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Modell des Adolf-Wer-Plaßes in Weimar

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So sagt Frau Roosevelt gleich am Anfang: Manche Nationen müssen sich ausbreiten, weil ihre Bevölkerung sich vermehrt hat. Manche Nationen brauchen Rohstoffe ober Erze, die sie in ihrem eigenen Lanbe nicht finben können. Man mag barauf erwibern, baß sie diese Dinge ja kaufen könnten, ja, aber die Nationen, bie diese Stoffe haben, setzen meistens einen zu hohen Preis für die anderen Nationen, die sie benötigen." An einer anderen Stelle sagt sie:Viele von uns sind zu der Ueberzeugung gekommen, daß der Völker­bund in seiner heutigen Form die Aufgabe der Befriedung nicht erfüllen kann. Wichtig ist, daß wir neue Wege finden, auf denen alle Nationen ver­trauensvoll mitgehen können."

Eine weitere Stelle:Wir selber beginnen erst jetzt uns Südamerika gegenüber in der richtigen Weise zu benehmen. Wir spielten lange Jahre hin­durch die Rolle des großen Bruders und betrach, teten uns als allein maßgebend dafür, was in den inneren und äußeren Angelegenheiten unserer Nach­barstaaten vor sich gehen dürfe."

Eine vierte Stelle:Wir schauen über den Atlan­tik und den Pazifik und klopfen uns auf die Schul­tern und erzählen uns, wie glücklich wir seien, daß wir ^keine kriegerischen Gelüste haben. Wir sind selbstgerecht und vergessen, daß wir selber durchschnittlich alle 40 Jahre seit Begründung un­serer Nation Krieg geführt haben. Wir haben so­gar einen Bürgerkrieg gefochten." Und folgende Stelle: ,Die Pioniere, die sich in Neu-England an- siedelten, kamen aus Gründen religiöser Freiheit her, aber religiöse Freiheit bedeutete für sie nur Freiheit für ihre 'eigene Religion. Andersdenkenben gegenüber waren sie burchaus nicht großzügiger als man ihnen gegenüber in ihrer alten Heimat gewesen war. Diese Einstellung gegenüber anbers Denkenben scheint in vielen Fragen auch heute noch unsere Einstellung zu sein." ...Wir ben- ken unb tun, wie es uns paßt, unb sorgen uns hauptsächlich um bie Rechte unb Vorrechte unseres eigenen Volkes, aber wir nehmen wenig Rück­sicht auf bie Rechte unb Vorrechte unb Ansichten anderer Nationen." ..Wir müssen unser eigenes Haus in Ordnung bringen, z. B. den Streit zwi­schen Kapital unb Arbeit." Unb bann finben wir eine Stelle, bie uns merkwürbig bekannt vor- kommt:Human beings must recognize Jhe fact that what serves the people as a whole serves them best as individuals, auf beutsch: Gemein­nutz geht vor Eigennutz. Wo haben wir diesen Ausspruch schon einmal gehört?

Nun zum praktischen Teil ber Rooseveltschen Gebankengänge über ben Weltfrieben. Frau Roose­velt lehnt den Vorschlag einer gewaltigen religiösen Bewegung zur Besserung der Menschheit und Er- reichung friedlicher Gesinnung als undurchführbar ab. Sie sagt, daß sie viele ausgezeichnete Men­schen kennengelernt habe, die keinem formellen Re­ligionsbekenntnis anqehörten. Sie schlägt dagegen vor, daß die Nationen der Welt zunächst regionale Friedensverträge mit ihren unmittelbaren Nach- barn abschließen und daß dann diese Gruppen sich allmählich zu einer zentralen Organisation Der« einigen. Energisch lehnt fte Abrüstung oder Be­schränkung auf ein Landheer für Amerika ab, denn ihr Land brauche wegen seiner langen Küsten eine starke Flotte, die es verhindern^ könne, bah Der Feinb überhaupt erst in die Nähe von Amerika gelange, unb sie greift schließlich den bekannten Plan ihres Gatten auf, baß bie Volker der Welt sich gegen einen Angreiferstaat zusammentun unb ihn burch wirtschaftlichen Boykott, ohne Waffenge­walt, nieberzwingen sollen. Aber sie gibt selber zu, daß ein wirklicher praktischer Friebensplan auch ihr nicht bekannt fei.

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D'e ? r Archrtektur - Ausstellung gibt mit ben zahlreichen Mobellen ber

fähigsten Architekten bes Dritten Reiches einen einbrucksvollen Ausblick auf bie bauliche Gestaltung bes zukünftigen Deutfchlanbs. Das Mobell bes A b o l f - H i t l e r - P l a tz e s i n ~~ e Lmca r ^urde nach ben Plänen von H. Giesler geschaffen, ber auch bie Orbensburg Sonthofen entwarf. Ein 44 Meter hoher Glockenturm überragt bie großartige Anlage reprä­sentativer Bauten. Im Hintergrunb sieht man bie Festhalle für 15000 Personen. (Scherl-M.)

Monumentale Sinnbilder unserer Zeit

Oer Bauwille im neuen Deutschland.

Von Heinrich Hartmann.

unb erhebenden Sinnbilber seiner Kraft unb seiner Gemeinschaft zu schaffen. Vor allem hat ber Füh­rer selbst in einer seiner großen Kulturreben auf bem Reichsparteitag in Nürnberg immer mieber bie Größe bieser Aufgabe angesichts bes tausend­jährigen Vermächtnisses deutscher Kunst aufgezeigt unb bie großen Künstler alsbie Fleischwerbung ber höchsten Werte ber Nation" bezeichnet.

Was an neuem Leben in Dichtung unb Musik gewachsen ist, wird nun auch im neuen Raum in feiner letzten Tiefe unb Schönheit wirksam. Denn mit der Bildung einer ausgerichteten unb geschlos­senen Gemeinschaft erftanb ber Architektur ihre ureigenste unb ewige Aufgabe: für biefe-burd) Jahre bes Kampfes unb bes Einsatzes zusammengeschlossene Gemeinschaft, für biefe Form politischer Willens- bilbung ben sammelnben, ben erhebenden und zwin­genden Raum ber Gemeinschaft zu schaffen. Keine Kunst ist so sehr berufen, bie Geschlossenheit bes Volkes sichtbar unb gewaltig zu bofumentieren, wie gerabe bie Architektur. In ihr wird das Gefühlte zur Klarheit des Bewußtseins erhoben unb in ewige Formen gegossen. Es ist heute ihre große Aufgabe, bie Bauten ber Gemeinschaft zu gestalten, bie sich nach bem Willen bes Führers weit er­heben sollen über alle Banken unb Warenhäuser, über alle Börsen, Hotels unb Vergnügungsstätten einer bürgerlichen Welt. Wie ber Nationalsozialis­mus über alle privaten Interessengemeinschaften hinaus aus Zerfall unb Zersetzung ein neues Reich geschaffen hat, so ragen schon heute seine Bauten über alle Häuser unb Paläste privater Unterneh­mungen. So sinb in ben letzten Jahren aus Dör­fern unb Stäbten in klaren Linien bie Heime ber Jugenb unb ihre Feierräume, bie Schulungsstätten ber Partei, die Sportplätze und Aufmarschplätze bes Volkes unb schließlich bie großen Bauten bes Na­tionalsozialismus als bie höchsten Symbole ber Jbee herausgewachsen.

Die erste Sorge bek nationalsozialistischen Regie­rung galt ber Wohnung des deutschen Ar­beiters, den Räumen, in denen sich die Millio­nen des deutschen Volkes im Kreis ber Familie, in Stunden ber Erholung, Ruhe unb Kraft zu neuem Tagewerk sammeln. Wer heute burch Deutschlanb ährt, sieht überall bie Reihen ber sauberen unb chönen Sieblungshäuser. An ben Räubern ber Zroßstabt, in ber Nähe ber neuen Jnbustrjen, im Ostraum unb nicht zuletzt in bem vom Arbeitsbienst neu erschlossenen unb urbar gemachten Gebieten unb auf bem Boben, ber bem Meere abgerungen würbe überall leben frohe unb gesunde Familien deutscher Arbeiter unb Bauern im eigenen Haus mit eigenem Garten. So fielen in Hamburg unb vielen aoberen beutschen Stäbten bie ungesunben Viertel, machten weiten Grünflächen Platz ober würben mit gefunben Wohnungen neu gebaut.

Die Achtung vor bem beutschen Arbeiter kommt zugleich zum Ausdruck in dem Bemühen, ihm würdige unb gefunbe Arbeitsplätze zu schaffen. Mit ber Beschaffung lichter unb sauberer Räume, in benen ber Blick von ber Werkbank hin­weg sich an Blumen unb Bilbern freuen kann, mit Gärten unb Sportanlagen, mit Brauseräumen unb Schwimmbäbern würbe biefe Aufgabe vom Amte Schönheit ber Arbeit" ber Deutschen Arbeitsfront erfüllt. Nichts vermag die Lebendigkeit unserer kulturellen Arbeit besser zu beweisen, als die Tat- ache, daß heute auch ber kleinste Bau als eine kulturelle Aufgabe betrachtet wirb. So sinb nicht

Die Kulturarbeit bes Nationalsozialismus sieht es als höchste Aufgabe an, zu positiven kulturellen Leistungen au führen. Sie geht auch babei zuerst vom Menschen, b. h. von Der Persönlichkeit bes Künstlers aus, benn alle kulturellen Bemühungen werden so lange erfolglos fein, so lange es nicht gelingt, bie wahrhaft begabten Künstler zu einem leibenschaftlichen Ringen unb Gestalten aus echtem Erleben anzuregen

Diese Arbeit ist durch bie Sammlung aller schaf- fenben Künstler in ber Reichskulturkammer geleistet worben. Damit hat im neuen Reich der Künstler, ber als Zigeuner ber Dachkammer ober Bohemien verrufen war, seine Ehre unb Anerkennung gefun­den unb zugleich den höchsten Auftrag erhalten, ben das neue Reich zu vergeben hat, bie unsterblichen

? efnoJ Roosevelt, bie Gattin des ber Bereinigten Staaten, ist eine ber u ?rau£? ?"ses Lanbes. Sie führt ben Haushalt bes Weißen Hauses, sie erfüllt ihre um« fangreidjen repräsentativen Verpflichtungen sie 6er 'unb'befiditiot SA9m U9, im SQn3en Lande um- rf. besichtigt Sieblungen, hält Vorträge, lie- sert einen täglichen Artikel für ein großes Zei- tungssynb.kat, arbeitet in vielen Frauenfragen Mit, steht einer Werkstatt für hanbwerkliche Fach, arbeit von..Möbeln &er Kolonialzeit vor, übt mit ungen Mabchen bie alten Volkstänze ein; sie Lnri^mnhrtÄ^Unbknu unb überweist bas Honorar an wohltätige Stiftungen, fie hält wöchentliche WtDnferenjen oh, lurj fie scheint 24 Stunben am Tag zu arbeiten. Jetzt hat fie in wenigen Mo­naten außerbem noch zwei Bücher geschrie- den unb veröffentlicht. Das erste war ihre eigene Lebensgeschlchte, bas zweite ist eine kleine Bro-

Sl ?emö £tfcIThis Troubled World (H. C. Konsey & Company, Jnc., Neuyork, 1938, § 1,),Diese Welt voller Sorgen".

Wie ber Titel schon anbeutet, beschäftigt sich bas Buch mit bem Problem bes W e l t f r i e b e n s unb b^gen defonbers interessant, weil es ganz offensichtlich bas Ergebnis vieler unb eingehenber Besprechungen mit ihrem Gatten barstellt unb da­her einen wichtigen Einblick in die Auffassungen des Präsibenten ber Vereinigten Staaten gewährt. Das Buck hat nur 46 sehr kleine Seiten, unb man kann es fast schneller lesen als eine Inhaltsangabe bapon geben. Getragen ist bie Schrift von einer gluhenben, aufrichtigen Friebensliebe, verbunden Mit einer gewissen verzweifelten Hoffnungslosigkeit und dem Bekenntnis, baß auch die Verfasserin keinen endgültigen und praktisch durchführbaren Plan zur Weltbefriedigung Vorbringen kann. Wich­tig ist aber gleichzeitig die in bem Buch wieberholt dokumentierte Erkenntnis, baß es mit bem reinen Ableiern von »Demokratischen" Phrasen nicht ge­tan sei, sonbern daß es sich bei der Befriedung der Welt um kompliziertere Dinge handele als um die Frage Demokratie ober Diktatur, unb man möchte wünschen, baß ihr Gatte in seinen Re- ben an bie Nation mehr biefen in bem Buch bar­gelegten eigentlichen Gedankengängen feiner Er­kenntnis folge, als ständig sich und andere mit der Allusion zu plagen, baß es in der Oeffentlichkeit gut klinge, wenn er den autoritär regierten Staaten mit bem Finger brohe.

lens, deren Gesetze sie kommenden Geschlechtern am reinsten verkünben. Wie weit aber ihre Bebeutung über den Rahmen des eigenen Volkes hinausreicht, hat Adolf Hitler auf bem Reichsparteitag ber Arbeit aufgezeigt:Die kleinen lagesbebürfniffe, fie haben sich in Jahrtaufenben veränbert und wer­ben sich ewig weiter wanbeln. Aber bie großen Kulturbokumente ber Menschheit aus Granit und Marmor stehen ebenfalls seit Jahrtausenben. Unb sie allein sind ein wahrhaft ruhenber Pol in ber Flucht all ber anberen Erscheinungen In ihnen hat die Menschheit sich in Zeiten bes Verfalls stets von neuem bie ewige Zauberkraft gesucht unb auch immer mieber gefunben, um ihrer Wirrnis mieber Herr zu merben unb aus bem Chaos eine Neu- orbnung zu gestalten."

Giaaisfekreiar pfundiner sprach in Budapest.

Budap est, 9. Febr. (DNB.) Der Staatssekre­tär im Reichsinnenministerium Dr. Pfundtner hielt im Staatswissenschaftlichen Institut ber Buba- pefter Universität einen Vortrag über ben staats­rechtlichen Aufbau bes Dritten Reiches. Dem Vor­trag mohnten ber Innenminister, ber Finanzmini­ster, ber Rektor ber Universität, ber Oberbürger­meister von Bubapest, ber beutsche Gesanbte, 'der Landeskreisleiter der NSDAP, unb eine große An­zahl in Bubapest lebenber beutscher Volksgenossen bei.

Staatssekretär Pfunbtner wies barauf hin, baß nach der Seite bes äußeren Verfassungs­aufbaues für Ungarn wie für bas neue Deutsch- land barin Uebereinftimmung besteht, baß beibe ßänber einheitlicher Verfassungsurkunden entbehren. In beiben Staaten sinb bie wichtigsten staatsrecht­lichen Normen, soweit sie in Rechtsvorschriften ihren Nieberschlag gefunben haben, in einer größeren Zahl von Gesetzen enthalten, bie man wegen ihrer Bebeutung für bie Gestaltung bes Gemeinschafts, lebens alsS t a a t s y r u n b g e s e tz e" zu bezeichn nen pflegt. Währenb in Ungarn für biefe Staats- grunbsätze bas in vielhunbertjähriger Entwicklung entftanbene Gewohnheitsrecht tritt, wird ' die beutsche Derfafsungsgesetzgebung überlagert burch ' die na11onalsozialistische Weltanschau- un g, bie bie oberste Grunblage ber Volksordnung bilbet unb in ben wichtigsten Punkten im Partei- ! Programm Ausbruck gefunben hat. Die Ausführun- ' gen würben mit großem Beifall aufgenommen.

Zu Ehren bes Staatssekretärs gab'am Abenb ber Innenminister im Festsaal bes Innenministeriums ein Essen, an bem der Ministerpräsibent unb meh- ' rere Minister mit ihren Gemahlinnen, mehrere Staatssekretäre, bie Präsibenten ber Königlichen ' Kurie, ber Oberbürgermeister von Bubapest, ber 1 Oberstabthauptmann von Bubapest, Felbmarschall ' Erzherzog Josef sowie ber beutsche Gesanbte unb ' ber Landeskreisleiter der NSDAP, teilnahmen.

Der Nicaragua-Kanal

Unter bem Einbruck der Weltaufrüstung haben die USA. nicht nur ein sehr umfassendes Flotten­programm ausgearbeitet, sondern bie alte Absicht, einen zweiten Kanal neben bem Pa- n a m a kanal von dem Atlantischen nach bem Pazifischen Ozean zu bauen, weiter vorwärts ge­trieben. Im Kongreß ist bereits eine Vorlage für ben Kanalbau eingebracht worben. Die Kosten fal­len sich auf 300 Millionen Dollar belaufen. Der Panama-Kanal ist erst, als ber Weltkrieg bereits begonnen hatte, am 15. August 1914 ziemlich fang- unb klanglos eröffnet worben, nachbem bereits im Jahre 1879 ber Franzose Lesseps, ber Schöpfer des Suezkanals, ein Unternehmen gegrünbet hatte, das ben Panama-Kanal bauen sollte. Die Skanbal-e Affären um bie Panama-Gesellschaft erschütterten den Ruf ber französischen Demokratie. Parlamen­tarier unb Zeitungen, barunter auch berTemps" unb berMatin", hatten Bestechungsgelber ange­nommen, Glemenceau verlor nach ber Ausbeckung des Schwinbels fein Manbat, unb bie Hoffnung ber Franzosen, ben Panama-Kanal bauen zu bürfen, zerrannen im Schmutz. Da schalteten sich bie USA. ein, sie bestachen bie politischen Machthaber bes Staates Panama, errichteten bie Panamakanalzone unb bauten ben Kanal. Seitbem sinb runb 10 000 amerikanische Truppen mit ben notroenbigen Flug­zeugen zur Sicherung bes Panamakanals rechts unb links bes Kanals untergebracht. Der Kanal wird gegenwärtig vertieft unb zwar, wie es heißt, um 35 000 - Tonnen - Schiffe zu tragen, aber in Wirk­lichkeit bürste wohl bie Verbreiterung und Vertie­fung des Kanals für 43 000-Tonnen-Kriegsschiffe vorgenommen werden.

Der neue Nicaragua-Kanal würde, da er bedeutend länger als der Panamakanal wäre, min­destens 30 000 amerikanische Soldaten mit den not­wendigen Fluazeugplätzen zu seiner Bewachung er­fordernd Der Kanal würde an der atlantischen Seite bei der nicaraguanischen Hafenstadt San Juan del N o r t e beginnen, bann dem Laufe des San- Juan-Flusses folgen, ber natürlichen Grenze zwi­schen Nicaragua unb Costarica, unb burch ben Nicaragua-See hindurchgehen. Der Nicara­gua-See, dessen Wasser für den Kanal abgeleitet werden müssen, ist der einzige Süßwassersee, in bem Haifische unb Schwertfische vorkommen: er ist an­scheinend durch eine vulkanische Eruption vom Pazifik abgetrennt worben. Der Kanal würde bei B r i t o an ber Küste bes Stillen Ozeans münben. Das Gelänbe ist allerdings ebenso wie die Gegend um ben Panamakanal, besten Schleusen nach einem amerikanischen Schlagwortvon nur 12 Mann" zerstört werben könnten, gefürchtetes Erbbedenge- biet. Der Nicaragua-Kanal braucht nur brei größere Schleusenanlaaen, das Lanb ist ziemlich eben, bie technischen Schwierigkeiten sind gering unb bie G?» sundheitsverhältnisse sind beöeutenb besser, als in ber Panama-Kanal-Zone, wo Hunberttausenbe von weißen unb farbigen Arbeitssklaven infolge ber mangelnben sanitären Maßnahmen an Malaria, Gelbfieber usw zugrunde gegangen sinb unb sich erst in ber letzten Zeit bie Verhältnisse einiger­maßen gebessert haben. Wie im Staate Panama wirb auch in Nicaragua bie Errichtung einer Kanal­zone unter ausschließlich nordamerikanischer Ober­hoheit geplant, bie aber auch burch bas Gebiet von Costarica gehen müßte, das, als im Jahre 1916

' wirtschaftliche ober technische Zwecke ober Reprä- fentationsgrünbe für ihre Gestaltung allein maß- gebenb, sonbern sie werben für ben lebenbi« gen Menschen geplant, dessen Herz in unseren Räumen in seiner Freiheit und Natürlichkeit freubig bestätigt werben soll. So sind neben ben Wohnun­gen unb Arbeitsstätten auch bie Räume, bie ber Erziehung bes neuen Menschen bienen, ein sicht­barer Ausbruck ber nationalsozialistischen Welt- anschauung. Schon im ersten Baufahr ber Hitler- Jugend konnten eine große Anzahl vorbildlicher Heime erstellt werben. Unb wie sich bie großen Er- ziehungssysteme aller Zeiten ihre typischen Räume schufen, so sind dazu auch bie größeren Bauten ent- stauben, bie bem weiteren Erziehungsweg bes Na­tionalsozialismus bienen. Schon stehen brei gewal­tige Drbensburgen unb allenthalben die klei­neren Führerschulen ber Partei unb so würben kürzlich bie Grunbsteine für zehn Abolf-Hit­ler-Schulen gelegt.

Weit überragt werden biefe Anlagen von ben Bauten, mit benen ber Führer ben größten beut­schen Städten ein neues Gesicht gegeben hat. So entstaub in Berlin für bie Olympiabe 1936 bie riesige Anlage bes Reichssportfelbes als Anerken­nung unb Verpflichtung für bie beutschen Leibes­übungen unb zugleich als ein sichtbares Symbol für bie stiebliche Zusammenarbeit ber Jugenb ber Welt. Heute klingen in ber Reichshauptstabt allent­halben bie Hacken, rattern bie Preßlufthämmer, um Platz zu schaffen, für eine einzigartige, gigantische städtebauliche Neuordnung, einen Neu­bau unb Umbau bieser Millioueustabt, ber ihrer Be- beutung als Mittelpunkt eines mächtigen Reiches sichtbaren Ausbruck verleihen soll. So wirb Ham­burg als bas Tor zur Welt eine burrfigreifenbe Umgestaltung erfahren unb gewaltige Neubauten erhalten, die einmal jeben Gast bes neuen Reiches roürbig empfangen sollen. So erhielt München, bie Geburtsstabt ber Bewegung unb bie Stabt ber beutschen Kunst, mit ber Umgestaltung bes König­lichen Platzes, ben Ehrentempeln für bie Gefallenen bes 9. November unb ben Verwaltungsgebäuben ber Partei eine erhabene Weihestätte bes National­sozialismus unb mit bem Haus ber beutschen Kunst bie eblen und verpflichteten Räume für bie besten Werke ber lebenben Künstler.

An keiner Stelle forderten bie Tatsachen so große Bauten wie. in Nürnberg. Man kann weber aus Zahlen noch aus Bilbern einen Begriff von ber zwingenben Kraft bieser Bauten unb von ihrer erhebenben Wirkung erhalten. Nur wer selbst an einem Reichsparteitag babei war, vermag zu fassen, warum biefe Aufmarschplätze in Stein gebildet wer- ben, die Tribünen sich in großartigen Verhältnissen erheben, offene Säulenhallen die Stirnseite begren­zen und steinerne Hoheitszeichen die beherrschenden Blickpunkte dieser Anlagen bilden. Dort klingt alles zusammen zu einem wunderbar großen unb mit- reißenbem Erlebnis: Da gehört ber Aufmarsch schon zur Feier in ber Geschlossenheit feiner Gsieberungen, seinem Rhythmus unb mit feinen wehenben Fah­nen, ba marschieren bann unsere Kolonnen ein in einen Raum, ber in Stein eine ewige Sprache spricht, bort stehen fie in geschlossenen Blöcken unb halten Zwiesprache mit ben ehernen Ablern, ben Symbolen ihres Stolzes unb ihrer Macht. Dort klingen ihre Lieber unb Chöre als Antwort unb Bekenntnis auf; bann hören fie, ergriffen unb auf­geschlossen, bie Worte bes Führers.

Diese Bauten bes Führers würben nicht ge­braucht in einer Zeit, bie bem einzelnen Menschen . unb seinen persönlichen Bebürsnissen alle Rechte zusprach. Notwenbig aber sind sie für ein Volk, bas zu einem bewußten politischen Willen geführt war- : ben ist unb auf e i n politisches Ziel zuschreitet, benn sie sind bie Manifestation besfelben Willens unb i derselben Kraft, aus der die Nation lebt. Sie sind : die unvergänglichen Sinnbilder unserer Gemein- i schast. An bem Stolz, ben fie ihrem Volke wie keine 1 anbere Leistung vermitteln, werben alle Versuche, bie Geschlossenheit bieser Gemeinschaft zu zerstören, i für immer scheitern. 1

Alle Arbeit unseres Volkes ist ein Bauen. Die i großen Bauten aber sinb bie stärksten Zeichen unse- 1 rer völkischen Kraft unb unseres geftaltenben Wil- (

Diese Well voller Gorgen." Von Kurt G. Sell, Washington.

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W Fleischbrüh-Würfel

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