Der neue „Graf Zeppelin" vor dem Start.
Bei günstigem Wetter findet heute die Jungfernfahrt statt.
LPD. Silberglänzend liegt der Riesenleib des neuen Luftschiffes LZ 130 in der großen Montagehalle des Luftschiffbaues Zeppelin in Friedrichshafen. Weithin leuchtet das am Seitenruder angebrachte Hakenkreuz als Symbol deutscher Weltgeltung auch in der Luft. Ueberall wird noch letzte Hand angelegt, werden die letzten Pinselstriche über die aluminiumfarbene Hülle geführt, denn bereits am Mittwoch — wenn das schöne Spätsommerwetter anhält — soll das Schiff, dem der stolze Name „Graf Zeppelin" gegeben wurde, zu seiner Jungfernfahrt starten. Die Fertigstellung des 119. Luftschiffes LZ 130 (elf Entwürfe wurden nicht ausgeführt) bedeutet einen neuen verheißungsvollen Abschnitt in der Geschichte der deutschen Luftschifffahrt, die sich durch keinen Schicksalsschlag von ihrem Ziel abbringen ließ. Um das neue Luftschiff erstmals einer breiteren Öffentlichkeit in Wort und Bild oorstellen zu können, hatten die Vertreter der deutschen Presse, unter ihnen auch Reichshauptamtsleiter Dr. Dreß le r, Gelegenheit, den Luftriesen einer eingehenden Besichtigung zu unterziehen. Sie wurden von Direktor Dr. Eckener herzlich willkommen geheißen, der in kurzen Zügen auf die hauptsächlichsten Neuerungen des LZ 130 gegenüber dem Luftschiff „Hindenburg" hinwies.
Die Besichtigung, die unter Führung von Offizieren und Fahringenieuren vor sich ging, vermittelte ein eindrucksvolles Bild von der Genialität deutscher Erfinder. Zunächst bestaunen wir das Aeußere des Schiffes, dessen Länge 2 4 5 Meter, größter Durchmesser 41,2 Meter, G ä s i n h a l t 200 000 Kubikmeter und Gesamttragkraft rund 200 000 Kilogramm beträgt. Das Gerippe besteht nach der bereits vom Grafen Zeppelin bei seinem ersten Luftschiff angewandten Bauweise aus Langträgern und Ringen, die aus einer hochwertigen Metallegierung hergestellt sind. Einen Begriff von der Weitläufigkeit der Konstruktion kann man sich machen, wenn man erfährt, daß die Gesamtlänge der Gerippeträger etwa 22 Kilometer umfaßt, die Gesamtlänge des verwendeten Stahldrahtes rund 135 Kilometer und die Zähl der verwendeten Nieten etwa 5,5 Millionen beträgt. Die Außenhaut des Schiffes besteht aus einem starken unzerreißbaren Stoffgewebe, das durch mehrere Lackanstriche wetterfest gemacht wurde. Die Gesamtfläche dieser Außenhaut mißt rund 28 000 Quadratmeter.
Inder Führergondel müden Kommando- und Navigationsftänden sind die für die Schiffsführung erforderlichen Einrichtungen vereinigt. Hier befinden sich Höhen- und Seitensteuerstände, die auch elektisch betätigt werden können, die vollautomatische Kurssteuerung sowie die Schalttafeln für Gas und Ballast. Maschinentelegraph und Fernsprecher verbinden die Führung mit den einzelnen Motoren gondeln und anderen Schiffsteilen. Der Navigation dienen Kreisel- uhb Magnetkompasse, Peilgeräte, Höhenmesser und Echolot, das als Kontrolle des Höhenmessers namentlich daün angewandt wird, wenn das Luftschiff durch Tiefdruckgebiete fährt. Geschwindigkeit, Motorendrehzähl und Füllung der Gaszellen werden durch Meßgeräte angezeiat. Die über der Führergondel liegende F u n k st a t i o n ist für Lang- und Kurzwellen sowie für Sprechoerkehr eingerichtet.
lieber den ziemlich schmalen Laufsteg gelangen wir ins Innere des Luftschiffes. Inmitten eines Labyrinths von Drahtoerspannungen bemerken mir riesige Wassertonnen, die je etwa 2500 Liter fassen und hauptsächlich zum Balla st ausgleich dienen. Das Traggas wird in 16 einzelnen Gaszellen geführt. 14 Zellen sind mit Ueberdruckventilen versehen, die in einen senkrechten (gleichzeitig der Entlüftung des Schiffsinnern dienenden) Luftschacht ausmünden. Wir schreiten den Laufsteg entlang und werfen einen Blick in die wohnlich eingerichteten Mannschafts-und O f fi z i e r s m e s s e n sowie die zweibettigen Schlafkammern der einschl. des Kommandanten und der Offiziere c s 45 Köpfen bestehenden Besatzung. In diesem Kiellaufgang befinden sich auch die Post- und Frachträume sowie über die ganze Schiffslänge verteilte Behälter für Brennstoffe, Del, Nutz- und Ballastwässer, für Vorräte, Ersatzteile und Werkzeuge.
Unser Interesse wendet sich hierauf den Fahrgasträumen zu, die — wie beim „Hindenburg — in den eigentlichen Schiffskörper eingebaut sind. Zunächst die Gesellschafts- und Speiseräume. Sie verbinden in vorbildlicher Weise das Angenehme mit dem Nützlichen. Der S p e i s e s a a l ift in grauem und lindgrünem Ton gehalten und mit bequemen Ledersofas ausgestattet. An den Wänden hängen die Bilder des Führers, des General- feldmarschalls Göring und des Grafen Zeppelin, während Landschaftsbilder an die ruhmreichen Fahrten unserer früheren Luftschiffe erinnern oder Motive aus der deutschen Pflanzenwelt darstellen. Das Gesellschaftszimmer, die Lese- und Schreibräume und die Bar verraten ebenfalls behagliche Wohnlichkeit und stellen ihrem künstlerischen Gestalter, Professor Arpke (Stuttgart), das beste Zeugnis aus. /
Zu beiden Seiten der Gesellschaftsräume befinden sich große Aussichtsfen st er, von denen aus die Fahrgäste einen herrlichen Ausblick haben werden. An K a b i n e n sind es mit 20 für 40 Fahrgäste etwas weniger als im Luftschiff „Hindenburg", dagegen ermöglicht ihre neuartige Anor^ nung, dem größeren Teil der Schlafkammern durch Außenfenster direktes Tageslicht zuzuführen. Vier dieser Kammern können als Luxuskabinen angesprochen werden. Alle Schlafräume sind mit elektrischem Licht und fließendem Wasser ausgestattet. Neu ist auch, daß sie nicht mehr Nummern, sondern die Namen deutscher Städte träger^, die mit dem Zeppelingedanken irgendwie verbunden sind.
Zur betriebstechnischen Seite, die wir beim Einsteigen in die Motorengondel kennenlernen, ist zu bemerken, daß zum Antrieb des Luftschiffes vier Daimler-Benz-Dieselmotoren von je 800 bis 850 PS Dauerleistung (1200 PS Höchstleistung) benutzt werden, Die Motoren sind in vier Gondeln eingebaut, die an den beiden Schiffsseiten aufgehängt sind. Sie sind leicht überwachbar. Storungen können jederzeit während der Fahrt behoben werden. Die größte Geschwindigkeit des Schiffes beläuft sich auf 135 Stundenkilometer, die Marschgeschwindigkeit durchschnittlich 125 Stundenkilometer. Eine Neuerung ist der Einbau von Ballastwassergewinnern. Durch sie wird aus den Abgasen der Motoren Wasser niedergeschlagen, das als Ballast zum Ersatz des Gewichts des verbrauchten Brennstoffs dient. Diese Neuerung trägt wesentlich zur Erhöhung der Sicherheit des Fährbetriebs bei. Ferner sind im Schiffskörper zwei
kleinere Dieselmotoren angebracht, mit denen der fur Beleuchtung, für den Kreiselkompaß usw. er- soroerllche elektrische Strom erzeugt wird. Die Auspuffrohre werden gleichzeitig ,wr Beheizung des Kochherdes benutzt.
Bei einem an die Besichtigung anschließenden Essen wurden die Vertreter der Presse vom stellvertretenden Betriebsführer des Luftschiffbaues, Dr. Schmied, im Auftrag von Direktor Dr. Eckener und Schiffskonstrukteur Dr. Dürr nochmals herzlich begrüßt. Namens der in- und ausländischen Presse dankte Reichshauptamtsleiter Dr. D r e ß l e r dem Luftschiffbau Zeppelin und der Deutschen Zeppelin-Reederei; er gedachte der beider „Hindenburg"- Katastrophe gebliebenen Opfer, stellte fest, daß dasneüe Luftschiff der beste Beweis für den unerschütterlichen
Lebenswillen des deutschen Volkes sei und erhob sein Glas auf eine glückhafte Fahrt des neuen Luftschiffes „Graf Zeppelin".
Das neue Lustschiff gestartet.
Friedrichshafen, 14. Sept (DRV. Funk- fpruch.) Das neue Luftschiff „Graf Zeppelin" ist heute vormittag unter Führung Dr. Eckeners zu seiner er st en Fahrt über dem Bodensee- gebiet gestartet. An der Fahrt, die einige Stunden dauern wird, nehmen 74 Personen teil, darunter außer der Besatzung Mitglieder der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt und des Luftfahrl- ministeriums.
Larl-Peters-Gedenkfeier in Hannover.
Am 20. Todestage des Vorkämpfers für den Kolonialgedanken und Begründers der deutsch-ostafrikanischen Kolonie, Carl Peters, begab sich ‘•ine Abordnung des Reichskolonialbundes und des Reichskolonialkriegerbundes zum Grabe auf dem Engesohder Friedhof in Hannover. Hinter der Fahne des Reichskolonialbundes schritten ehemalige Schutztruppler in Uniform. Hauptmann Freytag legte für den Reichskolonialbund und den Reichs- kolonialkriegerbund einen Kranz nieder. Er erinnerte in seiner Ansprache daran, daß Carl P e ° ters’ Wirken verkannt und verleumdet wurde. Nur wenige Getreue hielten zu ihm. Im Dritten Reich würden seine Taten ins Gedächtnis zurückgerufen. Am Denkmal auf dem Carl-Peters-Platz gedachte der Bezirksführer Niedersachsen des Deutschen Ko- lonialkriegerbundes des Mannes, der es, ganz auf sich gestellt und im Widerstand gegen innere Feinde, unternommen hatte, für Deutschland die wertvollste Kolonie zu erwerben.
Die Sieger im Frankfurter Schachturnier.
Der Großdeutsche Schachbund beendigte in Frankfurt die Austragung der Vereinsmeisterschaft von Deutschland; die Kämpfe waren bis zum letzten Augenblick spannend. Endergebnis der ersten Klasse: 1. Münchener Schachklub, 26 Punkte; 2. Mannheimer Schachklub, 25,5 Punkte; 3. Deutscher Schachverein Wien, 25 Punkte. In der zweiten Klasse belegten folgende Vereine die ersten Plätze: 1. Linz, 25 Punkte? 2. Jena, 24 Punkte; 3. Rüsselsheim, 23,5 Punkte. Der Sieger wird sich nun mit dem Sieger der Kämpfe, die in ODeutschland noch bevorstehen, um den Titel messen.
Tteue Flug-Weltrekorde.
In Konstanz startete das zweisitzige, auf Schwim- mer'gesetzte Leichtflugzeug WKL 35, ausgerüstet mit einem HirtH-Motor, zu Rekordflügen, die von Erfolg begleitet waren. Chefpilot Helmuth Kalkstein erzielte auf der 100 Kilometer langen Meßstrecke einen Durchschnitt von 228,705 km/st. Im anschließenden Höhenflug erreichte Kalkstein 7000 Meter. Beide Leistungen wurden als Weltrekorde für Leichtflugzeuge der Klasse bis ji,6 Liter Zylmder- inhalt bei der FAI angemeldet. — Spater flog Kalkstein die gleiche Maschine mit einem Passagier
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Blick auf eine Motorengondel des neuen Zeppelins in der Halle. — (Scherl-Bilderdienft-MH
Anhallend starker Bedarf an Arbeitskräften.
Oie Arbeitslosigkeit in Oesterreich zu vier Fünfteln beseitigt.
Berlin, 13. Sept. (DNB.) Der starke und immer noch anwachsende Bedarf der Wirtschaft an Arbeitskräften führte im Monat August zum Einsatz aller zur Zeit verfügbaren Reserven. Die Beschäftigung nahm trotz des bereits im Vormonat erreichten Hochftandes nochmals um 146 000 zu (+ 107 000 Männer, + 39 005 Frauen); sie stieg bis zum Ende des Monats auf rund 2 0,9 Millionen (Beschäftigte einschl. Kranke). Damit ist der hohe Stand des Vorjahres bereits um 1,2 Millionen überschritten. Auch gegenüber dem Jahre 1929, in dem die Beschäftigung seinerzeit ihren Höhepunkt erreicht hatte, ergibt sich eine Steigerung um rund 1,4 Millionen. In großem Umfange wurden wiederum bisher nicht erwerbstätige oder nicht in einem Arbeitsver- hältnis stehende Volksgenossen (Sozialrentner, Pensionäre, Kleinhandwerker, Erwerbsbehinderte usw.) für den Einsatz in abhängiger Arbeit gewonnen; auch der Z u ft r o m von Frauen in gewerbliche Arbeit hielt an. Der Kreis der insgesamt verfügbaren Arbeiter und Angestellten erweiterte sich so erstmals über die Grenze von 21 Millionen hinaus. Die Gesamtzahl der noch bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen betrug am Monatsende 179 000 (gegenüber 218 000 Ende Juli). Darunter waren nur noch 14 000 voll eins atz - und a u s g l e i ch s f ä h i g e, d. h. für den Einsatz voll
Aus aller Well.
geeignete Arbeitskräfte, die zudem fast alle am Stichtag nur vorübergehend wegen A r - beitsplatzwechfels ohne Beschäftigung waren. Abgefehen von diesen Stellenwechslern sind die Bestände an voll einsatz- und ausgleichsfähigen Arbeitslosen in sämtlichen Landesarbeitsamtsbezirken restlos erschöpft. Einige Bezirke haben nur noch wenige hundert voll verwendungsfähige Arbeitslose.
Der Kräftemangel und die anhaltende Nachfrage nach Fach- und Hilfsarbeitern sowie Angestellten erstreckte sich auf alle Bereiche. Besonders dringlich war wiederum der Bedarf im Bau - undMe- tallgewerbe. In vielen Fällen wurde dem stärksten Mangel durch den Einsatz von Frauen abgeholfen. Die Landwirtschaft wurde bei der Erledigung der Erntearbeiten durch, zahlreiche freiwillige Erntehelfer unterstützt.
Im Lande O e st e r r e i ch ist die Arbeitslosigkeit auch im Monat August wieder stark zurückge- ganaen (—37 000). Am Monatsende wurden von den Arbeitsämtern nur noch 114 000 Arbeit s l o se gezählt gegenüber 151 000 Ende Juli. Die Arbeitslosigkeit, die in Oesterreich bei der Eingliederung im März 1938 rund 600 000 betragen hatte, ist damit bereits z u v i er Fünfteln beseitigt.
und erzielte dabei mit seinem Orter Voy auf der 1000-Kilometer-Strecke eine Geschwindigkeit von 227,704 km/st und erreichte im Höhenflug 5600 Meter. Diese neuen hervorragenden Ergebnisse wurden ebenfalls zur Anerkennung als Weltbestleistungen für Leichtflugzeuge der Klaffe bis 5,6 Liter dem Internationalen Luftsportverband gemeldet.
Schwerer Unfall auf der Autostraße Köln—Bonn.
Ein Unfall, bei dem ein Mann tödlich und fünf Personen schwer verletzt wurden, ereignete sich auf der Köln-Bonner Autostraße in der Nähe von Wesseling. Dort fuhr ein Personenkraftwagen, der mit vier Personen besetzt war, in voller Fahrt auf einen Lastzug auf. Bei dem Anprall wurde der neben dem Fahrer sitzende Mitfahrer so schwer verletzt, daß er infolge eines Schädelbruches sofort ft a r b. Zwei weitere Männer und eine Frau mußten erheblich verletzt ins Krankenhaus geschafft werden. Wenige Augenblicke später stieß ein Motorrad, das mit zwei Personen besetzt war, an die Trümmer des Personenwagens und geriet ins Schleudern. Dabei wurden der Fahrer und der Beifahrer aus Köln erheblich verletzt; sie kamen ebenfalls ins Krankenhaus.
Reuyorker Skandalprozeh hynes abgebrochen.
Der Neuyorker Sensationsprozeß gegen den ehemals führenden demokratischen Politiker Hynes, der auf schamlose Weise mit Gangsterbanden jufammenarbeitete und daraus politisch und finanziell Kapital schlug, ist vorzeitig und unerwartet abgebrochen worden. Bundesrichter Pecora erklärte heute auf Antrag der Verteidigung, daß der Prozeß falsch geführt worden fei. Der Anklagevertreter, Oberstaatsanwalt Demi), hatte nämlich tags zuvor während der Verhandlung einen for- maljuriftischen Fehler begangen, als er die Bemerkung machte, Hynes könnte vielleicht auch in er- prefferifche Machenschaften in einem anderen Wirtschaftsgebiet, im Geslügelgeschäfr, verwickelt fein. Hier griff die Verteidigung ein und nahm diese Bemerkung sofort zum Anlaß, aus formalen Gründen den Abbruch des Prozesses zu verlangen. Dieser sensationelle Ausgang des Riesenprozesses, der skandalöse Zusammenhänge zwischen Politik und Verbrechertum in USA. enthüllte, hat den Staat Neu- york bereits mehrere hunderttausend Dollar gekostet.
Schon 40 Zeugen waren vorgeführt, und Hynes war auf das schwerste belastet worden, so daß man allgemein fest mit seiner Verurteilung gerechnet hatte. Ob und wann Hynes nun wieder vor Gericht kommt, läßt sich noch nicht mit Sicherheit sagen.
Raubüberfall auf eine alte Frau.
In Köln versuchte ein 33jähriger Mann einen Raubüberfall auf eine alleinstehende Geschäftsfrau auszuführen. Er betrat den Milchladen der Frau und bestellte ein Glas Milch und ein Stück Kuchen. Als er mit der Frau allein war, nahm er ein schweres Henkelglas und schlug auf den Kopf der wehrlosen Frau so lange ein, bis sie
Jeder deutsche soll kömpser für Dao I 6emeinschaftowotsi der Nation sein.
werde Mitglied der NSv.k
blutüberströmt zusammenbrach. Zwei vorübergehende Soldaten hörten die Hilferufe der Frau und ergriffen den Täter. Die Verletzungen der 65jährigen Frau waren fo schwer, daß sie ins Krankenhaus geschafft werden mußte.
Ein Kind in der Regentonne ertrunken.
In Güls bei Koblenz ereignete sich ein ungewöhnlicher Unglücksfall. Das zweijährige Söhnchen eines dortigen Einwohners spielte mit dem Ball, der in eine Regentonne fiel. Bei dem Versuch, das Spielzeug aus' dem Wasser herauszuholen, kippt«» das Kind in die Tonne und ertrank, ohne daß jemand den Unfall bemerkte. Erft später fand man den Kleinen tot auf.
Bahnbeamter tödlich verunglückt.
In Koblenz wurde auf dem Bahngleis in der Nahe des sogenannten alten rheinischen Bahnhofes die Leiche eines Mannes gefunden. Es handelt sich um einen Koblenzer Bahnbeamten, der offenbar beim Ueberfchreiten der Gleise von einem Zug erfaßt und überfahren wurde.
Feuergefecht mit einem Mörder bei Warschau.
Auf den Feldern bei Mfczcenow in der Nähe von Warschau kam es zu einem blutigen Feuerge - fecht zwischen der Polizei und einem vielfachen Mörder, dem 36jährigen Andreas Dabrowski. Im Verlauf der Schießerei, die eine Stunde dauerte, wurde der Bandit, der sich in einem Gehöft verschanzt hatte und aus zwei Revolvern auf die Beamten feuerte, erschossen. Dabrowski, der im Frühjahr nach Verbüßung einer mehrjährigen Freiheitsstrafe das Zuchthaus verlassen hatte, stellte sich sofort wieder an die Spitze einer Bande, die die Umgebung von Warschau unsicher machte und vor allem Ueberfälle auf Skationskassen verübte, bei denen mehrere Post- und Eisenbahnbeamte ermordet oder schwer verletzt wurden. Auch den übrigen Mitgliedern der Bande ist man auf der Spur.
Kunst und Wissenschaft.
Professor Dr. Hugo Reubauer erhalt den Adlerschild des Deutschen Reiches.
Der Führer Und Reichskanzler hat dem früheren Direktor der landwirtschaftlichen Untersuchungsstationen von Bonn und Dresden, Professor Dr. h. c. Hugo Neubauer in Dresden, aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres den Adlerschild des Deutschen Reiches mit der Widmung: „Dem Bahnbrecher auf agrikulturchemischem Gebiet" verliehen. Im Auftrage des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft überreichte Ministerialdirektor Moritz in Bad Salzbrunn bei der Festsitzung aus Anlaß des 50jährigen Bestehens des Verbandes deutscher landwirtschaftlicher Untersuchungsanstalten den Adlerschild mit Verleihungsurkunde.
Herbskneuerscheinungen des Eotta-Verlages.
Der Cotta-Verlag in Stuttgart kündigt folgende Neuerscheinungen an: Die 2. Folge der Reihe „D i e Dichter b er Deutsche n", Biographien großer deutscher Dichter der Vergangenheit, herausgegeben unter Mitwirkung der Deutschen Akademie in München: „Gertrud Bäumer, Wolfram von Eschenbach", „Alh^echt Goes, M ö r i k e", „Hans Leip, Liliencron, „Tamara Ramsay, Droste- H ü l s h o f f", „Peter Scher, Wilhelm B u s ch". — Die Romane: „Waldemar B o n s e l s, Die Reise um das Herz", ein Märchenroman. Puzo Pama - moto, „Wellen", Liebes- und Eheroman aus dem Japan von heute, Walter Pegel, „Insel im Strom", Ines Widmann, „Der Sohn". — Alfons Mayer-Sachs, „Ernte im Gestrüpp", eine Sammlung heiterer und ernster Epigramme. — Der wissenschaftliche Verlag bringt dem neuen Band von Johannes Hallers großem Werk „Das Papsttum": „Die Vollendung", und die einzige authentische Biographie des großen deutschen Erfinders „Graf Zeppelin" von Hugo Eckener. — Der Cotta-A lmanach stellt lebendig die Beziehung zwischen Dichter und Verleger her; mit heiteren Bildern von Fritz Busse.
Wetterbericht
An der Rückseite des zur Zeit über Nordost. europa liegenden Sturmwirbels bringen aus arktischen Gebieten ftammenbe Luftmassen gegen bas europäische Festlanb vor. Ihr Einbringen in die vorgelagerte Warmluft wirb auch bei uns die Unbeständigkeit zunächst wieder verstärken, voraussichtlich aber keine nachhaltige Verschlechterung im Gefolge haben. Die Temperaturen gehen zurück.
Vorhersage für Donnerstag: Zunächst wieder unbeständig und strichweise auch Regen, wechselnde Bewölkung mit vereinzelten Schauern, zeitweise auffrischende Winde aus westlichen Richtungen, kühl.
Vorh er sage für Freitag: Kühleres Wet- ter mit häufiger Aufheiterung, aber unbeständig.
Lufttemperaturen am 13. September: mittags 23,3 Grad Celsius, abends 14,2 Grad; am 14. September: morgens 12,6 Grad. Maximum 23,4 Grad, Minimum heute nacht 11,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. September: abends 17,2 Grad; am 14. September: morgens 14,4 Grad. — Sonnenschein- dauer 4,7 Stunden.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Kans Thyriot; für den übrigenTeil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theoder Kümmel. D. 21. VIII. 38: 8916. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 LältiL


