Ausgabe 
10.11.1938
 
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Nr. 26^ Erstes Matt

188. Jahrgang

Donnerstag, lv. November 1958

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Im Zeichen Großdeuischlands.

Oer historische Marsch des 9. Novembers unter Teilnahme der Kämpfer aus der Ostmark und dem Gudeienland. *

Vor dem Vüraerbräukeller.

München, 9. Nov. (DNB.) Vor dem Bür­gerbräukeller sammeln sich schon von 10 Uhr vormittags an die alten Kämpfer in grauer Windjacke und mit der Sturmmütze von 1923 zum alljährlichen Erinnerungsmarsch. SA. bildet von hier aus über den Rosenheimer Berg hinab und gegen das Jsartor zu Spalier. In dich­ten Massen stauen sich dahinter die Volksgenofsen. BDM., NSFK. und auf dem letzten Stück des Marschweges Polizei und ff versehen gleichfalls den Spalierdienst in den mit dem traditionellen Novem- bcrschmuck würdig geschmückten Straßen. Es ist 11.30 Uhr geworden. Die Spitzengruppe des Zuges beginnt sich zu formieren. Schon lodern die Mammen aus den Feuerschalen der Pylonen. Laute Heilrufe verkünden kurz vor 12 Uhr die An­kunft Hermann Görings. Er begrüßt mit Hand­schlag viele alte Kämpfer. Der Zug steht abmarsch­bereit. Punkt 12 Uhr trifft der Führer ein, der von seinen alten Kämpfern und von den Volks­massen jubelnd begrüßt wird und jedem von der Spitzengruppe die Hand reicht.

Der Barsch beginnt.

Zehn Minuten nach 12 Uhr gibt Hermann Gö­ring das Zeichen zum Abmarsch. Wie immer, schreitet Julius Streicher an der Spitze des Zu­ges, hinter ihm die Blutfahne. Hinter der Blutfahne gehen der Führer und die Führer­gruppe des 9. November, zur Rechten Adolf Hitlers Hermann Göring, zur Linken Ulrich Graf, weiter in der ersten Reihe Dr. Frick, Kriebel, Kolb, Himmler, Dr. Weber, Kuhn, Streck und Hühnlein: in der zweiten Reihe Hermann Esser, Amann, Bouhler, Rosenberg, Dr. Frank, Robert Wagner, Perneth, Sesselmann, Schultze, Schickedanz. Vor dem Block der alten Kämpfer gehen Rudolf Heß, Adolf Wagner, Christian Weber. Den Zug der alten Kämpfer, darunter das Regiment München von 1923 und der Stoßtrupp Adolf Hitler, führt Wilhelm Brückner. Es folgen die Blutordensträger der Wehrmacht und der Polizei. Zum erstenmal mar­schieren in diesem Jahre je ein Ehrensturm der Kämpfer der Ostmark und des Sudetenlandes im Zuge mit, die letzteren in ihren blaugrauen Uni­formen, an ihrer Spitze Konrad Henlein mit feinen Kampfgenossen Frank und Kölln er. Dann folgen die R e i ch s l e i t e r , unter ihnen Dr. Goebbels,' Lutze, Dr. Dietrich, Epp, Darrs, Dr. Ley, Hierl, Schirach. Ihnen schließen sich an die G a u - (eiter, die Haupkdienstleiter der Reichsleitung, die stellvertretenden Gauleiter, die Obergruppen­führer und Gruppenführer der SA., des NSKK., des NSFK. und der die O b e r g e b i e t s f ü h - rer und Gebietsführer der HI., die Hauptamts­leiter der Reichsleitung und die Arbeitsgau­führer des Reichsarbeitsdienstes. Den Abschluß des Zuges bilden zwei Stürme SA., je ein Sturm NSKK., NSFK. und h*l. je eine Abteilung Poli­tischer Leiter und Reichsarbeitsdienst.

Der Zug durch die Stadt.

Adolf Hitler bei den Särgen der Ermordeten der Bewegung. Hinter ihm die Blutfahne. (Bildtelegramm Scherl-M.)

und das Deutschlandlied ertönen. In stiller Ehr­furcht hat die Menge die Häupter entblößt und ge­denkt jener Männer, die mit ihrem Blutopfer den Wiederaufstieg des deutschen Volkes ermöglicht haben. 413 Blutzeugen sind es. 133 von ihnen sind die Opfer des Schuschnigg-Systems. Um 12.40-Uhr treten aus der Residenz der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, der Ober­befehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Rae der, und der Generaloberst Milch sowie der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, General­oberst Keitel. Neben ihnen gehen vier ^-Führer und Offiziere der Wehrmacht mit den Kränzen des Führers und der Wehrmacht.

Ms der letzte Name Horst Wessel ausgerufen wird,

hat die Spitze des Zuges das Mahnmal erreicht. Der Zug macht Halt, der erste Salutschuß kracht, die Blutsahne senkt sich und die Arme erheben sich zum Gruß der toten Helden. Leise ertönt das Lied vom guten Kameraden. Der Führer legt mit dem Deutschen Gruß einen Kranz am Mahnmal nieder, nach ihm Generaladmiral Raeder..Der Zug verharrt, bis das Lied verklungen ist. Neben dem Führer treten in die Spitzengruppe des Zuges der Stell­vertreter des Führers, Rudolf Heß, Generaladmiral Raeder, Generaloberst von Brauchitsch, Generaloberst Keitel, Generaloberst Milch, der Gauleiter des Traditionsgaues, Adolf Wagner, der Kommandie­rende General des VII. Armeekorps, General Ritter von Schobert sowie der Befehlshaber der Luft-

wafsengruppe III, General der Flieger Sperrle, ein. Zur Rechten des Führers marschiert wie vor 15 Jah­ren der erste Führer der SA., Generalfeldmarschall Hermann Goring. Der Opfergang ist beendet, das Deutschlandlied klingt auf, stolz und freudig beginnt nun der Marsch des Sieges.

Der Appell vor der Ewigen Wache.

Auf dem Königlichen Platz sind seit der Mittags­stunde gewaltige Marschblocks aller Gliederungen der Partei angetreten. In den Ehrentempeln brennen die Opferfeuer, und an den hohen Masten davor wehen die breiten, langen, goldumrandeten Fahnen des Reiches noch auf Halbstock. Die Hinterbliebenen der Ermordeten haben die Ehrenplätze eingenom­men. Die Spitze des Zuges, zwei SS.-Kompanien, hat den Königlichen Platz erreicht. Fanfaren schmet­tern, Kommandorufe ertönen. Die Marschblocks auf dem großen Platz stehen jetzt zur Mittelstraße gewen­det, durch die die 600 Standarten, in zwei Dreier- reihen geteilt, einziehen. Julius Streicher ist auf dem Königlichen Platz angekommen, hinter ihm die Blut- sahne. Und dann die Kämpfgenossen von 1923, int ersten Glied der Führer. Langsam marschiert die Mte Garde durch den Mittelgang, Zug auf Zug, Kompanie auf Kompanie rückt an. Den Beschluß bilden Gruppen von Freiheitskämpfern der Ostmark und des Sudetenlandes. Und jetzt steht der Führer, für alle sichtbar, auf den Stufen der Propyläen nahe der Blutfahne und überblickt das Heer seiner Getreuen, das ihn begleitet hat durch Kampf und Opfer zu Sieg und Vollendung. Immer noch marschieren sie an ihm vorbei, schwenken dann nach links und rechts ab und marschieren wieder zurück bis zur Ewigen Wache, wo sie Halt machen. Das Führerkorps der Partei füllt die Tribünen.

Die Klänge des Deutschlandliedes sind verstummt. Fanfaren ertönen. Der Führer und die Männer um ihn schreiten die Mittelstraße- wieder zurück. Auf ein Kommando senken sich die Fahnen und Standarten. Ein Trauermarsch, gespielt vom Musikzug der Leib- standarte, ertönt. Der Gauleiter des Traditionsgaues, Adolf Wagner, ist zwischen die beidew Ehrentempel getreten und ruft die ersten Toten der Bewegung zum letzten Appell auf. Name für Name ruft der Sprecher der Partei. Und tausendfach hallt die Ant­wort:Hier". Bei jedem Namensaufruf schreiten zwei Kranztrager zu den Tempeln und bleiben vor den erzenen Sarkophagen stehen, während der Musikzug die Vergatterung spielt.

Dann ein neues Kommando:Ewige Wache raus!" Adolf Hitler tritt in den linken Ehren­tempel, steigt die Stufen hinab und schmückt seine toten Kameraden mit dem Kranz der Unsterblichkeit. Dann steht der Führer vor den Särgen im anderen Ehrentempel. Mit erhobener Rechten stehen die ältesten Mitstreiter Adolf Hitlers.

Parole: Großdeutschland.

Nun locken die Trommeln und Pfeifen. Schmet­ternd fallen die Horner und Trompeten ein: Die Wachparade der SS.-StandarteDeutschland" marschiert unter den Klängen des Parademarsches über den Königlichen Platz bis vor den Führer. Die Wachparole heißt Großdeutschland. Die Wach­parade präsentiert. Der Führer der Wachparade meldet dem Führer. Nun gibt Adolf Hitler den Befehl zum Aufziehen der Wache. Die SS. bezieht links und rechts der Stufen zu den Ehrentempeln Posten. Im strammen Schritt marschiert dann die Wachkompanie am Führer vorbei.

Adolf Wagner, der Sprecher der Partei, beendet

In dem Augenblick, in dem sich der Zug in Be­wegung setzt, erklingt das Horst-Wessel-Lied. Die ersten Namen all derer, die wieder zum letzten Appell angetreten sind, tönen aus den Lautsprechern, als der Führer an den Pylonen mit den goldenen Let­tern der gefallenen Kämpfer für die Freiheit und Ehre Deutschlands vorüberschreitet. Don Dietrich Gefärbt, dem alten Kämpfer und Sänger vom Dritten Reich, bis zu den Ostmarkkämpfern Planetta und Holzweber, deren Namen heute zum erstenmal un­mittelbar vor der Feldherrnhalle leuchten, ertönt Name auf Name. In gemessenem Schritt zieht der Zug vorüber. Die verhaltene Weise des Horst-Wessel- Liedes, dröhnender Trommelwirbel und die Namen der gefallenen Helden des Nationalsozialismus be­gleiten ihn. Die Menschen erheben in ehrfürchtigem Schweigen die Arme und grüßen Adolf Hitler und die Männer an seiner Seite. So nimmt der Zug seinen Weg über die Ludwigsbrücke, die Zweibrücken­straße, über den Jsartorplatz hinein zum Marien» Platz, wo vom Rathaus die riesigen Banner der Be­wegung und des Reiches wehen und biegt dann durch die Reihen der feuertragenden Pylonen in die Enge der Wein- und Perusastraße, um von dort aus die Residenrstraße zu erreichen.

Vor der Feldherrnhalle.

Der Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle ist flan­kiert von den über 500 Standarten auf den Fahnen­tribünen. Nach Norden schließen wuchtige Pylonen die Front ab. In der Feldherrnhalle stehen die 16 Pylonen mit den Namen der toten Helden, die vor 15 Jahren ihr Leben ließen. Feierlich lodern die Flammen der Opferfeuer vor den Pylonen. Fahnen­träger holen die Standarten ab, die nun in der Briennerstraße bis zum Königlichen Platz das Spalier oes Siege- bilden. 32 alte Kämpfer nehmen die von den Pylonen und warten dann an ber Nordfront des Platzes, wo sie sich in den Zug einreihen werden. Um 12.10 Uhr erklingt aus den Lautsprechern das Horst-Wessel-Lied. Der Sprecher der Bewegung ruft die Namen der toten Helden in dem Augenblick auf, in dem der Führer an den Pylonen vorüberschreitet. Dumpfer Trommelschlag

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