Auch in einem zweiten Punkt mußte er seine ausländischen Kritiker enttäuschen. Die Zielsetzung des Vierjahresplans hat alle schöpferischen Kräfte der deutschen Wissenschaft und Wirtschaft entfesselt und zu höchsten Leistungen angespornt. Auf dem Wege der Rohstoffversorgung der deutschen Wirtschaft aus eigener Kraft sind bereits staunenswerte Erfolge zu verzeichnen. Von der Leipziger Messe her wissen wir, daß unsere neuen Werkstoffe auch die größte Beachtung des Auslandes finden. Und aus einer Millionen-Arbeits- losigkeit, die der Nationalsozialismus bei seiner Machtübernahme vorfanü, ist ein empfindlicher Mangel an Arbeitskräften geworden, der uns zu sorgfältiger Regulierung des Arbeitseinsatzes zwingt. Mit Nachdruck wies der Führer wiederum darauf hin, daß durch die dadurch erzielte Steigerung der nationalen Produktion die deutsche Währung jene einzig reale Deckung erhalte, die als Voraussetzung für ihre Stabilität die immer gleiche Kaufkraft sicherstelle. Nur eine Erhöhung der Produktion ermöglicht die vermehrte Zuweisung von Lebensgütern an den einzelnen Volksgenossen. So sind steigende Produktion, Hebung des Konsums und stabile Währung die Merkmale der nationalsozialistischen Wirtschaftsführung geworden, die Deutschland zu einem Eiland des sozialen Friedens und einer blühenden Nationalwirtschaft im Chaos einer zusammengebrochenen Weltwirtschaft und erbitterter sozialer Kämpfe gemacht hat. Eine gesunde, starke Nationalwirtschaft ist der beste Beitrag zu einem Wiederaufbau der weltwirtschaftlichen Beziehungen. Diese Erkenntnis hielt der Führer allen denen entgegen, die an unserem deutschen Wirtschaftssystem fruchtlose Kritik üben und ihre Hoffnung auf internationale Konferenzen setzen, statt ihr eigenes Haus in Ordnung zu bringen. Nur eine gesunde nationale Volkswirtschaft 'wird durch ihre steigende innere Produktion in die Lage versetzt, auf dem Weltmarkt als Verkäufer so gut wie als Käufer aufzutreten.
Wir sind bereit und sehr wohl imstande, ein wertvolles Glied in der Reorganisation des internationalen Güteraustausches zu sein, wenn man endlich darauf verzichten wollte, unserem Außenhandel die größten Schwierigkeiten zu machen statt sich über einen innerlich gesunden Handelspartner zu freuen. Freilich in einem Punkte kann es kein Kompromiß geben. Die deutsche Volkswirtschaft hat es gelernt, auf eigenen Füßen zu stehen, sie hat aus den furchtbaren Erfahrungen des Weltkrieges die einzig richtige Erkenntnis gezogen, daß die Sicherheit der Nation auch unsere Handelspolitik bestimmen und lenken muß. So konnte der Führer mit tiefer Befriedigung feststellen, daß der Gedanke an eine Blockade Deutschlands schon jetzt als eine gänziich unwirksame Waffe begraben werden könnte. So tritt neben die Wehrsreiheit die wirtschaftliche Unabhängigkeit jbes Großdeutschen Reiches. Deutschland ist so wenig mehr der Spielball der in Waffen starrenden Mächte rings um uns herum wie der großen Wirtschaftsländer, die dank ihres großen natürlichen Reichtums glaubten, selber zwar einer straffen Wirtschaftsführung, die sozialen Frieden und gesunde Volkswirtschaft sichert, entraten zu können, uns „Habenichtsen" aber die Daumenschrauben anlegen zu dürfen, wenn sie sich davon einen politischen Erfolg versprachen. Wie die englische Seemacht der Vater der Blockade überhaupt ist, war die wider alle völkerrechtlichen Abkommen mit größter Rücksichtslosigkeit auch gegenüber dem neutralen Handel durchgeführte Blockade auch Englands schärfste Waffe im Weltkrieg gegen uns. Die Feststellung des Führers, daß die Drohung mit einer Blockade für uns ihre Schrecken verloren hat, ist deshalb von besonderer Bedeutung für uns, weil sie in uns das Gefühl der nationalen Sicherheit stärkt, und für das Ausland, weil sie es nötigt, sich beizeiten von liebgewordenen, aber von den Tatsachen überholten Ideen zu trennen, als ob sich das nationalsozialistische Deutschland gegebenenfalls durch Hunger und Rohstoffknappheit in die Knie zwingen lasse. Die Befreiung von solchen Vorstellungen, die die internationale Atmosphäre unheilvoll vergiftet haben, ist eine Tat, die den Weltfrieden zu sichern sehr wohl geeignet ist. Und das ist gerade im gegenwärtigen Augenblick von kaum zu überschätzendem Wert, wo die tschechoslowakische Frage auf Europa lastet und fast täglich auf allen Seiten Entschlüsse fordert, die nur unter sorgfältiger Abwägung aller Momente eine friedliche Lösung vorbereiten und fördern können. So dient der Nürnberger Reichsparteitaq Großdeutschlands durch seine beherrschte selbstbewußte Demonstration der inneren Kraft des durch den Nationalsozialismus geeinten deutschen Volkes ebenso dem Frieden, wie die ruhige und eindeutige Darlegung unseres Weges und seines Ziels geeignet ist, die Luft zu reinigen und zu klären.
Dr. Fr. W. Lange.
Der ärgste Gefahrenherd.
„Die Staatspolizei
mutz aus dem sudetendeutschen Gebiet restlos verschwinden."
Prag, 9. Sept. Die „Rundschau", die Wochenschrift der Sudetendeutschen Partei, fordert eine rasche Beseitigung der Staatspolizei im sudetendeutschen Gebiet. Wir alle wissen, so schreibt das Blatt, daß die Staatspolizei Prags zu einer Sondereinrichtung für das nichttschechische Sprachgebiet geworden ist. Wir wissen, daß plötzlich, ohne jeden ersichtlichen Anlaß, in fast allen deutschen Städten, ja selbst in größeren Dörfern die Gemeindepolizisten durch eine vielfache Zahl tschechischer Staatspolizisten a b g e - lost wurden. Wir wissen, daß der Staatspolizei sogar sehr wesentliche Teile der politischen Verwaltung übertragen wurden, daß ihre Leiter mit einer Machtvollkommenheit ausgestattet wurden, die einzig in der Geschichte demokratischer Staaten dasteht. Wir wissen auch, daß es bereits einen ganz besonderen Typ des Staatspolizisten gibt, den man in jeder Stadt und auf jedem Dorf m Reinkultur finden kann: Das ist der Typ des blutjungen, kaum aus den Eierschalen der Polizeischule geschlüpften „ts ch e ch i s ch e n P a t r i o t e n" der seine Umwelt nur aus Schilderungen einer no^ torisch hetzerischen tschechischen Presse kennt. Er kann meistens überhaupt nicht oder doch nur ein paar ^gefangene Brocken Deutsch. Es frißt sich in ihm das Mißtrauen eines Taubstummen fest, der in jedem unverstandenen Worte seiner Nachbarn eine gefährliche Drohung wittert. Was er hört und versteht, das sind die Einflüsterungen der tschechischen Grenzler. Und zu alledem kommt noch die ständige Furcht, selbst von irgendeinem Denunzianten als „nicht genügend zuverlässig", als „zu weich" oder „zu wenig scharfsichtig" verschrien zu werden'
„Das Problem der Staatspolizei", so schreibt das Blatt weiter, „muß radikal und rasch gelöst werden wenn es sich nicht zu einem jederzeit leicht entzündlichen Gefahrenherd für d erinneren
GM.-Mhoden in tschechischen Gefängnissen.
Eindeutige Feststellungen auf sudetendeutscher Pressekonferenz.
Prag, 9. Sept. (DNB.) Im Parlamentarischen Klub der Sudetendeutschen Partei fand eine Pressekonferenz statt, an der auch zahlreiche aus- ländische und tschechische Korrespondenten teilnahmen. Abgeordneter K u n d t wies darauf hin, daß die Gerüchte, die Sudetendeutsche Partei versuche, auf Grund der Ostrauer Vorfälle die Verhandlungen zu verzögern, unwahr sind. Die Sudetendeutsche Partei sei im Gegenteil zur Fortsetzung der Verhandlungen bereit, wenn die Ostrauer Vorkommnisse restlos aus der Welt geschafft seien. Der Leiter des Amtes ’ür rechtspolitische Kontrolle der SDP., Abgeordneter Dr. Neu wirth, erklärte dann, daß man auf tschechischer Seite der Sudetendeutschen Partei den Vorwurf mache, sie habe wegen eines Straßen- zwischensalles die Verhandlungen unterbrochen. Es gehe aber gar nicht um den Zwischenfall auf der Straße, vielmehr um die Mißhandlungen politischer U n t e r s u ch u n g s h ä f t l i n g e bei der Polizeidirektion in Mährisch-Ostrau, die von Funktionären des Gerichts und der Parlamentarischen Kommission der Sudetendeutschen Partei estgestellt wurden.
Auf Grund aklenmäßigen Nachweises kann kein Zweifel darüber bestehen, daß in den Staatspolizeistellen, die mit der Bearbeitung politischer Fälle beauftragt sind und politische Häftlinge an die zentralen Unlersuchungsge- fängnifse überweisen, schwer st e Mitz - handlungen feit längerer Zeit zum Zwecke der Erpressung von Geständnissen vorgekommen sind und trotz
gegenteiliger Zusagen der zentralen Regierungsstellen bis in die Gegenwart anhalten. Bezeichnend ist, daß die Methoden überall die gleichen sind, hieraus ergibt sich, daß bestimmte Stellen ihre Urheber sind. Immer kehrt in den Akten die Feststellung wieder, daß die Beschuldigten mit Gummiknüppeln auf die nackten Fußsohlen bis zur Erpressung des Geständnisses oder bis zur Bewußtlosigkeit geschlagen wurden, daß Beschuldigte bis zur physischen Erschöpfung geprügelt werden, ja, daß sie bei der Polizeidirektion in Aussig sogar in einer h e i ß l u f t k a m m e r zermürbt wurden. Zu diesem Zweck wurden Tag und Nacht andauernd Bestrahlungen aus grellen Lampen vorgenommen, eine Methode, die ausgesprochen an Sowjetruhland erinnert.
Ebenso steht fest, daß Nachgeordnete Organe unbekümmert um die Zusagen der zentralen Regierungsstellen im Staat den praktischen Zustand des öffentlichen Lebens in Derwaltuna und Justiz bestimmen, und zwar in einer Art, die von den Volksgruppen nur als diktatorische Unter» brütfung empfunden werden könne. — Abgeordneter Kundt appellierte an die tschechischen Journalisten, an der Zerstörung dieses Systems mitzuwirken, weil das tschechische Volk Gefahr lause, an Stelle gewissenloser Beamter s e l b st deren Der» brechen angeklagt zu werden.
Frieden derRepublik und für den Frieden Europas verschlimmern soll. Die Staatspolizei ist die sichtbarste und für die breiten Massen ühlbarste Spitze eines Systems, das dafür verantwortlich ist, daß heute die aanze Welt mit unruhevoller Spannung auf die tschecho-slowakifche Republik blickt. Die Staatspolizei muß aus dem sudetendeutschen Gebiet re st los verschwinden! Das ist keine Forderung der Rachsucht und der Vergeltung, es ist eine Forderung des gesunden Menschenverstandes, der einfachen Vernunft."
Die Obduktion der Leiche Knolls.
Todesursache: Bruch der Schädelbasis.
Iägerndorf, 10. Sept. (DNB. Funkspruch.) In den späten Abendstunden des Freitag fand in Iägerndorf die Obduktion der Leiche des sudetendeutschen Amtswalters Knoll, der auf ungeklärte Weise seinen Tod gefunden hat, statt. Der bereits am Montag von Militärärzten sezierte Leichnam war im Laufe des Freitagvormittag nach Jä- gerndorf in die Leichenhalle übergeführt worden, wo die Obduktion in Anwesenheit eines Obersten des militärischen Justizdienstes, dreier Regimentsärzte und der nach Intervention durch die Sudetendeutsche Partei zugelassenen deutschen Aerzte Dozent Dr. Neugebauer (Jglau), Professor Dr. Mate r n a (Troppau) und Primarius Dr. C l a r (Jä- gerndorf) vorgenommen wurde. Die Obduktion dauerte von 19.35 Uhr bis 21.32 Uhr und ergab alsTodesursacheeinenBruchderSchä- delbasis mit G e h i r n q u e t s ch u n g , entstanden durch eine stumpfe Gewalt. Die Leiche wies zahlreiche Hautabschürfungen und blutunterlaufene Stellen auf. Ohne Kenntnis der nqheren Umstände kann von feiten der Aerzte nicht ausgeschlossen werden, daß auch diese Verletzungen auf einen Sturz zurückzu- führen sind. Die Obduktion fand so spät statt, daß das Gehirn nicht mehr genau untersucht werden konnte, weil es zum Teil in Verwesung übergegangen war. Obwohl die Obduktion niemand bekanntgegeben worden war, hatte sich vor der Leichenhalle eine zahlreiche Menschenmenge angesammelt, die in stummer Ergriffenheit ausharrte, bis gegen 11 Uhr abends die Aerzte die Leichenhalle verließen.
Italiens Haltung.
Rom, 9. Sept. Die römische Presse bringt die Note der Informazione Diplomatien über die italienische Haltung zur tschecho-slowakischen Frage. Italien, so heißt es da, hat bereits während des Aufenthalts Hitlers in Rom, Anfang Mai, den am 26. April veröffentlichten Karlsbader Punkten Henleins z u g e ft i m m t, zumal da diese die Integrität des tschecho-slowakischen Staates wahren sollten. Wenn es zu einem dem Nationalitätengrundsatz entsprechenden Ausgleich nicht gekommen ist, so tragen fremde und unverantwortliche Elemente, die ihren Sitz in Paris und Moskau haben und die Frage auf das ideologische Gebiet übertragen, die eigentliche Schuld. Italien schätzt aufs höchste die ruhige Haltung des deutschen Volkes und die Zurückhaltung, die der Führer in seiner Rede in Nürnberg trotz der französischen Halbmobilisierung einnahm. Wenn Prag sich in die Wirklichkeit der Dinge fügt, so kann eine größere Krise vermieden werden. Kommt es zu einer solchen, so steht Italien mit seiner ganzen Macht an der Seite Deutschlands. Militärische Vorbereitungen sind nicht notwendig, da die italienische Organisation schon heute auf jede Eventualität vollkommen vorbereitet ist.
Versailles muß korrigiert werden ^Paris, 10. Sept. (DNB. Funkspruch.) In der Stellungnahme der Pariser Presse ist keine Aende- rung eingetreten. Auch die letzten Vorschläae der Prager Regierung haben keinen Widerhall aus- gelöst. Der „Jour" vertritt die Ansicht von der Notwendigkeit der Neutralisierung der Tschecho-Slowakei. 1919 hätten die Unterhändler ^er „Friedensverträge" Deutschland entwaffnet, Oesterreich-Ungarn zersplittert und die künstliche Schaffung eines tschecho-slowakischen Staates beschlossen, aus dem sie das Bollwerk des Widerstandes gegen eine etwaige Wiedergeburt der deutschen Macht machen wollten. Während sie aus Oesterreich ein totgeborenes Kind machten, hätten sie der Tschecho-Slowakei 16 Millionen Untertanen geaeben, die sie von überall h e r h o l t e n und die sie durch Ueberredung ober im Notfall aud) du r ch Gewalt zusammenzuschmieden hofften. Benesch habe damals versprochen, aus der Tschecho-Slowakei ei ne verbesserte Schweiz zu machen. Wenn er dieses Versprechen gehalten hätte, wäre Europa nicht da angelangt, U3o es sei. Diese Gedankengänge führten notgedrungen zu der Feststellung, daß sich die Tschecho- Slowakei zur Schaffung einer Gruppe von Katonen und völkischen Einheiten entschließen und sich zur
Neutralität hin entwickeln müsse. Nur Sowjetrußland und die von ihm in Frankreich unterstützten Elemente würden einen solchen Plan bekämpfen, weil er Stalin ieben Vorwand nehme, sich rn die europäischen Angelegenheiten einzu- mischen. Auf diese Weise würde jedoch ein Herd des Krieges in Europa erlöschen, der immer wieder von Sowjetrußland angesteckt werde.
Oie Lage vor Hanlau.
Eine chinesische Darstellung.
Schanghai, 10. Sept. (Europapreß.) Trotz der Pementis japanischer Stellen bleibt das chinesische Hauptquartier bet seiner Behauptung, daß eine erfolgreiche chinesische Gegenoffensive nördlich des Jangtse zur Wiedereroberuna der strategisch wichtigen Stadt Kwangtsi geführt habe. Weiter wollen die Chinesen Sungyang und Tahopu nach heftigen Nahkämpfen eingenommen und an dem gesamten Frontabschnitt den Japanern schwere Verluste beigebracbt haben. Auch südlich des Jangtse sollen die Chinesen Erfolge errungen haben. Angeblich seien nach erbitterten Kämpfen größere japanische Abteilungen abgeschnitten worden. In japanischen Kreisen wird allen diesen Meldungen kein Glauben beigemessen. Dom japanischen Hauptquartier wird vielmehr mitgeteilt, daß die japanische Offensive nördlich des Jangtse weitere Fortschritte mache und die Pei- ping—Hankau - Bahn an mehreren Stellen bereits in b e r Reichweite japanischer G e» schütze liege.
Der Sandschak Alexandrette wird Republik Hatay.
Istanbul, 9. Sept. (DNB.) Der Sandschak von Alexandrette hat sich unter stillschweigender französischer Billigung in die Republik Ha- tay umgewandelt und gleichzeitig eine v o l l- ständige innere Gleichschaltung mit der türkischen Mutternation vollzogen. Präsident des so geschaffenen Staates ist der Turke Tagfur S ö k m e n, ein Abgeordneter der National« Versammlung in Ankara; er ist der Der» trauensmann der türkischen Regierung. Auch die Mitglieder der Hatay-Regierung, die aus einem Ministerpräsidenten und vier Mi- nistern besteht, sind sämtlich Türken. Das neue Land gehört zw"r völkerreckttlich zu Syrien, hat aber bereits als Nationalflagge die türkische Flagge angenommen, als Nationalhymne die der Türkei erwählt, wird eigene Briefmarken heraus- geben und für seine ins Ausland reisenden Bürger einen besonderen Hatay-Paß einführen.
Oie rote Front am Ebro durchbrochen.
Bilbao, 10. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die nationalen Truppen haben am Freitag, wie der Heeresbericht meldet, am Ebro die bolschewistische Front durchbrochen und fünf Reihen roter Gräben erobert. Die Verluste der Roten waren sehr hoch. Reiche Beute wurde gemacht, darunter vier Tanks, von denen zwei noch verwen- dungsfähig waren. Die nationale Luftwaffe hat am Donnerstag die militärischen Ziele im Hasen Oarr a und die Kriegsmaterialfabriken in Bla- n e s und Villanueva bombardiert, in der Nacht davor griff sie den Hasen von A l m e r i a an.
Oiploniatenempfong bei Rudolf Heß
Nürnberg, 9. Sept. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers und Frau Heß gaben am Freitag- mittag in den historischen Räumen der Nürnberger Burg ein Frühstück zu Ehren der als Gäste des Führers in Nürnberg weilenden ausländi- schen Diplomaten. Don deutscher Seite waren die Reichsleiter der NSDAP., der Reichsaußenminister, der Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP, und die Landesgruppenleiter der AO. geladen.
Empfänge beim Führer.
Der Führer empfing am Freitag im „Deutschen Hof" im Beisein von Reichspressechef Dr. Dietrich den Leiter der zur Zeit in Deutschland weilenden Abordnung japanischer Journalisten, Abgeordneten Azurn a, der ihm eine auf Pergament kunstvoll ausgeführte Adresse der japanischen Presse überreichte.
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Der Führer empfing im „Deutschen Hof" die am Reichsparteitag teilnehmende Delegation der nationalsvanischen Regierung unter Führung von Gmeral Espinosa de los Monteros und richtete herzliche Worte der Begrüßung an sie.
Aus aller Wett.
Versuche mit einem neuen Muskelkraft-Flugzeug.
Die Warschauer Zeitung „Dobry Wieczor" be» richtet über eine interessante Erfindung eines Wil- naer Technikers. Diesem Blatt zufolge soll es dem Erfinder gelungen sein, mit einem von ihm konstruierten ßuftrab durch Muskelkraft 4 Kilometer weit zu fliegen. Beim Bau des Flugapparates stützte sich der Konstrukteur auf seine Beobachtungen des Insektenfluges, der viel wirtschaftlicher als der Dvaelflug sein soll. Das Luftrad besitzt zwei paarweise angeordnete kleine Vorderflügel und zwei größere Hinterflügel. Die Vorderflügel werden durch Pedale in leichte Schwingungen versetzt und ersetzen angeblich den Propeller. Der (Erfinder startete nach Art der Segelflieger mit dem Gummiseil und kehrte nach Zurücklegung von vier Kilometern ohne Ermüdung nach dem Startplatt zurück. Er hat, ermutigt durch den guten Ausfall der Probeflüge, die Absicht, in Kürze ein neues verbessertes Modell zu konstruieren.
Blihslug des deutschen Kunstfliegers Gerd Achgelis nach Skandinavien.
Der deutsche Kunstflieger Gerd Achgelis, der mit dem neuen zweimotorigen Reise- und Verkehrsflugzeug Ago „Kurier" auf dem Flughafen Berlin- Tempelhof zu einem Flug nach Skandinavien gestartet war, traf in Göteborg (Schweden) ein, nachdem er in Kopenhagen feine Maschine Vertretern der 'dänischen Luftfahrt vorgeführt hatte. Für die über 600 Kilometer lange Strecke nach Göteborg
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UHL adio eparaturen
Seilersweg Nr. 67
Telephon Nr. 3170
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benötigte Achgelis nur etwas über zwei Stunden Flugzeit, erreichte also eine Geschwindigkeit von über 300 Stundenkilometer. Der Blitzflug des Kurier" hat in Dänemark und Schweden große Beach» tung gefunden. Nach Vorführungen in Göteborg fliegt Achgelis nach Stockholm weiter, wo er sich an einer Verkehrsflugwoche beteiligen wird. Anschließend setzt er seinen Flug nach Norwegen und Finnland fort.
Ein Lastzug raff in eine Hauswand.
Aus einer abschüssigen Straße in Mühlacker (Württemberg) ereignete sich ein schweres Kraftwagen» Unglück, das ein Menschenleben forderte. Ein schwer beladener Lastzug, dessen Fahrer die Herrschaft über das Fahrzeug verloren hatte, fuhr in einer Kurve gegen ein Gasthaus, wo er sich buchstäblich durch die Hauswand hindurchbohrte. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen, denen er kurz danach im Krankenhaus erlag. Zwei Beifahrer, denen es gelang, noch rechtzeitig abzuspringen, kamen mit leichteren Verletzungen davon.
Bärenplage in Estland.
Wegen eines Riesenbrandes, der feit einigen Tagen in den sowjetrussischen Wäldern an der estländifchen Grenze wütet, flüchten zahlreiche Bären auf estländisches Gebiet, wo die Bevölkerung in ständiger Angst vor diesen „Ueberläufern" lebt. Die Bewohner einer großen Zahl von Dörfern haben sich an die Behörden mit der Bitte gewandt, Maßnahmen gegen die Bärenplage zu ergreifen.
Kunst und Wissenschaft.
Die deutschen Ornithologen tagen.
Die D e u t sch e Ornithologische Gesell- schäft hält vom 23. bis 25. September in Berlin ihre 56. Jahresversammlung in Verbindung mit der 2. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Tierpsychologie ab. Namhafte Vogelkundler des In- und Auslandes werden nach Berlin kommen und hier ihre Erfahrungen austauschen. Der Film im Dienste der tierärztlichen Wissenschaft.
In diesem erfolgreichen Filmjcchr ist es gelungen, den Tonfilm auch für die tierärztliche Wissenschaft in den Dienst der Forschung und Aufklärung zu stellen. Auf dem 13. internationalen tierärztlichen Kongreß in Zürich-Interlaken hatten Hochschullehrer und Tierärzte der ganzen Welt Gelegenheit, der Uraufführung des ersten wissenschaftlichen Veterinär-Tonfilms beizuwohnen: der Film trägt den Titel „Storungen der Fortpflanzung bei Pferd und Rind". Bei der Her- fteUung waren besondere käme rate chnische Schwierigkeiten zu überwinden; einige Filmteue wurden durch mühselig herzustellende Trick-Zeichnungen ergänzt. Diese deutsche Leistung — eine Gemeinschaftsarbeit von Professor Dr. Goetze, dem Direktor der Klinik für Geburtshilfe und Rinderkrankheiten der Tierärztlichen Hochschule Hannover, und der Behringwerke Marburg — fand lebhafte Anerkennung der Wissenschaftler.
herbstneuerfcheinungen der Deutschen Verlags-Anstalt.
— Auf dem Gebiet der Schonen Literatur wird die Deutsche Verlags-An st alt, Stuttgart-Berlin, im Lause der nächsten Wochen und Monate folgende Werke veröffentlichen: Henry Benrath: Welt in Bläue. Hans Brandenburg: Vater Oellendahl. Roman einer Familie. Kurt Heynicke: Herz, wo liegst du im Quartier? Ein heiterer Roman. Anton Graf Knyphausen: Mann im Mittelvunkt. Roman. H. K. Houston-Meyer: Konrad Bäumlers weiter Weg. Ein texasdeutscher Roman. Clara Nordstrom: Rus der Heimat. Roman. Josef Ponten: Die Heiligen der letzten Tage. 4. Band von „Volk auf dem Wege. Roman der deutschen Unruhe". Eduard R e i n a ch e r : Der starke Beilstein. Eine schone elsässische Lügengeschichte. Otto R o m b a ch : Der standhafte Geometer. Ein Roman von der jungen Donau. Ina Seidel: Lennacker. Das Buch einer Heimkehr. Roman. Maria W a s e r : Das besinnliche BluMenjahr. Gedichte zu Aquarellen von Hedwig Krebs. Mit 20 farbigen Blumentafeln. Josef Winkler: Triumph der Torheit. Fröhliche Legenden. Mit 25 schönen Bildern von Felix Timmermans. Ernst Zahn: Hoch über das Tal. Roman. — Weitere Werke: Hans D r i e sch: Alltagsrätsel des Seelenlebens. Albert von Hofmann: Westfalenland. Eine geschichtliche Heimatkunde. Ernst Massel: Vom Geheimnis der Form und der Urform des Seins. Karl Alexander van Müller: Vorn alten zum neuen Deutschland. Aussätze und Reden 1914—1936. Johannes Müller: Dom Geheimnis des Lebens. Erinnerungen. F. D. O m m a n e y : Zauber und Grauen des Südmeers. Michael Prawdin: Tschingis Chan und fein Erbe. Fritz Sch umacher: Der Geist der Baukunst. Hugh Wilson: Lehrjahre eines Diplomaten. — In neuen billigen Ausgaben erschienen: Hervey A l l e n : Antonio Adoerso. Clara Ratzka: Familie Brake. Roman. Die bisher erschienenen Romane von Clara N o r d st r o m (Frau Kajsa. Kajsa Lejondahl, Roger Björn, Lillemor) liegen jetzt in i einer geschloßenen GescheMassette por.


