Ausgabe 
11.4.1938
 
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Worms.

LPD. Reicher als je zuvor waren in den letzten Tagen in den Stratzen Worms' die Hakenkreuzflaggen aufgezogen worden. Jeder Volksgenosse halte seinen Stolz darein gesetzt, sein Haus für die beiden großen Tage, den 9. und 10. April, so schön wie möglich zu schmücken. Sehr feierlich bot sich am Abend des Samstag der weiträumige Marktplatz dar. Neben dem Barockbau der Dreifaltigkeitskirche waren vor dem strahlenden Hoheitszeichen der Bewegung alle Gliederungen der Partei, der angeschlossenen Ver- bände und die Vereine angetreten, um die Wiener Führerrede zu hören. Schon in der ersten stunde der Abstimmung konnte man in mehreren Bezirken der Stadt Worms Beteiligungsziffern bis au 25 v. H. feststellen. Die Volksgenossen mußten in dieser Zeit vor den Wahllokalen oft in langen Reihen anstehen. Um die Mittagszeit hatten in Worms schon etwa 66 v. H. abgestimmt, um 14 Uhr verzeichnete man 78 v. H. und um 16 Uhr 97,8 v. H. Kurz vor Ab­stimmungsschluß konnten sogar einzelne Bezirke

Offenbach.

LPD. Am Tag des Großdeutschen Reiches wurde auch in Offenbach eine würdige Feierstunde be­gangen, die den letzten Appell des Führers aus Wien einleitete. Nachdem schon am Nachmittag zahlreiche Musikzüge der Gliederungen und der an- geschlossenen Verbände Platzkonzerte gegeben hat­ten, versammelten sich abends Tausende von Volks­genossen aus der Lederstadt, um auf dem festlich geschmückten Platz der SA. den nationalen Chor­liedern zu lauschen, die von den im Deutschen Sängerbund zusammengeschlossenen ortsansässigen Gesanavereinen vorgetragen wurden. Nach der feierlichen Flaggenparade im Glanz vieler hundert Fackeln und unzähliger rotglühender Kerzen, die in allen Fenstern angebracht waren, wurde die große Führerrede übertragen. Auch in Offenbach und im Offenbacher Kreisgebiet waren am Sonn­tag die Wahlberechtigten schon sehr früh unterwegs, um möglichst als erste dem Führer ihre Dankbarkeit durch Abgabe ihrer Stimme zu erweisen. Bereits um die Mittagsstunde waren etwa 80 v. H. der Wahlberechtigten zur Urne geschritten, unter ihnen die 194 österreichischen Volksgenossen, die in Offen­bach und Umgebung ansässig sind. <Äe wählten in einem besonderen Bezirk, im Sitzungssaal des Kreisamts, der besonders festlich geschmückt war.

Wiesbasen.

LPD. Imposanter Auftakt zum Tag des Groß­deutschen Reiches waren am Freitagabend 40 über­füllte Massenkundgebungen in allen Teilen der Stadt. Am Samstagnachmittag überflogen dreißig Jagdflugzeuge die Stadt. Der Abend vereinte die Gliederungen der Partei und die übrige Bevöl­kerung zum Gemeinschaftsempfang auf dem Gelände hinter dem Rathaus. Ungezählt waren die Massen, die später die Straßen säumten, durch die der Fackelzug seinen Weg nahm. Schon vor 8 Uhr standen am Sonntagmorgen lange Ketten von Wählern vor den Wahllokalen. Insbesondere waren die in Wiesbaden ansässigen Oesterreicher früh und sehr zahlreich zur Stelle. T)er rege Wahlbetrieb hielt in den Vormittagsstunden ununterbrochen an. Bis Mittag hatten etwa drei Viertel der Bevöl- kerung ihrer Wahlpflicht genügt; in den Außen­bezirken roarert es schon über vier Fünftel. Am Nachmittag war im Straßenbilü wohl niemand mehr zu sehen, der nicht die Wahlplakette trug.

Hanau.

Lpd. Schon seit Wochen stand auch Hanau im Zeichen einer Hochstimmung, wie sie vorher nie

deutlicher zum Ausdruck gekommen ist. Versamm­lungen in ununterbrochener Reihenfolge leiteten den Wahlkampf ein, der am Tage des Großdeutschen Reiches mit einem Bekenntnis der gesamten Be­völkerung zu der Parole:Ein Volk, ein Reich, ein Führer" seinen Höhepunkt erreichte. Schon in den frühen Morgenstunden des Wahlsonntags zogen die Kapellen und Spielmannszüge zum Wecken durch die Stadt, und wenig später marschierten die in

Hanau lebenden Deutsch-Oesterreicher, von der Be­völkerung lebhaft begrüßt, an die Wahlurne. Und dann setzte in allen 26 Wahllokalen der Massen­ansturm der Wähler ein, die bereits in den Mit­tagsstunden zum größten Teil ihrer Wahlpflicht ge­nügt hatten. So hat auch die alte Stadt des edlen Schmuckes ein einmütiges Bekenntnis abgelegt zum Führer und seinem Wollen.

Aus der Stadt Gießen.

Keine Hecken abbrennen!

NSG. Um unsere gefiederte Tierwelt und die wertvollen Waldbestände vor Gefahren zu schützen, erlassen der Gaujägermeister für den Jagdgau Nassau, Avieny, und der Leiter des Reichstierschutzbundes, Staatsrat Dr. Krebs, an die Bevölkerung folgenden Aufruf:

Es mehren sich zur Zeit in erschreckendem Aus­maße die Fälle, in denen aus Verkennung oder gar aus Uebermut dürre Hecken und Gras- raine abgebrannt werden, ohne daß dabei be­dacht wird, daß eine solche Handlungsweise unge­heuren Schaden anrichtet. Bei der intensiven Aus­nutzung der landwirtschaftlichen Flächen sind solche Hecken zumeist noch die einzigen N i st,g e l e g e n - Heiken für viele Nutzvögel und Unter­schlupfe für das Niederwild. Beides sind wertvolle Bestandteile der deutschen Volkswirtschaft. In den

gang Kühne. Die Vorstellung findet gleichartig für die KdF.-Miete, Gruppe I (13. Vorstellung), statt. Freier Kartenverkauf. Ende 22,30 Uhr.

NS.-GemeinschaftKraft durch Jreube.

' Heute, Montag, 20 Uhr, findet die Theatervor­stellung der erfolgreichen OperFra Diavolo" für Gruppe I statt (Karten vom 31.3.) an Stelle von Clivia", wegen Erkrankung im Personal. Karten zu 1, RIN. sind bis 19 Uhr Zeltersweg 60 erhältlich.

Mädelgruppe 1/116 Gießen-Süd.

Zur Besichtigung durch die Obergauführerin Else Riese tritt die gesamte Mädelgruppe am Montag,

11 April, um 20 Uhr, am Bahnübergang Schiffen» berger Weg-Aulweg zu einem Gruppenappell an. Entschuldigungen werden keine angenommen.

** Der Postdienst an Karfreitag und Ostern. Am Karfreitag und am 1. Osterfeiertag findet je eine Bries- und Paketzustellung statt. Arn 2. Osterfeiertag ruht der Zustelldienst. Jrn übrigen wird an den geannten drei Tagen der Dienst wie an Sonntagen abgehalten.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung )

3- U. in St. Artikel 119 des Gesetzes über den Ausbau der Rentenversicherung oom 21. Dezember 1937 bestimmt, daß in der Invalidenversicherung für Zeiten, in denen der Versicherte während des Weltkriegs dem Deutschen Reiche oder einem mit ihm verbündeten oder befreundeten Staate Kriegs-, Sanitäts- oder ähnliche Dienste geleistet hat, Steige­rungssätze gewährt werden, wenn die Versicherung vorher bestanden hat. Das Nähere bestimmt der Reichsarbeitsminister im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Finanzen und dem Reichskriegs- minifter und Oberbefehlshaber der Wehrmacht. Die näheren Bestimmungen des Reichsarbeitsministers sind noch nicht ergangen. Dies hindert jedoch nicht daran, jetzt schon den Antrab auf Gewährung der Steigerungssätze für Kriegsdienstleistung zu stellen. Nach Absatz 2 des Artikels 119 muß der Antrag vor dem 1. Januar 1940. gestellt fein.

Feierliche Immatrikulation an der alma mater Ludoviciana.

letzten 50 Jahren ist allein der Singvogelbestand nach zuverlässigen wissenschaftlichen Schätzungen um weit mehr als die Hälfte zurückgegangen und nimmt jährlich weiter erheblich ab, zum Schaden namentlich des Garten- und Obstbaues. Der Nutzen, den die Vogelwelt durch Schadenverhütung bringt, wird jährlich auf eine halbe Milliarde berechnet. Ohne Singvogelschutz ist ein Obstbau überhaupt nicht möglich. Ebenso hat das Jungwild im Vor­frühling, also in der Zeit, in der die Ackerflächen noch keine Deckung bieten, solche Schutzhecken ganz besonders nötig.

Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist das A b <= brennen von verdorrtem Gras auf Wiesen, Feld­rainen und Oedland, sowie von Rohr und Schilf in der Zeit vom 15. März bis 30. September ver­boten. Ausnahmen bedürfen der Zustimmung durch die zuständige Kreispolizeibehörde. Nach den besonderen Anweisungen werden Zuwiderhand­lungen gegen diese Bestimmungen in Zukunft be­sonders streng geahndet werden, und zwar nicht nur aus Gründen des Naturschutzes, und nicht nur, weil die Gelege von Flugwilds sowie^ von Sing- und Nutzvögeln in diesen Feuern elendig umkom­men, sondern weil vielerorts dieses Heckengbbren- nen schon durch Funkenflug die Ursache von Waldbrändcn gewesen ist.

Volksgenossen! Schützt die nützliche Tier­welt, erspart ihr Qualen, hütet ihre Nistgelegen­beiten! Bewahrt somit den deutschen Wald vor Feuersgefahr! Zeigt auch hier, daß ihr National­sozialisten der Tat seid!

Vornoiizen.

Tageskalender für Montag.

Stadttheater: 20 bis 23.15 Uhr:Fra Diavolo" (,,KdF."-Miete). Gloria - Palast (Seltersweg): Pipin der Kurze". Lichtspielhaus (Bahnhof­straße):Rätsel der Urwaldhölle".

Sladttheater Gießen.

Infolge anhaltender Erkrankungen im Personal findet heute um 20 Uhr eine Aufführung vonFra Diavolo", Komische Oper von Auber statt. Musika- kische Leitung Joachim Popelka. Spielleitung Wolf-

Am vergangenen Samstag fand im kleinen Hör­saal des Vorlesungsgebäudes unserer Universität die feierliche Immatrikulation der Studentinnen und Studenten statt, die neu an unsere Universität kom­men.

Se. Magnifizenz, der Rektor unserer Universität, Professor Dr. Seiser, entbot ihnen den festlichen Gruß der Ludoviciana, in deren Gemeinschaft der Kameraden und der Dozenten die jungen Studenten nun ausgenommen werden, in eine Gemeinschaft, innerhalb der die geistigen Waffen für den Dienst am Vaterlande geschmiedet werden. Der Rektor wies darauf hin, wie sehr die jungen Studenten durch ihren Bildungsgang den Vorzug genießen, an den kulturellen Gütern der Nation Anteil zu haben. Die­ser Vorzug bedeute aber auch gleichzeitig erhöhte Verpflichtung und Verantwortung. Die Zeit unserer Volkwerdung, das Tempo der Entwicklungen in un­serer Geschichte erfordere den Einsatz aller verfüg­baren Kräfte. Die Studenten müßten deshalb auch allen Willen zur Ein- und Unterordnung beweisen, ohne die keine Gemeinschaft sein könne. Der Rek­tor bat die jungen Studenten ferner, durch Lebens­führung und geistige Haltung der Universität Ehre zu machen, sich den Gesetzen der Hochschule zu fü­gen, und der Dozentenschaft die schuldige Achtung zu erweisen. Der Redner kennzeichnete ferner den Vorzug der kleineren Hochschule, an denen ein engeres Verhältnis bestehen könne zwischen Dozen­ten und Studenten, das manche unverlierbare (Er­innerung für den Studenten bringe. Die Zeit des Studiums solle aber nicht nur eine Zeit selbstver­ständlichen ernsten Strebens, sondern auch eine Zeit frohen Burschentums fein, von dem keiner ausge­schlossen sein solle. Aufgabe der jungen Studenten werde es sein, in der Kameradschaft anzutreten, sie

erfüllen zu helfen mit feurigem Geiste und sie nach eigenem Ermessen zu formen. Mit dem Versprechen, daß er als Rektor den Studenten zur Seite stehen werde, schloß Se. Magnifizenz die kurze Ansprache.

Im Anschluß daran sprach der Studentenführer Frank zu den jungen Kameraden und gab ihnen eine Ausrichtung für ihren Eintritt,und das Auf­treten in der studentischen Kameradschaft und machte sie gleichzeitig bekannt mit den besten völ­kischen Traditionen der Studentenschaft in Jahrhun­derten der deutschen Geschichte. Er betonte, daß der Student stolz sein dürfe auf die Opfer, die von den Studenten in der deutschen Geschichte gebracht wur­den. Der Student unserer Tage habe sich als (Erbe dieser Kämpfer zu fühlen. Der Führer wolle den deutschen Studenten auch in vorderster Front sehen: deshalb bedürfe es unseren restlosen Einsatzes und des Miterlebens. Der Student habe wohl in erftef Linie zu studieren, er dürfe aber auch nicht fehlen, wo man ihn mit Recht erwarte. In den kommenden drei Semestern werde jeder zu beweisen haben, ob er Kamerad sein könne. Die Aufgaben, die in der Zukunft der studentischen Kameradschaft gestellt sei, sei die einer politischen und geistigen Stoßttuppe. Sie könnten nur bewältigt werden, wenn sich jeder mit Herz und Hand der Kameradschaft verschreibe. In kurzer Zusammenfassung schilderte bann der Studentenführer die Aufgaben der studentischen Ka­meradschaften und forderte zum Schluß auf, daß Beste zu geben, zum Wohle der Studentenschaft, zum Wohle unseres Vaterlandes und zum Dank für unseren Führer.

Nachdem Derwaltunasdirektor Kinkel die 23er- pftichtungsformel verlesen hatte, hatten sich die Stu­denten dem Rektor durch Handschlag der Univer­sität und ihren Gesetzen zu verpflichten.

LICHTSPIELHAUS

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Heute Montag

Erstaufführung

2442V

Rumpenheim a.M., den 31. März 1938

2451D

mit

Erster Pilot: Gerd Kahle.

2441 A

Original-Tonaufnahmen von Indianersprache u.Gesang.

BEIPROGRAMM

TON WOCHE

Täglich 4,6,8.30 Uhr. - Jugendliche haben Zutritt I

Pfarrverwalter Otto Opper und Frau Heddy, geb. Jüngel

Hilde Hildebrand Charlott Serda Paul Heidemann

Oie Geburt eines Töchterchens zeigen in dankbarer Freude an

Or.med.Kurt Schmitt und Frau Rosa, geb. Wirth

Oie Geburt eines Stammhalters zeigen in dankbarer Fleude an

Gießen (Äeethovenstr. 4), den 9. April 1938

(z.Z. Universitäts-Frauenklinik)

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