Aus den Gießener Gerichtssälen.
Große Strafkammer Gießen.
Die Große Strafkammer verurteilte am Dienstag den K. G. und den H. V., beide aus Hirzenhain, wegen Verstoßes gegen den § 176 Abf. 1 Ziff. 3 StGB, zu einer Gefängnisstrafe von je sechs Monaten und den P. Sch. wegen Verstoßes gegen § 176 2Ibf. 1 Ziff. 3 in Tateinheit mit Blutschande zu einer Gesamtgefängnisstrafe von sieben Monaten. In der Verhandlung, die unter Ausschluß der Öffentlichkeit erfolgte, gaben K. G. und H. V. zu, an einem Mädchen unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen vorgenommen zu haben, auch der P. Sch. war geständig, sich an seiner Schwester, die noch keine 14 Jahre alt war, vergangen zu haben. Das Gericht billigte allen Angeklagten mildernde Umstände zu.
Auch der W. W. aus Ober-Schmitten hatte sich im Februar 1936 an einem Mädchen unter 14 Jahren vergangen. Das Gericht verurteilte ihn ebenfalls unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten. Obwohl der Angeklagte vor Begehung der strafbaren Handlungen alkoholische Getränke zu sich genommen hatte, ergab doch die Beweisaufnahme, daß er voll für seine Taten verantwortlich zu machen ist-
Vezirksschöffengericht Gießen.
Die K. Sch. aus Watzenborn-Steinberg war vor dem Bezirksschöffengericht wegen einer schweren Urkundenfälschung angeklagt. Eine ebenfalls in Watzenborn-Steinberg wohnende Familie hatte im vergangenen Jahre eine anonyme Postkarte erhalten, durch die sie verdächtigt wurde, Salat gestohlen zu haben. Bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft richtete sich ber Verdacht, diese Postkarte geschrieben zu haben, gegen die Angeklagte.
In der gestrigen Hauptoerhandlung sprach das Gericht die K. Sch. mangels Beweises einer strafbaren Handlung frei, da die Angeklagte bestritt, die verleumderische Karte geschrieben zu haben, und in dem Gutachten eines Schriftsachverständigen erklärt wurde, die angestellten Schriftproben ergäben keineswegs die Identität der anonymen Briefschreiberin mit der Angeklagten.
Weiterhin hatte sich der Fr. E. aus Illeben wegen Urkundenfälschung zu verantworten. Der Ange- klaate hatte in seinem Kontrollbuch viermal die Zahl der von ihm getriebenen Schafe von 230 in 330 umgewandelt, um eine tierärztliche Untersuchung von 30 neu in seiner Herde aufgenommenen Schafen zu vermeiden. Der Fr. E. beging diese Urkundenfälschung nicht, um die Kosten der Untersuchung zu sparen, sondern er wollte nur den mit der Untersuchung verbundenen Zeitverlust verhindern, da er andernfalls sein Nachtquartier, welches noch ungefähr 15 bis 18 Kilometer entfernt war, nicht mehr erreicht hätte. Das Gericht verurteilte ihn wegen fortgesetzter einfacher Urkundenfälschung an Stelle einer verwirkten Gefängnisstrafe von zehn Tagen zu einer Geldstrafe von 30 Mark.
Amtsgericht Gießen.
Der A. Sch. aus Holzhausen fuhr abends mit seinem Lastkraftwagen die Licher Sttaße in Richtung Kaiserallee und wollte in die Moltkestraße einbiegen. Hierbei beachtete er Nicht das Dorfahrts- recht eines von rechts die Kaiserallee herunter kommenden Dreirads und verschuldete hierdurch einen Zusammenstoß. Er erhielt deshalb einen Strafbefehl in Höhe von 20 Mark, gegen den er Einspruch erhob. Da auch die Hauptverhandlung das Verschulden des Angeklagten bei dem Verkehrsunfall erwies, blieb es bei der im Strafbefehl ausgesprochenen Sttafe.
Ans her engeren Heimat.
Landkreis Gießen.
# Allendorf (L a h n), 12. April. Das Amt des hiesigen Friedhofswärters ist durch Erkrankung des bisherigen Wärters Ludwig Weber freigeworden. Nach öffentlichem Ausgebot wurde es nun an unseren Mitbürger Braun, Triebstraße, vergeben. -*■
* Reiskirchen, 13. April. Der an der Reichsautobahn beschäftigte Arbeiter Anton Jpstein aus Geisenheim am Rhein wurde gestern von einem Unfall betroffen. Eine Lore fuhr ihm über beide Fuße, so daß er einen Bruch des Mittelfußes und einen Zehenbruch erlitt. Er wurde durch die Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz nach Gießen in die Chirurgische Klinik gebracht.
)( L i ch, 12. April. Der Kirchen- und Stiftsoorstand der evangelischen Kirche und des Ma- rienstiftes Lich beriet den Voranschlag für 1938. Er schließt im ersten Teil (Kirchen- qemeinbe) mit 13 765,46 RM. in Einnahme unb Ausgabe ab. Die Einnahmen aus den Grunbstücken des Marienstifts betragen 2205,15 RM., aus Kapitalien 575,17 RM., an Kirchensteuern müssen 8863,60 RM. erhoben werden; obwohl die Einnahme aus dem Gewerbekapital in diesem Jahre wegfiel, konnte doch durch äußerste Sparsamkeit eine Erhöhung der Kirchensteuer vermieden werden. An größeren Ausgaben sind zu nennen: für Steuern 2030 RM., für die Unterhaltung des Kirchendachs 1050 RM., für den Wiederaufbau des eingesttirzten Nebengebäudes beim alten Pfarrhaus 2500 RM., an Besoldungen 2216 RM., für die Erhebung der Kirchensteuer durch das Finanzamt 433 RM., an Beiträgen für den Reichsnährstand unb bie Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft 400 RM.: zum erstenmal konnte in diesem Jahr ein wenn auch zunächst kleiner Betrag von 250 RM. für den Kirchen-Erneuerungsfonds eingestellt werden. Durch freiwillige Gaben wurden bisher 4584 RM. für diesen Fonds gegeben. Die beiden Frauenhilfen wendeten aus eigenen Mitteln dem Fonds weitere 316 RM. zu. Die Erneuerung unserer Kirche wird mehr unb mehr zu einer
bringenben Aufgabe unserer Gemeinbe. Wenn sie auch aus Mangel an Mitteln noch nicht ausgeführt werden kann, so muß sie doch als Ziel für die nächsten zehn Jahre immer wieder ins Auge- gefaßt werden. Die durch den Brabd in der Heizkammer leider zerstörte Seitenkapelle unserer Kirche wurde in diesen Tagen durch Kirchenmaler K i e n z l e (Alsbach) erneut wieder ausgemalt, die Bilder blieben dieselben, nur wurden der besseren Wirkung wegen diesmal die Farben etwas kräftiger gewählt. Die Kosten für die Ausmalung werden teils von der Brandversicherung ersetzt, teils aus laufenden Mitteln bestritten. — Im zweiten Teil (Pfarrei) schließt der Voranschlag in Einnahme und Ausgabe mit 4111,23 RM. ab.
* Hungen, 12. April. Unsere Mitbürger Friedrich Haas unb Frau Marie, geb. Echter, können am Karfreitag in aller geistigen unb körperlichen Frische bäs Fest ber golbenen Hochzeit feiern. Wir gratulieren!
Kreis Wetzlar.
# Lühellinben, 12. April. Da unser Dorf noch keine Wasserleitung hat, sonbern ber Wasserbedarf der Einwohnerschaft jeweils aus eigenen Brunnen im Hof gedeckt wird, anderseits aber für einen eventuellen Br and fall keine ausreichende Wassermenge für die Motorspritze vorhanden ist, hat sich die Gemeinde nun entschlossen, inmitten des Dorfes eine große Zisterne z u errichten, die ein ausreichendes Fassungsvermögen haben soll, um im Falle der Feuersgefahr das Löschwaffer sicherzustellen. Die Gemeinde hat kürzlich ein Kraftfahrzeug angeschafft, das lediglich für den Transport der Motorspritze zur Verfügung stehen soll.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
F. Sf. in G. Es ist Antragstellung unter gleichzeitiger Vorlage des Militärpasses bei der Bürgermeisterei zu empfehlen.
Die GA.-Sporiabzeicheniräger treten zur Wiederholungsübung an. NSG. Am Sonntag, 24. April, werden endgültig die Wiederholungsübungen für das SA.-Sportabzeichen ausgetragen, nach dem sie am 27. März wegen der Vorbereitungen zur Volksabstimmung ausfallen mußten. Erstmals werden nun an diesem Tage im Gau Hessen-Nassau Tausende von Männern, die während der vergangenen Jahre ihre körperliche Leistungsfähigkeit durch den Erwerb des SA.'Sportabzeichens öffentlich und durch die Tat bekundet haben, zu einer gemeinsamen U e b u n g a n t r e t e n. In den Städten und Dörfern werden die Marschkolonnen ber SA. gemeinsam mit den Kameraden ber anderen Gliederungen unb allen Volksgenossen, bie im Besitz bes SA.- Sportabzeichens sind, hinausziehen.
Wenn auch bie leistungsmäßige Seite biefer Wiederholungsübungen von übergeordneter Bedeutung ist, so wird dieser Tag doch bas Zusammengehörigkeitsgefühl aller Beteiligten stärken und das Band der Kameradschaft fettigen, das alle umschlingt, bie bas Ehrenzeichen bes wehrhaften beutschen Mannes tragen. Das ist zugleich aber auch Forderung an alle bie, bie heute noti) nicht im Besitz bes SA.- Sportabzeichens sind: Reiht euch ein und beweist euren Willen zur größtmöglichen Steigerung ber Wehrkraft unseres deutschen Volkes.
Anerkannte deutsche Gckwininirekorde.
Das Reichsfachamt Schwimmen hat drei Bestleistungen als deutsche Rekorde anerkannt. Werner Plath, Deutschlands schnellster Mittelstreckler, hält nunmehr den Rekord im 300-Meter-Kraul- schwimmen mit 3:34,8 Minuten. Diese Zeit hat der Berliner allerdings bereits Anfang April in Kopenhagen wieder auf 3:32,9 Minuten verbessert. Die Anerkennung dieser Leistung steht jedoch noch aus. Inge Schmitz (Spandau 04) ist im Besitz des 100- Meter-Rückenrekords, den sie auf 1:18,7 Minuten verbesserte. Den Staffelrekord über 100 Meter Rücken-, 200 Meter Brust-, 100 Meter Kraulschwimmen schraubte die Mannschaft von „Nixe" C h a r I o 11 e n b u r g bei den Frauen auf 5:42,7 Minuten. Die drei neuen Rekorde wurden bei den Reichsprüfungskämpfen in Halle am 19. und 20. März aufgestellt.
Die deutschen Amateur- Boxmeisterschasten.
16 Ausscheibungskämpfe.
Die ersten großdeutschen Meisterschaften der Amateurboxer, die sich über vier Tage erstrecken, nahmen am Dienstagvormittag im Frankfurter „Hippodrom" ihren Anfang. Die Kampfstätte war recht gut besucht, vor allem die Jugend war stark vertreten und lebte begeistert mit.
Der eigentliche Vorrunde mit ihren 64 Kämpfen gingen 16 Ausscheidungstreffen, in jeder Gewichtsklasse zwei, voraus, deren Sieger das Vorrundenfeld vervollständigten. Im großen und ganzen setzten sich hier die Favoriten durch, aber einige Ueberraschungen waren doch zu verzeichnen.
Die 64 Dorrunbenfämpfe.
Sofort nach Erledigung der Ausscheidungskämpfe wurden die 64 Vorrundenbegegnungen in Angriff genommen. Beginnend mit dem Fliegengewicht wurden in jeder Gewichtsklasse zunächst sieben Kämpfe ausgetragen; die Sieger ber Ausscheidungskämpfe hatten erst ganz zum Schluß anzutreten. Wiederum war die Halle recht gut besucht. Diel beachtet wurde Altmeister Hans Breitensträter, der bei den Frankfurter Meisterschaftskämpfen die ff» Boxer betreut. Dank einer vorzüglichen Organisation, für die Gaufachwart Dietrich (Frankfurt) verantwortlich zeichnet, wickelte sich die umfangreiche Kampffolge glatt unb reibungslos ab. Stets waren zwei, drei Paare kampffertig und schon Sekunden nach der Verkündung des Siegers war das nächste Treffen im Gange. Nur so war es möglich, den Riesen-Kampfplan in der vorgesehenen Zeit abzuwickeln, zumal entscheidende Siege selten waren.
Erstes deutsches Handball-Turnier- von Beinebssportgemeinschasten.
NSG. Unter ber sportlichen Leitung bes Fach- amtes Handball des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen fanden am Montag im Frankfurter Hippodrom die Schlußkämpfe des vom Sportamt der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstalteten Hallenhandballturniers Frankfurter Betriebssportgemeinschaften statt. Das Turnier, das als erste derartige Veranstaltung ber NS.-Gemein-
schast „Kraft durch Freude" im Reich durchgeführt wurde, brachte vom Beginn bis zum Abschluß spannende Wettkämpfe. Don rund 30 Handball-Betriebssportgemeinschaftsmannschaften in Frankfurt nahmen 20 am Turnier teil.
Für die Schlußkämpfe am Montag hatten sich acht Mannschaften qualifiziert, die um den Endsieg rangen. Nach Austragung der Vorrundenspiele siegte im Endspiel des Turniers die Mannschaft der BSG. Neufag-Allianz gegen die Mannschaft der BSG. IG.-Farben mit 8:2.
Dem Hauptturnier ging am Spätnachmittag ein Turnier von Jugendmannschaften ber Betriebssportgemeinschaften voraus. Im Endspiel standen sich bie Mannschaften ber Neufag-Allianz unb ber JG- Farben gegenüber. Die Jugend von Neufag-Allianz blieb mit 10:3 Toren Sieger.
Handball-Weltmeisterschaft.
Acht Nationen in Wien.
Für bie erste Weltmeisterschaft im Felbhanbball, bie in der Zeit vom 7. bis 10. Juli im Wiener Sta- dion ausgetragen wird, sind bis zum Nennungsschluß die Meldungen von acht Nationen eingegangen. Die Mannschaften voll Luxemburg, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, USA. unb Deutschland stehen als' endgültige Teilnehmer fest. Mit ziemlicher Sicherheit ist noch die nachträgliche Meldung von Ungarn zu erwarten, so daß bei einer Beteiligung von neun Ländern das von nur sechs Nationalmannschaften bestrittene Olympische Handballturnier erheblich übertroffen wird. Wie schon 1936 in Berlin, so sind in Wien Rumänien, USA., die Schweiz unb Deutschland wieder dabei.
Wirtschaft.
Gießener Schlachtviehmarkt.
Zum geftrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in ber Viehversteigerungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 6 Ochsen, 6 Bullen, 32 Kühe, 27 Färsen, 185 Kälber, 268 Schweine, 1 Schaf aufgetrieben.
An Preisen würben, erzielt: Ochsen 40 bis 44 Pf., Bullen 41 bis 42, Kühe 21 bis 42, Färsen 25 bis 44, Kälber 30 bis 65, Schafe 40 Pf. je Pfunb Le- benbgewicht. Für Schweine würben je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,11 Mk., bl (135 bis 149,5 kg) 1.09 Mk., b2 (120 bis 134,5 kg) 1,07 Mk., c) (100 bis 119,5 kg) 1,03 Mk., d—f (unter 100 kg) 0,97 Mk.; gl unb 1 (fette Specksauen unb Altschneiber) 1,05 Mk., g2 unb h (anbere Sauen unb Eber) 1,01 Mk. — Marktverkauf: Großvieh und Schweine zugeteilt, Kälber sehr rege, Ueberftanb 2 Kühe.
Mein-Mainische Börse.
rNittagsbörse: Wenig verändert.
Frankfurt a. M., 12. April. Der Auftragseingang blieb sehr spärlich, so daß die Börse am Aktienmarkt bei freundlicher Haltung weiterhin nur kleine Umsätze aufwies. Die bevorstehende längere Derkehrsunterbrechung durch die Osterfeier- tage machte sich bereits in einer gewissen Zurückhaltung bemerkbar. Die Kursveränderungen hielten sich in den meisten Fällen bei etwa 0,25 bis 0,50 o. H., wobei noch kleine Erhöhungen in der Mehrzahl waren. Von Elektrowerten traten Siemens mehr hervor mit 211 (209), auch Schuckert 0,90 v. H. fester, dagegen Gesfürel im gleichen Ausmaß leichter, ferner AEG. und Licht unb Kraft um 0,25 bis 0,50 v. H. D^ontanpapiere zogen zumeist 0,25 bis 0,50 v. H. an, Verein. Stahl aber nur knapp gehalten mit 111,75 (111,90). Von chemischen Papieren bröckelten IG. Farben 0,25 v. H. auf 160,50 Scheideanstalt und Goldschmidt blieben behauptet. Maschinenwerte schwankten nach beiden Seiten bis zu 0,50 v. H. Im einzelnen notierten u. a. Conti- Gummi schwächer mit 211,75 (213,25), Reichsbank mit 197,65 (198), anderseits gewannen Feldmühle- Papier 1 v. H. auf 148, Deutsche Erdöl 0,75 v. H. auf 144,25 und Zement Heidelberg 0,50 v. H. auf 173,50. Im Freiverkehr blieben Dingler-Maschinen fest mit 94,50 (93,50).
Am variablen Rentenmarkt war das Geschäft gering, Altbesitzanleihe bewegten sich bei etwa 132,90, Kvmmunal-Umschukdung lagen 5 Pfennig höher mit 96,40. Goldpfandbriefe mußten mangels Materials zumeist gestrichen werden, Liquidations- Pfandbriefe notierten, ebenso wie Kommunal-Obli- gationen und Stadtanleihen, unverändert. Von notierten Industrie - Obligationen befestigten sich Farben-Bonds auf 130,75 (130,25).
In der zweiten Börsenstunde ging das an sich kleine Geschäft auf ein Minimum zurück, auch die Kurse bröckelten angesichts der Geschästsstille teil
weise etwa 0,25 v. H. ab. Etwas höher lagen jedoch AEG. mit 125 nach 124,50. Die später notierten Werte hatten nur geringe Abweichungen. Von Bankaktien notierten Dresdner Bank ex Dividende 0,13 v. H. höher mit 114,25 (118,65).
Im Freiverkehr gingen Dingler noch auf 95 nach 94,50, später auf 94,25 abbröckelnd. Höher lagen Rastatter Waggon mit 56 (55), Growag mit 92 (91), ausgesprochen fest Verein. Fränk. Schuh mit 85 (81) und Verein. Pinsel mit 83 (81). — Tagesgeld zog etwas an auf 2,50 (2,25) v. H.
Abendbörse ruhig.
An der Abendbörse boten sich nur schwache Geschäftsmöglichkeiten, da der Auftragseingang aus dem Publikum gering blieb und anderseits die Zurückhaltung fortbeftanb. Bei ausgesprochen ruhiger Tendenz waren die Kurse wenig verändert. Etwas stärker wichen Bemberg mit 150 (151) und Th. Goldschmidt mit 150,50 (149,50) ab, ferner ermäßigten sich Gesfürel um 0,90 v. H. auf 153. Don Maschinenwerten blieben Moenus in größeren Be- trägen gesucht mit 135 (133 bis 134,50), Adlerwerke 0,25 v. H. höher mit 124,25, anderseits Demag 156 (155,75), Rheinmetall unverändert 142. Kleine Ab- weichungen zeigten ferner IG. Farben mit 160,13 (160,40), Verein. Stahl mit 111,50 (111,75), Mannes- mann mit 118,50 (118,65), Rheinstahl mit 147,75 (147,50), Deutsche Erdöl mit 144 (144,25), Licht und Kraft mit 146 (146,25), Holzmann niit 164,75 (164,50) und Lechwerke mit 115 (114,75). Bankaktien notierten unverändert. Renten lagen geschöftslos, Farben-Bonds blieben mit unverändert 130,75 gefragt, Kommunal-Umschuldung ermäßigten sich auf 96,35 (—5 Pfennig).
Frankfurter Schtachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 12. April. Auftrieb: Rinde- 1198 (gegen 1003 in der Vorwoche am 5. und 7. April), darunter 241 (164) Ochsen, 189 (152) Bullen. 518 (511) Kühe, 250 (176) Färsen. Kälber 1326 (1309), Hämmel und Schafe 124 (114), Schweine 5043 (3678). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 43 bis 45 (43 bis 45), b) 39 bis 41 (39 bis 41), c) 34 bis 36 (33 bis 36). Bullen a) 41 bis 43 (40 bis 43), b) 36 bis 39 (38 bis 39), c) 30 bis 34 (33 bis 34). Kühe a) 40 bis 43 (40 bis 43), b) 35 bis 39 (36 bis 39), c) 28 -bis 33 (30 bis 33), d) 21 bis 25 (20 bis 25). Färsen a) 42 bis 44 (42 bis 44), b) 35 bis 40 (35 bis 40). Kälber a) 60 bis 65 (63 bis 65), b) 52 bis 59 (55 bis 59), c) 44 bis 50 (44 bis 50), d) 34 bis 40 (35 bis 40). Hämmel b2) 46 bis 52 (50 bis 52), c) 43 bis 45 (40 bis 45), d) 38 bis 40 (—). Schafe nicht notiert. Schweine a) 56,50 (56,50), bl) 55,50 (55,50), b2) 54,50 (54,50), c) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49,50). Sauen gl) 53,50 (53,50) g2) — (51,50). Marktverlauf: Großvieh, Kälber und Schweine zugeteilt. Hämmel und Schafe mittel. Die nächsten Viehmärkte finden am 20. und 21. April statt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. ( Reichsbankdiskont 4 vH., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a. M.
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- turs
Schluß!. Abend- börje
Schluß» kurs
Schluß! Mittag börle
Schlußkurs
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Schluß- kurS
Schluß!. Mittag- börse
Darum
11-4.
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11.4.
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11.4.
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fungen von 4ft% Deutsci jungen von 6ft% Voung 4ft% Hessisch <ft% Deutlet
1934 1...
Reichsanleihe v. 1921 Reichsanl. von 1934 be Reichsschatzanwet» 1935 . ..........
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Accumulatoren-Fabrik...... 14
Aschaffenburg Zellstoff........6
Bemberg...................0
Bekula.....................8
Buderus Eilen...............b
(Semen! Heidelberg...........7
Cement Karlstadt ............6
Conti Gummi...... 12
Daimler Motoren..........6ft
Desiauer Gas ..........,.... 4
Deutsche Erdöl ......... 6
Deutsche Mold» und Silber .... 9
Deutsche Linoleum.......... 10
Elektrische Lieferungen........6
Elektrische Licht und Kraft.....7
I. M. Farben-Jnvustrie.......7
Felten & Guilleaume.........6
Gesfürel.............. 7
Tb. Goldschmidt.............6
Griyner Maschinen...........0
Harvener.................8 ft
Hoeich Eilen...............3 ft
Philipp Holzmann........... 8
Ilse Bergbau................6
31 je Genüsse................6
Kali Aschersleben............ 4
Klocknerwetke ............ 4ft
Kokswerke und Chemische Fabrik 7
Lahmeyer .................. 6
Mainkrafl................... 4
Mannesmann.............4 ft
Manslelder Bergbau......... 7
Metallgeielljchaft.............6
Crenftein & Kopvel..........0
Rheinische Braunkohle....... 12
Rheinische Elektro............6
Nheinstahlwerke..............6
Rheinisch-Westfälische Elektro .. 8
Räigerswerke ...............7
Salzdetfurth Kalt............6
Schuäeri & Co............... 7
Schultheis Payenhofer........4
Siemens 8 Halske........ 9
Süddeutsche Zucker.......... 10
Bereinigte Stahlwerke......4ft
Westdeutsche Kaufhof.........0
Westeregeln Alkali............ 4
Zellstoff Waldhof ............6
Ltavi Minen...............0,6
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162
121
173
213,25 148J)
143,5
250 177,5 124,75 146,5
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146 154,75 149,75 48,65
116
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147 109,13
136,25
98 118,4
145
233
147,75
127 157
186
209 217,5 111,9 105,5
109 151,5
143,5 150 162
121 173J5
211,75
144
250 177,75 123,75
146 160,13
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147,75 109,5
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211
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102 210,25 218,5 111,4 104,65 109,5 151,5
27,5
he ReichSschatzanwei» 1935, II. Folge ...
be Reichsichatzanwei- 1936, 111. Folge .. Anleihe von 1930 .. e Volksstaat von 1929 e RetchSpoMchatz von
4ft% Deut von 1936
Retchsanleihe Oberhessen
Auslos.-Re 4ft% Hess.
Goldvse. 9i 5ft% Hess.
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Goldpse. R 4%% Preuß 4/2% Tarn desbank R
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Provinz-Anleihe mit chten.............
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Gold-Komm. R. 20 städter Komm.-Lan- 6................
nm.-Sammel-Anleihe
chte 1..............
Hyp. Goldpfe. R. 15 . Hyp. Gold-Komm.
5ft% Tranks. Hyp. Liauidation
6ft% Rheinische Hyp. Liquidation
Goldpse.....................
Steuergutschein.Verrechnungskurs
A.G. für Verkehrswesen .... 6ft
Lamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Hamburg-Amerika Paket......0
Norddeutscher Lloyd..........0
Deutsche Reichsbahn Bon.-Akt. 7
Retchrbmik................. 12
Berliner Handelsgesellschaft . 6 ft
Commerz- und Privat-Banl... 6
Dresdner Bank....... 4
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. HL
11 .April
12 April
11 .April
12.April
Amtliche Notterung
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
-one»
Geld
Brief
Geld
Brie,
Geld
Brie,
Buenos Alle-.............
0,624
0,628
0,627
0,631
Japan....................
0,721
0,723
0,721
0,723
Brüssel...................
41,96
42,04
41,96
42,04
Jugoslawien ..............
5,694
5,706
5,694
5,706
Rio de Janeiro............
0,145
0,147
0,145
0,147
Ceio ...................
62,17
62,29
62,22
62,34
Polen....................
47,00
47,10
47,00
55,27
47,10
Wien.....................
Kopenhagen...............
55,23
55,35
55,39
Lissabon..................
11,235
11,255
11,245
11,265
Tanzig...................
47,00
47,10
47,00
47,10
Stockholm ................
63,75
63,87
63,80
63,92
London ..................
12,37
12,40
12,38
12,41
Schweiz..................
57,14
57,26
57,22
57,34
Helsingsort................
5,475
5,485
5,48
5,49
Spanien..................
Paris....................
7,732
7,748
7,712
7,728
Trag.....................
8,671
8,689
8,681
8,699
Holland ..................
138,02
138,30
138,19
138,47
13,11
Budapest.................
Italien...................
13,09
13,11
13,09
Neuyort..................
2,491
2,495
2,490
2,494
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