Ausgabe 
13.8.1938
 
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Japans Offensive am Jangtse.

Belagerungszustand inSchanghaiverschärft

Neuer Kampf um -en Franken

Volksfrontpolitik macht Sanierung unmöglich.

Aus aller Welt.

Vollstreckung eines Todesurteils

B e r l i n, 12. Aug. (DNB.) Am 12. August ist die 1908 geborene Emilie Pechatz aus Pirna-Rott- werndorf h i n g e r i ch t e t worden, die vom Schwur-. gericht zu Dresden wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden ist. Emilie Pechatz hat ihren Ehe­mann Karl Pechatz vergiftet, da er ihrem ehebreche­rischen Treiben im Wege stand.

Notlandung eines bulgarischen Piloten in Reichenberg.

Ein deutsches Uebungsflugzeug ist auf dem Flug- platz Reichenberg (Tfchecho-Slowakei) gelandet. Der einzige Insasse war der bulgarische Oberfähnrich F i m e o n o f f, der zur Zeit in Deutschland fliege­risch ausgebildet wird. Fimeonoff erklärte, daß er infolge schlechten Wetters auf dem vorgesehenen Ueberlandfluge von Süddeutschland nach Schlesien die Orientierung verloren habe.

Rach 84 Stunden unverletzt geborgen.

Auf der ZecheScharnhorst" bei Dortmund wa­ren am Dienstag zwei Bergleute beim Bruch einer Strecke eingeschlossen worden. Beide sind heute früh um 4.30 Uhr von den Rettungsmannschaften un­verletzt geborgen worden. Sie waren 84 Stunden von der Außenwelt abgeschnitten. Nach der ärzt­lichen Untersuchung wurden sie in ihre Wohnungen gebracht.

Bei Gewitter Antennen erben!

Die Mahnung, bei Gewittern die Antennen zu erden, kann nicht genug betont werden. Bei einem in Wiesbaden niedergegangenen Gewitter schlug der Blitz in eine Rundfunkanlage. Hierdurch gerieten die Vorhänge und die Holzverkleidung des Fensters in B r a n d , der durch die Feuerwehr ge­löscht werden mußte.

Wolkenbrüche über dem Rahetal.

DieLleberbanane" soll gezüchtet werden

Die ersten Gektionssihungen beim XII. Internationalen Gartenbaukongreß in Berlin.

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Berlin, 12. Aug. (DNB.) Nach der Eröffnung des XII. Internationalen Gartenbau­kongresses in Berlin begannen die Sitzun­gen der Sektionen. Zn der SektionAus­bildungswesen" wurde der zwischenstaatliche Aus­tausch der Junggärtner behandelt. Don vielen Ländern wird vorgeschlagen, eine internatio­nale Stelle zu schaffen, die den Junggärtner-Aus­tausch zentral bearbeitet.

Als zweites Thema stand in dieser Sektion das gärtnerische Schulwesen zur Debatte. So verschieden in den einzelnen Ländern der Entwick­lungsstand des Gartenbaues ist, so verschiedene Züge trägt auch das gärtnerische Schulwesen. Die niederen Gartenbauschulen dienen in erster Linie der fachlichen Schulung des Erwerbsgärtners, die mittleren Gartenlehranstalten vermitteln in den meisten Ländern neben einer auf die Praxis einge­stellten Ausbildung auch wissenschaftliche Grund­lagen für ihre praktische Tätigkeit. Die höheren Gartenbauschulen lehren wissenschaftliche Garten­baukenntnisse und geben dem Studierenden die Grundlage zu eigener Forschung auf dem Gebiete des Gartenbaues oder zur Lehrtätigkeit an den Gartenbauschulen. Interessant ist, daß nur drei Länder sämtliche Formen des Gartenbauunterrichts ausweisen, nämlich Deutschland, Polen und die Tschecho-Slowakei.

reiches Kriegsmaterial.

Die nationale Luftwaffe fchoß im Luftkampf an der Estremadura-Front vier rote Curtis-Maschinen und an der Ebro-Front einen Martin-Bomber und drei Katiuska-Apparate ab. Die nationalen Luft­streitkräfte bombardierten am 10. August militärische Ziele in Barcelona, ein Waffenlager in Ali­cante und den Hafen von Valencia.

Wie der nationale Heeresbericht ergänzend mit­teilt, drangen die Truppen des Generals Queipo d e l L l a n o konzentrisch ausCabezadelBuey vor, das mit 15 000 Einwohnern zu den bedeutend­sten Orten Estremaduras gehört, und vertrieben nach Ueberwindung der Widerstandszentren restlos den Feind. Die vollständige Zerstörung des Ortes durch die Bolschewisten konnte nur durch das über­raschend schnelle Eindringen der nationalen Truppen verhindert werden, doch sind immerhin noch viele Gebäude und eine wertvolle Kirche der bolsche­wistischen Zerstörungswut zum Opfer gefallen. An­schließend rückten die nationalen Truppen noch vier Kilometer in östlicher Richtung vor.

Nach dem Scheitern der roten Offensive auf dem rechten Ufer des Ebro versuchte die rote Heeres­leitung einen neuen Angriff im S e g r e - Ab­schnitt bei Villanueva de la Barca, den sie mit roten Elitetruppen durchführten, um das Gebiet nördlich von Lerida zu bedrohen. Nach ausgiebiger Vorbereitung durch die Artillerie und die Luftwaffe griffen die Bolschewisten unter Einsatz von 25 sowjetrussischen Tanks an. Obgleich sie zahlenmäßig in Uebermacht waren, hielt General Moscardo > ihre Offensive auf und brachte ihnen, besonders " durch den Einsatz seiner Flugstreitkräfte, hohe Ver- ' lüfte bei, so daß sie gezwungen wurden, sich über den Segre-Fluß z u r ü ck z u z i e h e n Der Gegenstoß der Nationalen war so stark, daß die Roten bei ihrer Rückkehr über den Segre unge­heure Verluste erlitten, so daß der Fluß mit ihren Äichen angefüllt war.

Uebereinfommen von Schangfeng.

Maßnahmen zur Verhinderung neuer Schwierigkeiten.

Ein Unwetter mit Wolkenbrüchen, wie es seit Jahrzehnten nicht erlebt worden ist, hat fast das gesamte Nahetal und teilweise auch das Glan­gebiet heimgesucht. In Jdar-Obcrstein mußte ein Fabrikbetrieb stillgelegt werden, weil die Wasser­massen in den Kohlenschuppen gedrungen waren und 400 Zentner Kohlen mit sich fortrissen. Die Maschinen sind derart in Mitleidenschaft gezogen worden, daß sie vorläufig nicht in Betrieb genom­men werden können. Der gut beschäftigten Firma ist großer Schaden entstanden.

Blutter mit drei Kindern von explodierendem Sprengkörper zerrissen.

In der Nähe von Arezzo kamen vier Menschen ums Leben. Ein kleines Kind hatte auf dem Felde einen Sprengkörper gefunden undzum Spie­len" mit nach Haufe genommen. DasSpielzeug explodierte plötzlich mit ungeheurer Gewalt und tötete die Mutter, das Kind sowie seine zwei Ge- schwister auf der Stelle.

Blindgänger ans dem Weltkrieg tötet sechs Jugendliche.

In dem polnischen Dorf Rudka Mirynska im Kreise Kowel ereignete sich ein Explosions­unglück, das durch einen noch aus dem Welt­krieg dort lagernden Blindgänger verursacht wurde. Als Hirtenjungen den Blindgänger mit Steinen bewarfen, explodierte dieser und verletzte sechs Jugendliche im Alter von 8 bis 15 Jahren so schwer, daß sie kurz nach der Einlieferung in das Krankenhaus starben.

Wetterbericht

Die Schlechtwetterlage hatte am Freitags in West- und Süddeutschland einen Höhepunkt erreicht und vor allem im Rhein-Maingebiet außerordentlich er­giebige Niederschläge (vielerorts über 20, teilweise 30 Liter Wasser auf den Quadratmeter) gebracht. Gleichzeitig hat die Unbeständigkeit unter Gewittern auch auf Mittel- und Ostdeutschland übergegriffen. Auch für die Folge bleibt unzuverlässiges und zu Niederschlägen geneigtes Wetter erhalten.

Vorhersage für Sonntag: Wechselhast, doch meist bewölkt und ^wiederholte Niederschläge, Temperaturen wenig geändert, meist weslliche bis nordweslliche Winde.

Vorhersage für Montag: Zeitweise aufheiternd, doch immer noch unbeständig und zu Niederschlägen geneigt.__________

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Emst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr. W. Lange (in Urlaub), i. V.: Emst Blum- schein: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theod. Kümmel. D.A. VII. 38: 9034. Druck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Geschmack tatsächlich als die idealeUeber-Banane" ' bezeichnet werden müßte, leidet allerdings stark , unter Schädlingsbefall, so daß die Bananenerzeuger in Mittelamerika und in Afrika an einer Neuzuch- tung arbeiten, die alle Vorteile derGros-Michel aufweisen soll und doch gegen Schädlinge immun ist. Don tropischen und subtropischen Früchten hat weiter die Ananas sehr starke Aufnahme gefun- ien. Diese Frucht verlange jedoch vom Boden be- ondere Eignung und braucht zur Entwicklung einen verhältnismäßig langen Zeitraum. Für den Obst­bau in subtropischen Ländern ist weiter die A g u a - c o t e wichtig. Sie hat sich ebenso wie die Mango- Frucht bisher nur einen verhältnismäßig engen Markt in Europa zu verschaffen gewußt, während die Dattelfrucht längst schon den gesamten Weltmarkt erobern konnte. Fast unbekannt in Deutschland ist die Frucht des N e s p o l o s von Ja­pan, doch scheint es möglich, daß auch der deutsche Obstverbraucher noch manche der tropischen und subtropischen Früchte kennen und schätzen lernt.

In der SektionGewürz-, Heil- und Duft - Pflanzen" wurde herausgestellt, daß wir jeglicher organisatorischer Arbeit große Bedeu­tung und »maßgeblichen Einfluß auf Anbau und Verbesserung der Qualität und Quantität der Dro­gen zusprechen müssen. Unsere Kenntnis, in welcher Weise die Ernten mengen- und gütemäßig günstig beeinflußt werden können, sind bei den Arznei­pflanzen noch recht lückenhaft. Wenn das pflanz­liche Heilmittel wieder seinen Platz unter den ge­schätzten Arzneien einnehmen soll, ist vor allem eine Qualitätsverbesserung anzustreben. Die Grund­lagen für die Qualitätsbestimmungen müßten in­ternational ausgearbeitet werden. Die Normierung bezweckt: dem Kranken erstklassige Heilmittel zur Verfügung zu stellen, dem Arzt das Vertrauen zum natürlichen Heilmittel zu stärken, und dem Anbauer und dem Händler die chnen zukommende Gewinn- spanne zu sichern und sie in ihrem Kampf gegen . minderwertige Erzeugnisse zu unterstützen.

Gruß an den Führer.

Beit des italienischen Volkes (Bevülkerungspolitik, Kutter und Kind, Wohlfahrtspflege und Fürsorge, Hygiene der Arbeit, Jugenderziehung usw.).

3 Neue Gesichtspunkte und neue Bedeutung des Aassenproblems nach der Eroberung des Imperiums.

4. Das Nassenbewußtsein im Rahmen der geisti­gen Selbstbestimmung der Nation.

5. Das Judenproblem in der Welt und in Italien.

Mlicos Vormarsch gehl Weiler.

Salamanca, 13. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die der nationale Heeresbericht vom Freitag mel­det, versuchten die Roten im Abschnitt Aldarra - ein Guadalavi ar und am Tajo, in die na­tionale Front einzubrechen, wobei sie jedoch auher- »rdentlich schwere Verluste erlitten. Die Natio­nalen umzingelten zwei angreifende rote Brigaden und rieben fie völlig ,au f. Danach gelang es ihnen sogar noch, ihre Li­nien zu verbessern.

An der Ebro-Front setzten die nationalen Truppen ihren Vormarsch fort, schlugen jeden Widerstand des Feindes nieder und wiesen Gegen­angriffe der Roten ab. Laut Aussagen Ge­fangener einer roten Division haben die Roten über 4000 Gefallene verloren. Sv hatte allein am Frei­tag eine rote Devision 800 Mann verloren.

An der S e g r e - F r o n t trieben die nationalen Truppen die angreifenden roten Einheiten ü b er jen Segre-Fluß zurück. Bei diesem An­griffsversuch verloren die Rpten 200 Gefangene und über 400 Tote. Elf Tanks wurden zerstört.

In Estremadura setzten die Nationalen chren Vormarsch fort und nahmen mehrere Höhen­züge und die Stadt C a b e z a del B u e y, die sie zuvor umzinget hatten. Vor der Einnahme hatten die Bolschewisten wieder in hergebrachter Weise Häuser in Brand gesteckt. Die Roten verloren hier 147 Gefallene und über 200 Gefangene sowie zahl-

Der Vizepräsident des XII. Internationalen Gar­tenbaukongresses, Professor A n g e l i n i (Rom), verlas anschließend an seine Ausführungen bei der Eröffnung des Kongreßes ein Telegramm, das er dem Führer und Reichskanzler im Namen des Kongresses übersandt hatte. Das Telegramm lautet:

Die in Berlin zum XII. Internationalen Gar­tenbaukongreß versammelten Vertreter von 51 Na­tionen entbieten dem Führer und Reichskanzler des Deutschen Reiches ehrfurchtsvolle Grüße, verbunden mit dem aufrichtigsten Dank^sür die dem Kongreß zuteil gewordene Förderung."

Der Führer hat in seinem Antworttelegramm die Grüße herzlich erwidert und gleichzeitig seine besten Wünsche für einen guten Erfolg der Ta-

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London, 13. Aug. (Europapreß.) Die seit , Palästinareise des Kolonialmimsters M a c D o _ nald in der englischen Haltung gegenüber der Pa­last i n a f r a g e eingetretene Versteifung fin det am Samstag ihren Niederschlag tn ememLelt- artitel derTimes", in dem erneut rmt großem Nachdruck betont wird, die englische Regierung sei entschlossen, die D r e i t e i l u n g P a l <ai ft i n a ; ohne jede Verzögerung durchzuuh- ren. Dabei, so schreibt das Blatt wurden die In­teressen sowohl der Araber, als auch der Juden Be­rücksichtigung finden. Aber die Araber mußt sch damit abfinden, daß die Juden die Btogüch halten müßten, in Palästina ihre nationale H zu errichten und, nach dem Wort eines bet jüdischen Schriftstellers,die Levante durch» den Zionismus zu verjüngen" (!). Die Araber, sch ß dieTimes", würden auch nach der Aufteilug Palästinas im Nahen Osten über sehr vrel größere- Gebiet verfügen, als das für die Juden vorg f v Stück Land ' Dieses sei nicht einmal groß genug, um die jüdischen Flüchtlinge aus allen Ländern aufzunehmen.

Die Staatsmänner Frankreichs sind Produkte des Parlaments. Don ihm, d. h. von den herrschen­den Parteien, können sie jeden Augenblick gestürzt werden, und diese Parteien sind die der Volks­front, deren Gesetze die Produktion drosselten, die Währung entwerteten, die Wirtschaft mit der Hypothek der sozialen Reformen belasteten, deren Zinsen nicht herausgewirtschafiet werden können. Diese Politik ist, nach Daladiers Worten, zu dem Bündel von Notverordnungen, die Frankreich heute zu ersticken drohen, unantastbar wie die Vierzig­stundenwoche. So hat er mit seinem Finanznunister zugunsten der Dolksfrontpolitik jeden Weg zur Sanierung verrammelt, und dann wundert er sich darüber, daß der Franken den Weg geht, den er nach Lage der Dinge gehen muß, d. h. nach untenI

Wieder Visumzwang

für Reisen nach Italien.

!ß aris, 13. Aug. (DNB) Wie aus juftänNaen französischen Kreisen verlautet, hat die französische Regierung beschlossen, die Sammelvisa fur Gruppe nr eisen nach Italien abzu­schaffen und den Visumzwang gegenüber Italien wieder einzuführen.

Der französische Franken pendelt seit einiaer Zeit 1 an der Londoner Börse hin und her, aber das i Pendel hat sich dabei immer mehr verlängert, und am Freitag wurde der Kassafranken mit 1787/s im Verhältnis zu einem Pfund Sterling notiert. Diese Frankenschwäche ist für das Kabinett Data- di er eine unangenehme Angelegenheit, denn Dala- dier hatte schon im Interesse der französischen Rent- ner und der Festbesoldeten am 5. Mai 1938 feier­lich erklärt, er werde es nicht zulassen, daß das Pfund gegenüber dem Franken über 179 steige. Aber seit einer Woche nähert sich der Fran­ken dieser Grenze, und es ist offenes Ge- heimnis, daß nur durch Stützungskäufe des fran­zösischen Währungsfonds der Londoner Franken­kurs die Grenze von 179 nicht überschritt, wobei die Verluste des Währungsfonds natür­lich sehr erheblich sein müssen. Wie groß, das wird man vielleicht aus dem nächsten Bericht der Dank von Frankreich entnehmen können. Jedenfalls ist der wiederholt durch alle möglichen Manipulationen aufgefüllte Fonds sicherlich sehr zusammengeschrumpft.

Man hat für die Frankenschwächung die unsichere politische Lage herangezogen, aber daß am Freitag der Franken sich ttotz der besseren politischen Lage abschwächte beweist, daß nicht die Entspannung tm japanisch-sowjetrussischen Konflikt, also nicht poli­tische Momente, die Kursgestaltung beeinflußten onbern die Sorgen um die Währungspolitik Frankreichs überhaupt. Die Produktion fit rückgängig, die Prefie steigen, die Ausgaben werden immer höher, der staatliche Fehlbetrag ist durch die Politik Daladiers nicht zum Halten ge­bracht worden, geschweige daß Aussicht auf seine Tilgung bestände, und mit diesen Vorbelastungen ist es ganz natürlich, daß der Franken weiter abglettet. Da lädier hat ziemlich erregt darauf verwiesen, daß die Finanzlage Frankreichs zu Abwerfungs- aerüebten keinen Anlaß gebe, der Flnanzminlster Mar ch andeau hat sich nicht minder erregt gegen die Gerüchtemacher gewandt, aber da beide Staats­männer keine Rettungsmaßnahmen vorschlagen konnten oder wollten, ist es eigentlich selbstver­ständlich, daß die Tatsachen gegen den Franken a u s s ch l a g e n und die Worte der Minister von dem Pessimismus der Wirtschaft aus- gelöscht werden. Daladier weiß, daß er den Rest des politischen Kredits verloren hat wenn der Franken die Grenze von 179 überschreitet, aber feine rechte $anb in der Währungsfrage der Finanzminister Marchandeau, hat doch höchst unglücklich operiert. Er hat gewissermaßen die Sparer die sich um den Franken sehr berechtigt sorgen, als Schuldige hinstellen wollen, wenn der kranken nicht zu halten wäre, er hat ihnen vor­geworfen, mit ihrer Unruhe und ihrer Flucht in Goldbarren geradezu den Franken zu entwerten, aber er verwechselt hier Ursache und Wirkung. Die Sparer sind unruhig, sind sehr besorgt, weil d e Finanzpolitik des Staates immer unklarer, die Mittel immer verzweifelter werden. Als im Herbst 105 Franken für ein Pfund gezahlt wurden, ver­sicherte man ihnen, jetzt fei Franken-Ruhe einge- treten- als im Sommer vorigen Jahres 150 Franken für ein Pfund bezahlt werden mußten ^gte man ihnen das gleiche, und jetzt. n>° die kr,t,,che Gvenze fast erreicht wurde, macht man den von^er^Wah

Tokio, 13. Aug. (DNB. Funkspruch, Ostafien- 2rtenft.) Das Kriegsministerium veröffentlichte eine Information über die Besprechungen Stichen Lern japanischen und dem sowjetischen Mllttar- Defehlshaber von S ch a n g f e n g , die zu einem Übereinkommen führten. Danach sollen ge- naue Berichte über die gegenwärtige Fronttage im Nordabschnitt der Höhen von Schangfeng den Re­gierungen in Tokio und Moskau vorgelegt werden. Beide 'Truppenkommandos treffen alle Maßnahmen, um neue Schwierigkeiten zu verhin­dern. Beginnend vom gestrigen Freitag 20 Uhr an, werden beide Seiten ihre Truppen von den Höhenstellungen bei Schangfeng etwas 80 Meter zurückzieh en. Eine der neuen Lage entspre­chende Stellungskarte wird heute von beiden Setten anqefertigt werden. Die beiderseitigen Unterhändler, unb zwar von sowjetrussischer Seite General Schutern und Oberst U w e s o t o w und von japanischer Seite Oberst Cho und Tanaka, stellten gemeinsam den D erlauf der Front linien fest. Dabei ergab sich, daß die Hohen von Schangfeng bei Abschluß der Waffen­ruhen in den Händen der japanische» Trup­pen waren.

England will Teilung Palästinas vornehmen.

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Die SektionTechnik im Gartenbau" be­faßte sich mit der Anwendung technischer Einrich­tungen in gärtnerischen Betrieben. Zur Prüfung der Frage, wie weit in Klein- und Kleinstbetrieben wichtige Arbeitsvorgänge durch neuzeitliche Geräte ausgeführt und Arbeiter bzw. Zugtiere durch moto­rische Kraft ersetzt werden können, sind die Zu­sammenarbeit des praktischen Mechanikers und Tech­nikers sowie Spezialeinrichtungen erforderlich, wie sie in dem kürzlich gegründeten Versuchs- und For­schungsinstitut für Technik im Gartenbau in Qued­linburg gegeben sind.

Die Beratungen der SektionBlumenschmuck und Blumenabsatz" brachten zum Ausdruck, daß sich auch beim Grün- und Blumenschmuck eine grundsätzliche Wandlung vollzieht. An die Stelle ge- fünftelter Aufmachung soll natürliche Schönheit und beseelende Kraft treten. Dabei fällt dem Blumen­binder die Aufgabe zu, die Psychologie des Pu­blikums zu studieren und den Gebrauch der Blumen zu verallgemeinern. Chemische Behandlung, Eis- zellen-Experimente und andere Methoden haben bewiesen, daß das Leben der Blumen bis zu einem bestimmten Grade künstlich verlängert werden kann.

Aus den Berichten der Sektion tr o p is ch e r und subtropischer Obstbau ging u. a. hervor, daß das große Angebot der Citrusfrüchte neben den Erzeugnissen des heimischen Obstbaues noch Platz genug findet. Steigender Beliebcheit erfreut sich auch jetzt noch rmmer die Banane. Eine ,

Bananensorte, die na4) Größe, Zuckergehalt und gung ausgesprochen.

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rungspolitik Betroffenen den Vorwurf, für die Ent- wertung verantwortlich zu sein, deren Gründe doch ganz woanders liegen.

Das französische A u ß e n mi n i st e r i u m hat zur Einführung des Visumzwanges nach Ita­lien eine Verlautbarung herausgegeben, m der es u. a. heißt, am 5. August hätten die italiem- fchen Behörden die Ausgabe^ von Ernzel- und Sammelpässen nach Frankreich für Italien ausge­setzt. Die französische Regierung, die dann nur eine Initiative untergeordneter Behörden erblicken konnte von der der italienische Außennnnfiter, so­wie die italienische Botschaft in Paris erklärten, keine Kenntnis zu haben, habe unverzüglich einen Schritt unternommen, um Aufklärung zu erlangen. Trotz wiederholter Demarchen habe man erst am 12. August die Bestätigung dieser Aufhebung aller Sammelpäsie nach Frankreich erlangt und die Der- sicherung, daß Einzelpaßgesuche m jedem Falle Ge- genstand einer Prüfung seien. Angesichts dieser Sachlage hätten sich die französischen Behörden zu ihrem Bedauern verpflichtet gesehen, bis auf neue Weisung ab 13. August, 12 Uhr, für Franzosen die sich nach Italien begeben wollen, folgende Ver­fügungen zu treffen: 1. Den französischen Touristen werde es nicht erlaubt sein, sich zu Aufenthalten von kurzer Dauer nach Italien zu begeben, wenn fie nur die von den italienischen Konsulaten aus­gestellte Touristenkarte vorweisen; 2. die Franzosen, die sich nach Italien begeben wollen, müssen unter Nachweisung der Notwendigkeit ihrer Reise in ihrem Paß den Vermerk eines Sondervisums erhal- ten, das vom Präfekten oder Unterpräfetten für die an der französisch-italienischen Grenze gelegenen Kreise oder den entsprechenden Konsulatsbehörden im Ausland gestellt wird; 3. wird die Ausgabe von '»"v"-'/, ----- Sammelpasien für Italien ausgesetzt.

die kritische Grenze _________

den von der Wäh-1

Schanghai, 13. Aug., (Europapreß.) Die ja- panische Offensive im Jangtse-Ab­schnitt ist südlich und westlich von Kiukiang wieder in Gang gekommen, stößt aber auf erbitter­ten Widerstand der Chinesen, welche die Pause zur Verstärkung ihrer Stellungen benutzt haben. Nichts­destoweniger meldet der japanische Heeresbericht Erfolae. Oberhalb Kiukiangs wurden im Laufe der Operationen gegen heftigen Widerstand der Chinesen eine neue Truppenlandung durch­geführt. Die hier eingesetzten Truppen rücken auf Schaitschang vor. Nördlich des Jangtse sind die Flutwasser im Rückgang begriffen. Es ist damit zu rechnen, daß auch dort der japanische Vormarsch sehr bald wieder ausgenommen wird.

In Schanghai ist angesichts der Besürchtunaen vor neuen chinesischen Terrorakten aus Anlaß des Jahrestages des Beginns der Feindfeliakeiten der Belagerungszustand verschärft worden. Die ausländischen Truppen und die europäischen Freiwilligen-Forrnationen, in einer Gesamtstärke von 15 000 Mann, sind in ständiger Alarmbereit­schaft. Die Straßen sind durch Stacheldrahtverhaue gesperrt. Zehntausende von Chinesen wurden auf Bomben durchsucht. Mehrere hundert Chinesen mur­in Schutzhaft genommen. Zum erstenmal rour- auch Europäer durchsucht.