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ards habe sich die deutsche pteffe sehr zurückgehalten ganz im Gegensatz zur amerikanischen Presse. Die Deutschen hätten

Gießen (Kirchenplatz 3), den 7. November 1938.

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 10. November, nach­mittags 28/* Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

zu führen. Es sei leicht, die Deutschen zu schmähen. Die Deutschen hätten aber in den letzten fünf Jahren beispiellose £ ei­ff u n g e n nicht nur in der Arbeit, sondern auch im Glauben vollbracht, die manche Engländer gern nachahmen möchten. Durch reine Kraft- anfirengung und Entschlossenheit hätten die Deutschen den Ausgang des Welt- krieges in das Geg.enteil verwan­delt. Die Engländer hätten keinen Grund für irgendwelche Beschwerden. Auch der kon- servative Abgeordnete TNacqulslin erklärte, es sei ein groher Fehler, abfällige Bemerkun­gen über die beiden großen Männer Hitler und Mussolini zu machen. Man solle sich nur einmal vorstellen, dah irgendein auslän­disches Land in abfälliger Weise über die königliche Familie Englands spreche. Das wür­den die Engländer bestimmt nicht schätzen. 3n der Zeit der Abdankung König Edu-

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Klein-Linden. Aliendorf (Lahn), den 9. November 1938.

Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 10. November, nach­mittags 2 Uhr, vom Trauerhause aus statt.

Erklärung von München zu fördern. Das Abkommen zwischen meiner Regierung und der tta- lienischen wird jetzt tn Kürze in Kraft ge» etzt werden. Ich glaube, daß es die traditionellen guten Beziehungen, die so glücklich und so lange zwischen unseren beiden Ländern bestanden haben, bekräftigen und somit die Sache des europäischen Friedens fördern wird." Im Spanien-Kon-

H Et werde die englische Regierung an der Poli- ik der Nichteinmischung feschalten und tn jeöer Weise die Wiederherstellung des Friedens in jenem Lande unterstützen. Sie werde ebenfalls jederzeit bereit sein, falls die Parteien im fernöstlichen Konflikt das wünschten, an einer Regelung mitzuhelfen, die in diesem Gebiet einen dauernden Frieden sicherstelle.

Weiter stellte der König fest, daß die Maßnahmen zur Aufrüstung und zur Ausdehnung der Ver- teidigungsstreitkräste beschleunigt und er­gänzt würden. Die Probleme der zivilen Ver­teidigung , einschließlich der einer wirksamen Nutzbarmachung der Duellen der Nation für einen Freiwilligendien st würden die ungeteilte Aufmerksamkeit des Lordsiegelbewahrers finden. In diesem Zusammenhang gab der König der Hoffnung Ausdruck, daß die aktive Förderung .des Friedens in Europa, die das ständige Ziel seiner Regierung sei, zu einem g r ö ß e r e n N e r - trauen führen und der Ausweitung von Handel, Industrie und Beschäfügung einen neuen Impuls geben werde. Die Bemühungen, günstige Bedingun­gen für die Entwicklung t)ie r Uebersee - mär fie zu schaffen, würden fortgesetzt werden. Schließlich kündigte der König eine Reihe von Reformen auf dem Gebiete der Gesundheitsfürsorge, des Strafgesetzes und der Industrie an, weiter Maß­nahmen zur Abänderung des Versicherungsgesetzes und der Arbeitslosenversicherung. Schließlich sollen Schritte getan werden, um mit den Slums, den Londoner Elendsguartieren, aufzuräumen und um der Ueberbeoölkerung Schottlands zu steuern.

zu beseitigen.

Äegabtenauslese bei der Reichspost.

Trier, 7.Nov. (DNB.) Heber die Begabten­auslese bei der Reichspost sprach Reichspostminister Dr. Ohnesorge auf der Post- und Telegraphen- wi'ssenschafllichen Woche in Trier.

Die Begeisterung der Jugend für das Waffen­handwerk und das Flugwesen habe die Hörsäle der Hochschulen entvölkert, und die Absolventen derselben besinnen sich oft noch sehr, ob sie nicht lieber zur Industrie als zu einer Staatsverwaltung gehen sollen. ..Also hilf dir selbst, Verwaltung, und siehe in deinen eigenen Reihen nach, wo Ta­lente sind, die gefördert werden und auf Derwal- tungskosten die Studienausbildung erhallen können, um dann in die leitenden Stellen eingesetzt zu wer­den." Bedingung ist überdurchschnittliche geistige Be­gabung, hervorragende charakterliche Haltung, poli­tische und weltanschauliche Bewährung in den Glie­derungen der NSDAP, körperliche Gesundhell und Leistungsfähigkeit, Alter zwischen 16 und 23 Jah­ren. Durch die Reichsberufswettkämpfe und durch das Schulungslager Zeesen ist eine fortschreitende Auslese aus den Postjungboten, Hilfspostschaffnern, Baulehrlingen und Telegraphen'handwerkern er­folgt, die die Grundlage für eine weitere Aussiebung bilden konnte. Diese wurde in Zeesen selbst im Rah­men eines vierwöchigen Lehrganges vorgenommen.

Kürzere Lehrzeit für die chemische Industrie.

B e r I i n, -8. Nov. (DNB.) Der Reichswirtschafts, minister hat die Reichsgruppe Industrie und die Industrie- und Handelskammern angewiesen,' die Berufe des Chemielabor-Jungwerkers und des Chemiebetrieb - Illngwerkers anzuerkennen. In der chemischen Industrie, in der vom arbeitenden Menschen ein großes Maß von Selbstverantwortung, von Berufswissen und -können verlangt wird, war es im Interesse einer gesunden aufbauenden Volkswirtschaft unfragbar, daß Hun­derttausende von Menschen, von denen höchste Lei­stungen physischer und psychischer Art verlangt werden, als ungelernte Arbeiter chre

Oppositionsführers Attlee die Aussprache über die Thronrede. Attlee erklärte u. a., die Rede des Königshabe sich dadurch ausgezeichnet, daß ihr jedes Erkennen des Erlistender Lage fehle". Premierminister Chamberlain er­klärte, daß weder, der Innenminister noch der Kriegsminister vor der Öffentlichkeit die'Tatsache hätten verbergen wollen, daß sich gewisse Mängel bei der Art von Generalprobe herausgestellt haben, die man vor kurzem durchgeführt habe. Er müsse sich aber gegen den Eindruck wenden, daß etwa das ganze Derteidigungssystem oder die gesamte Lerteidigungspolitik zusammengebrochen wären.

Der konservative Abgeordnete V o o t h b y er- klärte, in England sei man sehr geneigt, das deutsche Volk zu verunglimpfen. Er finde, daß gewisse Mitglieder des Unter­hauses in rücksichtsloser Weise über die Führer Deutschlands sprächen, und er möchte Green- wood gerne sagen, daß es nicht die Zeit sei, eine derartige Sprache gegenüber Deutschland

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Scharfe Abfuhr der englischen Kriegshetzer

Konservative Abgeordnete

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London, 8. Nov. (Europapreß.) Bei trübem und regnerischem Wetter wurde am Dtenstagmlltag die neue Sitzungsperiode des eng ° lischen Parlaments in altherkömmlicher Werse durch König Georg VI. eröffnet. Im Saal des Oberhauses, der mehr an eine goti­sche Kapelle als an* ein Parlament erinnert, hatten sich die Peers des Reiches in ihren scharlachfarbenen Roben, die obersten Richter in goldbesetzten schwar­zen und roten Talaren und grauen Wollperücken, die Bischöfe, die Botschafter und Gesandten der ausländischen Mächte unter ihnen zum ersten Male der deutsche Botschafter von Dirks en so­wie der neuemannte japanische Botschafter S ch i - gemitsu versammelt, ferner die Damen der Lords und Diplomaten in großen Abendkleidern mit Diademen und reichem Juwelenschmuck. Auf den Seitengalsrien bemerkte man Frau Chamberlain und Lady Simon sowie den Lordmayor von Lon­don. Punkt 12 Uhr betrat das Königspaar den Saal, nachdem es unter dem Jubel von Tau­senden von Zuschauern den Weg vom Buckingham- Palast in der historischen goldenen Staatskarosse mit Vorreitern, begleitet von einer Eskorte der Gardekavallerie mit wehenden Helmbüschen und blitzendem Küraß, zurückgelegt hatte. Nachdem das Kvnigspaar, der König in der Uniform eines Feld- mar challs, mit der Krone auf dem Haupt, auf dem Throne Platz genommen hatte, berief der König nach altem Herkommen auch das Unterhaus, dessen Mitglieder unter Dorantritt des Sprechers an der Schranke erschienen. Dort hatten auch der Ministerpräsident und die Kabinettsmitglieder, so­weit sie nicht dem Lordstand angehören, Aufstellung genommen. Dann überreichte der Lordkanzler dem König die Thronrede, die dieser verlas.,

Meine Beziehungen zu ausländischen Mächten", so führte der König einleitend aus, sind weiter freundschaftlich, und meine Regierung wird alles in ihrer Macht liegende tun, um die Entwicklung eines guten Verstehens im Gei st e der gemeinsamen englisch-deutschen

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liehen politischen Würdenträgern.

In vielen Orten begann der Zustrom der Wähler zu den Wahllokalen bereits in den frühen Morgen­stunden. Der Prozentsatz der Wähler und damit das Wahlergebnis wird an manchen Stellen stark durch das Wetter beeinflußt werden. In vielen der westlichen Staaten mußten die Wähler in lärid- lichen Bezirken durch hohe Schneewehen ihren Weg zur Wahlurne erkämpfen, während in den östlichen Staaten vielfach kalte Regenschauer yerrschten. Erst­malig bediente man sich im Staate Neuyork durch­weg sogenannter W a h l m a s ch i n e n , die wie Registrierkasien die Stimmen der Wähler verzeich­neten uyd das Zählgeschäft sehr erleichterten. Ander­seits wurde der Wahlakt dadurch verlangsamt, daß die Wahlmaschinen bis zu SO Namen aufweisen. Es werden zahlreiche Fälle von Unregel« mäßigkeiten und B e t r u g s v e r s u ch e n berichtet. So wurde in Albany, der Hauptstadt des Staates Neuyork ein Mann verhaftet, der Wahl- stimmen zu tauschen versuchte und in dessen Tisch 45 Briefumschläge mit je fünf Dollar Inhalt waren. In Pottsville drohten noch unbekannte Täter einer Familie an, sie mit Dynamit in die Luft zu spren­gen, falls sie nicht denrichtigen" Kandidaten wähle. In Harlan, im Staate Kentucky, wurden zwei Per­sonen verhaftet, die den demokratischen Kandidaten für den Posten des Gefängniswärters geschaffen hatten. Auch tarn es zu Schießereien, wobei sie­ben Personen getötet wurden.______ _

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Der unabhängige Abgeordnete Harvey sagte, in ganze England herrsche der Wunsch, dah das englische und das deutsche Volk Freunde wer­den sollten, und daß es nie wieder zu einem Ktteg zwischen den beiden Nationen kommen möge. Um diesen Wunsch aber zu verwirklichen, dürsten die Engländer sich nicht damit zufrieden geben, den Frieden auf Kosten anderer Völker zu kaufen, sop- dern sie müßten auch s e l b st Opfer bringen. Es sei überraschend, daß die britische Regierung noch keine öffentliche Erklärung abgegeben habe, um die tiefen Beschwerden des deutschen. Volkes zu beseitigen, Be­schwerden, die man ohne materielle Opfer wurde beseitigen können. Heute noch stehe im Versailler Diktat eine Erklärung, die eine Beleidigung für alle patriotischen Deutschen darstelle, nämlich daß Deutschland am Weltkrieg allein die Schuld trage. Warum könne England nicht die Initiative ergreifen, um diesen Makel von Ver­sailles zu beseitigen? Warum könne England nicht auch die Initiative ergreifen, damit jene Er­klärung von Versailles beseitigt werde, wonach w ^u-xui^u - - - «anw,

Deutschland unfähig sei, eine Kolonialmacht 47 Staaten der Union zur Urne, tn einem Wahl w sein? Dann würde das deutsche Volk sehen,! gang, der als entscheidend dafür angesehen wird, daß die Engländer jetzt eingesehen hätten, das diese wie sich die Politik des New Deal in den im Jahre ~ schuldigungen Unrecht seien, und daß die Eng-11940 bevorstehenden Präsidentenwahlen behaupten tber den Wunsch hegten, diese Ungerechtigketten wird. Gewählt werden 34 Senatoren, 432 Atu-

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