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unterscheide ich mich von Herrn Churchill, Herrn Eden, die Anwälte der ganzen Welt sind.

Ich bin nur der Vertreter meines Volkes! hier tue ich alles das, was ich für notwendig halte, und wenn Herr Churchill mir sagt:Wie kann ein Staatsoberhaupt mit einem britischen Parlamentarier überhaupt die Klinge kreuzen?", so antworte ich ihm: Herr Churchill, fühlen Sie sich dadurch nur geehrt! (Brausender Beifall.) Sie köuueu daraus, daß in Deutschland selbst das Staatsoberhaupt sich nicht scheut, mit einem britischen Parlamentarier die Klinge zu kreu­zen, ersehen, wie hoch das Ansehen englischer Parlamentarier im deutschen Volke ist.

3m übrigen bin ich nicht Staatsoberhaupt im Sinne eines Diktators oder eines Monarchen, sondern ich bin deutscher Volksführer! (Jubelnde Zustimmung.) Ich hätte mir, davon kann man überzeugt sein, ganz andere Titel beilegen können. Ich bin bei meinem Alten ge-

Die Herren englischen Parlamentarier werden im britischen Weltreich sicherlich sehr zu Hause sein, alle in in Mitteleuropa sind s i e es nicht. Hier fehlt ihnen jede Kenntnis der Zustande, der Vorgänge und der Verhältnisse. Sie werden und dürfen diese Feststellung nicht als etwas Beleidigen? des anfghen, wir kennen uns ja auch am Ende nicht so genau in Indien aus oder in Aegypten oder gar in P al äst i n a. (Heiterkeit und Hände­klatschen.) Ich würde es aber für richtig halten, wenn diese Herren ihre enorme Kenntnis, die sie besitzen, und die unfehlbare Weisheit, die ihnen zu eigen ist, etwa in diesem Augenblick auf sagen wir gerade P a l ä st i n a konzentrieren würden. Denn das, was dort stattfindet, das riecht ganz ver­dammt stark nach Gewalt und sehr wenig nach Demokratie! Aber ich führe das nur alles als Beispiel an, keineswegs etwa als Kritik (Lachen), denn ich bin ja nur der Vertreter meines deutschen Volkes, nicht der Anwalt anderer. Darin

Elemente machten in dieser Aktensammlung kaum ein Prozent aus. ImMalin" heißt es: In keinem Lande der Welt werden die unerwünschten Ele­mente so ausgenommen wie in Frankreich. In kei­nem Lande der Welt führen sie sich aber auch so schlecht wie in Frankreich, auf.

DerTernps" nimmt besonders energisch zu die­sem Problem Stellung und schreibt:Wir müssen unsererseits unsere Grenzen schließen. Die Ausweisung darf nicht mehr eine außerge­wöhnliche Maßnahme sein, sondern muß im Gegen­teil zur Regel werden. Der Eintritt nach Frank­reich muß ausschließlich der ausländischen Elite vor-

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dos Selbstbestimmungsrecht herbeizufüh-

Paris, S.Rov. (DRV.) Die vom Führer zur Berichlerstallung nach Paris entsandten deutschen Aerzke Professor Dr. Magnus und Dr. Brandt haben nach ihrem ersten Besuch bei Lega­tionssekretär vom Rath und nach Rücksprache mit dem behandelnden französischen Arzt folgendes Bul­letin .ausgegeben:

Der Zustand des Herrn Legakionssekretärs vom Rath ist besonders wegen der Verletzung am Magen­eingang ernst zu beurteilen. Der erhebliche Blutverlust durch die Milzzerreißung und deren Folgen läßt sich voraussichtlich durch weitere Blut­übertragungen beherrschen. Die bestmögliche opera­tive Versorgung und bisherige Behandlung durch Dr. Baumgartner (Paris) läßt Hoffnungen für den weiteren Verlauf zu.

Professor Dr. Georg Magnus, Dr. Karl Brandt." Professor Dr. Magnus und Dr. Brandt haben am Abend folgendes weitere Kommunique ausge­geben: Das Befinden von Legalionsfekretär vom Rath häl sich bis zum heutigen Abend nicht ge­bessert. Cs bestehen ernste Besorgnisse. Die Temperatur ist geblieben. Es finden sich An­zeichen einer beginnenden Kreislauf­schwäche. Gez.: Dr. Magnus; gez.: Dr. Brandt.

Der jüdische Mordbube Herschel Seibel Grynszpan nach seinem ersten Verhör im Pariser Polizeibüro. (Associated-Preß-M.)

bisher befand und noch befindet. Die Aktion erzielte bis zum heutigen Tage die Sicherstellung, von 2569 Stich- und Hiebwaffen, 1702 Schußwaffen und rund 20 000 Schuß Munition. Sofern nach Abschluß der Waffenaktion noch ein Jude im Besitz einer Waffe angetroffen wird, wird der Polizeipräsident in je­dem einzelnen Falle mit größter Strenge vorgehen.

Als Antwort auf die Provokation von Paris, die feige jüdische Mordtat, ist es in K u r h e s s e n zu erheblichen spontanen Demonstrationen der Bevölkerung gegen die Juden ge­kommen.

Auch die Paris er Morgenpresse veröffent­licht ausführliche Auszüge der Rede. Don fast allen Zeitungen wird bereits in deck Ueberschriften die Betonung auf die kolonialpolitischen Er­klärungen gelegt. ImJour" heißt es, von der Kolonialfrage abgesehen, habe Deutschland von Frankreich und England nichts zu fordern. Aus der bevorstehenden englisch - französischen Fühlungnahme in Paris müsse eine ein­heitliche Haltung Frankreichs und Englands hervorgehen.

Crnste Besorgnis um das Befinden vom Raths

Zwei Mitteilungen der deutschen Aerzte.

Die Besetzung des ungarischen Oberlandes.

Budapest, 8. Roo. (Europapreß.) Während im östlichen Teil des Oberlandes, einschließlich der karpatho-ukrainischen Grenzzone, der Vormarsch der ungarischen Besetzungstruppen seit Sonntag abend zum Stillstand gekommen ist, wurde im mittleren und westlichen Teil des Oberlandes die Besetzung planmäßig fortgesetzt. Da­bei wurde auch die Stadt Neuhäusel, der Kno­tenpunkt der Eisenbahnlinie Budapest Preßburg, besetzt unb der nördlich von Miskole gezogene Ein­marschbogen in Richtung auf Rosenau in einer Breite von 80 Kilometern ausgedehnt und auch die Stadt Rosenau besetzt. Die letzte größere Stadt des Ungarn zufallenden Teiles der Karpatho-Ukraine, Sächsisch-Bereg, wird am Mittwochmittag von den ungarischen Truppen besetzt werden.

1938 in einem Pariser Anzeigenblatt eine Verlust­anzeige von einem gewissen Grynszpan ausgegeben worden. DieLiberty" vermutet, daß eine Paß- fälscher-Zentrale dem Grynszpan zu einem Paß oer- hol'fen habe, und daß eine Untersuchung wahrschein­lich auch wichtige Anhaltspunkte über die Hinter­gründe des Anschlags zutage fördern werde.

Umfangreiche Waffensunde bet Berliner Juden.

Berlin, 8. Nov. (DNB.) Angesichts des jüdi­schen Mordanschlages in der deutschen Botschaft in Paris gibt derPolizeipräsidentvonBer- l i n der Öffentlichkeit das vorläufige Ergebnis be­kannt, das eine allgemeine politische Ent­waffnung der Juden Berlins, die in den letzten Wochen in Angriff genommen wurde, bisher gehabt hat. Der Polizeipräsident hat sich, um dke öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Reichs­hauptstadt aufrechtzuerhalten, auf Grund einiger Einzelfälle veranlaßt gesehen, eine Waffenkon- trolle bei der jüdischen Bevölkerung Berlins durchzuführen. Dies ist den Juden durch die Polizei­reviere kürzlich zur Kenntnis gebracht worden, worauf von wenigen Ausnahmen abgesehen, bei denen ein ausdrückliches Verbot des Waffenbesitzes ausgesprochen werden mußte die in jüdischem Besitz bisher befindlichen Waffen bei der Polizei von den Juden, die keinen Waffenschein haben, frei­willig abgegeben wurden. Das vorläufige Er­gebnis zeigt deutlich, welch eine Unmenge

blieben und werde bei ihm bleiben, solange ich lebe, weil ich gar nichts anderes sein will und nie daran denke, etwas anderes zu werden. Das befriedigt mich. Herr Churchill und diese Herren sind Abgeordnete des englischen Volkes, und ich bin Abgeordneter des deutschen Volkes. (Stürmische Heilrufe.) Der Unterschied liegt nur darin, daß auf Herrn Churchill nur ein Bruch­teil der englischen Stimmen gefallen ist, wäh­rend ich, ich darf es sagen, das ganze deutsche Volk repräsentiere! (Reue brausende Kund­gebungen.)

Wenn ich so, meine allen Kampfgenossen, Sie und damit das ganze deutsche Volk zur Wachsamkeit aufrufe, dann habe ick) e()t heiliges Recht dazu! Ich habe in diesen wenigen Jahren für die Nation große Erfolge errungen. Sie muß verstehen, daß ich ft e_t s besorgt bin um ihre Sicherung. Ich möchte nicht erleben, daß ich am Ende meiner Tage mit ähnlichen trüben Prophezeiungen die Augen werde schließen müssen, wie das einst bei Bismarck der Fall war. Ich möchte, daß das mühsam Errungene behalten wird für immer durch die gewaltige Kraft der ganzen deutschen Nation.

Dann ist auch damit ein Dermäckstnis erfüllt, das uns unsere Toten aufgegeoen haben. Für dieses Deutschland sind sie auch einst mit uns mar­schiert, genau so gläubigen Vertrauens im Herzen wie wir. Es sind auch viele andere für Deutsch­land gefallen. Aber wir heben die Toten des 9. November deshalb hervor, weil sie alle Soldaten gewesen sind, weil sie alle im großen Kriege und zum Teil in Freikorps gekämpft haben und sich docb dann erneut für Deutschland einsetzten! Ihr Opfer haben wir damals als eine heilige Verpflichtung empfunden. Heute, 15 Jahre später, dürfen wir wohl erhobenen Hauptes vor ihre Särge hintreten, um zu ihnen zu sagen:

Liehe Kameraden, das, was ihr damals ersehnt und erhofft, ist nun erfüllt worden. Darüber hinaus ist auch das, was ihr damals noch nicht für möglich gehalten habt, jetzt Wirklichkeit geworden. Nicht nur das Deutschland von da­mals ist geeint, sondern es steht jetzt vor euch Großdeutschland mit seiner neuen starken Wehr. Ihr habt mitgeholfen, daß dieses Werk gelingen konnte! Als erste Blutzeugen habt ihr den späteren Weg der Bewegung ermöglicht, habt es mir ermöglicht, dann den

der Demokratien kann die Opposition von' sucht, diese beiden Diktaturen zu bewegen, auf heute die Regierung von morgen sein! 'Wege der Demokratie endlich für die Betro s Im allgemeinen pflegt dies ja auch einzutreten. x-" c Ä1 u c : r,t \ ______ * ; Lk«L)ulu.i.

Wir sind sehr dankbar, wenn sich in Frankreich ren. Dieser Versuch ist mir mißlungen. Dann erst und England die führenden Männer von habe ich die Kraft des großen deutschen solchen Ideen a b s e tz e n und mit Deutschland Volkes eingesetzt, um die Demokratie in die- auf gutem Fuße leben wollen. Wir haben öfter als sen Ländern herzustellen, d. h. um unterdrückten einmal erklärt, daß wir von diesen Ländern gar Menschen d i e F r e i h e i t zu geben! (Wieder setzen nichts wollen als die Rückgabe der uns einst! nicht endenwollende Heilrufe jubelnd ein.)

behalten sein, die genau umschriebene Bedingungen erfüllt. Vom völkischen Standpunkt aus betrachtet ist die Niederlassung der vielen und verschiedenarti­gen Ausländer für ein geburtenarmes Land wie Frankreich eine Gefahr. Dom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, schafft es zum Scha­den unserer Landsleute eine gefährliche Kon­kurrenz. Dom politischen Standpunkt aus ge­sehen, stellt es die öffentliche Ordnung in Gefahr und bereitet auf die Dauer unserem Üand internationale Schwierigkeiten. Wir müssen daher aufhören, mit dem Feuer zu spielen."

DieLibertö" gibt der Ueberzeugung Ausdruck, Grynszpan habe nicht aus eigenem A n - trieb gehandelt. Die polnische Botschaft in Paris habe erklärt, der polnische Paß, dessen sich der Attentäter bedient habe, müsse gefälscht fein. In Paris blühe ein ausgedehnter Handel mit gefälschten polnischen Pässen. Sonderbarerweise sei am 9. Juni

beknde Zustimmung.) Ich habe aber immer ver­sichert, daß das selbstverständlich keine Kriegs­angelegenheit ist. Es ist eine Frage, sagen wir, der Gerechtigkeit und der wirklichen Absicht, ein Dölkerzusammenleben zu ermöglichen. Sonst haben mir von diesen Ländern nichts zu fordern, und wir verlangen nichts von ihnen. Wir möchten mit ihnen nur Geschäfte ma­che n. d. h. wir wollen mit ihnen Handel treiben. Wenn man also von Verständigung redet, so wissen wir nicht, über was wir uns Derjtänöigen sollen.

Eines aber muß ich im Auge behalten. In Frank­reich und England sind sicher heute Männer am Ruder, die den Frieden wollen, allein a n - öere Männer machen fein Hehl daraus, daß sie den Krieg gegen Deutschland wünschen. Ich bin gezwungen, dies ganz nüchtern vor der Nation auszufprechen und daraus die Konsequenzen zu ziehen. Morgen kann Herr Churchill Minister­präsident sein! Und wenn ein britischer Oppositions­führer erklärt, wir wollen nicht das deutsche Volk vernichten, sondern nur das Regime, so ist das genau dasselbe, denn das Regime ver­nichtet niemand, außer er vernichtet das deutsche Volk! Wenn jemand erklärt, er wolle das deutsche Volk vom Regime befreien, so sagte ich ihm:Für das deutsche Volk sind Sie nicht zuständig!" Wenn es überhaupt einen Menschen gibt, der für das deutsche Volk zuständig ist, meine Herren britischen Parlamen­tarier, dann bin das ich! Das deutsche Regime ist eine innere Angelegenheit des deutschen Volkes, und wir verbitten uns jede schulmeisterliche Beauf­sichtigung! Außerdem bilde ich mir ein, daß wir mehr geleistet haben als alle diese Herren, daß wir vor allem unseren Staat in Ordn u.n g gebracht haben, was man nicht von allen Ländern der Welt behaupten kann. (Gelächter.)

Ich bin also gezwungen, die Mentalität auch derer zu berücksichtigen, die heute nicht regieren, die aber morgen regieren können und über ihre inneren Gedanken keinen Zweifel lassen. Das deutsche Volk wird verstehen, warum ich es warne und warum ich selbst entschlossen bin, alle Vorkehrungen zu tref­fen, um gegen jeden Heb ergriff sicher zu fein! (Brausender Beifall.) Dabei kann ich übrigens versichern, das deutsche Volk wird nicht in Angst, sagen wir vor Bomben vom Mars oder Mond zer­fallen! (Stürmisches Gelächter.) Wir werden auch hier nach deutscher Art aushalten.

Ich bin aber entschlossen, die Sicherheit des Reiches auf das äußerste zu befestigen, und ich weiß, das ganze deutsche Volk wird mir hier zustimmen. (Stürmische heit- rufe.) Das bedeutet Opfer, ohne Zweifel. Aber es ist besser, wir nehmen diese Opfer auf uns, als sie eines Tages in Form von Sontributio- neu oder, wie man damals sagte, von Repa­rationen an das Ausland abzuliefern. (Tosen­der Beifall.) Cs kann daher für uns nur einen Entschluß geben, den ich in Saarbrücken aus­sprach: Jederzeit sind wir zum Frieden ge­willt! Wir haben ihn auch nicht gebrochen. Allein auch jederzeit sind wir bereit zur Ab­wehr, und zwar zur männlichen und enk- schlossenen Abwehr. (Minutenlange Beifalls­kundgebungen.)

Wenn mir nun jemand sagt: Sie wollen also nicht auf dem Rechtswege Gefchichte machen, son­dern auf dem Wege der Gewalt, so kann ich nur sagen: Das heutige Deutschland hat es nicht abgelehnt, auf dem Verhandlungswege sein Recht zu verwirklichen. Jahr um Jahr haben wir auf dem Verhandlungswege versucht, unser Recht zu «.reichen. Besonders englische Parlamentarier haben kein Recht, daran zu zweifeln. Denn auch auf dem Verhandlungswege haben wir einen Vertrag mit England abgeschlossen. Wenn die anderen nicht mittaten, so können wir nichts dafür. Aber etwas muß man sich merken: Das nationalsozialistische Deutschland wird nie­mals nach Canossa gehen! Das haben wir nicht nötig. Wenn eine andere Macht sich be­harrlich gegen den Versuch verschließt, auf dem Ver­handlungswege Recht Recht werden zu lassen, dann soll man sich nicht wundem, daß wir uns das Recht auf einem anderen Wege sichern, wenn wir es auf dem normalen Wege nicht finden können.

Wenn diese britischen Anwälte der Weltdemokra­tie nun erklären, daß wir damit Heuer in einem Jahre gleich zwei Demokratien zerstört hätten, dann kann ich nur fragen: Was i ft denn e i - gentlich Demokratie? Wer hat das Recht, im Namen der Demokratie zu reden? Hat der liebe Gott den Schlüssel zur Demokratie den Herren Churchill und Duff Cooper ausgehändigt? Ist dies auf Gesetzestafeln verzeichnet, die im Besitz der bri­tischen Opposition sind? (Stürmische Heiterkeit braust durch den Saal.) Demokratie ist in unseren Augen ein Regime, das vom Willen des Volkes getragen wird. Ich bin nach den Regeln der parlamentarischen Demokratie einst in Deutschland Kanzler geworden. (Brausende Bravo-Rufe.) Und Zwar als der Führer der weitaus stärk­sten Partei. Nach den Regeln der parlamenta- nfchen Demokratie erhielt ich dann die unbedingte Mehrheit, und Herr Churchill kann es ja bezwei­feln heute die einmütige Zustim­mung des deutschen Volkes! (Stürmisches Händeklatschen.) Ich habe nun in diesem Jahre nicht zwei Demokratien beseitigt, sondern ich ich möchte [oft sagen als Erzdemokrat habe zwei Dikta- en beseitigt! (Tosender Beifall.) Nämlich ^ Diktatur des Herrn Schuschnigg und die Diktatur des Herrn B e n e s ch. Ich habe freilich ver-

Legationssekretär vom Rath steht im 29. Sehens« jahr. Wie viele Diplomaten, war er zunächst im Ju­stizdienst tätig und absolvierte dann feine Attachö- Jahre, die immer Wanderjahre sind, in Budapest, Paris und Kalkutta. In Indien zog er sich ein tropisches Fieber zu, worauf er Heimaturlaub er­hielt. Er wurde dann wieder der deutschen Botschaft in Paris, wo er schon einmal stationiert war, zuge­teilt und erhielt dort vor knappen zwei Monaten seine Beförderung zum Legationsfekretär.

Die pariser preffe fordert Vefeilipung der Smiarantenplage.

Paris, 9. Nov. (DNB. Funkspruch.) Auch am Mittwoch beschäftigt sich die gesamte Pariser Mor­genpresse sehr ausführlich mit dem jüdischen Mord­anschlag gegen den Legationssekretär vom Rath, Erneut verlangen mehrere Blätter energische Maß­nahmen gegen alle diejenigen ausländischen Ele­mente, die im Innern Frankreichs immer wieder die Ruhe und Ordnung zu stören versuchen. Der Petit Parisien" schreibt, Frankreich habe eine so liberale Politik geführt, daß es auf seinem Boden bis z u drei Millionen Ausländer be­herbergt habe. Man habe aber feststellen müssen, daß sich hierunter die übel st en Typen des international en Verbrechertums be­finden. Etwa 70 v. H. aller dieser Emigranten mache ein übles Gesindel aus, mit dem sich die franzö­sische Polizei zu beschäftigen habe. Dieser Tatbe­stand habe die französischen Polizeibehörden veran­laßt, eine besondere Aktensammlung über die inter­nationalen Verbrecher anzulegen. Bei den Elemen­ten, die in dieser Aktensammlung vertreten seien, handele es sich teils um allein arbeitende Verbre­cher, teils um Derbrecherbanden. Die französischen

legalen Kurs zu steuern und trotzdem als eine mannbare Bewegung im deutschen Volke angesehen zu werden .Ihr seid der Beginn jener großen Märtyrerreihe, die wir verehren, Kämpfer, die auf dem Felde des Ringens um die deutsche Volksgemeinschaft gefallen sind und von denen wir wissen, daß ihr Tod mitgeholfen hat, das heuttge Reich zu schaffen.

So kann ich Sie nur bitten, immer inbrünstig im Kampf um unser Reich an unser Volk z u glauben, an dieses ewige deutsche Volk. Diefe breite Masse des schaffenden Volkes war einst der Träger unseres Kampfes, sie ist der Träger des heutigen Reiches, und sie wird Deutschland auch in der Zukunft halten! Unser Deutschland Sieg-Heil!

Unbeschreiblich sind die Kundgebungen, die die alten Parteigenossen dem Führer zum Schluß seiner Rede bereiten. Brausendes Händeklatschen und jubelnde Heilrufe zeigen dem Führer die Liebe, die Verehrung, die Dankbarkeit und die unwandelbare Treue, die diese Männer der ersten Stunde beseelt. Der erste Eindruck im Ausland.

Die Kolonialforderung findet in London und Paris größte Beachtung.

London, 9. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die Führerrede wird von der Mvrgenpresse in großer Ausführlichkeit wiedergegeben. Die Blätter heben in den Ueberschriften die Forderung des Führers nach Rückgabe der Kolonien hervor. Stärk­sten Eindruck hat es naturgemäß auch hervorge­rufen, daß der Führer dem deutschen Volk die Augen über die ausländischen Kriegs­hetzer geöffnet hat. Die Warnung vor Churchill, Eden und Duff Cooper kehrt in den Schlagzeilen der Blätter wieder.