Donnerstag, 10. März 1938
188. Jahrgang
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Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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runassckäden im Winter 1936/37 ist dies ein trifft. Wahrend Die Hrorgetreweerme im ^agre hlinnh?r7r ffrfnlfl ber (E r t e u q u n g s = 1936 11,9 Millionen Tonnen ergab, betragt die schlacht. Die Anstrengungen der Landwirtschaft,! Brotgetreideernte 1937 nach der endgültigen Ernte-
Berlin, 9. März. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels gab in den Räumen seines Ministeriums einen Empfang für die deutsche
und Ansehen der deutschen Presse wieder herzustellen. Sie wissen, von wie großen personellen Umänderungen und sachlichen Reformen das Neubauwerk der deutschen Presse begleitet gewesen ist. Denn nirgendwo war der parlamentarisch-demokratisch-jü-
Raiffeisens Wille zur Selbsthilfe lebt heute in 280 000 Genossenschaften. Sie schützen das Bauerntum in 54 Kulturstaaten. Die 4 0 000 Raiffeisengenossenschaften in Deutschland aber entwickelten sich mit ihren 4 Millionen Mitgliedern und 4,4 Millionen Sparern zu einem wuchtigen Pfeiler der deutschen Ernährungspolitik. Zu ihnen spricht am 11. März der Präsident des Reichs- verbandes Raiffeisen, A. W. Trump f, um 17 Uhr über den Deutschlandsender. Zn dieser Gedenkstunde an Vater Raiffeisen treten die deutschen Genossenschafter zum Gemeinschaftsempfang zusammen.
ersten Vorschätzung des Statistischen Reichs- amts im Sommer 1937. Diese verschiedenartige Ent- Wicklung der Ernteschätzungen in den beiden letzten Jahren hat schließlich dazu geführt, daß die Ernte 1937 um 330000 Tonnen großer ist als die Ernte 1936, obwohl zunächst das Gegenteil erwartet wurde. Angesichts der großen Auswinte-
die Erträge auf der Flächeneinheit zu steigern, sind nicht vergeblich gewesen. Die Hektarerträge der Ernte 1937 liegen nach der endgültigen. Ernteermittlung durchweg über den Hektarerträgen der Ernte 193 6. An Winterrog- gen wurden 1937 16,7 Doppelzentner gegen 16,4 im vergangenen Jahr geerntet. Die entsprechenden Zahlen sind bei Sommerroggen 13,6 und 12,7, bei Winterweizen 22,4 und 21,3, bei Sommerweizen 22,7 und 20,3, und bei Spelz 16,8 und 14,0. Der Durchschnitt der Jahre 1931 bis 1936 wird von dem Hektarertrag 1937 bei Winterroggen allerdings nicht erreicht. Die 1937 erzielten Hektarerträge bei Sommerroggen, Winterweizen, Sommerweizen und Spelz liegen jedoch auch über dem Durchschnitt der Jahre 1931 bis 1936.
Entscheidend für die Beurteilung der Versorgungslage ist jedoch die Tatsache, daß die im Vergleich zum Vorjahr bei der Gesamtgetreideernte erzielte Mehrernte nicht für das Brotgetreide zutrifft. Während die Brotgetreideernte im Jahre
dem deutschen Aufbauwerk an gedeihen ließen. Es ist sehr schwer gewesen, das in der
leumderifch entstellten Atmosphäre von Entspannung der Geister überhaupt nicht mehr die Rede sein.
Ich glaube, daß es für Sie alle ein beglückendes Gefühl sein muß, nun nicht mehr für die Deutschnationale oder die Deutsche Volkspartet oder die Demokratische Partei, nicht für Bürger- oder Arbeiterorganisationen, sondern für Ihr eigenes Volk zu schreiben. Es muß Sie aber auch sehr befriedigen, bei diesem großen Erfolg, den der Führer mit seiner Politik erreicht, zu wissen und davon überzeugt zu sein, daß Sie selb st an diesem Erfolg mitbeteiligt sind durch Ihre Zeitige Arbeit, durch Ihr geschliffenes Wort, durch Ihre Einsatzbereitschaft und nationale Disziplin. Sie sind nicht mehr ausgeschlossen vom großen Aufbauwerk. Sie stehen auch nicht mehr im Dienste einer anonymen Macht, die Sie selbst nicht kennen. Sie sind geistige Mitträger dieses großen Aufbauwerkes unserer Nation und unseres Reiches."
Der Minister gab seiner großen Befriedigung darüber Ausdruck, daß die in den Jahren 1933 und 1934 noch vorhandene Eintönigkeit in der deutschen Presse stetig und steigend im Schwinden begriffen sei und daß sich nun wieder freie Individualität, freie geistige Konzeption nach allen Richtungen hin entfaltet. Der Minister forderte die Presse auf, auf diesem einmal eingeschlagenen Wege tatkräftig fortzuschreiten. Es gibt gewisse Augenblicke, vor allem im außenpolitischen Leben einer Nation, in denen es besser i st, zu schweigen als zu reden. Das die deutsche Presse in zunehmendem Maße einsieht, daß das so sein muß, erfüllt mich und alle meine Mitarbeiter in diesem Hause mit tiefer Freude und bester Befriedigung. Ich wünsche deshalb eindringlich, daß Sie sich' an diesem Abend bei uns nicht nur als Gäste, sondern als Mitarbeiter fühlen an einem großen Werke des nationalsozialistischen Aufbaues. So ho'ffe ich, daß Sie, wenn Sie morgen in Ihre Heimatstadt zurückkehren, mit erhöhter Berufsfreude wieder an Ihre Tagesarbeit gehen. Diese Tagesarbeit wird auch Sie niemals von Sorgen verschonen; aber sie soll Ihnen ein Gefühl dafür vermitteln, welche Ehre darin liegt, am Aufbau einer Nation helfen zu dürfen und geistiger Diener zu sein am Wohl, an der Ehre und an der Freiheit eines ganzen Volkes.
Mit großer Spannung verfolgten die Schriftleiter die Rede des Ministers und gaben am Schluß seinen Ausführungen mit stürmischem Beifall ihre Zustimmung. Anschließend verbrachten die Hauptschriftleiter mit den für die Führung der deutschen Presse verantwortlichen Männern einige Stunden zwanglosen kameradschaftlichen Beisammenseins in den festlich geschmückten Räumen. Am späten Abend wurden die Gäste noch durch ein hochwertiges künstlerisches Programm erfreut, das bei allen Teilnehmern große Begeisterung auslöste.
letzten Reichstagsrede eine ausgiebige Antwort erteilt.
„SolUen sich die hier eingerisfenen verwilderten Zustande", so betonte der Minister, „nicht ändern, so wird der Zeitpunkt nahe fein, daß die Führung des Volkes die deutsche Presse aufruft, um nun auch ihrerseits polemisch dagegen anzutreten. 3n den letzten Tagen ist vor allem in der englischen Presse die Behauptung ausgetaucht, der Führer versuche, der englischen Presse einen Maulkorb umzu- hängen. Davon kann selbstverständlich gar keine Rede sein. Rjemand wird der englischen oder der französischen oder der Presse irgendeines anderen Landes verwehren, die deutschen Zustände wahrheitsgemäß zu schildern. Wird aber für diese Art von hehpresse die Wahrheit über die deutschen Zustände nicht mehr das ausschlaggebende Element der publizistischen Arbeit, sondern die Lüge, die Verleumdung, die Sensationsmache, so kann in einer so erhitzten und ver-
dessen Gründer Friedrich Wilhelm Raiffeisen wc-r. Heute dankt das deutsche Bauerntum diesem Manne, der durch seine unermüdliche Arbeit die Grundlage dafür geschaffen hat, und dessen gan- 3-v. LebEwerk dem Wohle der ländlichen Beoölkc-
Oie deuischepreffe half am Aufbauwerk des Führers.
Oer Dank des Reichspropagandaministers bei einem Empfang deutscher Hauptschristleiter.
ORaiffeifen.
Zum 50. Todestage des Gründers der ländlichen Genossenschaften.
Von Hermann Oieselhorst.
ermitthmg nur 11 Millionen Tonnen oder rund 420 000 Tonnen weniger als im vergangenen Jahr. Dies sind die Folgen der großen Auswinterungsschäden im Winter 1936/37, die auch durch dis Steigerung der Erträge auf den verbliebenen Flächen nicht' ausgeglichen werden konnten. Damit ist auch die Notwendigkeit stnd straffe Durchführung des Verfütterungsverbotes von Brotgetreide und Erzeugnissen hieraus nach wie vor gegeben. Die Ermittlung des endgültigen Ernteergebnisses unterstreicht auch erneut die Bedeutung der angeordneten umfassenden Ablieferungspflicht für Brotgetreide. Sie zeigt aber auch, wie wichtig es ist, daß immer wieder im Rahmen des Kampfes gegen den Verderb darauf hingewiesen wird, daß mit Brot «und Backwaren hausgehalten werden muß. Vor allem gilt dies für Weizen, wo der Verbrauch in den letzten Jahren im Verhältnis zu den in Deutschland gegebenen Erzeugungsmöglichkeiten gar zu rasch gestiegen ist. Schon im Wirtschaftsjahr 1936/37 lag der Weizenoerbrauch um etwa 400 000 Tonnen höher als im Wirtschaftsjahr 1933/34.
Die Steigerung der diesjährigen Getreideernte gegenüber dem Vorjahr ist, wie die endgültige Ernteermittlung bestätigt, fast ausschließlich auf dis Erhöhung der Futtergetreideernte zurückzuführen. Dies übertrifft die des Vorjahres um 750 000 Tonnen. Dabei ist jedoch die Körne r- mais ernte nicht einbezogen. Da das Reichsamt andererseits die Maisernte mit rund 121 000 Tonnen angibt, erhöht sich sowohl das Ergebnis der Gesamternte wie auch insbesondere der Futtergetreideernte im Vergleich zum Vorjahr noch um den Betrag, um den die Körnermaisernte gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, nämlich schätzungsweise um etwa 60 000 Tonnen. Es ist zu wünschen, daß das Statistische Reichsamt die.Körnermaisernte in Zukunft in die Zusammenstellung über die Gesamternte mit einbezieht, zumal der Körnermaisanbau durch die Förderung in der Erzeugungsschlacht, eine von Jahr zu Jahr wachsende Bedeutung für unsere Getreide- und Futtererzeugung gewinnt. Der genannte Mehrertrag an FuttergetreidS hat im übrigen zusammen mit Der Rekordhack- ■ f r u d) t e r n t e die Durchführung des Verfütte- 1 rungsverbots von Brotgetreide schon bisher wesent- : lich erleichtert und wird dies auch in den letzten - Monaten des Erntejahres tun. Dr. CI.
dische Verfall unseres Geisteslebens so sichtbar in die Erscheinung getreten, als gerade auf diesem Gebiete. Diese Zeiten sind nun Gott sei Dank überwunden. All die vielen Probleme, die urts im Jahre 1933 und 1934 noch beschäftigten, ob die Presse das Recht zur schrankenlosen Freiheit besitzt oder nicht, ob es eine absolute Freiheit der Meinung und des Geistes überhaupt gebe oder nicht, ob und warum die Presse eintönig sei oder nicht, alle diese Probleme sind nun längst g e l ö st. Und zwar nicht durch große Programme oder theoretische Förderungen, sondern durch die stille, zähe und manchmal heroische Tages- und Nachtarbeit, die Sie geleistet haben.
3d) kann mir nicht vorstellen, daß das deutsche Aufbauwerk auf allen Gebieten unseres inneren und äußeren Lebens hätte durchgeführt werden können, wenn die deutsche Presse in dem 'Verfallszustande geblieben wäre, in dem wir sie am 30. 3anuar 1933 übernommen haben. 3ch kann mir aber auch nicht vorslellen, daß die großen Erfolge, die der Führer durch seine Politik zu verzeichnen hat, überhaupt hätten erreicht werden können, wenn die Presse nicht als ein stets einsatzbereites Armeekorps des Geistes der politischen Führung zur Verfügung gestanden hätte. Für diese Mithilfe am Aufbauwerk möchte ich der deutschen Presse an diesem Abend meinen Dank zum Ausdruck bringen.
t e n möglich, entstehende Schwierigkeiten bei der Marktregelung von Milch und ihren Produkten rote Butter und Käse schnell zu überwinden. Die Eie r- verwertungsgenossenschaften schotteten sich als Eiersammelstellen in den Eierhandel ein, der bis zum Jahre 1933 fast vollständig in jüdischen Händen war. Schwierigkeiten gleicher Art mußten im Diehhandel bezwungen werden, und auch hier ist es ein Verdienst der Genossenschaften, daß die hm und wieder aufgetretenen Verknappungen in der Versorgung der Bevölkerung mit Fleisch auf ein Mindestmaß beschränkt blieben. Die reichen : Weinernten der Jahre 1934 und 1935 hätten man- !chen Winzer um den Erfolg seiner mühevollen Ar-
Am 11. März jährt sich der 50. Todestag eines Mannes, dem die gesamte ländliche Bevölkerung groben Dank schuldet — Friedrich Wilhelm, e”staat5fcf jetär Reichspresseches Dr. D i et.
U°nich7 SS fÄ'7n'1ö!!dUch°7umgebung 'Ä ^nent der
als Sohn eines Landbürgermeisters in Hamm R°lch°pressek mm , ch b M der Sieg aufgewachfen und später als Landbür «-'te d ÄfÄÄ
^e7 End Lr!ut^L" rL^S"e/'d7 großer dei/chen Zeitungen waren zugegen, e "Ät? N-ich-minister Or. Goebbels
19 .Jahrhunderts durch die Steinsche Agrargesetz- (einec Freude darüber Ausdruck, daß er die gebung freigeworden durch die Verflechtung der deutschen Presse willkommen heißen
überall ti djen Grundsätze eines Hardenberg ober "“"ner “er o u ja) II ' i^
in völlige Abhängigkeit und durch das Fehlen oer- k°n^ d.e1° oiele be usüche V rb.ndun^en m nun,tiger Krediteinrichtungen, besonders durch die J)ou|e tagup auireaiiergteiten. vr w,.lb zahlreich vertretenen Händler Der jüdischen Rasse Jj £ nerfönlirben Kontakt aufnehmen. Ich und dLmst verbuntz-nen unerhörten Wucher, in I ^ibei", so führte der Minister aus, „Ihnen eine große Notlage geraten. gegenüber meinen herzlichen Dank zum
Diese Verhältnisse veranlaßten Friedrich Wilhelm Ausdruck bringen für die großartige M it- Raiffeisen, zunächst als Landbürgermeister in kj{fe &ie Sie in den vergangenen fünf Jahren Weyersbusch am Westerwald unter der Losung | < • —
„Einer für alle, alle für einen im Winter 1846/471 itenen. iss in iegr |ajwer geujeitn, vus m u« zur Unterstützung unbemittelter Landwirte den Kon- Systemzeit vollkommen verlörengegangene Prestige funwerein Weyersbusch ins Leben zy rufen. Achn-' • ......■" ~ rr • ......ri-f
liche Gründungen nahm er zwei Jahre später vor, als er Bürgermeister in Flammersfeld geworden war; diesen folgte, eine weitere Gründung gleicher Art nach feiner Uebersiedlung als Landbürgermeister nach Heddesdorf bei Neuwied am Rhein. Bis zu seinem Tode hat er dann, besonders nachdem er durch Krankheit aus seinem Dienst als Bürgermeister ausschied, sich ausschließlich seinem Lebenswerk gewidmet und hat aus feinen
Spar- un dD arte hns faffe n Mangel an Freiheit Ihnen und uns mit wechseln-
bet, bte. auch heute noch, mcht alleln m Deustchla . ö, Tonstärke immer und immer wieder zum Vor
sängern m aller Welt verbreitet und vorb.ldttch ^dM, sich einer geistigen und publizistischen ^'Raiffeisen hie» an. einem, auch heute noch.be- Freiheit erfreuten Sie st^n mMi^m Dienst e währten Grundsatz fest: Beschränkung des Vereins- e5 nun jüdische, freimaurerische, international-
warem tz-r geheimem (oriwn einer j$r offenen lchränkung des Gewinnanteils sowie Ansammlung Sie (IWn^m9.^ 3.J) ift £ienft eines unteilbaren Vekeinsvermogens und ehren- ' :mmcr wiederholende
amtlich- Verwaltung. Schon zu Lebzeiten Raiff- der Na an, stch mme$ eilens wurde den Spar- und Darlehenskassen d ° s PN ich t - r f u l Un 9 °® e Iu n 8» = Warengeschäft angegttÄert, um den Mttgtte- ° i h e i t des deutschen Volkes. Wenn dern einmal in der Verwertung ihrer Erzeugniss I DOn e,ner gewissen Auslandspresse der na- behilflich zu sein und auch den Bezug preiswerter j^^alsozialistischen' deutschen Presse entgegengehal- Bedarfsartikel, wie Düngemittel, Saatgut usw. zu daß sie, da sie in einem autoritären
ermöglichen. Wa Staate wirke, sich die Gesetze des Wohlverhaltens
Von den heute in derWelt. ^00 ool» und der politischen Anständigkeit auferlegen müsse,
18 000 den Hauptanteil ausmachen. Im Laufe der — ~
Jahrzehnte haben sich die verschiedensten Arten von ländlichen Genossenschaften her ausgebildet, so die Bezugs- und Absatzgenossenschaften, die Molkereigenossenschaften, die Obst-, Gemüse- und Kartoffel- venvertungsgenossenschaften, die Viehverwertungsgenossenschaften, die Eierverw^rtungsgenossenschaf- (en, die Winzergenossenschaften und sonstige Betriebsgenossenschaften. Sie alle haben bereits dem deutschen Bauern, insbesondere in schweren Jahren, unschätzbare Dienste geleistet; sie haben jid) aber tauch im Dritten Reich besonders bewähren können. Auf allen Gebieten der nationalsozialistt- scheu. Gesetzgebung haben sie fördernd mitgewirkt, die erlassenen Gesetze, Vorschriften, Anordnungen
Ufro. durchzuführen. chen Winzer um Den erfolg einer muyevouen ua-
Jhre Tätigkeit sei auf den wichtigsten Gebieten I beit gebracht, wenn sich nicht die Win zerg e n o s - kurz angeführt: Die Erzeugungsschlacht sen!chaften mit ihren ^lnrichtungen hatten wurde durch die Errichtung von Flachsrösten maßgeblich einschatten können. Diese wenigen Bel- wesentlich unterstützt; der Flachsanbau war bis zum spiele mögen die Bedeutung des ländlichen Genossen- Jahre 1932 bekanntlich auf etwa 4000 Hektar zu- schaftswesens für die heutige Zett Herausstellen, MWAsWZ Meendgit«igeErMlMgi»erGeimdeernieiy37 Fe^nVg’u n g s =^u n d Beizanlagen konnten I Besonderer Erfolg der Erzeugungsschlacht bei Futtergetreide, rund 50 v. H. des gesamten für die Landwirtschaft . .
erforderlichen Saatgutes bereitstellen. Rund 3000 ZdR. Die soeben vom Statlstl s ch e n R e l ch s genossenschaftliche Kartoffeldämpfkolon- amt veröffentlichte endgültige Ermittlung des Er- N e n schlitzten einen erheblichen Teil der Rekorükar- gebnisses der Getreideernte 1937 zeigt wieder em- tosselernte des Jahres 1937 vor dem Verderb und mal eindringlich, daß es "'rklich erst mehrere lieferten dem Bauern zugleich ein gutes, eiweiß- Monate nach Einbringung der Ernte möglich reiches Futter. Beim Reichserbhofgefetz Hal- ist. das Erntergcbnis endgültig S“ b°urte,lem Be fen die Kreditgenossenschaften durch kurz- und mit- der Ernte 1936 war die erste Ernteschatzung imi faft telsristige P e r s o n a l k r e d i t e dem Bauern zur 2 Mill. Tonnen großer als das endgültige Ernte Durchführung seiner Aufgaben, da die anderen ergebnis. In diesem Jahr wurde die Getreideernte Bankinstitut- auf Grund ihrer Bestimmungen nur von den Berichterstattern v° n Mo na t zu Mo Realkredite geben dursten, die wiederum durch das nat günstiger ^uFte'ltc:„7$e2?(3ul2tSerö'e|1siT”,5, Reichserbhofgesetz nicht statthaft waren. endgültige Ernteergebnis 1937 mit 2?,2 Mill Ton
Ebenso gehört eine reibungslose Durchführung der ! nen um rund 1 Mill. To n n en übende r Marktordnung mit zu den Verdiensten ländlicher Genossenschaften. Die glatte Abwicklung der Getreideverwertung wurde durch ihr Vorhandensein wesentlich erleichtert, als im Jahre 1933 in kürzester Frist Getreidefe st preise eingeführt wurden, statt det freien Preise der liberalistischen Zeit, die an der Börse einst von jüdischen Schiebern festgesetzt wurden und den Bauern um den Lohn seiner Arbeit brachten. Gleichfalls war es durch das
Vorhandensein von Molkereigenoisenschaf-


