Ausgabe 
13.10.1938
 
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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Nr. 240 Zweites Blatt

Donnerstag, 13. Oktober 1958

r. k.

dich'

,Jch liebe

.Der Spieler'

Agnes Straub im Stadttheater Giehen.

Tilman ^iemenfchnei-er

Es

lochten Operette am Sonntag. Jutta, vorerst noch Fläulein Jutta, verliebt sich in einen jungen Mann

lnmt chm sein letztes Geld weg. Im ersten Augen- ct glaubt man sich in einem Kriminalstück zu be-

Menschenkenntnis und

Das schwindelhafte

Hans Thyriot.

Gloria-Palast, Seltersweg: ichtspielhaus, Bahnhofstraße

ien en

Abenteuer bereiteten

gefiel den Be- dem Stück eine

im Herbst betrachtet.

Don Dr. Johannes Günther.

war im Herbst da stand ich vor Tilman

Gießener Gtadttheater.

A. Möller und H. Lorenz: Eine Frau wie Jutta".

In der Rolle der Jutta Holl stellte sich die neue jugendliche Salondame Anneliese S ch l o e d e r vor: ein apartes Persönchen, dunkel und schlank; sie nahm die Rolle, wie sie ist, auf halbem Wege zwi­schen Naivität und Koketterie, mit einem munter plätscherndem Dialog, hinter dem man die leisest Gefühlstöne, die der Figur immerhin mitgegeben sind, bei scharfem Hinhören vernehmen konnte.

Herr Weiland, der sich neuerdings auf Aben­teuer dieser Art zu spezialisieren scheint, wurde, wie mit dem jungen Charlie Parker aus USA., auch mit Rolf Gronau fertig, der am Ende eine Frau wie Jutta heiratet. Die Uebergänge vom Kavaliers­ton des routinierten Spielers in die Tempera­mentsausbrüche eines heftig Verliebten gelangen ihm hier ohne besondere Schwierigkeiten.

Riemenschneiders holzgeschnitztem Marien- Altar vom Jahre 1496 im Herrgottskirchlein bei Creglingen ob der Tauber. Ich war ganz hingege­ben dieser lieblichen Gottesmutter, die gen Himmel fährt; ich war brüderlich-verständnisvoll den Apo­steln zugesellt, die vor der Entschwebenden anbeten. Die Tür stand offen, und jener Duft drang ein, der uns nach Sommers Ende so bezaubert, der Geruch des Verwesens und Keimens, des Absterbens und Wiederwerdens, der in den Landen um den Main noch ein Besonderes hat: den Hauch des süßen Mostes. Jener Duft, rauh und schön, kam durch die offene Tür und schuf mit am Genuß des Bild­werks, steigerte das Leben im Abschied, die Erhaben­heit im Zarten, die Männlichkeit in der Andacht.

Ich schloß mich den herbstfrohen Gesellen an. Ich suchte mit ihnen den dionysischen Riemenschneider.

ncinens Rolf; um zum Ziele zu gelangen, wählt sie in Verfahren, das ungewöhnlich genannt werden darf und vermutlich nur in Lustspielen vorkommt: fhtaus.Versehen" in sein Hotelzimmer und

ien der Minen, das Pfeifen der Gewehrkugeln und tie blitzenden, zuckenden Horizonte der unruhig' stächte, voll von Leuchtkugeln und den weiß.

Fingern der Scheinwerfer.

Dieses Pferd hatte aber auch nach dem Krieg roch gut bestanden. Es hatte viele Preise gewonnen. Üm Turnierreiten und in der Dressur war es blen- tend gegangen. Nun waren die braven Soldaten liefet Batterie seine Betreuer.

Na, geh!" Und brav wendet sich, nachdem wir

Bald darauf ging ich durch den Würzburger Dom. Eben war ich am Standbild des Bischofs von Sche­renberg vorüber da vernahm ich einen Tumult unter den Besuchern soweit ein Tumult im Got­teshaus möglich ist: ein Bewegtfein, ein Murmeln. Was war geschehen? Ich blickte mich um: zwei Studenten, die ich nachts zuvor imLämmle" zechen sah, hatten sich einen Scherz erlaubt oder nein: es war kein Scherz! Einer saß auf den Schul­tern des andern: so hatten sie dem Bischof gegen­über Posto gefaßt. Einige entrüsteten sich. Einer aber, es war ein Geistlicher, entschuldigte sie und sagte:Er will ihm ja nur in die wundervollen Augen gucken aber es gelingt ihm dennoch nit."

Von Abbildungen her kennen wir dieses Stein­bildwerk Riemenschneiders und vertiefen uns gern in das altersweise Gesicht und suchen mit Scheren­bergs Augen die Ewigkeit. Stehen wir vor dem Original, dann bedauern wir, daß es so hoch an­gebracht ist; wir reichen nicht hinan, haben den Wunsch uns zu erhöhen wie jene Studenten, und doch treffen können wir die Augen nicht, ihre Pfade gehen an uns vorbei und weit über uns hinaus. Wann find Augen je so gebildet worden!

Herr Volck führte Regie- er gab den drei Akten das angemessene Tempo, den leichten Konversa­tionston und handfeste Pointen. (Das Harmonika- Terzett zur Siegesfeier wird sicher beim nächsten Mal etwas natürlicher klingen.) Herr Lpffler hatte die Dekorationen entworfen, von denen uns die des ersten und zweiten Aktes am besten ge­fielen.

regen. Wohl jedermann freut sich, wenn die Gärt­ner in den Anlagen damit beschäftigt sind, ein ab­geblühtes Beet wieder neu zu bepflanzen und es in neuer Pracht erstehen lassen. Demgegenüber muß leider bemerkt werden, daß der Blumenschmuck der Fenster, insbesondere an den Häusern unserer Hauptgeschäftsstraßen, nach wie vor zu wünschen übrig läßt, obwohl gerade hier eine Notwendigkeit Vorlage, die Hausfronten durch den Blumenschmuck lebendiger und freundlicher zu gestalten. Der Ver- kchrsverein wird auch in Zukunft nicht müde wer­den, die Bitte auszusprechen, daß auch unsere Hauptgeschäftsstraßen mehr und mehr ein freund­licheres Aussehen erhalten.

Am gestrigen Mittwochnachmittag veranstaltete der Fremdenverkehrsverein die Preisverteilung für die Wettbewerbsteilnehmer. Pünktlich fanden sich die Frauen, denen ja in erster Linie die Pflege der Blumen in die Hand gegeben ist, im Stadthaus Gartenstraße ein, um ihre verdiente Anerkennung in Empfang zu nehmen. Im Sitzungssaale waren auf vier Tischreihen die Preise dekorativ aufgestellt. Der Saal bot ein nicht alltägliches Bild, lieber 60 Blumenstöcke zierten den Raum, der damit von einer großartigen Farbenpracht erfüllt war; auch schöne Blattpflanzen fehlten nicht. So sah man grazile Palmen, die zierliche Araukarie (Zimmer­tanne), den saftigen Gummibaum in mehreren Exemplaren, ein feines Myrtenhochstämmchen, ferner feingliederige Farne, Begonien, Chrysan­themen, die lebhaft farbigen Alpenveilchen, blühende Erika, Primeln, Aralien, Zierspargel usw. Auch zierliche Vasen und Kristallschalen wurden als Preise vergeben. Kurzum, der Verkehrsverein hatte keine Unkosten gescheut, um die Teilnehmer am Blumenschmuck-Wettbewerb würdig auszuzeichnen. Dankbar erwähnt zu werden verdient die Tatsache, daß die Gießener Gärtner dem Verkehrsverein beim Ankauf der Blumenstöcke und der Pflanzen in der Preisgestaltung entgegenkamen und damit der Sache dienten. -

Hocherfreut nahmen die Frauen die Preise in Empfang und begaben sich mit berechtigtem Stolz damit nach Hause. Der Verkehrsverein hat sich mit diesem Wettbewerb erneut ein Verdienst um die

Vornotizen.

Tageskalender für Donnerstag.

Erfolgreicher

Gießener Blumenschmuck-Wettbewerb

als einen scharmanten weißhaarigen Papa voller unaufdringlicher Ironie.

suchern ungemein; sie überaus freundliche Aufnahme.

20000 Mark gegen 14900 Mark!

Glänzendes Spende-Ergebnis am ersten Eintopfsonntag im Kreise Wetterau.

Hochschulnachrichten.

Professor Dr. Georg O b st, ehemaliger Ordi­narius für Betriebswirtschaftslehre an der Univer­sität Breslau, der kürzlich in den Ruhestand trat, ist dieser Tage gestorben.

Geh. Baurat Professor Dr. Friedrich G e r l a ch , ehemaliger Ordinarius für Städtebau an der Tech­nischen Hochschule Danzig, ist in Koblenz im 83.Lebensjahr gestorben.

Seit Jahren führt der Fremdenoerkehrsverein Gießen mit stetig wachsendem Erfolg zur Ver­schönerung unseres Stadtbildes alljährlich einen Blumenschmuck-Wettbewerb durch, der eine gute Anregung ist, Häuser und Vorgärten immer reich­licher mit Blumenschmuck auszustatten. Auch in diesem Jahre wurde dieser Wettbewerb wieder ver­anstaltet. Jedermann war die Beteiligung möglich, d. h. es bedürfte lediglich der Anmeldung durch eine Postkarte.

In den letzten Wochen unternahm das Preis­richterkollegium, das aus Universitäts-Garten­inspektor i. R. Rehnelt, Gartenbauarchitekt Eberhard Schwarz und Obergärtner E r n st be­stand, seine Rundgänge und bewertete die zum Blumenschmuck-Wettbewerb angemeldeten Fenster, Balkone, Vorgärten usw. Das Ergebnis des Wett­bewerbs fand feinen Niederschlag in der erfreu­lichen Tatsache, daß in diesem Jahre eine größere Zahl von ersten Preisen vergeben werden konnte als in den Jahren vorher. Damit wurde der Be­weis erbracht, daß der Blumenschmuck eine immer lebhaftere Förderung erfährt. Die Preisrichter konnten 33 erste Preise, 29 zweite Preise und 7 dritte Preise vergeben. In diesem Jahre mußten die Preisrichter bei ihrer Bewertungsarbeit berück­sichtigen, daß das anhaltend schlechte Wetter, ins- besondere während der Sommermonate, viele Blumen und Pflanzen an der vollen Entwicklung hinderte.

Mit besonderer Freude wurde auch in diesem Jahre festgestellt, daß sich die Vorgärten vieler Häuser einer immer liebevolleren Pflege erfreuen und damit sehr zur Hebung des Straßenbildes bei­tragen. In diesem Zusammenhang verdient er­wähnt zu werden, daß die Vorgärten im Ost­markenviertel in oft paradiesischem Blumenflor ge­halten sind, so daß man sagen darf, daß das Ost­markenviertel mehr und mehr den Charakter einer Gartenstadt erhält. Ferner muß lobend anerkannt werden, daß dank der Initiative von Stadtgärtner Lange die Grünanlagen unserer Stadt immer wieder im besten Sinne durch ihre Ausgestaltung mit Blumenbeeten und durch den jahreszeitlichen Wechsel an Blumen allgemeine Aufmerksamkeit er»

Aufbauwerk schuldig sind. Insbesondere ist aber die­ses größere Opfer auch ein Ausdruck der Freude über die neuen, großen und weltgeschichtlichen Er­folge unserer Staatsführung im Verlaufe dieses Frühjahrs und dieses Sommers.

Mit dieser größeren Opferbereitschaft wollen wir alle dazu beitragen, daß in T)en vom Führer in das Reich heimgeführten deutschen Gebieten, in der Ostmark und besonders im Suüetenland, Not und Elend unserer Volksgenossen mit größter Tatkraft gelindert und in möglichst naher Zeit ebenso weit­gehend beseitigt werden, wie es dank der national­sozialistischen Staatsführung im Altrsich geschehen ist.

Eine weitere Etappe auf diesem Dege eröff­net sich allen Volksgenossen am kommenden Samstag und Sonntag in der e r st e n Be­triebs- und Strahensammtung des diesjährigen WHD., die von der Deutschen Ar­beitsfront durchgeführt wird.

Mögen auch dabei alle Herzen willig und alle Hände offen zu noch größerer Spende als im Vor­jahre fein! Mögen alle Volksgenossen in Stadt und Land unseres Kreises Wetterau das Ergebnis vorn vorigen Sonntag als nachahmenswertes Beispiel an­sehen!

In unterem Bericht über den Auftakt des WHW. im Kreise Wetterau (Gießener Anzeiger Nr. 238 vom Dienstag, 11. Oktober) konnten wir bereits mitteilen, daß die Spende vom ersten Eintopfsonn­tag des diesjährigen WHW. im Kreise Wetterau das Ergebnis der gleichen Spende vom Vorjahre um einige tausend Mark übertreffen werde. Nun­mehr liegt das endgültige Ergebnis dieser Spende im Kreise Wetterau bei der Kreisamtsleitung der NSV. vor. Es lautet:

Am ersten Eintopfsonnlag des WHW. 1938/39 wurden im kreise Wetterau insgesamt rund 20 000 INark gegen 14 900 Dark der gleichen Spende im Vorjahre für das WHW. geopfert. In der Stadt Giehen belief sich diese Spende diesmal auf 4745,18 Dark gegen 3732,45 Dark im Vorjahre. Dithin hat der kreis Wetterau am ersten Eintopfsonntag 5100 Dark mehr, die Stadt Giehen rund 1000 Dark mehr als im Vorjahr aufgebracht.

Das ist ein Ergebnis, auf das alle Spender mit Recht stolz sein können! In dieser erhöhten Opfer- sreudigkeit für das große Werk der Winterhilfe kommt in eindrucksvoller Weise der herzliche Dank zum Ausdruck, den wir alle dem Führer für fein

Dersüßeste Schwindel der Welt", von dem eben ttft die Rede war, läßt sich, wie man sieht, auch oine Musik bewerkstelligen. Was die Geschwister Völler und Lorenz sich hier ausgedacht Haden, llngt stellenweise wie eine Umkehrung der verein-

s genügend getätschelt haben, das Pferd und stellt ich still vor feine Krippe. r.k.

Aus der Stadt Gießen.

Besuch bei einem Pferd.

I Jch ging durch die Stallgasse, der Unteroffizier leben mir her. Es war alles so blank wie im schon­ten Gestüt. Die Pferde hatten wie dort ihre Namen, mr die Stammbäume fehlten, die waren sorglich ingehefte^. Aber auf die Stammbäume dieser Tiere nam es ja diesmal auch weniger an. Ich suchte kein junges Vollblutpferd. Ich wollte em altes Pferd besuchen.

Da standen wir vor einer Box.Na, komm schon, Vermain!", sagte der Unteroffizier. Der Dunkel- t>raune hob den Kopf und schnaubte ein wenig. Dann ließ er sich ruhig herausführen. Er hatte (inen feinen langen Schweif und war wohlgepflegt, ^ur die Kruppe senkte sich schon. Das Tier hatte -reißig Jahre auf dem Rücken. Eine Menge Zeug ür ein PferÄ. In Menschenjahren übersetzt, gut achtzig Lebensjahre.

Nein, er braucht natürlich keinen Dienst mehr :u" tun!", jagte mir der Begleiter.Er hat sein Snabenbrot verdient. Wir sind seine Paten. Wir, He xte Batterie." Es war ein Kriegspferd, wie es ikwa zweitausend in Deutschland gibt. Sie bekom­men überall bei anständigen Menschen ihr Gnaden- irot. Sie sollen nicht das Elend erleben, das einst ien ausgedienten Kriegspferden wurde.

Das Pferd hier, Germain, hatte feine SchuDigkeit fletan. Es war drei Jahre im Feld gewesen. Es iannte die Einschläge der Granaten, das Hochfprin-

Die Intendanz des Stadttheaters Gießen hat die kannte Schauspielerin Agnes Straub für ein inmaliges Gastspiel am Montag, 17. Oktober, ver­nichtet. Agnes (Straub gastiert inGespenster", 1 rama in drei Akten von H. Ibsen. Spielleitung: $gnes Straub. Bühnenbild: Karl Löffler. Es xirken mit: Grete Bibi, Agnes Sttaub, Herbert Flatt, Hans-^wachim Schoeller, Werner Siegert. Eie Vorstellung findet außer Miete statt.

^anga-parbat, das Ziel der deutschen Forschung."

Am kommenden Montag spricht in der Neuen Tula, so schreibt man uns, auf Einladung des (urethe-Bundes, des Kaufmännischen Vereins und t r Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Univer- siätsprofessor Dr. Carl Troll überNanga- ^urbat-Himalaja, das Ziel der deutschen Forschung". @7ft vor wenigen Wochen ist die 7. Nanga-Parbat- (kpebition nach langem Ringen, das außerordent- lif) wertvolle Forschungsergebnisse erbrachte, wohl- br halten in die Heimat zurückgekehrt. Zweck und ftel dieser opfervollen Forschungsarbeit wird Pros. Tr. Troll, einer der beiden überlebenden Wissen- söastler der Expedition 1937, in einem spannenden bricht, ergänzt durch wertvolle Lichtbilder, dar- kgen.

Helft!

Kleidung, Wäschestücke und Lebensrnittel, alles t.uötigen die Einwohner des Sudetenlandes. Spen- dlt darum auf das Konto der Gauamtsleitung!

'Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 23 000. (Biro» fmto 6800 Bank der Deutschen Arbeit Frankfurt o-i Main; Girokonto 7300 Städtische Sparkasse larmftabt.

sidden; aber das gibt sich.

Sie nimmt es ihm nämlich nur weg, um ihn htoor zu bewahren, daß er auch noch das letzte iißchen im Spielsaal von Baden-Baden verliert. £onn läßt sie sich getrost von Rolf erwischen und Äes mit sich geschehen, was der zur mora» Üslhen Wiederaufrichtung des gefallenen Mädchens inb zum gemeinschaftlichen Beginn eines neuen besseren Lebens ausgeheckt hat. Sie gefällt ihm ^ulich trotzdem; sie ist die Stieftochter eines wohl- terten Industriellen, tut aber nicht dergleichen uni) geht sogar auf seinen Wunsch, mit bescheide­nen Taschengeld, bei ihren eigenen Eltern als Hausmädchen in Stellung. Was es alles gibt.

lebrigens hat sie erfreulich oft AuHana, und der gerettete Spieler Rolf und dessen Freund Kompagnon eine aufstrebende Baufirma be» Reiben, ergibt sich für den unerkannten ©tief» und ästigen Schwiegervater, dank den mittlerweile gebahnten freundschaftlichen Beziehungen, bald Wegezeit, den Architekten mit einem hübschen ?eirieb5fapital unter die Arme zu greifen. Weil der Herr Rolf offenbar mit Blindheit geschlagen kommt er programmäßig erst im dritten Akt !<r den Trichter; als er erfährt, was alle auf und 101 der Bühne seit langem wissen, erbost er sich WH kurz, muß sich aber alsbald geschlagen pibn, obwohl er sich vorgenommen hatte,um hitier inneren Freiheit willen", nur ein armes Machen zu heiraten, nimmt er Jutta und hofft so- fltr, über das viele Geld seines Schwiegervaters ^UüegjulDmmen". Wir hoffen es alle mit ihm.

Die übrigen Figuren in diesem Stück sind durch ein gewisses Lustspielschema von vornherein einiger­maßen festgelegt: Herr Schorn als bieder-bürger- lich-ängstlicher Kompagnon; FrauS ti r l als frank- furterische Haushälterin; Herr Volck als diskret verständnisvoller Hoteldirektor. Den alten Lu­cius, Juttas Stiefvater, spielte Herr v. Gschmeid- ler auf eine gewinnend unkonventionelle Weise

Er ist wenig bekannt. Wir finden chn in den ge­sunden, mit irdischer Schönheit unbewußt prunken­den Madonnen in Würzburg: im Dom, im Neu­münster, im Universitätsmuseum und in der Rie- menschneider-Halle. Ihre Jesusknaben sind nicht weihevoll hingesetzt, sondern strampeln und spielen nach Herzenslust. Wir denken auch an Gestalten weiblicher Heiliger im bayrischen Nationalmuseum und in der Berliner Sammlung Rosin eine Ma­donna der Verkündigung vermutet man in der einen, Katharina in der anderen, sie sind breit, stolz, fast üppig. Etwas Dyonisisches hat Riemen- schneidersGottvater" im Münnerstädter Gnaden­stuhl. Diele mögen diesen Gott nicht; es sind allzu eilige und konventionelle, befangene Betrachter. Meine Begleiter, die Studenten, wurden von Augenblick zu Augenblick immer froher, immer verständnis- gewisser: dieses Gottvater-Gesicht, meinten sie, hat das unheimlich Drohende, die mimische Pracht, das unfaßbare All-Leben kultischer Masken b erb fi- bunt, häßlich und schön, starr und doch reif zur Entzauberung, roh und gütig!

Der Christus in seinen Armen ist allerdings das befiagensmerte Bild des Todes. O ja: auch das Wehe des Herbstes, den Schmerz des Endens hat Riemenschneider gekannt, und darzustellen gewußt! Die Arme, die Hände sind wie welke Blätter hinab- gesunken und erstarrt, sind die gleichen traurigen wie auf Riemenschneiders Maidbronner Bewei­nung. Aber doch trauen wir dieser herbstlichen Er­scheinungsform des Daseins einen Wandel in neuem Frühling zu: die Trauernden auf diesem Maidbronner Bildwerk zerbrechen nicht in Schmerz, sie sind still, sie warten. Ihre Melancholie ist ge­faßt, sie stützen den sinkenden Leichnam, sie glauben.

*

Wir kamen nach Würzburg zurück. Wir ffanbert in der Riemenschneider-Halle des Luitpold-Museums vor den Standbildern Adams und Evas. Die Herbstsonne, die sparsam ist und doch beglückend, die sich weise hütet vor der Verschwendung, drang durch das hohe breite Fenster und Hub das Dop­pelwerk für wenige Minuten in zitterndes Licht. Was der Mensch ahnend begreifen mag unter Wor­ten wie schuldlose Sünde, Erwachen zur Nacktheit, Reife im Kindsein, das deutet sich schnell in diesem Herbstleuchten an.

Als wir den Saal verließen, dunkelte es im okto­berbunten Laub um die Kreuzgang-Reste desLu- sam-Gärtleins",

Verschönerung unseres Stadtbildes erworben. Hof» «werden feine Bemühungen in den kommen- ihren dadurch belohnt, daß die Beteiligung am Blumenschmuck-Wettbewerb immer noch zahl­reicher wird.

Oie Preisträger.

Erste Preise erhielten: I. Althaus, Kaiser­allee 91; Paul Baatz, Wilhelmstraße 47; Minna Balser, Kaiserallee 45, p. u. II; Wilhelm Balser, Erdkauterweg 45; Baugenossenschaft 1894, Jahn- straße 53; Bierau-Müller, Hindenburgwall 7 I; Phil. Brehm, Am Nahrungsberg 10 I; Minni Decker, Kaiserallee 40; Willy Diehl, Posener Straße 3; Dr. Fischer, Seltersweg 65 II u. III; Anna Fuchs, Liebigstraße 1011 r.; Emilie Funk, Zu den Müh­len 7; A. Gauterin, Wilhelmstraße 45 I; Helene Ger­hard, Am Nahrungsberg 8; Otto Gremmen, Hensel- straße 10 p.;, Frau Hepding, Ludwigstraße 4 II; Carl Horn, Marktstr. 28 II; Frau Jrle, Kaiserallee 38 p.; Hch. Jughardt, Hindenburgwall 20; Frau Marga­rethe Kögel, Goethestraße 61p.; Karl Malkomesius, Rodheimer Straße 541; Frieda Müller, Bahnhof­

Auch am Tage die Haut gut pfle­gen. Das Gesicht mit Nivea-Creme leicht massieren, das kräftigt die Haut, regt sie an und erfrischt sie.

straße 54; Elise Neumeier, Sonnenstroße 20 I; Anna Ritter, Bromberger Straße 9; Frau Anna Schäfer, Sonnenstraße 20III; Karoline Schmidt, Danziger Straße 17; L. K. Schmitt, Schützenstraße 11; Frau Schneider, Sonnenstraße-Neuen Bäue; Frau Amm Schrader, Hollerweg 18; Adolph Schwarzlose, Schle­sische Straße 4; Ernst Weißbäckdr, Schlesische Str. 1; Frau Wellstein, Sonnenstroße 20II.

Zweite Preise erhielten: Berta Arnold, Am Kugelberg 57 I; Antonie Baehr, Frankfurter Str. 43; v. Bültzingslöwen, Friedrichstraße 10III; E. Bütt­ner, Friedrichstraße 10 II; C. Didoni, Wiesenstr. I I; Dr. Fischer, Bismarckstraße 45II; Frau Gilbert, Crednerstraße 261; Frau-Käthe Hofmann, Sencken­bergstraße 23; Wilh. Hahn, Löberstraße 17; Hansult, Senckenbergstraße 25 p.; Aenne Höpsner, Bücking­stroße 2 II; Frau Kath. Höß, Licher Straße >17 H.; Hartm. Klingelhöser, Schlesische Straße 6; Gusti Kreutz, Am Nahrungsberg 12; Marg. Leß, Ritter­gasse 10II: Gertrud Locher, Alicestraße 16; Ehr. Luckhard, Gnauthstraße 16 p.; Frau P. Maas, Aul- weg 82; Wilh. Müller, Erednerstraße 37 II; Ottilie Obermann, Bromberger Straße 18; Anna Reitz, Memeler Straße 8; Luise Roth, Schlesische Str. 11; Ludwig Schäfer, Am Kugelberg 57 I r.; Hermann Schenk, Am Kugelberg 59; Friedr. Schmieder, Am Kugelberg 40; Eberhard Schmidt, Wilhelmstr. 50 p.; Anna Stiller, Rittergasse 101; Hch. Winnen, Goethe­straße 61II; Städtische Feuerwache, Kirchstraße 24; Marie Trauth, Mühlstraße 8 p. I.

Dritte Preise erhielten: Elise Bayer, Riegel­pfad 58; Gottfr. Henkel, Marburger Straße 195 p.; I. Kröck, Grabenstraße 10; Kathi Scholz, Brau- gösse 1s III; Willi Schmidt, Rodheimer Str. 54II; Dr. Wilh. Schwan. Marburger Straße 15 p.; Anne­marie Hölscher, Günthersgraben 13 III.

Keine Kinderlähmung in Gießen.

Wie uns auf Anfrage bei dem zuständigen Staat­lichen Gesundheitsamt in Gießen mitgeteilt wird, sind bisher unter der Einwohnerschaft der Stadt Gießen keinerlei Fälle von spinaler Kinderlähmung zu verzeichnen.

Abgesehen von den wenigen leichten Erkrankungen in drei Orten des Landkreises Gießen, über die wir vor einer Reihe von Tagen bereits berichteten, ist seither in unserer Gegend kein weiterer Fall von fpinaler Kinderlähmung eingetreten.

Gerüchte mit anders lautenden Behauptungen sind völlig unzutteffend.