Ausgabe 
11.3.1938
 
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RM 2000

RM 7000.-

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enthalten, und alle diejenigen, die mitNein" zu stimmen beabsichtigen, einen eigenen Wahlzettel in der vorgeschriebenen Größe und selbst beschriftet mit­zubringen haben. Daß das bei den Bergbauern der österreichischen Alpenländern ein ganz unmög­liches Verlangen ist, liegt aus der Hand.

Seltsam wie das Verfahren ist auch die Art, wie der Beschluß zur Volksbefragung zustandegekommen ist. Anscheinend haben weder die nationalsozialisti­schen Minister, noch die Reichsregierung, die nach dem Berchtesgadener Abkommen wohl einen An­spruch darauf gehabt hätte, von dem Entschluß des Bundeskanzlers vorher irgendwelche Kenntnis er­halten. Daß unter diesen Umständen die geplante Volksbefragung zu einer Farce wird, die niemand in der Welt ernst nehmen kann, die aber, wie die vorliegenden Meldungen aus Oesterreich zeigen, keineswegs zur Beruhigung des Landes dienen wird, ist offenkundig.

Großes BURNUS-PREISAUSSCHREIBEN! ,E s g e t W e i t e r !

Berlin, 10. Wärz. (DRB.) Der Heldengedenk­tag wird vom ganzen deutschen Volke in Erinne­rung an die Toten des Weltkrieges würdig be­gangen. 3m Mittelpunkt des Tages sieht wieder, wie in den Vorjahren, der Staatsakt in der Slaatsoper, an dem in Anwesenheit des Füh­rers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht alle führenden Persönlichkeiten des Dritten Reiches teitnehmen. Der Staatsakt, der um 12 Uhr beginnt, nimmt folgenden Verlauf:

Trauermarsch aus der Götterdämmerung von Richard Wagner, gespielt von der Staats­kapelle unter Leitung von Professor Heger.

Gedenkrede des Generalfeldmar- fchalls Göring.

3ch hatt' einen Kameraden", gespielt von der Staatskapelle Berlin.

Deutschland- und Horsi-Wessel-Lied.

An dem Staatsakt nimmt eine Ehrenkom­panie der Wehrmacht mit 36 Fahnen der alten Armee, drei Fahnen der alten Marine und drei neuen Fahnen der drei Wehrmachtsleile teil.

Rach dem Staatsakt schreitet der Führer vor

Das Programm des Heldengedenktages

Staatsakt in derBerlinerStaatsopermitGedenkrededes Generalfeldmarschalls Göring. Vorbeimarsch vor dem Führer am Ehrenmal Unter den Linden.

Menden Schluß men gegenüber, zwei Trompeten i Klanggepräge Zatztunst, erfüllt

nn Hering.

Auch vor Madrid nationale spanische Erfolge.

alamanca, 11. März. (DNB. Funkspruch.)

«ufammenstößen ist es zwar noch nicht gekommen, per di e (Erbitterung wächst zusehends.

Die Beteiligung steht jedem offen, der in Deutschland mit Burnus wäscht I

Aach Chautemps' AUW verhandelt Vlum über die Kabinettsbildung

und wirksamer machen. Burnus ist garantiert unschädlich, es greift das Gewebe niemals an. Cs erübrigt beimWaschen scharfes Reiben und Bür­sten, macht langes und starkes Kochen überflüssig und spart deshalb Arbeitskraft, Waschmittel und Feuerung. Was wäre also einfacher, als im Rahmen unserer Preisausschreiben die Frage:Wie stellt man Burnus am besten in den Dienst der Wäscheerhaltung und des Haus­halts?" durch praktische Anwendungs-Beispiele zu beantworten!

Versäumen Sie diese Möglichkeit nicht, durch etwas Nachdenken der Erfüllung unzähliger Wünsche nahe­zukommen. Denn wen gäbe es, der eine lebensläng­liche Rente oder hohe Geldpreise nicht gebrauchen könnte mag es ein junges Mädchen sein oder eine kinderreiche Mutter, eine

berufstätige Frau oder gar .

... ein besonders geschieh- k

ter und wäscheerfahrener M M

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SoHboi ent- verhindert ö. fest nnb ten Zähne! ta enthält zin-Oleat Zahnstein.

dem Zeughaus die Front der Ehrenkom­panien des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe ab. Danach legt der Führer im Ehren­mal einen Kranz nieder. Der Führer nimmt sodann mit seiner militärischen Begleitung von der Paradekanzel vor dem Ehrenmal den Vorbei­marsch der vier Ehrenkompanien ab. Zu beiden Seiten des Ehrenmals flehen 50 Offiziere der Kriegsakademie mit gezogenem Säbel Spalier. Zwischen dem Denkmal Friedrich des Großen und der Schloßbrücke find während des Staatsaktes und des Vorbeimarsches Ehrenformationen der RSDAP., ihrer Gliederungen und ange­schlossenen Verbände, sowie der Soldatenbünde und des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge angetrelen.

OerRundfunküberträgtdenGtaalsakt.

Berlin, 10. März. (DNB.) Der Staatsakt in der Staatsoper Berlin aus Anlaß des Heldengedenktages am Sonntag, 13. März, von 12 bis etwa 13.30 Uhr, wird von allen deutschen Sendern über­tragen.

Außerdem winken RM 50 - monatlich auf Lebenszeit, RM 25 - monatlich auf Lebenszeit, 4 x RM 1000.- und 3 x RM 500.- als 2. bis 10. Preis für die besten Gesamtleistungen sowie Barpreise von insgesamt RM 14.000 für das 2. und 3. Teil-Preisausschreiben.

Abschiedsempfang

Ribbentrops in London.

London, 11. März. (DNB.) Der Reichsminister des Aeußeren und Frau v. Ribbentrop gaben am Donnerstag in der deutschen Botschaft in London einen Abschiedsempfang, zu dem das Diplomatische Korps und zahlreiche füh­rende Persönlichkeiten Englands er­schienen waren. U. a. waren anwesend die Frau des Premierministers Chamberlain, Außenmini­ster Lord Halifax und Lady Halifax, der Erste Lord der Admiralität Duff Cooper und Lady Diana Cooper, Verkehrsminister Bürgin und Chef des Reichsgeneralstabes Lord Gort, Innen­minister Sir Samuel Hoare, Verteidigungs­minister Inskip , Landwirtschaftsminister W. S. Morrison, Unterstaatssekretär Lord Ply°

1. Preis .......

2. Preis .......

3. Preis . *.....

4. bis 13. Preis je RM 100

14. bis 63. Preis }e RM 50.

5 Graz gernel* ein Da« lasiwaßen. i Plakaten len, über den Die Autoinsassen ß und schrien: i u!" Dazwischen Schuschnigg und riefen den Koni« iP Zu ernsten

Der nationalspanische Heeresbericht meldet den tiefen Einbruch der nationalen Streitkräfte in die Stellun­gen der Bolschewisten in Aragon. Auf dem linken Flügel stießen die Nationalen nach Erstürmung

Fangen Sie noch heute an, sich mit dieser zweiten Aufgabe zu be­schäftigen gleichgültig, ob Sie sich am ersten Preisausschreiben beteiligt haben" oder nicht. Die Zuerkennung der Lebensrenten und sonstigen Hauptpreise für die besten Gesamtleistungen ist nicht davon abhängig, ob Sie bei allen 3 Preisausschreiben mitgemacht haben:

Die Hauptpreise erhalten diejenigen Teilnehmer, die nach Abschluß aller drei Teil-Preisausschreiben mit den meisten Burnus-Waschrezepten in das von der Burnus A. G. ge­planteKleine Wäsche-ABC' aufgenommen werden gleichgültig, för welches Teil-Preisausschreiben die Rezepte eingesandt wurden.

Tehen Sie noch heute zu Ihrem Einzelhändler, bei dem Sie Burnus kaufen. Dort liegen die Teilnahmezettel kostenlos für Sie bereit, die auch alle Einzelheiten des Preisausschreibens enthalten. Oder aber: Schreiben Sie noch heute an die Burnus A.G., Darmstadt, die Ihnen die Teilnahmezettel kostenlos zusendet. Rur Einsendungen, denen der Teilnahmezettel, in dem Sie versichern, daß Sie die eingesandten Rezepte selbst mit Burnus ausprobiert haben, ausgefüllt und unter­schrieben beigefügt ist, sind teilnahmeberechtigt I

Burnus macht Ihnen die Aufgabe ja so leicht! Burnus verdaut, d. h. löst biologisch den Schmutz schon beim Einweichen aus den Wäsche­stücken heraus. Es entfaltet also seine Wirksamkeit vor dem Kochen der Wäsche. Aber auch das Ke w isser kann man mit Burnus weich

rnling.

SUetl,Q,le|i ^en einge,

mouth, Unterrichtsminister Lord Stanhope, Unterstaatssekretär Butler, die Frau des Luft­fahrtministers Lady Swinton, die Kommissare für Australien, Irland, Neuseeland, Kanada und Südafrika, Sir Frederic Leith-Roß, Lord Mau­rice Hankey, der Bischof von London, Lord Londonderry, Lord Allen of Hurt- wood, General Hamilton, Sir Roderick Ioh - ne 5, Lady Astor, mehrere hohe Beamte des englischen Außenamtes und führende englische Jour­nalisten.

Die L2S-Fahrfeier des Eisernen Kreuzes

Breslau, 11. März. (DNB.) Im Bres­lauer Schloß versammelten sich Vertreter der Wehrmacht, der Partei und des Staates sowie des gesamten öffentlichen Lebens zum Auftakt der Feier aus Anlaß der 125. Wiederkehr der Tage des na­tionalen Aufbruches gegen das Joch der napoleo­nischen Fremdherrschaft. In dem historischen Zim­mer, in dem auf den Tag genau, vor 125 Jahren, bie Stiftung des Eisernen Kreuzes vollzogen wurde, begrüßten General der Infanterie v. Rundstedt und General der Infanterie Busch die Erschienenen.

Anschließend gab General v. Rundstedt eine Schilderung der politischen Lage vor Ausbruch des Befreiungskrieges und der Stiftung des Eisernen Kreuzes. Das Eiserne Kreuz, so schloß er, ist zum deutschen Zeichen schlechthin geworden. Die Flugzeuge der jungen, neuerstehenden Luft­waffe, die Tanks, die U-Boote tragen es. Es kam jener 30. Januar 1933, der dem Volk die Erlösung brachte und dem Soldaten seine seelische Heimat wiedergab. Ihm folgte ein Marztag, der Tag von Potsdam. Zwei Männer reichten sich am Sarge Friedrichs des Großen die Hände zu einem Bunde, der ein Volt rettete. Sie trugen beide das Eiserne Kreuz Erster Klasse. Der Alte von beiden, Feldmarschall von Hinden­burg, trug noch das Kreuz von 1870 und jene nur an Blücher und ihm verliehene besondere Form, das schlichte Eisenkreuz auf goldenem Stern. Stolz steht nun nach dem Willen unseres Führers ne» ben dem Hakenkreuz, dem Symbol einer neuen glückhaften Zukunft, in der Reichskriegsflagge des Dritten Reiches das Eiserne Kreuz als ein Wahrzeichen wehrhaften, soldatischen Sinnes des deutschen Menschen. Es dürfte wieder Zeuge neuen Glaubens im Deutschland Adolf Hitlers sein.

Nach der Gedenkfeier begaben sich die Gäste auf die Schloßrampe, um dem von den Abordnungen sämtlicher Breslauer Truppenteile gespielten Gro­ßen Zapfenstreich beizuwohnen. Die Bres­lauer Bevölkerung umsäumte in dichten Mauern den Schloßplatz, auf dem sonst nur noch Inhaber des Eisernen Kreuzes Zutritt hatten.

Ein Gistmordanschlag auf Stalin im September -1937.

London, 11. März. (DNB. Funkspruch.) Die Daily Mail" bringt aus Wien einen Bericht, in dem geschildert wird, daß Professor Dr. Eppin - g e r im vorigen Jahre im September nach Mos­kau gerufen worden sei, um Stalin zu behan­deln. Der Arzt habe dabei festgestellt, daß Stalin das Opfer eines Vergiftungsanschla­ges gewesen sei. Man habe versucht, ihn mit­tels vergifteten Zigarettenpapiers langsam zu töten. Schon damals wurde Prof. Dr. Eppinger berichtet, daß russische Chemiker mit Er­folg ein chemisches Mittel erfunden hätten, mit dem man den Willenswiderstand desP a - tienten" völlig brechen könne. Dies fei die sog.G e st ä n d n i s d r o g e". Es handele sich um Einspritzungen aus einem Gemisch von Mascalin und Heroin. In ärztlichen Kreisen Wiens halte man diese Droge für das große Geheimnis der erstaun­lichen Geständnisse, die man den Moskauer Angeklagten ausgepreßt habe.

Die nationale Offensive an der Aragon-Front.

®Q8 erste Teil-Preisausschreiben der Burnus A. E. ist abgeschlossen. Die Preisrichter sind bereits an bet Arbeit, um die glücklichen Gewinner her Barpreise in Höhe von RM 7000. fest-ustellen, um die es ging. 8n wenigen Tagen aber beginnt bereits das

2. Teil-Preisausschreiben vom 16.3.-16. 4.1938.

Neuartige und wertvolle Erfahrungen (Waschvor- chrlften und sonstige Anregungen) beim Waschen von neuartigen Wäschestoffen (Leineri, Zellwolle, Kunst- leide und Buntwäsche) unter Verwendung von Burnus

Hierbei geht es wieder um folgende Preise:

Paris, 10. März. (DNB.) Die französische Re­gierung Chautemps ist zurückgetreten. In seiner Abschiedsrede vor der Kammer hatte Mini­sterpräsident Chautemps dar gelegt, die Regierung sei nicht von den Ereignissen fortgefegt worden, noch zu dem Rücktritt durch besondere Schwierig­keiten des Schatzamtes gezwungen worden. Die Re­gierung wäre durchaus in der Lage, ihre Aufgabe zu erfüllen, vorausgesetzt, daß sie bie Voll­machten erhielte. Die beabsichtigten Ermächti­gungsforderungen hätten in keiner Weise das repu­blikanische Gewissen der Mehrheitsparteien belastet, sie sollten weder die Diktatur anstreben noch die sozialen Reformen beschneiden. Chautemps gab zu verstehen, daß er nicht in der Regierung bleiben könne, weil eine Meinungsverschiedenheit zwischen der Regierung und einem Teil der Mehrheits- Parteien entstanden sei. Er schloß mit einem Appell zur Einigkeit, die ebenso wie der soziale Frieden für das Ansehen Frankreichs im Auslande be­deutungsvoll fei. Er deutete an, daß er gern einer Regierung auf breiterer Grundlage Platz mache.

Der Staatspräsident hat L6on Blum den Auftrag zur Regierungsbildung erteilt. Blum erklärte:3d) bin entschlossen, die mir anver­traute Aufgabe bis zum Ende durchzuführen. Ich werde mich bemühen, die Regierung zu bilden, wie die Umstände es erfordern, d. h. eine dauerhafte, feste, mächtige und fähige Re­gierung, um alle Kräfte der Demokratie zu sammeln und mitzureißen."

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Außerdem 250 Preise von je einem Jahres-Familienbedarf Burnus (12 Doppeldosen) und 750 Preise von je einem halben Jahres-Familienbedarf Burnus (6 Doppeldosen).

Nach einem Bericht des Volkspolitischen Refe- tifes aus Judenburg, der bekannten Staht- i-duftriestadt der Steiermark, ist es dort zu Zwi­sch e n f ä 11 e n gekommen. Die Insassen eines der sozialen Gemeinschaft" gehörenden Kraftwagens ias Graz warfen auf Nationalsozia­listen Steine. Als die Wenge daraufhin Wiens xachte, den Wagen zu stürmen, suchte dieser das Aeile, wurde aber von der Gendarmerie eingeholt, lie Insassen wurden verhaftet. Wan fand bei ihnen Pistolen, Totschläger und andere W af- je tu Auch in Graz haben sich im Laufe des Abends Zusammenstöße ereignet.

Das Schweizer Echo.

Ein nicht gerade vertrauenerweckender Eindruck."

Basel, 10. März. (DNB.) Die bevorstehende Volksabstimmung in Oesterreich wird von der (chweizer Presse lebhaft erörtert. DieBasler Näch­sten" bezweifeln, ob die merkwürdige Frage­stellung Schuschniggs wirtlich weitestgehende Zu- fimmung finden könne. Die Fragestellung b e - xrenze den Kreis derjenigen Oesterreicher, die khne innerlichen Vorbehalt mit ,Ha" stimmen kön- ren, sehreng. Mit.«Äer Volksabstimmung nach schweizerischen Begriffen werde ein sol- yes Plebiszit nicht verglichen werden können.

DieNeue Basler Zeitung" glossiert die Erklä- nmg Schuschniggs:Am Sonntag machen wir Volksabstimmung", als ob es sich dabei um eine mfache Sache handele, wie einen Familienausflug ns Grüne. Innerhalb von vier Tagen hlle eine Volksbefragung aus den Aermeln geschüt­zt werden in einem Lande, dessen Bürger schon je it vielen Jahren nicht mehr abstim - nen und wählen durften. Es gebe weder Stimm- ikgister noch Stimmrechtsausweise. Das Blatt meint, (> mache nicht gerade einen vertrauen- <rw e ckenden Eindruck, daß es Schuschnigg so eilig habe, die Abstimmung unter Dach zu bringen.

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Wien.

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Leon Blum hat die Radikalsozialen fragen lassen, ob sie an einer Volksfrontregie­rung teilnehmen wollen, zugleich aber auch die Kommunisten zur Beteiligung aufgefordert. Die Radikalsozialen haben darauf zwei Bedingun­gen gestellt, die auf eine Ablehnung kommu­nistischer Wünsche hinauslaufen: Sie wollen vor allem nicht, daß Frankreich die Nichteinmischungs­politik in Spanien aufgebe und daß Die Währungs­kontrolle eingeführt würde. Nun besteht die Mög­lichkeit, daß die Kommunisten vielleicht auch dies­mal von einem Eintritt in ein sozialdemokratisch geführtes Volksfrontkabinett absehen und ihm nur bei Abstimmungen ihre Unterstützung zuteil werden lassen, wie schon beim ersten Volksfront­kabinett Löon Blums. Damit hätten die Radikal- sozialen keinen Grund mehr, ihre Regierungsmit­arbeit zu verweigern. Voraussetzung bleibt aller­dings, daß L6on Blum ihre Rückfrage befriedigend beantwortet. In einer Mitteilung der kommu­nistischen Partei heißt es, Blum habe die kommunistischen Vertreter von feinen ersten Schrit­ten zur Regierungsbildung unterrichtet. Der kom­munistische Abgeordnete Thorez habe daran er­innert, daß die Krise nur durch Bildung einer dem Bilde der Volksfront ge­treuen Regierung zu lösen sei, die das Volksfrontprogramm durchführen müsse. Blum werde heute vormittag eine neue Unterredung mit den Vertretern der Kommunisten haben. Der Ab­geordnete und frühere Finanzminister Paul Rey - naud hatte mit Löon Blum eine Besprechung, in der, wie Reynauü mitteilte, besonders die wirt­schaftliche und finanzie lle Lage be­sprochen wurde.

Volksbefragung."

Bundeskanzler Dr. Schuschni gg hat am Mitt- voch, dem 9. März, in Innsbruck eine Volksbe- tagung über seine Regierungsparole angekün - iigt, am Donnerstag, dem 10. März, veröffent- lchte die österreichische Presse die Durchfüh­rungsbestimmungen und bereits am Sonn- 1:0, dem 13. März, wird die Abstimmung vor ich gehen. Es ist also nur eine Frist von drei tagen vorgesehen, um eine ordnungsgemäße Durch­führung der Volksbefragung vorzubereiten und zu fchern. Wenn auch nur Die allernotwendigsten Vor- tereitungsarbeiten, die in jedem anderen Lande immerhin mehrere Wochen in Anspruch nehmen rürden, nun in Oesterreich auf knappe drei Tage Psammengedrängt werden, so ist nicht zu ersehen, rie eine ordnungsgemäße Abstimmung zustande- bmmen soll, die der tatsächlichen Volksmeinung entspricht.

DerS t a r", ein Blatt der englischen Liberalen, f.gt, Schuschnigg liefere zwar mit diesemVolks­entscheid" einen glänzenden Beweis seines Glau- tens an die demokratischen Ideen, aber man würde glücklicher darüber sein, wenn die Wahlmaschinerie uehr mit dem demokratischen Verfahren überein- fimmte. Und tatsächlich sollen auch keine all* $-e meinen Wahllisten aus gelegt werden. Die Wahl soll auch ni cht geheim durchgeführt wer- drn, wobei zu beachten ist, daß die offene Stimm- cbgabe einen großen Teil der österreichischen Staatsbürger unter schweren moralischen und poli- rjchen Druck setzt, da ja die Vorgänge der letzten tahre in Oesterreich deutlich erwiesen haben, daß lausende um der offenen Bekundung ihrer politi- chen Gesinnung willen ihre wirtschaftliche Existenz ertoren haben.

Daß die Wahlausschüsse nur mit Amts- Maliern der Vaterländischen Front besetzt werden >llen und Olle anderen Personen den Wahllokalen '^rnbleiben müssen, verhindert jede objektive Kon- rolle über den ordnungsmäßigen Hergang der Ab- fimmung. Da, wie schon gesagt, eine Wahlliste licht vorhanden ist, kann natürlich jeder s o oft IHne Stimme in den verschiedensten Wahllokalen cbgeben, mie er Ausweise besitzt. Seltsam nt auch, daß die Wahlzettel lediglich das WortJa"

ialistischen tweise oer< I in bie innere e Wachbeamten Enüppe I vor, innerpolitischen n würbe, ßin ft daß der der Tarnung i-Straße zu de- wechseln dabei