, daß Deutsch-Südwestafrika nicht etwa der Uniongehört", ja, daß es der Union nicht einmal angegliedert ist, ein Bestreben, das ja wiederholt so­wohl von britischer als auch von südafrikanischer Seite ausgegangen ist.

Deutsch-Südwestafrika ist lediglich ein Man­dat, das ursprünglich van England selbst verwal­tet und dann der Südafrikanischen Union übertra­gen wurde. Nach der Satzung der Genfer Liga ist Südwestafrika einE-Mandat", d. h. es soll mach den Gesetzen des beauftragten Staates und als integrierender Bestandteil seines Gebietes verwaltet werden. Die Tatsache aber, daß weder England, noch sein Dominion, die Südafrikanische Union, gegen die eindeutigen Willensbekundungen der Be­völkerung des deutschen Kolonialgebietes seine An­gliederung an die Union durchzuführen gewagt haben, zeigt zur Genüge, daß man sich sowohl in London wie in Kapstadt über d i e Rechtslage vollkommen klar ist. Diese Rechtslage wird ja zudem ergänzend auch noch durch die Tatsache be­leuchtet, daß gerade Südwestafrika auf Grund der bekannten Koloniallüge in Versailles dem Deutschen Reich geraubt wurde, unter der Behauptung näm­lich, Deutschland sei unfähig, Kolonialgebiete mit

farbiger Bevölkerung zu verwalten. Nun, abgesehen von den zahlreichen und eindrucksvollen Bekundun-- gen der Eingeborenen für Deutschland hat die Ein- geborenen-PÖlitik des Mandatars, also der Union, ihre häufigste und nachdrücklichste Kritik gerade in England gefunden.

Besonders viel bemerkt wurde auch die Aeußerung Pirows bei einem Besuch des KreuzersEmden" in Afrika. Er erklärte, nach feiner Auffassung müsse Deutschland wieder in den Kreis der afrikanischen Mächte eintreten. Diese offenherzige Bemerkung trug ihm mancherlei Kritik, vor allem in England, ein, und es geht zweifellos aufhöhere Empfehlungen" zurück, wenn der Minister diese Erklärung kurz darauf dahin einschränkte, daß West- und Ostafrika davon ausgenommen sein sollten. Es ist nicht be­kannt, welche Instruktion Minister Pirow aus Kap­stadt für seine Informationsreise nach Europa mit­bekommen hat. Ob der Minister irgendwelche Vor­schläge zur Kolonialfrage nach London mitgebracht hat, dürfte sich bald Herausstellen. Da zu Chamber­lains Derständigungswillen auch die Erörterung der Kolonialfrage gehören soll, so darf man annehmen, daß der Aufenthalt Pirows in London die schon seit Wochen im Gange befindliche Diskussion über [ das Kolonialproblem zum mindesten fördern wird.

gebiet des Reiches entwickelt. Diese Stellung wird nun nach Fertigstellung des Kanals noch verstärkt. Hier ist der Knotenpunkt wichtiger Eisenbahn-Fern- verbindupgen, die Autobahnen BerlinHannover und die Planung LeipzigHalleMagdeburg durch­schneiden es, an Wasserstraßen stehen Elbe, Mittel­landkanal, Saale und Elster-Saale-Kanal dem Ver-

flocken fabriken und O e l m ü h l e n. Wirklich mög lich wurde aber der Aufbau dieser Industrie nur durch die gute Beschaffungsmöglichkeit von Brenn­stoffen aus den benachbarten Braunkohlen­gruben.

Die Bezirksgruppe Mitteldeutschland der Fach­gruppe Braunkohlenbergbau stellte 1937 68,8 v. H. der gesamten deutschen Braunkohlenförderung. An­derseits war die Braunkohle in Gemeinschaft mit dem Kali auch die Grundlage für den Aufbau einer großen chemischen Industrie, deren bekann­teste Werke bei Leuna, Bernburg, Bitterfeld und Wolfen entstanden. Recht frühzeitig wurde in diesem Gebiet auch die Energiewirtschaft ausgebaut, wir wissen, daß heute in der Provinz Sachsen, dem Land des Braunkohlestromes, einige große Erzeu­gungsstätten elektrischen Stromes zu finden sind. Selbstverständlich erleichterte deren Vorhandensein wiederum die Anlage stromoerbrauchender Groß­industrien, von denen hier nur auf die oberschlefifche Erze verhüttende Zinkelektrolyse bei Magdeburg hin- gewiesen sei, die jährlich etwa 40 000 Tonnen Zink erzeugt. Auch das Vorkommen von Kupfererzen im Mansfelder Revier fei hier bei der Aufzählung der natürlichen Reichtümer gestreift. Vorhanden waren weiter eine leistungsfähige alte Metall- und Mafchineninduftrie und die Grundlage für eine Flug- zeugerzeugung.

Haben schon früher diese günstigen Vorbedingun­gen viele Unternehmer veranlaßt, ihre Werke in Mitteldeutschland aufzubauen, so bekam beim Neu­aufbau von Industrien im Zuge des Vierjahres- planes und der Wehrhaftmachung bief*9 ipittelbeut- sche Wirtschaftsgebiet deshalb den Vorzug, weil es im Herzen des Reiches gelegen, eine wehr- technisch günstige Lage hat, während bisher die großen deutschen Industriegebiete gerade an den Grenzen des Reiches massiert waren. Werke der Flugzeugindustrie, der Braunkohlenverschwelung, der Buna- und Zellwolle-Erzeugung und der Leichtmetall­herstellung entstanden. Ihnen allen kam die günstige Derkehrslage zugute, sie alle haben ihre Vorteile vom Bau des Mittellandkanals. Neue Bedeutung er­hielt der Kanalbau aber in dem Augenblick, als man beschloß, die eisenarmen Erze des Harzgebietes und der Gegend um Peine-Salzgitter zu erschließen und den Aufbau derReichswerkeHermannGö- r i n g in Angriff nahm. Für die von dort anfallen­den Maffentransport war der Wasserweg das Ge­gebene. Deshalb hat man auch vom Mittellandkanal zu den Reichswerken einen 18 km langen Stichkanal BleckenstedtHallendorf begonnen. Die Erze aus dem Salzgittergebiet werden so auf dem Wasserwege ins westdeutsche Industriegebiet kommen, während das Ruhrgebiet seinen Koks nach Mitteldeutschland ver-

Mitteldeutschland - Deutschlands jüngstes Industriegebiet

und stürzte mildem sich mehrmals überschlagenden Wagen die etwa 5 Meter hohe Böschung hinab. Der Anhänger landete schließlich in der Nahe, wo er nur noch mit dem Verdeck aus dem Wasser ragt.

Italienische Küstenbahn von Kalabrien bis Ventimiglia elektrifiziert.

Der italienische Verkehrsminster B o n n i hat in einem Sonderzug den elektrischen Betrieb auf der Linie der Staatsbahn Rom Diareggio ein- gewejht. Der Sonderzug des Ministers erreichte auf einigen Strecken eine Geschwindigkeit von 130 Stun­denkilometer. Mit der Elektrifizierung dieser Strecke ist die ganze Küstenlinie'von Kalabrien bis Venti­miglia an der französischen Grenze nunmehr in elektrischen Betrieb genommen. Die Fahrzeit wird dadurch wesentlich verkürzt. Sie beträgt von Rom bis Turin nur noch sieben Stunden, von Rom nach Genua fünf Stunden.

Von Sprengpatronen zerrissen.

Bei Straßenarbeiten in Jseltwald am Brienzersee verunglückte ein Baunternehmer. Aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache kamen Sprengpatro­nen, die er bei sich trug, zur Explosion, die den Un­glücklichen in Stücke rissen.

Schweres Einslurzunglück in einer mexikanischen Silbergrube.

Ein schweres Einsturzunglück ereignete sich in einer Silbergrübe bei Guanajuato (Mittelmexiko). 60 Arbeiter wurden durch den Einsturz eines Stol­lens begraben. Nach stundenlangen Bemühungen konnten 40 Arbeiter aus den Trümmern gerettet wer-

Tag des Gewissens.

Tag des Gewissens", so wollen wir den B u ß - t a g einmal nennen. Vielleicht verstehen manche, denen der Begriff Buße zu fremd und zu schwer geworden ist, dann leichter, was dieser Tag von ihnen will. Vielleicht stehen sie dem Worte offen: Tut Buße, d. h. denkt an euer Gewissen!

Aber was ist das eigentlich, dos Gewissen? Die Meinungen darüber sind verschieden. Die einen sagen: Das Gewissen sind im Grunde wir s e l b st, unser eigenstes und innerstes Ich. Diese uns allen wohlbekannte Stimme, die leise und eindringlich, mahnend und warnend, manchmal auch fordernd und drohend sich immer wieder in unserem Innern erhebt, sie kommt auch nirgends anders her, als aus uns selbst, aus den Tiefen unserer Seele. Freilich hat sich dies Gewissen allmählich entwickelt und verfeinert, denn Dinge, die wir heute aufs Entschiedenste verwerfen Menschenopfer, Blut­rache, Selbstverstümmelung und anderes mehr hat man einst für recht und gut, ja für fromme Pflicht gehalten. Erst langsam hat sich das Gefühl ! dafür verfeinert und bann auf die späteren Ge­schlechter vererbt. So ist das Gewissen den Nieder­schlag solcher Entwicklung durch lange Zeiten hin­durch, es ift der Ertrag der Erziehung, der Erfolg der Arbeit der Menschengeschlechter und was damit

Verkehrsunfall bei Bingerbrück.

In Bingerbrück ereignete sich ein V e r k e h r s - Unfall, der großen Materialschaden im (Befolge hatte. In einer Kurve hinter der Herter-Brucke loste sich der Anhänger eines fchwerbeladenen Lastzuges, rutschte auf der nassen Straße und schlug um. Das Straßengeländer konnte bid Last bes fallenden Wagens nicht halten; es brach, ben Bürgersteig auf einer Länge von etwa 30 Meter aufreißend, em

Berlin, 15. Nov. (DNB.) Der südafrikanische Wehr- und Wirtschaftsminister Oswald Pirow wird am 17. November zu einem mehrtägigen Be­such in der Reichshauptstadt eintreffen. Der Füh­rer wird den südafrikanischen Staatsmann emp­fangen. Ferner sind Empfänge vorgesehen bei Ge­neralfeldmarschall Göring, beim Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop, beim Reichswirtschaftsminister Funk sowie beim Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel. Der südafrikanische Gesandte und die Deutsch-Südafrikanische Gesellschaft haben gesell­schaftliche Veranstaltungen geplant. Außerdem wird ein Jagdausflug in die Schorfheide stattsin- den.

In dem bulgarischen Hafen Warna fand auf dem protestantischen Friedhof die Einweihung des Ehren­mals für die Gefallenen des im Jahre 1916 vor W a rna gesunkenen deutschen Unter­seebootes 45 statt. An der Feier nahmen teil Kriegsminister General D a s f a I o f f, der deutsche Gesandte Rümelin, der Chef der bulgarischen Marine, Konteradmiral W a r l k l e t s ch k o f f, der Kommandant des im Hafen vor Anker liegenden KreuzersEmden", Kapitän zur See, Wen er, und der Landesgruppenleiter Bulgarien der NSDAP., Drechsel. Nach einer Gedenkrede des bul­garisch-protestantischen Pfarrers enthüllte Kriegs­minister Daskaloff unter den Klängen des Liedes vom güten Kameraden das von bulgarischer Kunst- lerhand geschaffene Ehrenmal. Das Mah das an der oberen Stirnseite das deutsche Hoheitszeichen und das Eiferne Kreuz, am Fuße als Symbol der deutsch-bulgarischen Kameradschaft tm Weltkrieg das bulgarische Tapferkeitskreuz trägt, hat die Inschrift: Den deutschen Helden fürtreue Pflichterfüllung von der bulgarischen Armee."

Schokoladenfabrik in Vromberg eingeäfcherl.

Ein Groß feuer vernichtete die Schokoladen­fabrikHolandja" in Bromberg. Das Feuer ent­stand wahrscheinlich beim Mahlen von Kakaobohnen, indem ein Metallstück in die Mühle geriet unt> einen Funken erzeugte, der den Kakaostaub m Brand setzte. Das Feuer dürfte dann durch die jßentilatof ren angefacht worden fein. Der Brand ^störte bie Fabrik und die Seitenhallen vollständig, doch blie­ben die Maschinen fast unbeschädigt. Bel den to|er­arbeiten wurden zwei Arbeiter schwer verletz l.

V. A. Wer sich jetzt mit den wirtschaftlichen Aus­wirkungen des kommenden Mittellandkanal­verkehrs befaßt hat, der hat in erster Linie die Fernwirkungen dieses Baues beachtet, b. h. er hat ben Kanal alsdieVerbinbungzwischenJn- dustrie - Westen unb Agrar-Osten gewür­digt und die technische Leistung der Schließung des deutschen Wasserstraßennetzes anerkannt. Dabei hat man im allgemeinen weniger der st r u k t u r e l l en Veränderungen gedacht, die bieser Bau für bie Landschaft, die er durchzieht, mit sich bringt. Hierbei sind vor allem drei Gebiete zu nennen: das Wirt- schaftgebiet um das Wasserstraßenkreuz Elb e Mittellandkanal mit dem Kernpunkt Mag­deburg, das Jndustrierevier am Süd­flügel des Mittellandkanals dis L e i p z i g und schließlich das b r a u n f ch w e i g i f ch - n i e d e r - sächfifcheLandim Bannkreis der neuen Wasser­straße. Jenes Gebiet, das wir als Mitteldeutschland bezeichnen wollen, liegt es doch verkehrstechmsch ge­sehen im Schnittpunkt der großen Fernverbindungen BerlinKöln, BerlinMünchen, HamburgLeipzig,

blieben, der Kriegsminister Daskaloff, der Han- i delsminister Kojucharoff und der Minister für \ öffentliche Bauten (Bane ff. Unterrichtsminister \ wurde Professor Bogdan S i I o f f; bisheriger Rek- i tor der Universität Sofia; Justizminister Abgeord­neter I o t o f f; Landwirtschaftsminister Abgeordne­ter Bagrjonoff; Eifenbahnminister Acora- m o f f; Finanzminister der Gouverneur der Natio- ( nalbcmk Woschilof f; Innenminister General . Nedeff. Das interessanteste Merkmal der neuen " Regierung ist die Tatsache, daß zwei Minister aus ; den Reihen der Abgeordneten des Sobranje ent- . nommen sind, obwohl das neue Gesek über das Sobranje ausdrücklich vorsieht, daß Abgeordnete nicht Mitglieber der Regierung fein können. Man ( erwartet daher mit großem Interesse die Regie- ; rungsertlärung vor dem Parlament.

Neuer chinesischer Aufmarsch.

Schanghai, 14. Nov. (Euxopapreß.) Japa­nische Kreise versichern, daß Marschall Tschiang- k a i s ch e k sein Hauptquartier aus Tschangtscha nach dem westlichen Teil der Provinz Hunan verlegt habe. Man glaubt, daß Yuanling am Yuan- kiang-Fluß, 240 Kilometer südwestlich des Tung- king-Sees als Sitz bes neuen Hauptguartiers aus­ersehen ist. Die 26. chinesische Division, die als Dorhut bezeichnet wirb, soll Yuyang im Süd­osten der Provinz Szetschuan erreicht haben. Die Kernarmee des Marschalls in Stärke von 100 000 Mann stehe ebenfalls in Szetschuan. Zwei weitere Armeen in Stärke von je 100 000 Mann sollen in Richtung Waitschau und in die Provinz Kiangsi entsandt werden, um den Fall von Tschangtscha und Hengyang zu verzögern. Die japanischen Streit­kräfte marschierten an der HankauKanton-Bahn entlang auf Tschangtscha. Sie erreichten am Montag einen Punkt, der noch 15 Kilometer südlich von $ o t f d) a u liegt. Potschau ist rund 120 Kilo- meter von Tschangtscha entfernt. Bei der

Räumung von Tschangtscha soll es zu zahlreichen Bränden gekommen sein.

Der Vormarsch am Ebro-Aogen.

Bilbao, 15. Nvv. (DNB. Funkspruch.) Der na- tioncüspanifche Heeresbericht gibt bekannt, daß der Vormarsch der nationalen Truppen am Ebro- Bogen weiter anbauert. Die Ortschaft Fata- r e 11 a würbe besetzt. Gleichzeitig konnten rote Po­sitionen im Fatarella-Geblrge erobert werden. Auf dem linken Flügel beherrschen die na­tionalen Truppen das gesamte Gebiet von der Mün­dung des Matarrana-Flusses in den Ebro bis in die Nähe von Ribarroja. Auch auf dem rechten Flügel konnte der Vormarsch fortgesetzt werden, der stellenweise bis zu 11 Kilometer tief in das rote Gebiet führt. Der Gelänbegewinn beträgt über 100 Quadratkilometer, darunter befinden sich 10 Kilo­meter der Eifenbahnstrecke SaragossaBarcelona. In die Hand ber nationalen Truppen fielen 1263 Gewehre, 27 Maschinengewehre, mehrere Mörser und Munitionsdepots. Es konnten wieder 190 Ge­fangene gemacht werben. An der Segre-Front flog ein fowjetrufsifcher Tank in bie Luft. Zwei rote Jagdflugzeuge wunden abgeschossen.

Smetona zum litauischen

Staatspräsidenten wiedergewählt.

K o w n o , 14. Nov. (DNB.) Unter Vorsitz des Ministerpräsidenten Mironas fand die Neuwahl bes litauischen Staatspräsidenten statt. Die 120 soge­nannten besonberen Volksvertreter entschieden sich mit 118 Stimmen erneut für den bisherigen «Staats- präsibenten Antanas Smetona, der damit auf wei­tere sieben Jahre wiedergewählt wurde. Zwei Stim­men waren ungültig. Smetona steht im 64. Lebens­jahr. Er war der erste litauische Staatspräsident bis 1922 und wurde dann 1926 nach dem Militär­umsturz wieder Staatspräsident. 1931 wurde er auf Grund der neuen litauischen Verfassung auf sieben Jahre gewählt. z

Aus aller Wett.

Ein deutsches Ehrenmal in Warna.

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zusammenhängt.

Die andern dagegen sagen: Das Gewissen ist nicht bloß etwas in uns und von uns her, sondern es ist etwas anderes, etwas über uns, vor dem wir uns beugen müssen wie vor einer höheren, überirdischen Macht. Es ist etwas Hohes und Heili­ges, bas ba tief in unserer Brust zu uns redet. Daß es nicht bloß unsere eigene Stimme sein kann, zeigt sich in der Tatsache, baß sie unseren eigenen Wün­schen und Neigungen sich oft aufs Schärfste wider­setzt, und meist aus Gründen, die außerhalb uns liegen. Es kann auch nicht bloß anerzogene und fort­schrittlich entwickelte Stimme der Menschheit fein, denn sie bringt uns gerade oft in den schärfsten Ge­gensatz zur Menschheit, wenn auch zu Zeiten viel geredet worden ist von einem allgemeinenMensch­heitsgewisfen" und von einemWeltgewiffen", an bas man auch in großen Menfchheitsfragen appel­liert hat. Nun, gerade wir Deutschen, denen gegen­über man ja auch mit biefem sogenanntenWelt- gewissen" operiert hat, wir.haben es erfahren und wollen es uns nun enblich einmal merken: die Welk hat kein Gewissen.

Was ist das Gewissen?Im Gewissen sieht Gott auf einen Menschen, so daß ber Mensch nunmehr in allem auf ihn sehen muß" ... Man kann auch nicht etwas einzelnes zu einer Gewisfenssache ma­chen; entroeber muß man alles bazu machen ober gar nichts. So hat es der große Philosoph Sören Kierkekaard einmal ausgedrückt. So ist also bas Gewissen bie Stimme Gottes und des Guten, die ernst und eindringlich in uns und zu uns spricht. Gewiß sind wir es auch selbst, aber eben nicht wir, wie wir nun einmal sind, sondern wir, wie wir jein f o 111 e n ! Es ist der neue, bessere Mensch in uns, von dem Nietzsche einmal gesagt hat: Der ich bin, sucht trauernd den, der ich sollte sein!" Und auch gerade in der allmählichen Entwicklung und Verfeinerung des Gewissens, die wir gar nicht bestreiten wollen, ahnen wir einen höheren Willen, der die Menschheit hinaus- und hinauf- führen will über die einfachen, ursprünglichen Un­terschiede von nützlich und schädlich zu der höheren Erkenntnis von recht und unrecht, gut unb böse, Segen und Sünde. B. R.

den. Ferner mürben bis jetzt fünf Lei'chen ge­borgen. Man befürchtet, baß die noch unter den Bergmassen liegenben 15 Arbeiter nicht mehr am Leben sind.

Verheerendes Hochwasser im Iran.

In der Nähe von Nahavend (Iran), wo erst kürz­lich ein Unwetter 208 Menschenleben gesondert hatte, verursachten schwere Wolkenbrüche eine schwere Hochwasserkatastrophe. Dabei wurden 150 Häuser zerstört. Die Anzahl der T o d e s o pf e r ist bisher noch unbekannt.

holländisches Passagierflugzeug bei Amsterdam verunglückt.

Das Flugzeug .Ljsvogel" der holländischen Luft­fahrtgesellschaft K. L. M. ist von Berlin kommend, kurz vor dem Amsterdamer Flughafen Schihol durch unfreiwillige Bodenberührung verunglückt. Das Unglück wird auf plötzlich auffommenben Boden­nebel zurückgeführt. Bisher wurden fünf Tote geborgen. Das Flugzeug hatte 14 Fahrgäste an Bord. Unter den Toten befinden sich ber zweite Flugzeugführer, der Funker unb der Mechaniker. Der Flugzeugführer wurde schwer verletzt. Don den beiden ums Leben gekommenen Fahrgästen wird noch einer vermißt. Elf Fahrgäste würben zum Teil schwer verletzt. Laut Angaben der Luftfahrt­gesellschaft K. L. M. befinden sich unter den Fahr­gästen acht Personen deutscher, vier englischer und zwei tschechischer Staatsangehörigkeit. Durch den ungeheuren Anprall würbe das Flugzeug, eine amerikanijche Douglas-Maschine, völlig zerstört.

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Zuge mit d auch in ^gehoben. r j die von Südasien bisherigen ist, der in n eigenen tensroertes wo dem Skwar« i, General legner des de Gene- nn ein/ge n GegM. r Mgl^ lier, bet iejm an. afften ms, das ui, n'Ms Len Ge«

Parteien nliften er« m einigen iinM QUf ungiur erung M muß er M en. Damit ledigt fein , Fruhjch auf Grün en, worauf nten neu t im Jahre ber Wechsel on vor dem folgen.

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kehr zur Verfügung.

Neben dieser günstigen Verkehrslage hat das Vor­handensein natürlicher Reichtümer, wie Braunkohle, Kali unb guter Böben schon feit Jahrzehnten einen Anreiz zu inbuftrieller Betätigung geboten. Die Lanbwirtfchaft mit ihren vor allem in ber Magde­burger Börde und in der Goldenen Aue überdurch- fchnittlichen Hektarerträgen und den Obstanbaugebie­ten in Braunschweig und der Provinz Sachsen schuf bie Grundlage für Deutschlands Konserven­industrie, für den Aufbau ber mittelbeutfdjen Zuckerindustrie, die heute rund 33 v. H. bes beutschen Zuckers erzeugt, sie machte weiterhin Magbeburg zu einem ber bebeutenbften (Betreibe: Ibandelsplätze und begünstigte die Anlage von s., * i"ä Sw SEWiS U .» M.,..s.... f i.

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