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Die Slowaken wollen aber ein

III

tiert wird.

Der Führer in der Saarpfalz.

Saarbrücken. 10.Oki. (DNV.) Det Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht besich­tigte im Anschluß an seinen Aufenthalt in Saar­brücken im Laufe des 10. Oktober Vefesiiaunqs- anlaaen und Trupventeile im Westen. Ueberall dort, wo der Führer sich zeigte, wurden ihm begeisterte Kundgebungen durch die Truppen, die innerhalb der Befestigungen tätigen Arbeitskräfte und die gesamte Grenzbevölke'-nng bereitet. Der Führer nahm die CHeaenMf wahr, zahlreiche Wale den ibm umringenden Arbeiter- massen seinen Dank für ihre Leistun­gen auszusprechen.

01 r neue be«fWe in Srüffd

ist noch die ungarische Fahne verboten, fiier darf man nur noch geheim mitteiern und mitiubeln,

fans wieder beginnen.

Das Auto hält vor der Brücke, die über die Do­nau führt. Ich steige heraus. Die ungarischen Grenzsoldaten grüßen freundlich.Darf ich hin­über? Werden mich die'Tschechen durchlassen?" fragte ich.Versuchen Sie es", antworten die Soldaten und blicken hinüber zum anderen Brückenkopf, wo eine zweimal so starke Besatzung hinter schweren Maschinengewehren die Wache hält. In der Mitte der Brücke, hinter dichtem Drahtverhau, steht ein tschechischer Soldat und fordert den Paß. Ich zeige ihn ihm. Er dreht ihn in der Hand hin und her, versucht ihn zu entziffern, endlich gesteht er, daß er es nicht versteht und geht zu seinem Offizier, um Bescheid zu erhalten.

Auf dem anderen Ufer steht ein langes, graues Gebäude, die Kaserne der Grenzwache in Stärke von zwei Bataillonen. Vor einigen Tagen garni- sonierten hier vier Regimenter. Sie sind schon ab- gerückt. Rechts .von der Brücke liegt die Werft. Dort herrscht noch reges Leben. Ein halbfertiges Schiff wird von einem Schleppdampfer fortqebracht. Ein anderes Schiff, das noch nicht vom Stapel ge-

Die Stadt Balassaqyarmat liegt noch näher an der Grenze als Gran oder Komorn: hier fließt nur der kleine Eipel-Fluß zwischen dem M"t- terland und dem entrissenen Oberlande. 1919 woll­ten die Tschechen auch diese schöne ungarische Stadt erobern, die tapferen Bürger griffen aber zu den Waffen und jagten das tschechische Militär aus der Stadt. Ich stehe auf der Brücke die über den klei­nen Fluß führt und blicke ins Wasser. Die ungari­schen Gänse von Balassaayarmat verüben eben eine Grenzverletzung: sie schwimmen auf das tfcbechibte Ufer hinüber, um auf dem grünen Rasen zu wei­den. Dor mir auf der tschechischen Seite ragen kable Betonde^ungen leer. Mannschaften und Maschi­nengewehre sind schon verschwunden. Zwei tsche­chische Soldaten sieben am Brückenkopf. Sie bli^en verbissen herüber. Hinter mir läuten die Glocken der Stadt. Der 6. Oktober war ein Trauerfeiertag der Ungarn leit 1849. als die 13 Märtyrer her ungarischen Freiheit, dreizehn Generale des Frei, beitskamvfes, in Arad hingerichtet wurden. Heute

kann!

Eden und das Kabinett.

London, 10. Ott. (Europapreß.) Der ehemalige Außenminister Eden hat in derSunday Times" einen Aufsatz veröffentlicht, der zu der bestimmten Vermutung Anlaß gegeben hat, Eden suche wieder den Anschluß an die Regierung Ehamberlcrin. Aus diesem Grunde scheint Eden auch vorzuschlagen, man solle zur Erhöhung der gesamten nationalen Schlagkraft eine Regierung auf breiterer

der Industrie u«

zweifelhaft dieBerg- und Hüttenwerks-Gesellschaft mit der Zentrale in Mährisch-Ostrau. Dieser Kon­zern ist fast zur Gänze Eigentum der französischen Gruppe Schneider-Creuzot. Ihm gehören sechs Kohlengruben im Karwiner Becken, zwei Kokereien und eine riesige Eisenhütte und ein Walzwerk in Trzyniec. Allein im französischen KonzernBerg­hütte" wurden im Jahre 1937 4,1 Millionen Ton­nen Steinkohle gefördert, während die gesamt­polnische Steinkohlenförderung im gleichen raum 36 Millionen Tonnen betrug. Zum Vergleich führt man an, daß die Steinkohlenforde^mg im Teschener Schlesien, die aller Gruben im Krakauer Kohlenbecken zweimal übersteigt. Der Gute nach steht die Teschener Kohle weit über dem Durch- chnitt der im übrigen Polen geförderten. Die Roheifenproduktion desselben Konzerns betrug im Jahre 1937 fast 500 000 Tonnen, wäh­rend die Hochöfen ganz Polens in derselben Zeit 724 000 Tonnen Roheisen lieferten. Die Erzeugungs­ziffer eines Konzerns im Teschener Schlesien ist also 75 v. H. der gesamtpolnischen Produktion an Roheisen gleichzusetzen. Diese Ziffern sind noch durch ibie Ergebnisse kleinerer Berg- und Hüttenwerke (Be­sitzer Graf Larisch, Wilczek u_ a.) zu ergänzen, deren Produktion hauptsächlich nach Uebersee expor-

ist die Trauer zum Intel verwandelt. Heute wird in ganz Ungarn der Sieg der Gerechtigkeit gefe'"rt.

Brüssel, 10. Okt. (DNB.) Der deutsche Bot­schafter von Bülow- Schwante stattete in Be­gleitung des Geschäftsträgers von Bargen dem belgischen Ministerpräsidenten und Außenminister Spaak seinen Antrittsbesuch ab. Der Minister- Präsident und der deutsche Botschafter unterhielten sich längere Zeit freundschaftlich über die Btzziebun- gen der beiden Länder. Am Montagvormittag über- nahm der deutsche Botschafter von Bülow-Schmante die Amtsgeschäfte. Er begrüßte das Personal der Botschaft, das ihm vom Gesandtschaftsrat von Bar- gen vorgestellt wurde, mit einer Ansprache. Ge» sandtschaftsrat v. Bargen gab zu Ehren des neuen Botschafters ein Frühstück, an dem von belgischer Seite der Generalsekretär des Außenmini­steriums Botschafter van Langenhove, der Di­rektor der politischen Abteilung Zuyen, der Ehef des Protokolls Dicomte Ghellinck und der Kabinettschef des Außenministers Le GH alt teil- nahmen.

Besuch des englischen Königspaares in Kanada.

London, 10. Okt. (Europapreß.) Das englische Königspaar wird im Sommer des nächsten Jahres eine Reife nach Kanada antreten. Für das Könio^- paar wird der Dampfer der Canada Pacific Lme Empreß of Britain" hergerichtet werden. Es ist das erstemal, daß ein regierender englischer Kömg

II.

Gegenüber Gran, der alten Stadt des ersten ungarischen Königs St. Stefan, liegt das Dorf Pärkäny, dessen rein ungarische Bevölkerung ebenfalls 20 Jahre hindurch unter tschechischer Herr­schaft leben mußte. Hier empfängt uns eine ähn­liche Stimmung wie in Komorn. Die Donaubrücke ist auch hier mit Drahtverhauen verbarrikadiert, die tschechische Grenzwache ist aber schon viel höf­licher: sie läßt jedermann durch, der eine Legitima­tion hat. Die Neugierigen strömen scharenweise über die Brücke, um die feiernden Brüder jenseits der Grenze zu bealückwünschen. Am Donnerstag traf in | Gran eine Abordnung der Pärkänyer Ungarn ein und wurde vom Vizegespan Frey empfangen. Die Vertreter der ungeduldigen Ungarn von dem ande­ren Ufer baten den Vizegespan hinüber zu kommen, um die Verwaltung zu übernehmen, da die tsche­chischen Amtsherren schon geflohen sind. Der Vor­steher des Komitats Gran umarmte mit Tränen in den Augen die treuen Volksgenossen, hieß sie ober noch geduldig warten, da die Stunde der Befreiung nicht mehr fern sei. Als der Besuch der Abordnung in der Stadt unter der Bevölkerung bekannt wurde, strömte eine aroße Menge zum Komitatshaus, um sie sehen zu können. Es wurde eine Versammlung abgehalten und es begann eine Wallfahrt nach dem auf die Befreiung wartenden ungarischen Dorf. Die tschechische Grenzwache ließ zuerst diesen Ereignissen freien Laus, später aber wurden alle Besucher, die

Warschau. 11. Okt. (D7lv. Funkspruch.) Am Montag besetzten die polnischen Truppen im Olsa- Gebiet das I n du st r i e r e v i e r mit Karmin als Mittelpunkt und die Stadt Oderberg. Die Tschechen des Oderberger Bezirks fliehen nach Mahrifch-Oftrau.

Das von Polen wieder in Besitz genommene Tesche­ner Schlesien hat auf wirtschaftlichem Gebiet, sogar im Vergleich zur gesamtpolnischen Industrie, eine große Bedeutung. Die wiedererlangten Kreise T e ° s ch e n (westlich der Olsa) und F r e i st a d t umfas­sen ein Gebiet von 800 Quadratkilometer bei einer Bevölkerung von 235 000 Personen, von denen 130000 Polen sind. Der Rest seht sich aus Tschechen die aber ein nach dem Kriege zuge- wandertes Element darstellen, und alteingefeffenen Deutschen zusammen, die besonders stark im Nordwesten des Kreises Freistadt vertreten sind Die größte wirtschaftliche Bedeutung kommt dem Kreise Freistadt zu, wo sich das Karwiner Kohlen- decken befindet, das Steinkohle liefert, die sich be. sonders gut zum Verkoken eignet Die Länge der Eisenbahnlinien, die Polen im ehemals Teschener Schlesien zufallen, beträgt ungefähr 11? Kilometer, die meistens zweigleisig sind. Die größte Wichtig- reit hat hier der Eisenbahnknotenpunkt Oder­berg, der Warschau mit Prag, Wien und Buda­pest verbindet. ... .

Die Industrie stützt sich im allgemeinen nicht aus

wenn die Klänge der unnnrifrhen Glocken über die Grenze herüberbraufen. Aul dem Hauvtplatz der Stadt rasten ungarisch- Soldoien. Sie warten "us den Einmarsch ... Ihr- Gesichter strahlen, ^in zwanzigjähriger hmaer Mann sagt begeistert: ..Das wird die schönste Stunde meines Leben« fein!" Als er erhören wurde, lag die Heimat in S^mgch und Schande. Er ist ießt gleichaltrig mit d-m Diktat non Trianon. Jetzt darf er helfen, die Kett-n zu zer­reißen, jetzt wird er Zeuge der ungarischen Auf­erstehung sein...

Die Stadt Sätoraljaujhely wurde 1919 von der neuen Grenze entzweigeschnitten: Der kleine Ronyva-Bach, der sich durch die Stadt schlängelt, wurde von Benefch auf der Friedenskonferenz als ein schiffbarer Fluß bezeichnet. Durch diese Lüge wurde das pulsierende Leben einer blühenden Stadt lahmgelegt. Die entzweigeriffene Stadt wartet jetzt gespannt auf die Wiedervereinigung. Als ich das letztemal vor einigen Tagen hier zu Besuch war, lag die Stadt in völligem Dunkel. Es wurde eine Lüftschutzübung abgehalten, die Luft war schwer von den Schrecknissen der unbekannten Zukunft. Jetzt herrscht frohe Stimmung in der Stadt In den Cafte Zigeunermusik, auf der Straße frohe Leute. Die Tschechen räumen schon die andere Hälfte der Stadt. Die Drahtverhaue werden auf­gerollt, die Geschütze, Maschinengewehre abtrans­portiert, die aufgeriffen-en Gleise wieder hergestellt. Die Zwangsarbeit der ungarischen Bevölk<"-nag wurde schon eingestellt. Die Tschechen sind plötzlich sehr höflich geworden. D>e zur Arbeit gezm'ingen"n Frauen wollten sie nachträglich für die Schützen- grabenarbeit bezahlen die Frauen aber wiesen den lächerlichen Lohn 14 Kronen für 5 Tage zurück. Die tschechische Krone hat übrigens keinen Wert mehr in den Grenzgebieten. Sie wird als Zahlungsmittel nicht mehr angenommen.

Es ist schon späte Nacht. Ich muß von der Grenze Abschied nehmen, das nächstemal wird die Grenze verschwunden sein, die Ungarn von Ungarn trennt. Der Motor surrt, die Scheinwerfer beleuchten weit die weiße Landstraße. Von der Grenze herüber schallen die Klänge eines Gesangs... Ich halte an. Lausche... Ungarische Burschen fingen die Hvmne: Unsere Hymne im noch fremden. feindlichen^Land, das morgen aber wieder das unsre wird..."

Fahrt an der ungarisch-tschechischen Grenze

Don unserem S.p.-Sonderberichierstaiier.

laufen ist, wird von den Arbeitern demontiert. Die Arbeit geht in fieberhafter Eile vor sich. Die Tsche­chen wollen die Zeit ausnützen. Sie müssen die Stadt räumen und wollen alles mitnehmen, was sie nur

Der^Soldat ist mit dem Offizier zurückgekommen. Er reicht mir den Paß über den Drahtverhau:Es geht nicht".Warum denn?" frage ich erstaunt. Meine amerikanischen Kollegen sind schon drüben. Sie sind ein Ungar", antwortete der Offizier.Sie dürfen nicht durchgelassen werden." Ich stecke den Paß wieder ein. Man kann nichts dagegen machen. Morgen, oder vielleicht übermorgen kann ich schon ohne Paß die Grenze überschreiten, um die be­freite Stadt zu besichtigen. Die Fahnen winken einander: diesseits und jenseits dieselben Fahnen: rot-weiß-grün... _ ...

Hinter'den spanischen Reitern und Kanonen liegt eine feiernde, glückliche Stadt. Die amerikanischen Kollegen schildern gerührt die unermeßliche Freude der Bevölkerung. Alle Häuser mit den lange Zelt hindurch verbotenen Fahnen geschmückt, alle Gesich­ter vor freudiger Erwartung strahlend. Die unga­rischen Vereine ziehen singend durch die Stadt. Dos tschechische Militär betrachtet apathisch dieses Schau­spiel. Die Soldaten sind schon zum Abmarsch vor- bereitet. Die tschechische Verwaltung ist schon längst verschwunden. Die Beamten sind abgereist, vor ihrer Abreise aber haben sie das ganze Archiv eingepackt oder vernichtet. Die Statue des Generals Klaaka, des heldenhaften Verteidigers der Burg Komorn in dem Freiheitskamvf 1843-1849, ist mit Kränzen geschmückt... Wir steigen wieder ein. Das Auto saust schon davon. Wir fahren dem Strome ent­lang. Auf dem anderen Ufer stehen Hunderte der der Befreiung harrenden Ungarn. Ihr Ruf schallt herüber:Kommt, wir warten auf euch!"

diesen Massenbesuch einzustellen.

Wir konnten noch ungehindert hinübergehen. Im Dorfe herrscht natürlich freudevolle Stimmung. Die Häuser beflaggt und mit Blumen geschmückt. Ueber­all fieberhafte Spannung der Erwartung. Ich hatte Gelegenheit mit slowakischen Soldaten zu sprechen. Sie sind den Ungarn gegenüber sehr freundlich und von derselben Freude erfüllt wie die Ungarn. Es herrscht aber eine feindliche Stimmung unter ihnen gegen die Tschechen, weil die von den Sudeten­gebieten geflüchteten Tschechen alle in der Slowakei

divisionen. . , r , . ...± ... r.

Die Times" schreibt, diese Maßnahme hatte langst ergriffen werden sollen, um England nicht im ge­gebenen Fall in die Lage versetzen zu müssen, zu improvisieren. Das Blatt beschäftigte sich mit den Ausführungen Adolf Hitlers in Saarbrücken. Es greift den Satz aus der Rede heraus, in dem der Führer sagte: ,W) bin der Meinung daß es billiger ist, sich vor den Ereignissen zu rüsten, als ungerüstet den Ereignissen zu erliegen und dann Tribute zu bezahlt." England könne, so schreibt dieTimes , dieser Auffassung nur zustimmen und dasselbe Prin­zip für sich anwenden.

an 150 Millionen Mark heranzukommen.

Diese Entwicklung ist es, die anderswo so un­liebsame Aufmerksamkeit erregt hat, die aber nicht abgebogen werden konnte, weil für die Türkei nicht Rüstungskredite die Hauptsache sind, sondern der regelmäßige Warenaustausch. Es kommt eben dar­auf an, was die Länder im Handel und Wandel sich gegenseitig bieten können. Die Türkei liefert vornchmlich Nahrungs- und Genußmittel nach Deutschland, Hülsenfrüchte und Obst, Rohtabak und Baumwolle. Erheblich ist auch die Einfuhr indu­strieller Rohstoffe, wie Chromerze sowie außer Baumwolle auch Rohwolle, also alles Dinge, die Deutschland gut gebrauchen kann, wobei die Auf­nahme durchaus nicht durch die Menge begrenzt ist, die die Türkei bisher geliefert hat. Gerade hier liegt die Bedeutung des W a r e n k r e d i t s von 150 Millionen Mark, den Deutschland der Türkei eingeräumt hat, denn dieser Kredit ist zur Be­schaffung von Maschinen und Einrichtungen be­stimmt, die die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei vorwärtsbringen sollen.

Deutschland hat im Rahmen seiner Warenaus­fuhr nach der Türkei an erster Stelle Halbzeug geliefert, das dazu dient, die Verkehrsmittel und -wege auszubauen, zumal die Türkei im Begriff ist, ihre industrielle Ausrüstung durch Gründung neuer Werke zu vervollständigen. In der Türkei wird auch nicht vergessen, wie schwer der Aufttieg nach der Ausplünderung von 1919 gewesen ist, eine Ausplünderung, an der gerade die Mächte beteiligt gewesen sind, die heute so verzweifelte Anstrengun­gen machen, mit dem jungen und kraftvollen Staat ins Geschäft zu kommen. Das ist gewiß nützlich und lohnend, denn die Türkei verfügt über frucht­bare Gebiete sowie über reiche natürliche Vorkom­men an Bodenschätzen aller Art. Was fehlt, das sind Menschen, was fehlt, das ist auch wohl das Kapital, um die Einrichtungen' zu beschaffen, die für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung er­forderlich sind. Hier hat sich das neue Deutschland bereitwillig zur Verfügung gestellt, hat der Türkei alles das geliefert, was sie braucht, vor allem aber hat sie das alles aufgenommen, was die Türkei hervorbringt. Weder England noch Frankreich können hier in Wettbewerb treten, denn sie müssen das eine und andere, was wir gern und bereit­willig von der Türkei kaufen, aus ihren eigenen Kolonien beziehen, so daß auch in Zukunft nicht daran zu denken ist, die Absatzmärkte auszutauschen.

Pharisäer.

Grundlage bilden. Als Einleitung dazu könne die Schaffung von Möglichkeiten dienen, die einen intimen Gedankenaustausch zwischen der Regie­rung und den Vertretern anderer politischer Rich­tungen gewährleisteten. Auf alle Fälle müsse alles getan werden, um den Parteizwist zu beenden und die nationale Einheit herzustellen. Seiner Meinung nach dürfe es in den Fragen der Außenpolitik und der Aufrüstung keine derart verschiedenen Meinun­gen geben, daß man nicht eine gemeinsame Grund­lage finden und die Kluft überwinden könnte. Zum Schluß seines Artikels beschäftigt sich Eden dann mit der wirtschaftlichen Lage des britischen Weltreiches und schlägt vor, nach dem Verlust gewisser Märkte in Osteuropa das wirtschaftliche Interesse auf die Märkte zu konzentrieren, die heute für England lebenswichtig seien.

Englands

territoriale Reservearmee.

Der Kriegsminister kündigt Verstärkung und Umorganisation an.

London, 11. Ott. (Europapreß.) Der englische Kriegsminister Höre Belisha kündigte in einer Rede die Umgestaltung der Territorialen Reserve- anmee und die Eingliederung von Einheiten leichter Tank-, Tankabwehr- und Luftabwehrregimenter so­wie von Kraftradbataillonen in die Reservearmee

Komorn, 8. Oktober 1938.

I.

Der Motor surrt in gleichmäßigem Takt. Wir nähern uns dem mächtigen Donaustrom. Jenseits der Donau liegt schon ein anderes Land. Nur Die Bevölkerung ist dieselbe, wie diesseits unp Die wehenden Fahnen auf den Türmen und Giebeln ... rot-weiß-grün ... Seit einigen lagen feiert bie alte ungarische Stadt Komorn das Verschwin­den eines zwanzigjährigen Alpdruckes. Zwanzig Jahre hindurch waren diese Farben verboten, ge­haßt, »erfolgt. Jetzt blühen sie über der ganzen Stadt wie eine Blumentracht dieses munterbaren Herbstes, wo die Gerechtigkeit für die unterdrückten Völker mit den Trauben reift.

Komorn ist so alt wie die ungarische Geschichte. Schon in der Zeit der Landnahme wurde hier eine Burg gebaut und die günstige Lage von der Do­nau und dem Waagfluß geschützt machte diese Burg unbezwingbar. Auch der Name der Stadt hängt mit diesem Stolz der Kraft zusammen und findet seinen Ursprung in den türkischen Zeiten, als die Burg von den kaiserlichen deutschen Sol- baten oerteibigt wurde. Auf einer Bastei stand die den Feind höhnende Inschrift:Komm morgen! Aus biefeip stolzen Satz ist bann ber neue Name ber Stadt entstanden Kommorn, spater verein- facht Komorn. m

Vor zwanzig Jahren wurde Stadt und Burg der Tschecho-Slowakei angefchlossen. Seitdem ist das ehemalige rege wirtschaftliche Leben der Stadt lahmgelegt worden, aber kulturell blieb sie auch in den Jahren der fremden Herrschaft der Mittelpunkt des Ungartums des Oberlandes. Hier wurden die ersten ungarischen Kulturvereine gegründet, und die ersten ungarischen wissenschaftlichen und literarischen Zeitschriften für das von dem Mutterlanbe ent­rissene Ungartum herausgegeben. Jetzt kehrt biese alte glorreiche Stabt als bie erste zum Mutterlande zurück. In ter ungarischen Geschichte wird ber Name bieser Stabt mit golbenen Lettern verewigt, denn zwischen ihren Mauern wird ber Wiederauf­bau bes tausendjährigen Reiches des Heiligen Ste-

Oeutfch-türkischer Handel

Handel und Wandel zwischen Deutschland und ber Türkei haben seit ber Machtergreifung eine Entwicklung erfahren, bie für beite Länder in jeder Hinsicht als erfreulich zu bezeichnen ist. Diese Ent­wicklung hat durch den Besuch des Reichswirt­schaftsministers Funk in Ankara einen noch stär­keren Auftrieb erhalten, woran auch alle die Ver­suche nichts geändert haben, die von anderer Seite unternommen wurden, um Deutschlands Verbin­dungen im Südoften zu stören. Wenn in ber eng­lischen Presse im Sommer viel Aufhebens bavon gemacht wurde, daß sich England bereit erklärte, ber Türkei einen Kredit von 6 Millionen Pfund zu ge­währen, so war das um so weniger begründet, als es sich hierbei nur um reine Rüftungspolitik gehan­delt hat. Auf der anderen Seite ist es nun einmal Tatsache, bie schon burch bie geopolitische Lage be­dingt ist, daß Deutschland im Außenhandel ber Türkei weitaus an er ft er Stelle steht.

Für ein ßanb; bas wirtschaftlich und politisch auf» steigen will, wie das bei ber Türkei ber Fall ist, kommt es barauf an, zunächst einmal feine Er­zeugnisse loszuwerden sowie im Gegenwert solche Waren zu erhalten, die für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung unbedingt notwendig sind. Deutschland nimmt von der Ausfuhr der Türkei mehr als bie Hälfte auf, währenb Englanb erst an sechster Stelle steht, aber mengen- und wertmäßig so wenig abnimmt, baß nur verhältnismäßig ge­ringe Summen in Frage kommen. So war es bis­her, so haben sich auch die Dinge für 1938 ange- lassen, denn bie Einfuhr aus ter Türkei hat sich auf ber Höhe der Vorjahre gehalten, die Rekord* Ziffern erreicht hatte, so daß 1936 der Wert der Einfuhr auf über 80 Millionen Mark stieg. Um­gekehrt hat die Ausfuhr Deutschlands nach der Türkei, die 1933 = 36,5 Millionen Mark ausmachte, bis 1936 eine Verdreifachung auf über 116 Mil­lionen Mark erfahren, um 1938 sehr wahrscheinlich

Wie unbequem und störend der Friede von München für die kleine Gruppe der englischen Kriegspartei und ihre publizistischen Helfer ist, zeigt sich jetzt wieder an ihrem neuesten Fälschungs­manöver, bas als Motto bas heuchlerisch überheb­liche Wort des'Pharisäers im Tempel hat:O Gott, ich danke dir, baß ich nicht bin wie dieser Zöllner da!" Da erscheinen plötzlich wie auf Kom­mando bebilderte Darstellungen in gewissen eng­lischen Blättern, in denendie Leiden der tschechischen Flüchtlinge" mit blutroter Farbe gemalt werden. Es sind das dieselben Blätter, die niemals eine Zeile für das wahre Flüchtlingselend von Millionen Deutschen nach Ver­sailles oder für die Leiden von Millionen national- spanischer Flüchtlinge und erst recht nicht für bas 20jährige Elend ber Sudetenbeutschen übrig hatten, geschweige benn für bie Hunderte von tschechischen Morden, Plünderungen, Zerstörungen usw. Diese Zeitungen verschweigen absichtlich und wider besseres Wissen, baß ja der Führer in seiner Sportpalast- Rede ausdrücklich erklärt hat, daß wir keinem Tschechen etwas zuleide tun wollen, ja daß wir noch nicht einmal Tschechen in unserer Wehrmacht ' dienen lassen wollen, wenn einige von ihnen in den befreiten Gebieten verbleiben wollen. Sie ver­schweigen ebenso absichtlich Tatsachen wie die, daß nicht nur tschechische Zivilisten, sondern sogar tschechische Soldaten hungernd die Sudetendeutschen und bas beutsche Militär um Nahrung baten und sie auch erhielten. Und sie verschweigen schließlich, daß es sich bei jenen tschechischen Flüchtlingen, die es tatsächlich gibt, entweder um Kreaturen mit allzu schlechtem Gewissen oder um planmäßig ver­hetzte, also irregeleitete Menschen handelt. Wie ärgerlich müssen für diese bewußten Verleumder die höchst anerkennenden Ausführungen sein, die man in führenden englischen und französischen Blättern über die Haltung der deutschen Wehrmacht lesen

an. Die Umorganisation sei der Niederschlag ber während ber letzten Krisentage gemachten Erfahrun­gen. Dor einem Jahr seien die Luftabwehreinhetten 23 000 Mann stark gewesen. Inzwischen habe ihre Stärke verdoppelt werden können. Bis zum Ablauf des nächsten Jahres rechne man mit einer weiteren Verdoppelung. Die Territoriale Reservearmee werte mit dem stehenden Heer auf bie gleichen Grund­lagen gestellt werden. Die Infanterie ber Reserve werbe sowohl leichte wie schwere Maschinengewehr- bataillone umfassen. Die Artillerie werbe anstatt vier je Batterie in Zukunft acht Geschütze zahlen. Die territorialen Jnfanteriebrigaben mürben wie bas stehende Heer drei anstatt vier Bataillone um-1 gebieten gefluchteten Tschechen fassen. Während man 1914 14 Divisionen ausgestellt siedeln wollen. c,nmnf< habe, würde die Territoriale Reservearmee nunmehr. freies Land fein 18 Divisionen umfassen, darunter drei Luftabwehr-

die Grenze überschreiten wollten, ftreng untersucht, und obzwar bei ihnen keine Waffen gesunden wur­den, riet der Kommandant der Grenzwach.

polen besetzt das Karwiner Industriegebiet nnd Oderberg

> ' IN ganz Ungarn oer öiea oer werocniiaieu '-r».

tschechisches Kapital, sondern befinbet sich zum (Die Tschechen sinb sich schon dessen bewußt, daß größten Teil in den Händen großer englischer und ihre Herrschaft zu Ende geht, wollen aber die französischer Finanzgruppen. Die größte Rolle in Freude te- B"nöskeruna "uch ieh* nn* m«t ber Industrie bes Teschener Schlesiens spielt un- unnötigen Maßnahmen vergiften. In dieser Geaenb