Ausgabe 
14.5.1938
 
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dere sagt:Fällt mir nicht ein, ich hab doch einen I auf, und da sahen wir, daß oben keine Zähne drin Zuckerstein im Maul!" | waren ..." *

Aus aller Wett.

Aus der engeren Heimat

erlag.

Landkreis Gießen.

Wirtschaft

die wieder auskommende starke Ge

chästsstille führte

Allerlei Unfälle.

Der 33

fort. Die Gange.

Ferner werden zur Zeit noch an Wohnhäusern und Stallungen

im

So

Bekämpfen Sie Öen Zahnstein einfach beim Zahnepuhen!

Theater für 65 Gemeinden.

Neue Aufgaben für dieRhein-Mainische Landesbühne".

Andere sind im Streit, wer am meisten in der Welt zu sagen hat. (Eine sehr wichtige Frage für die Sechsjährigen!) Da sagt einer, der es ganz sicher weiß: ,Zuerst kommt der liebe Gott, dann der Lehrer, dann mein Vater!"

Wenn der Schulrat kommt, da geschieht natürlich mancherlei, denn ob da vorn der Lehrer, der Schul­rat oder irgendeinHoher" steht, das ist den Klei­nen ganz einerlei. Und so sagt auch ein kleiner Knirps, dem eben der Griffel von der Bank ge­fallen ist, ganz treuherzig zum Schulrat:Du, heb mir mal meinen Griffel auf!" Was natürlich auch geschah.

Anschauungsunterricht ist ja bei den Kleinen sehr nötig. Mit Bildern ist da nicht viel zu machen. Am besten geht man gleich an die Quelle. Wir sprechen nicht vom Müller, ohne in der Mühle gewesen zu sein, wir schauen dem pflügenden Bauern zu, wir gehen zum jßärtner, zum Schmied usw. ufw.

So war auch der Lehrer mit den sechsjährigen Stadtkindern draußen auf einem Bauernhof. Er zeigte ihnen alles, auch den Stall und das Vieh. Am anderen Tage erzählte ein Junge:... dann gingen wir in den Stall. Da waren vierzehn Kühe drin, und ganz hinten in der Ecke stand ein junges Kälb­chen. Da ging der Lehrer hin und riß das Maul

Eichendorfs,Glaube und Heimat" von Schönherr und dasMusikantendorf" von ßorery.

Die Befudjeror ganif ation in den einzelnen Städten liegt in den Händen der NS.-Gemeinschaft ,Lraft durch Freude". Die von KdF. in der Durchführung begriffene Saal-Beschaffungsaktion kommt in erster Linie auch derRhein-Mainischen Landesbühne" jugute. Sind doch in vielen Fällen die Saal- und Bühnenverhältnisse sehr unzureichend. Hier liegt auch die größte Schwierigkeit für die Herstellung der Dekorationen, die zugleich auf- die kleinste Bühne in Friedberg pnd die größte in Worms passen müssen. Man hilft sich hier mit genau be­rechneten Aufsatz- und Einsatz-Stücken.

gönnen worben, einige Umbauten burchgeführt.

Abendbörse ruhig.

Die Abendbörse nahm auf allen Gebieten einen überaus ruhigen Verlauf, da Aufträge nach keiner Richtung hin Vorlagen. Die Kulisse übte mit Rück­sicht auf den Wochenschluß Zurückhaltung. Trotz der Stille war die Haltung behauptet, und die meisten der nur wenigen notierten Papiere lagen unver­ändert. Kleine Veränderungen zeigten u. a. MAR. mit 136,50 (137), BMW. mit 160,25 (160), Bem- berg mit 150 (150,25), Berger mit 158 (157,75), Conti Gummi mit 204 (204,50), Demag mit 148,13 (148,50), Deutsche Erdöl mit 143,50 (143,13), Schöf- ferhof mit 191,50 (191), Verein. Stahl mit 108,90 (109) und Rheinmetall mit 146,40 (146,50). Holz- mann notierten gegen Einheitskurs vom Mittag 1 v. H. fester mit 166,50, andererseits gaben Geffürel auf 147 (147,75) nach. Die Farben-Aktie lag bei sehr kleinem Geschäft mit 158,25 unverändert, eben­so Adlerwerke mit 121, AEG. mit 124,50, RWE. mit 124,50, Metallgesellschast mit 138, Moenus mit 135, Scheideanstalt mit 249, Hapag mit 77 und Bank­aktien. Renten waren geschäftslos. Einzig notiert wurden nur 4xk v. H. Harpener Bonds mit 126 (126,13). Kommunal-Umschuldung nannte man wie mittags nyt 96,25.

Briefkasten der Redaktion.

L. A. L. Der Milchverkauf in verseuchten Gebieten ist in § 48 des Reichsviehseuchengesetzes folgender­maßen geregelt: Das Weggeben roher Milch aus Sammelmolkereien und die sonstige Verwertung solcher Milch können in Zeiten der Seuchengesahr und für deren Dauer verboten werden.

Ist der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche festgestellt, so muß das Weggeben von Milch aus dem Seuchengehöft an die Bedingung der vorherigen Erhitzung bis zu einem bestimmten Wärmegrad und für eine bestimmte Zeitdauer geknüpft werden. Kann eine wirksame Erhitzung nicht gewährleistet werden, so ist das Weggeben von Milch aus dem Seuchen­gehöft zu verbieten. Für die Abgabe von Milch an Sammelmolkereien, in denen eine wirksame Er­hitzung der gesamten Milch gewährleistet ist, können Ausnahmen zugelassen werden.

Für Gehöfte, in denen die Seuche nicht herrscht, die jedoch in einem Sperrgebiet liegen, können die nach Abs. 2 zulässigen Anordnungen getroffen werden.

Zuwiderhandlungen werden gemäß § 74 Abs. 3 des Gesetzes mit Gefängnis bis zu zwei Jahren ober mit Geldstrafen von 153000 RM. bestraft.

Auto - Wellblech - Garage. Zur Ausstellung eines Auto-Garage aus Wellblech ist die Genehmigung der Baupolizei ^forderlich,

werben im Sommer in AlzeyDer Wider-

NS.-GemeinjchaftÄraff durch Freude". Theatervorstellung.

Samstag, den 14.2Hai 1938, 20 Ahr:

Große SdF.-Miete, Gruppe I (16. Vorstellung) stattScharnhorst"

Lin Glas wasser", Lustspiel.

Karten zu 90 Pf. und 1, RM. sind in der Kar- tenverkaufssielle, Seltersweg 60, erhältlich. 32350

Omnibusfahrt nach Auerbach am 15. Mai 1938 fällt aus. 33480

Und einige Jahre später. Die Kinder sollen nun zu ihrem LehrerSie" sagen. Ein Junge duzt ihn aber munter weiter. Da bekommt er eine Haus­arbeit, fünfzigmal zu schreibenWir sollen zu un- serm Lehrer Sie sagen". Der Vater überrascht den Jungen, als er die Strafarbeit schreibt und sagt: Du Lausbub, du sagst wohl noch Du zum Lehrer. Jetzt schreibst du es nicht fünfzigmal, sondern hun­dertmal!" Am andern Morgen sieht der Lehrer die Strafarbeit nach, zählt und schaut erftaurft nach dem. Jungen. Da sagt dieser:Gelt, da guckst du!" H. .

Jahre alte Arbeiter Karl Krämer in Steinbach stürzte beim Aufbau eines Gerüstes so unglücklich ab, daß er mit einem Beinbruch nach Gießen in die Klinik eingeliefert werden mußte. Beim Schießen nach Spatzen hantierte ein 25 Jahre

Rhein-Mainische Börse.

Millagsbörse: weitere Erholungen.

Frankfurt a. M., 13. Mai. Wenn sich auch die von der Kundschaft erteilten Aufträge weiterhin in engen Grenzen hielten, so zeigte die Börse an den Aktienmärkten doch eine weitere Erholung, da Abgaben aus den bekannten Quellen nur noch ganz vereinzelt vorgenommen wurden uno auf eine we­sentlich gebesserte Aufnahmeneigung stießen. Die weitere Entwicklung der Kurse wird aber nach wie vor von der Kundschaft abhängen. Bei den letzt­tägigen Anschaffungen handelte es sich schließlich zu­meist um Eindeckungen der Kuli se. Die Umsätze blieben somit auch heute wieder ehr gering, und

Mainische Landesbühne" an mehreren Spielstätten Gau Hessen-Nassau Freilichtspiele durchführen.

In der Nacht zum Freitag fuhr in der Nahe von Beltershain (Kreis Gießen) ein mit drei Per­sonen besetztes Personenauto gegen einen Baum. Von den Insassen wurde einer so erheblich verletzt, daß er nach Gießen in die Klinik eingeliefert werben mußte. Die beiben anberen Mitfahrer kamen mit leichten Verletzungen davon. Ein anderes Auto nahm die Verletzten und den beschädigten Wagen mit sich Ermittlungen der Gendarmerie sind im

heftiges Erdbeben in Reu-Gninea.

Die Südostküste von Neu-Guinea wurde durch ein starkes Erdbeben heimgefucht. In Sala- maua wurde die Uferstraße von einer Reche hoher Flutwellen überdeckt, und die Lagerhäuser wurden zum Teil beschädigt. Starke Erdbeben werden auch aus dem Golfgebiet Bulolo gemeldet. Verluste an Menschenleben scheinen nicht zu verzeichnen zu sein. Die Erdbeben waren so stark, daß der Seismograph des Observatoriums in Sidney außer Betrieb ge- etzt wurde. Minister Hughes begibt sich dem­nächst nach Neu-Guinea, um persönlich die Ent- cheidung über eine Verlegung der Hauptstadt des Mandatsgebietes von Rabaul nach einem anderen Ort zu treffen. Rabaul ist wiederholt von starken Erdbeben betroffen worden.

Rätselhafter Fund im Wartesaal.

In Villafranche-sur-Mer an der Gote d'Azur wurde von einer Reisenden, die mit dem italieni­schen DampferConte di Savoia" aus Neuyork angekommen war, im Wartesaal des Hafenbahn­hofs eine Hutschachtel liegengelassen. Als man diese öffnete, fand man darin neben mit Blut be­fleckten Kleidungsstücken und schmutziger Wäsche auch Schmucksachen im Werte von einer Mil­lion. Von der Besitzerin des Paketes ist keine Spur mehr zu finden.

Großer heibebrand bei Lingen.

Aus bisher noch unbekannter Ursache brach im Eiberger Moor bei Lingen ein großer Heide- brand aus, der durch den herrschenden Wind

spenstigen Zähmung" gespielt, in Weilburg auf Dem Schloß SchillersRäuber" und ebenfallsDer Widerspenstigen Zähmung". Auch die Burgfestspiele in Eppstein werden von der Rhein-Mainischen Landesbühne übernommen. In diesem Sommer werdenDie Räuber" undDer Widerspenstigen Zähmung" aufgeführt. Weiter wird auf dem Dil­lenburger Schloß dieRhein-Mainische Lan­desbühne" im Sommer spielen, ferner sind in Ha­damar Freilichtspiele geplant. Für Freilichtauf­führungen vorgesehen^ sind nochDie Freier" von _ [ SO.CM

solche Ausmaße annahm, daß die Feuerwehr aus Emsbueren nicht mehr des Feuers Herr zu werden vermochte. Tausende von Morgen Heide und kleinere Waldbestände wurden ein Raub der Flammen. Da dringende Gefahr bestand, daß auch die riesigen und uralten Wäldbestände bei Meppen in Mit­leidenschaft gezogen wurden, alarmierte man Trup­pen der Garnison Lingen. Nach Stunden war die Gefahr beseitigt und bas Feuer so gut wie gelöscht.

Schwere Dürre-Schäden in der englischen Landwirtschaft.

Seit Monaten bereits leidet ganz England unter einer unnatürlichen Dürre, die der Landwirt­schaft bereits Riesenschäden gebracht hat Die Schä­den sind gebietsweise dadurch verstärkt worden, daß der Obstansatz unter Nachtfrösten erheblich gelitten hat. Wegen der Trockenheit sei bereits an die Öffentlichkeit appelliert worden, den Wasser­verbrauch einzuschränken.Daily Telegraph" be­rechnet die Dürre-Schäden in der Landwirtschaft aus 200 000 Pfund/ Insgesamt sei bereits ein Schaden von 10,5 Millionen Pfund (130 Millionen Mark) entstanden.

Zwei Paddler ertrunken.

Zwei junge Männer unternahmen mit einem Pad­delboot eine Fahrt auf dem Schweriner See. In­folge des böigen Windes und starken Wellenganges kenterte das Boot, und die beiden Insassen er­tranken. Die Leichen konnten bisher noch nicht geborgen werben.

EickWaggonmitOelfäfferninKlammen

LPD. Aßlar, 13. Mai. Ein auf der Rampe des Bahnhofs abgestellter Eisenbahnwaggon, in dem sich Del f äff er befanden, stand plötzlich in hellen Flammen. Das Feuer hatte inner­halb weniger Minuten auf den nebenstehenden Güterschuppen übergegriffen und drohte ein größeres Ausmaß anzunehmen. Nur dem Zugreifen einiger beherzter Männer, welche sofort bte Situa­tion erkannten und den Waggon auf dem Gleis weiterschoben und so außer Reichweite des Güter­schuppens brachten, ist es zu verdanken, daß der Güterschuppen nicht gleichfalls ein Raub der Flam­men wurde, sondern mit leichten Brandspuren da­vonkam.

Tod durch Stich ins Ohrläppchen.

LPD. Dieburg, 13. Mai. Noch immer herrscht die Unsitte bei Frauen und jungen Mädchen, für Ohrringe ein Loch durch bi e Ohrläpp - ch e n stechen zu lassen oder selbst durchzubohren, obwohl die modernen Ohrringe durchweg nur an- geschraubt werden. Eine 27jährige Frau in Dieburg hatte die bereits gestochenen Öffnungen für Durch- steckohrringe nachgestochen, woraus sich eine Blut­vergiftung entwickelte, der die junge Frau, Mutter von zwei Kindern, trotz ärztlicher Hilfe^

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 11. Mai. Gestern wellte der stellv. Präsident der Reichspostdirektion Frankfurt a. M-, Böttcher, mit seinem Mitarbeiterstabe in Als­feld, um bei einem Betriebsappell des P o ft a m t s dem Betriebsführer, Oberpostmeister Rehm, und seiner Gefolgschaft die Glückwünsche für die am 1. Mai erhaltene Auszeichnung bas Diplom für hervorragende Leistungen nationalsozialistischer Be­triebsführung zu überbringen. Anschließend wur­den das Rathaus unter Führung von Bürger­meister Dr. Bölling besichtigt, ebenso die alten historischen Baudenkmäler der Stadt. Weiter­hin statteten die Gäste dem gleichfalls am 1. Mai mit dem Gaudiplom ausgezeichneten Betriebe der Firma Hutfabrik Rockel & C o. einen Besuch ab, wo ihnen unter sachkundiger Führung die Entstehung der Huterzeugnisse gezeigt wurde.

Kreis Wetzlar.

* Fellingshausen, 11. Mai. Am vorigen Sonntagabend veranstaltete der hiesige Gesang­verein ,L o n k o r b i a" im Saale der Gastwirt­schaft von 5)aus ein Konzert, bas durch die Mitwirkung von Mitgliedern des M u s i k z u g e s der SA. - Standarte 116 Gießen ver­schönt wurde. Nach der Begrüßungsansprache durch Chorleiter Eisbein leitete das Orchester den Abend mit schneidiger Marschmusik ein. Die .Kon­kordia" brachte sodann, umrahmt von ausgezeich­neter Orchestermusik und eolobarbietungen, eine Reihe von Chören und Volksliedern zu Gehör, die sämtlich für bas hervorragende Können des Vereins eindrucksvoll Zeugnis ab legten uni) wohlverdienten Beifall fanden. Das Konzert fand in der üblichen Weise seinen Abschluß. Hierauf blieb man noch einige «tunten in froher .GefEgM beijammen.

(D Lollar, 13. Mai. Die Kriegerkarne- radschaft Lollar veranstaltete im Vereinslokal einen Kameradschaftsabend. Kameradschaftsführer Säubert gedachte dabei der großen Ereignisse der letzten Zeit. Alsdann wurden verschiedene ge- chäslliche Angelegenheiten erledigt, in deren Mittel­punkt die Beschlußfassung über die Teilnahme der Kameraden am Reichskriegertag, dem Bezirkskrie- qertag in Lang-Gons und dem 116er-Tag in Gießen fand. Zum Schluß hörte man die Rundfunkrede des Reichskriegerführers Generalmajors a. D. Rein­hard. Mit dem Seg-Heil auf den Führer und den beiden Nationalhymnen schloß der Abend.

Lollar, 13. Mai. Nachdem schon im vorigen Jahre hier zur Förderung der Seidenraupenzucht eine Maulbeerbaum Pflanzung angelegt Worten ist, würben nun dreihundert weitere. Maul- beerbäumchen gepflanzt. Demnächst soll auch mit der Zucht der Seidenraupen zunächst ver­suchsweise begonnen werden.

# Mainzlar, 14. Mai. Am kommenden Dienstag, 17. Mai, kann der Arbeitskamerad Ernst Pfeiffer aus Treis a. d. Lda., beschäftigt als Feuerfestformer bei den hiesigen Didierwerken, auf eine 2 5jährige Tätigkeit in diesem Be­triebe zurückblicken. Wir gratulieren.

# Daubrinaen, 13. Mai. Hier wurde von der NS.-Frauenschaftsleiterin eine Kinder- gruppe des Deutschen Frauenwerks gegründet, der etwa 50 sechs- bis achtjährige Kinder beitraten. Die Leitung der Kindergruppe hat das Frauenschaftsmitglied Toni Geißler.

# Staufenberg, 13. Mai. Die Bau­tätigkeit ist zur Zeit hier sehr rege. Außer zwei Wohnhäusern ist bei einem weiteren Wohnhaus­neubau bereits mit den Ausschachtungsarbeiten be«

Ratsherrenfihung in Alsfeld.

Alsfeld, 11. Mai. In der jüngsten Sitzung gelangte der Voranschlag des Hospital- fonbs für bas Rechnungsjahr 1938 zur Vorlage. Dieser umfaßt die Verwaltung des Stiftungsver- mögens Hospital. Der Haushaltsplan bewegt sich mit 3360,06 RM. in Einnahme und Ausgabe und wird in dieser Hohe genehmigt. Die seitherige ge- 1 änderte Verwaltung des Armenfonds fällt vom Rj. 1938 weg und wird künftig an den städtischen Haushaltsplan angeschlossen.

Hinsichllich für bas Rechnungsjahr 1938 wirb beschlossen, wiederum, wie in den Vorjahren, zu dem Wassergelb nach Einschätzung und Wassermesier einen Zuschlag von 50 v. H. zu erheben.

Hieraus gelangt die Vorlage über die Festsetzung der H e b e s ä tz e der G r u n b ft e u e r für das Rechnungsjahr 1938 zur Beratung. Unter Berück­sichtigung bes Veranlagungssolls für die kommu­nale Grundsteuer bes Rj. 1937 und der staatlichen Grundsteuer des Rj. 1936 und der nach dem Grundsteuergesetz zu berücksichtigenden Ab- und Zu­schreibungen werden die Hebesätze wie folgt fest­gesetzt: Für die land- und forstwirtschaftlichen Be­triebe 160 d. S).; für die Grundstücke (Gebäude usw.) 100 o. H. der Steuermeßbeträge. Der Hundertsatz der Grundsteuer für steuerbegünstigten Neuhaus- besitz innerhalb des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens wird auf 50 festgesetzt.

Die Gebühren für be n städtischen Schlachthof für bas Rechnungsjahr 1938 wer­ben auf Grund ber vorgelegten Gebührenordnung in derselben Hohe wie im Vorjahre festgesetzt.

Erbauung einer Kreisdirektordienst­wohnung: 'Das im ehemaligen, von der Stadt erworbenen Kasinogebäude seither untergebrachte staatliche Gesundheitsamt muß anderweitig verlegt werden, um das genannte Gebäude als HI.-Heim umzugestalten, wozu es erworben worden ist. Außerdem bedürfen die Diensträume des Kreis- amts, die unzureichend sind, einer Erweiterung, be­sonders auch im Hinblick auf den Uebergang einer Anzahl Gemeinden des Kreises Schotten auf den Kreis Alsfeld. Hierdurch ergibt sich die Notwendig­feit, die Räume der gegenwärtigen Dienstwohnung des Kreisbirektors für Bürozwecke in Anspruch zu nehmen, wodurch die Erbauung einer neuen Dienst­wohnung erforderlich wird. Diese soll unmittelbar neben dem Kreisamtsgebäude erstellt werden. Hierzu ist erforderlich, daß die im Ortsbauplan bereits dort vorgesehene Straße bis- zur Hersfelder Straße durchgeführt wird. Auf Anregung des Kreisamts wird beschlossen, bas erforderliche Gelände zur Herstellung der Straße zu erwerben. Gleichzeitig wird die Kanalisierung ber betreffenden Straßen­strecke und ber Ausbau der Straße beschlossen.

Mit dem Auto gegen einen Baum.

Frankfurt a. M., 11. Mai. (Lpd.) Mit ber Gründung des Rhein - Mainiscken G e - meinde-Kulturverbandes ist das Frank­furter Künsllertheater Rhein-Main auf eine neue Basis gestellt worben und hat neue Aufgaben er­halten. Während die Rhein-Mainische Wander­bühne bisher mit 2 Ensembles als Künsllertheater Rhein-Main undWestmark - Landestheater" in über hundert Städten spielte, die mehreren Gauen angehörten, wirb mit Beginn bet kommenden Spiel­zeit im Herbst das Rhein-Mainische Künst­lertheater nur noch im Gau Hessen- Nassau spielen. Der Gau Koblenz-Trier hat ein eigenes Theater für seinen Bezirk gegründet. Das bisherige Künsllertheater Rhein-Main erhält nun­mehr die BezeichnungRhein-Mainische Landesbühne" und wirb zunächst 65 Gemein­den bespielen. Diese Zahl wirb sich sväter noch er­höhen. In 20 ©emeinben wird die Ryein-Mainische Landesbühne regelmäßig jeden Monat eine ober zwei Vorstellungen geben. Damit sind 20 bis 22 Tage des Monats besetzt, die restlichen 8 bis 10 Tage entfallen auf die oerbleibenben 45 Gemeinden. Die kleineren Gemeinden werben nur in größeren Abständen den Besuch der Landesbühne zu erwar­ten haben. Zu den regelmäßig bespielten Orten zählen Höchst, Offenbach, Rüsselsheim, Wetzlar, Weilburg, Limburg, Alzey u. a. Jedes Stück wirb 25- bis 30mal aufgeführt, es läuft also praktisch einen Monat im Spielplan.

Der neue Spielplan.

Die neue Spielzeit beginnt am 15. September mit ShakespearesWie es euch gefällt". Vorgesehen ist ferner nochUta von Naumburg" von Dhünen, Ein ganzer Kerl" von F. P. Buch,Weibsteufel" von Schönherr,Alles für die Katz" von Hinrichs, Was den Damen gefällt" von Scribe,Moral" von Thoma undDas kleine Hofkonzert".

Freilichtspiele im Sommer.

Während ber Sommermonate wird dieRhein-

im Verlaufe auch schon teilweise zu leichten Rück­gängen. Vorerst wurden davon nur IG. Farben be­troffen mit 159,13 bis 158,75 (159,25) auf eine ruhigere Beurteilung der besonders gestern aufge­kommenen Dividendenerwartungen. Bemerkenswerte Erhöhungen zeigten u. a. andererseits Reichsbank mit 197,75 (196,50), Hoesch Eisen mit 114,25 (113), Aschaffenburger Zellstoff mit 135,75 (134,50), RWE. mit 124 (122,50) und Conti Gummi mit 204/50 (203,25). Sonst hielten sich die Abweichungen bei 0,25 bis 0,75 v. H., wobei Gesfürel, Moenus Ma­schinen, Deutsche Erdöl und AEG. niedriger wareiv.

Am Rentenmarkt blieben Reichsllltbesitz ge­fragt mit 133,90 (133,75), auch Kommunal-Umschul- dung bei lebhafteren Umsätzen weiter um 5 Pf. er­höht auf 96,25. Für Goldpfandbriefe ist die Nach­frage ruhiger geworden, gleichwohl mußten die mei­sten Kurse noch repartiert werden. Liquidationswerte lagen teilweise 0,13 bis 0,25 v. H. höher, während Stadtanleihen im gleichen Ausmaß nach beiden Sei­ten abwichen. Reichsanleihen und Schatzanweisungen bei ruhigem Geschäft unverändert.

An den Aktienmärkten herrschte in der zweiten Börsenstunde nahezu völlige Geschäftsstille, so daß die Kurse vielfach um 0,25 bis 0,50 abbröcfel« ten, so u. a. IG. Farben auf 158,25 nach anfangs 159,13 bis 158,75, Hoesch auf 114 nach 114,25. Die später notierten Papiere blieben gegen den Vortag nicht immer ganz behauptet, u. a. Verein. Stahl 109 (109,40), Buderus 120,75 (121), Rheinmetall 146,50 (146,75), Betula 162 (162,25). Kaliwerte notierten nach Pause bis 1,50 v. H. fester, Aschersleben 107,50, Westeregeln 107.

Jm_ Freiverkehr entwickelte sich nur wenig Geschäft bei zumeist gestrigen Kursen, höher jedoch Verein. Fränk. Schuh mit 84,25 (83). Rastatter Wag­gon blieben mit 50 im Angebot. Tagesaeld mar zum Medio gefragt und wurde auf 2,50 (2,25) v. H. er» höht» ,

altes Mädchen in Rödgen so unvorsichtig mit dem Flobertgewehr, daß ein Schuß losging und dem Mädel als Steckschuß die rechte Hand verletzte. In Kesselbach verunglückte der 61 Jahre alte Landwirt Balthasar Schäfer mit einem Holz­fuhrwerk. Dabei erlitt der bedauernswerte Mann schwere innere Verletzungen, die seine Einlieferung nach Gießen in die Klinik erforderlich machten.

Im prehwerk tödlich verunglückt.

LPD. Wetzlar, 13. Mai. In den Stahl­werken Buderus-Röchling verunglückte im Preßwerk am Freitagvomnttag der 33 Jahre alte Arbeiter Wilhelm Walther aus Atzbach. Er wurde von einem abspringenden Maschinenteil getroffen und erlitt so schwere Verletzungen, daß er bald nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus st a rb.

Tod im Srubenschacht.

LPD. Weilburg, 13. Mai. Wie die Berg­verwaltung in Weilburg mitteilt, sind am Freitag- früh auf der Grube Richardzeche " bei Niederbiel der Fahrhauer Konrad Mutz und zwei weitere Bergleute schwer verunglückt. Mutz fand dabei den Tod. Die beiden anderen Bergleute, die ebenfalls aus Niederbiel stammen, wurden schwer verletzt nach Wetzlar in das Kranken­haus gebracht.

SOLI DOX

Gegen Zahnstein