Einzelbild herunterladen

M

L.Ä?

> -

*

X

41

fc

.M

Vttlm

242

144,4

150

162,75

121,25

212,5 148

,77ß 146,5 160,5

146 153,5 150,5

49

173,5

116,25

165

147,5 109,25

122 160

1353

118,75 153,75 144,75

116 232,75

213,25

149 126,75

143,5

177,25

124,25 146,75

160,9 145,5

155

116

164

163-

147,5

109-1

121- 160- 136-5

118,65

145,25

116,9

233

130,5

148 127-2

1563

186,5 1023

210

«lllj

tut? rb5rjr

irtt

hieb: Rindet m 5. und 7. (152) Bullen, Kälber 1326 1), Schweine

Kilogramm bis 45 (43 :) 34 bis 36 äs 43), b) 36 is 34). Kühe' (36 bis 39), (20 bis 25).

) 35 bis 40 s 65), b) 52 - 50), d) 34 52 (50 bis is 40 (-).

50 (56,50), , c) 52,50 i,50 (53,50) ich, Kälber Hase mittel.

20. und 2L

schwache Te. A°ng aus die Zu. chen ruh,, «Ä ferner er-

U1153. Don roheren Le. ' Alerwerke Demag 156 Kleine Ab. 'E 160,13 5), Mannes. I mit 147,75 Licht und mit 164,75

* Bankaktien geschäftslos, t 130,75 ge. M sich auf

W.

idende an.

4? (81).

-5) v.h.

t!"1 irto*

'k

Ä: ii.yo|-n,

W Äfft

147,5 126,

"Ä

SA III; Sil ZI U

5 62>

wissen eines geschmackvollen und naturgemäßen An- und Zierat für

Mittwoch. 13. April l§38

Gießener Anzeiger (General-Anzeiaer für Oberhessen)

Kr.87 Drittes Blatt

die

sich

der

der Jugend.

Links: Augenblicksbild von der Freisprechung Rechts:

KreisfachabteUungswalter pg. Büttner, Gießen,

Weiheßunde derMdelgrupsel I llEeßen-Söd uab VefichiiMg durch die ObergauMenn.

sein, daß sie nichtBediente", sondern Diener an der Gemeinschaft zu fein haben und selbstbewußt als deutscher Mensch wirken sollen. Haltung und Lei­stung, so schloß der Redner, gelte es zu beweisen, mitzuhelsen an der Entfaltung unserer besten deut­schen Kräfte sei die Forderung unserer Zeit.

Mit-Worten herzlichen Dankes an alle diejenigen Kameraden, die sich für die Vorbereitung der Feier und ihre Durchführung einsetzten. mit Worten des Dankes auch an alle jene, die der edlen Sache Un­terstützung zuteil werden ließen und mit dem Ge­denken des Führers wurde durch Kreisfachabtei-

lungswalter Büttner die Feier geschlossen.

Im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung bet Meister-Freisprechung fand eine sehr eindrucksvolle Ausstellung statt, in der eine überraschende Fülle von sehr dekorativen und schmackhaften Gerichten gezeigt wurde, die von den Küchenmeistern der Gießener Gaststättenbetriebe hergestellt worden waren. Auch die Arbeiten der jungen Meister standen zur Schau und sanden durch die große Zahl der sachverständi­gen Gäste alle gerechte Würdigung. Eiir Kamerad­schaftsabend beschloß den Tag.

Blumen im Raume.

Von Kuno Grafen von Hardenberg.

Blumen und Blüten in Basen oder in Töpfen erfüllen einen uralten Menschheitstraum, einen Traum der Sehnsucht nach dem Glück eines ewigen Frühlings, in dem es nur Sonne, Liebe und Frieden gibt! Wo sich im Winter lila oder weiße Fliederbolden üppig von einer Kristallvase her- nieberhängen, wo kühle rote Kamelien wie See­rosen in einer schönen Schale schwimmen, wo sich phantastische Orchibeen wie tropische Schmetterlinge ober merkwürbige Insekten aus schlanken Stengel- gläsern emporstreben, ba wirb immer ber Traum vom ewigen Frühling bewußt ober unbewußt wach unb klingt in ber Seele als seine eigene Musik unb füllt sie mit nicht faßbarem Glücksgefühl.

Will man die Wirkung von Blumenschmuck im Zimmer weniger zart umschreiben, so kann man sagen, baß er eine Quelle bes Behagens ist, die Atmosphäre ber Räume bereichert unb ihnen eigen­artige Farben unb Formen einfügt, wie sie nur Mutter Natur mit ihrer unerschöpflichen Erfinbungs- gabe zu geben vermag.

Wer sich angesichts eines blühenben Kirschbaumes zu streiten vermag ober nur einen bösen Gebanken hegen kann, ist kein Mensch, sagt ein Sprichwort unb brückt bamit die heilige, besänftigende Kraft aller keuschen unschuldigen Zartheit in bewunde­rungswürdiger Weise aus.

Aehnlich haben auch unsere germanischen Vor­eltern aedacht, war doch Balhur, der Leuchtende, bie lieblichste aller Göttergestalten, nichts anderes als eine Symbolisierung der immer wieder aus Winternacht auferstehenden Kraft der Pflanzenwelt und j)es Frühlings. Daß ein solcher Gott auch in Käufern und Hütten durch Aufstellung von Blumen­schmuck geehrt rourbp, daß mein sich feiner Gaben immer dankbar erfreute, wer möchte es bezweifeln-, ja man kann sagen, Blumen im Hause zu neuen unb zu hegen ist eigenstes Wesen aller germanischen Völker.

Blumen im Haus als Zeugen ber Ehrfurcht vor den Wunbern ber Natur zu genießen und sie dem­gemäß in den Räumen unterzubringen, ist eine Kunst. Es ist nicht damit getan, sie wahllos in einem Gefäß mit frischem Wasser aufzustellen. Jede Pflanze, jeder Zweig, jede Blume will nach u)rem Bau ihrer Gestalt, einen ihr angemessenen Be­hälter, um ihre Anmut, ihre Schönheit zur vollen Geltung zu bringen. Unsere Keramik, unsere Glas­bläsereien haben eine Fülle von passenden Vasen, rnelt___GXÄxaIöyi nofrhnFfon itm nlfpn CcrfOfbir«

Danach nahmen die Mädel im Hofe Aufstellung. Hier nahm die Obergauführerin Else Riese Ge­legenheit, allen Mädeln Grundlegendes über den Sinn des Leistungskampfes der Gruppen innerhalb des Obergaues l'zu sagen. Es komme nicht nur darauf an, in einer tadellosen Gestaltung unb - Durchführung des Dienstes Vorbildliches zu leisten, sondern- letztlich seien ausschlaggebend die Haltung und der Lebensstil jedes einzelnen Mädels. Diese Forderung müsse sie nicht nur für die untergau» beste M. - Gruppe 1/116 Gieß en-Süd erheben, sondern in noch gesteigertem Mätze für die Bewertung der obergaubesten Mädel- ' gruppe.

Nachdem sich die Obergauführerin mit der Fuh­rerinnenschaft der Gruppe noch im einzelnen unter­halten hatte, verabschiedete sie sich und forderte die gesamte Gruvpe zu noch größerem Einsatz und Lei­stung auf:Die die Besten waren, ließen die Treue nicht." __________

Das Verbot des Frischbrotverkaufes.

DNB. Die gestrige Mitteilung über die teilweise Lockerung des'Verbots, frisches Brot zu verkaufen, ist verschiedentlich falsch verstanden worden. Das Verbot ist nicht für den Tag vor, sondern für den Tag nach zwei gesetzlichen Feiertagen auf­gehoben worden. Es ist also falsch, wenn angenom­men wird, daß am Ostersamstag für das Osterfest frisches Brot verkauft werden darf. Durch die neue Verordnung ist lediglich gestattet worden, daß am Dienstag nach Ostern frisches Brot abgegeben wird.

begrüßte die zahlreichen Gäste aus dem Kreise Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht, der Behörden, und die Kameraden von der .Gauwaltung der DAF. Er stellte sodann den jungen Meistern die Bedeutung der Stunde der Freisprechung vor Augen und forderte dazu auf, sich stets der Pflichten bewußt zu sein, die sie als Meister des Gewerbes auf sich gu nehmen hätten. Eine seine musikalische Darbie­tung (Ouvertüre zur OperDie Meistersinger") lei­tete über zur eigentlichen Freisprechung, die durch

Feierliche Freisprechung der Servier- und Küchenmeister

In einer überaus feierlichen Form geschah ge­stern im Saal des Gesellschaftsvereins die Frei­sprechung der Servier- und Küchenmeister des Kreises Wetterau. Nach einer eingehenden prakti­schen und theoretischen Schulung durch anerkannte Meister und Lehrer des Gewerbes, stellte sich eine Anzahl von Anwärtern auf die Würde des Mei­sters der Prüfungskommission. Der gestrige Tag brachte insbesondere den praktischen Teil dieser Prüfung und im Anschluß daran die Freisprechung nach neu belebtem handwerklichen Brauch. Die Ver­anstaltung mar ausgestaltet worden durch die Deutsche Arbeitsfront (Krei-fachabteilungDer Deutsche Handel"), Abteilung: Das Deutsche Gast­stätten- unb Beherbergungsgewerbe. Für bie feier­liche Handlung der Freisprechung war der Saal in einer sehr eindrucksvollen Weise geschmückt. Die wür­dige Feier begann mit dem Einmarsch von Kame­raden der Werkschar, die die Fahnen einbrachten, anschließend folgten in schönem Aufmarsch die Küchenmeister in ihrer weißen Berufstracht und Serviermeister im schwarzen Anzug, denen

den

Altmeister des Gewerbes im Gau, pg. Oippmanu,

vorgenommen wurde. Er ermahnte die jungen Mei­ster, den Berufsstand stets würdig zu vertreten und

nach einer ständigen Leistungssteigerung zu streben. Er verlas sodann den Wortlaut dds Versprechens zur Wahrung rechter Meisterwürde und zum Dienst für Führer,' Volk und Vaterland, das die jungen Meister mit einem gemeinsam gesprochenenJa, das bekennen und versprechen wir!" bekräftigten. Sodann wurden fie alle durch Handschlag als Mei­ster des Gewerbes verpflichtet. Die Meisterwürde er­warben sich folgende Berufskameraden: Küchen- meister: Thier (Dillenburg), Hübner (Gie­ßen), Krieger (Gießen), Bagh (Gießen), und Schneider (Butzbach): S e r v i e r m e l st e r : Vogt (Friedberg), B r u n s (Bad-Nauheim), E t - tengruber (Friedberg), Kahlenberg (Her­born), Pfund t, Kobel, Fischer und Von der Heyden (sämtlich Gießen).

Im weiteren Verkauf der Feier hielt der

Gauberufswalierpg.Siein.Fraukfuri,

er Sonderschau. (Aufnahmen [2]: Neuner, Gießener Anzeiger.) .m I .............. ............I,

llnfreundliche Begegnungen.

Vc>n Rudolf Huch.

Vor einigen Jahrzehnten hielt ich mich auf einer Alpenwanderung einige Tage in Südtirol auf. An einem Morgen ging ich vor dem Frühstück eine sanft ansteigende Fahrstraße hinan. Rechts siel der Berg in schroffen Felsen ab, links ging er steil in die Hohe, war aber hier mit Bäumen bestanden, man konnte zur Not hinaufsteigen. Als ich mich nach einer guten halben Stunde zur Rückkehr wandte, hörte ich von fern ein Rinderbrüllen, unb zwar ein bösartiges: das ist ja von dem wohligen deutlich zu unterscheiden. Es wuchs rasch an, und bald kam mir eine Kuh in vollem Laus entgegen. Es ist im­mer verdächtig, wenn ein Tier sich von der Herde absondert, und diese Kuh war offenbar nicht gast­freundlich gesonnen. Ich sagte mir, du bist hier fremd, wozu sollst du Streit anfangem, und stieg den bewaldeten Berg hinan. Ich war einunddreißig Jahre alt, also in den Jahren der besten Kraft, und war immer gut zu Fuß, so kam ich rasch eitze Strecke aufwärts. Das Brüllen hatte aufgehört, ich wollte hinabsteigen. Nun aber sah ich zu meinem Schrecken, daß mir' die Kuh nachgestiegen und schon ziemlich nahe war. Man glaubt nicht, wie rasch diese Berg­rinder den steilsten Berg hinaufsteigen. Da ich diese arge Welt schon hinlänglich kannte, nahm ich nicht an, daß meine Friedfertigkeit bei einer Begegnung hier die gleiche Gesinnung finden würde. Ich stieg also weiter hinauf. Wie hoch ich aber auch stieg, die Kuh stieg unverdrossen nach. So konnte das nicht .weitergehen.! Ich wandte mich urplötzlich um, schwang meinen Schirm drohend in der Luft und stürzte" der Kuh mit Wutgebärden entgegen. Der Scheinangriff gelang über alles Erwarten, sie warf sich herum unb schoß dey Berg hinunter, baß ich dachte, sie müßte sich überschlagen. Sie kam aber mit heilen Gliedern unten an und rannte wie besessen in der vorigen Richtung davon, ohne sich auch nur umzusehen. Ich habe seitdem nicht viel Hochachtung vor dem Verstand von Kühen.

Der Kaffee war schlecht und das Weißbrot nicht frisch, aber mir hat selten ein Frühstück so gut wie dies geschmeckt. *

Sechs Jahre später ging ich eines Nachmittags im Spätsommer von Goslar aus einen steilen und in schlechtem Zustand befindlichen Hohlweg hinan, der nach dem damals noch wenig besuchten Ort Hahnenklee führte. Man hatte mich gewarnt, aber der Weg schnitt erheblich ab, unb ich wollte rasch oben sein. Nach einigen Steigen hörte ich Kuhglocken unb Rinbergebrüll, unb sehr halb kam eine Herbe in , , «.... ~ Air! n i rt n rmrtin

hallt bie Stimme ber Sprecherin burch ben Raum. Nun erklingt bas LiebEine Trommel geht in Deutschland um". Deren Ruf folgte GrvßdeUtschland, benn unser Führer koynte uns vor wenigen Tagen aus seiner Heimat bie Erfüllung seines burch bie Vorsehung erteilten Auftrages vcrkünben. Das vom Orchester gespielte LiebDeutschland, heiliges Wort" erfüllt uns alle. Nach den Worten der Sprecherin;

'Das ist bie Wahrheit, bie mich Dir verbanb. Ich suchte 'Dich und fand mein Vaterland.

Ich war ein Blatt im unbegrenzten Raum, 1 Nun bist Du Heimat mir und bist mein Baum.

Wie weit verweht verginge ich im Winde, Wärst Du' nicht Kraft, die von der Wurzel rinnt. Ich glaub an Deutschland, denn Du bist die Nation, Ich glaub an Deutschland, weil Du Deutschlands . « sSohn."

beendeten wir unsere Feierstunde mit dem Liede

ordnens und Aufstellens von Blumen und Zweigen gerecht zu werden.

Aber nicht nur der Struktur der Pflanzen heißt es gerecht zu werden, auch ihre Farben sind zu berücksichtigen. Nicht jede Blume paßt zu jeder Blume, nicht jede Farbe zu jeder, der Duft der, einen fügt sich nicht dem Duft der anderen. Da hat die mit 'solchen Betrachtungen besonders vertraute Frauenseele besondere Aufgaben. Auch daß nicht jede Blume und Pflanze, was ihre Farben betrifft, sieh jedem Raume Unbedenklich einfügt ist zu be­denken. Es gibt an sich herrliche Blüten, deren Farben den Farben eines Raumes so entgegen­gesetzt sind, daß sie geradezu störend wirken. Auch die Borstellungswelt^die manche Blumen auslösen, ist für die richtige Aufstellung im Heim von Be­deutung: Wer mürbe einen Orchibeenstrauß, ber ben Geist mit Vorstellungen von schwülen Ur- mälbcrn unb unbekannten Fernen erfüllt, in einem gemütlichen Bauernstübchen auf ben blankgescheuer­ten Tisch aufbauen können, ohne ben heiligen Kreis stiller Heimatfreube zu stören. Wie innig heimatlich beglückenb wirb an ber gleichen Stelle ein Strauß von Himmelsschlüsselchen ober Maiblumen in einem schlichten Tontöpfchen wirken.

Ganz allgemein betrachtet, hat Blumenliebe unb Blumenvfle'ge im. Hause vor allein auch erziehe­rischen Wert, unb bas ist genau so wichtig mie bie ästhetische Seite. Wer von Kinbheit an gewohnt ist, Blumen als etwas Wunberbares unb Heiliges zu betrachten, in Blumen Freunbe unb Verwandte zu sehen, bie gepflegt unb geliebt sein wollen, ber hat bavon einen Gewinn fürs Leben. Das künstle­risch veranlagte Kind aber füllt sich im täglichen Schauen bas Gebächtnis mit wertvollen Borftelliin- gen, bie ihm später, mag es irgenbeinen künstle­rischen Berus? ergreifenobfr nicht, von unschätz­barem Werte sind. Die einzigartigen so sinnigen unb lebenswahr stilisierten Blumenstickereien unb Malereien unseres bäuerli chen unb bürgerlichen Gewerbefleißes wären sie je entstauben, wenn nicht früh in Kinberherzen geweckte Blumenliebe sie er­möglicht hätten? , c..

Ein heute leider einseitig als Werbung für Blumenlöben ausgebeutetes Wort heißt: ,A-aßt Blumen sprechen". Zahllose Witze haben es zu Tobe gehetzt nicht mit Unrecht, benn Pathos mit geschäftlichem Beigeschmack ist immer peinlich. Das ändert nichts an der Tatsache daß Mr seiner- Mensch immer barauf bebacht sein tmrb, Blumen im besten Sinne sprechen zu lassen, Blumen ihrem heiligen, göttlichen Wesen gemäß sprechen zu lauen, sek es als Geschenk, sei es als Schmuck im Hause, ei es als liebe Freunbe, wenn sie einem rm Garten ober auf bem Spaziergange begegnen ober gar wenn man sie als Künstler im Bilde zu Schmuck

eine Ansprache, in ber er eine Reihe grunbsätzlichor Darlegungen im Hinblick auf bie Bebeutung ber Meisterwürde im Dritten Reich gab. Er betonte vor allem, baß biese Stunbe ber Freisprechung für den jungen Meister nicht etwa einen letzten Ab­schnitt seines beruflichen Strebens darstelle, sondern ein Ansporn sein müsse, den rechtmäßigen Besitz der Würbe burch hohe Leistungen immer wieder neu zu rechtfertigen unb ber Gemeinschaft unseres Vol­kes bas zu geben, was sie füglich forbern barf. Der Meister" bedeute eine Würbe, nicht nur eine Eigen­schaft ober gar nur einen Titel. Meister sein bas bebeute nur ben heutigen Tag, Meister bleiben das müsse der Wille für bie Zukunft sein. Der Meister müsse mithclfen an ber Erziehung unseres Volkes, hier insbesondere an ber Erziehung bes Nachwuchses im Berufsstanb. Hier habe ber Meister eine besonbers ernste Verpflichtung, ber är mit allem Verständnis zu bienen habe. DerAbel ber Ar­beit" könne nur so verstauben werben, baß ber Meister alles zu geben habe, was er an beruflichem Können zu geben vermöge. Den Seroiermeiftern empfahl ber Rebner, sich stets besten bewußt zu>

Wie glücklich sinb wir, biese großen unb gewal­tigen Tage, bie schon Generationen beutscher Men­schen erträumten, miterleben zu dürfen. Das Groß- bcutsche Reich, für bas Tausende gekämpft unb ge­litten haben, ist nun Wirklichkeit geworben. Nach- bem unfer'Volk burch tiefste Verzweiflung mit höch­sten Opfern gehen mußte, fanb es endlich ben Weg ZU sich selbst. .

Der weite, hohe Raum ber Klosterkapelle Schiffen­berg ist vom Fackelschein erleuchtet. Die Mädel sind im großen Rechteck angetreten, und der Wimpel steht vor dem Chor, wo das Orchester die Feier­stunde mit der Weise:Die Welt gehört den Füh­renden" einleitet. Nach dem Spruch:War.einer ber erfaßte bich unb mich" würbe aus bes Führers slßtrfMein Kampf" vorgelesen. Wir hören von seiner Jugend in Braunau und Wien unterbro­chen von ben KlängenUnser bie Sonne, unser bie Erbe" von ber eisernen Pflichterfüllung bes Melbegöngers im großen Kriege und von feinem Entschluß in Pasewalk, nach bem Erlebnis ber Re­volution von 1918, Politiker zu werben.Reiht euch zu Vieren, Trommel gerührt" ist bas erste Zeichen zum Aufbruch. Doch:

Noch heißt's ben Haß im Blute bergen, Noch heißt's Geduld...

Doch ahnt schon biese Botschaft allen:

Das Volk steht auf! Die Fesseln fallen!

I Mit unfern Fahnen ist die Zeit!"

statt bei bem Stier, wie er hätte sollen, er hatte hier wohl niemanb vermutet. Im Vorbeigehen sagte er: ,Mehenblekben ist gefährlich!" Er sagte mir nur, was ich wußte. Ich trat nicht beiseite, sondern ging, nicht eben gern, in bem engen Hohlweg dicht an bem , Stier vorbei: er schnaubte unb sah bösartig genug aus, hat auch später einen Mann, ber sich höchst­wahrscheinlich anbers verhalten hat, auf bie Hörner genommen unb übel zugerichtet.

Es mag das Jahr barauf gewesen seiy, ich wohnte in Bad Harzburg, ba war ich im Dezember zu einem Herrenabend eingelaben. Der Monb staub nicht am Himmel, bas Wetter war bunstig, es war stock- bunkel. Mein Weg führte burch eine bammle öbe Strecke, bie paar Häuser, die ba stauben, waren im Winter unbewohnt. Eine einzige Laterne brannte, unb zwar von Erböl, wie bamale in Bad Harzburg überall. Ich freute mich über bas rötliche rem- branbtsche Helldunkel, aber nun hörte ich ein tiefes Knurren, unb gleich barauf trat aus bem Dunkel eine riesige Dogge unb knurrte mich feindlich an. Ich tat, als ob' ich bie Dogge nicht bemerkte unb ging im gleichen Schritt weiter, nicht rascher und nicht langsamer. Sie ftanb einige Augenblicke un­beweglich unb tauchte wieber in bie Finsternis zu­rück.

*

Ich hatte noch einige Male in meinem Leben Ge­legenheit, bies zu erproben, unb es hat sich immer bewährt. Ob mir ein Kenner ber Tierseele sagen kann, was ba in ihr vorgeht? Es will mir vorkom­men, als ob es eine Art von Nerlegenheit wäre.

Ich weiß auch nicht, ob sich bies bei wilden Tieren mit Erfolg anroenben läßt, nehme aber ohne wei­teres an, baß böse Nashörner unb hungrige Wölfe nicht bie rechte Empfindlichkeit gegen bie Nichtbeach­tung haben.

Zeitschriften.

Das von ber englischen Negierung vyi«ab­gegebene Weißbuch stellt fest, baß bie Aufrüstung im letzten Haushaltsjahr runb 18 Milliarden 780 Millionen Mark gekostet hat. In bieser Riesen- ?umme waren bie Ausgaben für bie Luftwaffe am höchsten. Im Laufe 'von brei Jahren hat sich bie englische Heimat-Luftmachk fast vervierfacht unb, was besondere Beachtung oerbient: weit mehr als die Hälfte ber gesamten Luftstreitkräfte besteht aus modernsten Bombern. Ein interessanter Bildbericht im neuesten Heft berSirene", ber illustrierten Zeitschrift mit ben Mitteilungen des Reichsluftschutz- bunbes, gibt einen Einblick in biefes Kapitel ber englischen Aufrüstung, bas jeher kennenlernen sollte. Die neueSirene" bringt baneben eine Reihe in-

~ ~ ~ . ,»

Schöne weihe Söhne öued, CHIOrOdOllt 6ic 0"°'--°'-