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Ein Verräter hingerichtet.

Berlin, 14. Jebr. Die Juslizpresse- stelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Der am 15. September 1937 vom Volksgerichts­hof zum Tode und zum dauernden Ehrverlust ver­urteilte 31jährige Karl Bischof ist heute morgen h i n g e r i ch t e t worden. Der Verurteilte betrieb einen Hausierhandel in der Nähe der Grenze und befähle fich mit Schmuggel. Durch feine häufi­gen Grenzübertritte wurden die ausländischen Grenzbeamten auf ihn aufmerksam und führten ihn dem fremden Spionagedienst zu. In dessen Auftrag unternahm Bischof zahlreiche Aus­spähungsreisen, auf denen er mit grohem Eifer gegen geringen Verräterlohn Standorte und der Verteidigung von Land und Volk dienende militä­rische Anlagen des deutschen Grenzlandes auszu­kundschaften wühle. Der deutsche Spionageabwehr­dienst sorgte dafür, dah Bischof, der sich mit Spio­nage in Deutschland befähle, die verdiente Strafe ereilte, hieran sei für den, der irgendwie mit dem ausländischen Nachrichtendienst in Berüh­rung kommt, aber feinem Volk die Treue halten will, die dringende Mahnung geknüpft, so bald wie irgendmöglich der deutschen Poli­zei Anzeige zu erstatten. Er erfüllt damit nicht nur eine selbstverständliche vaterländische Pflicht, sondern sich auch sich selbst und seine Familie vor den Folgen, die eine Nichterfüllung der Anzeige­pflicht oder eine Aufnahme von Beziehungen zur ausländischen Spionage nach sich ziehen.

Das SegelschulschiffAlbert Leo Schlageter" in Dienst gestellt.

Hamburg, 12. Febr. (DNB.) In Hamburg wurde auf der Werft von Blohm & Voß das dritte Segelschulschiff der deutschen KriegsmarineA l ° b e r t Leo S ch l a g e t e r" in Dienst gestellt. Da­bei führte der Kommandant, Fregattenkapitän Rogge, u. a. aus: Die deutsche Kriegsmarine hatte an der Segelschiffausbildung fest, well nur hier die Grundlage geschaffen werden kann, auf der später jeder seemännische Führer und Unterführer aufbaut. Denn trotz aller technischen Fortschritte bleibt die Seemannfchaft die unentbehrliche Grundlage einer jeden Flotte, bleiben Einsatz­bereitschaft, Mut und Unerschrockenheit die unbe­dingten, unerbittlichen Forderungen, die an jeden einzelnen, der einmal befehlen will, zu stellen sind. Bei uns auf den Segelschulschiffen erlebt man die Achtung vor der Allgewalt des höheren und der Natur, hier fühlt man die Verbundenheit mit der See und den Elementen des Seemannes, hier lernt man aber auch den Glauben an die See in Ver­gangenheit und Zukunft zu verstehen. So wollen auch wir in gleicher Weife wie unsere beiden Schwe- sterschulschiffeGorch Fock" undhorst Wessel" die Ausbildungsarbeit in diesem Sinne aufnehmen. Fregattenkapitän Rogge schilderte kurz das beispiel­hafte Leben und handeln Albert Leo Schlageters und seinen Tod in der Golzheimer Heide am 26. Mai 1923. Er fiel in dem unerschütterlichen Glau­ben an Deutschland, und wie er so ft gesungen: Das Banner muß stehen, wenn der Mann auch fällt!", sowie getreu dem Wahlspruch, der auch auf unserem Ruderrad steht:Einer für Alle, Alle für Einen". So soll es und muß es auch bei uns wer­den: eine Gemeinschaft treuer soldatischer Kamerad- bcn an Deutschland, und wie er so ost gesungen: dann ist der rechte Geist auf dem Schiff.

Das Nachtbackverbot muß beachtet werden.

Berlin, 12. Febr. (DNB.) Als bedeutender sozialpolitischer Fortschritt gilt im Bäckereigewerbe das Nachtbackverbot, das Betriebsführer und Gefolgschaft vor erheblichen Gesundheitsschäden durch dauernde Nachtarbeit schützt und die Herstellung von Backwaren nur unter günstigeren Arbeits­bedingungen am Tage zuläßt. Der nationalsozia- listisck>e Staat betrachtet es daher als eine wichtige Aufgabe, die Durchführung des Nachtbackverbotes mit allen Mitteln zu sichern. Das Bäckereigesetz vom 29. Juni 1936 verbietet die Aufnahme der Back­arbeiten in der Werkstatt vor 4 Uhr und die Abgabe der Erzeugnisse an die Kundschaft vor 6.30 Uhr. Auf Veranlassung des Reichsarbeitsministers wur­den von den Gewerbeaufsichtsämtern als den zu­ständigen Arbeitsschutzbehörden in den Monaten November und Dezember vorigen Jahres schlagartig im ganzen Reichsgebiet B ä ck e r e i k o n t r o l l e n ausgeführt. 634 Gewerbeaufsichtsbeamte und 15 222 Polizeibeamte besichtigten in dieser Zeit rund 80000 Gewerbebetriebe. In 9028 Fällen wurden Zuwider­handlungen gegen die Vorschriften über das Nacht-

Wille im (Stein.

Von Franz Tumler

Als ich in der Früh vor den Bamberger Dom kam, auf den breiten, wenig abfallenden Platz, der den offenen Blick läßt aus den Schatten der Gebäude, die ihn sonst umstehen, halb auf die Stirn und halb auf die Flanke des Baues, als ich bann näher auf ihn zuging, über die Stufen, die den Vorplatz der Schauseite, wo der Berg abfällt, auf der gleichen Ebene halten, als sich mir der runde Leib des West-Chores entgegen wölbte, in den die großen Fenster gesetzt sind, die einem Saale gehören könnten, als ich die Türme sah, die ihm in rechten Ordnungen zu beiden Seiten stehn, die Eingänge, die sich öffnen, und die- Figuren an ihnen und das plötzliche große und grobe Laubwerk der Kapitelle, da mußte ich spüren, wie wenig man zu einem solchen Bau mit dem allzeit bereiten Eifer kommen dürfe, der meist nur ein paar all­gemeine Gedanken enthält, wie sehr man diesen abgezogenen Gedanken mißtrauen müsse, weil sie einem Das Anschauen verderben, weil sie,ihren Ur­sprung nicht in den Augen haben, weil sie sich ein Leben ungebührlich nehmen und das echte Leben des Dinges verdecken: sie machen, daß es sich ver­schließt, wo man es zu öffnen meint.

So mußt du ganz verarmen vor dem Dinge, du darfst ihm nichts entgegensetzen, es ist kein schöner Zustand, sondern eine wahrhafte Not, du darfst dich in ihr nicht erkennen, du mußt es auch aufgeben, mit allen Kräften aus ihr zu streben, Dein Eifer hilft dir nicht und deine Klugheit nicht, und wenn du das einmal erfahren hast: den Tod jeder An­maßung, so gelinde sie dir auch in den Augen glänzen mag, dann bleibt dir eine bescheidene Liebe, in der dir manches zu schauen geschenkt wird, das du dankbar annimmst und zurückgibst.

In Bogen, Mauern und Gesimsen ist ein starkes Leben, aber es ist viel Widerspruch, wo das Neue auf das Alte trifft und sich neben ihm Raum schafft.

Zur Neuordnung des

In dem Erlaß des Reichserziehungsministers R u ft zur Neuordnuna des höheren Schulwesens, den wir in seinen wesentlichen Teilen bereits am Samstag veröffentlichten, wird über die Methode u es Unterrichts noch folgendes ausgeführt:

Die Stoff pläne stellen Mindestforde­rungen dar, die erfüllt werden müssen. Die an­gegebenen Gebiete sind gründlich zu behandeln. Es ist so tief einzudringen, wie die Jugend nach Alter und Vorbildung zu folgen vermag. Je nach Leistungsfähigkeit des Klassendurchschnitts kann der Lehrstoff sinngemäß erweitert werden. Unter­richtsgrundsatz ist ein maßvoller, gebundener Ar­beitsunterricht, bei dem der Lehrer das Ziel setzt und die Führung feft-in der Hand behält. Alles, was die Selb ft tätigtet! des Schülers fördert, ihn zu eigenem Denken und Urteilen führt, ist Ar­beitsunterricht, mithin das lebendige Lehrge­spräch und- der zur Mitarbeit anspornende Lehrervortrag ebenso wie die richtig vorbe­reitete und geleitete Gemeinschaftsarbeit mit Arbeitsteilung und -Vereinigung und die sinn­voll gestellte Hausaufgabe. Der Arbeitsunter­richt darf nicht zu verantwortungslosem Kritteln und Zerreden führen oder in überheblicher Recht­haberei und bloßem Meinungsstreit steckenbleiben.

So wichtig auch die Uebung des Gedächtnisses und die feste Einprägung der unentbehrlichen Wissensgrundlagen sind, so verbilden doch nur äußerliche Uebermittlung und sinnloses Einprägen von Lernstoff das sonst bei freier Selbsttätigkeit natürlich wachsende Gedächtnis. Durch leben­digen Wechsel der Arbeitsweise muß dafür gesorgt werden, daß der Jugend ihre ur­sprüngliche Frische und ihr natür» licher Bildungstrieb erhalten bleibt und sie weder durch übermäßigen Drill unselbständig gemacht und in Ablehnung gedrängt wird, noch bei schrankenloser Freiheit richtungslos schwankt und wertvolle Kräfte vergeudet. Die Lebensnähe unserer vorwärtsdrängenden Jugend verlangt straffe Unterrichtsführung und lebendiges Weiterschreiten des Unterrichts. Ein Sichoerlieren in stoffliche Nichtigkeiten und eine un­nötige Breite des Unterrichtsganges find Zeitver­geudung und lähmen bie Arbeitslust. Jede selb­ständige Denkleistung ist als solche zu würdigen. Wachsenlassen und Führen sind die sich ergänzenden Grundsätze aller planvollen Erziehung.

Die Bildungsarbeit der Schule ist nach Möglich­keit im Unterricht zu leisten. Doch kann auf eine planmäßige häusliche Arbeit des Schü­lers zur Ergänzung der Arbeit in der Schule keines­falls verzichtet werden. Die Hausaufgaben sollen so­wohl der Vorbereitung des Unterrichts als auch der Festigung seiner Ergebnisse dienen. Sie müssen da­

hackverbot festgestellt. Die Verantwortlichen erhielten in der Regel empfindliche Geldstrafen. In besonde­ren Fällen mußten auch Gefolgschaftsmitglieder durch Verwarnungen oder Geldstrafen auf das Un­gesetzliche ihrer Handlungsweise hingewiesen werden. Der verantwortungsbewußte Bäckereimeister wird selbst bei stärkstem Wettbewerb gegen daß Nacht- backverbot nicht verstoßen. Auch das Publikum kann zur Förderung des Gesundheitsschutzes von Tausenden von schaffenden Volksgenossen wesentlich beitragen, indem es keine ungesetzliche Lieferung von Backwaren vor 6.30 Uhr verlangt.

Iührecappelldes Landesgebiets Mein im Deutschen Michsknegerbund.

Der von dem Deutschen Reichskriegerbund (Kyff- häuserbund), Landesgebiet Rhein, nach Wiesbaden einberufene Führerappell war aus allen Teilen des Landesgebiets stark besucht. Der von dem Lan­desgebietsführer ^-Oberführer Börnhausen gegebene Querschnitt durch die Arbeitsgebiete der 2880 Kameradschaften mit ihren rund 185 000 Kriegsteilnehmern des Landesgebiets Rhein bezeugte, daß die Arbeit des Landesgebiets immer nur nach dem LeitwortSoldatentum und Nationalfazialis- mus" ausgerichtet fein wird. Mit besonderer An­erkennung gedachte der Landesgebietsführer der 4000 Kameraden, die während des Ruhreinmarsches von der feindlichen Besatzung bestraft und ausge- roiefen worden sind. Der Landesgebietsführer hat angeordnet, daß im Laufe dieses Monats dieser tapferen und aufrechten Männer in allen Orten des Landesgebiets Rhein durch Ehrungen gedacht wird. Mit großer Befriedigung würdigte er die vorbild­liche Zusammenarbeit zwischen dem Reichskrieger- bund und der Partei und ihren Gliederungen, sowie der Wehrmacht. Als eine der schönsten Aufgaben bezeichnete der Landesgebietsführer die Fürsorge

Das ist schmerzhaft zu spüren: wie hilflos jeder Wille in dem Stein das Seine gestaltete und sich nicht bequemen durfte, und wie diestr gewaltsame Augenblick gespenstische Dauer bekommt über viele hundert Jahre. Die Baukunst ist so reif um diese Zeit, daß sie einen heimlichen Glanz hat, bald wird die neue Zeit kommen, die nicht mehr so breit und königlich sein darf. Wie muß der Beschauer erschüttert sein, wenn er wahmimmt, mit welch blinder Zaghaftigkeit, mit welch furchtsamer Treue, das Alte nicht fahren zu lassen, in diesem Bau der Reichtum dieser Kunst sich zum Abschiednehmen ver­schenkt, wie das Strenge kostbar wird, das Karge schwer, weil es sich noch einmal ausgibt und alles Starke in sich zu einer Feier versammelt und hin- breitet: mit Dem leisen Ton, der uns Überreden will, mit der lange gereiften Fertigkeit, Die sich sel­ber erkennt und Die nicht mehr von Dem kleinen Mißklingen des Einzelnen gestört wird, mit Der fünften Eindringlichkeit, ihre Schönheit immer und immer wieder darzureichen.

Die Figuren der zweiten Bauhütte sind, ohne daß es dös Leben des Baues Dort verlangte, im Innern Der Kirche an Der Umfassung Des Chors aufgestellt. Man kann Denken, wie stark Das Ver­langen in Den neuen Künstlern gewesen sein muß, das sie antrieb, diese Figuren zu schaffen, Denen einen rechten Platz zu geben sie die Anlage aller Eingänge hätten verändern müssen, und für Die ihnen der Bau, als er sich schließlich in Der alten Gestalt, in Der er von Der früheren Bauhütte auf­geführt roorDen war, behauptete, nur Den zufälligen Platz ließ, an Dem sie jetzt stehen. Er war so reich in seiner Ordnung, daß sie auch dies noch erlaubte.

Der Beschauer aber hat von diesem Miteinander­sein einen starken Eindruck. Er sieht die disputie­renden Männer des älteren Meisters, die zu zweit in Den Feldern der Chorwand stehen und reden, und er wird Darüber sich erheben sehen die Figu­ren Der neuen Bauhütte: Die heilige Maria, Die heilige Elisabeth lind Den Engel, abgestuft und nach verschiedenen Richtungen gekehrt und außerhalb

höheren Schulwesens.

her aus Dem Unterricht unmittelbar herauswachsen, sind auf das notwendige Maß zu beschränken und stets gewissenhaft nachzuprüfen.

Die schriftlichen Arbeiten (Klassen- und Hausarbeiten) sind für die Erziehung zu innerer Sammlung und für die Selbstprüfung von Lehrern und Schülern unentbehrlich. Sie müssen aus dem Unterricht hervorgehen, so daß in der Regel eine besondere häusliche Vorbereitung für sie nicht nötig ist: kurze schriftliche Uebungen werden wesentlich dazu beitragen, Den Erfolg zu sichern. Schriftliche Arbeiten, Die nur als Grundlage für b i e Zeugniserteilung oder die Ver- setzung Dienen sollen, sind unter jagt, wie über­haupt Die schriftlichen Arbeiten nicht zum Haupt­maßstab für das Gesamturteil gemacht werden dürfen.

Zu den vorgeschriebenen schriftlichen Arbeiten ge­hören auch die F a ch a r b e i t e n. Sie sind minde­stens einmal im Jahr als ein- bis zweistündige Klassenarbeiten von der 5. Klasse an in Den wissen­schaftlichen Fachgebieten anzufertigen, für die regel­mäßige schriftliche Arbeiten nicht vorgesehen sind. Sie sind weder Wiederhokungs- noch Prüfungs­arbeiten, sondern sie sollen dem Schüler Gelegen­heit geben, eine Aufgabe in zusammenfasfender, selbständiger Darstellung zu lösen. Neben der fach­lichen Richtigkeit ist auf klaren Aufbau und gute Sprachform Gewicht zu legen. Bei be­sonderer Veranlagung und Neigung können Schüler der Oberklassen eine größere häusliche Fach­arbeit vorlegen. Diese Arbeiten sind nur dann bei der Gesamtbewertung zu berücksichtigen, wenn sie mindestens befriedigen.

Die Beurteilung der Leistungen stützt sich auf den Grad und Erfolg der Mitarbeit am Unter­richt. Dieser soll an die Jugend die Anforderungen stellen, wie sie durch die Lehrpläne festgelegt sind. Ueberanforberungen in einzelnen Fächern ober im ganzen finb jeboch z u meiden, da sie die Gesundheit der Schüler schädigen und häufig nur zum Gebrauch unerwünschter und unzweckmäßiger Hilfsmittel führen. Unehrlichkeit jeder Art ist vorzubeugen, damit Aufrichtigkeit zwischen Der Jugend und ihren Erziehern und der Grundsatz ehrlicher Leistung auch für die Schule selbstverständ­lich werden. Der echte Kameradschaftsgeist der Jugend kann hier der wirkungsvollste Helfer fein, wenn Lehrer und Schüler in Gefolgschaft und rich­tig verstandener Kameradschaft verbunden finb. Im gesamten Unterricht muß klares Deutsch in Wort unb Schritt ftänbig gepflegt werben. Ord­nung und Sauberkeit in allem sowie gute Schrift sind als Ausdruck der Haltung zu werten und daher unerbittlich zu fordern.

für die alten und bedürftigen Kame­raden. So finb auch im vergangenen Jahr roieber beträchtliche Beträge im Landesgebiet insbesondre an bie durch Unwetter heimgesuchten Kamerad­schaften verteilt worden.

Stellverttetender Gauleiter Linder überbrachte die Grüße des Gauleiters und unterstrich die Tat­sache, daß heute die alten Frontsoldaten und die Angehörigen der Parteigliederungen das gleiche Ziel vereine, Soldaten Wolf Hitlers zu fein. Im Namen der Wehrmacht grüßte General Löhr­mann die alten Kameraden. Der Führer des ff» Abschnittes Rhein, ^-Gruppenführer Hilde- branbt, bekundete feine große Freude über das enge Zusammenwirken Des Reichskriegerbundes unb der ff zum Nutzen des Daterlanbes unb gab die Zusicherung, die reichen Schulungseinrichtungen der ff Den Kameradschaften des Reichskriegerbundes zur Verfügung zu stellen. Ein anregender Kamerab- schaftsabenb war ein schöner Abschluß Des Führer­appells.

Beförderungen im Heer.

Berlin, 12. Febr. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat mit Wirkung vom 1. Februar 1938 im Heer befördert: Zum General der Kaval­lerie Generalleutnant G o ß l e r , Inspekteur der Kavallerie; zu Generalen der Infanterie die Gene­ralleutnant: von Wietersheim, Komman­dierender 'General des Korpskommandos XIV; Schroth, Kommandierender General des XII.AK.; von Schwedler, Kommandierender General des IV. AK.: Ritter von Schobert, Kommandierender General des VII. AK.; Busch, Kommandierender General des VIII. AK.; zum Ge­neral der Artillerie Generalleutnant Halder, Oberquartiermeister I im Generalstabe des Heeres; zum General der Pioniere Generalleutnant K u n tz e, Kommandeur des Kommandostabes Kai­serslautern; zum Generalleutnant Generalmajor

jedes Zusammenhanges, der ihnen, wenn sie in ihm stünden, zu Hilfe käme, er wird bas Leben ber streitenden Männer sehen, bas sich in beutlichen Gebärben vollzieht, bas bäuerlich sicher unb be­schränkt Verbindung mit ben fernsten Dingen hat unb sie in diese. Sicherheit zieht, der es nichts aus­macht, wenn zwischen zwei Männern wütende Feindschaft entsteht und sie sich voneinander ab- kehren. Er wird in diesem Dasein freudig die Welt wiederkennen, bie außen einen maßvollen unb ir- bischen Bau schuf, aber er wirb sogleich erschrecken über ben Ausdruck, mit bem sich bie späteren Sta­tuen barüber erheben: sie haben einen neuen Leib, unb weil er bas Leibhafte tiefer erfaßt, ist auch alle Not in ihm, unb sie haben eine neue Frömmig­keit, bie zu biefer Not in geheimem Wiberspiel unb Gleichgewicht steht, unb bie nicht mehr bie mitleib» lose irdische Frömmigkeit des Romanischen ist, m ber eine große Welt Platz hat, sie stellt einen Anruf Gottes bar, wie er bis bahin noch nicht ver­nommen worben war, unb bas macht einen schau- bern: benn, mit wieviel abweisenber Hoheit wer­ben biefe Menschen bas Ihre bewahren müssen, und auf einem wie schmalen Wege werben sie es in bas Ewige retten, welche Gefährdung werben sie ertra­gen müssen unb welchen Abgründen ber Vollkom­menheit ausgesetzt sein. Sie reben nicht mehr, benn sie finb in ihrem Glauben für sich; bas Alte, wenn wir es ansehen, ist machtlos davor, unb wir müssen es, halb uns noch bazu neigenb, zurück- lassen wie ben Hof einer verlorenen Kinbheit, in welcher Gott uns in vielen Gestalten nahe war.

Dom Zubiläumskarneval in Mainz.

Präsident Reinhard eröffnete im Kurfürst­lichen Schloß zu Mainz die Hauptversammlung des Bundes Deutscher Karneval e. D., bei besten erster Reichstagung das hundertjährige Jubi­läum des Mainzer Carneval-Dereins bestimmend für die Wahl des Tagungsortes gewesen sei. Mi­nisterialrat Dr. Gut irrer sprach über Herkunft

Guderian, Kommandierender General des Kom­mandos ber Panzertruppen; zum Generalmajor Oberst Graf von Sponeck, bes Generalftabes, zur Verfügung bes Oberbefehlshabers bes Heres.

Der Michsberufswettkampf hat begonnen.

Berlin, 13. Febr. (DNB.) DerBerufswett- kainpf aller schaffenben Deutschen 1938" hat am Sonntag im ganzen Reichsgebiet seinen Auftakt ge­nommen. Als erste traten am Sonntag bie 76 000 Teilnehmer der Gruppe Banken unb Ver­sicherungen zum Wettkampf an, davon 16 200 in Berlin. Für bie Mehrzahl ber weiblichen Teil­nehmer, ist ber kommenbe Sonntag an bem im übrigen alle Beteiligten noch bie sportliche Leistungs­prüfung abzulegen haben ber Tag ber Ent- scheibung. Bei einem Appell im Lichthof ber Tech­nischen Hochschule brachte ber Leiter bes Berufs­wettkampfes Obergebietsführer A x m a n n zum Ausbruck, baß von nun an j c b e 'm schaffenden Menschen in Deutschland die Möglichkeit gegeben sei, sich durch bie eigene Leistung zu bem Platz ernpor- Äuarbeiten, ber ihm nach seinen Fähigkeiten und Anlagen gebühre. Fachamtsleiter Lencer betonte, auch in ber Leitung ber Betriebe müßten Männer tätig sein, bie nicht nur einen Namen hätten, sondern burch Können, Leistung und Vor- bilb bewiesen, daß sie sich diesen Namen redlich er­warben.

Oie Neugestaltung Berlins.

Berlin, 12. Febr. (DNB.) Der Genevalbau- infpektor für die Reichshauptstadt hat neue Anord- nungen zur Neugestaltung Berlins erlassen, in denen weitereBereiche" festgestellt werden. In der Nähe Des Rathauses wird mit Dem Ostdurchbruch, Der Die Verlängerung der Straße Unter Den Linden nach dem Osten bildet, begonnen. Dort wird ein Neubau für Die Industrie- und Han­delskammer errichtet. Durch zwei weitere Anord­nungen hat der Generalbauinspektor die ersten Be­reiche zur Durchführung des Wohnungsbau­programms im Charlottenburger Nord- und Schöneberger Südgelände erweitert.

Begnadigungen aus Anlaß des litauischen stnabbängigkeitstages.

K o w n o , 12. Febr. (DNB.) Der litauische Staats­präsident hat aus Anlaß des bevorstehenden 20jähri- gen Jubiläums der litauischen Unabhängigkeit am 16. Februar zahlreiche Begnadigungen von Straf­gefangenen und andere Straferlässe und Strafmilde­rungen angeordnet. Darunter befinden sich auch die in bem großen Memellänber-Pro- Zeß 1935 Verurteilten Dr. Neumann, Bertuleit, Rabemacher, Brockopf unb Baron von ber Ropp. Nicht berücksichtigt wurden bie in biefem Drozeß zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilten sechs Memellänber Prieß, Boll, Lepa, Wannagat, Johann unb Ernst Wallat. Unter ben Segnabigten befinbet sich auch ferner der frühere litauische Mi­nisterpräsident Prof. W o l d e m a r a s , der in Zu­sammenhang mit Dem Militärputsch vom Jahre 1934 zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Auch er wurde bedingungslos aus bem Gefängnis entlassen. Kleine politische Nachrichten.

Der Reichsminister ber Finanzen, Graf Schwe­rin v. Krosigk begab sich in Begleitung von Oberregierungsrat Dr. Scholl nach Finnland. Auf Einladung der Finnisch-Deutschen Gesellschaft wirb er in Helsinki einen Vortrag überDeutsche Finanz- unb Wirtschaftsprobleme" halten.

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Drei Leitern litauischer Büchereien unb Lesehallen in Wilna konnte nachgewiesen werben,^ baß sie für bie Lostr ennung Wilnas aus bem polnischen Staatsverband eingetreten waren, sie sol­len bie Bevölkerung aufgeforbert haben, bie An- glieberung ber Wojewobschaften Nowogrobek, Wilna und Bialystock an Litauen vorzubereiten. Sie wür­ben zu Zuchthaus bis zu fünf Jahren verurteilt.

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Die lange Kette bes s o w j e t r u f f i s ch e n D i - p 1 o m a t e n - M o r d e n s ist um ein weiteres Glied vermehrt worben. Wie bas polnische Militärblatt Polska Zbrojna" melbet, ist ber frühere Kow - noer S o w j e t g e s a n b t e Pokvolski in Mos- kau erschossen worben, ehe noch Pobolskis Ab­berufung von bem Posten in Litauen offiziell be­kanntgegeben wurde.

Der nationalfpanische Heeresbericht vom Sonntag besagt: Unsere Truppen besetzten im Abschnitt La Serena ber Estremadura-Front alle feindlichen Stellungen im Argäyongebirge sowie das Schloß Argayon und den Gebirgspaß Duruella.

unb Erscheinungsformen bes Karnevals. Damit das alte Brauchtum nicht erlösche, müsse auch Das junge Volk die Lust am närrischen Treiben roieberfinben unb Verständnis für es empfinden. Das Problem der Existenz des Bundes Deutscher Karneval sei bas Problem ber Existenz bes beutschen Karnevals über­haupt. Um die großen Aufgaben, bie der Führer unserem Volke gewiesen hat, erfüllen zu können, brauche das Volk Freude. Sie zu erhalten und zu geben, sei Aufgabe auch des Bundes Deutscher Kar­neval. Präsident Bender vom Mainzer Carne- val-Verein versicherte dem Bund Deutscher Karne­val bie treue Gefolgschaft bes MCV.

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Die Jubiläumssitzung bes Mainzer Car- neval-Vereins zeugte davon, wieviel Wertschätzung ber Jubilar sich in allen karnevalistischen Kreisen Deutschlanbs erfreut. Sie begann mit bem von Ernst Bockius gesprochenen Prolog unb bem prächtigen Einzug bes närrischen Hofstaates. Präsi­dent B e n b e r s Begrüßung fanb freubiges Echo. Seppel Glückerts Protokoll zeigte den Meister bes feingeschliffenen Vortrags. Oberbürgermeister Dr. Barth betonte, baß bie 100jährige Geschichte bes MCV. ewig in ber Geschichte ber Stabt ver­zeichnet sein werbe.

Der Jubiläums - Rosenmontagszug des Mainzer Karnevals wird einen Querschnitt durch hundert Jahre Mainzer Fastnachtshumor bringen. Die Ausdehnung des Zuges und die große Menge ber zu erwartenden Zuschauer machten eine Ver­längerung bes Zugweges erforberlich, ber elf bis zwölf Kilometer lang fein wirb.

Hochschuluachnchteu.

Dem nb. ao. Professor Dr. Hans-Friebrich Rosen- f e 1 b wurde unter Ernennung zum Ordinarius unb zum Direktor des Germanistischen Seminars Der Lehrstuhl für deutsche Philologie an ber Universität Greifswald übertragen.