Ausgabe 
12.3.1938
 
Einzelbild herunterladen

fr Berlin noch in fionbon.Epoque" stellt die Geschlossenheit der deutschen Nation, die alsKoloß" bezeichnet wird, in Vergleich zur französischen Republik. Paris habe nicht einmal eine Regierung. Das parlamentarische Regime sei es wert, unter dem Haß und der Verachtung zusammenzubrechen. Im übri- gen versucht de Kerillis in aufpeitschenden Fragen en französischen Bürger aufzuputschen, der ins Hintertreffen gerate, der in Europa nicht mehr das Recht habe mitzusprechen usw. usw. Frank­reich zahle für den Antifaschismus seiner Links­parteien. Mit einer Spitze gegen die Volksfront erklärt derJour", Oesterreich ernte, was Frank­reich gesät habe.Journal" schreibt, während der österreichischen Ereignisse gebärde sich L 6 o n Blum auf seinem Balkon wie eine Film­diva. Verbrecherisches Spiel habe Frankreich im Laufe von 20 Jahrenvon dem herrlichen Sonnen­aufgang des Waffenstillstandes" zur Dämme- rung geführt. Werde ein solcher Skandal noch länger anyalten?Journal" sagt, es wäre gut, wenn man in der Lage sein würde, sich nur auf sich s e l b st noch zu verlassen. In derRöpublique" versucht Pierre Dominique, den ganzen Balkan mobil zu machen mit der Behauptung, daß das mittelalterliche Deutsche Reich auferstehe und was dergleichen hetzerischen Phantasien mehr sind.

Belgrad begrüßtdienatürljcheSntwilklung

Belgrad, 12. März. (DNB. Funkspruch.) Die nationalsozialistische Machtübernahme in Oesterreich wird in Jugoslawien lebhaft erörtert. Die Stim­mung in Belgrad ist offensichtlich für diese na- türliche Entwicklung. Wo Jugoslawen Deutsche treffen, grüßen sie oft mitHeil Hit­ler", um damit ihrer Sympathie offen Ausdruck zu geben. In maßgebenden politischen Kreisen weist man darauf hin, daß Jugoslawien nur ein Be­dürfnis habe, nämlich keine Wiederkehr der Habsburger. Diese Gefahr sei aber jetzt wohl für alle Zeiten vorbei. Man anerkenne hier auch die Disziplin, mit der die Machtergreifung ohne Blutvergießen durchgeführt wurde. Mit der jetzigen Lage in Oesterreich ist eine gefährliche Spannung an der jugoslawischen Grenze verschwun­den. Mehrfach erinnert man auch daran, wie die nationalsozialistischen Flüchtlinge aus Steier­mark und Kärnten im Juli 1934 von der jugoslawi­schen Bevölkerung herzlich ausgenommen wurden.

Starker Eindruck in Polen.

Die Stellung des Dritten Reiches ungeheuer gestärkt."

Warschau, 12. März. (DNB. Funkspruch.) Sonderausgaben der Zeitungen mit den ersten Mel­dungen über den Rücktritt Schuschniggs sowie über die Kundgebungen der Freude und Begeisterung in ganz Oesterreich über den Sieg des National­sozialismus wurden den Verkäufern regelrecht aus den Händen gerissen. In den Wiener Berichten der Polnischen Telegraphenagentur wird auf die straffe Disziplin der uniformierten nationalsozialistischen Formationen hingewiesen. Ueberall wurden ausschließlich Hakenkreuzfahnen und Bilder des Führers gezeigt. Selbst die grundsätzlich deutsch­feindlich eingestellten Oppositionsblätter tragen der Größe des Ereignisses und dem Erfola des Natio­nalsozialismus in Oesterreich, dem sie völlig

fassungslos gegenüberstehen, in jeder Hinsicht Rechnung.

Expreß Poranny schreibt, für diejenigen, die die Entwicklung der Lage sorgsam beobachteten, gäbe es keine Ueberraschung. Der bisherige Zu­stand hätte noch einige Zeit bestehen können, wenn in Wien die dem Nationalsozialismus feindlichen Kräfte imstande gewesen wären, der Volksstimmung nachhaltig die Stirn zu bieten. Aber während die Nationalsozialisten an der Donau wußten, was sie wollten, wußten ihre Gegner nur, was sie nicht wollten. Die österreichische Krise sei i n völliger Ruhe verlaufen und nichts deute darauf hin, daß sie sich etwa nicht noch durch innere Wirren komplizieren werde. Es wäre unerhört leichtfertig, den Frieden Europas durch den Wider-

Der letzte Versuch eines

Marxistische Ausschreitungen in

Wien, 11. März. (DNB.) Der kommuni­stisch-marxistische Druck auf die Wie­ner Regierung Schuschnigg verstärkte sich von Stunde zu Stunde. Am Nachmittag setzten Werbe­aktionen der Vaterländischen Front ein, die durch st arte Aufgebote der Poli­zei geschützt wurden. Auf Lastwagen und Pri­vatautos, die durch die Innenstadt fuhren, waren zahlreiche Juden und ausgesprochene Verbrechertypen der Großstadt zu sehen. Auch hier waren Fahrzeuge der Polizei zum Schutz eingesetzt. Es ist bezeichnend, daß von diesen Kolonnen abwechselnd mit Heil O e st e r r e i ch" undHerl Moskau" und mit geballter Faust gegrüßt wurde. Das kom­munistische Mordgesindel glaubte jetzt seine Stunde gekommen, um unter dem Decknamen Oesterreich das bolschewistische Chaos herbeiführen zu können.

Die überwiegende Mehrzahl aller Pasianten auf den Straßen Wiens trägt das Hakenkreuz und grüßt mit dem Deutschen Gruß. Die Wach­mannschaften der Polizei patrouillierten ununter­brochen durch die Straßen und versuchten, die Be­völkerung in die Seitenstraßen abzudrängen. Im Schutz der Polizeikordons, die bezeichnenderweise wieder mit dem Gummiknüppel aus­gerüstet waren, sah man jüdische Horden, die das bolschewistische Abzeichen Kammer und Sichel" trugen. In ganz Wien waren nachmittags Hunderttausende un­terwegs, die die Parolen der marxistischen Werbekolonnen mit lauten Niederrufen beantworte­ten. Immer wieder wurden Sprechchöre laut, die eine Neuordnung der Dinge in Oesterreich forderten.

Verschiedentlich ist es zu schweren Zwi­schenfällen mit Marxisten gekommen. Es trat immer klarer zutage, daß das Regime kom­munistische Störungstrupps auf die Straße geschickt hat. Offensichtlich sollte das der letzte Versuch sein, mit dem man den nationalen Willen der Oesterreicher zu brechen hofft. Der Eindruck war nicht von der Hand zu weisen, daß die Regierung des Bundeskanzlers Schuschnigg auf Unbesonnenheiten der deutschen Bevölkerung hoffte. Es schien dies eine besondere Taktik der neuen Schutztruppen Schuschniggs zu sein, in kleinen geschlossenen Trupps die Massen zu reizen. Die Provokationen wurden regelmäßig dort unternommen, wo di« Polizei zufälligerweise nicht anwesend war.

Mit welcher skrupellosen Rücksichtslosigkeit die sog Vaterländischen" die Stimmung zu beeinflussen

stand gegen vollzogene Tatsachen, die den Wün­schen des hieran beteiligten Volks entsprechen, aufs Spiel zu setzen. Kurjer Poznanski, der feit Jahren seine Abneigung gegen den Nationalsozialismus bei jeder Gelegenheit betont, schreibt, das Dritte Reich und fein Führer könnten ein A k t i v u m von stärkster Bedeutung heimtragen, das eines der schönsten Blätter im Lorbeerkranz sein werde, ein um so schönerer Kranz, als sich die na­tionalsozialistische Erhebung in Oesterreich ohne Blutvergießen vollzog, ja sogar bei Beach­tung der bestehenden Grundlagen und der Grund­sätze des internationalen Rechts. Die Stellung des Dritten Reiches fei durch hie Eingliederung Oesterreichs in Deutschland tatsächlich und moralisch ungeheuer gestärkt worden.

volkssremden Regimes.

Wien steigerten die Erregung.

suchten, beleuchtet folgender Vorgang: Ein r e i ch s - deutscher Kraftwagen mit dem Hakenkreuz­wimpel mußte auf dem Platz An der Freyung hal­ten, weil ein Demonstrationszug derSo« zialen Arbeitsgemeinschaft" vorüber­zog. Ohne jede Veranlassung stürzten die D e - monstranten mit wüsten Schmährufen auf den Wagen und seine Insassen, der deutlich als reichsdeutscher kenntlich war, ris­sen den Hakenkreuzwimpel herunter und zertraten ihn im Straßenschmutz, zertrümmer­ten die Wagenscheiben und verletzten den Wagen- sichrer so schwer, daß er sich in ärztliche Behand­lung begeben mußte. Die Polizei hatte in den Nach­mittagsstunden einen förmlichen Ring um die Innen st adt gezogen und ließ die Per­sonen, die in die Innenstadt wollten, nur nach langem Verhör und nach gründlicher Legitimation passieren. Wie man hört, sollten die Marxisten in den Außenbezirken in steigendem Maße mit Waf­fen versehen worden sein.

Unmenschliche Grausamkeiten österreichischer (Schutzkorpsleute.

München, 11. März. (DNB.) In der Gegend von Kufstein und in der Gegend von Lenggries sind Flüchtlinge aus Oesterreich einge­troffen, die von Schutzkorpsleuten in u n menfchlich fter und brutalster Weife mißhandelt und zusammengeschlagen worden sind. Einer der Flüchtlinge habe den letzten Weg nur noch auf Händen und Füßen zurücklegen können und brach beim Ueberschreiten der Grenze zusammen. Schutzkorpsleute haben mit Stiefelabsätzen auf seinem Leib b e r u m ge­trampelt Die Bevölkerung diesseits und jen­seits der Grenze ist wegen der Vorfälle aufs stärkste erregt.

Oie deutsche

Schicksalsgemeinschast

Wien, 12. März. (DNB.) Vor der Verkündung der Minifterliste hielt der nunmehr zum Bundes- Minister für Land- und Forstwirtschaft ernannte Landwirtingenieur Anton Rheinthaler an die Menge folgende auch im Rundfunk übernommene kurze Ansprache:Nationalsozialisten! National­sozialistinnen! Wohl selten hat Wien einen Begei­sterungssturm erlebt wie heute. Die Machtergrei­

fung des Nationalsozialismus, die wir bisher nur erträumt haben, ist nun Tatsache geworden. Dom heutigen Tage an beginnt in Oesterreich eine neue Zeit, die Zeit der deutschen Schicksals­gemeinschaft. Es lebe das großdeutsche Reich! Heil Hitler!" Jeder Satz der kurzen Ansprache wurde mit langanhaltendem stürmischen Jubel ausgenom­men.

Radio Wien teilt gegen 2 Uhr nachts mit: Das deutsche Volk in Oesterreich wird aufgefordert, an­läßlich der geschichtlich bedeutsamen Tage m t t Hakenkreuzfahnen und rot-weiß-roten Fah­nen zu flaggen. Der Bundeskanzler Seyß-Jnquart ordnet an, daß heute sämtliche Schulen schulfrei haben.

Volksverräter fliehen über die Grenze.

Paris, 12. März. (DNB.) Havas meldet aus Preßburg, die ehemaligen österreichischen Minister Stockinger und Zernatto haben in Beglei­tung ihrer Familien auf dem Wege nach Bu­dapest den Bahnhof von Preßburg passiert

Der (Stapellauf

des zweiten Kd!?.-(Schiffes verschoben

Berlin, 11. März. (DNB.) Wie von zustän- diger Stelle mitgeteilt wird, findet der Stapellauf des zweiten KdF.-Schiffes am 12. März nicht statt. Der genaue Zeitpunkt des Stapellaufes und Die Benachrichtigung über den endgültigen Termin werden rechtzeitig mitgeteilt. Der Füh­rer wird zum Stapellauf anwesend sein.

Weitere politische Nachrichten im 2. Blatt!

Weiterbericht

Die in der Mitt« der Woche aufgekommene Sto­rungstätigkeit, die unserem Gebiet im allgemeinen aber nur geringe Niederschläge brachte, kann als beendet angesehen werden. Mit der Zufuhr arktischer Kaltluftmassen hat das westeuropäische Hochdruck- gebiet eine Verstärkung und Ausweitung nach Osten hin erfahren, so daß es vorerst für unser Wetter be­stimmend bleibt.

Vorhersage für Sonntag: Stellenweise Frühnebel, sonst meist heiter, trocken, nachts sehr frisch, mittags ziemlich warm, nordöstliche Winde.

Vorhersage für Montag: Fortdauer der trockenen und meist heiteren Witterung.

Lufttemperaturen am 11. März: mittags 10,7 Grad Celsius, abends 3,5 Grad; am 12. März: morgens 1,4 Grad. Maximum 11,4 Grad, Minimum heute nacht2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. März: abends 6,7 Grad; am 12. März: morgens 3 Grad. Sonnenscheindauer 8,4 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 38: 10 788. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

B.V.-ARAL

Cnerdervon St v. Sz6- osy geprüften Wogen beim B.V.-Einstelldiensl

Die leichte Dergasbarkeit, die Klopffestigkeit und der

Besser fahren- und sparen mit

Der Technische B. V.- Dienst ermittelt die bei wirtschaftlichster Ein­stellung erreichbare Höchstleistung . . .

An den Benzol-Verband G. m. b. H., Bochum. Teilen Sie mir bitte Ort ond Zeit mit, wann und wo Ich meinen Wagen auf B. V.-Arol einregulieren lassen kann, und senden Sie mir kostenlos die BroschüreBesser fahren und sparen" Abt. Aral 11/ gj

Kalorienreichtum von D. D^Aral Folgen des hohen Benzol- gehalts wirken sich in jedem Motor von vornherein günstig aus. Trotzdem ist es zweckmäßig, den Wagen vom tech­nischen B. V.-Dienst einstellen zu lasten. Über die Tätig- i feit des B.D.-Dienstes schreibt der bekannte Fachschriftsteller | St.v.Szsnasy in der,Motorschau", Jahrgang 1938, Heft 3: Der Prüfstand ermöglicht die Einstellung unter den gleichen Bedingungen, unter denen der Wägen auf der Landstraße seine Arbeit leisten muß. Die Spezialkenntniste der Ingenieure des B. V.-Einstelldienstes ergeben die Möglichkeit, für jeden Wagen die bei wirtschaftlichster Einstellung erreichbare Höchstleistung zu ermitteln.

Ich kenne keinen anderen Kraftstoff, der dem Wagen so viel

Temperament gibt, wie B.V.-Aral. BeiGrün bin ich immer schon weg, bevor die anderen in Schwung kommen. Besser fahren und sparen mit Aral tut man beides. Wenn man dann noch den Wagen beim B.V.-Dienst einstellen läßt, weiß man erst, was alles in seinem Wagen drin steckt, und hat noch mal soviel Freude am Fahren.

(Petit Kaistr, stud. areb., Berlin, Gauloffuraßt 11 * L 38.)

du

;

.

's."

-

Home»

Beruft

A VAASAS 66« ZOS♦6 ENZ IN e 6 61 D 6 AU