Ausgabe 
14.6.1938
 
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fallen sind. Das Feuer wurde von zwei spielenden Knaben verursacht, die einen Strohschober an­zündeten.

Kunst und Wissenschaft.

Eröffnung der Nationalsozialistischen Akademie der Wissenschaft zu Göttingen.

Die durch den NSD.-Dozentenbund gegründete Nationalsozialistische Akademie der Wissenschaft zu Göttingen wurde feierlich eröffnet. Professor Dr? Heyse entwickelte das weltanschauliche und wissen­schaftliche Werden des neuen Akademiegedankens. Der Reichsdozentenbundsführer Ministerialdirektor Professor Dr. Schultze erläuterte den politischen Sinn der Nationalsozialistischen Akademie der Wis­senschaft. In Göttingen habe die Gemeinschaft natio­nalsozialistischer Wissenschaftler ihre konkrete Form gefunden in der Gründung der Akademie,' die man nun mit vollem Recht als einen Stoßtrupp geh [tiger Revolutionäre bezeichnen kann. Ab­schließend bekräftigte der Gaudozentenbundsführer Professor Dr. S chü r m a n n , daß die ed)te Wissen­schaft nur in ernster Derpflichtungsarbeit für ihr Volk arbeiten könne.

550 Jahre Kölner Universität.

Die Universität Köln feiert vom 23. bis 26. Juni ihr 5 50jähriges Jubiläum. Vertreter sämtlicher deutscher Hochschulen sowie wissenschaft­liche Abordnungen aus 30 Nationen werden an den Feierlichkeiten, für die bereits umfangreiche Vorbe­reitungen getroffen wurden, teilnehmen. Das reich­haltige Festprogramm sieht u. a. am 24. Juni eine Feierstunde in der Messehalle vor, in der Reichsminister Rust sprechen wird.

68. Sängertag in Saarbrücken.

Der Deutsche Sängerbund hielt in Saarbrücken unter Beteiligung von etwa 200 Leitern von Sän­gergruppen und Chören seinen 6 8. Sängertag ab. Bundesführer Oberbürgermeister M e-i st e r (Herne) konnte Gäste aus der Ostmark, aus Danzig und aus LetUand begrüßen. Aus dem Geschäfts­bericht ist hervorzuheben, daß der Deutsche Sänger­bund heute in 17 388 Vereinsorten 2 5 9 8 2 Ver­eine mit 679558 Sängern und 56200 Sängerinnen zählt. Der bisherige Bundes- führer Oberbürgermeister M e i st e r , der stellver­tretende Bundesführer Semmel (Würzburg) und der bisherige Führerrat wurden einftimmig auf zwei Jahre wiedergewählt. Dr. Stiele Inns­

bruck) hob die Frercke der Sangesbrüüer der Ost­mark hervor, endlich frei und unbeschwert als gleich- berechtigt an den Tagungen des Deutschen Sänger­bundes teilnehmen zu können. Im Namen der Sänger Oesterreichs legte er das Gelöbnis ab, für alle Zukunft in unwandelbarer Treue zu den deut­schen Brüdern und zum Führer zu stehen. Als Treffpunkt für den nächsten Sängertag wurde Kassel bestimmt.

Philatelistentagung in Bremen.

Die 3. Tagung des Reichsbundes der P h i l a t e l i st e n in Bremen wurde mit der Er­öffnung einer Postwertzeichen-Ausstellung eingeleitet. Der Reichsbundesführer, Reg.-Rat Wohlfarth (Königsberg), erstattete den Rechenschaftsbericht. Er verlas eine Vereinbarung, wonach sich der Reichs­bund der Philatelisten und die deutsche Sammler­gemeinschaft der AS.-Gemeinschaft ,^raft durch Freude" zurGemeinschaft deutscher Sammler der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude", Fachgebiet Briefmarken," zusammenschließen.

Uraufführungen am hessischen Landestheater.

Generalintendant Franz Everth vom Hessi­schen Lanüescheater in Darmstadt hat für die Spiel­zeit 1938/39 folgende Werke zur Uraufführung bzw. Erstaufführung am Hessischen Landestheater er­worben: im Schauspiel: von Quirin Engasser Stefan Fadinger"; Erich von Hartz,Spiegel, Scherben und Spiegel"; von Theodor H a e r t e n , dem Verfasser der SchauspieleHochzeit von Dobesti" undDer tolle Christian", das neueste Werk noch ohne Namen, und von Eberhard Wolfgang MöllerDer Untergang von Kar­thago". In der Oper: die alleinige Uraufführung von Ludwig R o s e l i u s 'Gudrun" und die west­deutsche ErstausführungDie Bürger von Calais" oon Rudolf Wagner-Rsgeny, deren Urauf­führung an der Berliner Staatsoper stattfindet.

Deutsche Ausgrabungen im Auslande.

Unter dem NamenDeutsche Ausgrabun­gen im Ausland" veranstaltet das Römisch- Germanische Museum zu Mainz eine Sonderaus­stellung, die mit der ständigen AusstellungAus deutscher Vorze.it" verbunden ist. Die Sonderaus­stellung ist eine Bilderausstellung. In 70 Bildern werden die Pioniere oon über 20 deutschen Aus­grabungsstätten im Ausland mit ihrem Werk her­ausgestellt. Fülle und Reichtum der Funde, die Stätten ihrer Ausgrabung, Modelle der Rekon­struktionen, ihre Lage innerhalb der Landschaft

Die vergangenen Tage, Samstag, Sonntag und I Veranstaltungen des Samstags und des Sonntags Montag, brachten auf den Standen des Gießener berichteten wir bereits. Am gestrigen Montag fand Schützenvereins Hochbetrieb, lieber den Verlauf der | nun noch ein Jubiläumsschießen statt, das insbe­sondere die Schützen des Vereins im Wettkampf sah. Unser Bild (sechs) zeigt einen Schützen beim Schießen mit Großkaliber auf die Wehrmannscheibe (175 Meter). Das Bild (links) zeigt die zahlrei­che^ Ehren- und Wan­derpreise, die für das Gruppen- und Volksschie­ßen gestiftet worden waren. (Aufnahmen [2] Neuner, Gießener Anz.)

lieber die Ergebnisse des Jubiläumsschießens berichten wir noch.

Vom Sportfest der Standarte 116.

Ein Augenblicksbild vom Sportfest der SA.-Stan- darte 116. Am Start zum 100-m-Lauf. Aeußerste. Konzentration drückt sich in der Haltung der SA.- Männer aus. (Aufnahme: Neuner, Gieß. Anz.)

Im Nachgang zu den Ergebnissen des S2h- Sporttages werden noch die Ergebnisse des 4 00- Meter-Laufes (Ein­zel) gemeldet: 1. Sturm­mann Clarius, 11/116, in 60,2 Sek.; 2. SA.-Mann Koch, Pi. 2/116, in 61,5 Sek.; 3. Rottenführer Glagow, 11/116, in 65,7 Sek.

werden vor Augen geführt. Vom Südwesten Euro­pas bis nach Ostturkestan reicht das Gebiet deutscher Forschertätigkeit. Die Ausstellung wird am Jahres­ende nach Stuttgart übergeführt, um dort im Rah­men des Deutschen Auslandinstitutes weiter aus­gebaut zu werden.

Jin Beethoven-Denkmal für Frankfurt.

Der hervorragende Bildhauer Professor Georg Kolbe, Frankfurter Goethepreisträger von 1935, hat den Aüstrag erhalten, ein Beethoven- Denkmal für die Stadt Frankfurt a. M. zu schaffen. Der Platz für das Denkmal ist noch nicht bestimmt; bis zu seiner Errichtung werden noch etwa ein bis zwei Jahre vergehen.

Kleine politische Nachrichten.

Im nationalspanischen Kriegshafen El Ferrol lief in Anwesenheit einer großen Menschenmenge der KreuzerNavarra" vom Stapel. Mit dem Bau dieses Kreuzers, der den vor einigen Mo

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naten gesunkenen KreuzerBaleares" ersetzen wird, wurde während des Krieges begonnen.

*

In Erwiderung des vorjährigen Besuches führen­der Persönlichkeiten der Königlich-Ungarischen Hon- ved begibt sich der Chef des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht General der Artillerie K e i - t e I am 14. d. M. auf persönliche Einladung des Honvedministers für einige Tage nach Budapeft.

*

Der polnische Außenminister Beck hat sich im Flugzeug nach Reval bSgeben, um den Besuch des estländischen Außenministers Selter zu erwidern. Der Staatsbesuch in Reval, kurze Zeit nach seiner Fahrt nach Stockholm, wird als ein weiterer Beweis der Anteilnahme gewertet, die Polen an der Erhal­tung des Gleichgewichts im baltischen Raum nimmt.

Wetterbericht

Die Großwetterlage bestimmt immer noch ein mächtiges und weit nach Norden reichendes Hoch­druckgebiet über dem Ostatlantik mit lebhafter Wirbeltätigkeit über Skandinavien sowie im Mittel­meergebiet. Demzufolge liegt Deutschland im Be­reich einer lebhaften Nachströmung. Diel mehr oder - weniger kühle Meeresluft bewirkt wohl zeitweise Aufheiterung, aber noch keine Beständigkeit.

Vorhersage für Mittwoch: Veränderlich mit Aufheiterungen, doch noch unbeständig und zu Niederschlägen geneigt. Lebhafte Winde aus nörd­lichen Richtungen. Temperaturen wenig verändert.

Vorhersage für Donnerstag: Wechsel­haft und unzuverlässig, verhältnismäßig kühl.

Lufttemperaturen am 13. Juni: mittags 17,4 Grad Celsius, abends 12,5 Grad; am 14. Juni: morgens 13,0 Grad. Maximum 18,4 Grad, Minimum 8,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. Juni: abends 17,3 Grad; am 14. Juni: morgens 15,1 Grad. Sonnenscheindauer 11,2 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr W. Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. V 38: . 9163. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen Monatsbezugs­preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps mehr Einzelverkaufs­preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der

Illustrierten 5 Ps. mehr

Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. September 1937 -gültig.

Fräulein Emma Schöps

im blühenden Alter von 25 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen

im 58. Lebensjahr«

Im Namen der Hinterbliebenen

Hörnsheim, Großen-Linden, den 14. Juni 1938.

Oberhausen (Rheinl.), Goethestr. 57, den 13. Juni 1938.

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Gießen, Moers, den 14. Juni 1938.

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Die Beerdigung findet Mittwoch, den 15. Juni, nachmittags 2 Uhr, in Hörnsheim statt. 4050°

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