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Blum bildet ein neues Volksfrontkabineit

Aus aller Welt.

OieWeinvorräteimGauHeffen-Rassau

NSG. Nach den Weinbauerhebungen des Reichs­nährstandes vom 1. Januar 1938 befanden sich i n den Kellern der Winzer in Rheinhes- s e n noch 54 v. H. der Gesamternte an Weißweinen, im R h e i n g a u 65 v. H. Das sind wesentlich weniger als im Vorjahre, wo in derselben Zeit noch 75 o. H. bzw. 78 v. H. der damaligen weit größeren Weißweinernte als Kellerbestand des Winzers ausgewiesen wurden. Von Rotwein verfügten die Winzer in Rheinhessen am Stichtag nur über 27 v. 5). der Ernte, obwohl sie 50 v. 5). selbst eingekellert hatten. Danach hat also die Räu­mung der ersthändigen Weinoorräte schon bis zum Jahreswechsel außerordentlich stark eingesetzt. Gleich­zeitig mit der Vorratserhebung wurde auch die Qualität nochmals festgestellt. Rheinhessen gab seinem Erzeugnis die Rote 85, der Rhein- gau 77, in beiden Fällen also gut bis sehr gut. Von den eingekellerten Mengen waren am Stichtag in Rheinhessen bereits 81 v. H. a b g e- st o ch e n, im Rheingau aber erst 45 v. H., das sind in beiden Fällen wesentlich mehr als im Vorjahre. Auch der Umfang der naturrein einge­legten Weine war in diesem Jahr bedeutend größer: in Rheinhessen wurden 55 v. H. des Weißweines naturrein gelegt, also nur 45 v. H. verbessert. Im Rheingau sind die entsprechenden Zahlen 65 v. S). zu 35 v. 5). Auch vom Rotwein konnte Rheinhessen 34 v. H. naturrein belassen, mußte also nur 66 v. fr). verbessern. Diese günstigen Er­gebnisse sind ein weiterer Wertmaßstab für die vorzügliche Qualität des Jahrganges 1937. Oie besten Laienarbeiten werden gesucht

NSG. Das ReichsamtDeutsches Volksbildungs­werk" in der NSG.Kraft durch Freude" ist damit beschäftigt, eine Auswahl der besten in Deutschland vorhandenen Arbeiten aus dem Laien­schaffen zusammenzustellen, um sie in Ausstel­lungen der Oeffentlichkeit zu zeigen. Alle Volksgenos­sen unseres Gaues, die sich in der Freizeit mit künstlerischer Arbeit beschäftigen, werden» aufgefor­dert, die besten Arbeiten einzusenden. Bedingung für die Aufnahme einer Arbeit ist: 1. daß sie in der Freizeit hergestellt wurde, 2. daß sie aus eige­ner Idee entstanden ist, 3. daß sie handwerklich und künstlerisch hervorragend ist, 4. daß der Herstel­ler sich verpflichtet, sie dem Deutschen Volksbildungs­werk zur Verfügung zu stellen. Die Arbeiten sind in fünf Gruppen eingeteilt und umfassen: Bildende Kunst (Malen und Zeichnen, Plastik, Graphik) und Kunstgewerbe und Basteln. Die Gaudienststelle Deutsches Volksbildungswerk" der NS.-Gemein- fchaftKraft durch Freude" Hessen-Nassau, Frank­furt a. M., Bürgerstraße 69/77, ruft alle Volksge­nossen, die in ihrer Freizeit beachtenswerte Laien­arbeiten Herstellen, auf, umgehend ihre Meldung abzugeben.

Auch Deutsche unter den Opfern der Ueberschwemmungskatastrophe in Kalifornien.

Seit Beginn der Aufräumungsarbeiten im Ueberschwemmungsgebiet Südkaliforniens werden stündlich weitere Leichen aus den Trüm­mern geborgen. Die Zahl der Toten beläuft sich jetzt auf über 100 und die Zahl der Vermißten

Paris, 13. März. (DNB.) Ministerpräsident L6on Blum hat am Sonntagnachmittag sein Kabinett zusammengestellt. Die Ministerliste lautet: Ministerpräsidentschaft und Schatzamt: Leon Blum, Abgeordneter (Sozialdemokrat);

Haushaltsminister: Spin ässe, Abgeordneter (Sozialdemokrat);

Staatsminister: Paul F a u r e, Albert S a r r a u t (für Nordafrika), Violette und Steeg;

Propagandaminister: F r o s s a r d ;

Minister für die Zusammenfassung der Dienststellen der Ministerpräsidentschaft: Vincent A u r i o l (Sozialdemokrat);

Innenminister: Dormoy (Sozialdemokrat);

Außenminister: Paul-Boncour, Senator (De­mokratische Linke);

Justizminister: R u c a r t (Radikalsozialer);

Landesoerteidigungsminister: D al adier, Abge­ordneter (Radikalsozialer);'

Luftfahrtminister: Guy-la-Chambre, Abge­ordneter (Radikalsozialer),

Kriegsminister: Campinchi (Radikalsozialer), Unterrichtsminister: Z a y, Abgeordneter (Radikal­sozialer),

Landwirtschaftsminister: M o n n e t, Abgeordneter (Sozialdemokrat),

Minister für öffentliche Arbeiten: Mach (Sozial­demokrat),

Arbeitsminister: Serol, Abgeordneter (Sozialde­mokrat),

Handelsminister: C o t, Abgeordneter (Radikal­sozialer),

Postminister: L e b a s (Sozialdemokrat), Pensionsminister: Riviere (Sozialdemokrat), Minister für Volksgesundheit: Gentin, (Radikal­sozialer),

Kolonialminister: M o u t e t (Sozialdemokrat).

auf 130. Der Sachschaden beträgt, bisher über 60 Millionen Dollar.' Aus Los Angeles wird gemeldet, daß der Höhepunkt der Flutkatastrophe überschritten ist, wenngleich das Ueberlaufen der Tujana-Tal- sperre noch zahlreiche Gebirgskurorte von jeder Verbindung abgeschnitten hat. Militärflugzeuge werfen Nahrungsmittel und Medikamente ab. Die Stadt Anaheim, ein Apfelsinenzentrum, das fast ausschließlich von Deutschen bewohnt ist, litt besonders schwer unter der Ueberschwemmung. Neben großen Ernteschäden waren allein hier 14 Tote und 30 Vermißte zu beklagen. 500 Per­sonen wurden obdachlos. Infolge des ununter­brochenen schweren Regens drohen jetzt auch in Mittelkalifornien Ueberschwemmungen. Der durch das Hochwasser geschwächte Damm des Herndon- Kanals in San Franzisko ist eingestürzt. Die Wassermassen überfluteten große Teile der Stadt, in einigen Stadtteilen stieg die Flut bis auf drei Meter an.

Schwere Sturmschäden an der norwegischen Küste.

Der Sturm, den der KreuzerKöln" an der norwegischen Küste zu bestehen hatte, hat auch an Land schweren Schaden angerichtet. Vor allem der Küstenstrich von Drontheim bis südlich von Kristian- sund ist von dem Orkan heimgesucht worden. Der Fischerort Surnadelsöra mit etwa 25 bis 30 Häusern,

Ministerpräsident L6on Blum erklärte der Presse, er sei sich darüber klar, daß die öffentliche Meinung ein anderes Regierungsge­bilde gewünscht hätte. Die Ministerliste ent­halte einen neuen Minister, dessen Notwendigkeit jeder einsehen werde, einen Propaganda­min ist er, der den französischen Gedanken und die französische Kultur im Auslande verteidigen solle. Das Fernbleiben von Chautemps und Delbos fei auf keine Meinungsverschieden­heit zurückzuführen.

Das zweite Kabinett L6on Blum bildet eine Wiederholung des ersten Kabinetts Blum und bringt bis auf die Betrauung Paul-Boncours mit dem Außenministerium und der Schaffung eines Propagandaministeriums wenig Neues. Auf­fallend ist allerdings auch, daß dieAufgabedes Finanzmini st ers geteilt worden ist, indem der Ministerpräsident die Zuständigkeit für alle mit dem Schatzamt zusammenhängenden Fragen über­nommen und die Haushaltsfragen einem besonderen Minister übertragen hat. Die Tatsache, daß der Re­gierungschef die Oberleitung der Finanzpolitik über­nimmt, zeigt, daß er dieser Frage für die nächste Zeit besondere Wichtigkeit beimißt. Die außen­politische Einstellung Paul-Boncours läßt sich auf Grund der bisherigen Erfahrungen mit dem SchlagwortGenf und kollektive Sicherheit" kennzeichnen. Die Abwesenheit von Chautemps und Delbos wird in parlamentarischen Kreisen viel besprochen, wobei es nicht an Stim­men fehlt, die diese beiden Minister im nächsten Kabinett wiederkommen sehen. Beach­tet wird ferner das Fehlen der Kommuni- st e n, die sich diesmal ausdrücklich bereiterklärt hat­ten, sich an einer Regierung zu beteiligen.

darunter mehreren industriellen Betrieben, geriet durch den Sturm in Brand und brannte völlig nieder. 160 Menschen sind obdachlos geworden. Eine drei bis vier Meter hohe Springflut vernichtete mehrere Häuser in einem anderen Fischerort und riß eine Scheune mit sich. Auch viele Schiffe sind durch den Sturm schwer beschädigt worden, und man nimmt an, daß zahlreiche Fischer, die keine Funk­anlage an Bord hatten, umgekommen sind.

Verheerendes Grohfener in einem norwegischen Dorf.

Ein großer Teil des norwegischen Dorfes Nadel- söra wurde durch ein Riesenfeuer zer­stört, das sich mit ungeheurer Schnelligkeit aus- bveitete. Ungefähr 50 Häuser brannten bis auf die Grundmauern nieder. Durch den Brand wurden über 200 Einwohner obdachlos. Der Sachschaden ist schätzungsweise sehr beträchtlich.

Wildernde Hunde richten ein Blutbad in einer Schafherde an.

Der Besitzer einer Schafherde aus Königsfeld an der Ahr zieht jedes Frühjahr mit seiner aus mehreren hundert Schafen bestehenden Herde durch öie Eifel bis an die Mosel. Dort brachen nachts wildernde Hunde in die Herde ein und rich­teten unter den Tieren ein Blutbad an. Als der Besitzer die Hunde schließlich vertrieben hatte,

Wir betrauern das Ableben unseres sehr verehrten Seniorchefs, des

Heuchelheim, den 14. März 1938.

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3 92391 94357 112752 113024.

132089 138336 162132 163227, 175231 1758311

191888 192696 202749 204332 236636 240169 255686 258944 275358 296612 306411 312576 331760 333631 350153 353056 363473 365953 374892 377623 392325 395798

Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu se 1000000/ 4 zu je 5000, 2 zu je 3000, 18 zu se 2000, 18 zu je 1000, 42 zu je 500, 74 zu je 300, 1840 zu je 150 NM.

Oeffentlicher drennholzverkaus der Markgenossenschaft Grüningen-Darf-Gill in der Turnhalle zu Grüningen.

Donnerstag, den 17. März 1938, vormittags 8% Uhr, aus den Forstorten: Fliegenstall, Judenwäldchen, Weißedriesck, Reichholzberg und Schlemperwald:

Scheiter A rm: Buche 208, Hainbuche 22, Eiche 41, Esche 1, Erle 1, Kiefer 10; knorrholz B rm: Buche 27, Hainbuche 1, Eiche 13, Kiefer 44, Fichte 7; Knüppel­holz A rm: Buche 121, Hainbuche 48, Eiche 164, Esche 3, Kirsche, Erle 1; Linde 1, Kiefer 17, Lärche 5; Anbruch rm: Buche 10, Eiche 4, Aspe 1, Kiefer 7, F'chte 2; Reiferknüppel kl.l: Buche 8, Fichte 1;

2 i§JanJeFeif!0) rm: Buche 93, Hainbuche 146, Elche 502; Reisig kl. 3 (Astreisig) rm: Buche 27?, ^ambud)e 69, Eiche 280, Kiefer 234, Fichte 164; Stockholz rm: Buche 24, Eiche 3. 1648V

^ie ^lau unterstrichenen Nummern werden nicht verkauft. Wer mit Bezahlung früherer Schuldigkeiten noch im Rückstand ist, kann kein Holz erhalten. Es wird empfohlen, das Holz vorher anzusehen, da nach­trägliche Beanstandungen nicht angenommen werden« Auskunft erteilt Forstwart Schäfer, Dorf-Gill. _l Der Vorsitzende des Markvorstandes.

Gez.r Suhnev» -v

stellte er eine furchtbare Verheerung Sinter feines Herde fest. 42 Schafe waren getötet, manche Tiers waren von den Hunden buchstäblich zerrissen wor­den; eine größere Anzahl Schafe war verletzt. Die | von der Gendarmerie angestellten Ermittlungen i nach, den Besitzern der Hunde waren von Erfolg. Die Hundehalter werden für den Schaden von | rund 3000 Mark auszukommen haben. Die wildern­den Hunde wurden erschossen.

Dorfbrände in Polen.

Mehrere Dörfer in Mittel- und Ostpolen wurden von Feuersbrünsten heimgesucht, die infolge st arten Sturmes ungeheuren Schaden anrichteten. In der Nähe von Kielce brannten, be­vor überhaupt noch Abwehrmaßnahmen getroffen werden konnten, 17 Wirtschaften mit viel Vieh nieder. In den Flammen kamen auch zwei Kinder eines Bauern ums Leben. Ein ähnliches Schicksal widerfuhr dem Dorf Uchrynowo Gorne bei! Stanislau in Ostgalizien, wo trotz des ichnellcn - Eingreifens sämtlicher Feuerlöschzüge aus Stanis- lau 50 Wirtschaften mit dem meisten lebenden Inventar verbrannten. In dem Dorf Cimocha bei Bialystok brannten 31 Wirt« schäften nieder.

Schreckliche Blultat in einem Dorfe bei Belgrad.

Der Bauer Zdravko Oruschewitsch aus dem Dorfe Leikowaz bei Belgrad, der als gewalttätiger Mensch bekannt war, hatte ein Verhältnis mit einer ver­heirateten Frau, das aber von ihr gelöst wurde. Nun suchte Oruschewitsch seine Geliebte wieder auf. Als diese sich weigerte, wieder zu ihm zu ziehen, e r st a ch er sie. Die hinzukommende fünfjährige Tochter der Frau brachte er gleichfalls um. Auf dem Nachhauseweg traf er ihren Mann, mit dem er Streit anfing und ihn dann erschlug. Darauf brachte er sich selbst lebensgefährliche Verletzungen bei, denen er nach zwei Stunden erlag.

Wetterbericht

Das europäische Hochdruckgebiet verlagert sich mit feinem Kern über Deutschland hinweg südostwärts. Es beherrscht mit seinem Einfluß auch unser Wetter. Doch kommen wir an seine Westseite, so daß mit rascher Wärmezunahme gerechnet werden kann.

Aussichten für Dienstag: Meist heiter, trocken, nachts stellenweise leichter Frost, mittags warm, südöstliche Winde.

Lufttemperaturen am 13. März: mittags 10,3 Grad Celsius, abends 1,9 Grad; am 14. März: morgens 4,6 Grad. Maximum 11,2 Grad, Minimum4,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. März: abends 5,1 Grad; am 14. März: morgens 2,1 Grad. Sonnenscheindauer 9,7 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. II. 38: 10788. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. MonatsbeZugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaüfs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der

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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Gewluoouszug

5. Klasse 50. Preußisch-Süddeutsche (276. Preuß.) Klaffen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten

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