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Hitler-Zugend-Kundgebung fällt heute aus!

Aus Anlaß der Großkundgebung auf Oswalds- garlen, an der felbslversländlich auch die Hitler- Jugend teilnimmt, fällt die für den heutigen Sams­tagabend im Cafe Leib vorgesehene Kundgebung der Hitler-Jugend aus.

der Mitte das Eiserne Kreuz aus Stein, darunter steht in großen Lettern geschrieben:Unseren Hel­den!" Die Wand trägt als einzigen Schmuck einen großen grünen Kranz, der an einem Kranzhalter aufgehängt ist. Darüber stehen schlicht die Namen der Gefallenen.

Sonnenstrahlen huschen über die Helle Denkmal­wand und zeichnen scharf die noch kahlen Aeste der umstehenden Bäume darauf. Eine stimmungs. volle Gedächtnisstätte im Schatten alter Bäume in einen natürlichen Garten yineingelegt, geschaffen zur inneren Einkehr und würdig als Stätte, hier der Gefallenen zu gedenken.--

Der Kreis der Kinder hat sich um das Denkmal geschloffen. In der Mitte vor dem Denkmal steht der Lehrer. Seine einfachen, zu Herzen gehenden Worte klingen hinein in die feierliche Stille als ernste Mahnung und Weisung, die große Opfertat der gefallenen Brüder, die ihr Leben draußen auf blutiger Walstatt gelassen haben, nie zu vergessen, die Tapferen, die für Bater und Mutter, für Schwester und Bruder, für Haus und Hof, für die Heimat, für unser großes deutsches Vaterland ge­storben sind. Denn sie haben ja die Schrecken des Krieges von den heimatlichen Gefilden ferngehalten, sie vor Zerstörung und Verwüstung bewahrt und das Vaterland gerettet.

Darum sei ihnen ewiger Dank!--

Und in die kindliche Seele wird ein gar kostbares Samenkorn gelegt: das Gefühl und das Verftänd- nis für Dankbarkeit! Aus gläubigen Kinderherzen steigt still und heiß das Gelübde, daß sie das nie vergessen wollen, was sie da draußen für die Hei­mat getan haben. Und sie singen das Lied vom guten Kameraden.

Vetsöhnt mögen die Manen derer, deren Opfer in manchen Herzen heute schon fast vergessen ist, dem gläubigen Gesang bewegter reiner Kinder- Herzen gelauscht haben!--

Nun wird der alte Kranz vom Ehrenmal abge­nommen und der neue an seine Stelle gebracht. Im Gefühl eines großen Erlebnisses marschieren die Kinder nach dem Schulhaus zurück, ein Lied vom neuen Deutschland klingt hinein in den Hellen Früh- lingsmorgen.

<00 winden Kinderhände den hekdenkranz zum Gedächtnis an das große Opfer der Gefallenen.

Mit feder Jahreszeit bringen sie ihren Dankes- gruß dar, im Frühling und Sommer mit Dirf- tenden Blumen ans Wiese und Feld, im Herbst mit bunten Blumen aus dem Hausgärtlein und im Winter mit Buchsbaum- und Efeugewinde!

So begeht deutsche Schuljugend vorbildlich das Gedächtnis an das große Opfer der im Weltkrieg gefallenen Brüder! Jos. G e r l a ch.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag.

Großkundgebung, 21 Uhr, auf Oswaldsgarten, vorher Fackelzug. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr,Die Boheme". Gloria-Palast (Selters­weg):Kameraden auf See". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Zwischen den Eltern". Aus- stellung der Arbeiten des Fröbelseminars, Garten- straße 30, von 15 bis 18 Uhr. Vereinigung für Begräbnisbeihilfe: 20 Uhr, imBurghof", Ordent­liche Mitgliederversammlung.

Tageskalender für Sonntag:

Militärische Heldengedenkfeier auf dem Trieb. Beginn 10 Uhr. Dazu Antreten der Abordnungen der Partei und der Soldatenkamer^dschaften. Stadttheater: 20 bis 22 Uhr, Viertes Orchester- Konzert mit Köche Heidersbach von der Staats­oper Berlin. Gloria-Palast (Seltersweg):Ka­meraden auf See". Lichtspielhaus (Bahnhof­straße):Zwischen den Eltern". Fröbelseminar, Gartenstraße 20, 11 bis 13 und 15 bis 18 Uhr, Ausstellung.

Sladltheater Gießen.

heute um 20 Uhr findet zum letztenmal eine Auf­führung des großen OpernerfolgesDie Bohöme" von Puccini statt. Musikalische Leitung Joachim Popelka, Spielleitung Dr. Erich Schumacher. Büh­nenbilder Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleich­zeitig für die KdF.-Miete, Gruppe II (11. Vorstel­lung) statt und endet um 22.30 Uhr. Freier Karten­verkauf zu Tagespreisen.

Am Sonntag, 13. März (Heldengedenktag), findet um 20 Uhr das IV. Orchesterkonzert des großen Städtischen Orchesters in Verbindung mit dem Kon- zertverein statt. Leitung Professor Temesvary; als Solistin wurde die Kammersängerin Küche Heidersbach von der Staatsoper Berlin ver­pflichtet. Die Programmfolge sieht vor: Reger, Mo­zart-Variationen, Gesänge von Hugo Wolf und Weber, Brahms: I. Symphonie in c-moll. Das Konzert findet außer Miete statt. Karten im Mu- fikhaus Challier und an der Abendkasse. Ende 22 Uhr.

Dichter-Lesung von Hans Zöberlein.

Der Goethe-Bund und Kaufmännische Verein bit­ten uns, darauf hinzuweisen, daß die Lesung von Hans Zöberlein vom 16. März auf Montag, 4. April, verlegt worden ist. Die Lesung wird im Rahmen einer besonderen FeierstundeSoldat und Dichter" stattfinden.

Deutsche Landschaft."

Der Oberhessische Kunstverein eröffnet am morgi­gen Sonntag im Turmhaus am Brandplatz eine Ausstellung der Arbeiten des aus Gießen gebürtigen Malers Georg Röder (Wuppertal-Barmen). Die Ausstellung stellt eine Gedüchtnisschau aus Anlaß des 70. Geburtstages des Kunstmalers dar. Die Schau bringt Arbeiten in Oel, Tempera, Aquarell und Zeichnungen.

Deutet Jirltitofroni

315(9.Kraft durch Ireude", Kreis Gießen. Theatervorstellung.

Samstag, den 12. März 1938, 20 Uhr, KdF.-Miete Gruppe II (11. Vorstellung) zum letztenmal:

Die Dohdme" Oper Dpn Puccini.

Karten sind erhältlich in der Kartenverkaufsstelle Seltersweg 60. 1523V

NS.-Kriegsopferversorgung Kameradschaft Gießen.

Antreten zur heldengedenkfeier am Sonntag, dem 13.3.1938, sämtlicher Teilnehmer um 9.30 Uhr an dLl Volkshglle. NSKOV.-Dienstanzug» 1657Q

GA.< Gportabzeichenträger herhören!

Bei dem Erwerb des SA.-Sportabzeichens hast du die Verpflichtung übernommen, jederzeit erneut den Nachweis deiner körperlichen und weltanschau­lichen Einsatzbereitschaft abzulegen. Nun ruft dich die SA. zu dem Bekenntnis der Tat der

ersten Wiederholungsübung 1938 am

27. März 1938.

Der Führer hat in seiner Verfügung vom 18. März 1937 das SA.-Sportabzeichen zur Ur- künde erhoben, die Aufschluß gibt über die welt­anschauliche und körperliche Haltung des Trägers und weiterhin den Besitz von der Ableistung jähr­lich dreimal stattfindender Wiederholungsübungen abhängig gemacht. Nach fünf Wiederholungsjahren wird das silberne SA.-Sportabzeichen, nach weiteren sechs Wiederholungsjahren das goldene SA.-Sporb abzeichen verliehen.

Trägern, die am 26. März 1938 das 40. Lebens- fahr vollendet haben, wird die Teilnahme an den Wiederholungsübungen freigestellt, der künftige Be­sitz ist davon nicht abhängig.

Die diesjährigen Wiederholungsübungen bestehen aus:

1. Am 27. März, 8 Uhr, Appell aller SA.-Sport- abzeichenträger im Reich. Gemeinschaftsempfang der Rede des Stabschefs. 15-Kilometer-Marsch ohne Gepäck mit einer Aufgabe aus der Gruppe III (Geländesport).

2. Im Septenrber-Oktober: Kleinkaliberschießen, Gruppe II, Hebung 7, Handgranatenweitwurf, Hand- granatenzielwurf.

3. Am 9. November: Teilnahme an den örtlichen Appellen der SA. anläßlich der 15. Wiederkehr Des 9. Novemder 1923.

Unentschuldigtes Fehlen an einer dieser Wieder- holungsübungen zieht Entzug des SA.-Sportab- Zeichens nach sich. Durch ärztliches Attest bzw. Be- schemigung des Betriebsführers über unoermeid- baren Arbeitseinsatz belegte Entschuldigungen sind bis zum 26. März 1938 an den örtlichen SA- Sturmführer einzureichen (für den Standort Gie­ßen an die Standarte 116). Bei mehr als ein­maligem unentschullngtem Fehlen rechnen die Wiederholungsübungen nicht als Wiederholungs­jahre.

Die Standarte 116 erläßt hierzu folgende Anordnung:

Alle SA.-Sportabzeichenttäger im Bereiche Der Standarte 116 (Kreis Gießen), außer den Ange- hörigen der ff, NSKK., RAD., Wehrmacht (für diese ergeht Sonderbefehl), haben am 27. März 1938 7.15 Uhr anzutreten.

Antreteort ist bei den örtlichen SA.-Stürmen zu erfragen. Für Gießen, Heuchelheim, Wiescck und Klein-Linden Antreteort: Hof der Standarte 116, Gießen, Senckenbergstrahe 1.

Anzug: großer Dienstanzug ohne Mantel.

Für Nichtangehörige einer uniformtragenden Formation: Marschanzug.

Mitzu bringen ist: L.-Buch, Besitz­zeugnis und 0,50 Mark für Urkunde.

SA.-Sportabzeichenträger, die noch nicht bei ihrem örtlichen SA.-Sturm bzw. unmittelbar bei der Standarte 116 durch Vorlage ihres Besitzzeug, niffes usw. ersaht sind, haben dies bis 26. Mürz 1938 nachzuholen, andernfalls eine Teilnahme an der Wiederholungsübung nicht erfolgen kann.

Der Führer der Standarte 116: Lutter, Standartenführer.

Abschied von Orlsgnippenletter Holländer

Einführung feines Amtsnachfolgers pg. Grahlmann.

Gestern abend fand in der Neuen Aula der Uni­versität für die Ortsgruppe Gießen - Süd der NSDAP, eine Feierstunde von besonderer Bedeu­tung statt. Es galt, Abschied zu nehmen von ihrem bisherigen Ortsgruppenleiter Pg. Holländer, der als stellvertretender Personalamtsleiter in die Gauleitung nach Frankfurt berufen wurde.

Die Aula der Universität war aus Anlaß dieser Feier festlich geschmückt und stark besetzt. Die Kreis- kapelle der NSDAP, eröffnete den Abend mit einem Marsch. Ortsgrupven-Propagandaleiter Pg. Blin- zi g hieß, nach Der Einbringung der Fahne, die Teilnehmer, insbesondere den Kreisleiter herzlich willkommen. Sodann sprach

Kreisleiter Backhaus

Er wies eingangs auf feine doppelte Aufgabe für Den heutigen Abend hin. Es gelte, den bewährten Ortsgruppenleiter zu verabschieden und seinen Nach­folger in sein Amt einzuführen. Der Abschied sei schwer, denn er bedeute einen Verlust. Pg. Hol­lander habe sich sowohl als Ortsaruppenleiter, wie auch als Kreisgeschäftsführer der NSDAP, als Mensch von wertvollsten Charaktereigenschaften und als treuer Kamerad erwiesen. Nach einigen grund­sätzlichen Darlegungen über die Voraussetzungen, Die ein Mensch vom Charakterlichen her erfüllen müsse, wenn er Führer sein wolle, Voraussetzungen, die der Scheidende vollauf erfüllt habe, sprach Kreisleiter Backhaus über den Leoensweg des scheidenden Ortsgruppenleiters. Pg. Holländer, Sohn nordischer Eltern, sei frühzeitig nach Ungarn verschlagen worden, habe dort die Schule besucht, das Auslandsdeutschtum kennengelernt und immer treu zu Volk und Vaterland gestanden. Dann schil­derte er seine berufliche Laufbahn, die außerordent­lich erfolgreich war, und umriß sein Wirken in der NSDAP, seit 1929, zunächst als Ortsgruppenleiter in Limburg, bann feine Tätigkeit in Gießen, als Organisationsleiter, Propaganoaleiter und ausge­zeichneter Redner. Auch erinnerte er an feine 4jäh- rige Kriegsdienstzeit bei der Marine und in Flan­dern. Besondere Würdigung ließ der Kreisleiter dem Scheidenden auch für seine Tätigkeit als Kreis- geschäftssührer der NSDAP, zuteil werden. Der Gauleiter habe den bewährten Parteigenossen nun in ein sehr wichtiges Amt berufen. Deshalb dürfte uns keine Trauer erfüllen, sondern unsere Wünsche zu allem Guten und der Wunsch, daß er seine Gie- ßener Kameraden nicht vergessen möge, begleiteten ihn in sein neues Amt. Mit herzlichem Händedruck verabschiedete der Kreisleiter den Ortsgruppenleiter und Kreisgefchäftsführer aus seinen Aemtern.

Sodann wandte sich der Kreisleiter dem Nach­folger des bisherigen Ortsgruppenleiters, dem Pg. Grahlmann, zu und rief ihm, der von Beruf Bergbaufachmann ist, ein herzlichesGlück auf!" für feine künftige Arbeit in der Ortsgruppe Giehen- Süd zu. Der Kreisleiter schilderte kurz den Lebens­weg des neuen Ortsgruppenleiters. Pg. Grahl­mann sei aus einer Beamtenfamilie in Osnabrück gebürtig, habe einen technischen Beruf erwählt, sei Bergbaufachmann geworden, habe eine Maschinen­

bauschule und bann die Technische Hochschule Darm­stadt besucht, sei als Oberingenieur und während des Krieges Leiter eines Erzbergwerkes in Ungarn gewesen, habe während der schweren Tage in Ober­schlesien Grenzlandnot kennengelernt und sei im Mai 1931 treuer Gefolgsmann des Führers ge­worden. In all den Jahren bisher habe er sich stets als treuer Gefolgsmann des Führers erwiesen. Mit ruhigem Gewissen könne man ihm eine der besten Ortsgruppen des Kreises zur Führung übertragen. Mit dem Wunsche, daß er das Amt lange verwal­ten möge im Geiste feines Vorgängers, schloß Kreis­leiter Backhaus feine Ansprache und verpflichtete den neuen Ortsgruppenleiter durch Handschlag für fein Amt.

Ims weiteren Verlause der Feier ergriff dann

pg. Holländer

das Wort zu herzlichem Danke für die Würdigung feiner Arbeit. Er betonte, daß die Arbeit zwischen 'Dem Kreisleiter und ihm unter einem günstigen Stern gestanden habe. Er denke gerne zurück an die Arbeit für den Kreis Wetterau. Den Dank, der ihm geworden sei, gebe er aber an seine Kameraden weiter, die ihn ehrlich und treu jederzeit unter- stützten. Nach bestem Können habe er sich bemüht, seine Pflicht zu tun; die Zeit feiner Tätigkeit in Gießen gehöre zur glücklichsten seines Lebens. Be- checken werde und wolle er auch im neuen Amt eine Pflicht tun. Gerne werde er an Gießen zurück- >enfen, an die sechs Jahre seines Hierseins, in die die Machtergreifung durch den Führer gefallen fei. Er werde zurückdenken an die Kampfzeit, die er­füllt gewesen sei von Mut und Tapferkeit und von einem fanatischen Glauben an die Sache des Füh­rers. Unter unserem Führer werde er immer mit seinen Kameraden in Gießen verbunden bleiben. In seinen abschließenden Worten grüßte Pa. Hol­länder seinen Nachfolger als einen rechten Arbeiter und ritterlichen Kameraden, dem er getrost die Leitung der Ortsgruppe in die Hände lege. Mit einem Führerwort und mit dem Ausruf:Unsre Fahne flattert uns voran!" schloß Pg, Holländer seine Ansprache.

Ortsgruppenleiter pg. Grahlmann

dankte bann in kurzen Worten für das ihm durch die Berufung zum Ortsgruppenleiter bewiesene Vertrauen. Er fei sich der damit übernommenen großen Verantwortung bewußt. Pg. Holländer werde ihm als Vorbild immer gegenwärtig fein. Daß die Ortsgruppe GießemSüd im Kreise Wette rau mit an erster Stelle genannt werden Dürfe, sei des scheidenden Ortsgruppenleiters Verdienst. In Würdi­gung Der Arbeit des bisherigen Ortsgruppenleiters überreichte Pg. Grahlmann im Auftrage der Politischen Leiter der Ortsgruppe dem Scheidenden ein prächtiges Führerbild.

Bewegt - dankte zum Abschluß Der Feier Pg. Holländer für diese Ehrengabe und rief den Kameraden zu, daß er sie nie vergessen werde. Ortsgruppen-Propagandaleiter B l i n z i g schloß dann die Feier in üblicher Weife.

Lehrschau ,DaS deutsche Kinderkleid-.

Eine sehr unterhaltende Modenschau über das deutsche Kmderkleid veranstalteten die vier Gieße­ner Drtfffrauenfdjaften im schön geschmückten Saal Des CafL Leib. Die Frauen und jungen Mütter mit ihren Kindern suchten sich einen günstigen Platz in der Nähe Des Laufstegs, der durch den ganzen Saal führte.

Die Leiterin der Ortsfrauenschaft Gießen-Nord, Frau S t a n d f u ß , eröffnete Die Schau mit dem Hinweis, daß diese Lehrschau den jungen Müttern zeigen soll, wie sie ihre Kinder art- und zeitgemäß und Dem Alter des Kindes entsprechend kleiden sollen.

Fräulein Kellner begann bann Die Vorfüh­rung der Kleider, indem sie jedes Modell in seiner Machart erklärte und die Zuhörerinnen auf Den Stoss und die Ausschmückung Des Kleides aufmerk, fam machte. Sie wies Darauf hin, daß diese Klsrder, die Frau Unger-Ehrler in Leipzig geschaffen hat, nicht abseits vom Leben auf dem Zeichentisch er­dacht sind, sondern von einer Mutter für ihre eige- nen Kinder erprobt wurden, die ihre Erfahrungen Der Entstehung zugrunde legte. Und nun folgten in bunter Reihe alle Die reizenden Sachen für Buben und Mädel. Die Stoffe, aus denen die Kleider gearbeitet waren, zeigten reiche Abwechselung, und die Machart und Verzierung paßte sich dem Ma­terial an.

An allen Sachen war grundsätzlich Der sogenannte Gummistrupp", der so ungesund die Taille ern­ennt oder die Knie abschnürt, vermieden. Höschen unü Röckchen wurden auf Die Blüschen und Leid- chen aufgeknöpft und gestatten freie Bewegung.

Die Kinder, welche Die Modelle vorführten, er­füllten ihre Aufgabe mit Geschick und Vergnügen. Sie gingen würdig und langsam, ober flott unb beschwingt über den Steg beim Klange abweche- lungsreicher Tanzmusik, die Frau Fischer am Klavier stimmungsvoll ausübte. F. K.

Gießener Wochen Marktpreise

* Gießen , 12. März. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, V» kg 1,57 Mark, seine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12^, Klasse B 12, Klasse C 11/., Klasse D 10%, Wirsing, % kg 12 bis 14, Weißkraut 10, Rotkraut 12 bis 13, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüden 10 bis 12, Spinat 18 bis 20, Unter­kohlrabi 8, Grünkohl 15, Rosenkohl, 25 bis 28, Feld- falat, Vio 8 bis 10, Tomaten, % kg 40 bis 45, Zwiebeln 12 bis 14, Meerrettich 30 bis 60, Schwarz­wurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, Aepfel, % kg 12 bis 28 Pf., Hähne 1,10 bis 1,25 Mark, Suppen­hühner 90 Pf. bis 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 35 bis 50, Salat 10 bis 25, Endivien 10 bis 20, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10

Die Jungen Mütter verfolgten mit Aufmerksam feit die Schau und betrachteten sich eingehend

____,______ bis 35, Rettich 5 bis 10, Radieschen« das Bündel manch« Kleinigkeit, dir für Li« neu und wichtig ward30 PH. - . ____x

Militärische Heldengedenkfeier.

Es sei noch einmal an die heldengedenkfeier er­innert, die von der Wehrmacht des Standorts Gie- hen am morgigen Sonntag, 13. März, 10 Uhr, auf Dem Trieb veranstaltet wird. Die Truppen werden dazu in Paradeaufstellung antreten. Im Mittel- punkt der Feier wird eine Ansprache des Standort- ältesten, Generalleutnant Oßwald, stehen. Nach der Gedenkfeier wird vor der Dolkshalle ein Vor- beimarsch aller Truppenteile vor dem Standort- ältesten ftattfinben.

Haussammeleimer

bei den NGÄ.-Blockwaltern bestellen.

NSG. Die Beschaffung der haussarnmeleirner für das Ernährungshilfswerk ist nunmehr durch Poli- zeiverordnung den Hausbesitzern zur Pflicht ge­macht worden. In allen Gemeinden, in denen durch die Dienststellen der NS.-Dolkswohlfahrt das Er­nährungshilfswerk im Rahmen des Vierjahres- planes eingerichtet ist (auch in Gießen), ober noch eingerichtet wirb, bestellen die Hausbesitzer den vor­geschriebenen Sammeleimer bei den Ortsgruppen ober ben Blockwaltern ber NSV.

Konzert des Bauerschen Gesangvereins

Das diesjährige Konzert Des Bauerschen Gesang­vereins ist eine Rückschau auf bas Deutsche Sänger­bundesfest in Breslau. Fast sämtliche Chöre Der Folge wurden Dort gesungen. Neben Den guten Chören Der Vergangenheit stehen solche von Kom­ponisten Der Neuzeit. Der ChorLicht" von E. Nickel ist eine Erstaufführung. Besonderem Interesse wirdDas neue Lied" aus Der Kantate .Heiliges Leistungsfähig sein, vorankommen, mehr verdienen» dazu braucht man gutes Sehen! Oder die tadellos

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Vaterland" von F. Philipp begegnen. Das Gesamt­werk kommt bei Dem Gausängerfest in Gießen im Juli d. I. zur Aufführung. Der obengenannte Chor daraus ist in kanonischer Form angelegt und roirh durch Männer-, Knabenchor und Blasorchester kunst­voll bis zum Ende gesteigert. Aehnlich gehalten ist die Vaterländische Hymne für Männer-, Knaben­chor und Orchester von Jochum. Wie mit einfache­ren Mitteln Wirkungen erzielt werden können, zeigt dasMorgenlied" von h. Erdlen für Männerchor und Trompeten. Das städtische Orchester bringt dev Folge angepaßte Solostücke und besorgt Die Beglei­tung der Gesänge.

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* * 75 Jahre alt. Am heutigen Samstag, dem 12. Wrz, wirb Frau Lina Hahn, Ederstraße 14 wohiHoft, in geistiger und körperlicher Rüstigkeit 75 Jahre alt. Die Jubilarin geht noch ihrem Berufe als Büglerin nach. Wir gratulieren!

** Arbeitsiubilare bei Poppe & Co., Gießen. Am 3. und 13. März können die Ar- beitsfameraben Jakob Schneider aus Steinbach und Karl Schneidmüller aus Leihgestern auf eine 25jährige Tätigkeit bei Der Firma Poppe & Co., Gießen, zurückblicken. Die beiden Jubilare haben sich durch ihren Fleiß und ihre Treue gegenüber Firma und Gefolgschaft besondere Achtung und Wert­schätzung erworben. Bei dem heutigen Betriebs­appell wurden ihnen von Betriebsführung unb Ge­folgschaft Ehrengaben überreicht.

* 17. Zuteilung ber Oefsentlichen Bausparkasse. Die 17. Zuteilung der Oefsent­lichen Bausparkasse (Abteilung der Landeskommunal­bank-Girozentrale für Hessen) in Darmstadt findet am 26. April in Darmstadt im Sitzungssaal der Lan- deskommunalbank-Girozentrale statt. Zuteilungs- berechttgt sind sämtliche Bausparer, Deren Vertrag spätestens 1. Januar 1938 (für Tarif 18 spätestens am 1. Dezember 1937 und Tarif 25 spätestens am 1. Juli 1937) begonnen hat, unb Die mit Einzah­lungen nicht im RückstanD sinb.

Die Waldarbeitsschulung hat begonnen.

LPD. Schotten, 10. März. Die vor einigen Wochen bereits angefünbigte Fachschulung von Män­nern ber Walbwirtsckaft hat nunmehr in bem in ber hiesigen Försterschule eingerichteten Lager für W a I b a r b c i t begonnen. Das Lager ist im jetzigen ersten Kursusabschnitt von 24 Förstern und Forst­betriebsbeamten in Anspruch genommen. Die fach­liche Schulung erfolgt zum Teil im Lager in Der Forsterfchule, zum Teil im Walde selbst durch Die praktische Arbeit Der Holzhauerei und aller Damit zu- sammenhängenDen Arbeitsgänge.

Nundsunkprogramm

Sonntag, 13. März.

6 Uhr: Hasenkonzert. 8.15: Gymnastik. 8.30: Ev. Morgenfeier. 9.15: Kriegsdichter erzählen. 9.30: Chorgesang. 10: Friedrich Gottlieb Klopstock. Eine Hörfolge zu seinem 135. Todestag. 10.45: Ewiges Deutschlano. Lieder von Franz Schubert. 12: helden- gebenftaa: Staatsakt in der Staatsoper Berlin. 13.30: Blasmusik. 14: Für unsere Kinber: Wir spielen ein Märchen von Grimm. 14.30: Klassisches Konzert. Karl Erb unb das Calvet-Quartett. 15.15: Ein Sonntag im Goldhaubental. 16: Nachmittags­konzert. 18: Kamerad als wir marschierten ... Von Emst Nebhut. 18.30: Totenklage. 19: Nachrich­ten. 19.10: Dem Gedächtnis im Weltkrieg gefallener deutscher Komponisten. 19.40: Sportspiegel des Sonn­tags. 20.05: Aus dem Saalbau zu Frankfurt a. TI.: IV. Sonntagskonzert der Museums-Gesellschaft. 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. 22.30: Zu Unter­haltung unb Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert. ,4)ans Sachs", komische Oper in Drei Akten von Albert Lortzing.

Montag, 14. März.

6 Uhr: Morgenlied. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Rat­schläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk: Du sollst das Brot nickt mißachten. Ein Spiel nach der Sage Der Frauensand". 11.40: Volk und Wirtschaft: Vom Wettbewerb zum Wettkampf. 11.55: Offene Stellen. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloß- konzert. 14:Nachrichten. 14.10: O holde Frau Musika: Ludwig van Beechoven. 15: Kleines Konzert. 15.30: Für unsere Kinder: Jetzt basteln wir... 16: Nach- mittagskonzert. Vom Rhein zur Donau. 18: Zeit­geschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 18.45: Deutschland baut auf. Neu« deutsche Werkstoffe. 19: Nachrichten. 19.10: Rufendes Land: Schlesien. Eine Hörfolge. 20: Wunschkonzert für das WHW, veran­staltet vom Wehrkreiskommando des Wehrkreises IX gemeinsam mit dem Reichssender Frankfurt. 22s Nachrichten. 22.30t Nachtmusik und Tanz. 24 bis 2, - RachtkonzerL