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Leistungen voraussetzt, ist ein Grundsatz des Natio- nalsozialismus, dem eine Reihe einschneidender Der- oednungen des Ministerpräsidenten entsprochen haben.

Wenn Sinn und Zweck des Merjahresplanes darin lagen, die Sicherheit des Reiches von allen Zufälligkeiten unabhängig zu machen, so mußte die Sicherstellung der D o 1 k s e r n ä h r u n g die vor­dringlichste Aufgabe sein, das hatte uns der Welt­krieg mit seiner Blockade und ihren grauenhaften Folgen gelehrt. Eine planvolle Dorratswirtschaft, die durchdachte Agrarpolitik des Nationalsozialismus und endlich eine gute Ernte haben zusammen­gewirkt, daß heute das Problem in der Lagerung der gewaltigen Vorräte an Brotgetreide und an- deren Lebensmitteln besteht und eine Reihe von Verordnungen wieder aufgehoben werden kann. Aber auch die industrielle Produktion konnte im Zeichen des Dierjahresplans auf höchste Touren gebracht werden. Deutsche Bodenschätze werden gewonnen, neue deutsche Werkstoffe werden erzeugt in einem Ausmaße, wie es beispiellos in aller Welt ist. Deutschland ist ein Land der Arbeit geworden, und nur durch Konzentration aller Kräfte werden wir imstande sein, die Riesenaufgaben, die noch vor uns liegen, in der Reihenfolge ihrer Dring« kichkeit zu bewältigen. Daß in dieser Reihe die Sicherheit des Reiches an der Spitze steht, darüber hat Hermann Göring keinen Zweifel ge­lassen. Noch Nie in seiner Geschichte war Deutsch­land so stark, so gefestigt, so einig. Eine gewaltige Rüstungsindustrie sichert die Kampfkraft des Heeres eines 75-Millionen-Bolkes, den Aufbau und die Ver­sorgung einer ständig wachsenden modernsten Kriegs­flotte und der modernsten und zahlenmäßig stärksten Luftwaffe der Welt.

Die Welt muß es wissen, daß Deutschland stark und bereit ist, jeden Angriff niederzuschlagen, der frevelhaft gegen seine Grenzen vorgetragen werden sollte. Größte Offenheit und unmißverständliche Klarheit ist in einer Zeit, in der von unverantwort­lichen Elementen das Kriegsgespenst an die Wand gemalt wird, der beste Beitrag zur Erhaltung des Friedens. Das war auch der Leitgedanke in der vom deutschen Volke wie von aller Welt mit gleicher Spannung erwarteten Rede des Führers auf der Schlußsttzung des Nürnberger Parteikon­gresses. Schonungslos deutete er auf die offene Wunde, die den europäischen Frieden bedroht, und enthüllte das skrupellose Intrigenspiel, zu dem sich Demokratie und Bolschewismus verschworen haben, um dreieinhalb Millionen Deutsche um ihr Lebens- recht zu prellen und das ihnen zu groß und mächtig gewordene Deutsche Reich mit dem Makel des Un­ruhestifters und Fri^>ensbrechers zu belasten. Wir haben diese seltsamen Verbündeten aus dem schmach­vollen Jahrzehnt deutscher Geschichte vor der Macht- ergreifung aus ihrem gemeinsamen innerpolitischen Kampf gegen den Nationalsozialismus zu genau kennenyelernt, um ihr empörendes, weil durch und durch unaufrichtiges Zusammenwirken in der Welt­politik nicht sofort wiederzuerkennen. Fast Jahr für Jahr hat das deutsche Volk in überwältiger^en Ab­stimmungen bestätigt, daß die vom Nationalsozialis­mus errichtete Volksführung einzig und allein dem Volke in seiner Gesamcheit dient und nur ein Ziel hat, das Wohl des Volkes. Trotzdem sehen wir seit der Machtergreifung Demokratien und Bolscherüis- mus in geschlossener Front gegen uns arbeiten mit der verlogenen Zweiteilung: hie das Volksregiment der Demokratien, dort die Diktatur der autoritären Staaten, obwohl sich der Bolschewismus, das Schoß­kind der Patentdemokratre, offen zur Diktatur des Proletariats als Staatsideal bekennt und es in Wahrheit nur zwei europäische Großmächte gibt, deren Volksregiment die rückhaltlose Zustimmung von 99 v. H. ihrer Bevölkerung findet: Deutschland und Italien.

Mit bitterem Sarkasmus geißelte der Führer in eindrucksvollen Gegenüberstellungen von Theorie und Praxis die heuchlerische Verlogenheit der demo­kratischen Politik, auf deren Konto auch ein so frag­würdiges Machwerk wie die Tschecho-Slowa- k e i zu setzen ist, auch eineDemokratie", in die man im Zeichen des Selbstbestimmungsrechts der Völker die überwiegende Mehrheit ihrer Bewohner ohne sie überhaupt zu fragen und gegen ihren Willen hinein- gepreßt hat und sie von einer tschechischen Minder­heit, die man alsStaatsoolk" deklariert, bis aufs Blut drangsalieren läßt, weil den Vätern der Pa­riser Friedensdiktate und ihren Nachfolgern eine tschechische Vormachtstellung in diesem Teil Mittel­europas zweckmäßig erschien, um das niedergewor­fene Deutschland dauernd am Boden halten zu hel­fen. Aber die 3V- Millionen Sudetendeutschen, so rief der Führer unter stürmischer Zustimmung des Parteikongresses aus, sind nicht von Gott geschaffen worden, um einer fremden, ihnen verhaßten Gewalt ausgeliefert zu werden. Vielleicht ist es den Demo­kratien gleichgültig, wenn sie um ihr Selbstbestim­mungsrecht betrogen und in ihrer Existenz zugrunde gerichtet werden, weil es nur Deutsche sind, d:e hier um ihre natürlichsten Rechte kämpfen. Uns i st esnich 1 gleichgültig. Und sie werden von uns Recht und Hilfe bekommen, wenn sie sie nicht selbst finden können. Mit nachdrücklichem Ernst wies der Führer das Ausland darauf hin, daß es keine Phrase sei, wenn er erkläre, daß das Reich die Unterdrückung dieser deutschen Menschen nicht länger hinnehmen werde. Deutschland hat mit dem feier­lichen Verzicht auf Revision im Punkte Elsaß- Lothringen, mit dem deutsch-polnischen Abkommen, mit dem deutsch-britischen Flottenvertrag unter schweren Opfern wesentliche Beiträge zur Sicherung des europäischen Friedens geleistet, es hat weitere Vorschläge zur Entspannung der politischen Atmo­sphäre gemacht und alles getan, um die Wege zu einer Versöhnung der Völker zu ebnen, aber es wäre ein fundamentaler Irrtum, dem nationalsozia­listischen Reich diese Politik etwa als Schwäche aus- zulegen.

Mit allem Nachdruck betonte der Führer, daß sich Deutschland nicht zum zweitenmal einer so nieder­trächtigen Lügenkampagne aussetzen werde, wie sie im Mai von Prag aus inszeniert wurde, um die schamlose Unterdrückung der Wahlfreiheit in den sudetendeutschen Gebieten zu bemänteln. Deutschland hat gegen die Wiederholung eines so infamen Lieber« falls alle Vorsorge getroffen. Die damals angekün­digte Verstärkung des Heeres und der Luftwaffe wurde sofort und in erweitertem Umfange durchge­führt und unter Aufbietung höchster Energie wurde im Westen ein Befestigungswerk von gigantischem Ausmaße errichtet, das noch vor Anbruch des Win­ters vollendet fein wird. Hinter seinen 17 000 Pan­zer« und Betonwerken, hinter diesem Wall von Stahl und Beton aber steht das deutsche Volk in Massen. Mit einem Sturm der Begeisterung quittierte der Parteikongreß diese Feststellung des Führers und mit nicht geringerer Genugtuung wird das deutsche Volk die Botschaft hören, daß deutsches Land gegen militärische Spaziergänge gesichert ist. Wir wollen nach wie vor den Frieden, aber wir sind nicht ge­willt, zuzulassen, daß deutsche Volksgenossen mit Genfer Methoden um ihr Selbstbestimmungsrecht

gebracht werden. Darüber ließ der Führer keinen Zweifel, mir werden niemals dulden, daß hier m Mitteleuropa ein zweites Palästina entsteht, denn die Deutschen in der Tschecho-Slowakei sind weder wehrlos noch verlassen wie die Araber in Palästina. Der Führer hat gesprochen. Daß er wie immer so auch in dieser Frage im Namen Deutschlands sprach.

sollte auch den begriffsstutzigsten Politikern des Aus­landes der eben zu Ende gegangene Nürnberger Parteitag mit seiner beispiellosen, in demokratischen Ländern ganz undenkbaren Demonstration der Ein­heit und Geschlossenheit des deutschen Volkes aur Genüge bewiesen haben. Die Welt ist gewarnt, die deutsche Friedensliebe nicht auf eine zu harte Probe

zu stellen. Der Führer hat die Grenzen abgesteckt, oft denen Deutschlands Geduld ein Ende haben muß. Sache der verantwortlichen Staatsmänner in Par z und London ist es nun, den tschechischen Machthabern nachdrücklicher als bisher klarzumachen, was man von ihnen erwartet.

Dr. Fr. W. Lange.

Oie Schlußrede des Führers vor dem Parteikongreß.

Der Führer fährt fort:

wen will es da verwundern, daß die Hart­näckigkeit, mit der die Nationalsozialistische Ar­beiterpartei ihr Ziel verfocht und alte Kom­promisse ablehute, allmählich zu einem tiefen haß führte, so tief, daß unsere bürgerliche Par­teienwelt lieber bereit war, sich mit dem 2Hat- xismus zu verbinden, als der Nationalsoziali­stischen Partei auch nur die leiseste Anerkennung auszudrücken oder gar Chancen zu geben. Wir konnten jenes beschämende Schauspiel erleben, daß im Deutschen Reichstag öfter als einmal eine geschloffene Front gegen uns aufstand, die von deräußersten Rechten bis zur äußer st en Linken führte. Man redete damals von der Notwendigkeit der Wahr­nehmung der Interessen des deutschen Volkes, von dem notwendigen Kampfe für die Freiheit, allein man handelte gegen die ein­zige Bewegung, die tatsächlich in der Lage war, für solche Ideale zu kämpfen und wenn notwendig sie zu verwirklichen, und die diesen Kampf vor allem aber auch praktisch und mit unermüdlichem Fleiß und unter gewaltigen An­strengungen seit Jahren einsam und verlassen geführt hatte.

Meine Parteigenossen und Parteigenossinnen! Wir alle erinnern uns noch mit Stolz bie'fer Zeit. Alles stand damals gegen uns. Nationalsozialist sein hieß verfemt und verlassen sein von allen Seiten. Alle haßten uns, von allen wurden wir verfolgt. Es gibt unter zehn Führern aus der Partei aus jenen Jahren kaum einen oder zwei, die für ihren Glauben an Deutschland nicht im Gefängnis büßen mußten. Die Zahl der bestraften SA.- und ^-Männer ging in die Hunderttausende. Daß man außerdem noch mit allen Mitteln des Mutigen Terrors gegen die Bewegung vorging, er« weisen die endlosen Zahlen unserer Toten, unserer Verletzten und unserer Krüppel. Und doch denken wir mit dem stolzesten Gefühl gerade an diese Zeit zurück. Sie ist uns heute doppelt' nahe, erstens, weil wir mitten aus einer bis in die jüngste Zeit hineinreichenden ähnlichen Verfolgung national* sozialistisch denkender Menschen unter uns heute als Volksgenossen und Bürger des Deutschen Rei­ches die Kämpfer der ältesten deut« ) en Ostmark sehen. Was haben sie nicht alles ausgestanden und ausstehen müssen. Wieoiele ihrer Kameraden sind ermordet worden, wieviele haben an Leib unh Leben Schaden genommen, wieoiele wurden brotlos auf Jahre und Jahre, wieviele Zehntausende von ihnen waren in Gefäng­nissen, Zuchchäufern und Lnhaltelagern. Das Zweite aber, was uns mit besonderem Empfinden an diese Zeit zurückdenken läßt, ist die Tatsache, daß sich im großen Weltgeschehen heute fast ge­nau das wiederholt, was wir damals im Bereich der eigenen Nation erlebten und erduldeten. Und vor allem: Unsere heutigen Feinde sind weltanschaulich dieselben.

Seit dem ersten Deutschen Tag zu Nürnberg sind, wie schon betont, 15 Jahre vergangen. Die damals mitmarschierende Organisatton der Nattonalsozialisti- schen Partei ist heute zur Führung und Repräsen- tantin des Deutschen Reiches emporgestiegen. Sie ist die anerkannte Vertretung un­seres Volkes. Und sie hat in diesen wenigen Jahren denn was sind eineinhalb Jahrzehnte schon tm Geschehen der Völker und der Welt­geschichte ein Wunder vollbracht. Wer sich plötzlich rm Geiste in den 2. September 1923 zurückdenkt und dann wieder entschwinden läßt, um das heutiae Bild von Nürnberg an seine Stelle treten zu lassen, der glaubt zu träumen.

Eine Schar von Kämpfern war da­mals durch diese Stadl marschiert. Eine kämpfende Nation ist heute aus ihnen ge­worden. Das damals die Kampffahne der Kompanien und Bataillone war, ist heute d i e Flagge von 7 5 Millionen Men­schen allein in diesem Reich. Seit sieben Tagen marschiert in unserer Bewegung wieder ganz Deutschland durch diese Stadt. In stärkster Einprägsamkeit wird uns bewußt, daß damit die Zersplitterung der Nation beendet und zum ersten Male in unserer Geschichte eine wahrhafte Reichseinheil weil Volksein­heit gefunden wurde.

Wenn vor 15 Jahren die Zuschauer mit teils freudigem, teils bedenklichem Erstaunen auf die marschierenden Nationalsozialisten sahen, bann find heute Zuschauer und Teilnehmer in eine ein­zige geistige Einheit verschmolzen. Nur etwas hat sich nicht geändert: Wenn damals die Nationalsozialistische Partei als Bewegung der breiten Massen gedacht war, bann ist der nationalsozialistische Staat die Organisation der breiten Massen geworden. Denn diese Partei wollte nicht einzelne Schichten der Nation unter ihren Schutz nehmen. Sie hat das deutsche Volk vor dem Abgrund zurückgerissen, in den es zu stürzen drohte. Denn als man uns 1933 endlich die Macht gab, da hieß das Problem nicht Rettung einer Gesellschaftsschicht, sondern soviel haben wohl auch unsere bürgerlichen Gegner unterdes schon ein­sehen gelernt es hieß: Rettung des deut­schen Volkes in seiner Gesamtheit. Das waren nicht einige hilfsbedürftige Parteien, sondern die Millionenmaße unserer erwerbslosen Arbeiter, unserer Dauern, die vor der Verpfändung von Haus und Hof standen, unseres Mittelstandes, der den Ruin vor Augen sah, und natürlich bann auch unserer geistigen Arbeiterschaft, für die es keine Möglichkeit der Anwendung ihrer Fähigkeiten und ihres Wissens mehr zu geben schien.

Wenn eine Bewegung durch die Umstände ge­zwungen wird, solche Probleme zu lösen, muß sie als erste Aufgabe die Organisation einer wirklichen Gemeinschaft in Angriff neh­men. Denn daß eine wahre Riesenaufgabe ihrer Lösung harrte, kann nicht bestritten werben. Dom Gelingen dieser Lösung aber hing alles ab. Unsere Vorgänger aber waren daran gescheitert. Es war

daher auch für uns die Aufgabe nur durch eine äußetste Kraftanstrengung zu be­wältigen. Sie erforderte zu allererst den geschlosse­nen Einsatz aller Volksgenossen. Um ihn zu errei­chen, mußte die Organisation dieses Einsatzes vor­bereitet werben. Das heißt: Es mußte eine Ein- heit geschaffen werden in unserem Volk zwi­schen Geistes- und Handarbeitern und vor allem zwischen der politischen und wirtschaftlichen Führung der Nation und ; der durch sie geführten Masse des Volkes, i Diese Einheit erforderte gebieterisch das Ausschal­

ten eines Fremdkörpers, der in sie niemals hätte | eingegliedert werden können. Wenn auch heute noch die Frage gestellt wird, warum der Nationalsozia­lismus so fanatisch das jüdische Element, in Deutschland bekämpft und auf dessen Entfernung drängt und brängt< bann kann die Antwort nur lauten: Weil der Nationalsozialismus eine wirkliche Volksgemeinschaft herzustellen wünscht. Und weil .diese Geminschaft nur dann eine moralische Daseinsberechtigung besitzt, wenn der notwendige Aufbau in Führung und Gefolg­

schaft nach volklich und sachlich unanfechtbaren Ge- 1 sichtspunkten geschieht. Weil wir National- > s o z i a l i st e n sind, können wir nicht dulden, daß 'sich über unser arbeitendes Volk eine fremde, mit uns nichts z u tun ha­bende Raffe als Führung setzt.

Wir wissen, daß die ungeheueren Aufgaben, die uns gestellt sind, nur mit ungeheuerstem Kraftein. satz und in stärkster Disziplin gelöst werden können, d h. nur durch die in höchster Geschlossenheit zur Lösung einzusetzende Volksgemeinschaft. Das seht aber zugleich eine unbedingte Autorität d er Führung voraus. Die Bildung einer sol­chen autoritativen Führung ist moralisch nur dann berechtigt und für ein stolzes Volk tragbar, wenn j sie ohne Rücksicht auf Herkunft und Stand die fähigsten Söhne des Volkes damit beauftragt. Es ist daher oberste Sorge des nationalsozialistischen Staates, Mittel und Wege zu finden, um dem Fleiß, der Energie, der Tatkraft, der Einsicht, dem Mut und der Beharrlichkeit, soweit sie im Person- lichen in Erscheinung treten, den Weg nach oben zu erleichtern und zu ebnen.

Nie deutsche Volksgemeinschaft ist eine lebendige Organisation.

In diesem Staat muß das ärmste Kind, sofern es ersichtlich zu Höherem bestimmt ist, auch die höchste Stellung erreichen können. Dann wird zwischen Führung und Volk nie ein Gegensatz entstehen. Denn dann wird jeder Bauer, jeder Arbeiter immer wissen, daß die Führung aller auch seine Führung ist, weil sie sein eigen Fleisch und Blut ist. Daher ist der stärkste Be­weis für die wahrhaft sozialistische Einstel­lung der nationalsozialistischen Bewegung ihr Kampf gegen eine fremde, nicht aus dem eige­nen Volk erwachsene Volksführung. Es muh in diesem neuen Deutschland von jetzt ab jedes Arbeiter- ober Bauernkind, wenn es von Gott begnadet und gesegnet ist, durch die Art der Hilfe unserer Organisationen und dank der be­wußten Führungsauslese empor st eigen können bis zur höchsten Führung der ganzen Nation. Wogegen umgekehrt auch das Kapital von Millionen einem Nicht­angehörigen dieses Volkes den Weg nach oben niemals öffnen kann und öffnen darf. Dies ist die erste Voraussetzung, um eine wirk­liche Volksgemeinschaft aufzurichten, die mehr sein soll als eine bloße schöngeistige Phrase. And nur durch den Einsatz dieser organisierten Ge­meinschaft unseres Volkes wurde uns das zu lösen möglich, woran alle unsere früheren Geg­ner scheiterten. Getragen vom Vertrauen und damit der Kraft dieser gigantischen Millionen­massen des deutschen Volkes gelang es mir und meinen Mitarbeitern in wenigen Jahren, nicht nur die wirtschaftliche Not zu beheben, sondern auch die furchtbaren politischen Fesseln abzu- streifen, die bestimmt waren, das deutsche Volk für immer zu verknechten.

Daher ist diese deutsche Volksgemeinschaft auch keine theoretische Erscheinung, d. h. sie ist keine tote Angelegenheit, sondern sie lebt sichtbar als Organi­satton. Es gab Besorgte, die besonders nach dem Jahre 1933 oie Frage aufstellten, warum überhaupt der Nationalsozialismus nun nach der Eroberung des Staates noch als besondere Partei bestehen bleibe. Diese Frage ist ungefähr ge­nau so klug wie es die Frage wäre, warum nach der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht noch eine Armee besteht, nachdem doch der Gedanke der Wehrhaftigkeit nun ohnehin qesieat hat und das Problem damit entschieden ist. Die Bildung und Er­haltung der deutschen Volksgemeinschaft setzt eine verantwortlich tragende und erziehende Organi­

sation dieser Volksgemeinschaft voraus. Ihr fefter Kern ist die nationalsozialistische Partei. Sie bildet die Wehrmacht der Volksgemeinschaft n a ch innen. Sie baut nicht nur die einzelnen Or­ganisationen dieser Volksgemeinschaft auf, setzt ihre Führungen ein, sondern sie erzieht vor allem Jahr für Jahr die Millionenmasse junger Deutschen für diese Volksgemeinschaft und führt sie in sie hinein. Gerade die Organisation dieser Volksgemein­schaft aber ist etwas Gigantisches und Einmaliges. Es gibt heute kaum einen Deutschen, der nicht in irgendeiner Förmation dieser nattonalfozialisttschcn Gemeinschaft persönlich verankert und tätig ist. Sie reicht hinein in jedes Haus, in jede Werkstatt, in jede Fabrik, in jede Stadt und in jedes Dorf. Sie erfaßt darüber hinaus sogar alle Angehörigen des Reiches, die sich in fremden Ländern befinden, und schließt sie zur nattonalsozialistischen Gemeinschaft zusammen.

So baut sich hier eine gewaltige 9rgan,fat:on auj, die in ihren Verästelungen in den Familien beginnt und oben in der ganzen Nation ihr 'fnbe findet. Was aber diese Gemeinschaft in den letzten sechs Jahren auch anstrebte und was sie tat und erreichte, lagallesnurimJnteressedesdeutschen Volkes, und zwar des ganzen deutschen Vol­kes. Denn es ist das erste Mal in unserer Geschichte, daß es gelungen ist, eine Bewegung zu organisieren, die ihre Wurzeln und ihren Auftrag von ber Volksgemeinschaft direkt erhält. Sie ist daher auch nicht auf einzelne besondere Interessent?n- gruppen weder der Kopf- noch Handarbeiterschaft, der Städter oder Bauern, der Katholiken ober Pro­testanten, Bürger oder Arbeiter angewiesen ober auf sie verpflichtet, s i e dient den 3 n t e r e f f e n aller.

Daher ist die Stellung dieser Organisation der heutigen Volksführung- auch eine bedin­gungslos souveräne. <5ie kann auch zu den unpopulärsten Maßnahmen greifen, wenn sie im Interesse der Volksgemeinschaft liegen, weil diesen gegenüber die Interessen der einzelnen als belang­los zurückgestellt werden können. So ist es möglich, daß diese ausschließlich dem Volke verantwortliche Führung ebenso sehr dem Arbeiter wie aber auch umgekehrt dem Bauern nutzen kann. Sie ist in der Lage, Wissenschaft und Kultur zu pflegen, wie fie auf der anderen Seite die gewaltigsten sozialen Ein­richtungen zu schaffen vermag. Sie kann der höchsten Geistestätigkeit Möglichkeit der praktischen Aus­wirkung sichern. Sie verhindert umgekehrt a*ber auch alle schädlichen Einflüsse. Als einziges Ziel, dem sie dient, wird ihr immer das Volk vor Augen schwe­ben: das Volk als solches, das sie in einer ge­schlossenen Gemeinschaft vor sich sehen will, gesund, kräftig und wohlhabend.

Die Einheitsfront von Deniokr ntie und Bolschewismus.

Und wer will bestreiten, baß *bie letzten sechs Jahre einen schlagenden Beweis für die Wirksamkeit der neuen Staats- und Volksorganisation und ihrer Führung in dieser Richtung erbracht haben? Wir konnten in ruhiger Zuversicht fast jedes Jahr vor die Nation hin- treten und sie um ihr Urteil bitten. Die gewaltigste Zustimmung, die einer Volksführung zuteil werden konnte, haben wir in diesem Jahre am 10. April erhalten.

Das Volk Hal anerkannt und bestätigt, daß es in der neuen Staatsform und Führung eine Einrichtung sieht,die nach bestem Wissen und besten Kräften bemüht ist, dem Volk nützlich zu sein, es wieder zur Freiheit, zur Größe, aber auch zum wirtschaftlichen Wohlstand zu führen. Und trotzdem erleben wir nun im Großen genau das gleiche, was wir in jahrzehntelangem Kampf im Inneren erleben muhten. Eine geschloffene Front der Umwelt steht uns seit dem Tage der Macht­übernahme gegenüber. Und so wie im Inneren die goldene kapitalistische Demokratie unserer parlamentarischen Parteien mit dem Marxis­mus Hand in Hand ging, wenn es darum ging, den Nationalsozialismus zu bekämpfen, so sehen wir heute im Großen dieselbe Ver­schwörung zwischen Demokratie und Bolsche­wismus zum Kampf gegen den Staat der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft.

In ber Zeit des Ringens der nattonalsozialistischen Bewegung um die Macht war vielleicht der schla­gendste Beweis für die Unaufrichtigkeit des Kampfes

unserer Gegner die Feststellung der Tatsache, M sie, ob bürgerlich-national, ob kapitalistisch-deni^ kro ifch oder marxistisch-internattonal, in allen ein­scheidenden Kämpfen eine geschlossene Ein' heitsfront gegen uns bildeten. Es ist da­durch vielen Volksgenossen damals verständlich ge­worden, wie verlogen die Moral eines poli­tischen Kampfes sein mußte, der vorgab, uns ans nationalen Gründen zu bekämpfen, aber nicht davor zu rückschreckte, sich mit den inter­nationalen Marxisten zu verbinden, urt umgekehrt, w i e unwahr und betrüge- rjsch die Parteien waren, die uns aus wi« sie behaupteten sozialistischen Motinen verfolgten, in diesem Kampfe sich aber skrupellos mit den Repräsentanten des Kapitalismus zusammentaten und eine Einheitsfront bildeten. Das Zentrum bekämpfte den Nattonalsozialisims als kirchenfeindlich und schloß zu diesem Zwak eine Heilige Allianz mit der atheistischen Sozial­demokratie und selbst dem Kommunismus. Uni umgekehrt, der Kommunismus wieder, der in uut wie er damals behauptete die Reaktion M sttmmte ohne weiteres zusammen mit den wirk­lichen Vertretern der Reaktion gegen die national­sozialistische Reichstagsfraktion. Es war ein spiel, bas in seiner grenzenlosen Unwahrhaftigkei nur widerwärtig wirken konnte.

Dieselbe Empfindung befällt uns aber auch henie wenn wir sehen, wie die sogenannten inteT/ nationalen Weltdemokraten, die Nr Freiheit, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit, Selbstbestiin- mungsrecht der Völker usw. eintreten, Zusam­mengehen mit dem Moskauer B o l- schewismus. Es erhebt sich vielleicht oft kni Frage, warum wir die Demokratien so sehr ir