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Aus bet Stad« Sieben

Bücher vom Großen Kriege.

Umschau im Paradies

Mutti, dürfen mir?" fragt Irene aufgeregt, wahrend sie in dar Mittagsstunde beim Aufwaschen hilft. Die Mutti stellt die abgefpülten Teller vor- sichtig auf den Tisch und zögert mit ihrer Antwort, obwohl sie ganz genau weiß, um was es geht. Mutti, sag doch ja", bettelt Irene, ohne die wich- tige Tätigkeit des Abtrocknens zu unterbrechen, lieber das Gesicht der Mutti geht ein stilles Lächeln: ,Zch will es erlauben, aber achte gut auf die Kleinen, und bleibt nicht so lange, hörst du. Irene gerät in Helle Begeisterung und läuft mit dem Tellerluch in die Wohnstube.Fri^el und Horst, wir dürfen. Mutti hat es gesagt." Worauf dort eine laute Freickenkundgebung antwortet, die die Mutti veranlaßt, besänftigende Worte zu sprechen. Aber ein stilles Glücksgesuhl überkommt sie doch bei dem Jubel chrer Kinder, ein Glücksgefühl, das sie an jene köstliche Zeit erinnert, wo sie selbst noch als kleines Mädel dem Wechnachtsfest entgegenfieoerte.

Am Nachmittag nimmt Irene die Kleineren an die Hand. Sie ist elf Jahre, aber Friedel nur sieben und Horst ganz und gar erst fünf. Deshalb die wahlberechtigte mütterliche Weisung, gut achtzu­geben. Aber Mutti kann sich auf Irene verlassen. do.ran ist kein Zweifel. So ziehen die Drei mit er­wartungsfrohen Gesichtern zur Stadt, als ginge es zum Paradies. Und in Wirklichkeit ist es ja auch ein Paradies, das sich in den Geschäftsstraßen vor ihnen auftut. Laßt es sich nicht begreifen, daß die kindlichen Gemüter vor Freude jauchzen muffen, wenn sie die Erlaubnis erhalten, sich für eine Weile in diesem Paradies umzuschauen? Denn auch für uns Erwachsene geht ja von diesen schimmernden Schaufenstern ein geheimnisvoller Zauber aus. der mit magischer Kraft dorthin lockt, wo sich eine viel­fältige Pracht in strahlendem Lichte zeigt.

Der fünfjährige Horst bleibt vor Dem ersten Schaufenster stehen, und mustert mit glänzendem Gesicht die glitzernden Kugeln, die an einem Ton- nenzweig befestigt sind. Nur ungern läßt er sich von Irene weiterziehen, die einem Schaufenster zustrebt, wo eine regelrechte Pujipenparade lockt. Und hier gibt es ein heftiges Drängeln, denn das Schaufenster wird regelrecht belagert. Was es dort aber auch alles zu sehen gibt. Puppen in jeder Größe und Ausstattung, dazu Bären und Affen, es ist märchenhaft. Friedel ist ganz entzückt von einer kleinen Trachtenpuppe, wahrend Irene sich in eine Wickelpuppe verliebt. So stehen sie und schauen unermüdlich. Aber dann müssen sie sich plötzlich beeilen, denn sie wollen ja auch noch einen Spielzeugladen sehen. Und dort überwältigt sie die ganze Seligkeit des Schauens und Betrachtens. Es tft unfaßbar, was diese wechnachtliche Schau alles zeigt. Die Türen zum Märchenland sind weit ge­öffnet und laffen einen Blick tun in eine bunte Welt her prächtigsten Dings ...

Als Vati gegen Abend nach Haufe kommt, sind seine Kinder auch wieder da. Ihre leuchtenden Augen erzählen noch bester als ihre plappernden Mäuler von dem köstlichen Erleben vor den Schau­fenstern. Und der Vati tauscht einen Blick glücklicher Freude mit der Mutti, denn beide misten, daß ihre Kinder die Seligkeit der weihnachtlichen Märchen- "-mmung auskosten. W.

ÜornofUen

Tageskalender für Samstag.

Ortsgruppe Gießen-Nord: 20.30 Uhr in der Turn- halle am Oswaldsgarten öffentliche Kundgebung. Ortsgruppe Gießen-Ost: 20.20 Uhr in der Neuen Aula der Universität öffentliche Kundgebung. Stadttbeater: 15.30 bis 18 UhrFrag Holle ; 20 bis 22-30 UhrDas Land des Lächelns". Gloria- Palast, Seltersweg: 16 Uhr Märchenvorstellung Schneeweißchen und Rosenrot":Das tapfere Schneiderlein";Die gestohlenen Hühner";Max und Moritz"; 20.30 Uhr Gastspiel der Wiener Spielzeug­schachtelAlles fürs Herz". Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße:Maja zwischen zwei Ehen". Ober- hessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr: Weihnachts­ausstellung im Turmhaus am Brand. Ab 12 Uhr Weihnachtsmarkt auf Oswaldsgarten.

Tageskalender für Sonntag.

Ortsgruppe Gießen-Mitte: 14.30 Uhr öffentliche Kundgebung in der Neuen Aula der Universität. Ortsgruppe Gießen-Süd: 1530 Uhr öffentliche Kund­gebung im Studentenheim. Stadttheater: 19 bis 21.45 Uhr: .Mgoletto". Gloria-Palast, Selters- weg: 15.30 und 20.30 Uhr Gastspiel der Wiener Spielzeugschachtel ,Lilles fürs Herz". Lichtspiel­haus. Bahnhofstraße:Maja zwischen zwei Chen". Oberhessischer Kunstoerein: 11 bis 13 Uhr Weih- nachtsausstellung im Turmhaus am Brand. Weih- nachtsmarkt auf Oswaldsgarten von 13 bis 18 Uhr, Schau- und Fahrgeschäfte täglich bis 22 Uhr.

Stadlthealer Gießen.

Heute Nachmittag findet eine Wiederholung des MärchensFrau Hylle" von Walter Osterfpey statt. Spielleitung: Hermann Schultze-Griesheim, musika- liche Leitung: Heinz Markwardt. Die Intendanz macht darauf aufmerksam, daß diese Vorstellung um 1530 Uhr beginnt. Ende 18 Uhr. Am Abend ein­malige Aufführung zu ganz kleinen Preisen des letztjahrigen großen OperettenerfolgesDas Land des Lächelns , romantische Operette von Franz Lehar. Die Partte der Lisa singt erstmalig Eva Eckert. Ernst August Waltz singt den Prinzen Sou- Ehong. Kurt Haars spielt tne Rolle des Ober« eunuchen. Musikalische Leitung Joachim Popelka ,Spielleitung: Gert Buchheim. Tänze: Thea Maaß. Bühnenbilder: Karl Löffler. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 2230 Uhr.

Sonntag. 11. Dezember, Aufführung des großen Erfolges .LUgoletto", Oper in drei Akten von Verdi. Musikalische Leitung Heinz Markwardt. Für die Rolle der Gilda wurde Lotte Grimm vom Kölner Opernhaus als Gast verpflichtet. Bühnenbilder Karl Löffler. Die Vorstellung findet außer Mete statt Anfang 19 Uhr, Ende 21.45 Uhr.

Dienstag, 13. Dezember, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr: ErstaufführungDer Hochverräter", tragi­sches Schauspiel von Curt Langenbeck. Spielleitung Hannes Razum. Dienstag-Miete. 11. Vorstellung.

Mittwoch. 14. Dezember, Anfang 15 Uhr, Ende 17.30 Uhr:Frau Holle", Märchen von Walter Osterfpey. Stelleitung: Hermann Schultze-Gries- cheim, musikalische Leitung: Heinz Markwardt. Anfang 1930 Uhr, Ende 21.30 Uhr:Spanische Nacht", Heitere Oper in zwei Akten von Eugen Bodart. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spiel­leitung: Hans Geißler. Mittwoch-Miete, 12. Vor­stellung.

Freitag. 16. Dezember, Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr, zum letzten Mal .LUgoletto", Oper von Verdi. Musikalische Leitung: Joachim Popelka. Frei­tag-Miete, 12. Vorstellung.

Samstag, 17. Dezember, Antang 15 Uhr, Ende 17.30 Uhr:Frau Holle". Märchen von Walter

Neue interessante Beiträge zur

Der deutsche Büchermarkt hat in der jüngsten Zeit eine schöne Bereicherung erhalten. Front­soldaten haben über die Kämpfe unserer Feldgrauen an allen Fronten weitere wertvolle Bücher geschne- ben. Dadurch ist dem deutschen Volke Gelegenhett gegeben worden, im Anschluß an die bisherige Literatur über den Weltkrieg neue Blickpunkte zu gewinnen und in mancherlei Hinsicht bisher noch unbekannte Vorgänge kennenzulernen. Diese Neu­erscheinungen sind nicht nur für den ehemaligen Frontsoldaten interessant, sie verdienen auch die volle Aufmerksamkeit der jungen Generatton, ins­besondere unserer aktiven Soldaten und der in den Kampfformationen der Bewegung zusammen­geschlossenen deutschen Jugend.

Vier Jahre am Feind. Unter diesem Titel berichtet der bekannte Schriftsteller Colin Roß über seine Erlebnisse im Feld. Dieses Buch ist bei F. A. Brockhaus in Leipzig erschienen (geheftet 2,90 RM, gebunden 3,60 RM.).(466) Wer die früheren Bücher von Colin Roß kennt, seinen Reiseerzählungen aus allen Tellen der Welt mit großer Spannung gefolgt ist, der weiß von vornherein, daß er in diesem Buch ein Stück Kriegsgeschichte eigenster Art kennenlernen kann. Und in der Tat: der erfahrene Schriftsteller, der glänzende Erzähler, der anschailliche Künder von Menschen und Landschaften hat seine eigenen Kriegserlebniffe mll einer besonderen Note für die Nachwelt festgehalten. Er macht den Leser mit den kriegerischen Ereignissen in Frankreich und in Ruß­land, in Serbien und in Galizien, auf der Insel Oesel, gegen Kerensky und gegen die Bolschewiken, bis hinaus in die Ukraine bekannt, sowett er selbst daran beteiligt war. Und da er in vielen großen Kämpfen an diesen Fronten mitgefochten hat, erhält der Leser einen weitreichenden Einblick in welt­geschichtliche Vorgänge Dabei hält der Verfasser seine Niederschrift unter großen Gesichtspunkten, so daß sein persönlicher Antell stark hinter die Schil­derung des allgemeinen Kampfverlaufs zurücktritt Er gibt den deutschen Bücherfreunden in meister­hafter Sprache ein Buch in die Hand, das mit au den besten Stücken der Kriegsliteratur gehört. Als ein erhebendes Zeugnis von der Große des deutschen Volkes in Waffen verdient es die beste Empfehlung.

Regiment greift an! Hier ruft uns ein bisher noch unbekannter Schriftsteller, der damals 19 Jahre alte Kriegsfreiwillige, spätere Leutnant und Kompanieführer Fritz Engelbrecht, der von 1914 bis 1918 in vorderster Front stand, mit seinen Kriegserinnerungen ins Gedächtniswie sie kämvften und starben". Sein Buch legt der Verlag Wilhelm Köhler in Minden (Wests.) Dem deutschen Leser auf den Tisch (geb. 430 RM). (526) Wer als einstiger Frontkämpfer dieses Buck liest, wird sein unb seiner Frontkameraden Erleben tn vielerlei Hinsicht wiedererkennen. Er wird be­stätigen, was der Verlag von diesem Buche sagt: $ier spricht die Front, so wie sie wirklich war!" In diesem Bucke erlebt man das Schicksal eines von glühender Begeisterung erfüllten jungen deut­schen Mannes, der fast noch als Kind mit hoch- fliegenden Vorstellungen ins Feld zieht, dort aber sehr schnell in den schweren Winterkämpfen in Ost- Preußen uni) in Polen die furchtbare Entbehrung und Not des Frontkämpfers kennenlernt, der dann mit ganz anderen Eindrücken jahrelang an der Westfront kämpft und sich dort immer wieder, in­mitten alles Grauens der Front, den Gedanken an die zwingende Notwendigkeit dieses Ringens um den Bestand von Volk und Vaterland als einiges Mittel seiner seelischen Aufrichtung und seines Wil- ens zum Durchhalten bewahrt. An diesem Einzel- chicksal erlebt Der Leser die erhabene Größe der Frontkämpfer, das Heldenepos vom Kämpfen und Sterben der vielen Tausende von deutschen Män­nern. Bis ins Innerste gepackt und erschüttert wird eher Leser mit diesen Männern der Front mit» leben, und er wird als heiliges Vermächtnis unserer Gefallenen die große Aufgabe der Nachfahren er­kennen: zu hüten und heilig zu halten all das Hohe und Edle, für das jene Männer ihr Leben dahin­gaben. In diesem Sinne soll dieses packend geschrie­bene Kriegsbuch zugleich eine Mahnung unb Ver­pflichtung unserer Jugend sein, in deren Hände man dieses Buch dringend wünschen möchte. *

. . . starben in Flandern. Einen der gewaltigsten Brennpunkte der Westfront, das Schick­salsland in Flandern, stellt Bruno S ch w i e tz k e mit diesem Buche tn den Gesichtskreis aller, die der Geschichte über den großen Krieg ihr besonderes Augenmerk zutell werden lasten. Der Verlag E. Bertelsmann in Gütersloh hat dieses Buch her- ausgebracht (geb. 235 RM.). (484) Vier

Kriegsgeschichte 1914/18.

Jahre schlimmster Kampffront in Feuer und Nebel, in Wasser und Sumpf, in unendlicher Not und in stillem Verzicht auf alles, was das Dasein lebens­wert macht, läßt Schwietzke hier tn erschütternden Bildern vor unserem geifhgen Auge wieder lebendig werden. Der Leser nimmt mit heißem Herzen Antetl an dem furchtbaren Ringen auf Flanderns Fluren, von Ypern bis zum Meer, vom ersten Sturm gegen Antwerpen bis zu der deutschen Tragödie am Kemmel im Jahre 1918, und an dem Ringen der Marine vor Flanders Küste. Wir haben schon manche Bücher über die Kampfs an diesem Frontteil ge­lesen, aber wir müssen sagen, daß noch keines von ihnen ims so tief berührt hat wie dieses Buch. Ohne jedes Pathos, einfach in der Sprache des selbstverständlichen Frontdienstes, bericktet der Autor über diese Kämpfe, und gerade dadurch gibt er seinem Buche die starke Note, die es in die Reihe der wertvollen Frontbücher ein fügt Man kann nur den Wunsch hegen, daß es in allen Schichten un­seres Volkes seine Leser finden möge, insbesondere bei unseren jungen Männern, von denen ein großer Teil sich durch das Ringen um Langemarck beson­ders eng mit jenem weltgeschichtlichen Geschehen in Flandern verbunden weih.

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Der Panzerkreuzer. Dieses Kriegsbuch hat zwei besondere Eigentümlichkeiten. Es behandelt den Krieg zur See und ist von einem Land- offizier geschrieben worden; zum andern ist es nicht dem Schlachteinsatz eines bestimmten Schiffes unserer einstigen Kriegsmarine gewidmet, sondern es will dem Leser den Typ des deutschen Kriegsschiffes schlechthin und dessen Ringen um Sieg oder Unter­gang auf der Hochstraße Des Meeres nahebringen. Franz Schauwecker als Autor hat dieses Buch überKriegsfahrt, Kampf und Untergang" als weit­hin sichtbares Denkmal dem Kommandanten und der Besatzung des im Juli 1917 untergegangenen Kreuzers Königsberg" gewidmet Der Verlag Albert Nauck & Co. in Berlin hat es heraus­gebracht (geb. 4,80 RM.).(360) Der Panzer­kreuzer, von dem Schauwecker erzählt, ist im großen Kriege nicht gefahren. Aber das Schiff und feine Besatzung, vom Kommandanten bis zum jüngsten Matrosen, sind identisch mit den vielen Schiffen und den vielen Besatzungen anderer deutscher Kriegs­fahrzeuge, die von 1914 bis 1918 auf allen Meeren in Wirklichkeit gegen den Feind gefahren find, ihn bekämpft und besiegt haben, oder auch in den Fluten der Meere chre letzte Ruhestätte fanden. Wie Schau­wecker dieses als Einheit und als Beispiel gezeich­nete Panzerschiff den Herzen der Leser zuführt, wie er das Leben und Kämpfen dieserkriegerischen Gemeinschaft eines Volkes auf engstem Raum im härteften Kommando des Schicksals" zur Geltung »ringt, das ist wahrhaft einzig. Und packend zu­gleich ist das Schlußbekenntnis dieses Buches, das in die Worte zusammengetaßt ist:Das Meer fft ein deutscher ßebensrauyi!" Mit diesem Buche haben unsere Bücherfreunde eine Gabe erhalten, die auch in die Zukunft weist und die zugleich eine Verpflichtung in sich schließt, in all unferm Wirken für Volk und Vaterland auch bas Meer als deut­schen Lebensraum unb die Schiffe und die Manner, die auf diesem Meer als treue Hüter Deutschlands fahren, nie zu vergessen.

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Der Kampf um die Dardanellen. An die Nahtstelle Europas, den Bosporus und die Dardanellen, führt uns Clemens Laar mit diesem Buche, das beim Verlag C. Bertelsmann in Güters- lvh erschienen ist. (Geb. 2,85 RM.)(313) Er schildert uns den Einsatz von 500 deutschen Frei­willigen, die sich als Zivilisten durch Rumänien schmuggeln, um unbehelligt nach der Türkei zu ge­langen, die an Deutschlands Seite im großen Kriege gegen England und seine Trabanten kämpft. Diese Zivilisten" sieht der Leser als deutsche Soldaten und als Rückgrat der türkischen Abwehrfront an den Dardanellen gegen die riesige alliierte Flotte der Engländer und Franzosen wieder. Nach Erleb­nisberichten der deutschen Kämpfer an jener wich­tigen Stelle der Gesamtfront bat Laar sein Buch geschrieben, das in packenden Bildern jene Kämpfe festhält, die im Ringen um unser Sein oder Nicht­sein von größter Bedeutung waren. Es ist ein hohes Lied auf deutsches Heldentum, das in dem Bericht über die Karnpferlebniffe dieser fünfhundert Deutschen an den Dardanellen zum ewigen Ruhme deutscher Soldaten und deutscher Waffen geschrieben ift Unb mit heißem Herzen wird jeder Volksgenosse dieses Kriegsbuch lesen das zwar von einem Neben- kriegsschauplatz, aber doch von einer der wichtigsten Kampffronten berichtet unb zugleich eine der schlimmsten Niederlagen der enalifch - französischen Sttettmacht für die Nachwelt festhält.

Ernst Blumschein.

Osterfpey: Spielleitung: Hermann Schultze-Gries- heim. Musikalische ßeitung: Heinz Markwardt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr: Zum letzten Mal Fidelio", Oper in zwei Aufzügen von Ludwig van Beethoven. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt, Spielleitung: Hermann Schultze-Griesheim. Die Vor­stellung finoet gleichzeitig für den KdF.-Feierabend-

einschließlich Ostern 1939 an den drei Wochentagen Führer unb des Dritten Reiches Herrlichkeit" unb Dienstag, Donnerstag und Samstag gestattet, ferner'schloß mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer.

Steue.rnagel, beglückwünschten die Beamten die Jubilare. Es waren dies Reichsbahnobersekretar Heinrich Schleifer, Reichsbahnobersekretär H. Bausch, Lademeister K. Schott tmb Reichs- bahnbettiebsafsistent Hch. Schmidt. Letzterer brachte das Gelöbnis:In Treue fest für unseren

Fwd. lieber die Herstellung von Fettgedäcken (Kreppeln usw.) wurde im Reichsernährungsmini- fterium unter Teilnahme von Vertretern des Reichs- innungsverbandes des Backerhandwerks. des Kon- ditarenhandwerks, der Fachgruppe Brotindustrie unb der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherber- gungsgewerbe eine Vereinbarung getroffen. Danach ist die Herstellung von Fettgebacken ab sofort bis

ausnahmsweise an den Tagen vor Silvester sowie vor und nach Fastnacht. Die betreffenden Organisa- tionen verpflichten sich, für die Einhaltung dieser Vorschrift Sorge zu tragen.

Treudienst-Kbr-nzeicben verlieben

Ms Anerkennung für 25jährige treue Dienste wurde dem Leiter des Finanzamts Gießen, Ober» retfienmgsrat Schmidt, das Silberne Treudienst, Ehrenzeichen vom Führer und Reichskanzler ver- liehen. Die Ueberreichung des Ehrenzeichens erfolgte durch den Herrn Oberfmanzpräsidenten Heffen in Darmstadt.

In einer schlichten eindrucksvollen Betriebsfeier der Beamtenschaft der Güterabfertigung Gießen wurden gestern vier Beamten durch Reichs- bahnoberinspektor S ch a r d t die chnen vom Führer Adolf Hitler für 40jährige Dienstzeit verliehenen Treudienst - Ehrenzeichen überreicht. Oberinspektor S ch a r b t wies in seiner Ansprache darauf hin, daß in der marxistischen Zeit Orden und Ehren­zeichen abgeschafft wurden unb keinerlei Anerken­nung bei Dienstjubiläen ausgesprochen wurden. Erst durch unseren Führer wurde die Arbeit wieder ge- ebrt unb geadelt, wofür ihm alle zu Dank unb Treue verpflichtet sind. Nach Aushändigung der Ehrenzeichen und Ehrenurkunden des Führers sowie Glückwunsch- unb Dankschreiben des Reichsverkehrs­ministers Dr. Dorpmüller und des Präsidenten der Reichsbahndirektion Franttart a. M. Dr.

Sonntag, 18. Dezember, Anfang 11.30 Uhr, Ende 12Ä0 Uhr: 6. MorgenoeranftaltungWeihnachts­morgenfeier", Lieder unb Rezitationen. Musikalische Leitung: Joachim Popelka. Anfang 15 Uhr, Ende 17.30 Uhr:Frau Hotte", ein Märchen von Walter Osterfpey. Spielleitung: Hermann Schultze-Gries- beim. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt. Anfang 19 Uhr, Ende 22 Uhr:Dichter und Bauer", Operette in drei Akten von Franz von Suppä. Mu­sikalische Leitung: Heinz Markwardt. Spielleitung: Gert Buchheim. Tänze: Thea Maaß. Chöre: Heinz: Markwardt. Die Vorstellung findet außer Miete statt.

Gesellschaft für (Erb- unb Völkerkunde.

Nächsten Donnerstagabend in der Aula der Uni­versität Lichtbildervortrag von Dr. B o b e k über Zentral-Kurdistan von heute".

Kreppei und andere« Hestaebäck.

Große Sersammlungsattlon der Partei tm Kreise Wetterau.

Am heutigen Samstagabend unb am nwraigen Sonntagnachmittag und -abenb wird im Kreise Wet- terau' eine große Versammlungsaktion der Partei durchgeführt. In Stadt unb Land werden bewährte Redner der Bewegung zu den Volksgenossen spre­chen. Das Thema aller Versammlungen ist in die Worte zusammengefaßt:M änner machen G e- schichte."

In Gießen finden die Versammlungen der Ortsgruppe Nord heute um 20.30 Uhr in der Turn­halle am Oswaldsgarten, der Ortsgruppe Ost heute um 2030 Uhr in der Aula der Universität statt. Die Ortsgruppen Gießen-Mitte und Gießen-Süd werden ihre Versammlungen am morgigen Sonntaanach- mittag durchführen, und zwar Mitte um 14.30 Uhr in der Aula der Universität, Süd um 15.30 Uhr (nicht um 15 Uhr) im Studentenheim.

In einigen ßanborten hat es kleine Slenberungen gegeben: In Allendorf a. d. Lumda spricht Pg. Holzkämper aus Frankfurt a. M. am heu­tigen Samstagabend. In Holzheim spricht am morgigen Sonntagnackmittag Pg. Krauß, Frank­furt a. M. In Wölfersheim wird am morgi­gen Sonntagabend Pg. 0 ft b e 11, Weilburg spre­chen.

Alle Volksgenossen in Stadt und Land möchten mir noch einmal ganz besonders auf die in unserem gestrigen Blatte veröffentlichte Bekanntmachung der Kreisleitung Hinweisen und den dort angegebenen Dersammlungskalender dringend zur genauen Be­achtung empfehlen.

WHW., Äießen-Süd.

Am Montag, 12., Dienstag, 13., und Mittwoch, 14. Dezember, findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd die Pfundsammlung für den Monat De­zember durch die NS.-Frauenschaft statt Die Ein­wohnerschaft der Ortsgruppe wird gebeten, die Pfundpäckchen bereitzuhalten.

Steuersteckbriefe.

LPD. Gegen den Kaufmann Kurt G r ü n st e i n und die Rentnerin Willi Grünstein Wwe., Lina geb. Nußbaum, beide zuletzt wohnhaft in Gießen, Liebigstraße 17, zur Zeit in Utrecht (Holland), sind wegen geschuldeter Reichsfluchtsteuer von 15 896 resp. 15 728 Mark, fällig gewesen am 15. Oktober 1938, nebst Zuschlag, Steuersteckbriefe des Finanzamts Gießen vom 29. November 1938 erlassen worden. Es

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ergeht die Aufforderung, die genannten Steuer­pflichtigen, falls sie im Inland betroffen werden, vorläufig festzunehmen und unverzüglich dem Amts- . richter des Bezirks, in dem die Festnahme erfolgt, vorzuführen.

Vortragsabend

im NG -Rechtswahrerbund

Am gestrigen ^reitagabenb fand der zweite Vor­tragsabend der Kreisgruppe des NS.-Rechtswahrer- bundes im Hotel Hindenburg statt. Kreisgruppen­führer Oberstaatsanwalt K n a u ß begrüßte die Bundeskameraden und hieß den Redner des Abends, Universitätsprofessor Dr. D o e n i n g (Gies ?n), will­kommen. Professor Boening hielt dann einen fesselnden Vortrag über das ThemaPsychopathie unb Rechtsprechung in Zivil- und Straffachen". Der Redner wies darauf hin, daß der Psychopath in ge­wissen Fällen als Schwachsinnger zu behandeln lei. Mit einer Geisteskrankheit habe aber die Psycho­pathie nichts zu tun. Er streifte dann die früheren, unzulänglichen Typisierungen der Psychopathen und sprach an Hand der jetzt auf Grund des Standes der heutigen Wissenschaft gebräuchlichen Einteilung dieser charakterlich Abwegigen über die einzelnen Typen der Psychopathen. Er wies auch u a. darauf hin, daß der Psychopath, je nachdem, welche Seite man herausgreife, verschieden klassifiziert werden könne. Unter Bezugnahme auf Gerichtsfälle erläu­terte der Vortragende die Erscheinüngsbilder der verschiedenen Arten ber Psychopathen und prüfte die Anwendbarkeit des § 6 BGB. und § 51 S B.

Anhaltender Beifall dankte Prof. Boening, der durch seine packenden Ausführungen wertvolle Ausblicke in dieses medizinisch-juristische Grenzgebiet eröffnete.

Gießener Dochenmarktpreije.

* Gießen, 10. Dez. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Eier, deutsche, Klaffe S 15, Klasse A 14%, Klaffe B 14, Klasse C 13%, Klasse D 1.2%, ausländische Kühlhaus- eier, Klasse B 11, Wirsing, % kg 8 bis 9, Weiß­kraut 6 bis 7, Rotkraut 8 bis 9, gelbe Rüben und Karotten 9 bis 10, rote Rüben 9 bis 10, Spinat 15 bis 18, Unterkohlrabi 6 bis 10, Grünkohl 10 bis 12, Rosenkohl 15 bis 30, Feldsalat, l/10 8 bis 10, To- maten, % kg 50, Zwiebeln 12 bis 15, Meer^ttich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Karto^eln. % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mark, Aepfel, % kg 32 bis 40 Pf., Nüsse 48 bis 60, tauge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Ganse 1 bis 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 20 bis 50, Salat 5 bis 6, Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pst

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** 7 5 Jahre alt Am heutigen Samstag wird der Rentner Heinrich E m r i ch , Roonftraße 16, in Gesundheit und Frische 75 Jahre alt. Der alte Herr gehört seit vielen Jahren zu den treuen Beziehern des Gießener Anzeigers. Dem Jubilar bringen auch mir unseren herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag bar.

** Schnakenbekämpfung. Das Stadtbau­amt macht darauf aufmerksam, daß nach der Poli^ei- verordnung zur Bekämpfung der Schnakenplaqe die Keller, wie auch diejenigen Räume, in denen Schna­ken erfahrungsgemäß überwintern, mindestens ein­mal in den Monaten Dezember bis Februar gründ­lich auszubrennen und, wo dies nicht möglich ist, auszuräuchern sind.

** Probleme der musikalischen Volks­bild u n g." Der nächste Vortrag von Professor Temesväry über dieses Thema findet am Sonn-