Aus der engeren Heimat
Kirchliche Nachrichten
20.30:
Grünberger Verkehrsverein im Dienst der Stadt.
Gießen. Stadlkirche. 9.30 Uhr: Professor v. Cordier; Feier des hl. Abendmahls für Matthäus- und Markusaemeinde; 14: Kindergottesdienst der Mar- kusgememde; 18: Pfr. Becker. — Zohanneskirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; Feier des hl. Abendmahls; 11.15: Kinderkirche der LukasgemeindS; 20: Musikalische Abeudfeier; Pfr. Ausfeld. — pekruskapelle, Wetzlarer Weg 59. 9.30: Pfr. Trapp- Feier des'hl. Abendmahls. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Gottesdienst; 11: Kinderkirche der Luthergemeinde; 15: Liturgischer Gottesdienst. — Dleseck. 9.30: Missionar Walther; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls. — Watzenborn-Steinberg. 9: Feier des hl. Abendmahls für die alten Leute; 13: Gottesdienst (Posaunenchor). — Kirchberg. 10: Gottesdienst. — Lollar. 10: Gottesdienst. — Heuchelheim. 10: haupt- qottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchors. — klein-Linden. 10: Gottesdienst (Kirchenchor); 11: Kindergottesdienst; 13: Feier des hl.Abendmahls.— Garbenleich. 13: Gottesdienst. — Hausen. 10: Gottes- dienst, — Steinbach. 10: Gottesdienst und Abendmahl- Kollekte. — Albach. 12.30: Gottesdienst; Kollekte Wirberg. 10: Gottesdienst. — Bellershain. 12.30: Gottesdienst. — Harbach. 14: Gottesdienst. — Veilsberg. 15.30: Gottesdienst. — Lich. 9.30: Stiftsdechant Kahn; Choralschule, Kirchenchor; Kollekte; 14: Stiftspfarrer Naumann; Kollekte; 17: Liturgische Karfreitagsfeier; Kollekte. — Weder-Vessingen. 10: Stiftspfarrer Naumann; Kollekte. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst; nachmittags Hausabendmahle. — Langsdorf. 11: hauptgottes-
Sprechftunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstognach mittag geschloffen.
finden. ... _
* Wieseck, 14. April. Die 42iähnge Frau Margarete Kümmel von hier erlitt durch einen unglücklichen Sturz eine schwere Schadelverletzung und außerdem einen Armbruch. Sie mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.
Z S t e i n b a ch , 14. April. Am Ostersonntag feiert Frau Karolina Sophia Arnold, geb. Roch, in
Evangelische Gemeinden.
Gründonnerstag, den 14. April.
Langsdorf. 10 Uhr: Beichtgottesdienst;
Abendmahlsfeier.
Karfreitag, den 15. April.
Kreis Wetzlar.
ch Frankenbach, 12. April. Die hiesige Schule veranstaltete eins Handarbeitsausstellung. Die Arbeiten, die unter der Leitung von Fraxi Margarete Wagner angefertigt wurden, fanden viel Anerkennung. Die bewährte Lehrerin wirkt schon seit 28 Jahren in unserer Gemeinde. — Am 1. April konnte der hiesige Lehrer Jung auf eine 25jährige Tätigkeit an unserer Schule zurückblicken. Die ganze Gemeinde übermittelte ihm die herzlichsten Glückwünsche.
ch- Niedekleen, 12. April. Die hiesige K r i e - gerkameradschaft hielt bei Gastwirt Göbel ihre Monatsversammlung ab. Kameradschaftsführer Zimmermann nahm, nachdem der Ereignisse in Oesterreich erinnernd gedacht war, die Verteilung einiger Auszeichnungen vor. Die Kameraden Heinr. N e r n III., Karl Jung urib Wilhelm Braun I. wurden als beste Schützen beim Kreisverbandswettschießen in Oberkleen mit je einer Ehrenurkunde bedacht. Die Kameraden Anton Wächtershäuser, Wilhelm Braun I. und Karl Reuter erhielten in Anerkennung ihrer Verdienste um den Reichskriegerbund das Kyffhäufer- Ehrenzeichen 2. Klasse.
Oöffentlicher Sonntagsdienst.
Polizei: Telephon 2751, nur in dringenden Notfällen Telephon 01.
Feuerwach: Telephon 2244/45, Notruf Telephon 02.
Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst, 8 bis 21 Uhr.
Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr.
Sanitätskolonne: Telephon 2500.
Sonntagsdienst für Aerzte.
Arzt: Dr. med. Wolf, Walltorstraße 48.
Zahnarzt (nur in dringenden Fällen):
Dr. Buchinger, Liebigstraße 3L
Vogelsbergklima als gesundheitsfördernd anerkannt
Aus der Arbeit der Kurortklima-Kreisstelle Frankfurt a. M.
dienst; Kollekte; 20.30: Abendmahlsfeier. — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst; Kollekte.
Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirch-- liche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Karfreitag, 15. April. 30.30 Uhr: Evangelisationsstunde.
Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Karfreitag, 15. April. 15.30 Uhr: Gemeindestunde; Pfr. Wächter; 20.30: Evangelisation; Pfr. Wächter.
Die Christengemeinfchaft (Bewegung für religiöse Erneuerung), Marburger Sttaße 15. Karfreitag, den 15. April. 18 Uhr: Kultische Abendfeier.
Aenapostolifche Gemeinden Gießen, händelstraße 1 und Ederstraße 13. Karfreitag, 15. April. 9.30 Uhr. Gottesdienste.
katholische Gemeinden.
Gießen. 7.30 bis 9 Uhr: Anbetungsstunden in der Kapelle; 9- Lesungen, Fürbitten, Kreuzenthüllung und -Verehrung, Predigt, Mesie der vorher verwandelten Opfergaben; 10 bis 18: Das Kreuz liegt zur Verehrung in der Kirche aus; 18: Kreuzwegandacht.
ß i g meteorologische Klima st ationen errichtet, hier werden Temperaturen, Feuchtigkeit, Sonnenschein, Reuen, Nebel und Gewitter genau gemessen uni> nach Frankfurt an die Zentrale gemeldet, die das Material nun verarbeitet und aus einer längeren Beobachtungszeit ein genaues Bild des Klimas des betreffenden Ortes gewinnt.
Im Taunus liegt natürlich eine größere Anzahl Stationen, well das Taunusklima nicht nur als Kurortklima, sondern auch als Heilklima untersucht wird. Ein Ort darf sich nur dann .Heilklimatischer Kurort" nennen, wenn sein Klima nachweislich gesundheitsfördernd ist und heilende Wirkungen hat. Außerdem müssen natürlich an solchen Orten auch Sanatorien sein und die Voraussetzungen zur Krankenpflege und Krankenbehandlung gegeben sein. Ausgezeichnetes Heilklima ist am Südhang des Taunus,
Königstein ist der einzige heilklimatische Kurort des Gaues Hessen-Nassau.
Weitere fünf Orte sind als heilklimatische Kurorte vorgeschlagen: Homburg, Soden, Schmalbach, Schlangenbad und Ems an der Lahn. Meteorologische Klimastationen sind im Taunus in Kamberg, Neuweilnau, Oberreifenberg, Ruppertshain, Mammolsheim, Eppstein, Kronberg, Königstein, Homburg mit zwei und Wiesbaden mit drei Stationen, außerdem in Schwalbach und Schlangenbad. •
An der Lahn sind Stationen in Diez, Nassau und Ems, an der Bergstraße in Jugenheim, Heppenheim, Lindenfels und König. Alle diese Orte, die Stationen haben, werden mit Sicherheit Kurorte werden. Eine Station bleibt meist nur ein Jahr an einem Ort und wird dann an einen anderen verlegt, um so im Laufe der Zeit eine Bestandsaufnahme des Klimas aller Orte durchführen zu können.
Beratungsstellen.
Das Amt für Volksgesundheit gibt dem Sportamt der NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" Anregungen für die praktische Durchführung her Leibesübungen nach volksgesundheitlichen Gesichtspunkten, insbesondere in chrer Anwendung zum Ausgleich einseitiger Berufstätigkeit, während die Durchführung der Leibesübungen selbst in den Händen des Spörtamtes liegt. Die Uebungswarte des Sport- omtes der NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Feude werden nach Möglichkett in die Gesundhettstruppe der Werkscharen eingegliedert. _
Durch diese Maßnahme soll erreicht werden, daß in Zukunft auf sämtlichen Gebieten der körperlichen Ertüchtigung die sportfachliche und gesundheitliche Betreuung aller Schaffenden gemeinsam erfolgt.
Sechzig Prozent Wasser in der Milch.
Frankfurt a. M., 13. April (Lpd.) Bei einem Milchhändler beschwerte sich die Kundschaft, daß die Milch gewässert sei. Der Händler stellte fest, daß sein Austräger morgens eine Kanne mit Wasser bereitstehen hatte, in das er Milch zugoß. Diese Kanne pflegte er dem Händler hinzustellen, der mit dieser Brühe die Kunden belieferte. Eine Probe ergab sechzig Prozent Wasser! Der Einzel- richtcr verurteilte den schon vorbestraften Täter wegen Diebstahls im Rückfall, Betrugs und Nahrungsmittelfälschung zu sechs Monaten Gefängnis bei sofortiger Verhaftung.
Kleines Spiel — großer Gewinn.
Es gibt im Leben ungezählte Möglichketten, ein bißchen Geld aufs Spiel zu fetzen unö dafür nichts oder nur einen flüchtigen Genuß einzuhandeln. „Mustermenfchen", die diesen Versuchungen wider- stehen, gibt es sehr wenige, und soweit es sie gibt, verdienen sie meistens den Namen: Geizhälse. An diese, so wenig wie an geldgierige Raffer, wendet sich die Preußisch-Süddeutsche Ktassenlottexie nicht. Vielmehr kommt sie jenen entgegen, die nach Erfüllung ihrer Lebensbedürfnisse und Lebenspslichten gegen Staat 'unö Familie noch etwas Geld übrig haben — zu wenig, um es auf die Sparkasse zu tragen, zuviel, um es ganz ungenützt zu lassen. Diejes Geld und seine Ersparer pflegen ins Spiel der Klassenlotterie einzutreten. Diese aber bietet dem, der monatlich auch nur drei Mark für ein Achtellos erübrigen und riskieren kann, ein Gewinnkapital von 67 Millionen dar, aus dem 343 000
Sonderspende des Hessischen Handwerks an die NSV.
LPD. Darmstadt, 12. April. Im Rahmen einer Feierstunde übergaben Vertreter des hessischen Handwerks in Anwesenheit des NSV.-Gauamtsleiters Haug und Landeshandwerksmeister G a'= mer dem Amt für Volkswohlfahrt des Gaues Hessen-Nassau als Sonderspende des Handwerks unseres Gaues 2 0 0 voll ausgestattete hölzerne Kinderbetten. In den Ansprachen von Gauamtsleiter h4» u g und Landeshandwerksmeister Garner kamen die engen Beziehungen zwischen WHW. und NSV. und dem Handwerk zum Ausdruck. Im Gau Hessen-Nassau hat das Schreinerhandwerk in Verbindung mit anderen Berufen, die mttarbetteten oder Geldbeträge zur Verfügung stellten, dem WHW. für kinderreiche Familien als Sonderspende diese 200 Betten gearbeitet und gespendet.
Kampf den Fliegen1
ZdR. Die ungebetensten Küchengäste der wärmeren Jahreszeit sind zweifellos die Fliegen. Man tut gut, beizeiten an die Vernichtung dieser Keimträger der verschiedensten Krankheiten zu denken. An wärmeren, sonnigen Tagen sollte man auf Müll- Haufen, Müllkästen und Dungstätten Kalkpulver streuen; es vernichtet die Brut. Mit einer Alaunlösung wäscht man Fensterrahmen» Wände und Bretter der Vorratskammern und Toiletten ab. Niemals lasse man den Abfalleimer offen herumstehen, denn gerade die hineingeschütteten Speiseabfälle sind ein Dorado für die Fliegen. Auch an gründliche Reinigung des Abfalleimers denke man, vor allem bei warmem Wetter. Die Speisen selbst stelle man niemals ungeschützt beiseite; wir würden sie damit der Vernichtung aussetzen. Auf die Fensterbretter dör Wohnräume oder an anderen Stellen, an denen sich die Fliegen gern aufhalten, streue man irgendwelche Insektenpulver aus. Glühbirnen und Beleuchtungskörper säubert man mit einem Lappen, der mit Petroleum angefeuchtet ist. Die Lüftung der Wohnung wird am besten frühmorgens durchgeführt, wenn die Fliegen noch nicht herumschwirren. Auf diese Weise verhindert man das Eindringen dieser unliebsamen Insekten am sichersten. Die ' Möglichkeiten zur Bekämpfung der Fliegen sind damit gewiß noch nicht erschöpft; wenn jedoch alle diese Vorschläge als Anregung dienen, so wird jede Hausfrau schon das für ihren haushalt wirksamste Mittel herausfinden und anzuwenden wissen.
nehmen.
Natürlich kann nicht jeder unter allen Umständen gewinnen. Dahingegen muß, nach dem staallichen Lotterieplan, nahezu jeder Zweite gewinnen. Und wiederum ist es natürlich, daß nicht jeder Zweite am Großen Los oder an einem der vielen hohen Gewinne teilhaben kann. Aber dafür sieht der Lotterieplan eine große Menge von mittleren und kleinen Gewinnen vor, die auch schon genügen, um das monatliche Wagnis von drei Mark zu rechtfertigen. Auf jeden Fall also sind die drei Mark nicht ins Leere geworfen, sondern sie werden — und das ist das volkswirtschaftlich Produktive an der kleinen Ausgabe — ein Teil von jener Fülle (wie gesagt 67 Millionen), die restlos als Gewinne unter die aber Tausende von Losinhabern verteitt werden.
Die drei Mark allein sind nicht viel. Sie zu besitzen, kann niemand glücklich, sie zu verlieren, niemand unglücklich machen. Aber der Klassenlotterie anvertraut, tragen sie ein Scherflein dazu bei, Tausende von Gewinnern glücklich zu machen, unter denen mit nahezu 50 v. h. Wahrscheinlichkeit der einzelne Loskäufer sich selber befindet.
Wer kann „Haushattsrekrnten^ aufnehmen?
NSG. Tausende von Mädeln verlassen in diesen Tagen im Gau Hessen-Nassau die Volksschule und treten in das Leben hinaus. Die meisten von ihnen wollen einen Beruf ergreifen. "In diesem Jahre können aber nur die Mädel gleich in Kaufmanns- oder Bürobetriebe oder beim Bekleidungsgewerbe, der Textil- und Tabakindustrie Arbeit nehmen, die sofort eine Lehrstelle annehmen. Alle anderen müssen zunächst ihr hauswirtschaftliches Pflichtiahr ableisten. Viele werden sich zum Landjahr melden, weil dies auf das Pflichtjahr angerechnet wird. Ein großer Teil bleibt aber noch übrig, der das Pflichtiahr in privaten Haushaltungen ableisten muß. Der Bedarf an Hausgehilfinnen ist nun erheblich größer als die Zahl der Mädel, die in die Hauswirtschaft gehen. Es gilt nun, die Mäd^ in geeigneten, vorbildlichen Haushaltungen einzusetzen, damit sie für ihren späteren Hausfrauenberuf das notwendige Grundwissen auch erlernen.
Die Aufnahme eines Pflichtjahrmädels ift von verschiedenen Voraussetzungen abhängig, die die Haushaltung erfüllen muß. Jeder haushalt muß geordnete Wirtschafts- und Familienverhältnisie auf- weisen. Selbstverständlich muß die Hausfrau selbst zur Anleitung und Ausbildung befähigt fein. Es muß ein'echtes Arbeitsverhältnis abgeschlossen werden, denn nur ein solches wird vom Arbeitsamt als Pflichtjahr anerkannt. Da die ,Haushaltsrekruten" nur ein kleines Taschengeld bekommen, daneben natürlich auch bei der Krankenkasse anzumelden sind, stellen sich die Kosten für den haushalt erheblich niedriger, als bei einer gelernten Hausgehilfin. Sie werden einschließlich der Naturralleistung etwa 60 Mark monatlich ausmachen. Damit ist schon einem viel größeren Kreis von Haushaltungen die Anstellung einer Hausgehilfin ermöglicht.
Aerzte als Drrbinvungsmänuer zum »KdF.--Sportamt.
NSG. Im Verfolg einer Vereinbarung zwischen dem Sportamt der NS.-Gemeinschaft ,.Kraft durch Freude^ und dem Haupt- und DAF.-Amt für Volksgesundheit wird im Gau und in jedem Kreis im Gau Hessen-Nassau ein Arzt als Verbindungsmann zum Sportamt der NS.-Gemeinschaft,Kraft durch Freude" eingesetzt. Diesem Arzt obliegt im Arbeitsbereich des Sportamtes die Beratung in der körperlichen Ertüchttgung, in der Planung von Sportanlagen, in der Schulung der Uebungsleiter und -Aerzte und in der Einrichtung sportärztlicher
Für den durch Wegzug ausgeschiedenen seitherigen Vorsitzenden Bürgermeister Wagner übernahm Bürgermeister Krämer das Amt eines Vorsitzenden. Er bestimmte Bernhard Schreiner als Schriftführer. Der seitherige Ausschuß, bestehend aus den Herren Gg. Allmendinge, PH. Bender, hrch. Rodert, Val. Roth und Ludwig Zinßer, soll durch die Herren Hrch. Balser, Wilh. Dapper, Rich.Jöckel, hrch. Schmidt und K. Schmierer erweitert werden. Der Vertrag mit dem Mitgliede Groß, gegen eine Pau- chälvergütung alle Jnstandsetzgngsarbeiten zu er» ledigen, wurde auch für das neue Jahr gutgeheißen. Oberbahnhofsvorsteher Feist berichtete über den neuen Fahrplan, der die Einlegung neuer Züge auf der Strecke Gießen—Fulda bringt. Einige weitere Angelegenheiten, wie die Anlegung eines Sand- pielplatzes für Kinder auf der Höfetränke, Ehrung )es Rektors Dr. Glaser (Verfafler der „Geschichte der Stadt Grünberg") durch Benennung eines Platzes, bzw. der Volksschule mit seinem Namen, Anlage eines Vogelschutzgehölzes im Brunnental u. a. wurde noch besprochen.
guter Gesundheit ihren 7 9. Geburtstag. Ihr Mann Heinrich Arnold, mit dem sie am 24. Februar 54 Jahre verheiratet war, steht im 80. Lebensjahr. Frau Arnold ist in unserem Orte eine sehr bekannte und beliebte Persönlichkeit, bis in die letztverganbe- nen Jahre wirkte sie fast bei allen Familienfesten im Dorf als Köchin mit.
△ Saasen, 14. April. Die ältesten Einwohner unserer Gemeinde, der 92jährige Johs. Schmidt, der am 29. April seinen 93. Geburtstag feiern kann, und der im 79. Lebensjahre stehende Johs. S ch e p p waren am vergangenen Wahlfonkitag mit die ersten, die chrer Wahlpflicht genügten.
Kreis Büdingen.
I I Usenborn, 14. April. In der Nacht zum gestrigen Mittwoch brach in einem Schuppen, der an die Scheune des Ortsbauernführers grenzt, Feuer aus. Lehrer Politsch, der zur Zeit bei seinen Eltern zu Besuch weilt, bemerkte das Feuer und verhinderte entschlossen ein Umsichgreifen des Brandes. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte bann bald die Gefahr enbgültig beseitigen.
LPD. Frankfurt a. M., 12. April. Das Rhein- Main-Gebiet ist reich an Kurorten, wie wenig andere Gaue. Neben den weltberühmten Bädern im Taunus gibt es im Odenwald und an der Bergstraße, tm Westerwald, Vogelsberg, Lahngebiet und Taunus zahlreiche kleinere Kurorte, die jährlich Tausende Erholung und Heilung bringen. Natürlich kann nicht jeder Ort sich Kurort nennen, vielmehr muß der Ort, der Kurort werden will, gewisse Voraussetzungen erfüllen, vor allem muß er ein gesundheitsförderndes Klima haben. Um hier alle Wünsche zu überprüfen und einwandfreie Entscheidungen zu treffen, wurde eine Kurortklimakreis- stelle in Frankfurt errichtet, diedas Klima aller Kurorte überprüft und feststellt, gegen welche Krankheit dieses. oder jenes Klima in besonderer Weise sich heilend auswirkt. Letter dieser Klima-Zentralstelle ist Prof. Dr. Linke. Der Kurortklimakreis umfaßt den Gau Hessen-Nassau. v
Der bisher arg vernachlässigte Vogelsberg soll als Erholungsgebiet neu erschlossen werden. Diesem Zweck dienen auch die kürzlich errichteten vier meteorologischen Stationen in Laubach, Gedern, Ulrichstein und hochwaldhau- sen-Jlbeshausen. Hach den bis jetzt vorliegenden Ergebnissen ist das Vogelsbergklima zur Erholung durchaus geeignet. Es ift ein Klima für Nervöse und Ueberarbeitete.
Das gleiche gilt vorn Westerwald, der ja vor allem in den Sommermonaten bereits als Erholungsgebiet stark bevorzugt ift' Die Kurortklimakreisstelle hat in Hilgert, Marienberg und Montabaur meteorologische Stationen angelegt und wird systematisch das Klima des Westerwaldes untersuchen und den Westerwald mehr noch als bisher als Erholungsgebiet erschließen.
‘ Insgesamt hat die Kurortklirnakreisstelle drei-
Hauptversammlung de? Niddaer Bank.
8 N i d d a, 11. April. Bki starker Betelligung ihrer Mitglieder fand die Hauptversammlung der Niddaer Bank AG. im Hotel „Zur Traube" statt. Das Geschäftsjahr 1937 war für die geschäftliche Entwicklung in gleicher Weise günstig, wie das Vorjahr. Der Gesamtumsatz erhöhte sich von 17 772 641,62 Mark in 1936 auf 19 783 669,68 Mark im 1937. Die landwirtschaftlichen Entschuldungen wurden, soweit sie nicht noch schweben, ohne we- entlichen Verlust für die Bank durchgeführt. Die auch in 1937 gestiegenen Einlagen hatten eine Zunahme der jederzeit verfügbaren Geldmittel zur Folge. Die Kreditwünsche, soweit sie oertretbar waren, konnten im Berichtsjahr befriedigt werden. Von dem Wertpapierbestand wurden 18 021,18 Mark zur Unterlegung eines Reichsbankverkehrs ver- wandt. Der Beamtenpensionsfonds wurde weiter um 500 Mark auf 9000 Mark erhöht. Die Wert- berichtigungsposten dienen ebenso wie in früheren Jahren für unerwartet eintretende Ausfälle. So- wett im Zusammenhänge mit der Durchführung im Entschuldungsoerfahren Abstiche . zwangsläufig sich als notwendig erwiesen, blieben sie rntt 1523,23 Mark unter der Dorschätzung. Die Einnahmen und Geschäftsunkosten -sind gegen das Vorjahr nur wenig verändert. Die in 1937 wiederum gestiegenen- Spareinlagen erhöhten sich auf 1 091994 Mark. Die Bilanz schließt am 31. Dezember 1937 rntt 1533 396,41 Mark in Aktiva und Passiva ab. Die Gewinn» und Verlustrechnung weist den Betrag von 43 339,25 Mark auf. Don dem auf 2781,5s Mark sich belaufenden Reingewinn werden 5 v. h. Dividenden = 2384.80 Mark auf das eingezahlte Aktienkapital gezahlt und 396,71 Mark auf neue Rechnung vorgetragen. Die satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrats, Wilhelm Kü- fer, Friedrich Reinhardt und Heinrich Rullmann, wurden wiedergewählt. Der Gefolgschaft, im Jahresdurchschnitt 7 betragend, wurde für die erhöhte Arbeitsleistung und stetes Interesse für Weiterentwicklung der Bank volle Anerkennung ge» zolll. Am 1. Februar 1937 konnte Vorstandsmitglied Hermann Seum, Nidda, auf eine 25fahrige Tätigkeit zum größten Tell in leitender Stelle an der Bank zurückblicken. Er hat durch nimmermüdes Streben wesentlichen Anteil an der Aufwärtsentwicklung des Geldinstitutes. /
Oie Hefraa im Jahre 1937.
Fwd. Das der Preußischen Elektrizttäts » AG. nahestehende Braunkohlen-Schwelkraftwerk Hessen» Frankfurt AG. (heftag) in Wölfersheim berichtet über bisher höchsterreichte Produktionsziffem ihres Bergwerks, Kraftwerks und Schwelwerkes im Jahre 1937. Der durch die Herstellung von flüssigen Schwelerzeugnissen wesentlich beeinflußte Gesamtumsatz betrug 6,1 (5,4) Millionen Reichsmark. Die Kohlenförderung erreichte 773 000 (757 000) Tonnen, die Abraumförderung 798 000 (950 OOO) cbm, die Stromerzeugung 124,43 (119,05 Millionen KWh), der Stromverkauf 102,96 (97,52) Millionen KWh, die Erzeugung flüssiger Schwelerzeugnisse 50 358 (48 910) Tonnen. Es wurde eine wesentliche Er- Weiterung der Anlagen vorgenommen und mit der Gewerkschaft Friedrich in Trais-Horloff ein Pachtvertrag zur Ausbeutung deren Grubenfelder geschloffen. Die Gefolgschaft erhöhte sich auf 1404 (1252) Mitglieder. Für sie wurden freiwillig 120 000 Mark aufgewandt und sechs Siedlungshäuser als Eigenheime erstellt. Die nach neuen Bestimmungen aufgemachte Erfolgsrechnung zeigt einen ausweis- pflichtigen Robüberschuß von 4,35 (5,4, anderseits 1.67 „übriae Aufwendungen") sowie 0,115 (0,046 Millionen Reichsmark ao. (Erträge. Für Löhne und Gehälter wurden 2,65 (2,41), für soziale Abgaben 0,305 (0,294) verausgabt, für Anlageabschreibungen 1,113 (0,769 und 0,033 für andere Zwecke) zur Verfügung gestellt. Der Gewinn von 6 554 (5 474) Reichsmark wird mit dem Vortrag mit nunmehr 22 440 (15 986) Reichsmark weiter vorgetragen.
Landkreis Gießen.
* Heuchelheim, 13. April. In der Turnhalle des Turnvereins Heuchelheim wird am 1. pjterfciers tag, 20.30 Uhr, der h a n d h a r m o n i k a k l u b G i e h en ein K o n z e r t geben und fein Können be- : weisen. Das Programm wird auch einige Solodar- । bietungen bringen. Sicherlich, wird die handhar- monttamusik, die mehr und mehr auf dem Wege ist, volkstümlich zu werden, auch in Heuchelheim Freunde
+ Grünberg, 14. April. Dieser Tage hielt der Verkehrsverein in der Wirtschaft Schmitz seine Hauptversammlung ab. Der Ehrenvorsitzende Schweißguth berichtete über die Tätigkeit des Vereins im Jahre 1937, die sich in der Hauptsache auf die Unterhaltung des ausgedehnten Wegenetzes in den Anlagen des Brunnentales unb_ in der Instandhaltung der aufgesteltten Ruhebänke — annähernd 80 Stück — befaßte. Der Verein zählt 97 Mitglieder.- Die Rechnung zeigte eine Einnahme von 565,52 Mark und eine Ausgabe von 271,60 Mark, so daß ein Kassevorrat von 293,92 Mark verblieb. Außerdem besteht noch ein von Grünberger Lands-
Gewinne gemacht werden. Außerdem besteht noch ein von Grünberger Lands-
Das Rechenexempel, das dem Kauf eines Loses leuten in Amerika gestifteter Fonds von 276,06 Mark» voranzugehen hat, ist so einfach wie nur möglich.
Der Käufer verzichtet darauf, drei Mark pro Monat für sich zu behalten oder sie in Genüsse umzusetzen und sichert sich dadurch die Möglichkeit, diese drei Mark verhundert- oder vertausendfacht als Gewinn zurückzubekommen. Es ist also kein Hasardspiel, sondern im Gegenteil: er beteiligt sich an einem volkswirtschaftlich gesunden und in einer langen Tradition bewährten Staats- und Volksunter-


