Einzelbild herunterladen

hier das Sprichwort: Diel Wenig geben auch

em

Diel!

Hasen, 6 Fasanen, 2 Feldhühner und 4 Enten, eine

QUALITÄTS-ERZEUGNIS DER SIDOL-WERKE

Nun wandte sich der Vortragende den einzelnen

einer Seeschlacht, sinnreich formiert, die verschieden-

Großer Beifall dankte dem Dortr-agenden für seine

Langemarlkseier der Gießener Siudentenschast

er­

kennen und zu erfüllen.

räber-

eld von Langemarck übertragen wurde. Im An­

zahlungsverpflichtet. Die von dem Mieter vertreten«

stige Fugend) um ein Ereignis von sinngebender Rechtsauffassung ist irrig; die von ihm angezogenen Kraft in seiner Geschichte ärm°r wäre. Aber wo l gesetzlichen Bestimmung existieren bezüglich des immer es geschah: eine falsche Deutung muh aus-'behaupteten Inhalts, nicht.

4

8

der der der des

An­der

des

175

Bei dem Aufmarsch am heutigen 12. November werden die oberhessischen Jäger dem Winterhilfs- wcrk als erste Teilspende übergeben: 5 Stück Rot-

Mit dem gestrigen Vortragsabend im kunstwisien- schafllichen Institut der Universität eröffnete die Kreisgrup^e Gießen des NS.-Rechtswahrerbundes ihre diesjährige Winterarbeit.

Der Kreisgruppenführer des NSRB., Oberstaats« anwalt K n a u ß , begrüßte als Gäste die Vertreter von Partei und Wehrmacht. Mit packenden Worten führte er den Bundeskameräden die geschichtlichen Erfolge vor Augen, die der Führer im Laufe dieses Jahres für Deutschland errungen hat. Das Gefühl der Dankbarkeit, das jedermann in sich trage, dürfe sich aber nicht in Worten erschöpfen, sondern jeder einzelne habe die Verpflichtung, seine Dankbarkeit

U-Boot-Waffe vernachlässigt habe. Deutschland habe bereits zu Beginn des Krieges 27 U-Boote besessen, die technische Meisterwerke gewesen seien. Die Lei-

Es ist schon so, daß ohne Langemarck das ganze deutsche Volk (nicht nur seine studentische und son-

Schmoll als Frontoffizier Wesen und Wert von Langemarck als leuchtendes Sinnbild reinster Ein­satzbereitschaft für Volk und Vaterland, und rief die Jugend auf, den durch den Nationalsozialismus wiedergeborenen Geist von Langemarck zu pflegen und tat- und opferbereit die Einheit des deutschen Volkes verwirklichen zu helfen, damit Langemarck als sinnbildliches Geschehen lebendigste Gegenwart bleibe. Die Schule ehrte durch eine Schülerabteilung mit einem am Gefallenendenkmal niedergelegten Kranz die Toten des Weltkriegs.

entscheidenden Augenblick über sie verfügen zu kön­nen. In England besonders sei der Gedanke der Schonung der Wasserstreitkräfte ausgebildet. Eine solche Haltung habe nichts mit FeigheU zu tun.

Srieffaften der "Reöaffion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

k. C. In G Hat der Mieter rechtswirksam zum 1. Dezember 1938 gekündigt, so muß er die Woh­nung an diesem Tage bis gegen 12 Uhr geräumt haben; ist dies nicht geschehen, bleibt er weiter

hinterließen. Mit Dank an Hauptmann a. D. F l o t h o schloß Kreisgrupvenführer. Oberstaats­anwalt K n a u ß, die gut besuchte Veranstaltung.

genrot" wurden die Fahnen eingebracht.

Gtudentensührer Frank

eröffnete die Feierstunde mit einer kurzen

chluß an die Uebertragung der Rede des Reichs­tudentenführers wurde unter gesenkten Fahnen und unter den Klängen des Liedes vom guten Kame­raden der gefallenen Helden von Langemarck ge­dacht. Gleichzeitig wurden an der Ehrentafel im Vorhof der Aula Kränze niedergelegt. Sodann hielt

Prof. Dr. Schmoll

f tun gen der U-Boote, von denen im Verlaufe Krieges 391 am Feinde waren und von denen sanken, seien über alles Lob erhaben. Nun schilderte der Redner die Gefechtsarten: das Begegnungs­

sprache, in der er darlegte, warum gerade Toten von Langemarck, der freiwillig in den Krieg gezogenen Studenten, Arbeiter, Bauernsöhne, Hand­werker usw. an diesem Tage besonders gedacht werde.

Spielleitung Gert Buchheim. Tänze: Thea Maaß. Leitung und Einstudierung der Chöre: Heinz Mark­wardt. Bühnenbild: Karl Löffler. Anfang 19 Uhr, Ende 22 Uhr. Außer Miete!

Dienstag, 15. November, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr, zum letztenmalFlachsmann als Erzieher", Komödie von Otto Ernst. Spielleitung: Dr. Hannes Razum. Dienstag-Miete, 7. Vorstellung.

Mittwoch, 16. November, Buß- und Bettaa, An­fang 19.30 Uhr, Ende 22.15 Uhr:Rigoletto", Oper in drei Akten von Guiseppe Verdi. Musikalische Lei­tung: Joachim Popelka, Inszenierung: Wolfgang Kühne, Chöre: Heinz Markwardt. Mittwoch-Miete, 8. Vorstellung.

Donnerstag, 17. November, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr: Erstes Orchesterkonzert des großen Städtischen Orchesters in Verbindung mit dem Kon­zertverein. Solistin: Maria Neuß, Berlin (Violine). Leitung: Professor Stefan Temesväry.

Freitag, 18. November, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr: zum letztenmalEine Frau wie Jutta", Lustspiel von Möller und Lorenz. Spielleitung: Karl Volck. Freitag-Miete, 8. Vorstellung.

Sonntag, 20. November, Anfang 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr: 5. Morgenveranstaltung Johann Seba­stian Bach. Leitung: Heinz Markwardt.

Sonntag, 20. November, Totensonntag, Anfang 19 Uhr, Ende 21.30 Uhr:Fidelio", Oper von Lud­wig van Beethoven. Musikalische Leitung: Paul Walter, Spielleitung: Hermann Schultze-Griesheim. Außer Miete!

Auch die 2. Reichsstraßensammlung ein großer Erfolg.

NSG. Nicht nur die erste Reichsstraßensammlung für das diesjährige Winterhilfswerk brachte eine er­hebliche Steigerung der Sammelbeträge, sondern auch die zweite Reichsstraßensammlung ergab gegen die des Vorjahres einen beträchtlich erhöhten Betrag. Insgesamt sammelten die Männer der Kampfforma­tionen im Gau Hessen-Nassau 184477,21 RM. für das WHW.

Witdspende der oberhessischen Jäger.

Marinewesen und Seekriegsührung

Vortrag im NS.-JZechtswahrerbund.

Sckuke gepflegt, nickt nut geputzt, beides ecceickt, inet £x?dlx benutzt!

feiern, sondern ihn im Stellungskrieg des nüchter­nen Alltags als Aufruf und Verpflichtung zu

Unter außerordentlich starker Beteiligung veran­staltete gestern vormittag die Studentenfüh­rung der Universität in Gemeinschaft mit dem NS.-Reichskriegerbund' die diesjährige Langemarckfeier. Die Neue Aula der Universität zeigte sich aus diesem Anlaß im Schmuck frischen Grüns und vieler Blumen. An der Feier nahmen zahlreiche Vertreter der Partei und ihrer Gliede­rungen, der Wehrmacht, der Behörden, viele Ka­meraden des NS.-Reichskriegerbundes, Dozenten und Studetenschaft der Universität teil. Unter den Klängen des LiedesSeht ihr im Osten das.Mor-

Nach einem Sinnspruch, der dem Charakter Feier dichterischen Ausdruck gab und das Opfer Toten von Langemarck würdigte, hörte man in Rundfunkübertragung die kurze Ansprache Reichsstudentenführers Scheel, die vom (St-

rotten, % kg 7 bis 10 Pf., rote Rüben 10, Spinat 15, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 15 bis 38, Feldsalat, ftio 8 bis 10, Tomaten, % kg 28 bjs 30, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kürbis 8 bis 9, Kar­toffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 35 bis 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,45 Mark, Aepfel, % kg 30 bis 42 Pf., Birnen 25 bis 40, Nüsse 50 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Gänse 1,10 bis 1,20, Enten 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 10 bis 50, Salat 5 bis 10, Salatgurken 45 bis 50, Endivien 5 bis 10, Ober­kohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich 10 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 dis 12 Pf.

** Wieder Bucheckern-Sammlung der Gießener Schulen. Das prächtige Wetter des gestrigen Freitag war für die Schulen unserer Stadt Veranlassung, noch einmal geschlossen hinauszu­ziehen in die Walder der Umgebung und dort Buch­eckern zu sammeln. Um die Mittagsstunde kehrten die Kinder zurück, um die gesammelten Oelfruchtschätze in die gemeinsamen Behältnisse in den Schulen aus­zuleeren. Wenn auch die Beute der einzelnen Samm­ler nicht sehr groß sein konnte, so gilt doch befonbers

bunte Strecke!

Der Marsch der Jäger zur Kundgebung erfolgt vom Oswaldsgarten über Harst-Wesfel-Wall, Sel­tersweg, Kreuzplatz, Sonnenstrahl zur Senckenberg­straße. Abmarsch auf Oswaldsgarten um 17.30 Uhr.

OaS alte und das neue Gießens

Ausstellung des Lunstvereins.

Im Turmhaus am Brändplatz, im Ausstellungs­raum des Oberhefsischen Kunstvereins, wurde in den vergangenen Tagen eine Ausstellung unter dem TitelDas alte und das neue Gießen" vorbereitet. Die Ausstellung soll morgen eröffnet werden. Sie wird sicherlich allgemeines Interesse erwecken, denn in dieser Schau sind an Hand von Zeichnungen, Licht­bildern und vor allem in Modellen die Bauvorhaben zu überblicken, die sich die Stadt Gießen für die kommenden Jahre vorgenommen hat. Neben den Projekten der Stadtverwaltung (z. B. Verwaltungs­forum, Sportstätte, Umgestaltung der Ecke Kaiser­allee und Licher Straße usw.) sind auch die schönen Modelle zu sehen, die einen Eindruck geben sollen von zukünftigen Bauten für unsere Universität. Zeich­nungen sind außerdem zu sehen, die in stimmungs­voller Weise das alte Gießen zeigen. Besondere Auf­merksamkeit verdient das große Modell des 23er» waltungsforums und der Gießener Sportstätte, die auf den Wiesen hinter dem Gericht erstehen soll. Der Gießener Bevölkerung wird mit dieser Ausstel­lung Gelegenheit geboten, alles das zu sehen, was auf der großen Bau- und Siedlungsausstellung in Frankfurt a. M. aus Gießen erstmalig gezeigt wurde und dort viel Aufmerksamkeit fand.

Kreismusikerschast ließen.

Aus Anlaß desTages der deutschen Hausmusik" veranstaltet die Kreismusikerschaft Gießen in der Reichsmusikkammer am kommenden Dienstag, 15. November, abends, in der Neuen Universitäts-

Er wies auf den besonderen Umstand hin, unter dem die Toten von Langemarck starben, der aber nicht darin bestehe, daß die jungen Soldaten singend in den Tod gingen, sondern darin, daß dort erst- malig die deutsche Volksgemeinschaft leuchtend in Erscheinung trat. Damals, standen Bauer und Student, Arbeiter und Hand­werker in bewußter Gemeinsamkeit, die alle bis­herigen Schranken überbrückte. Manche andere Armee mag größere Erfolge errurtgen haben, die Tat aber von Langemarck sei unvergeßlich durch die hohe Pflichtauffassung und die fast übermenschliche Hingabe der Stürmer an die große Sache. Das Deutschlandlied auf den Lippen sei ihnen ein hei­liges Bekenntnis gewesen.Für das neue, größere und bessere Deutschland gebe ich gern mein junges Leben", habe einer von ihnen geschrieben, der seine Worte mit seinem Blute besiegelte. Und so führe ein gerader Weg von den Langemarckstürmern zu den Helden von der Feldherrnhall« und zu Horst Wessel Uns aber, so schloß der Studentenführer, fei aufgegeben, den Namen Langemarck nicht nur als leuchtendes Symbol vergangenen Heldentums zu

Wüsten und Hochländer, durch unwegsame Dschun­geln im Märchenlande Indien, oder durch die Reis- selder des chinesischen Riesenreiches, erlebten sie 2Bunbert>inge aller Art, von denen Reisch mit Unterstützung zahlreicher Bilder und Filmstreifen interessante Ausschnitte und fesselnde Berichte zum Besten gab, die die Gefahren und unvorstellbaren Strapazen offenbarten, denen sich die beiden Wel­tenbummler in ihrem jugendlichen Forscherdrang ausgesetzt hatten und denen sie oft nur im letzten Augenblick entkommen waren. Die treffliche Be­schreibung von Land und Leuten, Sitten und Ge­bräuchen ließ über die für den Automobilisten interessanten Schilderungen der Wege und Ver­kehrsmittel hinaus den Abend zu einem wertvollen Erlebnis werden, das durch die unbekümmerte Vor­tragsart Max Reischs eine eigene Note erhiell.

(Siebener wochenmarktpreife.

Kleine Strafkammer Gießen.

Der O. K. aus Gießen hatte vom Amtsgericht Gie­ren wegen Sachbeschädigung in zwei Fällen eine Gefängnis st rafe von fünf Wochen er­halten. Während er einen Fall rechtskräftig werden ließ, legte er in dem Hauptpunkt der Anklage gegen dieses Urteil Berufung ein, die gestern vor der Kleinen Strafkammer verhandelt wurde. Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, in einem hiesigen Betrieb, wo er beschäftigt war, den Hauptschalter eines Mo­tors mutwillig hintereinander aus- und eingeschal­tet zu Haden. Hierdurch entstand ein Kurzschluß, so daß der ganze Betrieb einige Stunden, bis zur Be­hebung des Schadens, stillgelegt werden mußte/ Zur Begründung seiner Berufung machte der Angeklagte geltend, daß er sich an dem Schalter vor dem Ein­tritt des Kurzschlusses nichts zu schaffen gemacht habe. Es konnte ihm jedoch durch die Beweisauf­nahme nachgewiesen werden, daß er bereits früher an dem Schalter gespielt hatte, wodurch gleichfalls hin und wieder Kurzschlüsse eingetreten waren, Die Beweisaufnahme ergab weiter, daß der Angeklagte in unmittelbarer Nähe des Schalters gearbeitet hatte und eine andere Person als Täter nicht in Frage kommen konnte. Das Gericht hielt daher den Angeklagten für überführt und wies infolgedessen die Berufung als unbegründet zurück.

Wetter hatte sich der I. H. D. aus Hochwerfel unter der Anklage der Tiergualerie zu verantwor­ten. Der Angeklagte kam vor einiger Zeit mit feinem noch jungen Hund an sein eingezäuntes Garten­grundstück. In dieses waren fünf fremde Hühner eingedrungen. Während es vier Hühnern gelang, das Weite zu suchen, wurde das fünfte Huhn von dem Hunde des Angeklagtm gejagt. Als das Huhn ermattet war, gelang es dem Hunde, es zu packen. Der Angeklagte hatte deshalb wegen Vergehens gegen das Tierschutzgesetz vom 24. November 1933 einen Strafbefehl in Höhe von 20 Mark erhalten. Gegen diesen Strafbefehl legte er Einspruch ein. Er hatte aber mit diesem Einspruch bei dem Amts­gericht Butzbach keinen Erfolg. Gegen dieses Urteil legte der Angeklagte daraufhin nun Berufung ein. Im Gegensatz zu dem erstinstanzlichen Gericht sprach die Kleine Strafkammer den Angeklagten frei, weil sie den § 1 des Tierschutzgesetzes nicht für ge­geben hielt.

3n jede Familie die blaue Kerze!

NSG. Das volksdeutsche blaue Weihnachtslicht, das weihnachtliche Symbol treuer Verbundenheit aller Reichsdeutschen zu den auslandsdeutschen Brüdern und Schwestern, darf auch in diesem Jahre unter keinem Weihnachtsbaum fehlen! Die blaue Kerze des VDA. (Volksbund für das Deutschtum im Ausland) wird schon gern in der Dorweihnachtszeit angeschafft, damit sie bereits am 1. Advent in den Familien als Schmuck aufleuchtet. Auch in diesem Jahr werden wieder die schönen, handgeschnitzten Kerzenhalter von auslandsdeutschen Schnitzern im Alpenraum ge­liefert.

aula einen Musikabend, dessen Dortragsfolge von Schülern piefiger Musikerzieher und dem Schättler- Quartett bestritten wird. Auf die Bedeutung des Tages der heiligen Cäcilia, der im nationalsozia­listischen Deutschland eine stehende Einrichtung ge­worden ist, sei besonders hingewiesen. Der Reiner- trag des Konzertes fließt dem Winterhttfswerk zu.

Mit dem ».elektrischen Fahrstuhl" um die Welt.

Llchtbildervorlrug der Sektion Gießen des DDAC.

Der Wiener Student der Geographie, Max Reisch ist mit feinem Freunde Hellmuth, von dem er in luftiger Weise immer erzählte, daß er jetzt bei den Soldaten fei, mit einem kleinen Serien­wagen, oder wie die Chinesen das Auto nennen, mit einemelekttischen Fahrstuhl" rund um die Erde gefahren.

Am gestrigen Freitagabend berichtete Reisch in der vollbesetzten Aula Der Universität, auf Einla­dung der Sektion Gießen des Deutschen Automobil- Clubs, im Tempo eines Kraftfahrers, in einer er­frischenden, von gesundem Humor beschwingten Art von seinen Auto-Abenteuern in den vier Erdteilen. Die Zurücklegung von rund 41 000 Kilometer um den Erdball war zwar kein beabsichtigtes Abenteuer, sondern vielmehr eine automobilistilche Ausgabe. Nachdem er bereits 1933 mit seinem Motorrad eine ähnliche Reise nach Hinter-Jndien unternommen hatte, sollte diesmal die Auffindung eines Auto- weges südlich vom Himalaja-Gebirge nach Ostasien eine Pionierleistung werden. Da der alte Kultur­austausch zwischen Asien und Europa über die Sei- denstraße durch den neuen Anlieger Sowjetrußland unmöglich gemacht worden ist, wollten diese jungen Studenten neue Wege auffinden, was ihnen teil­weise auch geglückt ist. Nach dem Start in Wien ging die eigentliche Fahrt von Palästina, von Bei­rut, durch die Syrische Wüste und das Zweiströme­land nach Baadad, quer durch Persien und im Dreieck durch Afghanistan bis Kabul und schließlich über Peschawar - südlich am Himalaja-Gebirge vor­bei bis Kalkutta, durch Burma und das riesige Reich der Mitte nach Schanghai. Damit war das eigentliche Ziel erreicht, und da sie schon einmal so weit weg von Hause waren, so erzählte der Redner freimütig, suchten sie auch gleich Japan auf und bekamen schließlich auch die Erlaubnis, von 2)oko- hama, an Hawai vorbei, quer durch die Staaten von Nordamerika, von San Franzisko bis Neuyork, und dann per Schiff nach Hause zurückzukehren.

In zwei Jahren legten sie mit ihrem Waaen rund

gefecht, das Parallelgefecht, das Kreiselgefecht und als wichtigstes die T-Stellung. Der letzten Gefechts­art hätten es die Russen zu verdanken, daß sie im Jahre 1905 vernichtend von den Japanern geschla­gen wurden. Man müsie sich immer eine T-Stellung erkämpfen. Diese Aufgabe des Flottenchefs sei aber, wie alle seine Aufgaben, besonders schwer, da auch er meistens über die genaue Stellung des Gegners im Unklaren und die Entwicklung einer Seeschlacht nicht im voraus zu bestimmen sei.

Es sei ein geschichtlicher Fehler gewesen, daß man nicht bereits 1914 die deutsche Flotte gegen die Eng­länder geschickt habe. Der Landkrieg hätte sich dann anders gestaltet. Erst 1916 habe Admiral Scheer die Haltung der Flotte ändern können. Nun entwarf der Redner ein lebendiges Bild von der großen Schlacht am Skagerrak, die ein Ruhmesblatt in der deutschen Flottengeschichte ist, und die unter größ­tem Einsatz von 99 deutschen Schiffen gegen eine Uebermacht von 150 Schiffen unter Jellicoe zu einem geschichtlichen Erfolge gestaltet wurde. Hätte damals England gesiegt, dann hätte Rußland mehr unterstützt werden können. Die rote Revolution

geschaltet werden, die Vorstellung, daß diese jungen Menschen mit leichtem Schritt, oder gar tänzelnd, singend und jauchzend in den Tod gingen. Eine solche Vorstellung geht an den Wirklichketten vor­bei, denn diese jungen Soldaten brauchten mehr als' andere eine innere Kameradschaft.

Es darf in Gießen, gerade hier in der Aula der Universität mit ihren großen Erinnerungen ein­mal gesagt werden, daß auch die 3. Kompanie des Reserve-Jnfanterie-Regiments 22 2, das bekanntlich hier aufgestellt worden war und etwa zur Hälfte aus Studenten der Alma Mater und Schülern der Höheren Lehranstalten bestand, am 3. Dezember 1914 beim Sturm auf Mala Mierczonska bei Lodz unter Führung von Bankdirektor Grieß­bauer das Lied der Deutschen fang; es ist auch hier und da sonst noch vorgekommen.

Mit einer Erinnerung an Werner Beumelburgs BuchDer Tod von Flandern" und die dichterischen Worte in jenem Buche über die Toten von Lange­marck wie auch mit dem Hinweis auf die Zeit der großen Opfer von Hunderten, die für das Groß­deutsche Reich gebracht und deren am 9. November ehrfurchtsvoll gedacht wurde, schloß der Redner seine inhaltsreiche Ansprache.

Mit dem Gruß an den Führer und nfit den Lie­dern der Nation fand die Feierstunde ihren Ab­schluß.

Feier in der Lanaemarckschule.

Das ehemalige Realgymnasium, das als Ober­schule für Jungen seit dem 8. 1. d. I. den verpflich­tenden Namen Langemarckschule trägt, ver­anstaltete am gestrigen Jahrestag des in den deut­schen Mythos eingegangenen Sturmes auf Lange­marck eine eindrucksvolle Gedenkfeier. Or­chester und Chor wirkten würdig mit Wehners kraftvolle Mahnworte an die deutsche Studenten­schaft und weihevolle Kriegsgedichte ließen die Er­innerung an Langemarck lebendig werden. In einer packenden Ansprache wertete Pg. Professor Dr.

wäre dort nicht ausgebrochen, es hätte vielmehr auch in Versailles mitaesesfen, und Ostpreußen wäre Schiffstypen zu, die eine Flotte bilden, und die in bann, seinem alten Wunsche gemäß, russisch ge- -------worden.

nichts weniger am Platz, als große Worte zu machen. Nach der Forderung unseres Führers sol­len wir uns nur zurückerinnern an eine Zeit, deren Heldentum das überwältigendste Bekenntnis zur Kraft idealer Motive darstellte. Die deutsche Stu­dentenschaft gedenkt des Tages von Langemarck und damit des Einsatzes und des Dpfergangs der jungen Mannschaft deshalb, weil der Name heller leuchtet als mancher andere Name aus dem Kriege. Einer der wenigen Ueberlebenben hat gesagt: Wenn sich der Erinnerung des deutschen Volkes einzelne große Schlachtennamen anbieten, so des­halb, weil sie mehr als Schlachtennamen sind. Sie tun es, weil sie im Rahmen des gewaltigen Rin­gens einen unverlierbaren Sinn erhalten haben, der "über sie hinaus in die große Geschichte des deutschen Volkes weist." Weitere solche Nämen sind Tannenberg und Verdun. Das Merkwort aber für den Ausbruch des deutschen Volkes, wie er sich aus dem Schwung feiner Jugend heraus im Willen zur Front befurwete, ist und bleibt Langemarck.

Merkwürdig ist dabei noch dies, daß Langemarck nicht genannt wird wegen der sieghaften Tage im April 1915, in denen es mit stürmender Hand wirk­lich genommen wurde, sondern wegen des Spät- herbsttages, an dem trotz aller Blutopfer die Trüm­mer des rauchenden Dorfes grau und unbezwungen, ja, unerreichbar vor der Front blieben. Daraus geht hervor, daß der Ruf von ßan-gemarcf nicht künst­lich erzeugt, sondern Mythus ist, in dem sich ein tiefer, lebendiger Sinn offenbart Jene jungen Re­gimenter waren erst im August 1914 neugebildet worden, und in ihnen stand nur knapp ein Drittel altgebienter erfahrener Wehrmänner. Geist unb innere Bewegung biefes Marschblockes waren burch die nur notdürftig ausgebildeten Kriegsfreiwilligen bestimmt. Diesen jungen Soldaten standen beste und bewährte britische Formationen gegenüber. Die Erfahrung des Gegners konnte durch Idealismus und jugendliche Begeisterung allein kaum ausge­wogen werben So brückte der deutsche Heeresbe­richt vom 11." November in seiner bekannten mili­tärischen Kürze ein Stück schwerstes Fronterleben aus:Westlich von Langemarck brachen junge Re­gimenter unter dem Gesang Deutschland, Deutsch­land über alles" gegen die erste Linie der feind­lichen Stellungen vor und nahmen sie." Manche nachträgliche und, nüchterne Stellungnahme zu den Ereignissen von damals wird der Tatsache von Langemarck nicht gerecht. Es wird dabei eines über­sehen, daß der rechte Sinn des Lebens sich nicht errechnen läßt, sondern erst in der Liebe unb im Opfer auileuchtet. Und was, wie hier auf dem Schlachtfelds vor sich geht, das vollzieht sich zwir schcn Gott und dem Sterbenden ganz persönlich, ist ein Geheimnis.

Wenn kein Opfer für Volk und Vaterland zu groß ist, dann ist auch bei Langemarck kein Soldat umsonst gefallen, dem es mit dem Deutschlandlied auf den Lippen ernst war. Und ein Leben, das sich einer großen Sache opfert, ist auch in der Jugend schon vollendet.

* G i e ß e n, 12. Nov. Auf dem heuttgen Wochen­markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Eier, deutsche, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, ausländische Kühlhauseier 11, Wirsing, % kg 6 bis 9 Pf., 50 kg 5 bis 7 Mark, Weißkraut, % kg

bis 6 Pf., 50 kg 4 Mark, Rotkraut, % kg 7 bis Pf., 50 kg 5 bis 7 Mark, gelbe Rüben und Ka­

sten Aufgaben zu übernehmen haben.

Der Redner wandte sich besonders gegen den ausgezeichn-ten und lebendigen Ausführungen, die Vorwurf, daß Deutschland vor dem Kriege die bei den Zuhörern einen nachhaltigen Eindruck

undDamwlld 102 Rehe, 2 Füch e, i Dachs, 303 durch eifrige Mitarbeit in seinen Verbänden zu be- R 9 ,,X A re-nUr. »in» zeugen. Mtt dem Sieg-Höll grüßte die Versammlung

den Führer.

Hierauf sprach der Redner des Abends, Haupt­mann a. D. F l o t h o aus Frankfurt a. M., über Marinewesen, Seekriegsführung und die Skager­rakschlacht". Eingangs betonte der Redner, daß die Bauzeit eines Kriegsschiffes der Seekriegsführung auch ihren Stempel aufgedrückt habe. Da Kriegs­schiffe nur schwer zu ersetzen seien, so sei man im­mer auf die Schonung der Flotte bedacht, um im

als Vertreter des NS.-Reichskriegerbundes die An­sprache im Mttelpunkt dieser Feier. Seinen Worten sei folgendes entnommen: Nicht weniger als 10 500 Tote ruhen auf dem Friedhof von Langemarck, die mit ihrem Leben das Wort bezeugten:Deutsch- n ------ land muß leben und wenn wir sterben müssen"

41 000 Kilometer zurück. Auf dieser Fahrt durch diel Angesichts jenes Opfers, fo sagte der Redner« ist