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Dieser Staat ist eine Demokratie, d. h., er wurde nach demokratischen Grundsätzen gegrün­det, indem man die überwiegende Mehrheit der Bewohner dieses Staates einst ohne sie zu fragen kurzerhand zwang, die in Versailles fabri­zierte Konstruktion hinzunehmen und sich in sie zu fügen. Als echte Demokratie begann man daraufhin in diesem Staate die Mehrheit der Bewohner zu unterdrücken, zu mißhandeln und um ihre Lebens­rechte zu bringen. Der Welt versuchte man all­mählich die Auffassung aufzuoktroieren, daß dieser Staat eine besondere politische und mi»

erforderte es daher auch, eine Konstruktion zu fin­den, die dem tschechischen Volk eine souveräne Vormacht st ellung verlieh. Wer nun gegen diese Anmaßung opponiert, istS t a a t s f e i n d" und daher nach demokratischer Auffassung vogel­frei. Das sogenannte Staatsvolk der Tschechen ist damit von der Vorsehung, die sich in diesem Falle der einstigen Versailler Konstrukteure bediente, aus­ersehen, darüber zu wachen, daß sich gegen diesen

daß Deutschland mit 140 Menschen auf den 2ua« dratkilometer ohne weiteres das Judentum weiter erhalten könnte, aber die demokratischen Weltreiche mit nur ein paar Menschen auf den Quadratkilo­meter eine solche Belastung unter keinen Umstän­den auf sich nehmen könnten. Hilfe also keine. Aber Moral!

So sehen wir im nationalsozialistischen Reich uns heute den gleichen Kräften und Erscheinungen gegenüber, die wir als Partei 15 Jahre lang kennen­zulernen Gelegenheit hatten. Insoweit es sich um die allgemeine Bekundung der feindlichen Einstellung der demokratischen Länder gegen Deutschland han- i delt, läßt uns dies kalt. Warum soll es uns übrigens, auch besser ergehen als dem Reiche vor uns? Im übrigen gestehe ich offen: Ich finde es immer noch erträglicher, von jemanden beschimpft zu werden,

3,5 Millionen Deutsche werden in der Tschecho-Slowakei unierdrülkt

Das Elend der Sudetendeuischen ist uns nicht gleichgMg.

den Kreis unserer Betrachtung ziehen und so ab-> lehnend behandeln.

Es geschieht dies

1. weil wir als Angegriffene gezwungen sind, dies zu tun und

2. weil gerade das Verhalten dieser Erscheinun­gen so empörend ist.

Pie Unaufrichtigkeit beginnt, in dem Augenblick, in dem die Demokratien sich selb st als Volks­regiment und die autoritären Staaten als Diktaturen hinstellen. Ich glaube es ruhig aus­sprechen zu können, daß es zur Zeit in der Welt nur zwei Länder gibt, die als Großmächte eine Regierung besitzen, hinter der 99 v. H. des Volkes stehen. Das, was sich in den anderen Ländern als Demokratie deklariert, ist in den mei­sten Fällen nichts anderes als eine durch geschickte Presse- und Geldmanipulation erreichte Betö- rungder öffentlichen Meinung und eine ^rissene Auswertung der dadurch erreichten Ergeb­nisse. Allein, wie gänzlich unwahr das innere Wesen dieser Demokratien ist, geht am schärfsten hervor aus der Einstellung, die sie je nach Bedarf zu ihrer Umwelt besitzen.

Dir konnten erleben, daß man dort wirkliche Gewaltregime kleiner Länder bann, wenn es in das Konzept dieser Demokratien paßte, geradezu verherrlichte, ja sich da­zu bereit erklärte, wenn notwendig, dafür zu kämpfen, während man umgekehrt die größ­ten verlrauenskundgel) ungen in

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Staatszweck niemand erhebt. Sollte aber trotzdem von der Mehrheit der unterdrückten Völker dieses Staates dagegen jemand protestieren, dann darf die- ser mit Brachialgewalt niedergeschlagen und, wenn notwendig oder erwünscht, auch umge» bracht werden.

Wenn es sich dabei nun um eine uns nichts an­gehende fremde Angelegenheit handeln würde, könn­ten wir dielen Fall wie so viele andere nur als eine interessante Illustration der demokratischen Auffassungen von Dolksrechten und Selbstbestim­mung sehen und dies zur Kenntnis nehmen.

Nun ist das, was uns Deutsche aber zur Anteil­nahme an diesem Problem verpflichtet, etwas sehr Natürliches. Unter der Mehrheit der Na­tionalitäten, die in diesem Staat unterdrückt werden, befinden sich auch 3,5 Millionen Deutsche, also ungefähr so viel Menschen unserer Rasse, als z. B. Dänemark Einwohner hat. Diese Deutschen sind nun ebenfalls Ge­schöpfe Gottes. Der Allmächtige hat sie nicht geschaffen, damit sie durch eine Versailler Staatskonstruktion einer fremden, ihnen ver- haßten Macht ausgeliefert werden. Und er Hal die sieben Millionen Tschechen nicht geschaffen, daß sie 3,5 Millionen Menschen überwachen, bevormunden und noch viel weniger verge­waltigen und quälen.

Die Zustände in diesem Staat sind, wie allgemein bekannt, unerträgliche. Politisch werden hier über 7'/- Millionen Menschen im Namen des Selbst- bestimmungsrechtes eines gewissen Herrn Wilson um ihr Selbstbestimmungsrecht b e raubt. Wirtschaftlich werden biefe Menschen plan­mäßig ruiniert und dadurch einer langsamen Ausrottung ausgeliefert. Dieses Elend der Su­detendeutschen ist ein namenloses. Man will sie vernichten. Menschlich werden sie in unerträg­licher Weise unterdrückt und entwürdigend behandelt.

lismus und theoretischem kommunistischen Antikapi­talismus erlebt. So wie hier dieRote Fahne", derVorwärts" und dieFrankfurter Zeitung" immer Hand in Hand gingen, so ist es in der ganzen anderen Welt. Der Moskauer Bol- schewismus ist der verehrte Verbündete der kapita­listischen Demokratie.

Ist es verwunderlich, daß, wenn sich Regime der­artig selbst verleugnen, sie dann auch auf zahllosen anderen Gebieten ebenfalls zu Phrasen greifen müssen? Ein demokratischer Parteitag, auf dem sich die Führer der Parteien vor ihren oft so mageren Anhängerscharen kaum sehen lassen kön­nen, ohne ausgepfiffen zu werden, der außerdem zumeist in einem Durcheinander aller gegen alle endet, wird als eine bewunderswürdige Demonstra­tion und Kundgebung der Stärke des demokrati­schen Gedankens hingestellt. Ein national­sozialistischer oder faschistischer Par- teitag aber, an dem in unerhörter Geschlossen­heit ein oder anderthalb Millionen Menschen teil­nehmen, gilt nur als trauriges Zeichen für die Bru­talität der Diktaturen und als ein Merkmal des I Verfalls der Freiheit! So kämpfen sie für das Recht der kleinen Nationen und bringen sie wenn es zweckmäßig ist selbst eiskalt um.

So freien sie immer ein für die Gleichberech­tigung und versuchen, wenn es möglich ist, einem 75-Millionenvolk die primilivsien Rechte vorzuenthalten. 15 Jahre lang Hal Deutschland vergeblich um die natürlichsten und einfachsten Menschenrechte gerungen. Sie wurden dem ?ut- fchen Volk und Reich verweigert, trotzdem dieses damalige Deutschland nicht von Nazis geführt, sondern von Demokraten und Marxisten be­herrscht wurde. Als der nationalsozialistische Staat, dieser fortgesetzten Unterdrückung und Mißhandlung überdrüssig, die Gleichberechli- gung aus eigener Macht endlich wieder her- slellle, beklagten sie dies mit dem bitter schein­heiligen Vorwurf, daß doch auch auf dem Wege gegenseitiger Verständigung das alles hätte er­reicht werden können. 15 Jahre lang haben sie auf das grausamste gegen die natürlichsten Volksinteressen, ja gegen jede Menschenwürde- gehandelt, Diktate verfaßt und mit vorgehalte­ner Pistole zur Annahme gezwungen, um nach­her in heuchlerischer Entrüstung sich über die einseitige" llebertretung heiliger Gesetze und die Verletzung noch heiligerer Verträge zu be­klagen. Ohne sich jemals um die Meinung von Eingeborenen zu kümmern, haben sie Konti­nente mit blutiger Gewalt unterworfen. Aber da Deutschland feine Kolonien zurückfordert, er­klärt man, bestürzt um das Los der armen Ein­geborenen, man könne sie einem solchen Schick­sal unter keinen Umständen ausliefern. 3m selben Moment aber scheut man sich nicht, durch Flug­zeuge und Bomben in den eigenen Kolonien die Eingeborenen zur Räson zu bringen, d. h. die lieben farbigen Mitbürger zu zwingen, die ihnen verhaßte Fremdherrschaft weiter zu dul­den. Dies sind dann allerdings zivilisatorische Bomben zum Unterschied der brutalen, im Abefsinierkrieg durch die Italiener verwendeten.

Wenn 3Vz Millionen Angehörige eines Volkes von fast 80 Millionen fein Lied fingen dürfen, das ihnen paßt, nur weil es den Tschechen nichl gefällt, ober wenn sie blutig geschlagen werben, bloß weil sie Strümpfe tragen, bie bie Tschechen einfach nicht sehen wollen, ober wenn man sie terrorisiert unb mihhanbell, weil sie einen Gruß grüßen, ber ben Tschechen unangenehm ist, ob­wohl sie damit nichl die Tschechen, sondern nur sich selbst untereinander grüßen, wenn man sie wegen jeder nationalen Lebensävherung w i e das hilflose Wild jagt and hetzt dann mag dies den würdigen Vertretern unserer Demokratien vielleicht gleichgültig, möglicher- weise sogar sympathisch sein, weil es sich hier ja nur um 3*/s Millionen Deutsche handelt. Ich kann aber den Vertretern dieser Demokratien nur sagen, daß uns dies nicht gteichgül- f i g ist, und daß wenn diese gequälten Krea­turen kein Recht und keine Hilfe selbst finden können fie beides von uns bekom­men werden.

Die Rechtlosmachuna dieser Menschen muß ein Ende nehmen. Ich habe dies schon eindeutig in meiner Rede vom 22. Februar ausgesprochen. Es war eine kurzsichtige Konstruktion, die sich die Versailler Staatsmänner einst leisteten, als sie das abnornu Gebilde der Tschecho-Slowakei ms Leber, riefen. Der Auftrag, hier die Millionenmaifen anderer Rationa­litäten zu vergewaltigen und barmt zu mißhandeln, war nur solange durchführbar, als die Brudernatio­nen noch selbst unter den Folgen der allgemeinen Weltmißhandlung zu leiden hatte.il- Zu glauben aber, daß ein solches Regime unbegrenzt und ewig weiter sündigen kann, heiße, sich einer kaum faßbaren Verblendung hmgebcn.

Ich habe in meiner Rede vom 22. Februar vor dem Deutschen Reichstag erklärt, daß das Reich eine weitere Unterdrückung unb Verfolgung die­ser 3% Millionen Deutschen nichlmehrhin- nehmen wird, und ich bitte die ausländischen Staatsmänner, überzeugt zu sein, daß es sich hier um keine Phrase handelt.

Man beklagt in diesen Demokratien die unermeß­liche Grausamkeit, mit der sich Deutschland und jetzt auch Italien der jüdischen Siemen t e Zu entledigen versuchen. Alle diese großen demokrati-! Ichen Reiche haben insgesamt nur ein paar Men­schen auf den Quadratkilometer. In Italien und in Deutschland sind es über 140. Trotzdem hat Deutschland einst jahrzehntelang, ohne mit einer Wimper xu zucken, Hunderttausende und Hundert­tausende dieser Juden ausgenommen. Jetzt aber, da endlich die Klagen übergroß wurden und die Ra­tion nicht mehr gewillt ist, sich noch länger von diesen Parasiten aussaugen zu lassen, jammert man darüber. Aber nicht, um nun endlich in diesen demokratischen Ländern die heuchlerische Frage durch eine hilfreiche Tat zu ersetzen, sondern im Gegenteil, um eiskalt zu versichern, daß dort s e l b st v e r - "stän blich kein Platz sei. Sie erwarten also,

Der nationalsozialistische Staat hat um des euro­päischen Friedens wegen sehr schwere Opfer aus sich genommen, und zwar sehr schwere natio­nale Opfer. Er hat jeden sogenannten Re­vanchegedanken nicht nur nicht gepflegt son­dern im Gegenteil aus dem gesamten öffentlichen und privaten Leben verbannt. -Im Laufe des 17 Jahrhunderts hat Frankreich d a s E l f a ß u n d Lothringen dem alten Deutschen Reich mitten im tiefsten Frieden langsam genommen. 1870,71 hat Deutschland nach einem schweren Krieg, der ihm aufgezwungen war, diese Gebiete zuruckgefor- dert und erhalten. Rach dem Großen Weltkrieg grn- aen sie wieder verloren. Für uns Deutsche bedeu- tote bas Strahburg-r Munster sehr °'°l_W°nn wir trotzdem hier eineckendgultigen Strich ge roaen haben, dann geschah es, um dem e u r o - sch-n Frieden für die Zukunst em-n Dien t zu erweisen. Es konnte uns niemand zwm- oen solche Revisionsansprüche freiwillig aufäugeben, Ln wir sie nicht aufgeben wallten! Wir haben ll- aufgegeben. weil es unfer Wille war den ewigen Streit mit Frankreich einmal für -mmet zu beenden. Auch an anderen Grenzen hat das

als von ber (Erfüllung solcher Notwendigkeiten abzustehen. kein europäischer Staat Hal für den Frieden mehr getan als Deutschland! keiner hat größere Opfer gebracht! Aber man muß es ver­stehen, daß auch diese Opfer irgendwie ihre Grenzen besitzen und daß der national- sozialistische Staat nichl verwechselt werden darf mit dem Deutschland der Bethmann-hollweg oder der herlling.

Wenn ich diese Erklärungen hier ausspreche, dann geschieht es deshalb, weil sich im Lause des heurigen Jahres ein Ereignis zugetraaen hat, das uns alle zwingt, nunmehr unsere Haltung überhaupt einer gewissen Korrektur zu unterziehen. Wie Ihnen be- i annt ist, meine Parteigenossen, sollten in diesem Jahre in der Tschecho-Slowakei nach vorangeaangenen endlosen Verschiebungen jeder Volksabstimmung wenigstens Gemeindewah- (e n stattfinden. Man war nun selbst in Prag von der Unhaltbarkeit der tschechischen Position über­zeugt. Man befürchtete die Einigkeit der deutschen und der anderen Rationalitäten. Man glaubte des­halb zu besonderen Maßnahmen greifen zu müssen, um durch einen Druck a u f die Wahl­handlung das Abstimmungsergebnis beein- lussen zu können. Die tschechische Regierung kam Ktbei auf den Gedanken, daß als einziges mitt« ames Mittel dafür nur eine brutale Ei n - chüchterung in Frage kommen würde. (Ge­eignet für diese Einschüchterung schien eine D e- monstration der Machtmittel des tsche- chischen Staates zu sein. Es sollte besonders den Sudetendeutschen die brachiale tschechische Gewalt gezeigt werden, um fie zu warnen, ihre nationalen Interessen zu vertreten und dementsprechend abzu- ftimmen. Um diese Demonstration vor der Welt aber plaufibel erscheinen zu lassen, erfand die tschechische Regierung, Herr B e n e s ch , die Lüge, Deutschland hätte Truppen mobil gemacht und stünde vor einem Einmarsch in die Tschecho-Slowakei.

Ich habe dazu heut« folgende Erklärung abzu­geben: Das Vorbringen solcher lügenhaften Be­hauptungen ist nichts neues. Etwa ein Jahr vorher brachte die Presse in einem anderen Lande den Schwindel auf, 20 000 deutsche Soldaten seien in Marokko gelandet. Der jüdische Fabrikant dieser Presselüge hoffte, daraus einen Krieg entstehen lassen zu können. Es hatte damals genügt, an den Botschafter Frankreichs eine kurze Erklärung abzuaeben, um diesen infamen Schwin­del aus der Welt zu schaffen.

Auch dieses Mal ist dem Botschafter einer anbei reu Großmacht sofort versichert worden, daß an dieser tschechischen Behauptung kein wahres Wort sei. Diese Erklärung wurde ein zweites Mal wiederholt, sie wurde aber auch der Prager Regierung sofort mitgeteilt. Allein die Prager Re­gierung brauchte diesen Betrug ja als Vorwand für ihre terroristische Erpressung und Wahlbeeinflussung. Ich kann hier nur noch nach­träglich versichern, daß erstens zu dieser Zeit nicht ein deutscher Soldat mehr eingezogen war, als an sich bienten; zweitens, baß n i ch t e i n Regiment ober irgendein anderer Verband a n die Grenze marschierte, ja, daß sich in die- sem Zeitraum auch nicht ein Soldat außerhalb sei­ner Friedensgarnison befand, und daß im Gegen­teil die Anordnug gegeben war, selbst den leisesten Anschein einer Pression auf die Tschechei von un­serer Seite zu vermeiden. Trotzdem fand nun jene niederträchtige Kampagne statt, in der ganz Europa organisiert wurde nur zu Diensten der ver­brecherischen Ziele einer Regierung, die beabsich­tigte, eine Wahl unter militärischen Druck zu setzen, um die Bürger einzuschüchtern und damit um ihr Stimmrecht zu betrügen, unb bie zu dem Zweck irgendeine moralische Rechtfertigung benötigte, in ihrer Skrupellosigkeit bann auch davor nicht zurück- schreckte, einen großen Staat zu verdächtigen, ganz Europa zu alarmieren unb notfalls in einen blu­tigen Krieg zu stürzen.

Da nun Deutschland keinerlei Absichten besah, ja, im Gegenteil überzeugt war, daß gerade die Gemeindewahlen das Recht der Sudetendeutschen bestätigen würden, ist von feiten der Reichsregie­rung aus nichts geschehen. Dies aber wurde nun zum Anlaß genommen, um zu behaupten, daß nachdem nichts geschah, Deutschland vor der entschlossenen Haltung der Tschechen und den ernsten Interventionen Englands und Frank­reichs zurückgewichen wäre. Sie werden verstehen, meine Parteigenossen, daß eine Groß- macht ein zweitesmal einen solchen niederträch­tigen Urbergriff nicht hinnehmen kenn. Ich habe deshalb vorsorglich daraus die n v t - wendigen Konsequenzen gezogen. Ich bin Nationalsozialist und als solcher gewohnt, gegen jeden Angriff sofort zurückzuschlagen. Ich weiß auch ganz genau, daß durch Nachgiebigkeit i ein so unversöhnlicher Feind, wie es das Tsche- chentum ist, nicht versöhnt, sondern nur noch mehr zur Ueberheblichkeit gereizt wird. Das alte Deutsche Reich kann uns hier eine Warnung fein. Es ist in seiner Friedensliebe bis zur Selbst­aufgabe gegangen und konnte am Ende den Krieg doch nicht verhindern. Ich habe unter Berücksichtigung dessen nunmehr am 28. 21Tai sehr schwere Maßnahmen getroffen: Erstens: Die angefünblglen Verstärkungen des Heeres und ber Luftwaffe wurden auf meinen Befehl hin außerordentlich erwei­tert und augenblicklich eingeleitet und ausge- führl. Zweitens: Ich befahl den sofortigen Ausbau unserer Feflungsanlagen im westen.

Ich darf Ihnen die Versicherung geben, baß feit dem 28. Mai bort bas gigantischste Befe­stigungswerk aller Zeiten im Ausbau begriffen ist. Ich habe zu biefem Zweck ben Gene- I ralinfpetteur des beutschen Straßenbauwesens Dr. Tobt mit einem neuen Auftrag bebacht. Er hat im Rahmen ber von ber Festungsbauinfpektion vor­gesehenen Arbeiten burch bie Kraft seines organisa­torischen Genies eine ber gewaltigsten Leistungen oller Zeiten vollbracht. Ich möchte Ihnen nur we­nige Fahlen nennen:

An ber deutschen Westbefestigung, bie feit zwei Jahren an sich bereits im Bau begriffen war, ar­beiten nunmehr: In ber Organisation Tobt zusam­mengerechnet 278 000 Arbeiter, barüber hinaus 84 000 Arbeiter, darüber 100 000 Mann Reichs­arbeitsdienst unb zahlreiche Pionierbataillone und Infanterie-Divisionen. Unbesehen des Materials, was durch andere Transportmittel angeliefert wird, schaffte allein bie Deutsche Reichsbahn täglich rund 8000 Eisenbahnwagen. Der Ge- famtoerbraud) an Kies beträgt täglich über 100 000 Tonnen.

der mich nicht mehr ausplündern kann, als von jemanden ausaeplünbert zu werden, der mich dafür Iobt.<<3ir werden heute beschimpft. Allein wir sind Gott sei Lob unb Dank tn ber Loge, jede Ausplünberung und Vergewaltigung Deutschlands verhindern zu können. Der «Staat Dur uns wurde fast 15 Jahre lang erpreßt. Allein er empfing in meinen Augen als etwas öürftige Entschädigung ober Lohn dafür das Lob, ein braver und demokra­tischer Staat gewesen zu sein.

Unerträglich wird diese Einstellung für «.ms aber in dem Augenblick, in dem sie Dort, wo ein großer Teil unseres Volkes scheinbar wehrlos unverschämten Mißhandlungen ausgeliefert ist, den Schwall bcrno. nr Phrasen gegen diese unsere Volksgenossen rohung erheben. Ich spreche von der Tschecho-Slowakei.

Reich dieselben entschlossenen Maßnahmen verfügt und die gleiche Hattung eingenommen. Der Natio­nalsozialismus ist hier wirklich, von höchstem Ber- antwortungsbewußtsein getragen, vorgegangen. Wir haben die schwer st en Opfer an Der- zichten freiwillig auf uns genommen, um Europa für die Zukunft den Frieden zu erhal­ten und vor allem der Dölkerversöhnung von uns aus den Weg zu ebnen. Wir haben dabei mehr als loyal gehandelt.

Weber in ber Presse, noch im Film ober auf der Bühne ist eine diesem Entschluß entgegenstehende Propaganda gemacht worden. Nicht einmal in ber Literatur würbe eine Ausnahme gebulbet. Ich habe aus biefem selben Geiste heraus Angebote ge­macht zur Lösung europäischer Spannungen, die einer Ablehnung verfielen aus Gründen, die uns heute noch unverständlich sind. Wir Haden selbst un­sere Macht aüf einem wichtigen Gebiet freiWil­li g d e g r e n z t in der Hoffnung, mit dem in Frage kommenden Staat niemals mehr die Waffen kreu­zen zu müssen. Dies ist nicht geschehen, weil wir etwa nicht mehr als 35 Prozent Schiffe würden bauen können, sondern es geschah, um einen Bei - trag zur endgültigen Entspannung und Befriedung der europäischen Lage zu geben. Da in Polen ein großer Patriot unb Staatsmann be­reit war, mit Deutschlanb einen Akkord zu schlie­ßen, sind wir sofort darauf eingegangen und haben eine Abmachung getätigt, die für den europäischen Frieden mehr bedeutet als alle Redereien im Gen­fer Dölkerbundstempel zusammengenommen.

Deutschland hat nach vielen Seiten hin heute vollständig befriedete Grenzen, und es ist ent- fchlofsen und es hat dies versichert, diese Gren- zen nunmehr als unabänderlich und endgültig hinzunehmen und anzunehmen, um damit Europa das Gefühl der Sicherheit und des Friedens zu geben. Diese Selbstbegren­zung und Selbstbeschränkung ist aber anschei­nend von vielen nur als eine Schwäche Deutschlands ausgelegt worden. Ich möchte des­halb heute diesen Irrtum hier richtigstellen. Ich glaube, es kann dem europäischen Frieden nicht nützen, wenn darüber ein Zweifel besteht, daß das Deutsche Reich nicht gewillt ist, deshalb nun überhaupt sein Desinteressement an allen europäischen Fragen auszusprechen und in sonderheit, daß Deutschland nicht bereit ist, dem Leid und Leben einer Summe von 31/* Millionen Volksgenossen gegenüber gleichgültig zu sein und an ihrem Unglück keinen Anteil mehr zu nehmen.

Wir verstehen es, wenn England oder Frank- reich ihre Interessen in einer ganzen well ver- treten. Ich möchte aber hier den Staatsmännern in Paris und London versichern, daß es auch deutsche Interessen gibt, die wir ent­schlossen sind wahrzunehmen, und zwar unter allen Umständen. Ich möchte sie dabei er­innern an eine Reichslagsrede vom Jahre 1933, in der ich zum ersten Male vor der well fest- stellte, daß es nationale Fragen geben kann, in denen unser weg klar vorgezeichnet ist, daß ich dann jede Not und jede Gefahr und jede Drangsal lieber auf mich nehmen werde,

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solchen Staaten, die den Demokratien nicht ge- nehm sind, einfach verschweigt, mißdeutet ober kurzerhand ins Gegenteil verdreht. Und nicht nur das: Diese Demokratien verherrlichen, wenn es politisch zweckmäßig ist, sogar die .. , ^ ....

Sfaatsform, obwof,! bkfe felbft °stN LustsaftLsttt W°r°r° -

sich als Diktatur des Proletariats bezeichnet, hat sie uns vor kurzem erläutert. Die Tschechei ist d. h. mit anderen Worten: die richtigen Demo- nach ihm dazu da unb bestimmt, im Falle eines krallen bringen es fertig, Länder, deren Regie- Krieges bie deutschen Orte und Jndu- rung auf eine 99prozenlige Zustimmung ihrer strien mit Bomben anzugreifen. Es Völker in den Slaalsführungen Hinweisen kann, hanbell sich dabei wahrscheinlich wohl um die be- ols Diktaturen zu bezeichnen und andere Län- kannten Sprengkörper mit zivilisatorischer Wirkung, ber «riebet, beten Regierungen sich selbst als ®«* Ausgabe aber steht entgegen ben Lebensauf. Dikaluten betlarieren unb nut mil Massener- ßj»S Zftri« ... . _, .,, ,, ' , Mehrheit und 'Bewohner vieles otaates. Daher

schiehungen, Hinrichtungen, Folterungen ufro. muß die Mehrheit dieser Bewohner schweigen, bestehen können, als höchst ehrbare demokra- Jedes Protestieren gegen ihr Schicksal ist ein An- tische Iustitutionen zu bewundern. griff gegen bie Zielsetzung biefes

Ist es nicht gerabezu ein grimmiger Hohn der S t a a t e s und steht damit nicht im Einklang zur

Weltgeschichte, baß sich inmitten aufrechter Patent- Verfassung. Diese Verfassung ging allerbings, ba bemokraten zu Genf der blutigste Repräsentant der sie von Demokraten gemacht wurde, nicht von den grausamsten Tyrannei aller Zeiten als ehrenwertes Volksrechten der Betroffenen, sondern von den Mitglied bewegt? So haben wir in Deutschland politischen Zweckmäßigkeiten der U n * * ' ~ ~ " - terdrücker aus. Diese politische Zweckmäßigkeit

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