Ausgabe 
13.5.1938
 
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Englands Regierung verteidigt ihr Lustaustustungsprogramm.

macht. Ein einziges Land habe alles bei dem ganzen Spiel gewonnen: Deutschland. Hitler sei der große Sieger. DerMatin" schreibt, der gestrige Tag habe den totalen Mißerfolg der bisherigen Politik der Sowjets gebracht.Epoque" schreibt, trotz der Verteidigung des Negus werden Frankreich und England das italienische Weltreich anerkennen, doch sei die Eroberung Abessiniens nicht anerkannt".Rechtlich" bestehe das Problem noch weiter, der Negus könne sich im Dezember bei der Vollversammlung der Liga wieder vertreten lassen. Dann werde es aber an dem Vollmachten- ausschuß liegen zu erklären, daß die Beglaubigungs­schreiben der abessinischen Vertreter nicht mehr gültig seien, da sie von einem nicht mehr souve­ränen Staat ausgestellt seien.Es ist zu Ende. Selbst für Genf gibt e? kein Aethiopien mehr", schreibt derJour" und gibt hierüber seiner un- verhvhlenen Genugtuung Ausdruck, denn nun sei weder Frankreich noch England durch die Genfer Abmachungen gebunden und beide Mächte seien somit in die Lage versetzt, das -italienische Imperium anerkennen zu können. Die gestrige Sitzung werde sicherlich nickt das Ansehen der Genfer Einrichtung vermehren. Aber endlich sei die peinliche äthiopische Angelegenheit liquidiert.

Weitere japanische Erfolge.

Wachsende Bedrohung Hsütschaus.

Schanghai, 13. Mai. (Europapreß.) Neue Er­folge der japanischen Truppen in Südschan- t u n g werden von den Chinesen zugegeben. Der japanische Griff um die Lunghau-Eisenbahn wird immer enger und hat nach Aeußerungen aus Hankqu in chinesischen RegierungskreisenUnruhe" ausgelvst. Hsütschau wird stündlich stärker be­droht. Der Vormarsch der Japaner von Süden und Norden her hält an. Südlich der Eisenbahn sollen die Japaner Pungtschengschin, 35 Kilometer von der Bahnlinie entfernt, genommen haben. Die Bombardierungen der Stadt Hsütschau nehmen nach hier eintreffenden Meldungen immer größeren Umfang an. In den frühen Morgenstunden des Freitags bombardierten japanische Luftstreitkräfte Kan t o n. Der japanische Sonderbotschafter in Schanghai, Tani, hat am Freitag früh an die aus­wärtigen Vertretungen das dringende Ersuchen ge­richtet, für die beschleunigte Abbeförde­rung ihrer Staatsbürger, vor allem längs der PekingHankau-Bahn, der TientsinPukau-Bahn und der Lunghai-Bahn Sorge zu tragen, da dieses Gebiet der Schauplatz der größten Schlacht dieses Krieges zu werden scheine.

Taufe im Haag.

PrinzessinBeatrix der Niederlande getauft.

Haag, 12. Mai. (DNB.) Am Donnerstagoormit- tag sand in der würdig geschmückten GrooteKerk im Haag die Taufe der Prinzessin Beatrix statt. In feierlichem Zuge fuhr das kronprinzliche Paar mit dem Täufling in der von vier Pferden ge­zogenenGoldenen Kutsche" vom Schloß zur Kirche, während die Taufpaten und Gäste in Kraftwagen folgten. Im ersten Kraftwagen hatten die K ö n i g i n W i l h e l m i n a der Niederlande und der König der Belgier Platz genommen, in den folgenden Wagen sahen die weiteren Taufpaten, Prinzessin Armgard zur Lippe-Biesterfeld, Prinzessin Alice von Großbritannien und Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg. Die gottesoienstliche Handlung wurde vom Ortspfarrer von Baarn vor­genommen, zu dessen Pfarrsprengel das kronprinz­liche Schloß gehört. Die Kronprinzessin Juliane hielt ihr Kind selbst über das Taufbecken. Die zahlreichen Uniformen der Würdenträger, Militärs, Diplomaten in dem sonnendurchfluteten, schönen Gotteshaus schufen ein überaus eindrucksvolles farbenprächtiges Bild. Bei der An- und Abfahrt brachte eine zahl­reiche Menschenmenge dem Kronprinzenpaar herz­liche Kundgebungen dar.

Staatsbegräbnis für Saga.

Bukarest, 12. Mai. (DNB.) Das Staats- degräbnis für den rumänischen Staatsmann und Dichter Octavian Goga begann mit einer Trauer­feier im Athenäum, der der König, der Patriarch, die Kronräte, die Regierung, das Diplo­matische Korps und die Freunde des Verstorbenen bekwohnten. Das Philharmonische Orchester eröffnete die Feier mit dem Trauermarsch aus derGötter- dämmerunh". Patriarch M i r o n nahm mit zahl­reichen Geistlichen die kirchlichen Handlungen vor. Reden wurden auf Wunsch des Verstorbenen nicht gehalten. Militär marschierte an der Spitze und um Ende des langen Trauerzuges zum Friedhof. In der Mitte des Zuges schritten Bauern aus Gogas Heimatgemeinde. Für die Reichsregierung hatte der deutsche Gesandte Dr. F a b r i c i u s einen Kranz niedergelegt. Ein Kranz Alfred Rosenbergs wurde vom Stabsamtsleiter Schickedanz überbracht. Auch die Volksge­meinschaft der Deutschen in Rumänien legte an der Bahre einen Kranz nieder.

Autonomieforderung der Ukrainer in polen.

Warschau, 12. Mai. (DNB.) Das Zentral­komitee der Ukraine Undo (Ukrainische natio­naldemokratische Organisation) ver­öffentlicht eine Erklärung, in der gesagt wird, daß die von der Undo bisher betriebene Politik zu keinerlei positiven Ergebnissen ge- führt habe. An Stelle einer angestrebten Nor­malisierung der Verhältnisse stehe die ukrainische Volksgruppe vor Tatsachen, die sich gegen das nationale Leben der Ukrainer richteten. Die Erklärung, die eine Reihe von Rechtsbeschrän­kungen aufzählt, fordert dann die Anerkennung des ukrainischen Volkes als besondere nationale Gruppe sowie die territoriale Autonomie auf dem von den Ukrainern be­wohnten Gebiet. Die Erklärung hat in der polni­schen Hauptstadt starken Widerhall gefunden. Ver­schiedene Blätter sehen in dem Hervortreten dieser stärksten ukrainischen Partei eine Kündigung des während der Wahlen 1935 abgeschlossenen Normali­sierungsabkommens. Die Forderung der Ukrainer werde wohl auch auf der bevorstehenden Parla­mentstagung erneut unstrichen werden.

Luxemburgs Neutralität.

Luxemburg, 12. Mai. (DNB.) Am Mittwoch begingen die Luxemburger den 71. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit und der im Lon­doner Vertrag vom 11. Mai 1867 von den europä­ischen Mächten proklamierten und garantierten Neutralität. Im ganzen Lande fanden patrio­tische Kundgebungen statt. In der Hauptstadt er­griff der Regierungschef Peter D u p o n g bei einer ter, lULeurdur gischen Sw-

London, 12. Mm. (Europapreß.) Die mit gro- ;er Spannung erwartete Unterhaus-Aussprache über den Stand der -englischen Luftrüstungen begann mit oppositionellen Angriffen gegen das Luftfahrtmini-- terium. Der Luftfahrtminister Lord Swinton, der dem Oberhaus angehört und deshalb nicht im Unterhaus erscheinen konnte, wurde von dem Unter­staatssekretär im Luftfahrtministerium, Lord W in­te r t o n , gegen die Angriffe der Opposition ver­teidigt. Der liberale Abgeordnete Sir Hugh Seesy erklärte, es bestehe kein Zweifel daran, daß die Regierung die Nation in ein falsches Ge- ühl der Sicherheit versetzt habe. Die Der» prochene Gleichheit zur Luft mit anderen Nationen ei nicht erreicht worden. Der Redner verwies auf die d e u t s ch e n Luftrüstungen und fragte, was die englische Regierung zu tun gedenke, um eine Gleichheit zur Luft mit anderen Nationen zu er­reichen.

Dem Wunsch der Opposition nach genaueren An­gaben über den Stand der englischen Luftrüstung wich Lord W i n t e r t o n von vornherein aus und teilte fest, daß es nicht im öffentlichen Interesse liege, genauere Angaben zu machen. Immerhin führte Lord Winterton aus, daß

bis zum 1. März 1940 das Helmalge schwa­tz e r eine Stärke von nahezu 2350 Maschinen tzer ersten Linie erreicht haben würde. (Auf jedes Flugzeug der ersten Linie kommen meh­rere Reseroeflugzeuge.) Die Ueberfeege- sch wad er würden rnnd 490 Flugzeuge um­fassen. Die Marinetuftstreitkräfle würden bis zum Mär; 1940 nahezu 500 Ma­schinen umfassen. Alles zusammen würde sich daher bis zum 1. März 1940 ein Stand von 3500 Flugzeugen der ersten Linie ergeben. England würde außerdem noch auf die Luft­streitkräfte der Dominions rechnen können. Ferner sei Aegypten im Begriff, sich eine wirksame Luftwaffe aufzubauen, was für die Sicherheit im Nahen Osten nicht ohne

Bedeutung sei.

Die Zahl der Geschwader und die Zahl der zu einem Geschwader gehörenden Flugzeuge werde erhöht werden. Die gesamte Luftaufrüstung werde eine Mehreinstellung von 40 000 Offizieren und Mannschaften erfordern. Der größte Teil dieser 40 000 Flieger werde schon in den nach st en 18 Monaten eingestellt werden. Vor dem Inkrafttreten des neuen Aufrüstungsschemas hätten 50000 Mann zur Luftwaffe gehört, heute dienten bei ihr 70 000 Mann, somit in zwei Jahren 110 000 Offiziere und Mannschaften. Lord Winterton kün­digte die Errichtung -von zwei neuen Uebungslagern an. Zur Erfüllung des gegen­wärtigen Luftrüstungsschemas seien dreißig neue Flugplätze erforderlich.

Der Unterstaatssekretär erklärte:Ich muß ent­schieden die Andeutungen zurückweisen, wonach die Flugzeuge der Luftwaffe minderwertig sind. Soweit man überhaupt Vergleiche ziehen kann, fallen diese Vergleiche mit anderen Luftflotten zugunsten Eng­lands aus." Im allgemeinen seien die Aufttäge so

dentenverbände das Wort. Dupong umriß die ge­schichtliche Entwicklung des Großherzogtums Luxem­burg. Es habe vor allem ein TKeal, das Ideal des Friedens, und in feiner Haltung den Nach­barmächten gegenüber lege ihm seine Neu­tralität die Pflicht auf, sich jeder verletzenden Kundgebung den Nachbarstaaten gegenüber zu ent­halten.

Linz erwartet Göring.

Feierlicher Baubeginn derReichswerke Hermann Göring".

Linz, 13. Mai. (DNB.) Den Baubeginn der Reichswerke Hermann Göring" in Linz wird die Stadt feierlich begehen. Alle Straßen sind festlich geschmückt. Neben einer mit Tannen­grün gezierten Ehrentribüne ist ein riesiger Hun­dert-Tonnen - Kran - Bagger aus Essen aufgestellt, mit dem der GeneralseDmarschall sym­bolisch den Baubeginn vollziehen wird. Neben dem Festplatz markieren zahlreiche gefällte Bäume die Umrisse des zu erbauenden Sonderhafens und des Schiffahrtskanals. Die Stellen, wo sich in kurzer Zeit die Hochöfen erheben werden, sind durch Turmattrappen gekennzeichnet. Die Jugend braucht Herbergen!

Generalfeldmarschall Göring zum Reichswerbe- und Opfertag 1938.

Berlin, 11. Mai. (DNB.) Zum Reichswerbe- untz Opferlag, den tzie Hiller-Jugend am Sonntag durchführt, hat Generalfeldmarschall Göring folgenden Aufruf erlassen:

Die deutsche Jugend soll das Großdeulfche Reich, diese stolze Gründung unseres Führers, in seiner Vielgestaltigkeilund reichen Gliederung kennenlernen. Ihr sollen die Stätten seiner heroischen Geschichte und seiner einzigartigen alten Kultur unauslöschliches Erleb­nis werden. Nur wer sein Vaterland kennt, wird es stets mit Stolz sein eigen nennen und ihm in guten und schweren Zeiten d i e Treue halten. Das Iugendherbergs- werk hilft der Jugend, dieses Ziel zu erreichen. Das ganze deutsche Land in Ost und West, in Nord und Süd muß mit geräumigen und schönen Jugend­herbergen versorgt werden, helft unseren Jungen und Mädeln Jugendherbergen bauen!

Das Lugendschuhgeseh.

Sinnvolle Ausnutzung des Urlaubs.

Berlin, 12. Mai. (DNB.) Reichsarbeitsminister Seldte äußert sich in derZeitschrift der Aka­demie für deutsches Recht" über das Jugendschutz­gesetz. Der Urlaub der Jugendlichen erhöht sich ohne Rücksicht auf das Lebensalter auf 18 Tage, wenn der Jugendliche mindestens 10 Tage an einem Lager oder einer Fahrt der HI. teilnimmt. Damit wird, so führt Reichsminister Seldte aus, die Be­deutung der HI. für tzie Erziehung der Jugendlichen anerkannt. Aufgabe der HI. wird es sein, eine sinnvolle Ausnutzung des Urlaubs zu gewährleisten. Zu diesem Zweck soll der Urlaub nach Möglichkeit in der Zeit eines Lagers oder einer Fahtt bei HI. uud möglichst zrffammenhängHnd von

groß, daß die Werke unter Berücksichtigung der In­teressen des Luftfahrtministeriums Erweiterun­gen vornehmen müßten. Diese Beschäftigungslage habe dazu geführt, daß die Zahl der Arbeiter von 30 000 im Jahre 1935 auf über 90 000 im gegen­wärtigen Zeitpunkt an gewachsen sei. Das Luftfahrt- minifterium sei auch in die Lage versetzt worden, schon jetzt Pläne für den Ausbau neuer Flug­zeugfabriken zu überprüfen.

Der Leiter der Unterhausfraktion der Arbeiter­partei, Attlee, erklärte, Lord Wintertop hätte es nicht verstanden,- die Beunruhigung, die im eng­lischen Volke über den Stand der Luftaufrüstung bestünde, zu beseitigen. Ganz England verlange ge­naue Angaben über die englische Aufrüstung, selbst tzann, wenn frühere Fehler dabei eingestanden wer­den müßten. Die Stärke anderer Staaten in der Luftaufrüstung sei von England durchaus noch nicht erreicht. England sei im Gegenteil dabei, die Un­gleichheit in der Luftaufrüstung immer offensicht­licher werden zu lassen. Die englische Erzeugung

Paris, 12. Mai. (Europapreß.) Der französische Kriegsmarineminister C a m p i n ch i gab der Presse Erklärungen über das französische Flottenbaupro­gramm für 1938. Danach belaufen sich die Gesamt­kredite für 1938 auf 5,7 Milli ard e n Franken. 1,041 Milliarden Franken stellen zusätzliche Kre­dite für zwei Linienschiffe und einen Kreuz^er dar. Diese sollen bis zum 31. Dezember 1942 in Dienst gestellt werden. Die Regie­rung habe mit Rücksicht auf die Entwicklung der außenpolitischen Lage die Ersetzungder ver­alteten Einheiten nicht mehr länger hinaus­schieben können. Nach demParis <5oir" erklärte Kriegsmarineminister Campinchi, neben den fünf älteren großen Panzerkreuzern besitze Frankreich dieDünkirchen" mit 26 000 Tonnen, der im September d. I. auch noch ihr Schwesterschiff Strasbourg" folgen werde. Drei Einhei­ten von je 3 5 0 0 0 Tonnen befänden sich seit einiger Zeit in Bau. Er habe sich darüber hinaus soeben noch entschlossen, einen vierten 35 00 0 = Tonnen ° Kreuzer und einen gro­ßen Flugzeugträger auf Kiel zu legen. Das gegenroärtig in Bau befindliche 26 000-Tonnen° GroßkampfschiffStrasbourg", das Schwester­schiff derDünkirchen", werden in aller Kürze seine Versuchsfahrten aufnehmen. Diese beiden Kriegsschiffe seien die modernsten Einheiten ihrer Art in der Welt. Frankreich werde dann sie­ben Großkampf schiffe in Dienst haben. Auch die schweren TorpedobooteHogador"- und,Volta", die in Kürze in Dienst gestellt wer­den könnten, würden alles, was auf diesem Ge­biete zur Zeit vorhanden sei, übertreffen. Frankreich besitze ferner 4 0 große U-Boote, die sich bei ihren großen Kreuzfahrten vollauf bewährt hätten.

!tzen Bettiebsführern erteilt werden. Daß das Gesetz auf die Sicherung des Erholungszweckes ganz be­sonderen Wert legt, geht, wie Professor Siebert, der stellvertretende Vorsitzende des Jugendrechtsaus­schusses in einem weiteren Aufsatz ausführt, auch daraus hervor, daß nach dem Gesetz der Urlaub spätestens bis zum 31. März des fol­genden Jahres gewährt werden muß und daß sowohl der Jugendliche wie der Unternehmer sich strafbar machen, wenn der Jugendliche eine dem Urlaubszweck widersprechende Erwerbsarbeit leistet. Die Frist bis zum 31. März ist nicht dahin zu ver­stehen, daß etwa der Anspruch des Jugendlichen auf seinen Urlaub aus dem verflossenen Jahre da­mit erlischt, sondern sie ist allein so zu verstehen, daß der Unternehmet bei Vermeidung von Strafe gezwungen sein soll, den Urlaub innerhalb der ge­stellten Frist auch tatsächlich zu gewähren. Vereinbarungen über Abgeltung statt Urlaub sind, wie überhaupt jeder Verzicht auf Urlaub, grundsätzlich unzulässig. Nur bei Beendigung der Lehr- oder Arbeitsverhältnisse kann es aus­nahmsweise zu einer Abgeltung kommen, nämlich dann, wenn der Urlaub auch nicht mehr während einer Kündigungsfrist gewährt werden kann.

Ein Geschenk des Duce für Göring.

Berlin, 12. Mai. (DNB.) Ministerpräsident Göring hat im vergangenen Jahr die italie­nische Kunstausstellung in Berlin er­öffnet. Bei der Besichtigung hatte er sich besonders anerkennend über einige Werke der italienischen Bildhauerkunst geäußert. Der Duce beauftragte den italienischen Minister Solmi, Generalfeltzmarschall Göring eine Vronzefigur des italienischen Künstlers Antonio, Maraini zum Geschenk zu machen. Die Figur stellt in heroischer Pose einen knienden Krieger mit Schild und Schwert bar. Generalfeldmarschall Göring nahm das Geschenk mit aufrichtiger Freude und Bewunderung entgegen.

Ein Ehrenmal für die Gefallenen des Weltkrieges in Oberitalien.

Auf Anregung Mussolinis wird in Rovereto im Oberitalien ein Ehrenmal für tzie Gefallenen des Weltkrieges errichtet. Das Ehrenmal wird eine zu Ehren der Gefallenen aus Kanonen des Weltkrieges gegossene Glocke enthalten, deren Guß Mussolini persönlich beiwohnen wird. Der Guß wird mit Wasser von allen Schlachtfeldern des Weltkrieges durch­geführt werden. Am Samstag wird der italienische Generalkonsul in Berlin, Oberst Renzetti, nach Ostpreußen kommen, um Wasser der Masuri­sch e n Seen zu schöpfen. Er wird zunächst am Reichsehrenmal Tannenberg einen Kranz nie» tzxrlegen und dann nach Waplitz fahren, wo ein Offizier der Wehrmacht die Gefechte, die sich in die­sem Abschnitt abgespielt haben, erklären wird. Als­dann erfolgt die Uebernahme des Wassers und schließlich ein Rundflug über die Schlachtfelder.

Generaladmiral Raeder in Budapest.

B u d a p e st,-12. Mai. (DNB.) Der Oberbefehls­haber der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder, ist in Budapest eingetroffen, um einen Besuch des ungarischen Honoedministers General der Infanterie Roeder zu erwidern. -Generaladmiral Roeder wurde auf dem Budapester Flugplatz mit militärischen Ehren empfangen. Eine Offiziersabord- »ung der Honyed-Armee« des ungarischen Lriegs.-

stelle eine Arbeit mit veralteten Systemen dar. Dir Leistung derSchattenfabriken" fei unbefriedigend.

Die Aussprache wurde von Lord Winterton abgeschlossen, der nochmals erklärte, daß eine all­gemeine Verbesserung nicht nur in der Flu g - zeugherstellung, sondern auch in der Aus - rüftung eingetreten sei, daß die Anwerbun­gen ständig stiegen und man immer bessere Maschinen herstelle. Der Aufrü- stungsplan stelle eine der größten Maßnahmen dar, die je in Friedenszeiten getroffen worden seien. Der Mißtrauensantrag der liberalen Op­position wurde mit 299 gegen 131 Stimmen a b - gelehnt. Kurz vor Mitternacht haben indessen auch die Abgeordneten der liberalen Oppo­sition sowie 20 konservative Abgeord­nete unter der Führung von Winston Chur­chill Anträge eingebracht, in denen die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses über die Organisierung der Aufrüstung zur Luft geforber* wird.

Nach einem Hinweis auf die französischen Zer­st ö r e r , von denen einer mit 45 Knoten, in der Stunde den Weltgeschwindigkeitsrekord halte, erklärte Campinchi auf die Frage, welches Ausmaß die französische Flotte gegen Ende des Jahres 1942 haben werde, die französische Kriegs­flotte werde zu diesem Zeitpunkt etwa um 5 0 000 Tonnen ftärfer sein a l s die italie­nische. Ohne die außerordentlichen Bauten (ge­meint ist der Flugzeugträger, ein 35 000-Tonnen- Kreuzer und einige andere Einheiten) wäre die fran­zösische Flotte um etwa 100 000 Tonnen kleiner als die italienische.

Amerikanische Lustmanöver an r er Atlantikküste.

Neuyork, 12. Mai. (DNB.) Arn Donnerstag begannen an der Atlantikküste Manöver eines gro­ßen Teiles der amerikanischen Luftflotte. Als Ge­fechtslage wird angenommen, daß eine euro­päische Luftflotte, unterstützt von zwei feindlichen, etwa 300 Kilometer von der Küste ent­fernt befindlichen Flotteneinheiten, einen Angriff versucht. 217 der modernsten und schweren Bombenflugzeuge mit 3000 Offizieren und Mann- schäften sowie mehrere Kriegsschiffe sind eingesetzt. Die für die Verteidigung zu lösenden Aufgaben schließen die Annahme einer Fallschirmlan­dung gegnerischer Kräfte im Rücken der Küstenverteidigung ein. Bei dem Manöver werden zum ersten Male neue Lockheed- Sübstratosphären-Jagdflugzeuge" sowie mit Flug­zeugkanonen ausgerüstete neue Bell-Maschinen prak­tisch erprobt.

marineoereins sowie Offiziere und Mannschaften der ehemaligen k. u. k. Marine hatten auf dem Flugplatz Aufstellung genommen. Kurz nach seinem Eintreffen legte Generaladmiral Raeder einen Kranz an dem ungarischen Marine-Ehrenmal an der Horthy-Brücke nieder. Der Reichsverweser ejnpfing General­admiral Raeder in Prioataudienz.

390 Flugzeuge im Deuischlaudflug!

Vvm 22. bis zum 29. Mai wird der diesjährige Deuffchlandfiug tzurchgeführt. Starteten im vorigen Jahr 180 Maschinen, so find es jetzt 390 Flug­zeuge, die ihre Beteiligung angemeldet haben. Wenn dieser Tage im Zusammenhang mit den Darbietun­gen der italienischen Luftwaffe aus Anlaß des Führerbesuches berichtet wurde, daß die 400 Manö­vermaschinen des Imperiums die größte Zahl an Flugzeugen bilden, die -je bei Flugveranstaltungen festgestellt wurde, dann kann jeder selbst die Be­deutung ermessen, die dem Deuffchlandfiug mit einer um nur zehn Maschinen geringeren Beteiligung zu- kommt. Im deutschen Luftraum wird an den Tagen des Wettbewerbs ein zuvor noch nicht erlebter be­trieb herrschen. Täglich wird jede Maschine 10 0 0 Kilometer zurücklegen. Insgesamt wer­den also über 2,7 Millionen Kilometer abgeflogen werden. Bei dem jetzt bevorstehenden Zweiten Deuffchlandfiug des Nationalsozialistischen Flieger­korps handelt es sich aber nicht nur darum, die Propeller dröhnen zu lassen und in schneidigen Flügen über die deutschen Gaue hinwegzusegeln, es werden vielmehr unter jeweils veränderten Be­dingungen von Mensch und Maschine höchste Leistungen gefordert. Die hohe Beteiliaung läßt erkepnen, in welchem Umfange der Flugsport bei uns Wurzel geschlagen hat. Aber die hellste Begeisterung für diesen Sport hätte nutzlos ver­puffen müssen, wenn nicht die vielen hunderttausend fördernden Mitglieder des alten DLV. und des jetzigen NSFK. gewesen wären, die die Millionen zusammenbrachten, die erforderlich waren, um alle Einrichtungen zur fliegerischen Ertüchtigung unserer Jugend zu schaffen. S)nen muß besonders gedankt werden. Generalleutnant Christiansen, der Führer des NSFK., hat auch angeorbnet, daß diesen fördernden Mitgliedern Gelegenheit gegeben wird, dem Flug aus unmittelbar st er Nähe beizuwohnen. Erfteulich ist e£ auch, daß die Schuljugend überall mindestens einmal mit den Fliegern und ihren Flugzeugen in Berührung kommen wird, und also das vor Augen geführt er­hält, was sie sonst in achthundert bis tausend Meter Höhe über sich sieht oder nur von BiDern kennt.

Der nationale Vormarsch östlich von Teruel.

Salamanca, 13. Mai. (Europapreß.) Das nationale spanische Hauptquartier erklärt: Im Kampfabschnitt von Teruel haben die nationalen Truppen ihren glänzenden Vormarsch fortgesetzt und dem Feind eine schwere Niederlage bereitet. Die nationalen Truppen haben bei Car­ba 1 a n , etwa 15 Kilometer nordöstlich von Teruel, bedeutende Stellungen besetzt. Sie haben sich des Bergmassivs von C a st e l F r i o und des Ortes A l l e p u z, etma 40 Kilometer nordöstlich von Teruel im Bezirk von Aliaga, und einiger Höhen an der Straße von Villaluengo nach Fortanete, rund 50 Kilometer westlich von Albocacer« bemäch-

Frankreichs Floltenbauprogramm.

Bier 3S OOO-Tonnen-Großkampfschiffe und ein Flugzeugträger.