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Oie Trauerfeier in Paris

i gewissen Berufen, wo gegenwärtig Arbeitsmangel herrscht. Neuregelung der Preisgestaltung. N e u -

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gunsten der S t e i

Steigerung der Rüstungs» vorgesehen. Weitere Notverordnungen

arbeiten

Berlin, 12. Nov. (DNB.) Die Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirt- . schaftsleben, die der Beauftragte für den Met- ; iahresplan, Generalfeldmarschall Göring, erlassen . hat, lautet: Auf Grund der Verordnung zur Durch- < führung des Vierjahresplanes vom 18. Oktober 1936 . (RGBl. I Seite 887) wird folgendes verordnet:

§ 1, Juden (§ 5 der Ersteh Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 14. November 1935 RGBl. I Seite 1333) ist vom 1. Januar 1939 ab der Betrieb von Einzelhandelsverkaussstellen, Versandgeschäften oder Bestellkontoren sowie der selbständige Betrieb eines Handwerks untersagt. Ferner ist ihnen mit Wirkung vom gleichen Tage verboten, auf Märkten aller Art, Messen oder Ausstellungen Waren oder gewerbliche Leistungen anzubieten, dafür zu werben oder Bestellungen darauf anzunehmen. Jüdische Gewerbebetriebe( Dritte Verordnung zum Reichs­bürgergesetz vom 14. Juni 1938, RGBl. I Seite 627), die entgegen diesem Verbot geführt werden, sind polizeilich zu schließen.

§ 2. Ein Jude kann vom 1. Januar 1939 ab nicht mehr Betriebsführer im Sinne des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit vom 20. Januar 1934 (RGBl. I Seite 45) sein. Ist ein Jude als leitender Angestellter in einem Wirtschafts- Unternehmen tätig, so kann ihm mit einer Frist von sechs Wochen gekündigt werden. Mit Ablauf der Kündigungsfrist erlöschen alle Ansprüche des Dienstverpflichteten aus dem gekündigten Vertrage, insbesondere auch Ansprüche auf Bersorgungs- bezüge und Abfindungen.

§ 3. Ein Jude kann nicht Mitglied einer Ge- . nossenschaft sein. Jüdische Mitglieder von Ge­nossenschaften scheiben zum 31. Dezember 1938 aus. Eine besondere Kündigung ist nicht erforderlich.

§4. Die zuständigen Reichsminister werden er­mächtigt, die zu dieser Verordnung erforderlichen Durchführungsbestimmungen zu erlassen. Sie können Ausnahmen zulassen, soweit diese in­folge der Ueberführung eines jüdischen Gewerbe­betriebes in nichtjüdischen Besitz, zur Liquidation jüdischer Gewerbebetriebe oder in besonderen Fällen zur Sicherstellung des Bedarfes erforderlich sind. Wiederherstellung des Straßenbildes

hei jüdischen Gewerbebetrieben.

Berlin, 12. Nov. (DNB.) Die vom Beauftragten für den Vierjahresplan, Generalfeldmarschall Göring, erlassene Verordnung zur Wiederherstellung des Straßenbildes bei jüdischen Gewerbebetrieben hat folgenden Wortlaut:

Auf Grund der Verordnung zur Durchführung des Vierjahresplanes vom 18. Oktober 1936 (RGBl. 1 Seite 887) verordne ich folgendes

§ 1. Alle Schäden, welche durch die Empörung des Volkes über die Hetze des internationalen Judentums gegen das nationalsozialistische Deutsch­land am 8., 9. und 10. November 1938 an jüdischen Gewerbebetrieben und Wohnungen entstanden sind, sind von den jüdischen Inhabern oder jüdischen Gewerbetreibenden sofort zu beseitigen.

würdigte.- _ . p, .

Dann wies Staatssekretär von Weizsäcker auf die Große des Sterbens des Dahingegangenen hin, dessen Schicksal nicht nur ganz Deutschland, sondern auch Frankreich mit einer echten und tiefgehenden Teilnahme verfolge. Der Staatsfekretär hob die Treue des Toten zum Führer bis zum Letzten her­vor und sagte ihm den Dank des Reichsministers des Auswärtigen für diese Treue. Wenn man den auswärtigen Dienst ernst nehme, müsse man sich wie Rath mit Leib und Seele vor die Hermat stellen, sie gegen jeden Angriff und gegen die trüben Mächte decken, die die Hand der feigen Waffe geführt haben. Vom Rath sei als erster Blutzeuge des Auswärtigen Amtes für das Dritte Reich gefallen. Seine Perfönlichkeit habe sich als rein, klar und untadelig erwiesen. Seine Kameraden, vor allem aber fern Minister, feien auf ihn stolz und würden ihn als eine Persönlichkeit in Erinne­rung behalten, die trotz seiner Jugend ihr Lebens- werk vollendet habe. Der HU Beginn eines aus­sichtsreichen Werdeganges Dahingeschiedene gehöre seinen Kameraden vom Auswärtigen Amt; aber auch ganz Deutschland nehme ihn für fich in An­spruch. Der Staatssekretär schloß mit den Worten: Trete an die Fahrt in die Heimat ganz Deutsch­land erwartet dich! Dann legte der Staatssekretär den Kranz des Führers und Reichskanzlers und Bot­schafter Graf Welczeck einen Kranz des Reichs­ministers des Auswärtigen von Ribbentrop am Sarge nieder, an dem eine von den Mitgliedern der Botschaft und der Partei gestellte Ehrenwache sowie eine Abordnung der Politischen Leiter und der Faschistischen Partei Aufstellung genommen hatten. Landesgruppenleiter Gesandtschäftsrat Dr. Ehrich schloß sich mit einem Kranz des Gauleiters

Weitere Maßnahmen betreffen die Aufhebung der staatlichen Lotterie, Zuleitung der Arbeitslosen zu

der Auslandsorganisation der NSDAP., Bohle, an.

Nach dem Segen verließ der Vertreter des Prä­sidenten der Republik, begleitet vom deutschen Bot- chafter, als Erster die Kirche. Dann führte Staats- ekretär von Weizsäcker die Eltern des Verstorbenen zu ihrem Wagen. Der Staatssekretär und die Mit­glieder seiner Delegation, der Botschafter und der Landesgruppenleiter nahmen anschließend im Vor-1 raum der Kirche die Beileidsbezeugungen der Trauergäste entgegen. Neben dem Außenminister Bonnet sah man die Vertreter des Ministerpräsi­denten, des Senatspräsidenten und des Kammer­präsidenten- des stellvertretenden Ministerpräsiden­ten und zahlreiche Kabinettsmitglieder, ferner den Generalsekretär des Quai d'Orsay, Botschafter Leger, den neuernannten französischen Botschafter in Berlin, Coulondre, den Chef des Protokolls, den Präfekten des Seine-Departements, den Poli­zeipräfekten von Paris, den Präsidenten des Staats­rates, den Präsidenten der Pariser Handelskammer und zahlreiche Vertreter weiterer Behörden sowie den Präsidenten Scapini und mehrere Vorstands­mitglieder des Comite France-Allemagne. Das diplomatische Korps war sehr zahlreich unter der Führung seines Doyen, des brasilianischen Bot­schafters, vertreten.

am Sonntagabend Gauleiter Sprenger in einer überfüllten Massenkundgebung im Kurhaus i

Donnerstag Staatsbegräbnis in Düsseldorf. IP»

werden am Dienstag im Amtsblatt veröffentlicht werden. Es handelt sich vor ollem um Notverord­nungen, die das Wirtschaftsleben sowie die vorge­sehene Alterspension für Arbeiter betreffen.

Reynauds erste Notverordnungen

Verlängerung der Arbeitszeit und Steuererhöhungen.

Geteilte Gefühle.

Paris, 13. Nov. (Europapreß.) Die Notverord­nungen sind in der Öffentlichkeit mit gemisch - t e n Gefühlen ausgenommen worden. Die neuen Steuerlasten befriedigen selbstverständlich niemand, am wenigsten diejenigen, die sie tragen müssen. Es sind besonders die indirekten Steuern und die Tariferhöhungen, die die breiten Massen betreffen und voraussichtlich au einer neuen Ver­teuerung der Lebenshaltung Anlaß geben werden.

Die Aufhebung derWoche der zwei Sonntage" ist indessen besonders auch von den zahlreichen kleinen Handwerkern und Geschäftsleuten sehr be­grüßt worden.

Matin" schreibt, eine ausschlaggebende Bedeutung

allem der kleinen Beamten, wofür ein Kredit von 1,8 Milliarden Franken zur Verfügung gestellt wird. Schließlich ist eine (Überprüfung des Pro­gramms für die großen öffentlichen Arbeiten zu-

Die Erzeugung muß gesteigen werden.

Finanzminister Paul R e y n a u d hielt eine Rund-1 funkansprache, in der er betonte, daß diese Notver­ordnungen nur den ersten Schritt bedeuteten; denn in acht Tagen könne man nicht eine seit acht Jahren andauernde Krise beseitigen. Es sei dafür ein Dreijahresplan vorgesehen. Im Vergleich zu den andern Ländern sei die Erzeugung Frank­reichs außerordentlich stark aesunken. Frankreich stehe an letzter Stelle. Es produziere heute vier­mal weniger als Deutschland. Frankreich lebe von seinem Kapital und von seinen Reserven. Die Bautätigkeit allein habe in Frankreich um 50 v. H. abgenommen, während sie in Deutschland außerordentlich gestiegen sei. Die Zahl der Unter­nehmen, die etwas einbrächten, nehme ständig ab. Es gehe um das tägliche Brot eines jeden.

Als er die Bilanz der heutigen Lage aufstellte, hätten seine Mitarbeiter ihm nachgewiesen, daß in­folge der Unterschüsse des Haushalts der Gemein­den, der Eisenbahn usw. im nächsten Jahre rund 60 Milliarden Franks durch Anleihen be- schafft werden müßten. Das fei unmöglich. Ab nächstes Jahr würde die Anstellung von Beamten gedrosselt werden. Es würden allein 40 000 Eisen­bahner weniger eingestellt werden, denn die Fabriken brauchten Arbeiter. Ein Land, das 2 5 Milliarden für Rüstungen benötige, könne sich leider nicht den Luxus großer Arbeiten erlauben.

Mit der Politik der Ausgabekürzungen müsse Hand in Hand eine Politik der Steigerung der Einnahmen gehen. Er fei gezwungen gewesen sowohl zu einer Erhöhung der indirekten als auch der direkten Steuern. Dafür feieh bedeutende Steuererleichterungen für neue Unternehmen zur Ankurbelung der Wirtschaft vorgesehen. Besonderen Nachdruck legte der Finan Minister auf die Not­wendigkeit der Arbeite st eigerung., Die Er­zeugung müsse unbedingt um 30 bis 40 v. H. zuneh- men. Wenn man alle Arbeitslosen in den Arbeits­prozeß einschalten würde, würde eine Steigerung von nur 7 v. H. erreicht werden können. Es müsse folglich die Arbeitszeit verlängert wer­den. Die Woche derzwei Sonntage" habe durch die unterzeichneten Notverordnungen auf« gehört.

beroertung des Goldbestandes der Bank von Frankreich, der Bank von Alge­rien und der übrigen Kolonialbanken, auf der Grundlage von 170 Franken für das englische Pfund. Der gegenwärtige Kurs des englischen Pfundes schwankt zwischen 178,50 und 178,80 Fran­ken. Aufbesserung der Gehälter vor

Dresden, 13. Nov. (DNB.) Am Sonntag feierte die Bergakademie Freiberg in Sachsen ihr 174. Gründungsfest. Ausgehend von den Erkennt­nissen der nationalsozialistischen WeUanschauung stellte der Reichsdozentenführer Prof. Dr. S ch u l tze die Erörterung des Nachwuchsproblems der Hoch- Das Staatsbegräbnis für Gesandtschaftsrat Ernst schule in den Mittelpunkt seiner Ausführungen, wo- vom Rath findet am Donnerstag, dem 17. Novern- hei er auch auf die Notwendigkeit einer politi - der, in Düsseldorf statt. Der Sarg wird in scheu Auslese der Hochschullehrer ein­einem französischen Sonderzug zunächst nach ging, hätten sie doch die Ausgabe, die Kräfte heran« Aachen geleitet, wo er am Mittwochfrüh eintrifft, zubilden, die in absehbarer Zeit an einer führenden Die Fahrt nach Düsseldorf über Köln und Köln- Stelle im öffentlichen Leben stehen werden. Wir Mülheim wird auf allen Bahnhöfen, die der Son- dürfen, sagte der Redner, im Namen der deutschen derzug in langsamer Fahrt passiert und wo die Hochschule fordern, daß nur Männer mit größter Angehörigen der Parteigliederungen Spalier bilden, Verantwortung und voller persönlicher Einsatzfähig- der Bevölkerung der westdeutschen Grenzgaue Ge- ^it als Lehrer berufen werden. - legenheit geben, dem für Deutschland Gefallenen ihren letzten Gruß zu entbieten. Auf dem Bahnhof XOtlÖClttOru-tjClCr

in Düsseldorf findet eine Feier auf dem Bahnhofs- ^erlitter

oorplatz statt. Alsdann setzt sich der Trauerzug zur 'M Beniner jeugpau©.

Rheinhalle in Bewegung. Die Straßen werden Berlin, 13. Nov. (DNB.) Die Reichsstudenten- einen würdigen Trauerschmuck erhalten, inmitten -führung veranstaltete mit dem NS.-Reichskrieger- von Blumen und Kränzen wird dann der Sarg m hunh und dem Langemarck-Ausschuß beim Jugend- der Reinhalle aufgMchrt. Ihrem Wunsche entspre- sichrer des Deutschen Reiches im Zeughaus die Ma­chend wird die Bevölkerung dort an dem Sarg vor- hitionelle Langemarckfeier, nachdem schon am beiziehen. Am Donnerstag um 12 Uhr finbet.bann1 - * ~ " 1 - v

die offizielle Trauerfeier statt. Anschließend wird die Leiche zum Nordfriedhof übergeführt, wo die Beisetzung in einer Familiengruft erfolgt.

Reich habe jeder Volksgenosse Anspruch auf Aner­kennung, wenn er da wo er stehe, feine Aufgabe erfülle. Das Volk kenne heute keinen Unterschied mehr, es seien alle Angehörige eines Blutes. Die Partei habe das Selbstbewußtsein des deutschen Volkes geweckt und durch die Partei werde es noch weiter gesteigert werden. Die Einigkeit des Volkes se: das Bollwerk gegen den Bolschewismus, vor dem das deutsche Volk immer auf der Hut fein müsse.

Bad Schmalbach. In seinen oft von großem Beifall unterbrochenen Ausführungen, rechnete der Gauleiter mit dem internationalen Judentum ab und stellte die Einheit des deutschen Volkes heraus, die der beste Garant für den Frieden und das stärkste Bollwerk gegen den Bolschewismus ist. Es gebe keine verschiedenen Juden, weil sie in verschie­denen Ländern wohnen, sondern nur Angehörige eines Judenreiches, dem die Aufgabe bestimmt ist, die Völker zu zerstören und aus den Trümmern die Weltmacht des Judentums aufzubauen. In den Judenknechten hätten sie getreue Helfer; die Mittel zur Erreichung ihres Zieles feien Mord und Tot­schlag. Die neueste Mordtat habe das Judentum in Paris ausgeübt. Die richtige Antwort habe das

hätten in dem konstruktiven Plan des Finanzmini, sters die sozialen Maßnahmen, die darauf hinaus­liefen, der Arbeit wieder zur Ehre zu verhelfen. Es sei sehr gut, daß Reynaud den Mut gehabt fabe, dem Lande zu sagen, daß Frankreich nicht den Ge- fahren widerstehen könne, wenn es sich zwei Tage in der Woche ausruhe. Der Jour stellt fest, heute müßten die Franzosen die Rechnung der Volksfront bezahlen, und zwar mit einem äußerst hohen Preis. Schon begänne sich in den extremlinken Kreisen eine Zersetzungskampagne gegen diese Maßnahmen des öffentlichen Wohles abzuzeichnen, die notgedrungen unpopulär feien. Falls wieder auf dem Wege der nationalen Wieder­geburt Hindernisse errichtet werden sollten, mußte [man sie brechen. Wladimir d'Ormesson schreibt im Figaro, die internationale Konjunktur sei einer energischen Wiederaufrichtung günstig. Die franzö­sischen Preise lägen unter denen des Weltmarktes. Ein allgemeiner Aufschwung zeichne sich in der Weit­ab. Jeder verantwortungsbewußte Franzose mutze jetzt die Aktion der Regierung ohne Murren unter-

I stützen

Ein' linksgerichtetes radikalsozialistisches Blatt er- I klärt dagegen, daß man in den parlamentarischen Kreisen etwas anderes, etwas Neues und.^ü^eres erwartet habe. Blum schreibt im sozialistischen Populaire", das Hauptziel Reynauds fei eine Bor- senhausse und die Rückkehr der im Auslande befind I lichen Gelder gewesen. Daladier und Reynaud setzten nicht nur auf den Liberalismus, sondern auch auf den Kapitalismus. Blum wendet sich dann besonders scharf gegen die neue Arbeitszeitverordnung, Rey­naud richte nicht mehr einen Appell an die Not­wendigkeit der Arbeit, sondern er untersage die Mög­lichkeit der Freizeit.

Das Nachwuchsproblem der Hochschule.

Reich erteilt. Da der einzelne Jude sich für 2HIiuba einsetzt, soll Alljuda auch für den einzelnen Juden einstehen. Der Ewigkeitswert des deutschen Volkes liege in'der Rassenreinheit, so rein wie die Partei von Anfang an war, so rein müsse auch das Volk sein. Der Sieg von 1933 sei errungen worden, weil keine Spaltpilze in den Reihen der Bewe­gung waren und wenn es heute noch Volksgenossen gäbe, die gegen die mühsam errungene Volksge­meinschaft sind, bann würde sie das gleiche Schicksal treffen wie die Juden. Im Dritten

Paris, 12. Nov. (DNB.) Die deutsche Kirche in Paris war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die deutsche Delegation unter Führung des Staats­sekretärs Freiherrn von Weizsäcker, der Ge- andter Dienstmann und der Ches des Protokolls, Gesandter Freiherr von Dörnberg, angehoren, zur Trauerfeier für den durch ruchlosen Meuchel­mord gefallenen Gesandtschaftsrat Ernst Eduard vom Rath eintraf. Der deutsche Botschafter Graf Welczeck empfing den Vertreter des Präsi­denten der Republik, Oberstleutnant Tafsin. Von Botschaftsrat Dr. Bräuer geleitet, nahmen bann die Eltern des Verstorbenen vor dem mit Blumen und Kränzen umgebenen Sarge Platz. Nach einem Orgelvorspiel und nachdem das Wendlmg- Quartett ein Adagio von Rosenmüller gespielt hatte, hielt Pastor Dahlgrün die Trauerrede, in der er Lob und Trost dieses Sterbens mit bewegten Worten

auf Schlag: sie tritt in gesetzlicher Form mit ver­dienter Strenge und Härte die gesamte Judenschaft innerhalb des deutschen Reichsgebietes und wendet innerhalb des kulturellen Raumes sinngemäß an, was, auf das wirtschaftliche Leben bezogen, bereits vorausging: die Anordnung des Präsidenten der Reichskulturkammer schließt sinngemäß die Juden von allen kulturellen Veranstaltungen des deutschen Volkes in gleicher Weise aus, wie die Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben ausgeschaltet worden sind. Die Trennung ist endgültig und von absoluter Schärfe; sie ist die folgerichtige Fortführung früherer Bestimmungen, welche die Juden auch in kultureller Hinsicht auf'sich selbst verwiesen. Das deutsche Volk wirb künftig auch auf diesem Gebiete unter sich sein. Die Juden haben hinfort im Theater, im Konzert, im Film usw. als lästige Eindringlinge zu gelten. Kei- nem Deutschen kann nach den Ereignissen der letzten Tage eine weitere Berührung, geschweige denn Ge­meinschaft mit Angehörigen jüdischer Rasse zuge- mutet werden.

Ausschüttung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben.

Paris, 13. Nov. (Europapreß.) Heber die von der französischen Regierung genehmigten 32 Not­verordnungen veröffentlichen die Blätter ausführ­liche Auszüge. Zu den wichtigsten Verordnungen gehören jene über die Arbeitszeit. Die Vierzig- tundenwoche wird zwar aufrechterhalten, aber )ie zweitägige Arbeitsruhe in der Woche wird aufgehoben werden. Im allgemeinen wird wieder iüe Sechstagewoche eingeführt. Alle Betriebe verfügen über einen Ueberstunden-Kredit" von fünfzig Stunden. Wenn diese fünfzig Ueber- tunden aufgebraucht sind, können sie über weitere ünfzig Ueberstunden verfügen. Praktisch besteht also nieder die unbeschränkte Arbeitszeit, jedoch erklärt der Arbeitsminister, daß Mißbräuche bestraft wer­den. Die Lohnsätze betragen 10 v. H. über dem gewöhnlichen Stundenlohn, und zwar bis zu 250 Ueberstunden. Sie erreichen dann in verschie­denen Stufen eine Höhe bis 25 v. H. bei der 400. Ueberftunbe. Anderseits müssen die Arbeitgeber eine Sonder st euer von 10 v. H. auf die durch die Ueberstunden erzielten Gewinne bezahlen. Die Ar­beitervertreter in den Betrieben müssen französi­scher Staatsangehörigkeit und nicht vorbestraft sein. Ausländer haben kein Wahlrecht mehr zu den Be­triebsvertretungen. Gegen Arbeiter, die in der für die nationale Verteidigung arbeitenden Industrie sich weigern, Ueberstunden zu leisten, sind strenge Maßnahmen vorgesehen.

Weitere Notverordnungen betreffen eine Reihe von Steuermaßnahmen. Diese sind außer­ordentliche Besteuerung des gesamten Jahresein­kommens in Höhe von 2 v. H Erhöhung der all­gemeinen Einkommensteuer von 7,56 auf 8 v. H., Erhöhung der Mobiliarsteuer, Erhöhung der Er­zeugungssteuer von 8,7 auf 9 v. H., bzw. 2,2 auf 3 v. H., Erhöhung der Steuern auf Kaffee, Zucker, Tabak, Alkohol' und Benzin. Der Preis eines ge­wöhnlichen Päckchens Rauchtabak wird von 3 auf 3,50 Franken erhöht Erhöhung der Tarife in der Pariser Untergrundbahn und bei den Autobussen. Erhöhung der 'Posttarife. Das Jnlandsbriefporto wird von 65 auf 90 Cts. erhöht. Erhöhung der Telephongebühren. Ein Stadtgespräch kostet in Zu­kunft 85 Cts. statt bisher 65 Cts.

frühen Morgen in der Langemarck-Halle unter dem Glockenturm des Reichsfvortfeldes eine feierliche Kranzniederlegung durch SA. - Standartenführer Trumpf, dem Langemarck-Beauftragten des Reichs­studentenführers, erfolgt war.

Die festliche Stunde wurde eingeleitet mit der Uraufführung der chorischen FeierLangemarck". Dann sprach der Reichsstudentenführer, ^Oberfüh­rer Dr. Scheel, über den Sinn von Langemarck. Dr. Scheel sprach vom Frontsoldaten Adolf Hitler, der mit ihnen die Feuertaufe erhalten habe, das Lied Deutschland auf den Lippen, als sie dem Tode entgegenstürmten. Er sei im Angesicht ihres Opfer­ganges der ruhige und entschlassene, die letzten Pro­ben des Schicksals in ihrer ganzen Härte mutig tragende Soldat geworden. Er habe zum zwei'en- mal um diese durch ihre Gräber geheiligte flan­drische Erde,dieser Schwurstätte von Treue und Gehorsam bis in den Tod", gekämpft. Als er auf dem gleichen Boden zum Einsatz im letzten Wafsen- gang bereitgestanden habe, sei ihm durch tückisches Gift das Licht der Augen genommen* worden. Und aus Tod und Finsternis habe er das hellste Licht heimgebracht und sei unser Führer geworden: Adolf Hitler!"

Der Führer des NS.-Reichskriegerbundes, ff- Gruppenführer Generalmajor a. D. Reinhard, zeichnete ein wirklichkeitstreues Bild der Kämpfe von Langemarck und schilderte den begeisterten Ein­satz der jungen Regimenter. Nach der Feier legten der Stadtkommandant, der Reichsstudentenführer,

§ 2. Die Kosten der Wiederherstellung trägt der Inhaber der betroffenen jüdischen Gewerbe­betriebe und Wohnungen. Versicherungsan- sprüche von Juden deutscher Staatsangehörigkeit werden zugunsten des Reiches beschlagnahmt.

§ 3. Der Reichswirtschaftsminister wird ermächtigt, im Benehmen mit den beteiligten Reichsministern Durchführungsbestimmungen zu erlassen.

Die Siihneleifiung.

Berlin, 12. Nov. (DNB.) Die vom Beauftragten für den Vierjahresplan, Generalfeldmarschall Göring, erlassene Verordnung über eine Sühneleistung der Juden deutscher Staatsangehörigkeit hat folgenden Wortlaut:

Die feindliche Haltung des Judentums gegenüber Volk und Reich, die auch vor feigen Mordtaten nicht zurückschreckt, erfordert entschiedene Abwehr uno harte Sühne. Ich bestimme daher auf Grund der Verordnung zur Durchführung des Vierjahres­planes vom 18. Oktober 1936 (RGBl. I Seite 887) das folgende:

§ 1. Den Juden deutscher Staatsangehörigkeit in ihrer Gesamtheit wird die Zahlung einer Kontri­bution von RM. 1 000 000 000 an das Deutsche Reich auferlegt.'

§ 2. Die Durchführungsbestimmungen erläßt der Reichsminister der Finanzen im Benehmen mit den beteiligten Reichsministern.

Die richtige Antwort an die Juden

Gauleiter Sprenger

sprach in Bad Schwalbach.

NSG. Im Rahmen einer Versammlungswelle der Gaupropagandaleitung im Untertaunuskreis, sprach

der Reichskriegerbundführer und der Vertreter des Jugendführers des Deutschen Reiches am Ehrenmal Kränze nieder, während das Musikkorps des Wach­regiments das Lied vom guten Kameraden spielte

Hitler-Jugend und Schule.

Babelsberg, 13. Nov. (DNB.) In Babels­berg bet Berlin findet eine Tagung der Schulbe- auftragten der Hitler-Jugend statt. Stabssührer Lauterbacher wandte sich gegen die SßorfteUun^, nach der die HI. Gegnerin- der Schule wäre. Die Hitler-Jugend, die in den letzten Jahren große er­zieherische Erfolge erreicht habe, föhne sich nicht an der erzieherischen Arbeit der Schule desinteressieren, . denn die Angehörigen der Hitler-Jugend seien gleich­zeitig auch Besucher der Schule. Lauterbacher äußerte die Ueberzeugung, daß Hitler-Jugend und Schule zwei Einrichtungen seien, die nebeneinander bestehend in Zukunft zwar ihre Aufgaben trennen, aber nach dem gleichen Erziehungsideal arbeiten. Nur so sei der Lehrernachwuchsmangel zu überwinden und nur so würde die Jugend ebenso freudig den $e?uf des Jugendführers wie den des Lehrers ergreifen. Es ginge allein darum, daß für die eine Jugend auch nur ein E r - ziehungstyp, nämlich der wirklichen Berufs­erziehung, tätig sei. In Zukunft sollte darum nur derjenige Lehrer werden, der schon in der Hitler- Jugend seine erzieherischen Fähigkeiten als Führer einer kleinen Einheit erwiesen habe.

Versammlung der Lugend.-

B e r I i n , 14. Nov. (DNB. Funkspruch.) Im Win- terhalbjahr 1938/39 soll, nach einer Vereinbarung zwischen der Reichsjugendführung und der Reichs- propaaanbaleitung in jedem Gebiet der Hit­ler-Jugend einmal monatlich eine p o - litifche Versammlung stattfinden, in derein Redner der Partei zur Jugend spricht. Mit derartigen Kundgebungen, die unter dem Motto Versammlung der Jugend" laufen, soll die Jugend indasgroßeErlebniseinerpolitischen Versammlung!) t>n eingeführt werden. Dis Kundgebungen werdey in einen Rahmen eingebaut sein, der geeignet ift,vben Jungen und Mädeln > ein wirkliches Erlebnis zui vermitteln.