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den im Auslande vorhandenen Zy­prioten und zypriotischen Vereinigungen, die sich in Griechenland hauptsächlich aus Anlaß der Er­hebung gegen England im Jahre 1931 als Ver­bannte befinden, unternommen werden.

Aufbau im Eudetengau.

Eine Unterredung mit Konrad Henlein.

Obwohl in London das GesprächsthemaZn- pern" im großen und ganzen vermieden wird, scheint man doch den nun in London verstärkt |pur­baren Bemühungen z. B. derZypriotischen Bru­derschaft" besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Das Foreign Office beabsichtigt, zunächst nicht auf das dem englischen Gesandten in Achen überreichte Me. moranbum der Auslandszyprwten emzugchen. Mag- licherweise ersolgt aber Lorlage der Denkschn t bei Premierminister Chamberlain, der in der Denkschrift gebeten wird, eines sener Versprechen zu erfu en, welche Lloyd George zur Zeit seiner Mmister- präsidentschast in den Jahren des Kriegsendes und der ersten Nachkriegszeit gab, ohne daß diese Zu­sagen e erfüllt wurden Im übrigen wird darauf bingewiesen, es sei in London wohl bekannt, daß bie 1925 erfolgte Erklärung Zyperns zur Kronkolonie von der seit Tausenden von Jah­ren auf ihrer Insel alteingesessenen Zyperngriechen als Demütigung insofern empfunden wurde, als sie damit mit'Eingeborenen afrikanischer Besitztümer praktisch auf eine Stufe gestellt" feien.

Die Zyprioten zeigen sich besonders aufgebracht Über das Verbot des griechischen Ge- schichts- und G e o g r a p h i e u n t e r r i ch t s in den Schulen. Ferner wird auf die hohen Ge­hälter der englischen Derwaltungsbeamten hinge- wiefen, womit die Bevölkerung der Insel belastet werde. Alle aktivistischen griechischen Patrioten, dar­unter selbst die führenden Geistlichen der Insel, seien von der Insel verbannt. Alle gefefogebenbe und exekutive Gewalt auf der Insel ist in den Händen des Gouverneurs. Die Verfassung ist nur eine Schein Verfassung, außerdem ist sie seit Jahren a u f g e h o b e n. Die Bewohner­schaft Zyperns hofft nun, nachdem das Recht der Selbstbestimmung der Völker in eine neue Epoche trat, daß der englische Ministerpräsident sich der einst den Vertretern Zyperns gegebenen Ver­sprechungen und Zusicherungen erinnern werde und das vom damaligen Ministerpräsidenten Lloyd George verpfändete Wort einlösen werde.

Oer Oberbefehlshaber des Heeres in Güdböhmen.

Linz, 15. Oft (DNB) Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, traf in Begleitung des Inspekteurs der Pioniere und Festungen, General der Pioniere Förster, an der ehemaligen Reichsgrenze bei Klein-Philipps- reuth ein. Hier meldete sich Generaloberst Ritter von L e e b , um den Oberbefehlshaber durch das besetzte Gebiet seiner Heeresgruppe zu geleiten. Die Fahrt ging über Obermoldau, Winterberg, Wallern, Prachatitz, Böhmisch-Krumau, Rosenberg und en­dete an der alten Reichsgrenze südlich Hohenfurth. Ueberaü bereitete die Bevölkerung Generaloberst von Brauchitsch mit Heilrulen und Blumengrüßen einen herzlichen Empfang. Die Truppe ehrte ihren Oberbefehlshaber in Wallern durch Paradeausstel- lung einer Gebirgsjägerkompanie, während in Böh- misch-Krumau und Rosenberg Vorbeimärsche statt- fanden, die.den Jubel der Bevölkerung auslösten. Auf dem Gipfel des Schoninger schallte dem Ge­neraloberst ein Gruß der Jagdhörner der oberbaye­rischen Gebirgsjäger durch den herbstlichen Wald entgegen. Vom Turm wehte in der strahlenden Herbstsonne die Reichskriegsflagge über dem wieder deutsch gewordenen Land.

Berlin, 14. Oft (DRB.) Reichskommissar ff- 1 Gruppenführer Konrad Henlein erklärte dem Hauptschriftleiter der RSK.:Alle Volksgenossen sind des Lobes voll über unsere Herr-! wichen Truppen, die sich im Herzen der Su­detendeutschen für alle Zeiten ihren Platz erobert haben. Im Sudetenland ist eine politische Front geschaffen worden, die die ganze Be­völkerung erfaßt. Sie hat in den Monaten ihre große Bewährungsprobe in Ehren bestanden. Wir werden jetzt die ganze, dem Sudetendeutschtum innewohnende Kraft und Energie einsetzen, um aus unserer verelendeten Heimat so rasch wie möglich wieder das blühende Land zu schaffen, das es ehedem gewesen ist. Die Bevölkerung unseres Gaues, die jetzt jubelnd die Befreiung von 20jäh- rigem Terror erlebt, wird erst in den nächsten Wo­chen voll ermessen können, wie groß der Um­bruch wirklich war, und wie aus einem wirt­schaftlichen und sozialen Trümmerfelde ein neues, kräftiges, eroiaes Leben aufblühen wird. Es ist meine feste Absicht, bei der Angleichungsarbeit ein scharfes Tempo vorzulegen. Wir Sudetendeutschen sind gewohnt, ganze 21 eit zu machen und wir werden es auch jetzt so tun."

Konrad Henlein wies darauf hin, daß im alten Oesterreich-Ungarn drei Viertel der gesam­ten industriellen Wirtschaft der Mon­archie im Sudetengebiet konzentriert waren und daß es der Wille des Nationalsozialis­

mus ist, diese alte Blüte nicht nur zu neuem Leben zu erwecken, sondern darüber hinaus diesen Gau zu einem der kräftigsten Glieder des Reiches zu machen. Vorerst sei freilich ein furchtbares Erbe der tschechischen Herrschaft zu liquidieren. Die ersten Maßnahmen der Partei müßten daher der Be­kämpfung der größten Not dienen. Aber die Not roeroe in kürzester Frist überwunden sein, weil das Sudetenland entschlossen ist, auch von sich aus alles beizutragen, um ein eigenes, kräf­tiges Leben zu entwickeln. Henlein wies auf die außerordentlichen Entwicklungsmöglichkeiten hin, die sich jetzt für die Ausnutzung der großen Heilquel­len und anderer Bodenschätze des Gaues eröffnen. Auch die verkehrsmäßige Erschließung, nicht zuletzt durch die Reichsautobahnen, die von Reichenberg über Eger nach München und von Reichenberg zur Autobahn Berlin Breslau führen werden, soll wichtige Beiträge für die Zukunft des Sudetengaues liefern.Ich glaube", so erklärte Henlein mit Nachdruck,daß wir uns in ganz kurzer Zeit als ein Gau zeigen werden, dem nicht mehr geholfen werden muß, son­dern der zur Kraft und Stärke, zur Blüte und Größe der deutschen Nation von sich aus einen würdigen Beitrag liefert. In der unermüdlichen Arbeit für diese Zukunft hoffen wir, unserem Füh­rer einen kleinen Dank abstatten zu können für seine Tat, die uns die Freiheit brachte."

Um die ungarischen Ansprüche an die Tschecho-Glowakei.

Nach Abbruch der Verhandlungen von Komorn.

Oerfrühere uügansche Ministerpräsident von Daranyi beim Führer.

München, 14. Okt. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler empfing heute nachmit­tag in Gegenwart des Reichsministers des Aus­wärtigen von Ribbentrop den ehemaligen ungarischen Ministerpräsidenten von Daranyl zu einer Besprechung über Fragen des u n - gartschen Volkstums in der Tschecho- Slowakei.

Ungarische Fühlungnahme in 2Rom.

Rom, 14. Okt. (DNB.) Graf Csaky, der Kabinettschef des ungarischen Außenministers, ist in Begleitung des ungarischen Gesandten von Außenminister Graf C i a n o empfangen worden. Die Unterredung bezog sich auf die ungarisch-slo­wakischen Verhandlungen. Obwohl von amtlicher Seite noch keine bestimmten Angaben gemacht wer­den, will man wissen, daß Graf Csaky die Not­wendigkeit einer Intervention der vier Mächte entsprechend den Münchener Vereinba­rungen betont habe. Man nimmt an, daß Graf Csaky auch noch vorn Duce empfangen wird.

Besprechungen in Paris.

Paris, 15. Okt. (DNB.) Außenminister B o n - n e t empfing den ungarischen Gesandten und

den tschecho-slowakischen Gesandten. Der ungarische Gesandte hat dem Außenminister die Gründe für den Abbruch der Verhandlungen in Komorn dargelegt und einen Antrag U n - garns auf das Schiedsgericht der vier Großmächte gemäß dem Münchener Abkom­men in Aussicht gestellt. Die Unterredung mit dem tschecho-slowakischen Gesandten bezog sich auf die finanzielle Unterstützung, die England und Frank­reich der Tschecho-Slowakei gewähren wollen.

Komorn wie ausgestorben.

Budapest, 14. Okt. (Europapreß.) Der von den Tschecho-Slowaken besetzte Stadt­teil von Komorn liegt, wie die ungarischen Abendblätter melden, wie ausgestorben da. Zum Zeichen des Einspruchs gegen die tschecho-slo- wakische Haltung waren am Freitagvormittag d i e ungarischen Geschäfte geschlossen, und die Ungarn hatten sich in ihre Wohnungen zurück­gezogen. Die ungarischen Fahnen sind in den frühen Morgenstunden des Freitags durch tschecho­slowakische Polizei heruntergeholt worden. Die Stabilst m i l i t ä risch besetzt und die Grenze nach Ungarn wieder gesperrt. Auf der Donau­brücke stehen wieder Drahtverhaue, Spanische Reiter und Betonbarrikaden.

Rumäniens Ausrüstung.

B u k a r e st, 14. Okt. (DNB.) Kriegsminister General Argeschanu und Unterstaatssekretär im Kriegsministerium General Gl atz haben ihren Rücktritt erklärt, da in mehreren Kabinetts­sitzungen der Stand der rumänischen Rü­stungen einer scharfen Kritik unterzogen worden ist. Unter dem Einfluß des Königs sind neue Grundsätze f ü r bie Aufrüstung des ru­mänischen Heeres festgelegt worden, durch die die verantwortlichen Generale gezwungen wurden, ihre Aemter zur Verfügung zu stellen. General Ciu- perca, bisher Kommandant des III. Armeekorps, wurde zum Kriegsminister und General 3 a ec­hte i, bisher Kommandant des II. Armeekorps, zum Rüstungsminister ernannt. Damit ist erneut ein eigenes Rüstungsministerium ge-

Vergessen Sie nicht [ E } Ihr Klassenlos! \,e;o1^T' Ziehung schon am Mittwoch

schaffen worden, dem die Aufgabe gestellt ist, die rumänische Aufrüstung mit allen Mitteln voranzu- treiben. Dazu gehört Vereinheitlichung und Moder­nisierung der Bewaffnung, Organisierung der 23er» keyrsmittel, Versorgung der Rüstungsindustrie mit Rohstoffen.

Zwei Landesverräter hinaerichtet.

Berlin, 14.Off. (DRB.) Die Instizpresfe­st e l l e Berlin feilt mit: Heule wurden die durch das Reichskriegsgericht zum Tode ver­urteilten Landesverräter Franz Backes aus Trier und Josef B a r a n e k aus Rafibor hinge- richfef. Backes war aus Geldgier und Vergnügunqs- fuchf zu einem gefährlichen Spion geworden. Ba- ranek hafte sich aus Gewissenlosigkeit und Gewinn­sucht dem Rachrichtendienst einer ausländischen Macht verkauft. Beide Verurteilte hatten ihr ver­brecherisches Handwerk bedenken- und hemmungslos über einen längeren Zeitraum hin ausgeübf. Sie haben nunmehr ihren Verrat mit dem Tode büßen müssen.

Wetterbericht

Das festländische Hochdruckgebiet hat sich nach Norden hin erweitert und damit seinen Einfluß auf unser Wetter verstärkt. Trotz der fortgesetzten Wirbeltätigkeit über Nordeuropa ist ein stärkeres Eingreifen derselben bei uns nicht zu erwarten.

Vorhersage für Sonntag: Besonders morgens dunstig ober neblig, sonst heiter bis wolkig, trocken, mittags ziemlich warm, Winde meist aus Süd bis West.____________________________________

Hauptschriftleiter vr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des HausUschristleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 38: 9143, Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2M einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vorn 1. September 1937 gültig.

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