,(ieqt nach Heutioer Ansicht die Urheimat des chin-, die Fluten den Seen südlich der Schantunzberg-
...9 . * ...v . cm; (,;z.mmmriiion mt» 1R52 Unter einem 2lufn)anÖ6 VON
chicke des chinesischen Volkes führten den Zusammenbruch der Mandschu-Herrschast herbei, ihre Uneinigkeit hinderte sie, die Entstehung einer neuen
elf
Deutschlands Tor zur
Wöchentlich gehen von Hamburg 336 Schiffe in See.
Der Eskimo spielt gut Schach,
meister in Hamburg — geriet er in Vergessenheit, Grundregeln schnell begriffen, sondern auch me^ein- der väterliche Hammer. Und wenn ich mich auch heiterndes Stils. Besonders zeichnete sich em Csktrno
späterhin im Rheinland, nachdem ich dazu überge
gangen war, Worte zu durchlochen, zu bebauen und spiel schlug festzunageln, über die vielen Schieferdächer und besiegte.
Formosa und Hainan.
„Die Geschichte des Hoangho ist die Geschichte Chinas", heißt es in einem alten chinesischen Geschichtswerk. Dieser 4150 Kilometer lange Strom, der die Wasser aus einem rund eine Million Quadratkilometer großen Gebiete sammelt, entspringt fern im Hochlande von Tibet unaefäbr 400 Meter über dem Meeresspiegel. Wo er die Berge verläßt,
liegt nach heutiger Ansicht Die uryeimar oes cyine- fischen Volkes und die Wiege seiner Kultur. K a n s u, die erste Provinz des eigentlichen China, die er durchfließt, ist das Slammland der einst mächtigen Dynastie der „Tsin", die um 250 v. Chr. die Tschu ablösten. Von „Tsin" ist das heutige Wort „China" abgeleitet. Der weitere vielgewun- bene Laus des Hoangho führt durch die Provinzen Righsia, Suiyuan, Schensi, Schansi, Honan, Hopei,
aus, der nicht nur seine Landsleute in einem Wettspiel schlug, sondern sehr bald auch seinen Lehrer
gegen Katarrhe
Husten
Heiserkeit
Hauptniederlage: Jean Weisel, Gießen.
Sonnenstraße 6. Telephon 3888. 26<°
dauechasten Ordnung durch großzügige gemeinsam« Unternehmungen zu erleichtern. Immer neue politische Wirren mußten natürlich die Unberwachung und Instandhaltung der Deiche und Dämme, die seit den ältesten Zeiten allzu häufigen Ueberschwem- mungen immerhin in hohem Grade vorzubeugen vermochten, stark beeinträchtigten. Die Bevölkerung der großen nordchinesischen Ebene gehorchte stets willig derjenigen Macht, die ihre Felder geaen die Fluten des Hoangho nach Möglichkeit zu schützen wußte. Um diesen Preis duldete sie gern auch eine fremde Dynastie. Es ist nicht emzusehen, warum sie nicht auch einer mehr oder weniger von den
Schieferwände freute, so wagte ich doch nicht, in eine Werkstatt zu gehen, mir einen Schieferhammer zeigen zu lassen oder gar für mich zu erstehen. Vielleicht — wer konnte es wissen? — hatten sie dort ganz andere Werkzeuge als daheim. Auch nachdmr ich in der Heimat ansässig geworden war, fand ich nicht so leicht und so weit, wie ich gehofft hatte, „den Weg zurück, den Weg ins Kinderland".
Als aber mein Vater, fast achtzigjährig, gestorden war und ich vom Friedhof zurückkehrte, ging ich allein in die Werkstatt. Es war noch fast alles so aeblieben, wie ich es von meiner Kindheit her rannte. Denn der „Dachdecker, und Schieferdecker» meister" Heinrich Franck hatte, da er sein gesamtes, dem Vaterland geopfertes Vermögen in der Jnila» tion verlor, noch als Siebzigjähriger oben auf oen Dächern gearbeitet.
Plötzlich überkam. es mich: Ich wollte eines der Handwerkszeuge zur Erinnerung mitnehmen; ein einziges. Welches mußte es wohl sein? Nur der Schieserhammer! Ich suchte, suchte— und fand ihn nicht.
Traurig kehrte ich ins Haus zurück und fragte nach dem vermißten Werkzeuggefährten meiner Du- aend. Schieferhammer? hieß es. Den hätte Vater schon lange nicht mehr gehabt. Schieferdächer seien in Mecklenburg gänzlich aus der Mode gekommen. Was ich damit wolle? So schwer es mir wurde ich gab Antwort auf diese Frage. Da hieß es, ich solle doch den Papphammer nehmen. Dappham» mer —! Mir drohte das Herz stille zu stehen.
Ich denke manchmal, besonders in den Wochen vor und nach Weihnachten, warum wohl niemand auf den Gedanken kommt, mir einen Schieferham» mer zu —?
Das sage ich aber im voraus, wenn er nicht eine umbiegende Spitze, einen Würfel mit Rauten auf der Hammerfläche, einen geschwungenen Hals mit zweiseitiger Schneide, einen Holzgriff mit Kreisfurchen hat, wenn er nicht ganz genau so ist wie Vaters Schieferhammer, dann nehme ich ihn nicht.
Der Gchieferhammrr.
Eine Kindheitsmnnerung von Hans Franck
„Heinrich Franck, Dachdecker-- und Schieferdecker- meister" stand mit schwarzen, mehrere Zoll langen Buchstaben linkerhand neben der Tür des Hauses, in dem ich geboren bin. Bei dieser Berufsbezeichnung war das Letzte am wichtigsten. So wurde demgemäß mein Vater in unserem Städtchen, wenn von ihm geredet roiyde, „De Schiefedegge", wenn man ihn rief „Schiefedegge!" genannt. Zumal es in dem kleinen mecklenburgischen Ort einen zweiten Mann seines Gewerbes nicht gab. Später ist das anders geworden. Er kriegte nicht nur „Konkurrenten", wie man zu jener Zeit die Mitwirkenden in dem gleichen Fach zu nennen beliebte, sondern die Schieferdeckerei ging von Jahr zu Jahr mehr zurück. Es kamen die greulichen Pappdächer auf, denen man heute erfreulicherweise den Krieg erklärt hat. EigentlichHätte man meinen Vater nun „Papp- degge" nennen müssen. Aber man hat doch wohl insgeheim schon damals gewußt, daß diese Bedachung in mehr als einem, also nicht allein in dem naheliegenden äußeren Sinne unsauber war. Denn man rief späterhin meinen Vater allgemein „Dack- beuge".
In der Zeit aber, als ich ein Junge mar, ist mein Vater noch „De Schiefedegge" gewesen. So bin ich mit keinem Handwerkszeug während meines Lebens in gleicher Weise vertraut geworden wie mit dem Schieferhammer. Er ist ein kleines Wunderwerk an Zweckmäßigkeit und Schönheit, der echte, unverfälschte Schieferhammer. Daß er aus härtestem S4ahl geglüht sein mußte, verstand sich von selber. Das Besondere aber ergab sich durch die vielfältige Verwendung, aus der Zusammenfassung verschiedener Aufgaben in ein Gebilde. Zunächst mußte mit ihm der Schiefer in der Werkstatt gelocht werden können. Damit man oben auf dem Dach die Nägel, welche im Gegensatz zu den gemeinen Papp- nageln silbrig, verzinkt waren, ungefährdet hin- durchtreiben konnte. Eine Lochmaschine, wie sie in der mehr sich vermaschinenden Zeit aufkam, verachtete mein Vater. Denn sie tat nicht, was der Mensch wollte, sondern der Mensch mußte tun, was sie wollte. Ein gelernter Schieferdeckermeister schlug die Löcher mit dem Schieferhammer durch die graublauen Platten an genau jener Stelle, wohin er sie haben wollte. Die Lochmaschine zerbiß immer wieder einmal den Rand ober zerstörte gar, wenn man zu hart aufschlug, eines der kostbaren, aus England stammenden Stücke ganz. Beides widerfuhr einem Meister mit dem Schieferhammer bei tausend Platten, wenn überhaupt, dann nur ein
einziges Mal. Freilich mußte der Kopf des in besonderen Ehren gehaltenen Werkzeuges an der einen Seite spitz wie der spitzeste Nagel sein und durfte sich trotzdem nicht umlegen.
Auf dem Dach freilich wurde der Schieferhammer nur hin und wieder zum Lochen benutzt. Dort bestand seine Hauptaufgabe in dem Einhämmern der Nägel. Während sein Kopf auf der einen Seite in eine Spitze auslief, verdickte er sich infolgedessen auf der andern, etwas kürzeren Seite zu einem Würfel mit einer Kante von ungefähr einem Zentimeter Länge. Mein Vater hielt strenge darauf, daß die Hammerfläche gerillt war, damit beim Zuschlägen jedes Abgleiten von dem Nagel vermieden wurde. Und zwar hatten diese Rillen sich so zu kreuzen, daß sich Rauten ergaben. Waren sie wieder einmal weggehämmert, dann mußte ich zum Feinschmied laufen, wie man damals den Schlosser bei uns noch nannte, damit er neue Rillen in die Hammerfläche feilte. Dabei ergab sich eines Tages das Unglück, daß der Geselle Quadrate statt Rauten mit der Feile in das blanke Viereck hineinschnitt. Mein Vater geriet außer sich. Ich wagte zu behaupten: Ob die Viereck-Rillen auf der Spitze oder auf der Breitseite ständen, sei völlig gleich. Die Antwort, welche erfolgte, war doppelseitig: Ich bekam eine Ohrfeige und den Auftrag, dem Feinschmied mitzuteilen, daß er für die Pfuscherei seines Gesellen kein Geld bekäme. Erst wenn die Quadrate weggehämmert seien und ich nach dem nächsten Feilen wieder Rauten zurückbrächte, lasse sich über das Bezahlen reden.
Aber mit dem Lochen und Hämmern war die Aufgabe des Schieferhammers noch nicht erschöpft. Er mußte sich auch noch zum Behauen der steinernen Platten eignen. Mitten auf dem Dach waren freilich alle von der gleichen Gröhe. Jedoch an den Kanten, in den Rinnen und um die Schornsteine herum brauchte man Schiefer von verschiedener Größe, die nur an Ort und Stelle zurecht gehauen werden konnten. Also hatte der Schieferhammer außer der Lochnase und dem Hammerkopf noch einen Hauhals. Messerscharf mußte er sein, und zwar auf beiden Seiten. Nicht etwa nur auf einer Seite. Auch forderte mein Vater, wenn er einen neuen Schieferhammer bei dem Feinschmied in Auftrag gab, daß die Halslinien nicht in gerader Richtung nach schräg unten liefen, sondern leicht geschwungen waren. Damit könne man den Schiefer viel besser behauen, behauptete er.
Dieser aus einem Stück gefertigte, zur dreifachen Verwendung geeignete Schieferhammer war mittelst seines langen spitzen Fußes — denn er kam stets als Einbein zur Welt — in einen hölzernen Handgriff hineingetrieben, mit dem es selbstverständlich auch eine besondere Bewandtnis hatte. Er wurde
hat 14,5 Millionen Tonnen, der Warenausgana 6,8 Millionen Tonnen betragen. Im Jahre 1936 hat deshalb im Monat der gesamte Warenum» schlag 1,78 Millionen Tonnen oder täglich 70 000 Tonnen ausgemacht. Die damit verbundene Arbeitsleistung vollzieht sich an den zahlreichen Kaianlagen und den dazu gehörigen 90 Kaischuppen mit einer überdachten ßagerfläqje von 700 000 Quadratmeter sowie an den Kanälen und in den Speichern und Lagerhäusern. Im Hamburger Hafengelände sind zur Zeit über 20000 Menschen ftänbig beschäftigt.
Im Jahre 1937 hat der Gesamtverkehr 18,6 Millionen Tonnen ausgemacht, während vergleichsweise Bremen einen Umschlag von 6 Millionen Tonnen, Rotterdam von 29,7 Millionen Tonnen sowie Antwerpen von 19,1 Millionen Tonnen aufzuweisen hatten. Es dürfte überraschen, daß somit Hamburg hinter Rotterdam und Antwerpen erst die dritte Stelle in der Reihe der Nordseehäfen einnimmt. Auch hat Hamburg den bisherigen Höchststand von 1929 im Gegensatz zu den drei anderen genannten Häfen noch nicht wieder erreicht. Das ist auf besondere Gründe zurückzuführen. Der Hafen von Rotterdam ist in erster Linie auf die Einfuhr von Massengütern eingestellt. Außerdem hat Rotterdam einen riesenhaften Umschlag von Kohlen und Erzen, der durch weniger kostspielige Hafeneinrichtungen ermöglicht wird. In Hamburg fallen auf den Um» ' g von Kohlen und Erzen nur 3 Millionen
Tonnen, in Rotterdam aber 17,1 Millionen Tonnen,
Oer Hoangho.
23on Otto (Lordach
Bürgerkriege und Ueberschwemmungen waren die auslofenden Kräfte für jene Völkerwande- • r u n g, die seit der Jahrhundertwende menschenarme Außengebiete des verfallenden Reiches der Mitte mit einem Netz frischer Siedlungen überzog. Mongolen und Mandschu- Tungusen suchten solange wie möglich ihre Weide- grünbe gegen den Zuzug von Menschen zu sperren, die mit ihren Pflügen rücksichtslos die Grasnarbe der Steppe aufrissen und Wälder abbrannten, sobald in der Nähe neuer Heimstätten nicht anders für reichlichen Nachwuchs mehr Ackerland zu gewinnen war. Bei Todesstrafe verboten die fremden Herrscher nomadischer Herkunft den unterworfenen Chinesen, sich jenseits der Großen Mauer niederzulassen. Nach den Boxer-Unruhen verloren die alten Gesetze ihre Kraft, und nun wurde besonders die Mandschurei zum gelobten Lande für Menschen, die örtliche Wirren und Nöte aus dem eigentlichen China vertrieben.
Es gab um 1900 innerhalb eines Raumes von mehr als einer Million Quadratkilometern, den der heutige japanische Tochterstaat „Mandschukuo" umfaßt, kaum fünf Millionen Chinesen, in deren Masse die einheimischen Mandschu-Tungusen fast verschwanden. Durch Geburten, vor allem aber durch immer neuen Zuzug aus dem Innern Chinas wurden daraus mehr als 30 Millionen. Wo kriegerische Ereignisse oder Fluten ihre Verheerungen schon angerichtet hatten, da konnten die Ueber- lebenben meist froh fein, bas nackte Leben zu retten. Zu Tausenden schleppten sie sich auf den Wegen fort, die nordwärts in weniger besiedelte Gegenden führten. Kluge Voraussicht ließ mit der Zeit immer mehr * Familienälteste Kundschafter ausschicken. Kehrten sie mit befriedigenden Auskünften über Niederlassungsmöglichkeiten im fremden, fernen Lande jenseits der Großen Mauer zurück, so erfolgte der Aufbruch familien-. weise mit kleinen Kindern auf den Armen der Mütter, mit Greisinnen ober Greisen rittlings auf dem Rücken kräftiger Söhne oder Enkel. Kleidungsstücke, Betten, Eßwaren, Pflüge, Saatkorn, oft sogar der Herd der alten Heimstatt wurden mitge- schleppt. Ableger von Rosenstöcken und anderen Lieblingssträuchern durften nicht fehlen. Man versah sich mit Weihrauch, um ihn unterwegs an heiligen Schreinen abzubrennen.
Noch die Herrscher aus dem einheimischen Hause der Ming, das 1368 die Mongolen-Dynastie ablöste, mußten die Nomadenstämme jenseits der Großen Mauer ungeschoren lassen. Nur darum konnten die Mandschu-Tungusen im Bunde mit ihren mongo- lischen Vettern schon 1644 eine neue Fremdherrschaft über das chinesische Volk aufrichten. So erklärt es sich, daß in früheren Zeitläuften die Men- schLnmassen, die durch Fluten und Unruhen jeweils aus der großen nördlichen Ebene vertrieben wurden, meist südwärts zogen. Die Ausbreitung der chinesischen Rasse über den größten Teil Monsun- Asiens ist mit durch den Druck verursacht, den die kriegerischen Nomadenvölker Mittel- und Nordasiens auf die Stammsitze der Chinesen am oberen Hoangho und später auf ihren ganzen Siedlungsraum in der großen Ebene ausübten. Mit „Hakka", d. h. „die Fremden", bezeichnet man noch heute in Südchina Stämme, die vor Jahrhunderten von Nordchina immer weiter südwärts verschlagen wurden, sich von den Einheimischen überall abson- berten und an ihren ursprünglichen Eigenarten, vor allem an ihrer alten Mundart festhielten. Im 7. Jahrhundert tauchten sie in Fukien auf, von wo sie im 13. und 14. Jahrhundert nach, Kwantung und Kwongsi umsiedelten. Man begegnet ihnen , in vereinzelten Siedlungen heute auch auf den Inseln
zuzuwälzen, wie 1852. Unter einem Aufwande von 400 Millionen Silberdollar konnte der Fluß bis zum März 1936 in sein altes Bett zurückgezwungen werden, aber die amerikanischen Ingenieure, die das im Jahre 1933 von der Nanking-Regierung ge- bildete „Gelbe-Fluh-Komitee" beschäftigt, sind der Meinung, daß es nur auf einige Jahre hinaus möglich sein wird, den dämonischen Drang der Hoangho-Fluten zum alten Bett zu bändigen, wenn nicht inzwischen das Problem der R e g u 1 i e r u n g in großem Stile in Angriff genommen wird. Es hat nur Sinn, immer größere Aufwendungen für die Instandhaltung und Verbesserung des Systems der Deiche und Dämme zwischen der Peking-Hankau- Eisenbahnbrücke und der Mündung des Hoangho zu machen, wenn gleichzeitig der Bau von Stau- bämmen am oberen Hoangho und an den größeren Nebenflüssen in Angriff genommen, eine Boden- Erosions-Kontrolle auf breiter. Grundlage durchge- führt und andere großzügige Maßnahmen getroffen werden, Unberschwemmungsgesahren vorzubeuaen.
Die erste Voraussetzung dafür, das jahrtausendealte Provlem mit den Mitteln moderner Technik in breiter Front aufzurollen, bildet naturgemäß die enbgültige Befriedung Nordchinas. Nicht umsonst war im ganzen Verlauf der chinesischen Geschichte jeder uebergang von einer zur andern Dynastie durch eine periodische Häufung von Ueber- schwemmungskatastrophen gekennzeichnet. Jeder um- ichtiae Herrscher war vor allem darauf bedacht, daß die Deiche nicht brüchig wurden untrbie Kanäle nicht verschlammten. In Zeiten des Verfalls wurde beides vernachlässigt. Die Bauern wurden unruhig. Aufstände brachen aus. Kronprätendenten sammelten die bewaffneten Aufrührer um sich und lieferten kaiserlichen Truppen Schlachten. Dabei wurde immer wieder auch ein Damm willkürlich durchstochen, um die gegnerische Macht zu vernichten, ein Verfahren, durch das man ja auch gegenwärtig dem japanischen Vormarsch in Nordchina ernsthafte Hindernisse zu
odaß zusammen 3 3 6 Se e s chi f f e schlag
... .tue. v che -den Hamburger Hafen passiert tonne..,--------------- ■
haben. Außerdem kamen aus dem Hinterlande in Antwerpen 3,9 Millionen Tonnen. Danach steht 21 487 Flußschiffe mit einer Tragfähigkeit von 8,3 Hamburg mit einem Restverkehr von 15,6 Millionen Millionen Tonnen an. Der Wareneingang zur See Tonnen, wenn man Kohlen und Erze wegläßt, vor
Japanern kontrollierten Regierung gehorchen sollte, wenn sich dabei der „Kummer Chinas" in eine vordringliche Sorge Japans verwandelt, was sinngemäß ein aktiveres Verhalten gegenüber dem Dämon des Gelben Flusses mit sich bringen würde. Die Massenflucht aus den gefährdetsten Gegenden der Hoangho-Ebene in die japanische Sicherheitszone jenseits der Großen Mauer hatte schon die Be- beutung einer Art Volksabstimmung gegen die Unzulänglichkeit einheimischer- Ordnungsstifter in Nord» china. Jedenfalls kann man den Japanern nach allem, was sie an wirtschaftlicher Aufbauarbeit auf dem asiatischen Kontinent bisher leisteten, zutrauen, durch Zusammenarbeit mit ihnen freundlich gesinnten Organen chinesischen Volkeswillens das vernachlässigte Problem, den Hoangho mit den Mitteln
Ein Polarforscher, der sich die Zeit seines Aufenthaltes bei den Eskimos damit zu verkürzen suchte, daß er ihnen das Schachspiel beibrachte, stellte zu seiner Verwunderung fest, daß er sehr gelehrige Schüler vor sich hatte. Sie hatten nicht nur die Grundregeln schnell begriffen, sondern auch die Fein»
Schantung.
Sturmwinde, die in den Wüsten und Steppen Hochasiens ungeheure Staubmassen aufwirbeln und weit über die Berge forttragen, wetteiferten mit den Fluten des Hoangho, die bei Hochwasser weite Flächen überschwemmten und auf ihnen mitgeführte Schlamm-Massen abluden, der nordchinesischen Ebene ihre heutige Gestalt zu geben. Jene Staub- massen sanken schließlich, feucht geworden zu Bo- den, soweit sie nicht vorher von Regengüssen mit heruntergerissen wurden. So entstand der „L o h", jene Erdscholle, die, ungemein porös in der Stritt- tur, dunkelgelb von Farbe, die große Ebene samt den Gebirgen von Schensi und Schansi wie ein Tuch überzieht. Die Schlamm-Massen, die der Ho- angho, auf seinem Lauf nach Eintritt in die Ebene die krümelige Lößerde an den Ufern abspülend, mit sich schleppt, konnten in vorgeschichtlicher Zeit bei Ueberschwemmungen in um soviel größerem Umkreise abgelagert werden, als noch keine großartigen Deichanlagen den Strom in der Willkür, seinen Lauf zu ändern, beschränkte.
Seit der große M vor mtzhr als vier Jahrtausenden die erste umfassende Planung zur Eindeichung der Sttöme ins Werk setzte, entwickelte die chinesische Staatsweisheit eine besondere Beamtenart, deren Häupter hohe Rangstellungen und große Machtbefugnisse innehatten, um ein allmählich entstehendes, klug ausgedachtes System von Deichen und Dämmen instandzuhalten und zu verbessern. Dennoch änderte der Hoangho in geschichtlicher Zeit zehnmal seinen Lauf in großem Stile. Der kritische Punkt lag immer bei Kaisengfu, etwa 500 Kilometer vom Meere entfernt, von wo aus der Sttom nach riesenhaften Ueberschwemmungen abwechselnd sich zu einer Mündungsstelle südlich der Halbinsel Schantung und zu einer anderen 450 Kilometer davon entfernten nördlich derselben Halbinsel seinen Weg bahnte.
Im Jahre 1938 kann der Hamburger Hafen auf eine 750 jährige Geschichte zurückblicken. Aber erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts hat der großzügige Ausbau begonnen. Einige Jahre vor dem Weltkrieg war der Hafen in feiner heutigen Gestalt fertiggestellt. Trotzdem konnte sich der staatliche Hafen Hamburg nicht voll entwickeln, weil das gesamte Hafengelände keinen einheitlichen Wirtschaftsraum dar- stellte. Es bestand zwar seit einer Reihe von Jahren die Hamburgisch-Preußische Hafengemeinschaft, die die Verwaltung nach dem Grundsatz durchführte, als ob keine Landesgrenzen vorhanden wären, aber es blieb doch im ganzen bei einer ziemlich selbständigen Hafenpolittt Harburgs und Altonas. Erst das Gesetz vom 27. Januar 1937 über Groß- Hamburg und andere Gebietsbereinigungen hat der Hansestadt Hamburg endlich den Raum zur Verfügung gestellt, den sie für einen großzügigen Ausbau des Hafengeländes nötig hat.
lieber die Geschichte und Entwicklung des Hamburger Hafens berichtet in' einem Sonderheft „Der Welthafen Hamburg" die Industrie- und Handelskammer der Hansestädt. Danach steht der Hamburger Hasen in Wechselbeziehung mit 2000 Häfen in allen Ländern der Welt. 1936 sind im Liniendienst 8386 Seeschiffe mit 10,78 Millionen N. R. T. ausgegangen, das sind 161 Seeschiffe wöchentlich. Im Durchschnitt konnten wöchentlich weitere 175 Seeschiffe im Trampoerkehr ab gefertigt werden, sodaß zusammen 336 Seeschiffe in jeher Hö o T v — A-£—
Die Sinkstoffe, die das jeweilige Bett des Hoangho erhöhten, erwiesen sich auf die Dauer wirksamer als die Jngenieurkunst des alten China. Der französische Missionar Huc schrieb im Jahre 1850: „Das gegenwärtige Bett des Flusses Hoangho liegt in den Provinzen Honan und Kinangsu auf über 200 Meilen Länge höher als fast die gange unermeßliche Ebene, die sein Tal bildet. Wenn dieses Bett fortgesetzt durch die enormen Schlammmassen, die der Fluß herabschwemmt, weiter erhöht wird, so kann man für eine nahe Zukunft eine schreckliche Katastrophe voraussehen, die Tod und Vernichtung über die diesem furchtbaren Fluß benachbarten Gegenden verbreiten wird." Zwei Jahre später trat diese Katastrophe wirklich ein. Der Fluß verließ das seit 6V2 Jahrhunderten benutzte Bett und wandte sich der seitdem verlassenen Bahn nach Nordwesten wieder zu. Man sehe von den vorhandenen Hindernissen der Bodengestaltung ab und stelle sich vor, die Elbe bräche noch innerhalb der Tschechoslowakei aus ihrer Bahn und wälzte ihre Wassermassen der Gegend der Weichselmündung zu, während ihr ganzes jetziges Bett innerhalb Deutschlands austrocknete: dann erhält man einen ungefähren Begriff von der furchtbaren Größe jenes Naturereignisses. Dabei muß man noch berücksichtigen, daß Gleichmut und Fatalismus astatischer Menschen immer wieder zu so dichter Besiedlung selbst der am meisten gefährdeten Gegenden am Hoangho führen, daß mangels genügender Beförderungsmittel für die meisten Bewohner an ein Ausweichen vor den plötzlich hereinbrechenden Fluten nicht zu denken ist.
Im Sommer 1935 verursachten Dammbrüche bei Tungtschang in West-Schantung eine Heber- schwemmung, die in einem Raume von 15 000 Quadratkilometer die Anwesen einer Bevölkerung von . drei Millionen vernichtete. Zehntausende ertranken; die Überlebenden waren mittel- und heimatlos geworden. Im Spätherbst drohten sich
vom Drechsler verfertigt. Rund herum hatten in gleichmäßigem Ab stand parallele Kreisfurchen zu laufen, damit ein Aus-der-Hand-Gleiten beim Arbeiten auf dem Dach verhindert wurde. Denn falls der Schieferhammer oem Vater aus der Hand flog und von hochoben herab mit dem Hammerkopf, dem Hauhals ober gar der Lochnasenspitze einem Vorübergehenden in den Schädel sauste, war der Schaden unübersehbar. Das sah ich ein. Als mir einmal der Drechsler einen neuen Handgriff ohne Kreisfurchen aushändiate, weigerte ich mich, ihn nach Hause zu bringen. Aber es hieß: Nur ab damit! Der „Schiefedegge" werde schon nichts sagen. Freilich, der Vater „sagte" nichts. Seine wortlose Antwort war sehr einfach und eindeutig: Er nahm ein Beil, zerspaltete den verpfuschten hölzernen Handgriff und schickte mich mit den beiden Teilen zum Drechsler zurück, so daß dieses Mal zu einem Triumph kam.
Da ich, als einziger Sohn, Schieferdecker werden und das Geschäft des Vaters übernehmen sollte, habe ich von frühester Jugend an mit dem Schieferhammer Bekanntschaft gemacht. Er hat mir viele Freuden, aber auch manche Kümmernisse bereitet. Das Hämmern hatte ich bald heraus. Wenn ich als kleiner Knirps auch manchesmal daneben traf, so daß es Blutquesen und blaue Nägel gab, damit wurde man fertig. Der Schmerz ging bald vorüber, und die Male der Schande verzogen sich mit der Zeit. Schlimmer war es mit dem Lochen. Nicht so sehr deswegen, weil in diesem Fall das Daneben- hauen sich weit gefährlicher und schmerzlicher auswirkte, sondern vor allem, weil eine große Geschicklichkeit dazu gehörte, die Spitze des Schieferham- mers mit sichergezieltem, festem Schlag so durch die Platte zu treiben, daß sich ein rundes Loch ergab. Natürlich hatte ich meine Versuche zunächst an Abfallstücken zu machen. Aber entweder muß ich zu früh gesagt haben, daß ich es könne, oder mein Vater muß mir zu sehr vertraut haben, denn zersprungene „ganze" Schiefer und die Folgen dieses Zerspringens infolge meiner mäßigen Lochkunst spielen in meinen Träumen eine Rolle wie bei anderen Examensnöte. Am schlimmsten aber war das Behauen der Schiefer. Ich trage an meinem linken Handgelenk noch heute eine fast drei Zentimeter lange Narbe, die von meiner gründlichsten Bekanntschaft mit dem Schieferhammer herrührt.
Als ich weder geworden war, was ich sollte — Dachdecker — noch gar, was ich wollte — Professor — sondern ein Mittelding dazwischen — Schul
bereiten wußte. lassigte Problem, den Hoangho mit oen Jinnein
Die Eingriffe abendländischer Mächte in die Ge- moderner Technik zu regulieren, ebenso nachdrück»
schicke des chinesischen Volkes führten den Zu- lich seiner Lösung entg eg entreißen zu können, wie
ammenbruch der Mandschu-Herrschast herbei, ihre die abendländischen Machte sich gegenseitig daran
Uneinigkeit hinderte sie, die Entstehung einer neuen zu hindern Suchten, es in Angriff zu nehmen.


