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Adolf Hitler."
nie vergessen!
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„Voce d'Jtalia" schreibt zu diesem Beschluß: „Italien betrachtet die innere Entwicklung Oesterreichs in der Richtung auf ein nationalsozialistisches Regime, das es immer enger an Deutschland anschließt, als die unmittelbare und notwendige Folge der Realität der nationalen deutschen Einheit. Gegenüber dieser weit mehr nationalen und spontanen als politischen und im voraus berechneten Tatsache konnte Italien
Oer Führer an den Ouce.
Linz, 13. März. (DJ123.) Der Führer sandle am Sonnlag an den Duce folgendes Telegramm:
„An Seine Exzellenz den italienischen Ministerpräsidenten und Duce des faschistischen Italien Benito Mussolini.
Mussolini, ich werde Ihnen dieses
wieder von den begeisterten Menschen zugerufen wird, daß sie nun Soldaten des Großdeutschen Reiches sind. Aus dem Haus der ehemaligen Vaterländischen Front, seit heute der Sitz der Landesleitung der NSDAP., verkündet Stabschef Globotfchnigg den Rücktritt des österreichischen Bundespräsidenten M i k l a s und die vollzogene Wiedervereinigung mit dem Reich. Bei den Worten der Verordnung: „Oesterreich ist ein Land des Deutschen Reiches" bricht die Menge in minutenlange, nicht endenwollende Heilrufe aus, die sich mit gleicher Gewalt wiederholen, als die Volksabstimmung angekündigt wird.
Oer Reichsjugendführer in Wien.
Die ehemaligen Grenzzollhäuser werden HJ.-Heime.
Wien, 13.März. (DNB.) Die Ankunft des Reichsjugendführers von Sch i - rach in Wien hat sich schnell unter der österreichischen HI. herumgesprochen. Auf dem Westbahnhof meldete der Führer des Gebietes Oesterreich unter unendlichem Jubel seiner jungen Kameraden und Kameradinnen 2 6 0 0 hitlerjun gen sowie 1400 hitlermädel, die in mustergültiger Disziplin mit ihren Fahnen angetreten waren. Ihr diszipliniertes und uniformiertes Auftreten in solcher Stunde war ein anschauliches Bild dafür, wie die nationalsozialistische Jugendbewegung Oesterreichs während der Zeit des Verbots und der Unterdrückung unerschütterlich zusammengehalten hatte. Baldur von Schirach richtete folgende Ansprache an die Hitler-Jugend:
Jugend Deutsch-Oesterreichs! Ich überbringe euch die Grüße von sieben Millionen Jungen und Mädel, die Adolf Hitler gehören und die euch durch mich ihr Glück und ihre Freude über eure Freude
Oer Reichsaußenminister wieder in Berlin.
Berlin, 13. März. (DNB.) Der ReichsminM des Auswärtigen, von Ribbentrop, hat mit seiner Begleitung London am Sonntag im Flugzeug verlassen und ist nach Berlin zurückge« kehrt, wo er am Abend eintraf.
Die Ausländskorrespondenten berichten...
Englischen Augenzeugen fehlen die Worte angesichts des Ireuderauschs in Oesterreich.
Italien lehnt jede Art der Einmischung ab
Beschluß des Großen Rats des Faschismus. - Ablauf eines unaufhaltbaren natürlichen Prozesses.
ien jubelt den deutschen Soldaten zu
Oie erste reichsdeutsche Infanterie Traditionsbataillon der österreichischen Hauptstadt.
entgegenstellen zu wollen. Selbst wenn sie in einem Friedensvertrage verbrieft sein sollten! Die italienische Außenpolitik arbeite mit dem Gefühl für die Wirklichkeit, für die Gerechtigkeit und die nationale Achtung. Das ist nicht eine Politik von Formeln, sondern eine Politik des Volkes. Italien kann sich in keiner Weise einer Bewegung widersetzen, die mit dem Wahrzeichen des nationalen Willens Oesterreich und Deutschland solidarisch macht."
Englische und französische Verwahrung als unzulässig zurückgewiesen.
Berlin. 12. März. Die britische
und die französische Regierung haben unter Hinweis auf gewisse ihnen aus Wien zugegangene Nachrichten durch ihre Botschafter Verwahrung gegen den angeblich vorn Reich auf die Entwicklung in Oesterreich ausgeübten Zwang eingelegt. Die deutsche Regierung hat diese Verwahrung als unzulässig zurückgewiesen und gleichzeitig die den beiden Regierungen vorliegenden falschen Informationen r i ch t i g g e st e l l t.
Jugoslawien erstatt:
Sine rein innere Angelegenheit des deutschen Volkes.
Belgrad, 13. März. (DNB.) Amtlich wird mitgeteilt: 1. Die Vereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich wird von Jugoslawien als eine rein innere Angelegenheit des deutschen Volkes betrachtet, in die'es sich nicht ein- mifcht. 2. Jugoslawien war stets ein Vorkämpfer des Grundsatzes der nationalen Vereinigung aller Stämme eines Volkes. Es bleibt diesem Grundsatz treu. 3. Jugoslawien steht in freundschaftlichenBeziehungen mit dem Deutschen Reich. Diese Freundschaft bestimmt auch jetzt seine Haltung, wo das Reich sein direkter Nachbar geworden ist. — An zuständiger Stelle wird weiter erklärt, daß Jugoslawien sich von dem Anschluß eine wesentliche Steigerungsei.n er Ausfuhr und eine B e- lebung seines Fremdenverkehrs verspricht.
Die halbamtliche „Vreme" erinnert an die Saar-Abstimmung und an die Freude, die damals geherrscht habe. Alle Blätter weisen daraufhin, daß Jugoslawien jetzt an seiner 323,7 Kilometer langen Grenze mit Deutschland 7 5 Millionen Freunde st e h e n habe. Stark beachtet und begrüßt wird ferner die Haltung Italiens. Die Ehrende Wirtschaftszeitung „Jugoslovenski Lloyd" schreibt, wir wissen genau, daß es ohne die Liquidierung des bisherigen Oesterreich weder eine Liquidierung der Habsburger Frage, noch jener internationalen Intrigante n k ü ch e gab, die bis gestern noch Unfrieden in Europa gestiftet hat. Ein großer Trumpf wurde jener Diplomatie aus der Hand genommen, die Oesterreich und Habsburg zusammenführen und auf uns damit einen Druck ausüben wollte. Es ist deshalb zugleich ein Sieg für Jugoslawien.
Prag erklärt:
Eine familiäre Angelegenheit.
Prag, 14. März. (DNB.) Sämtliche tschechischen Zeitungen erklären, die große ge- ■ schichtliche Tatsache sei als unabänderlich an- ' zusehen, daß nach Jahrhunderten die deutsche Ost- ' mark wiedergeboren wurde. Die territorialen Be-
Wien, 13. März. (DNB.) Zu einem Erlebnis von unerhörter Eindruckskraft wurde am Sonntagnachmittag die Ankunft der ersten reichsdeutschen Jnfanterietruppen in Wien. Obwohl keine genaue Ankunftszeit feststeht, sammeln sich schon frühzeitig Scharen von Mannern und Frauen an den umliegenden Straßen und Plätzen der Wiener Bahnhöfe. Selbst das wolkige und kalte Wetter bringt die Massen nicht zum Weichen. Nationale Lieder, „Heil!"-Rufe auf den Führer und vorbeifahrende Kolonnen verkürzen die Wartezeit. Von Stunde zu Stunde wächst die Menge. Draußen an der Ausladerampe des Südbahnhofs in Matzleinsdorf, weit entfernt vom Weichbild der Stadt, Menschen, Fahnen, Jubel und Begeisterung. Plötzlich knappe Kommandos: Die Ehrenkompanie des Wiener Infanterieregiments 15 rückt an. Dann rollt der erste Transportzug an. Er bringt die erste reichs- deutfche Infanterie, ein Bataillon aus Augsburg.
Als erster entsteigt der Kommandeur des Bataillons, Oberstleutnant Schneider, dem Zug. Generalmajor Stümpfe! geht ihm entgegen und drückt ihm die Hand. Ein Trompetenfignal: Wie ein Mann springt das Bataillon aus dem Zug. Harte, wettergebräunte Männer, kräftige junge Burschen mit lachenden Gesichtern stehen im nationalsozialistischen Wien. A l s Brüder sind sie zu Brüdern gekommen, und von dort, wo die Wartenden stehen, brandet ein Jubelschrei her: „heil Hitler!" Dann steht das Bataillon wie eine Mauer. Wieder knappe Kommandos: Das Bataillon marschiert im Paradeschritt auf gleiche höh« mit den Wiener Ehrenkompanien und macht Front zu den Kameraden. Die beiden Ehrenkompanien präsentieren. Die Nationallieder ertönen. Die Ofsiziere senken den Degen. Tausende und Abertausende grüßen mit dem Gruß der Deutschen.
Generalmajor Stümpfe! spricht kurze soldatische Worte. Er erinnert an die Jahre der Waffenbrüderschaft, gibt der Freude Ausdruck, daß Oesterreich wieder heimgefunden hat zum Deutschen Reich. Oberstleutnant Schneider dankt für den herzlichen
Empfang. Der Bürgermeister der Stadt Men, Major i.R. Lahr, überbringt den Soldaten aus dem Reich in ftohen Worten den Willkomm der Bundeshauptstadt und gibt bekannt, daß die Truppen aus dem Reich in dieser historischen Stunde als Traditionsbataillon in das Wiener Buch eingetragen sei. Noch einmal klingt das Deutschlandlied auf. Dann setzt sich das Bataillon in Marsch durch die fahnengeschmückte Stadt, das dichte Spalier entlang nach Himberg an der Ostbahn. Zu einem unvergleichlichen Erlebnis wird der Marsch der reichsdeutschen Feldgrauen, und im Schritt und Tritt schlägt ihnen das deutsche Herz entgegen.
und über eure Tapferkeit übermitteln. So wie ihr froh seid, so sind wir alle froh und glücklich. Der heutige Tag ist der schönste in unferm Leben, weil wir uns wieder in die Augen sehen und weil wir Schulter an Schulter hinter der gleichen Fahne den ewigen Pulsschlaa unserer großen Gemeinschaft spüren. Keine Klasse, kein Stand und keine Konfession zerreißt mehr Deutsch-Oesterreichs deutsches Jungvolk. In der kommenden Zett gilt es, d i e ganze deutsche Jugend aus das Werk des Führers auszurichten und in den jungen Kameraden, die jetzt in eure Reihen eintreten werden, jene Ideale und jene Treue zu verwurzeln, die ihr Deutsch-Oesterreich und dem ganzen deutschen Volk in einer furchtbaren und harten Zeit vorgelebt habt.
Mit einem nicht endenwollenden „Slea-Heil! aus den Führer wurde die erste große Kundgebung der nationalsozialistischen Jugend Oesterreichs nach dem Umsturz beendet. Der Jugendführer des Deutschen Reiches begab sich dann zu der ehemaligen Landesführung des österreichischen Jungvolks am Hof und gab dem Führer des Gebietes Oesterreich, Bannführer S ch o a s , sowie seinen Mitarbeitern die ersten Anweisungen, um die überall der hitler- Juqend zuströmenden Jugendlichen zu erfassen. Der ehemalige Bundesführer des österreichischen Jungvolkes, Graf Dhun-Valfassina, ist zurückgetreten.
Der Reichsjugendführer legte am Sonntagabend im Rahmen einer Kundgebung von 40 000 öster- reichifchen hitlerjungen und BDM.-Mädel im Ehrenraum des Heldendenkmals einen Kranz zu Ehren der Gefallenen des Weltkrieges und der nationalsozialistischen Bewegung nieder. Safbur von Schirach gab bekannt, daß die Zollhäuser an den Grenzen Oesterreichs und Bayerns zu Heimen und Herbergen für die Hitler-Jugend erklärt werden. Die Fahne der österreichischen HI., die Karl- Th o m a s - B! u t f ah n e , die zur Zeit der Verfolgung der Reichsjugendführung übergeben worden war, verlieh er dem Bann Wiener Neustadt der HI.
vollendet worden.
„Der Anschluß ist Tatsache!"
Die Haltung der Pariser Presse.
Paris, 14. März (DNB. Funkspruch). Der 13. März 1938 ein historischer Taa, den man fest, halten muß...! „Der Anschluß ist .Tat. fache!" — Diese Sätze laufen wie ein Leitmotiv durch zahlreiche Montagfrühblätter. In ausführ, lichen Berichten heben die nach Oesterreich gesandten Sonderberichterstatter der Zeitungen d i e st u r» mische Begeisterung hervor, mit der die Deutschen in Oesterreich ihren Führer Und seine Männer und Soldaten begrüßen und sich so zum Nationalsozialismus bekennen. Trotz dieser Berichte geben sich die Meinungsmacher und Leitartikler in Paris die redlichste Mühe, dieses Bekenntnis der Oesterreicher zu ihrem Deutschtum und zum Führer zu ignorieren, wobei sie auf die komischsten Dinge kommen. „Petit Parisien" schreibt: Seit Sonntagabend ist Oesterreich ein Bestandteil des Dritten Reiches. Der Anschluß ist nicht nur Tatsache, sondern sogar schon durch Gesetz bekräftigt. Der begeisterte Empfang des Fu^ rers in Oesterreich, die Schnelligkeit, mit der sich der Einzug der reichsdeutschen Truppen in Men abrollt, und vor allem die Tatenlosigkeit der am Schicksal Oesterreichs inter. essierten Mächte haben den Führer ermutigt schnell zu handeln und alles auf einmal zu machen.
Der Berliner Berichterstatter des „Journal ist der Ansicht, Frankreich habe vielleicht die schwerste Niederlage seiner ganzen Geschichte er. littep. Das 1918 besiegte Deutschland habe die Lage umgestoßen, und das sei das Werk Hitlers. Um die Reaktion des Auslandes kümmere sich Deutschland nicht. Es verwirkliche Punkt um Punkt seines ungeheuren Programms. Für die Proteste habe es nur ein mitleidiges Lächeln. „Echo de Paris" schreibt, theoretisch müßten die West. Mächte nach der Kündigung des Artikels 88 von St. Germain sich in Bewegung setzen. „Petit Jour, nal" sagt, die Deutschen hätten den Franzosen ge. zeigt, daß man in 24 Stunden etwas machen könne, was keiner vorher in einem Jahrhundert zu tun vermochte.
Das Echo in London.
London, 14. März. (DNB. Funkspruch.) Die Wiedervereinigung Oesterreichs mit Deutschland zu einem Großdeutschen Reich beherrscht völlig die Londoner Presse. Waren die Berichte der Blätter in den letzten Tagen schon in selten gekannter Ausführlichkeit, so gibt es heute kaum eine Zeitung, die nicht seiten- und seitenlang über Oesterreich berichtet oder sich mit Oesterreich befaßt. In riesigen Schlagzeilen verkünden die Blätter das große Ereignis des Tages, den endgültigen Anschluß. Lange Spalten füllen die Schilderungen über den Einmarsch deutscher Truppen in Oesterreich, ihre Ankunft in Wien, den Besuch des Führers in Linz und die Begeisterung, mit der der Führer und die deutschen Soldaten überall willkommen geheißen wurden. Sie berichten über die Volksabstimmung vom 10. April, über den Tele- grammwechsel zwischen dem Führer und dem Duce und weisen auf die dramatischen Folgen der Ereignisse hin, die den beiden letzten Tagen ihren Stempel aufdrückten.
Unter den Schilderungen der Londoner Morgenzeitungen verdient der Wiener Bericht der Times besondere Beachtung. Er versucht, die Sonntagsereignisse in Oesterreich sehr eindrucksvoll und anschaulich zu schildern. Zum Eintreffen des Führers in Oesterreich heißt es u. a., wenige Staatsmänner der Geschichte hätten je einen solchen Empfang gekannt. Es ehlten die Worte, um den Jubel zu beschreiben, mit dem Hitler von der Bevölkerung in Linz begrüßt worden sei. Aber auch der deutschen Wehrmacht sei in Oesterreich ein triumphaler Willkomm bereitet worden. Mit Blumen habe man den Weg der ratternden Motor- und Panzerwagen bestreut, hätte es Oesterreicher gegeben, die noch am Freitag gegen Hitler gewesen seien, so hätten die sich entweder versteckt ober sie seien gestern unb vorgestern end- g'ültig bekehrt worbsn. Selbst in ben Tagen les österreichischen Kaiserreichs habe bas Lanb olche Freuden st immungnichtgekannt. Der kommende Volksentscheid roetbe Hitler bie gesamte Zustimmung Oesterreichs bringen, heute tauchten die Leute, die noch vor 48 Stunden zuversichtlich eine Volksbefragung vorbereitet hätten, wie lang vergessene Schatten der Vergangenheit auf. In Oesterreich habe sich das Bild völlig verändert.
Im „Sunday Expreß" ermahnt Lord Beaverbrook die Engländer, die österreichische Lage so hinzunehmen, wie sie fei. „Sunday Dispatch" meint, in britischen Regierungskreisen habe man den Eindruck, daß die Regierung nichts mehr an den voll
R o m, 12. März. (DNB.) Der Große Rat des Faschismus hat die Bildung der Faschistischen und Korporativen Kammer zum 23. März 1939, dem 20. Jahrestag der Gründung der faschistischen Kampfbünde, beschlossen. Die Zahl der Mitglieder wird ungefähr 600 betragen. Die Deputierten der alten Kammer werden ihr Mandat mit dem Ablauf der Session verlieren, zu der sie gewählt wurden.
Der Groß« Rat des Faschismus hat weiter nach Bericht des Außenministers über die Vorgänge in Oe st erreich eine Entschließung gefaßt, in der sestgestellt wird, daß die italienische Regierung aus begreiflichen Gründen entschlossen sei, sichin keiner Form in bie innere Politik unb bie Entwicklung einer Bewegung nationalen Charakters einzumischen, beren logischen Ausgang man leicht voraussehen konnte. „In ganz besonderer Weise betont ber Große Rat, daß ber von Bundeskanzler Schuschnigg plötzlich angesetzte Volksentscheid von Der italienischen Regierung glatt abaeraten worden war. Der Große Rat betrachtet die Vorgänge in Oesterreich als den klaren Ausdruck der Gefühle unb bes Willens bes österreichischen Volkes, die in unzweibeutiqer Weise durch bie machtvollen öffentlichen Kundgebungen bestätigt worben sinb, mit benen diese Ereignisse begrüßt wurden. Außerdem nimmt ber Großrat davon Kenntnis, daß die faschisttsche Regierung den französischen Antrag auf Vereinbarung einer Aktton abgelehnt hat, einer Aktion, die, da sie ohne Grundlage unb ohne Ziel war, nur dazu beigetragen hätte, die internationale Lage noch schwieriger zu gestalten, unb stimmt ben von ber faschistischen Regierung befolgten Richtlinien zu, bie von einer realistischen Bewertung ber Lage in bezug auf die nationalen italienischen Interessen ausgehen."
ftimmungen der Friedensverträge seien gefab len. Es handele sich hier jedoch um inner eAn- gelegenheiten des deutschen Volkes. Sogar das tschechisch-marxistische „Pravo Lidu" betont, England unb Frankreich würden sich auf einen ent- schi'ebenen biplomatischen Schritt beschränken, weil es sich sozusagen um eine familiäre Angelegenheit hanbele. Es habe sich nichts zu Ungunsten ber Tschechoslowakei geänbert, bah ber Anschluß vollzogen sei.
DerBundeskanzler ehrt General Krau«
Wien, 13. März. (DNB.) Der Bundeskanzler hat an General ber Infanterie Alfred Kraus folgendes Schreiben gerichtet:
„Euer Exzellenz! In Würdigung Ihrer hervorragenden Verdien st e um unsere Arbeit, die Sie so erfolgreich geführt haben, habe ich veranlaßt, daß der Staatssekretär für Landes- oerteibigung, Oberst Angelis, Eurer Exzellenz einen persönlichen Adjutanten zur Verfügung stellt. Ferner wird ein Dienstwagen bes Heeresdienstes bereitgestellt. Dies möge ber Ausbruck ber Dankbarkeit bes deutschen Volles in Oesterreich fein."
Provokateure der Vaterländischen Front festgenommen.
Linz, 13. März. (DNB.) Eine Anzahl von jungen Mitgliedern der ehemaligen Vaterlan- bischen Front hatte Gerüchte über Südtirol verbreitet. Eine Gruppe dieser Provokateure wurde sofort festgenommen unb in Haft gesetzt. Sie gestanden, daß ber Zweck ihrer Ausstreuungen war, zwischen Deutschland unb Italien Schwierigkeiten zu schaffen. Sie werben exemplarisch bestraft.
Der Gnmiknüppel abgeschafft.
Der Staatssekretär für bie Angelegenheiten des Sicherbeitswesens hat auf Weisung bes Reichsführers ff unb Chef ber beutfchen Polizei ben Gummiknüppel als Waffe ber Sicherheitswache abgeschafft, da die Verwendung des Gummiknüppels mit der Würde des deutschen Volkes nicht vereinbar ist.
Oie Deutsche Studeuteuschast Oesterreichs wieder errichtet.
Wien, 13. März. (DNB.) Die Landes« studentenführung Oesterreichs bes Na« tionalsozialistischen Studentenbundes teilt mit: „Der Lanbesstudentenführer bes Nationalsozialistischen Deutschen Stubentenbunbes, Dr. Hubert Freis« leben, hat bie Deutsche Stubentenscha ft in Oesterreich roieber errichtet. Mit ber Machtübernahme des Nationalsozialismus in Oesterreich war bie im Jahre 1933 burch Schuschnigg erzwun« gene Auflösung ber Deutschen Studentenschaft unb Einrichtung ber Sachwalterschaft hinfällig geworben. Die Deutsche Stubentenschaft in Oesterreich, in beren Hänben bie stubenttsche Selbstverwaltung liegt, ist roieber ein Teil ber gesamtbeut« schen Stubentenschaft. Der Lanbesstuben- tenführer hat bereits an ben einzelnen Hochschulen Studentenführer eingesetzt."
zogenen Tatsachen ändern könne. Warb Price richtet in ber „Sunbay Dispatch" aus Linz in sonbers ergreifenben Worten. Die Begeisterung und bie Darkbärkeit, bie Oesterreich für feine Vereinigung mit Deutschland empfinde, fei über jeden Zweifel erhaben. In einem einzigen Tage habe der Führer 6 Millionen Deutsche mehr gewonnen. Die. fer Tag werbe in bie Geschichte eingehen, beim dir Vereinigung Oesterreichs mit Deutschland sei gestern
sich nur eine Politik der Ruhe unb ber freunb- schaftlichen Beobachtung unter Ausschluß jeher Einmischung auferlegen, bie eine Beleidigung ber Natur, b. h. des Rechtes bes befreunbeten beutfchen Volkes gewesen wäre. Arttkel 88 des Vertrages von St. Germain, der Oesterreich zur ewigen Trennung von Deutschlanb verpflichtete, ist ebenfalls verfallen. Italien sieht in dieser Tatsache den Abschluß eines unaufhaltbaren natürlichen unb geschichtlichen Prozesses. Es wäre vergeblich unb widersinnig unb sogar gefährlich, diesem Prozeß bie kurzlebige Formel eines Verbotes ober einer willkürlichen chemischen Dosierung der Völker
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