Tage stark gelichtet hatte und 19 Fahrer zur Aufgabe gezwungen worden1 waren. Knieß auf der kleinen Fichtel und Sachs überschlug sich mehrere Male, kam aber mit leichteren Verletzungen davon. Schlimmer wurde dem NSU.-Gespann von Walter mitgespielt, dessen Beifahrer Preiß verletzt ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Ausgeschieden ist auch Julius von Krohn, der ungefähren wurde und dabei eine Armverletzung erlitt. Sein Ausfall führte zur Sprengung der deutschen Silber- vafen-L-Mannschaft und des Zündapp-Fabrikteams.
Mvolari auf Alfa ZRomeo.
Beim Großen Preis von Deutschland.
Nach den Versuchsfahrten Nuvolarrs auf dem neuen Auto Union-Rennwagen wurde allgemein angenommen, der Italiener werde am 24. Juli im
Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring einen Auto Union steuern. Nun wurden alle Gerüchte aus der Welt geschafft: der italienische Meisterfahrer wird am 24. Juli nicht mit dem Auto Union, sondern mit einem der neuen Dreiliter-Alfa Romeo von Alfa Corse fahren. Voraussichtlich wird Farina der zweite Vertreter des italienischen Werkes sein.
Die Auto Union-Rennmannfchaft steht noch nicht endgültig fest, doch kann man mit Sicherheit annehmen, daß Stuck, Chiron ynb Hasse eingesetzt werden.
*
JmAchter-LänderkampfDeutschland g e g e n B e l g i e n, der am zweiten Tag der Essener Ruderregatta entschieden wurde, siegtss das deutsche Boot (Kölner CfW.) mit einer knappen Länge Vorsprung vor dem Brüsseler Boot.
Leichtathleiikmeisterschaften des Sportkreises Gießen.
Ansprechende Leistungen, jedoch schwache Beteiligung.
Die am Sonntagvormittag auf dem Platz des VfB.-Reichsbahn durchgeführten Leichtachletikmeister- schaften des Sportkreises Gießen konnten nicht in jeder Hinsicht befriedigen. Die etwas kurzfristige Ansetzung und die Urlaubszeit können die ofl*un3u= reichende Beteiligung nicht restlos entschuldigen. Rein leistungsmäßig gesehen, war jedoch ein Niveau sestzuftellen, mit dem sich unser Kreis jederzeit sehen lassen kann. — Nachstehend die Ergebnisse:
Ifiänner:
10 0 Meter: 1, Müll, VfB.-R., 11,5 Sek.; 2. SA.-Mann Mayer, SA.-Kampfspielgemeinschaft, 11,7 Sek.; 3. Moos, VfL. 1883 Lollar, 12 Sek. Der Junior Möll lag von Anfang an gut im Rennen und gervann sicher.
2 0 0 Meter: 1. SA.-Mann Mayer, SA.- Kampfspielgemeinschaft, 23,7 Sek.; 2. Möll, VfB.-R., 23,7 Sek. (Brustbreite); 3. SA.-Mann Koch II., SA.-Kampfspielgemeinschaft, 25 Sek. Hier legte Mayer sogleich in gutem Tempo los und ging, von dem aufkommenden Möll allerdings hart bedrängt, als Sieger durchs Ziel.
400 Meter: 1. Stahlhut, Tv. Heuchelheim, 53,8 Sek.; 2. Schütze Dorft (Stab II./J.R. 116), DfB.'R., 54,4 Sek.; 3. Bepperling, 1900, 54,9 Sek. Ein äußerst scharfes Rennen, das der vielseitige Stahlhut siegreich beenden konnte.
800 Meter: 1. Polizeiwachtmeister Streu, Polizeisportverein, 2:02,8 Min.; 2. Peters, 1900, 2:03,4 Min.; 3. Schütze Dorft (Stab II./J.R. 116), VfB>R., 2:04,9 Minuten.
Eine Ueberraschung! Nach einer etwas langsamen tzrsten Runde konnte der. im Spurt stärkere Streu auf der Zielgeraden an dem Favoriten Peters vorbeigehen.
1500 Meter: 1.Schütze Kleemann (1.J.R.36), 1900, 4:17,6 Min.; 2. Peters, 1900, 4:22,6 Min.; 3. Polizeiwachtmeffter Streu, Polizeisportverein, 4:29,8 Min. Kleemann hatte das Rennen jederzeit in der Hand und hätte bei stärkerer Gegnerschaft eine noch bessere Zeit erzielen können. Peters drehte diesmal den Spieß um.
5 00 0 Meter: 1. Schütze Franz Neidet (2. I. R. 116), To. Heuchelheim, 16:14 Minuten; 2. Flieger Zörnsch (Fliegerhorst), VfB.-R., 16:47,3 Min.; 3. Pfaff, VfB.-R., 17:01 Min.
Weitsprung: 1. Möll, VfB.-R., 6,54 Meter; 2. Stahlhut, Tv. Heuchelheim, 6,49 Meter; 3. Diehl, VfL. 1883 Lollar, 6,08 Meter. Mit dem letzten Versuch schaffte Möll die schöne Weite von 6,54 Meter und damit den Sieg über den favorisierten Stahlhut.
Hochsprung : Stahlhut, To. Heuchelheim, 1,75 Meter. Hier war der Heuchelheimer ohne Gegnerschaft und sprang daher nicht aus.
Dreisprung: 1. Stahlhut, Tv. Heuchelheim, 12,68 Meter; 2. Schäfer, Tuspo. Albshausen, 12,65 Meter; 3. Möll, VfB.-R., 12,16 Meter. Stahlhut konnte den talentierten Schäfer erst mit dem letzten Sprung auf den zweiten Platz verweisen.
Kugel st oßen: 1. Luh, VfB.-R., 14,43 Meter;
2. Kilo, 1900, 13,29 Meter; 3. Winter, Mtv., 11,72 Meter. Die 14,43 Meter stellen Luhs beste diesjährige Wettkampfleistung dar.
Diskuswerfen: 1. Luh, VfB.-R., 40,74 Meter; 2. Kilo, 1900, 38,76 Meter; 3. Rottenführer Niemann, SA.-Kampfspielgemeinschaft, 32,84 Meter. Luh und Kilo blieben hier hinter den Leistungen bei den Gaumeisterschaften zurück.
Speerwerfen: 1. Stm. Jakob, SA.-Kampfspielgemeinschaft, 53,70 Meter; 2. Stahlhut, Turnv. Heuchelheim, 48,39 Meter. Die Leistung des Siegers ist recht beachtlich.
Hammerwerfen: 1. Luh, VfB.-R., 36,26 Meter; 2. Klotz, 1. Kraft- u. Sportklub 1893, 33,29 Meter; 3. Funk, 1. Kraft- u. Sportklub 1893, 32,67 Meter. Luh gewann wie erwartet. Die Kraftsportler Klotz und Funk haben sich stark verbessert.
4X100-Meter - Staffel: 1. ^>A.-Kampf- spielgemeinschaft Gießen 45,7 Sek.; 2. VfB.-R. Gießen 46,1 Sek. Die Männer der SA.-Kampfspiel- gemeinschaft liefen ein schönes Rennen, allerdings hatte der VfB.-R. nicht feine stärkste Vertretung zur Stelle.
4 X 400 - Meter - Staffel: 1. VfB.-R. Gießen 3:42,6 Min.; 2. Spielogg. 1900 Gießen 3:46,2 Minuten. Die ausgeglichenere VfB.-Mann- schaft gewann erst nach Kampf gegen die mit Er- atz laufenden 1900er.
4 X 1 500 - Meter - Staffel: VfB.-R. Gießen 20:14,8 Minuten im Alleingang.
Frauen:
100 Meter: 1. L. Diehl, VfB.-R., 13,7 Sek.; 2. E. Schmidt, VfB.-R., 14,3 Sek; 3. Kröck, Tv. Heuchelheim, 14,5 Sekunden. Frl. Diehl war nie gefährdet.
20 0 Meter: 1. L. Diehl, VfB.-R., 29,4 Sek.; 2. L. Weber, VfB.-R., 30,3 Sek.; 3. G. Weber, VfB.-R., 31 Sekunden
Weitsprung: 1. E. Röhmig, Mtv., 5,29 Meter; 2. H. (Marius, Mtv., 4,70 Meter, 3. L. Diehl, VfB.-R., 4,68 Meter. Die 5,29 Meter stellen eine Leistung dar, mit der wohl nicht auf jeder Kreismeisterschaft aufgewartet wird.
Hochsprung: 1. H. (Marius, Mtv., 1,45 Meter; 2. E. Röhmig, Mtv., 1,43 Meter; 3. L. Diehl, VfB.-R., 1,38 Meter. Mit eine der größten lieber« raschungen des Tages! Frl. (Marius - dürfte zukünftig zu beachten jein.
Kugel st oßen: 1. E. Röhmig, Mtv., 11,52 Meter: 2. E.Schmidt,VfB.-R., 10Meter; 3. G.Muhl, VfB.-R., 9,35 Meter. Frl. Röhmig war hier mit Abstand die Beste.
Diskuswerfen: 1. E. Röhmig, Mtv., 29,37 Meter; 2. G. Muhl, VfB.-R., 27,45 Meter; 3. E. Schmidt, VfB.-R., 25,56 Meter.
Speerwerfen: 1 E. Röhmig, Mtv., 28,38 Meter; 2. Brüning, Mtv., 24,90 Meter; 3. Repp, VfB.-R., 21,22 Meter.
4 X 100 - Meter - Staffel: 1. VfB. R. Gießen, 1. Mannschaft, 56,3 Sek.; 2. VfB.-R. Gießen, 2. Mannschaft, 60,9 Sekunden.
Der Monat der Hochsaison.
Oer Juli krönt den Gommer. — Sommerwetter schafft guten Verdienst.
Der Juli ist in den gemäßigten europäischen Breiten der Monat der Hochsaison. Während seines Ablaufs beginnen die großen Ferien, und unter seiner Herrschaft soll die Sonne ihre höchste Wärmekraft entwickeln. Damit verbindet sich die Entscheidung einer guten oder gemäßigten Ernte und für die Saisonwirtschaft die Haupteinnahme des Sommerhalbjahres. Es ist daher verständlich, wenn geschäftstüchtige Wettermacher — wir denken an sog. Wetterkalender, die natürlich jedes wissenschaftlichen Gehalts entbehren — für den Juli immer ideales Wetter voraussagen. Der Juli gilt in der „öffentlichen Meinung" als der Sommermonat, an denen man die höchsten Erwartungen hinsichtlich des Wettercharakters stellen kann.
In Wirklichkeit ist der Juli in seinem Wettercharakter gar nicht so launenfrei und vorbildlich. Vielmehr verbindet sich mit der Höchststeigerung der Wärme eine gewisse Spannung in der Atmosphäre,
Untere Aufgabe: Dienp am teben! Diene mit, werde Mitglied der NSv.
die zu den ebenso bekannten, wie berüchtigten Juliwettern führen kann. Nachgewiesenermaßen bringt der Juli nach dem Mai die meisten und schwersten Gewitter. Diese Gewitter sind die Entladung der auf subtropische Grade angestiegenen Luftwärme. Aber nicht nur Gewitterkatastrophen sind eine besondere Eigenschaft des Juli, sondern es gibt auch eine gewisse Tendenz zu herbstlich anmutenden Exzessen. So merkwürdig es klingt: der Juli als Höhepunkt des Sommers neigt schon zum Herbst! Auch diese Erscheinung, die sich namentlich in einer zeitweilig stark zunehmenden Windstärke kenntlich macht, ist die natürliche Folge der Ueberhitzung des Festlandes. Wie in den tropischen Ländern sehr häufig mächtige Wirbelstürme losbrechen — wir erwähnen nur die Samums in Nordafrika —, so erzeugt auch in unserer Gegend die übersteigerte Hitze Luftdruckspannungen, die zur Bildung plötzlicher Wirbel führen. Diese Wirbelbildung findet eine besondere Belebung, weil wir geographisch an den Atlantik grenzen und damit an eine Atmosphäre, die auch im Hochsommer verhältnismäßig kühle Temperaturen aufweist. Die klimatischen Spezialitäten des Juli sind also: gesteigerte Gewittergefahr, unerwartet ausbrechende, herbstlich anmutende Stürme, im übrigen aber Neigung zu extremer Wärme, die besonders in der Hundstagsperiode ab letzten Drittel des Montas zum Ausdruck kommt.
Saisonwirtschaftlich ist der Juli der Bademonat. Der Strand unserer Nord- und Ostsee findet jetzt den größten Zulauf, weil erst im Juli das Meerwasser eine für den Badebetrieb geeignete Wärme besitzt. Es ist darum klar, daß die gesamte Bäderwirtschaft an der See im Juli ihre Haupteinnahme erwartet,, und es bedeutet einen empfindlichen Ausfall, wenn gerade dieser Monat die erwartete Schönwetterlage vermissen läßt. Den saisonwirtschaftlichen Höhepunkt erhält im Juli aber auch der binnenländische Kurbetrieb. In diesem Jahre hat man an den Juli offenbar besonders große Erwartungen geknüpft, da in den führenden Bädern und Sommerfrischenzonen eine Nachfrage besteht, die 20 v.H. über der vorjährigen liegt. Auch für das Binnenland bildet natürlich die Wettergestaltung eine wichtige Frage, doch wirkt im allgemeinen hier ein Schlechtwettereinbruch nicht so unangenehm wie an der See.
Wir sagten schon, daß der Juli eine Neigung zu Extremen besitzt. Am stärksten tritt diese in der Temperaturgestaltung auf. In den meisten Sommern bringt der Juli die absoluten Höchstwerte der Temperatur, die in unserem Klimabereich zwischen 33 und 35 Grad liegen, allerdings auch bis auf 38 Grad sich steigern können. Insbesondere die zum Reich hinzugekommene Ostmark dürfte für die Zukunft einen wesentlichen Prozentsatz der höchsten Wärme aufweisen, da der österreichische Klimaraum bereits von dem kontinentalen Charakter Südost- europas beherrscht wird. Gehört doch die an Oester- reicf) grenzende ungarische Steppe zu den heißesten Gegenden Europas. Hier wurden in jedem Sommer 40 bis 44 Grad im Schatten erreicht.
Wir wollen in diesem Sommer hoffen, daß der Juli möglichst viele Vorzüge auf sich vereinigt. Hierzu gehören nicht nur die subjektiven Wünsche der Ferienreisenden und der Ferienwirtschaft, sondern die noch viel wichtigeren Interessen der Landwirtschaft. Der Frühling und der Vorsommer dieses Jahres haben mancherlei Nachteile für den Saaten« stand gebracht, insbesondere durch die scharfen Froste bis in den Mai hinein. Vom Juli verlangt der Bauer in diesem Jahre ausreichende Wärme auf der einen Seite, anderntcils aber auch genügende Niederschläge, an denen es schon seit Wochen mangelt.
Sprechstunden der Rednktion.
" M 619 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samslagnad) mittag schlosstn, " ‘
Wirtschaft.
Butzbach-Licher-Eisenbahn-AS., Butzbach.
Fwd. Die Gesellschaft, von deren Grundkapital von 1,756 Millionen Mark die AG. für Verkehrswesen 1,52 Millionen Mark besitzt, verfügte im Berichtsjahr 1937 bei steigenden Verkehrsziffern über eine Erhöhung der Betriebseinnahmen auf 582 000 (344 000) Mark, davon allein aus dem Güterverkehr über 507 000 (274 000) Mark. Außerordentliche Zuwendungen betrugen 35 500 (20 000) Mark und sonstige Erträge 8000 (18 000) Mark. Die Betriebsausgaben wuchsen auf 376 000 (277 000) Mark an, Zinsen auf 15 000 (7000) Mark, Steuern auf 22 000 (3000) Mark. Nach diesmal gesondert aus- gewiesenen Anlageabschreibungen von 21 000 Mark und 121000 Mark Zuweisungen an die Rücklagen, sowie 64 000 Mark Ausgaben für alle übrigen Aufwendungen wird die Erfolgsrechnung ausgeglichen. Es bleibt bei dem Verlustvortrag von 2785 Mark. Die Bilanz zeigt bei unv. 1,756 (alles in Millionen Mark) Grundkapital und 0,923 gesetzliche Rücklage erhöhte Rückstellungen von 0,814 (0,765). Als Verbindlichkeiten erscheinen nur noch ebenfalls unv. die Anleihen mit 0,222 und der Staatszuschuß von 1,301, während die letztjährigen in Wegfall kamen. Anderseits blieb das Umlaufvermögen mit 0,055 (0,079) weiterhin gering, das Anlagevermögen stellt sich auf 4,975 (4,996). Die Hauptversammlung genehmigte den Abschluß. Der Aufsichtsrat besteht nunmehr aus Direktor Dr. Erich Stephan, Berlin, Vorsitzer; Oekonomierat Hoffmann, Hof- Güll; Bürgermeister Geil, Lich; Bürgermeister Hahn, Bad-Nauheim; Verkehrsdirektor Robert Kabisch, Berlin; Bürgermeister Dk. Richard Mörschel, Butzbach, und Friedrich Nies, Ettingshausen.
Gießener Schlachtviehmartt.
Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmartt (Schlachtoiehverteilungsmarkt) in der Viehoersteige- rungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 13 Ochsen, 3 Bullen, 20 Kühe, 35 Färsen, 147 Kälber, 232 Schweine, 6 Schafe aufgetrieben.
Preise: Ochsen 37 bis 44 Pf., Bullen 38 bis 42, Kühe 22 bis 43, Färsen 37 bis 43, Kälber 28 bis 65, Schake 30 bis 38 Pf. je V2 kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht, folgende Preise bezahlt: Klasse a) (150 kg und mehr) 1,12 RM., Klasse bl) (135 bis 149,5 kg) 1,10, Klasse b2 (130 bis 134,5 kg) 1,08, Klasse c (100 bis 119,5 kg) 1,04, Klassen d bis f (unter 100 kg) 0,98, Klasse gl) unö'h (fette Specksauen und Alt- schneider) 1,06, Klasse g2 und h (andere Sauen und Eber) 1,02 Reichsmark.
Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt. Alles ausverkauft.
Rhein-Mainische Börse.
INittagsbörfe schwach.
Frankfurt a. M., 12. Juli. Die Börse blieb am Aktienmarkt schwach, da sich die bekannten Verkäufe fortsetzten und dazu auch einige Abgaben aus industriellen Kreisen gekommen sein sollen. Da es weiterhin an entsprechender Aufnahmeneigung zunächst fehlte, stellten sich zu den ersten Notierungen bei teilweise etwas größeren Umsätzen durchschnittliche Einbußen von 1 bis 1,50 v. H. ein, die jedoch bei einer Reihe von Spezialpapieren bis 2,50 v. H. betrugen. Später setzten auf dem ermäßigten Stand vereinzelt kleine Rückkäufe ein, auch von Bankseite beobachtete man bessere Marktpflege, so daß z.T. leichte Erholungen zu verzeichnen waren. Besonders am Montanmarkt, wobei Betrachtungen eines maßgeblichen westdeutschen Blattes über die kommenden Montanbilanzen anregend wirkten. Mannesmann 108,50 bis 109,25 (109.50), Verein. Stahl 103,90 bis 104,50 (104,13), Hoesch 108,13 bis 108,50 (110,25), Rheinstahl 138,40 (140). Don Maschinenwerten waren besonders Rheinmetall gedrückt mit 128,50 (130,25), Demag hingegen 0,40 v. H. höher mit 145,40. Bemerkenswerte Veränderungen hatten noch Berger Tiefbau mit 147,65 (150), Zellstoff Waldhof mit 143,50 (145,75), Conti Gummi mit 204,50 (207), Adlerwerke mit 112 (114), Felten mit 129,40 (131), Lah- meyer mit 124 (125,50) und AEG. mit 115,13 (116,40). IG. Farben schwankten nach 153,75 (154,13) Zwischen 153,75 bis 154.
Der Rentenmarkt lag still. Kommunal-Um- schuldung lagen 10 Pf. schwäch"r mit 95,70. Etwas Geschäft entwickelte sich im Freiverkehr in verschiedenen 4,50prozentigen Industrie-Obligationen. Neu eingeführt wurden in den amtlichen Verkehr 4,50 v. H. Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt Ausgabe 1934 A mit 100 und do. 4,50 v. H. Landeskultur-Schuldverschreibungen mit 99,50. Reichsalt- desitz gingen auf 131,25 (131,50), Reichsbahn-DA. auf 124,40 (124,50) zurück. Das Pfandbriefgeschäft war sehr ruhig. Auch an den übrigen Renten- gebieteg kamen keine größeren Abschlüsse zustande, Stadtanleihen leicht schwan/kend. Für Dekosama III hielt die starke Nachfrage an.
Im Verlaufe war die Haltung widerstandsfähiger, und unter geringen Schwankungen konnten sich die Kurse auf dem teilweise um 0,25 bis 0,50 v. H. erholten Stand behaupten. Der Schluß war aber erneut matt. Farben schwankend zwischen 153,75 bis 154 bis 153, ebenso Verein. Stahl zwischen 104,25 bis 104,50 bis 104,25 und Mannesmann zwischen 108,75 bis 109,25 bis 108,50. Die später notierten Papiere lagen ebenfalls bis 1,50 v. H-, Kali Salzdetfurth nach Pause 2,50 v. H. schwächer. Auch der Einheitsmarkt verkehrte in überwiegend schwacher Haltung.
Im Freiverkehr war die Pendenz schwächer. Man nannte Dingler mit 92 (93,75), Katz & Klumpp mit 102 (102,75), Rastatter Waggon mit 53 (53,50), Verein. Fränk. Schuh nach Pause mit 75 Brief (77,50) und Ufa mit 73,50 (75,50). — Tagesgeld leicht und unverändert 2,50 v. H.
Abendbörse still.
An der Abendbörse lag nur noch wenig Angebot vor, die Haltung am Aktienmarkt blieb aber unerholt. Von außen her fehlte es weiterhin an Anregungen, auch sonst bestand die Zurückhaltung fort. Zumeist ergaben sich noch kleine Abbröckelungen von etwa 0,13 bis 0,50 v. H., doch traten vereinzelt auch stärkere Rückgänge ein. Bekula 155,50 (157), MAN. 129,50 (130,50), Verein.' Deutsche Metall 167 (168). Montanwerte blieben gehalten, Buderus 114, Mannesmann 108,50, Rheinstahl 139 (139,13), Verein. Stahl 104 (104,25). Von Elektrowerten gingen außer Bekula RWE. auf 121 (121,65), Schuckert auf 168,50 (168,90) und ©e fürel auf 133,75 (134) zurück. IG. Farben konnten sich bei kleinen Umsätzen mit 152,90 (153) etwa behaupten. Je 0,25 v. H. ermäßigt waren Adlerwerke mit 112, Bemberg mit 135,50, Junghans mit 114,75, wahrend Rheinmetall auf 128 (128,50) nachgaben.
Neben den Bankaktien blieben ferner behauptet; Berger 147,50, Licht & Kraft 141,50, Metallaesell. schäft 130, Goldschmidt 133, AG. für Verkehr 120,50, Schöfferhof 189, Henninger 124. Renten lagen ge. schäftslos. Kommunal-Umschuldung nannte man mit unverändert 95,70.
Stanffurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 12. Juli. Auftrieb: Kalber 661 (gegen 768 am 5. Juli), Hämmel und Schaf« 121 (98), Schweine 2232 (2985). Notiert wurde» je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kälber, ander, a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 46 bis 50 (45 .bis 50), d) 33 bis 40 (35 bis 40). Hämmel b2) 48 bis 50 (48 bis 50), c) 42 bis 45 (40 bis 45), d) 30 bis 38 (38); Schafe a) 40 bis 42 (38 bis 42), b) 34 bis 35 (33 bis 37), c) 24 bis 3L (24 bis 32). Schweine a) 57 (57), bl) 56 (56), b2J 55 (55), c) 53 (53), d) 50 (50); Sauen gl) 54 (54). Marktoerlauf: Kälber und Schweine zu» geteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig.
Fleischgroßmakkt. Beschickung: 778 (982) Viertel Rindfleisch, 646 (586) halbe Schweine, 57 (65) ganze Kälber, 17 (2) ganze Hämmel, 5 (5) Kleinvieh. Notiert wurden je 50 kg in RM.: Ochsenfleisch a) 80, Bullenfleisch a) 77, Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54, Färsenfleisch a) 80. Kalbfleisch I 81 bis 97 (81 bis 85), II 75 bis 80. Hammelfleisch b) 76 bis 90 (76 bis 90), c) 65 bis 75 (65 bis 70). Schweinefleisch b) 73. Fettwaren. Roher Speck unter 7 cm 78, Flomen 80 RM. je 50 kg. Markt- verlauf: lebhaft. ,
Frankfurter Obff- und Gemüfemarkt.
Frankfurt a. M., 12. Juli. Während Himbeeren stark und Johannisbeeren gut angeboten waren, hielten sich die Zufuhren von Heidelbeeren, Kirschen, Pfirsichen und Stachelbeeren in engen Grenzen und genügten nicht dem lebhaften Bedarf, Erdbeeren waren nur noch schwach zugeführt. Vom Auslande erfolgten geringe Zufuhren an Aprikosen und Pfirsichen. In Bananen ist das Angebot wohl größer, aber noch nicht ausreichend geworden.
Der Gemüfemarkt verzeichnete fast durchweg starkes Angebot, insbesondere aber von Blumenkohl, Karotten, Kohlrabi und Wirsing. Das Geschäft war lebhaft. Für Bohnen ließen die Preise etwas nach. Ausl. Tomaten waren reichlich vorhanden und wurden flott verkauft.
Büchertisch.
— Fritz Baumgarten: Frau Holle. Preis geb. 1,80 Mark. Verlag A. Anton & Co., Leipzig. — (126) — Ein sehr nettes Bilderbüchlein für Kinder bis zu 8 Jahren hat hier Fritz Baumgarten nach dem bekannten Märchen gestaltet. Die hübschen ganzseitigen Bilder in Vierfarbendruck entsprechen ebenso wie die luftigen Randleisten uni Vignetten im Text ganz der kindlichen Vorstellungs- welk.
— Sebastian Kneipp: S 0 sollt ihr leben! Winke und Ratschläge für Gesunde und Kranke zu einer einfachen, vernünftigen Lebensweise und einer naturgemäßen Heilmethode. Neu herausgegeben und bearbeitet von Dr. med. Christian Fey, Bad Wörishofen, 191. bis 200. Tausend. Preis in Leinen geb. 2,85 Mark. Verlag Kösel und lüftet, München. — (185) — „So sollt ihr leben!" Mit diesem Ruf hat vor bald fünf Jahrzehnten der unbekannte schwäbische Landpfarrer Sebastian Kneipp seine Mitwelt zur Befolgung der von ihm als richtig erkannten und erprobten Grund) atze einer naturgemäßen Lebens- und Heilweise aufgefordert. Erst unsere Zeit, die sich zur Aufgabe gestellt hat, ein neues Geschlecht gesund, stark und lebenstüchtig zu erziehen, hat das richtige Verständnis aufgebracht für die Verpflichtung und die persönliche Mitwirkung jedes einzelnen an der Erhaltung seiner gesundheitlichen Kräfte. Die Werke Kneipps in einer Neufassung vorzulegen, hat sich Dr. med. Christian Fey in Bad Wörishofen, der schon vielfach organisatorisch und führend in der Kneipp-Bewegung tätig war, übernommen.
— „W a s ist das für ein Baum?" Tabellen zum Bestimmen von 300 wichtigen Bäumen und Sträuchern von Alois Kosch. 24 Abbildungen auf Kunstdrucktafeln und 434 Bilder im Text. Kart. RM. 3.—, in Leinen gebunden RM 4.—. Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart — (197) — Ist es nicht merkwürdig, daß man viel mehr Blumen mit Namen nennen kann als Bäume und Sträucher? — Durch den neuen Kos- mos-Naturführer wird es dem Naturfreund leicht gemacht, die wichtigen Bäume und Sträucher unserer Heimat rasch und zuverlässig zu bestimmen, lieber 300 Laub- und Nadelbäume, Nutz- und Ziersträucher, einheimische und aus fremden Ländern eingeführte, sind nach den auffallendsten Merkmalen, den Blättern, ungeordnet und klar und deutlich abgebildet. Wer auf feinen Streifzügen durch Wald und Flur, auf Spaziergängen durch unsere Parks, auf Fahrt und Wanderung dieses Taschenbuch bei sich hat, wird darum über die Bäume und Sträucher unserer Heimat, über Blüten und Früchte, über Herkunft und Namen sich immer rasch Bescheid holen und damit auch andere erfreuen können.
— Will Kraft: Brot. Dolksgefund« heit — Nahrungsfreiheit! Kurze Darstellung des heutigen physiologischen Wissens von Korn und Brot, der daraus sich ergebenden praktischen Folgerungen und ihrer Auswirkung auf Gesundheit und Wirtschaft des deutschen Volkes. 31 Seiten. Preis 50 Pf. Müllerfche Derlagshandlunr Dresden. — (200.) —
— Volk, Mensch und Ding. Erkenntnis- kritische Untersuchungen zur volkskundlichen Begriffsbildung. Von Dozent Dr. Heinrich Harm- j a n z. Schriften der Albertus-Univerfität, Geisteswissenschaftliche Reihe, Band 1. Gr. 8°, IV und W Seiten. Kart. 5,80 RM. Oft-Europa-Verlag, Ko« nigsberg (Pr.) und Berlin W. 35. — (199.) —
Rundfunkprogramm
Donnerstag, 14. Juli.
5 Uhr: Frührnufik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nach richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Dek Lebensstandard des deutschen Volkes. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittags konzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Belauscht« Natur. 15: Für unsere Kinder: Wir erzählen euch neue Märchen. 16: Nachmittagskonzert. Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Dec fröhliche Lautsprecher. 18.50: Allerlei vom Sport der Woche. 19: Nachrichten. 19.10: Träger berühmter Stimmen. 19.35: Das Reserl von Dornbach. EiU heiteres Spiel um Franz Schubert. 20.15: Schubert-Konzert. 22: Nachrichten. 22.15: Koloniale Schuld, wie wir sie sehen. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtmusik.
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