Ausgabe 
11.4.1938
 
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Rr.85 Erstes Blatt

188. Jahrgang

Montag, 11. April 1938

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Eichener Anzeiger

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Ein Volk, ein Reich, ein Führer.

Das ganze deutsche Volk bekennt sich in überwältigender Einmütigkeit zum Führer und seiner Entscheidung.

Volkes Glimme.

Ein nationaler Festtag von einzigartiger Be­deutung ist zu Ende gegangen, ein Tag stolzer Freude und unendlichen Glückes, ein Tag froher Ernte. Ein Aufklärungsfeldzug ohnegleichen hatte unter der Leitung von Reichsminister Dr. Goebbels, dem unumstrittenen Meister der modernen Propa­ganda, feine Geschosse zu einem wahren Trommel­feuer von unwiderstehlicher Wucht vereinigt auf die letzten Verschanzungen des kleinen Rests derun­politischen Menschen", der Lauen, Bequemen, Denk­faulen, der innerlich Unfreien, die vielleicht noch mit alten Hemmungen ehrlich rangen, die sich immer noch wehrten gegen das Ueberwältigende der Größe dieser Stunde deutscher Erfüllung. Sie hatte der Führer in seiner Wiener Rede am Vor­tage der Abstimmung noch einmal in von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Worten aus­drücklich angesprochen und bei ihrer Liebe zu ihrem Volk, ihrer Verantwortung vor der Geschichte ge­packt. Aber vorher waren in beispiellosem Ausmaß Presse, Rundfunk und Film, Bild und Plakat, Flug­blätter und Spruchbänder eingesetzt worden, um auch den Letzten in Stadt und Land aufzurütteln, ihm die Größe des Geschehens nahezubringen und ihn aufzufordern, hinter den Entschluß des Führers zu treten. Als eindrucksvollstem Mittel der Auf­klärung aber hat sich wiederum, wie stets in den langen Jahren des Kampfes um die Macht, die Massenversammlung erwiesen, die den führenden Männern der Bewegung Gelegenheit gab, dem Volksgenossen Auge in Auge gegenüberzutreten. So ist eine Dersammlungswelle von beispielloser Ge­schlossenheit und Wucht über die deutschen Gaue hingeganaen und hatte nun auch zum erstenmal Oesterreich erfaßt, wo Reichs- und Gauleiter neben Hunderten von Rednern der Bewegung von Stadt zu Stadt, ja von Dorf zu Dorf gezogen waren, um zu den ins Reich zurückgekehrten österreichischen Brüdern zu sprechen.

Die Hauptlast des Wahlkampfes hatte wiederum wie stets der Führer s e l b st auf sich genom­men. Wie einst in den Zeiten seines Ringens um die Seele des deutschen Menschen ist er von Königs­berg bis Köln, von Hamburg bis München von Land zu Land gezogen, um seinem Volke persönlich Rechenschaft zu geben von seinem historischen Ent­schluß. Wenn des Führers Fahrt durch die deut­schen Gaue nicht einer Wahlreise glich, wenn sie zu einem Triumphzug wurde, den ein vom Ge­schehen der Zeit ins Tiefste ergriffenes Volk dem Sieger über deutsche Zwietracht, dem Einiger des Reichs trotz Mißgunst und Reid ringsum, dem Schöpfer Großdeutschlands aus übervollem Herzen bereitet hat, so haben die Tausende und aber Tausende, die den Führer auf dieser Triumphfahrt umjubelten, die atemlos an seinen Lippen hingen, wenn er zu ihnen von dem gemeinsamen deutschen Schicksal sprach, das sich auf so wunderbare Weise von tieffter Erniedrigung, Demütigung und Schmach gewandelt hat zu ungeahnter Größe und Kraft, dem gespannt lauschenden Ausland auf einzigartige Weise bereits ihre unlösbare Verbundenheit mit dem sich im Führer verkörpernden Willen der deut­schen Ration demonstriert. Diese Kundgebungen waren für alle, die das Glück hatten, daran teil« haben zu dürfen, schon nichts anderes als die Vor­wegnahme der Abstimmung, das Bekenntnis ihres Deutschseins schlechthin.

Wenn der Triumphzug des Führers feinen Höhe­punkt in Oesterreich erreichte, so konnte das nicht wundernehmen nach dem jubelnden Empfang, den die Oesterreicher vor wenigen Wochen eqt ihrem großen Landsmann bereitet hatten, als er als ihr Befreier von unerträglichem Terror, ihr Retter aus furchtbarster seelischer und materieller Rot zu ihnen gekommen war. Nun war er zu ihnen zurückgekehrt, um seiner in langen Wander- und Kampfjahren niemals vergessenen österreichi­schen Heimat selbst das Tor ins Reich zu öffnen. Das ganze deutsche Volk ist über die Wellen des Aethers bewegten Herzens Zeuge gewesen von den ergreifenden Szenen der Bekundung von Treue und Dankbarkeit, die mehr noch als der laute Jubel der Begeisterung zeigten, wie Adolf Hitler die Sehn­sucht der deutschen Ostmark erfüllt, die ja schon vor zwei Jahrzehnten in so eindeutiger Weise ihren Willen zur Vereinigung mit dem Reich bekundet hatte. Der Tag des Großdeutschen Reiches mit dem triumphalen Einzug des Führers in Wien, dem festlichen Empfang im Rathaus und der gro­ßen Schlußkundgebung, bei der sich Führer und Volk noch einmal in dem Gesang des Nieder­ländischen Dankgebetes zusammenfanden zu gemein­samem Gelöbnis unlösbarer Einheit, zu inbrünsti­gem Gebet an den allmächtigen Gott, dem Bund zwischen Volk und Führer für alle Zukunft feinen Segen zu geben, war ein Zeichen dafür, in welch innerer Haltung das deutsche Volk zur Abstim­mung schreiten 'würde.

Nun liegt der Tag der Abstimmung hinter uns. In beispielloser Geschlossenheit ist das deutsche Volk an die Wahlurne getreten. Schon in den frühen Morgenstunden eilten Männer linb Frauen in die Lbstimmungslokale, um freudigen Herzens ihrer Pflicht zu genügen, in vielen Orten hatte die Be­völkerung schon um die Mittagsstunde geschlossen abgestimmt, in beispielloser Pflichterfüllung hatten

Tausende von Reichsdeutschen im Ausland, über den ganzen Erdball verstreut, keine Kosten und Mühe gescheut, um auf deutschen Schiffen oder in deutschen Grenzorten ihre unwandelbare Treue zu Führer, Volk und Reich, zum großdeutschen Gedan­ken und seiner Erfüllung mit dem Stimmschein in der Hand feierlich zu bekunden. In tiefster Er­griffenheit hat dann das deutsche Volk in der letz­ten Stunden dieses ewig denkwürdigen Tages aus Wien die Meldung Gauleiter Bürckels an den Führer von dem Ergebnis der Abstimmung in Oesterreich vernommen. Zeigten schon die vorher vom Reichsstatthälter Dr. Seyß-Jnquart bekanntgegebenen Abstimmungsergebnisse in den einzelnen ehemaligen österreichischen Bundeslän­dern, wie das zu freier Entscheidung über sein Schicksal aufgerufene österreichische Volk in einer Einmütigkeit, die auch die kühnsten Erwartungen übertrifft, feinen Willen zur Wiedervereinigung mit dem Reich eindeutig bekundet hat, so ist die ziffernmäßige Zusammenfasfung, die Gauleiter Bürckel dann über den Rundfunk dem Führer mel­dete, in deO harten, nüchternen, unausweichlichen und klaren Sprache der Zahlen ein so überwälti­gendes Bekenntnis zu Führer, Volk und Reich, daß uns Deutschen im alten Reich der Atem stockt vor solcher Treue nach so langer Nacht, so viel Leid und Tränen. Großdeutschland rief und das Echo vom Donaustrand und den Alpen. Salzburgs und Tirols, Kärntens und der Steiermark, von Vor­arlberg und vom treuen Burgenland klingt über­mächtig herüber zu uns in dieser Nacht der Erfül­lung. Das Volk Oesterreichs hat gesprochen und vor feinem Spruch werden die Diktate von Versailles und St. Germain, die in verblendeter Siegerlaune

für alle Zeiten Deutsche von Deutschen trennen wollten, zu einem Nichts. Die durch den Entschluß des Führers vollzogene Wiedervereinigung Oester­reichs mit dem Reich hat ihre feierliche Bestätigung durch das Volk gefunden, benn* wie Oesterreich, so haben alle (Baue des Reichs ihr Vertrauen zum Führer und ihren Willen zum Großdeutschen Reich mit Riesenziffern unwandelbarer Treue in das Buch deutscher Geschichte geschrieben.

Auf einer der letzten Wahlkundgebungen hat der Führer gesagt: ,Zch weiß, ich werde an diesem Abend des 10. April der reichste Mann der Welt sein, ich werde das Höchste besitzen, ein ganzes Volk!" Das deutsche Volk hat seinen Führer nicht enttäuscht, es hat sich vor aller Welt feierlich zu ihm bekannt, es hat bekundet, daß des Führers Werk, das Großdeutsche Reich, fein Wille ist. Von einem neuen unendlichen Glücksgefühl beschwingt, geht es nach den Tagen politischer Hochspannung und stolzer Freude mit neuer Kraft wieder an die Arbeit des Alltags. Große Aufgaben stehen mit der Wiedereingliederung Oesterreichs vor' der Staats­führung, die großzügigen Maßnahmen der letzten Wochen haben schon gezeigt, daß mit aller Energie barangegangen wird, die Volksgenossen in Oester­reich aus dem menschenunwürdigen Dasein zu be­freien, in dem sie das mit dem 13. März beseitigte System zurückgelassen hatte. Nun heißt es, um mit den Worten Hermann Görings zu sprechen:in die Hände gespuckt" und angepackt, ein jeder in dem Lebensbezirk, in den er gestellt ist, im Geist der nationalsozialistischen Idee, die an diesem ewig denkwürdigen 10. April erneut ihre sieghafte Kraft bewiesen hat, für Führer, Volk und Reich.

Dr. Fr. W. Lange.

Das Gesamtergebnis.

Oie Endziffern der Abstimmung für Großdeutschland einschließlich der Wehrmacht in Oesterreich.

Stimmliste....... 47 596 696

Stimmscheine...... 1950 254

Stimmberechtigte insgesamt . . 49 546 950

Abgegebene Stimmen . . . 49 326 921 = 99,5555 ü.ß>.

Ja-Stimmen......48 799 269 = 99,0827 v. H.

Rein-Stimmen..... 452180= 0,9173 v.H.

Gültige Stimmen ..... 49 251 449

Oesterreichs Bekenntnis zu Führer und Reich.

99,25 v. H. erklären: »Wir sind Deutsche und gehören in Ewigkeit Deutschland und dem Führer."

Wien, 10.April. (DJIB.) Der Beauftragte des Führers für die Volksabstim­mung in Oesterreich verkündete im Wiener Konzerthaus unter dem Jubel der Massen folgendes Gesamtergebnis der Volksabstimmung in Oester­reich: Von 4 284 795 Männern und Frauen, die zur Wahlurne gingen, erklären sich mitJa 4 273 884, d. s. 99,75 v. H. Diese 99,75 v. h. erklären: Wir sind Deutsche und gehören für alle Ewigkeit nur Deutschland und seinem Führer!

Land

Stimm­liste

Stimm­scheine

Stimm­berechtigte

Abgegebene Stimmen

Ja- Stimmen

Nein- Stim­men

Un­gültige Stim­men

Kärnten ................

233561

6488

240049

239504

238772

407

325

Land Tirol..............

210381

4780

215161

214403

212851

1218

334

Burgenland .............

167057

1679

168736

168689

168576

61

52

Salzburg................

152437

4134

156571

155333

154642

458

233

Nieder-Oesterreich........

971750

18394

990144

988755

986196

1453

1106

Vorarlberg ..............

92470

2545

95017

93690

91905

1274

511

Steiermark ..............

610002

12015

622017

621336

620095

826

420

Ober-Oesterreich..........

602581

601492

600488

647

307

Gau Wien ..............

1214134

18611

1232745

1226586

1219331

4939

2316

Oesterreich. ^Wehrmacht....

53996

53960

53872

76

12

Einzelergebnisse aus Oesterreich.

, Stadl Wien.

Stimmliste 1214134, Stimmscheine 18 611, Stimmberechtigte insgesamt 1 232 745. Abgegebene Stimmen 1 226 586, ungültige Stimmen 2 316, Ja- Stimmen 1 219 331, Nein-Stimmen 4 939.

Stadt Innsbruck.

Stimmliste 43 084, Stimmscheine 1 570, Stimm­berechtigte insgesamt 44 654. Abgegebene Stimmen 44 061, ungültig 52, Ja-Stimmen 43 728, Nein- Stimmen 281.

Stadt Graz.

Stimmliste 101162, Stimmscheine 4 395, Stimm­berechtigte insgesamt 105 557. Abgegebene Stimmen

105 557, ungültige Stimmen 114, Ja-Stimmen 104 934, Nein-Stimmen 372.

Stabt Klagenfurt.

. Stimmliste 18 249, Stimmscheine 1243, Stimm­berechtigte insgesamt 19 492. Abgegebene Stimmen 19 431, ungültige 62, Ja-Stimmen 19 313, Nein- Stimmen 56.

Stabt Linz.

Stimmliste 76199, Stimmscheine 2 618, Stimm­berechtigte insgesamt 78 817. Abgegebene Stimmen 78 426, ungültig 32, Ja-Stimmen 78 328, Nein- Stimmen 66.

Stadt Salzburg.

Stimmliste 43 046, Stimmscheine 2407, Stimm­berechtigte insgesamt 45 453; abgegebene Stimmen 45 072, ungültig 110, Ja 44 752, Nein 201.

Stadl Wiener-Veusladl.

Stimmliste 23160, Stimmscheine 887, Stimm­berechtigte insgesamt 24 047; abgegebene Stimmen 23 980, ungültig 24, Ja 23 910, Nein 46.

Sladl Lifensladl.

Stimmliste 2 866, Stimmscheine 80, Stimm­berechtigte insgesamt 2 946. Abgegebene Stimmen 2 945, ungültig 2, Ja-Stimmen 2 937, Nein- Stimmen 6.

Stadl Leoben.

Stimmlifte 44 760, Stimmscheine 1175, Stimm­berechtigte insgesamt 45 935. Abgegebene Stimmen 45 747, ungültig 74, Ja-Stimmen 45 592, Nein- Stimmen 81.

Stadt Welk.

Stimmliste 32172, Stimmscheine 220, Stimm­berechtigte insgesamt 32 392; abgegebene Stimmen 32 375, ungültig 38, Ja 32 303, Nein 34.

Stadt Landeck (Tirol).

Stimmliste 13 997, Stimmscheine 358, Stimm­berechtigte insgesamt 14 355; abgegebene Stimmen 14 339, ungültig 7, Ja 14 253, Nein 79.

Stadt Bregenz.

Stimmliste 33 399, Stimmscheine 625, Stimm­berechtigte insgesamt 34 024; abgegebene Stimmen 33 035, ungültig 421, Ja 31 921, Nein 693.

Stadt St. Pölten.

Stimmliste 24 012, Stimmscheine 1001, Stimm­berechtigte insgesamt 25 013; abgegebene Stimmen 24 846, ungültig 72, Ja 24.711, Nein 63.

Stadt Steyr.

Stimmliste 15 864, Stimmscheine 327, Stimm­berechtigte insgesamt 16191; abgegebene Stimmen 16183, ungültig 16, Ja 16 139, Nein 28.

Stadt Braunau.

Stimmliste 3 215, Stimmscheine 126, Stimm­berechtigte insgesamt 3 341. Abgegebene Stimmen 3 336, Ja-Stimmen 3 331, Nein-Stimmen 5.

Stadt Ottakring.

Stimmliste 104 927, Stimmscheine 1279, Stimm­berechtigte insgesamt 106206; abgegebene Stimmen 105 594, ungültig 108, Ja-Stimmen 105 068, Nein- Stimmen 418.

Stadt Wien-Floridsdorf.

Stimmliste 80 065, Stimmscheine 519, Stimm­berechtigte insgesamt 80 584; abgegebene Stimmen 80 387, ungültig 131, Ja 80 021, Nein 235.

Or. Goebbels

dankt allen feinen Mitarbeitern

Berlin, 11. April. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels hat an alle Mitarbeiter bei der Vorbereitung und Durchführung der Volksabstim­mung am 10. April 1938 folgenden Aufruf erlassen:

Angesichts des überwältigenden Treuebekennt­nisses, das das deutsche Volk in seiner Gesamtheit am 10. April zum Führer, zu seinem Werk und ins­besondere zur Wiedervereinigung Deutsch-Oester- reichs mit dem Reich abgelegt hat, ist es mir ein Herzensbedürfnis, allen denen, die an der Vor­bereitung und Durchführung dieser grandiosen na­tionalen Abstimmung mitgewirkt haben, meinen aufrichtigen Dank und meine beson­dere Anerkennung zum Ausdruck zu bringen.

Ich denke dabei vor allem an die.ungezähl« ten Organisatoren und Propagandl- ft e n dieser Volksabstimmung, an die zahllosen Redner, die drei Wochen lang landauf, landab den Willen des Führers der Nation ver­kündeten. Ich denke dabei an die politischen Sol­daten der Partei und ihrer Kampfgliederungen, an alle im Wahlkampf tätig gewesenen Frauen, an die Männer der Presse, des Rundfunks und des Films, die sich in selbstlosester und uneigennützig­ster Weise für die große Aufgabe dieses einzigarti­gen Wahlganges eingesetzt haben.

Uns allen bereitet es eine tiefe Genugtuung, auch bei diesem Volksvotum, dem wir mit allen unseren Kräften gedient haben, die treuen und ent- schloss.enen Gefolgsleute des Führers gewesen zu sein. Wenn nun das deutsche Volk in seiner Gesamtheit und darüber hinaus die ganze Welt die imponierenden Ergebnisse dieses Wahl­ganges mit Freude und Begeisterung oder doch wenigstens mit Achtung, Respekt und Bewunderung zur Kenntnis genommen hat, dann wollen w i r alle tief beglückt fein in dem Bewußtsein, unsere Pflicht getan und im Dienste der Na­tion eine große historische Aufgabe erfüllt zu haben.

Es lebe der Führer, unser Volk und unser Reich! Berlin, am Abend des 10. April 1938.

Der Leiter der Volksabstimmung: Dr. Goebbels."

*

In der Nacht nach dem überwältigenden Bekennt­nis der gesamten deutschen Nation zum Führer rief Reichsminister D r. Goebbels seine Mitarbeiter aus dem Reichsmmisterium für Volksaufklärung und Propaganda und aus der Reichspropagandalei­tung zusammen, um ihnen seinen herzlichen Dank für ihre aufopferungsvolle Arbeit in den letzten Wo­chen auszusprechen. Der Führer hat dem Stabsleiter der Reichspropagandaleitung, Haupt­amtsleiter Hugo Fischer, und Ministerialrat (Butterer, sowie dem Kommandanten des ReichsautozugesDeutschland", SA.-Brigadeführer Schäfer, als Ausdruck seines Dankes s e i n B i l d mit Widmung überreichen lassen.